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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Heizungs Mischerantrieb mit Temperaturfühler und µC


Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Hallo Leute,

Ich hab eine Frage, ich  hab einen Mischerantrieb für 3 Wege Mischer an 
meiner Heizung. Damit lässt sich rel. gut die Temparatur eines 
Heizkreises regulieren.

Ich möchte nun diesen Mischerantrieb mit einem Microkontroller 
ansteuern.
Als Temperaturfühler hab ich noch nichts geeignetes gefunden. Was ratet 
Ihr mir, einen i2c fühler oder besser einen PT100 oder ähnl.

Welchen Fühler kann ich hier am leichtesten an einen µC anhängen?

Als Ansteuerung für den Mischer hab ich mir einfach zwei Digitale 
Ausgänge mit zwei Relais ausgedacht.
Der Mischerantrieb besteht aus zwei Motoren, auf und zu.

Ich hab mir überlegt, dass dies folgend funktioneiren kann.
µC nimmt Temperatur (ist) und vergleicht mit eingestelltem Sollwert.
Wenn Temperatur unter Sollwert liegt, dann gibt der µC einen kleinen 
Impuls für ca. 10 Sekunden an den Mischerantrieb welcher dann das Ventil 
öffnet und wärmeres Wasser in den Heizkreis fließt. Dies läuft ständig.
Sollte der Ist-Wert dann über dem Soll-Wert liegen, dann macht der 
Mischer wieder zu (Impuls auf dem zweiten Ausgang, ZU). Dies sollte sich 
dann nach einiger Zeit gut einpendeln oder?

Hat jemand von euch eine solche Regelung schon mal ausprogrammiert?

danke für eure Tips im Vorraus

Michael

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>Als Temperaturfühler hab ich noch nichts geeignetes gefunden. Was ratet
>Ihr mir, einen i2c fühler oder besser einen PT100 oder ähnl.
Schon gesehen?
http://www.mikrocontroller.net/articles/Temperatursensor

>Welchen Fühler kann ich hier am leichtesten an einen µC anhängen?
Ich würde sagen TSic, DS18xxx oder wie vorgeschlagen I2C (LM75)

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Hallo,

Ich hab mir jetzt den Tsic206 Temparaturfühler besorgt.

Hat jemand eine Ahnung wie ich nun diese Regelung in C ausprogrammieren 
kann.
Kann ich dies berechnen?

danke
Michael

Autor: jl (Gast)
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im prinzip schon, die Frage ist nur wo du den Temperatursensor hinsetzt 
(Raum, Leitung nach dem Mischer, Rückleitung zum Mischer). Normalerweise 
Leitung nach dem Mischer. Dann brauchst du die Regelkonstanten für dein 
Stellglied (wie schnell macht der Mischermoror auf bzw zu (Winkel/s). 
Dann die Verzögerung vom Mischer bis zum Temperatursensor. as ganze 
bestimmt dann die Trägheit die in die Regelung eingebaut werden muss, 
damit sich das System nicht aufschauckelt (erst Anschlag voll auf, dann 
wieder voll zu ...).

Und dann stellt sich die Frage wovon die Mischertemperatur abhängig wird 
(Raumtemperatur, Aussentemperatur).




JL

Autor: Sven K. (Gast)
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Guck mal unter http://www.mikrocontroller.com
unter Download.

Da haben die Jungs eine Heizungssteruerng inkl. Setup Programm 
realisiert.
Vielleicht hilft Dir das schon mal weiter.

Grundsätzlich willst Du Heizleistung regeln. Da würde ich maximal
zu einer PI Regelelung raten, da Heizungsänderungen normalerweise
im Hausbetrieb träge sind....

Gruß Sven

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Danke euch für den Tip, die Heizungsregelung auf www.mikrocontroller.com 
sieht gut aus, ich möcht diese aber verstehen und nicht nur einfach 
nachbauen.

