Hallo leute,
ich würde mich gern mal nach Lösungen umhören, wie ich nachvollziehen
kann, warum meine Autobatterie immer wieder schlapp macht. Ich habe mir
gedacht die Sicherungen einzeln rauszuziehen und den Strom im Stand zu
messen. Ist das ein guter Ansatz? So könnte ich doch sagen, durch
welchen Stromkreis die Batterie so stark belastet wird bzw was zur
Entladung führt, odeR???
MFG Elko
Batterie mal gegen eine tauschen von der man weiß das diese OK ist.
Dadruch würde sich schonmal sagen lassen obs die Batterie ist. Ansonsten
hört sich das ganze für mich nach Lichtmaschine an. Evtl. mal messen wie
hoch der Strom ist wenn das Auto im Stand läuft. Sollten dann schon grob
~13V (vielleicht hat jemand einen genaueren wert) sein.
>Ich habe mir gedacht die Sicherungen einzeln rauszuziehen und den Strom >im Stand
zu messen. Ist das ein guter Ansatz?
Das ist der einzig sinnvolle Ansatz.
Die Ladespannung bei laufendem Motor solltes du natürlich auch mal
überprüfen, die muß bei ca. 14,5V liegen, und wie oben schon gesagt
wurde, wenn die Batterie schon einige Jahre alt ist, ist die
Wahrscheinlichkeit groß, das die hinüber ist.
Oliver
Wenn die Lichtmaschine defekt sein würde, würde Warnlampe im Auto
Leuchten.
Die kannst du also schonmal ausschließen.
Du solltest dir folgende Fragen stellen:
- steht das Auto of und lange unbenutzt
- fahre ich viel kurze Strecken
- ist die Batterie vielleicht defekt oder einfach sehr alt
- wurde die Batterie schonmal tief entladen
Sollte es wirklich ein Verbraucher sein ist dein Ansatz der richtige.
Motor und Zündung aus, Messgerät an die Batterie ( aber Strom , keine
Spannung) und dann einzeln die Stromkreise über die Sicherungen öffnen
und nach dem Verursacher suchen.
Eine sehr sehr geringe Stromaufnahme ist normal, da in den meisten
Steuergeräten im Fahrzeug die Kommunikations IC immer laufen.
Auch ein guter Ansatz wäre zu kontrollieren ob genug Wasser in der
Batterie ist. Neuere Batterien sind zwar teilweise wartungsfrei, aber
mal nachschauen, ob oben 6 Schrauben zum Öffnen da sind schadet sicher
nicht. Die Metallgitter in der Batterie müssen (bei waagerechter
Lagerung natürlich) komplett mit Wasser bedeckt sein. Falls dies nicht
der Fall sein sollte musst du destiliertes Wasser (aus der Apotheke)
verwenden. Dieses solltest du deiner Magenwand zuliebe nicht trinken.
Martin wrote:
> Sollte es wirklich ein Verbraucher sein ist dein Ansatz der richtige.> Motor und Zündung aus, Messgerät an die Batterie ( aber Strom , keine> Spannung) und dann einzeln die Stromkreise über die Sicherungen öffnen> und nach dem Verursacher suchen.Achtung : Komm bitte nicht auf die Idee, das Messgerät bei der
Strommessung an +/- der Batterie anzuschließen. Dein
Messgerät würde explosionsartig entwertet werden.
Die korrekte Vorgehensweise wäre:
- Plus-Leitung vom Pluspol der Batterie trennen
- Messgerät auf Strommessung (hoher Strom, da sonst wahrscheinlich
sofort die Sicherung im Messgerät fliegt) einstellen
- Messgerät (+) mit Pluspol der Batterie verbinden
- Messgerät (-) mit Plusleitung verbinden
Hast du mal geprüft, ob evtl. die Kofferraumbeleuchtung nicht mehr
abschaltet? So etwas fällt normalerweise nie auf ;)
Hast du evtl. einen zusätzlichen Audioverstärker verbaut, der womöglich
nicht mehr abschaltet?
Gruß,
Magnetus
Hatte vor kurzem das gleich problem....
