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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Projekte in der Schweiz

Autor: Gast (Gast)
Datum: 12.08.2008 18:41

Ich hätte da einen 3 Monatsjob in Basel in Aussicht, bei der ich
temporär angestellt werden soll.

Wie sieht es mit der Besteuerung nach Schweizer Recht aus, wenn man
lange genug in der Schweiz ist und dort temporär arbeitet ?

Soweit ich weis, bekommt man dann die Quellensteuer aufgebrummt, muss
das Geld aber nicht nochmal in Deutschland versteuern.

Oder ist es so, daß man die Steuer, die man in der Schweiz hat zahlen
muss, sich hier anrechnen kann und somit nicht mehr zahlt ?
Autor: Thomas B. (yahp) Benutzerseite
Datum: 12.08.2008 18:48

Stichwort Doppelbesteuerungsabkommen, welcher wir (sogar) mit der
Schweiz haben.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 12.08.2008 19:10

Ja und was heist es dann ?
Autor: Thomas B. (yahp) Benutzerseite
Datum: 12.08.2008 19:15

www.suchmaschine-deiner-wahl.de/.ch

Wird sich doch wohl der entsprechende Abkommenstext finden lassen, wo
das drin steht. Tendeziell sind diese Abkommen ja dazu da, dass man -
auch wenn's der Name nicht vermuten lässt - nicht doppelt besteuert
wird.
Autor: Rolf M. (Gast)
Datum: 12.08.2008 20:45

Sowas nennt man wohl Herumreden, um den heissen Brei!

Dann antworte ich mal: Doppelt besteuert heisst, daß Du nicht für
dasselbe Geld zweimal zahlst. Ob es baer reicht, eine Weile in der
Schweiz zu sein, um nach dortigen Verhältnissen besteuert zu werden und
hier dann nicht mehr, kann ich Dir nicht beantworten.

Wenn du im selben Jahr in Deutschland Einküfte hasst, wird alles
zusammengenommen und davon Deine Einkommensteuer berechnet. Ich glaube
kaum, daß sich der deutsche Fiskus Steuern entgehen lässt, nur weil Du
mal ein paar Wochen im Ausland warst. Für sowas muss man überwiegend
dort gewesen sein, also mal 51% des Jahres.
Autor: Rolf.Michaelsen (Gast)
Datum: 13.08.2008 00:35

Was mir so bekannt ist, muss man nur entweder / oder versteuern. Geld,
das bereits versteuert ist, wird nicht noch einmal versteuert. Arbeitest
Du mehr als das halbe Jahr im Ausland gilt die dortige Besteuerungsform.
Nach dieser muss dann meistens das dort im Ausland erarbeitete Geld nach
dortigen Sätzen und Regeln und das restliche noch in Deutschland
erarbeite Geld wieder nach der Regelung im Quellenland (also hier)
versteuert werden.

In der Steuererklärung gibt es dazu einen Punkt: Steuerfreie Einnahmen.
Autor: Berater de Luxe (Gast)
Datum: 13.08.2008 11:50
Dateianhang: zahlung_schweizer_modell_05_08.gif (26,7 KB, 57 Downloads)
preview image for zahlung_schweizer_modell_05_08.gif

Die Quellensteuer ist für alle hohen Einkommen günstiger. Man darf aber
nicht vergessen, dass Freiberufler viel absetzen können und auch die UST
zurückbekommen. Das fällt weg, wenn man dort fest angestellt wird. Auch
die Verpflegungsmehrkosten lassen sich nicht absetzen. Schwer wiegt
auch, daß man offiziell nicht heimfahren darf, da man ja dort fest
"wohnt", bwz wenn, nur das steuerliche Minimum bekommt, während beim
Freiberufler alles Dienstreisen sind. Da hebt sich vieles wieder weg!

Das hier wurde mir unlängst von einem Personalvermittler zugeschickt
(PDF-Kopie als GIF):

Wenn ich nach dem amtlichen Mittelkurs meinen aktuellen Stundensatz in
der Schweiz beziehen würde und das Einkommen dort versteuern könnte,
müsste ich mindestens 109,- Franken bekommen. Hätte ich die, käme ich
deutlich mehr raus, auch wenn man das Rückwechseln des Geldes
einrechnet.

Leider bekomme ich in der Schweiz nicht die 110,- die ich gerne hätte
sondern günstigstenfalls 100,-! Das sind umgerechnet gerade 62,50! Um
dann dasselbe zu erwirtschaften, müsste man 500 Stunden arbeiten. Dann
käme nach schweizer Modell sogar nochmal mehr raus, als nach dem
Deutschen Modell.