Ich hab leider keinen Wert über die schnelligkeit des Mischerantriebs.
Ich hab mal ein Netzkabel an den Mischer angeschlossen und an 230 Volt 
gehängt. Der Mischer braucht ca. 1 Minute um von GANZ-AUF auf GANZ-ZU zu 
drehen.
Er Dreht sich hierbei um 90°, also 1 Minute für 90° oder 1,5°/s.
Die Verzögerung vom Mischer zum Temperatursensor (wird ca. 1 Meter nach 
dem Mischer angebracht) ist hier dann auch nicht viel.

Sven K. Meinte ich sollte eien PI (Proportional Integral) Regler nehmen. 
Nur wie kann ich einen solchen mit dem AVR zum Beispiel unter C 
nachprogrammieren?

Diese Regelung wird nicht an die Elektronik der bestehenden Heizung 
angeschlossen. Die Heizung hier hält den Vorlauf auf konstat 60°. Ich 
habe Fussbodenheizung und da darf ich nicht mit einer solchen hohen 
Temperatur heizen. Deshalb brauche ich diese einfache selbstgebaute 
Regelung die mir hier mit dem 3 Wege Mischer die Temperatur auf ca. 30 
Grad hält. Der Fussbodenheizkreis ist dann wieder gesondert über 
Thermostatköpfe im Fussbodenheizungsverteiler gesteuert (Raumthermostate 
in jedem Raum).

DANKE
Michael

Autor: oszi40 (Gast)
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Die stromsparenste Variante wäre ein Thermostat aus dem Baumarkt in die 
Zuleitung. Der Mischer ist natürlich die noblere Variante.
Bei www.bau.net im Heizungsforum sollte man dazu z.B. Infos finden.

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Hallo,

so hab jetzt gegoogled und was gefunden: 
http://www.avr-praxis.de/forum/showthread.php?t=13
Sieht ziemlich vielversprechend aus, ich hab das ganze unter Excel auch 
schonmal aufgemalt (siehe Anhang!).

Ich hab hier einen Anfangswert von 10° genommen und einen Sollwert von 
40°
Man sieht schön wie der Regler bis 40° regelt ohne Überschwingen.

Soweit so gut, nur wie kann ich das ganze jetzt auf zwei Digitale 
Ausgänge herunterbrechen? Der Mischer Antrieb kennt nämlich nur AUF und 
ZU.

danke im Voraus
michael

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Ich hab nun im Excel wieder etwas weiter gebastelt, es scheint ich 
nähere mich der Lösung ;-)

Seht euch mal das Beiliegende Excel Dokument an!
Dies könnte ja realisierbar sein. Ich hab hier als DELTA 
(Temperaturdifferenz) 5° angenommen.

gruss
Michael

Autor: Holger S. (strabe)
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Hallo Michael,
ist bei mir schon verdammt lang her das mit der Regelungstechnik, aber 
kann es sein, dass Du in deinem Excel-Sheet keinen I-Anteil errechnest, 
sondern zwei P-Anteile und die dann addierst ? Wenn ich mich recht 
erinnere resultierte der I-Anteil aus der Summation der bisherigen 
Änderung ( integrierend),der D-Anteil aus der Änderungsgeschwindigkeit ( 
diff.)und der P-Anteil aus dem Proportionalteil ?

Gruß Holger

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Hallo,

Der I-Anteil steckt ja hier schon im Stellmotor oder?
Das macht das alles viel komplizierter ..... grfl

Michael

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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Hi,
vorneweg: ich hab sowas in Bascom realisiert.

Hardware: es wurde die Platine der "Micro-SPS" genutzt. Ein Mega32
steuert die genug vorhandenen Relais an. Die Platine in 
Industriequalität
bietet genug Spielraum für das Projekt. Bestückt wurde nur was 
notwendig.
Ein LCD 4x20 gibt die Daten aus.
Temperaturfühler: KTY mit hardwareseitige Linearisierung.

Software:
Es wird die Aussentemperautur,Vorlauftemperatur,Speichertemperatur(in 
meinen Fall) erfasst. Aus der Aussentemperatur und einem 
"Faktor"(einstellbare Konstante) wird die Soll-Vorlauftemperatur 
errechnet.