Wenn du die Batterie am Auto anklemmst, sind erstmal alle Steuergeräte
aktiv, und das "Auto" verbraucht sehr viel Strom. Erst nach ca. 20
minuten haben sich alle Steuergeräte beruhig und legen sich "schlafen"
Daher ist das mit sicherung ziehen so eine sache... kann gut gehen, oder
aktive geräte können dich auf den falschen weg führen...
ich habe einfach mal mein autoradio rausgebaut, und siehe da.... die
batterie hält wieder :-)
Jetzt muss ich halt selber im auto singen
Grüße
Um überschlägige Lade-/Entladestrommessungen zu machen, würde ich den
Spannungsabfall am Massekabel messen (abzugleichen mit definierter
Last). Messgeräte für mV sind ja wohl kein Problem.
Ein älteres Auto aus Wolfsburg hatte Abgriffe mit ca. 1mOhm in einer
Batteriezuleitung. Da konnte man sogar genauer messen.
Ansonsten: auch Akkus haben ein Lebensende ;-)
Stimmt: es ergibt Sinn!
Kleine Ströme kann man direkt messen - wenn man Pech hat brennt eine
Sicherung durch, ganz ohne Explosion.
An 1mOhm erzeugt ein Strom von 1A geschätzt 1mV. Heutige Meßgeräte
können damit prima umgehen.
1.Es wäre erst mal grundsätzlich zu klären ob Batterie recht alt ist
oder nach Unfall (Kurzschluss durch zerbröselte aktive Masse am Boden)
das Ereignis eintrat. Dann hilft nur Ersatz.
2.Dann wäre die nächte Frage: Radio, Innenbeleuchtung, Sitzheizung usw.
alles aus???
3.Dann könnte man mal messen was die Lichtmaschine sagt.
4.Batterie abklemmen würde ich nie ohne Grund, da das Montormanagement
bei manchen Typen anschließend nur noch im Notbetrieb läuft!!
Plan B: Was sagt der Bosch-Dienst?
Pass auf mit dem Batterie abklemmen! Wenn du ein einigermassen akuelles
Auto hast, müssen so Dinge wie das Motorsteuergerät und die Fensterheber
danach neu initialisiert werden. Wenn die Batterie leer ist, reicht die
wahrscheinlich nicht mehr zum Starten, aber noch locker um die Speicher
zu stützen.
Da gibts bei den üblichen Bekannten solche Bücher, zB. "So wird`s
gemacht", die über solche Sachen Auskunft geben.
hast du ein anderes Radio verbaut? Das Blaue Kabel das die meisten
Radios zur Relaisansteuerung für andere Verbraucher verwenden hat bei
den VW, Skoda.... eine andere Verwendung, da zieht es dann immer die
Batterie leer. Ich habe das blaue Kabel vom Radio zur ISO-Buchse aus der
Buchse rausgezogen und isoliert.
Also Batterieplus abziehen Multimeter auf Amperebereich stellen und das
Rote Kabel an die Batterie das Schwarze an den abgezogenen Stecker und
abwarten wann die Stromaufnahme absinkt. Evtl. noch das Fahrzeug
abschließen.
Wartungsfreie Batterien sind Augenwischerei, da man darauf warten kann,
bis sie ihren Dienst nicht mehr tun. ;-)
Aber im Ernst: Ein Plattenschluß in einer Batteriezelle wirkt sich fatal
auf den Innenwiderstand der Batterie aus und man kommt dem am Besten mit
einem Säureheber (Baumarkt oder Kfz.-Zubehörhandel) auf die Spur. Alle
Zellen müssen die gleiche Säuredichte aufweisen. Ist das bei einer nicht
der Fall, kann man sie getrost gegen eine neue austauschen.
MfG Paul
@reflection (Gast)
>Falls Du ein Sony Radio hast würde ich dort ansetzen. Die älteren Geräte>ziehen einen unglaublichen Strom wenn sie ausgeschaltet sind!
ja, stimmt hatte ich auch mal, allerdings hatte ich schon im Voraus
gemessen, was das Ding so zog, weil mir die Beschaltung bzw. der
Anschlußplan in der Anleitung etwas merkwürdig vorkam. Ein zusätzlicher
Schalter im Cockpit hat das dann geregelt (war ein Jetta bzw Golf II -
der hatte noch etliche freie Schalterplätze, die man mit echten
Schaltern belegen konnte, ohne daß es von ausen auffiel).