Aber wie gesagt, man darf nicht nur die Rechnungen mit festen
Wechselkurs betrachten, sondern muss in der Schweiz seinen Stundensatz
auch erzielen können!

Lohnen könnte sich die Schweiz für Bezieher geringerer Stundensätze und
/ oder Einkommen, wo der Faktor des Absetzens nicht so wirkt, vor allem,
wenn man sparsam ist und weniger absetzungsfähige Kosten produziert /
produzieren kann. Ein FH-Ingenieur mit hierzulande aktuell 55,- Euro
kann in der Schweiz sicher 85,- / wenn nicht 90,- bekommen. Dann sieht
es schon besser aus.

Es bleibt natürlich bei den Wechselverlusten, die beim Transfer des
Geldes / der Rechnungen jeweils entstehen. Ein Vorteil des Bezuges von
Umsätzen oder Gehalt in Franken wäre natürlich, daß man gleich ein
schweizer Bankkonto hätte. Braucht man das Geld nicht alles, könnte man
sich noch ein weiteres privates Konto einer anderen Bank holen und dann
munter Bargeld transferieren - ganz ohne Wechselkursverluste. Später
lässt man das offizielle Gehaltskonto einfach platzen. In 10 Jahren
kräht kein Han mehr danach, ob da mal was war und man hat etwas auf der
hohen Kante. Ich glaube aber, daß der Franke gegen den Euro wieder etwas
verlieren wird, sodaß es momentan sicher nicht günstig ist, auf Dauer
Franken anzulegen oder zu haben.
Autor: Gastarbeiter (Gast)
Datum: 19.08.2008 21:43

>Leider bekomme ich in der Schweiz nicht die 110,-

Hat jemand eine Statistik über Stundensätze in der Schweiz?
Autor: FPGA-Berater (Gast)
Datum: 27.08.2008 15:32

>Hat jemand eine Statistik über Stundensätze in der Schweiz?
Täte mich auch interessieren.

Ebenfalls wäre mal interessant zu erfahren, wie es mit den Kosten für
Projekte ist: Kann ich die in Deutschland absetzen, wenn in der Schweiz
Quellensteuer auf den Umsatz kommt?

Ich gehe nicht davon aus, daß zur Bemessung die Kosten vom Umsatz
abgezogen werden dürfen, also nur der GEwinn zählt ?

???
Autor: so nicht (Gast)
Datum: 27.08.2008 20:34

Die Stundensaetze in CH ... gibt es so nicht. Zum Einen sind die Kantone
unterschiedlich, je nach Angebot und Nachfrage, nach Infrastrukturkosten
und nach Spezialisierung.
Autor: Gastarbeiter (Gast)
Datum: 27.08.2008 21:11

Das ist woanders natürlich auch variabel, aber genau solche Übersichten
suche ich ja.

Die einzigen bestätigten Beispiele wären eine Auftragsentwicklung für
Hardware in Bern zu 1000,- Franken am Tag und eine Softwareinstallation
(Server, Programmentwicklung) zum Festpreis von 50.000 Franken für
projektierte 500h. Das sind aber so runde Beträge, daß mir das nicht so
aussagefähig erscheint. Ausserdem ist der Zeitfaktor zu veriabel.
Autor: Hai (Gast)
Datum: 27.08.2008 21:30

Naja in Basel gibt es Pharmachemie, Banken und Versicherungen. Also
Installitis und Sequelchen - keine Projekte. Die sagen dir dann wie mans
macht.
Autor: Matthias (Gast)
Datum: 27.08.2008 21:56

Na, in Zürich wird es etwas Elektroindustrie haben, oder?
Autor: so nicht (Gast)
Datum: 27.08.2008 22:06

Ja. hat es. Und ? Zuerich ist auch am Teuersten zum Leben. Man kann die
Tarife von Zuerich und Bern nicht wirklich vergleichen.
Autor: Werner (Gast)
Datum: 01.09.2008 01:42

Ist es in Bern nicht so teuer?

>"Auftragsentwicklung für Hardware in Bern zu 1000,- Franken am Tag"

Hat da einer Informationen WO und WER das ist?

Es spricht doch sicher nichts dagegen, den Schweizern auch etwas
Hardware zu bauen und zu liefern, oder?

Muss man Ausfuhrzoll bezahlen, wenn man denen eine Schaltung per mail
schickt ?

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