Mischerfahren:
Aus der Differenz Soll/Ist Vorlauf wird die Mischerfahrzeit errechnet.
Nach jedem Mischerfahren wird eine 10 Sek. Pause eingelegt, wo zum Ende
der Pause die Mischerfahrzeit neu errechnet wird.

Wetere Funktionen:
Start der Mischerfunktion unter 23°C Aussentemperatur. Darüber wird der
Mischer im geschlossenen Zustand gehalten.
Pumpensteuerung mit Sommerantifestrostzyklus.
Überwachung der Fühler mit Zwangszufahren der Mischers bei Fühlerfehler.
Und und und...
Das ganze ist noch in der Testphase, aber so gut wie abgeschlossen

Wigbert

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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und ein Beispiel zur Heizkurvenerrechnug
Die Konstante kann durch ein Poti auf dem Board eingestellt werden,
bzw durch ein Pin auf Nachtabsenkung(Abwesenheit) umgestellt werden

Wigbert

Autor: Uwe (Gast)
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Hi!
Habe vor recht langer Zeit mal sowas gebaut und ging dann ganz 
ordentlich.
Du solltest erstmal nicht versuchen die Temp. absolut konstant zu 
halten,
da regelt sich der Mischer dusselig.
Habe es jedenfalls so gelöst:

Timer_ISR aller 30s (CTC)
Stellrichtung bestimmen (wenn soll-ist=positiv,dann auf)
|derlta T|/2 (nur Vorkomma)* 200ms als Stellzeit
Wenn Stellzeit>0, Richtung und Stellzeit ausgeben
ENDE

OC1B_ISR (Stellzeit abgelaufen)
Reset Richtung
ENDE

Hoffe das hilft ein wenig.

Viel Erfolg, Uwe

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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@Uwe
Achja,
ist die Temperaturdifferenz kleiner +/- 1°C (2 Grd.) erfolgt kein 
Mischerfahren. Um ein Relaisklappern zu verindern.

vergessen zu erwähnen

Wigbert

Autor: Thilo M. (Gast)
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Michael Wulz wrote:
> Hallo,
>
> Der I-Anteil steckt ja hier schon im Stellmotor oder?
> Das macht das alles viel komplizierter ..... grfl
>
> Michael

So ist es.
Allerdings nicht sonderlich kompliziert, was du brauchst ist ein 
Dreipunkt-Schtittregler, der I-Anteil ist die Laufzeit des Mischers (wie 
schon festgestellt).

Ich baue solche Regler nebenberuflich und habe das mit einem Mega644 in 
C schon mehrfach erfolgreich realisiert.

Temperaturfühler: habe mit KTY und ähnlichen schon schlechte Erfahrungen 
gemacht was die Standzeit betrifft. PT1000 ist hier 'ne gute Wahl. Du 
kannst die Messung mit Konstantstrom (ca. 1mA) machen und die am PT1000 
abfallende Spannung auswerten. Das geht mit einem Multiplexer 
(Analogschalter) auch schön mit mehreren Messtellen. Die leichte 
Unlinearität des PT1000 kannst du über ein Polynom vom µC berechnen 
lassen.
Ich habe das Ganze in Zweileiterschaltung aufgebaut, da die 
Leitungslänge beim PT1000 nicht sonderlich ins Gewicht fällt. Zum 
Autokalibrieren habe ich zwei Widerstände für 0°C und 100°C genau 
ausgemessen und lasse 1x pro Stunde kalibrieren.

Du brauchst zwei Fühler: einmal die Aussentemperatur (Nordseite des 
Hauses) und die Vorlauftemperatur nach dem Mischer.

Als Schaltausgänge habe ich das S202S02 (SHARP - Solid-State-Relais) 
gewählt, da es sich über einen 470-Ohm-Widerstand direkt vom µC 
ansteuern lässt.