@Paul Baumann (Gast)
>Wartungsfreie Batterien sind Augenwischerei, da man darauf warten kann,>bis sie ihren Dienst nicht mehr tun. ;-)
würde ich nicht sagen. Ich denke, hier kommt es auf Zweierlei an:
- erstens ist er sicherlich nur watrtungsärmer unter normalen
Ladebedingungen (irgendwann muss'te immer Suppe nachfüllen, wenn du
ständig mit 14,5v oder mehr lädtst) d.h. er fängt erst bei etwas höheren
Spannungen an zu gasen, womizt er eben etwas höher geladen werden kann
- wenn aber nur mit sagen wir mal 14,0 V geladen wird, dann kann man das
ganze sicherlich als wartungsfrei betrachten (ähnlich wie bei
Bleigel-Akkus, die ja auch nur deswegen ewig geladen werden können, weil
meist nur 13,8V oder so als max. gilt)
Ich hatte mal bei meinem alten Auto die Sache über einige Minuten nach
dem Start gemessen: anfangs ging die Ladespannung auf fast 15V hoch, die
aber dann nach einigen Minuten auf rund 14V runterging - also eine Art
Erhaltungsladung nur. Ob das so gewollt ist oder nicht - ich fand dies
sinnvoll, weil gleich nach dem Anlasserkraftakt wird erstmal relativ
viel Ladung wieder nachgeschoben/ersetzt, und dann wird nur noch
schonend geladen - und bei 14V gaßt dann nichts bzw. nicht viel.
Jedenfalls scheint sich dies ausgezahlt zu haben - der Akku ist 10 Jahre
alt geworden (naja - paar Monate fehlten noch, und richtig winterfest
war der auch nicht mehr, was aber bei den letzten Wintern auch kaum ein
Problem darstellte ;-), und Wasser musste ich nie nachkippen. Wenn also
das Gesamtsystem mitspielt, dann ist es wartungsfrei im Sinne von Wasser
nachkippen
> ...einem Säureheber (Baumarkt oder Kfz.-Zubehörhandel) auf die Spur. Alle>Zellen müssen die gleiche Säuredichte aufweisen. Ist das bei einer nicht>der Fall, kann man sie getrost gegen eine neue austauschen.
Was, nur die Zelle tauschen ? ;-) Du machst Sachen ....
>Pass auf mit dem Batterie abklemmen! Wenn du ein einigermassen akuelles>Auto hast, müssen so Dinge wie das Motorsteuergerät und die Fensterheber>danach neu initialisiert werden. Wenn die Batterie leer ist, reicht die>wahrscheinlich nicht mehr zum Starten, aber noch locker um die Speicher>zu stützen.>Da gibts bei den üblichen Bekannten solche Bücher, zB. "So wird`s>gemacht", die über solche Sachen Auskunft geben.
BULLSHITALARM!
@ tobi (Gast)
>...>BULLSHITALARM!
denke ich auch bald. Soweit ich weiß,betraf es wohl wirklich nur einige
alte Fabrikate/Modelle, die beim Akku-Abklemmen alles vergessen hatten
>Was, nur die Zelle tauschen ? ;-) Du machst Sachen ....
Ich nun erst noch! :-) Ich meinte natürlich: die ganze Batterie
tauschen.
Obwohl, früher (TM) konnte man tatsächlich einzelne Zellen tauschen und
dann die Batterie wieder neu vergießen.
MfG Paul
> Soweit ich weiß,betraf es wohl wirklich nur einige> alte Fabrikate/Modelle, die beim Akku-Abklemmen alles vergessen hatten
Schön wärs. Alle Mitsubishi-Modelle, einschließlich der neuen Colt
vergessen beim Abklemmen die Leerlaufeinstellung. Ist sehr nett, wenn
man Batterie abgeklemmt hat und mit Automatik versucht den Motor am
laufen zu halten.
Abhilfe: den Wagen im Stand 10 Minuten laufen lassen, danach hat das
Steuergerät wieder die Leerlaufdrehzahl angelernt.
wie, was, leerlaufstellung?
die vergessen alles und laufen im notprogramm ;)
so ein motor unterliegt im laufe der jahre doch einigen veränderungen
(ablagerungen hier, verschleiß dort).
das steuergerät muss sich halt wieder anlernen, find ich keine so dumme
idee. schade das es derart grob passiert das einem an jeder ampel der
motor abstirbt in den ersten 20 minuten. das machen andere hersteller
subtiler, kA wie/ob deren steuergeräte das auch machen.
im übrigen, im stand stirbt er (unter physiologischen bedingungen) nicht
ab, also versteh ich den einwand mit der automatik nicht.