Der Regler sollte eine Ansprechschwelle (bei mir +/- 1°C) haben, damit 
der Mischer nicht 'zappelt'. Bei mir hat sich eine Verstärkung von 1 als 
gut erwiesen.
Mit dem µC musst du nur in Abhängigkeit der Regelabweichung die 
Impulslänge und die Pausendauer berechnen lassen, am Besten per 
Timerinterrupt die Impulse bilden.

Den Vorlaufsollwert berechne ich auch anhand der Aussentemperatur und 
dem Heizkörper-Emissionsfaktor. Hierzu gibt's per Google einiges zu 
finden.

Ich kann dir leider keinen Code posten, da ich mit einer Firma 
zusammenarbeite und diese das nicht gerne sieht.
Aber probier mal die Forensuche in 'Codesammlung', da gibt's einiges zum 
Thema.

Autor: Jürgen (Gast)
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Hallo Thilo,
Du schreibst:
>Zum Autokalibrieren habe ich zwei Widerstände für 0°C und 100°C genau
>ausgemessen und lasse 1x pro Stunde kalibrieren.

Mit welcher Abweichung innerhalb von zehn Jahren rechnest Du, damit
eine wiederholte Autokalibrierung notwendig wird? Welche Bauteile 
verursachen diese Abweichung?
Ich hab schon seit ca. 12 Jahren eine Regelung ohne nachkalibrierung
mit einem 80c552, Sensor in Spannungsteilerschaltung und 
Analogmultiplexer,
in Betrieb. Die Werte scheinen immer noch plausiebel(+-1°K).
Ich habe sie aber seit der Inbetriebnahme nicht mehr genauer überprüft.
Für zukünftige Projekte würde mich diese Information interessieren.

Gruß

Jürgen

Hallo Michael,
ich würde auch den PT1000 in Zweileiterschaltung nehmen.
Die Werte für die Pulslänge des Einschaltimpulses und die Pausenlänge 
würde
ich einfach per Versuch ermitteln. Als Anfangswert für die Pulslänge
 1-10 Sekunden(eine Sekunde bei 2K Abweichung ... 10 s bei 20K
Abweichung). Die Pausenlänge würde ich 10s bis 20s machen. Bis
+ - 1K um den Sollwert solltest Du keine Pulse erzeugen damit die
Schaltung nicht zappelt.
Bei der Beschaltung der Relais mußt du darauf achten, dass bei einem
Soft- oder Hardwarefehler nicht beide Drehrichtungen Gleichzeitig
mit Strom versorgt werden, da dies der Mischermotor u.U nicht mag.

Gruß

Jürgen

Autor: Thilo M. (Gast)
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Hallo Jürgen,
ich rechne mit keiner Abweichung über die Zeit, das Problem ist eher die 
Temperaturdrift der Elektronik. Darum Referenzwiderstände mit einem sehr 
niedrigen TK.
Außerdem möchte ich wegen Fehlerquellen und Temperaturdrift keine Potis 
einbauen. Schon wegen dem Abgleich-Aufwand nicht, da einige Geräte auf 
einmal gebaut werden. Da nun die Bauteile selbst Toleranzbehaftet sind, 
gleiche ich das Ganze per Software ab. Da bietet's sich an, das 
stündlich zu tun, ist kein großer Aufwand.

Autor: Jürgen (Gast)
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Hallo Thilo,

alles klar.
Danke.
Jürgen

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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die Mischerfahr- und Pausezeiten sind natürlich Erfahrungswerte.
Hardwareverriegelung wurde schon erwähnt.
Ich hatte für das schalten der ind. Lasten sogar sog.Snubber an den 
Relaiskontakten in Erwägung gezogen.

Wigbert

Autor: Thilo M. (Gast)
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>Ich hatte für das schalten der ind. Lasten sogar sog.Snubber an den
>Relaiskontakten in Erwägung gezogen.

Darum habe ich Solid-State-Relais genommen. Das S202S02 ist 
Nullspannungsschaltend, da macht die Induktivität nichts.
Außerdem klappert's nicht so beim Regeln. ;)

Ich schalte auch Heizkreispumpen und Schütze damit, habe seit Jahren 
keine Probleme.

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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@Thilo M

das wäre dann die S-Klasse.
Normalerweise vertrete ich auch den Standpunkt:
Wer kann der Soll....

Wie gesagt meine Variante tuts auch...

Wigbert

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Wigbert Picht-dl1atw wrote:
> und ein Beispiel zur Heizkurvenerrechnug
> Die Konstante kann durch ein Poti auf dem Board eingestellt werden,
> bzw durch ein Pin auf Nachtabsenkung(Abwesenheit) umgestellt werden
>
> Wigbert

Ich denke nicht, dass ich bei 0°C Aussentemperatur mit 60 Grad in den 
VOrlauf fahren werde, dann wird meine Fussbodenheizung mir die Füße 
verbrennen ;-)

gruss
Michael

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Uwe wrote:
> Hi!
> Habe vor recht langer Zeit mal sowas gebaut und ging dann ganz
> ordentlich.
> Du solltest erstmal nicht versuchen die Temp. absolut konstant zu
> halten,
> da regelt sich der Mischer dusselig.
> Habe es jedenfalls so gelöst:
>
> Timer_ISR aller 30s (CTC)
> Stellrichtung bestimmen (wenn soll-ist=positiv,dann auf)
> |derlta T|/2 (nur Vorkomma)* 200ms als Stellzeit
> Wenn Stellzeit>0, Richtung und Stellzeit ausgeben
> ENDE
>
> OC1B_ISR (Stellzeit abgelaufen)
> Reset Richtung
> ENDE

Danke für die vielen Antworten ;-)

> Hoffe das hilft ein wenig.

Der Interrupt Service Routinen Timer läuft alle 30s.
Wenn die 30s abgelaufen sind, machst du "Reset Richtung" d.h. du 
schaltest den Mischerantrieb egal ob auf oder zu einfach ab.

Wenn der Timer läuft, bestimmst du die Stellrichtung.
Kannst du mir die nächsten Zeilen nochmal kurz genauer erklären?

danke
Michael

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Wigbert Picht-dl1atw wrote:
>...
>
> Mischerfahren:
> Aus der Differenz Soll/Ist Vorlauf wird die Mischerfahrzeit errechnet.
> Nach jedem Mischerfahren wird eine 10 Sek. Pause eingelegt, wo zum Ende
> der Pause die Mischerfahrzeit neu errechnet wird.

Mit welcher Formel hast du dir die Mischerfahrzeit errechnet?

gruss
Michael

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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@Michael Wulz

>dann wird meine Fussbodenheizung mir die Füße
>verbrennen ;-)

die Fussbodenheizung darf natürlich nicht so hoch geheizt werden.
Meine Berechnungen waren auf konventionelle Heizung ausgerichtet.

>Mit welcher Formel hast du dir die Mischerfahrzeit errechnet

Ich habe erstmal Vorlauf/Soll- Vorlauf/Ist bzw.
Vorlauf/Ist-Vorlauf/Soll je nach Mischer auf oder zu ,in Sekunden
ausgegeben. Die Berechnung ist den jeweiligen Mischer anzupassen
(mit Faktor o.ä.)

Wigbert

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Wigbert Picht-dl1atw wrote:
>
>>dann wird meine Fussbodenheizung mir die Füße
>>verbrennen ;-)
>
> die Fussbodenheizung darf natürlich nicht so hoch geheizt werden.
> Meine Berechnungen waren auf konventionelle Heizung ausgerichtet.

Sicher Sicher, kein Thema ;-)

>
>>Mit welcher Formel hast du dir die Mischerfahrzeit errechnet
>
> Ich habe erstmal Vorlauf/Soll- Vorlauf/Ist bzw.
> Vorlauf/Ist-Vorlauf/Soll je nach Mischer auf oder zu ,in Sekunden
> ausgegeben. Die Berechnung ist den jeweiligen Mischer anzupassen
> (mit Faktor o.ä.)