> Die korrekte Vorgehensweise wäre:>> - Plus-Leitung vom Pluspol der Batterie trennen> - Messgerät auf Strommessung (hoher Strom, da sonst wahrscheinlich> sofort die Sicherung im Messgerät fliegt) einstellen> - Messgerät (+) mit Pluspol der Batterie verbinden> - Messgerät (-) mit Plusleitung verbinden
Hallo,
mit der Anleitung konnte ich die Spannung messen (12,3 V), wenn der
Motor
ausgeschaltet ist. Wie kann ich denn bei laufendem Motor den Ladestrom
messen, da man die Batterie bei laufendem Motor nicht abklemmen soll?
Unter der Aussage "die Spannung soll parallel zur Batterie gemessen
werden" kann ich mir nichts Praktisches vorstellen.
Vielen Dank
Oliver wrote:
> Die Ladespannung bei laufendem Motor solltes du natürlich auch mal> überprüfen, die muß bei ca. 14,5V liegen, und wie oben schon gesagt> wurde, wenn die Batterie schon einige Jahre alt ist, ist die> Wahrscheinlichkeit groß, das die hinüber ist.
Bei "älteren" Autos war das noch 13,8V.
Martin wrote:
> Wenn die Lichtmaschine defekt sein würde, würde Warnlampe im Auto> Leuchten.> Die kannst du also schonmal ausschließen.
Nö...
Ich hatte mal so eine Lichtmaschine mit 1 defekter Diode. Fachleute
wissen, daß dann 2/3 der Leistung fehlen... Die Batterie war immer
wieder leer.
Stromverbrauch messen ist der richtige Weg !
Wegstaben Verbuchsler wrote:
> parallel = nicht seriell (in Reihe)>> Pluspol des Meßgeräts an Pluspol der Batterie> Minuspol des Meßgeräts aun Minuspol der Batterie
Danke für die Anleitung. Die Lichtmaschine scheint in
Ordnung zu sein, da ich 14 V ich laufenden Betrieb gemessen habe.
Hallo, um keine Queerposts zu erstellen möchte ich hier einfach nur den
Link geben in dem ich meinen Regler mal ausgemessen habe. Bitte schaut
mal drauf. Wenn mir einer helfen kann wäre ich dankbar!
http://www.bmw-forum.de/viewtopic.php?p=332104#332104
Vielleicht hast du eine etwas größere Musikanlage verbaut. Da werden
einem ja auch gern so 1 Farad Kondensatoren verkauft, über Sinn oder
Unsinn lässt sich in manchen fällen streiten, aber bei mir war das der
große Stromverbraucher, der meine Batterie immer wieder ans Ende
getrieben hat.
MfG Dennis
Fahr zur einer ordentlich ausgestatteten Werkstatt die hängen ihr Oszi
dran und dann sieht man ob alle Dioden in Ordnung sind.
Regler bekommst du übrigens günstig von Hueco.com
Gast schrieb:> Pass auf mit dem Batterie abklemmen! Wenn du ein einigermassen akuelles> Auto hast, müssen so Dinge wie das Motorsteuergerät und die Fensterheber> danach neu initialisiert werden. Wenn die Batterie leer ist, reicht die> wahrscheinlich nicht mehr zum Starten, aber noch locker um die Speicher> zu stützen.> Da gibts bei den üblichen Bekannten solche Bücher, zB. "So wird`s> gemacht", die über solche Sachen Auskunft geben.
Vielleicht in feuchten Träumen von Werkstattbesitzern. Steuergeräte
(eigentlich eher die entsprechenden Sensoren) sind heutzutage
selbstlernend. Nach kurzer Lernzeit ist alles wieder wie früher.
Das Abklemmen der Batterie im laufenden Betrieb ist eine ziemlich dumme
Idee und man hat durchaus Chancen, irgendwas an der Elektronik zu
himmeln. Man misst die Ladespannung bei laufendem Motor und
eingebauter/angeschlossener Batterie (14,2-14,5V).
Wird diese Spannung nicht erreicht, bau die Lima aus und gib die zu
einem richtigen Autoelektriker (oder schaffe das ganze Auto dahin). Für
rund 100€ wird die Lima aufgearbeitet, also Lager gewechselt, die
Schleifringe abgedreht, der Regler (bzw. die Kohlen) ersetzt und einen
Prüfstandslauf inclusive Garantie gibt es auch noch dazu.
Zur Rest-(Ruhe-)strommessung gibt es bei BMW eine Anleitung.
Thomas