Danke!
Ich hab mir da mal ein Excel Sheet gebastelt (siehe Anhang), damit werd 
ich mal im µC Starten. Ich muss mir (wie auch schon oben diskutiert) 
auch noch eine Änderung der Stellzeit (wie lange AUF oder ZU auf "ON" 
sein sollte) in Abhängigkeit der Temperaturdifferenz einfallen lassen 
oder?

danke
Michael

Autor: Thilo M. (Gast)
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> die Fussbodenheizung darf natürlich nicht so hoch geheizt werden.
> Meine Berechnungen waren auf konventionelle Heizung ausgerichtet.

Auch dort sind 60°C viel zu viel, ausser du hast noch die ganz alten 
Rippenheizkörper. Ich habe die 0815-Flächenheizkörper aus dem Baumarkt, 
ich fahre bei 0°C Aussentemperatur 46°C in den Vorlauf. Der Rücklauf 
sollte ca. Raumtemperatur + 3°C sein (bei mir 25°C).

Den Vorlaufsollwert kannst du so berechnen:
double ti = 22;  // Raumtemperatur innen
double taumin = -20; //minimale Außentemperatur
double tvmax = 55; //maximale Vorlauftemperatur
double n = 1.8; // Heizkörperexponent (meistens 1,33)

Vorlaufsollwert = ti+(tvmax-ti)*pow(((ti-T[index])/(ti-taumin)),(1/n));
Wobei 'T[index]' die Aussentemperatur ist.

Hier noch die Berechnung der Temperatur mit PT1000 anhand des gemessenen 
Widerstandes:
// Platin- Temperaturkoeffizient
double const A = 3.9083E-3;
double const B = -5.775E-7;
double const C = -4.183E-12;
double const R0 = 1000;  // Widerstand bei 0°C (=> PT1000)

T[index] = ((-A*R0)+(sqrt(((A*R0)*(A*R0))-(4*B*R0*(R0-R)))))/(2*B*R0);
Wobei 'R' der gemessene Widerstand ist und 'T[index]' die berechnete 
Temperatur.

Ich hoffe, das hilft.

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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>Auch dort sind 60°C viel zu viel
solche Antwort hab ich erwartet.

Meine Reglung befindet sich in der Testphase, und sind nach dem 
Probebetrieb den Din-Normen anzupassen

Wigbert

Autor: Thilo M. (Gast)
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Wigbert Picht-dl1atw wrote:
>>Auch dort sind 60°C viel zu viel
> solche Antwort hab ich erwartet.
>
> Meine Reglung befindet sich in der Testphase, und sind nach dem
> Probebetrieb den Din-Normen anzupassen
>
> Wigbert

Ach so.
Ich habe festgestellt, dass sich hohe Temperaturen wesentlich leichter 
regeln lassen, da die Verluste größer sind und der Regelkreis schneller 
reagiert. Auch wenig Wärmeabnahme der Räume in der Übergangszeit 
(Thermostaventile zu) ist schwer in den Griff zu kriegen.

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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@Thilo M.

na ja Frauen frieren so leicht....

Wigbert

Autor: Thilo M. (Gast)
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>na ja Frauen frieren so leicht....


Hehe, ja, dann mach' viel Geschirr dreckig, dann hat'se was zu tun! :)

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Michael Wulz wrote:

Ich denke, dass wir hier aber etwas abdriften ;-)
Klar ich geb euch recht, gebt den Frauen was zu tun, dann wird ihnen 
nicht kalt ;-).

Aber ich würde gerne auf den Kern dieses Themas zurückkommen, was meint 
Ihr zu dem Posting?

> Ich hab mir da mal ein Excel Sheet gebastelt (siehe Anhang), damit werd
> ich mal im µC Starten. Ich muss mir (wie auch schon oben diskutiert)
> auch noch eine Änderung der Stellzeit (wie lange AUF oder ZU auf "ON"
> sein sollte) in Abhängigkeit der Temperaturdifferenz einfallen lassen
> oder?

Ich würde nur noch gern wissen, wie ich mir die Einschaltdauer des 
Stellmotors berechnen kann?

danke
Michael

Autor: Thilo M. (Gast)
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>Ich würde nur noch gern wissen, wie ich mir die Einschaltdauer des
>Stellmotors berechnen kann?

Ich habe mir das von den Siemens TELEPERM-C - Reglern abgeguckt.

Bei großem Sprung der Regelabweichung (eher selten der Fall) einen 
Langen Impuls (kp) von mehreren Sekunden , ca. 10s. Ansonsten eine 
Mindestimpulsdauer von ca. 200ms, die Pausendauer und Impulslängen im 
Verhältnis zur Regelabweichung musst du ausprobieren. Am Besten die 
allgemein gültigen Parameter der Regelungstechnik (Tn, kp, A) 
einstellbar machen, dann probiert sich's leichter.

Bei mir macht der Regler bei kleiner Regelabweichung Steps von ca. 1s 
und Pausen von ca. 10s.
Bei großer Regelabweichung ist es umgekehrt.

Wie du das ausprogrammierst sei deiner Phantasie und Kreativität 
überlassen. ;)

Autor: Jürgen (Gast)
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Hallo Thilo,
das Schließen der Thermostatventile sollte ja durch die 
Vorlauftemperatur-
regelung vermieden werden. Eine exakte Vorlauftemperaturregelung auf den
Sollwert wird mit Anlagen mit kleinem Kesselwasservolumen(ohne Puffer)
warscheinlich nicht erreichbar werden, da hier die 
Kesselwassertemperatur
sehr stark und schnell schwankt. Besonders im Schwachlastbetrieb macht
sich dies besonders bemerkbar. Durch die Trägheit des Gesamtsystems
reicht es allerdings, wenn der Mittelwert passt.
Ich weiß, das ist nicht optimal,aber es ist immer ein Kompromiss aus
Aufwand(Kosten) und Ertrag(Einsparung).

Gruß Jürgen

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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Also meine Gurke(15Jahre alt) hat entsprechend der Differenz
auch so max 20-30 Sekunden gefahren. Interessant ist wie langsam
die Vorlauftemperatur noch steigt wenn der Mischer angehalten hat.
Am besten mit einer Zeit anfangen und probieren.

Wigbert

Autor: Thilo M. (Gast)
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@Jürgen:

Darum bauen wir große solarthermische Anlagen zur Heizungsunterstützung 
und Brauchwasser. Ein Kombipuffer mit möglichst 1000 ... 1500 Liter 
sollte mit 'rein. Dann lässt sich die Sache prima regeln.

Ein Puffer ohne Solaranlage lohnt sich hier auch, da die Aufladung des 
Puffers im Winter höchstens 2..3x am Tag erfolgt und somit die 
Abgasverluste der Therme/des Ölbrenners minimal gehalten wird (kein 
häufiges Anwärmen des Kessels mehr). Bei mir hat allein der Puffer schon 
50% (!) Gasverbrauch eingespart.

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Thilo M. wrote:
>>Ich würde nur noch gern wissen, wie ich mir die Einschaltdauer des
>>Stellmotors berechnen kann?
>
> Ich habe mir das von den Siemens TELEPERM-C - Reglern abgeguckt.
>
> Bei großem Sprung der Regelabweichung (eher selten der Fall) einen
> Langen Impuls (kp) von mehreren Sekunden , ca. 10s. Ansonsten eine
> Mindestimpulsdauer von ca. 200ms, die Pausendauer und Impulslängen im
> Verhältnis zur Regelabweichung musst du ausprobieren. Am Besten die
> allgemein gültigen Parameter der Regelungstechnik (Tn, kp, A)
> einstellbar machen, dann probiert sich's leichter.
>

Kannst du mir bitte die Parameter die du genannt hast kurz erklären?

Kp kenn ich Verstärkung für P-Glied.
Aber was ist A und Tn?

> Bei mir macht der Regler bei kleiner Regelabweichung Steps von ca. 1s
> und Pausen von ca. 10s.
> Bei großer Regelabweichung ist es umgekehrt.
>
> Wie du das ausprogrammierst sei deiner Phantasie und Kreativität
> überlassen. ;)

danke ;-)
Ist schon mal gut zu wissen, welche Richtwerte ich nehmen muss!

Michael

Autor: Thilo M. (Gast)
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Also 'A' ist die Ansprechschwelle.
Quasi ein Totband um den Sollwert, in dem sich nichts tut. Erst wenn die 
Regelabeichung z. B. > +/-1°C wird, greift die Regelung ein. Sonst wird 
das Ganze zu hibbelig und der Mischer ist die ganze Zeit am Steppen.

'Tn' ist die Nachstellzeit, in dem Fall die Pausenlänge zwischen den 
Steps.

'kp' ist der erste Impuls nach Überschreiten der Ansprechschwelle.

Wie gesagt, die Parameter musst du auf die jeweilige Regelung anpassen, 
Stellzeit des Mischers, Trägheit des Kreislaufs usw. spielen da mit 
'rein.

Im Web gibt's auch genügend Literatur zum Thema Regelungstechnik. Dafür 
muss aber der Regler 'nach Norm' sein, um die Parameter berechnen zu 
können.

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Thilo M. wrote:
> Also 'A' ist die Ansprechschwelle.
> Quasi ein Totband um den Sollwert, in dem sich nichts tut. Erst wenn die
> Regelabeichung z. B. > +/-1°C wird, greift die Regelung ein. Sonst wird
> das Ganze zu hibbelig und der Mischer ist die ganze Zeit am Steppen.
>
> 'Tn' ist die Nachstellzeit, in dem Fall die Pausenlänge zwischen den
> Steps.
>
> 'kp' ist der erste Impuls nach Überschreiten der Ansprechschwelle.
>
> Wie gesagt, die Parameter musst du auf die jeweilige Regelung anpassen,
> Stellzeit des Mischers, Trägheit des Kreislaufs usw. spielen da mit
> 'rein.
>
> Im Web gibt's auch genügend Literatur zum Thema Regelungstechnik. Dafür
> muss aber der Regler 'nach Norm' sein, um die Parameter berechnen zu
> können.

Jop, danke hab grade beim goooglen folgende Seite gefunden: 
http://www.roboternetz.de/wissen/index.php/Regelungstechnik

gruss
Michael

Autor: rene (Gast)
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Hi ...


Ich habe so eine Schaltung zur Steuerung eines Mischers, für einen 
Bekannten gemacht.

Es Gab da einen Speicher, welche eine Temperatur von 40-90Grad haben 
kann.
Einen Kaltwasser zulauf gibt es auch, der so ca. 5-10Grad hat.

Am Ende soll eine einstellbare Wassertemperatur von 25-50 Grad am 
Ausgang gemischt werden.

Die Werte des Warmen und Kalten zulaufs sowie die Auslasstemperetur habe 
ich über I2C Sensoren von TI "TMP101" erfasst.

Alles ist mit zwei Tasten zu steuern und als Anzeige dienen zwei 
7Segment Anzeigen.

Denn Code kann ich Dir zukommen lassen, wenn benötigt.

Rene

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Hallo,

das währe sehr nett ;-)
Ich bräuchte nur den Code für die Ansteuerung des Mischermotors!


danke
michael

Autor: Stefan Winter (mobi)
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Hier die Daten...

Autor: Wolf (Gast)
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Hallo, Michael

> Der Mischerantrieb besteht aus zwei Motoren, auf und zu.

Was für eine Konstruktion, wirklich außergewöhnlich mit 2 Motoren!
Welcher Hersteller?

Autor: Michael Wulz (mwulz)
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Hallo,

die Pumpengruppe ist von Meibes, der Aufsatz (Motor) für den 3 Wege 
Mischer hat keine Herstellerbezeichnung aufgedruckt.

Dieser ist innen bestehend aus zwei kleinen Synchron Motoren welche 
aufeinander montiert wurden, der untere für Rechtslauf (AUF) und der 
obere für Linkslauf (ZU).

gruss
Michael

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