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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Zeitkonstante zwei RC-Glider in Reihe


Autor: Martin #### (martin-)
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Hallo
Weiss jemand wie berechnet man die Zeitkonstante einer solchen 
Schaltung?  Also zwei hintereinander geschaltete RC-Glider.


         R1              R2
   o---|||||-----------|||||--------------o
                |               |
               --- C1          --- C2
  u1           ---             ---       u2(t)
                |               |
   o--------------------------------------o

R1=R2  C1=C2

Ich habe aus der Übertragungsfunktion dieser Schaltung 1/(R*C*s+1)^2
mit Hilfe der inversen Laplace-Transformation folende Formel 
ausgestellt:

        t*e^(-t/RC)
u(t)= - -------------  - e^(-t/RC) + 1
              RC

die das Verhalten der Schaltung im Zeitbereich für eine Sprungfunktion 
am Eingang (u1) beschreiben soll.
Leider stimmten die mit dieser Formel errechneten Werte nicht mit dem 
Ergebnis der Pspice-Simulation.

Autor: Karl (Gast)
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Deine Berechnung ist ja auch falsch. Der Spannungsteiler aus R1 und C1 
wird mit R2 und C2 belastet, da kannst du nicht einfach 2 mal die Formel 
für den unbelasteten Fall nehmen.

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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Beitrag "Re: Übertragungsfunktion RC-Kettenschaltung"

Übertragungsfkt. findest Du hier.

Cheers
Detlef

Autor: Martin #### (martin-)
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Hallo
Erst mal danke für die Antworten.

Ja ich habe ganz vergessen, dass das zweite RC-Glied das erste belastet. 
Deshalb ist die Übertragungsfunktion falsch.

Detlef, den Rechenweg auf dem du diese Übertragungsfunktion errechnet 
hast, kann ich leider noch nicht nachvollziehen obwohl du es ausführlich 
vorgerechnet hast. Na ja ich werde versuchen es nach zu vollziehen.

Eine Frage dazu: Ist Knotenpunktverfahren das selbe wie das 
Knotenspannungsverfahren ?

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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>>Eine Frage dazu: Ist Knotenpunktverfahren das selbe wie das 
Knotenspannungsverfahren ?

Ja, das ist es, auch noch Knotenpotentialverfahren genannt. 
Maschenstromverfahren ist das duale Verfahren dazu.

http://de.wikipedia.org/wiki/Knotenpotentialverfahren
http://de.wikipedia.org/wiki/Maschenstromverfahren

Cheers
Detlef

Autor: Martin #### (martin-)
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Detlef wenn ich es richtig verstehe lautet die von dir aufgestellte 
Übertragungsfunktion:
         1
------------------
(RC)^2*s^2+RC*s+1

Das ist aber die gleiche Übertragungsfunktion wie 1/(R*C*s+1)^2, und die 
gilt   nur wenn beide RC-Glider abgekoppelt sind. Leider hier ist das 
nicht der Fall.

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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> Detlef wenn ich es richtig verstehe lautet die von dir aufgestellte
> Übertragungsfunktion:
>          1
> ------------------
> (RC)^2*s^2+RC*s+1

Nein, die von mir aufgestellte korrekte Übertragungsfkt. lautet
          1
 ------------------
 (RC)^2*s^2+3*RC*s+1

Auf dem gescannten Blatt habe ich allerdings in der allerletzten Formel 
diesen Vorfaktor 3 vergessen abzuschreiben, sorry :-(

> Das ist aber die gleiche Übertragungsfunktion wie 1/(R*C*s+1)^2,

Nee, das lautet ausmultipliziert noch anders.

Cheers
Detlef

Autor: Martin #### (martin-)
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Ach so da fehl eine 3. Und dann habe ich noch vergessen, dass da noch 
eine 2 im zweitem Term auftaucht wenn man (r*c*s+1)^2 ausmultipliziert. 
Und so schnell kam ich darauf, dass es die gleiche Übertragungsfunktion 
ist. Durch zwei Irrtümer entstand ein dritter. So kann es gehen.

Ok, noch mal danke.

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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Mühsal der Besten
"Woran arbeiten Sie?" wurde Herr K. gefragt. Herr K. antwortete:
"Ich habe viel Mühe, ich bereite meinen nächsten Irrtum vor."

Bertolt Brecht
Geschichten vom Herrn K

Gute Nacht
Detlef

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Martin,

das Netzwerk enthält zwei unabhängige Energiespeicher (hier: die 
Kondensatoren), also ist die Differentialgleichung zweiter Ordnung.

Es gibt demzufolge nicht "die Zeitkonstante", sondern vielmehr "die 
beiden" Zeitkonstanten.


Gruß,
  Michael

Autor: Dieter Stotz (bulova)
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Hallo zusammen,

Michael hat Recht: Man kann dieses "Gebilde" nicht ersetzen durch ein 
einziges RC-Glied mit einer definierten Zeitkonstanten. Man könnte 
höchstens angeben, bei welchem RC-Glied (und damit bei welcher 
RC-Konstante) die Sprungantwort ebenfalls 1-1/e erreicht hat.

Dieter

Autor: Martin #### (martin-)
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Man kann berechnen nach welcher Zeit das Ausgangsspannung 0,63 der 
Eingangsspannung erreicht und diesen Wert als Zeitkonstante bezeichnen. 
Mir ging es hauptsächlich darum Zeitfunktion f(t) aufzustellen, mit der 
sich die Ausgangspannung in Abhängigkeit von der Zeit berechen lässt mit 
Sprungfunktion als Eingangsgröße.

Autor: Michael (Gast)
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Es hat aber ein Verhalten eines Verzögerungsglied 2. Ordnung und das 
sieht nun doch anders aus als ein Verzögerungsglied 1. Ordnung. Zum 
Beispiel hat so ein Verzögerungsglied 2. Ordnung einen Wendepunkt, den 
sucht man beim Verzögerungsglied 1. Ordnung vergebens. Man kann das 
natürlich anpassen so wie du sagst, Martin aber das bringt einen 
ordentlichen Fehler mit rein. Und so ein Verzögerungsglied 2. Ordnung 
ist ja nun mal kein Ding.

Autor: Martin #### (martin-)
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Michael poste dann bitte, wie sollte deiner Meinung nach die 
Übertragungsfunktion/Zeitfunktion dieser Schaltung aussehen soll.

Autor: Michael (Gast)
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Das wurde oben schon geschrieben aber bitte, für dich mach ich es gerne 
nochmal:



Und das sieht doch anders aus als



und das ist die Lösung für ein Verzögerungsglied 1. Ordnung

Autor: Martin #### (martin-)
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Michael da hast du aber wohl nur den ersten Post gelesen. Es wurde doch 
schon längst geklärt, dass die Übertragungsfunktion von zwei nicht 
abgekoppelten RC-Glidern eben 1/((RC)^2*s^2+3*RC*s+1) lautet und nicht 
2*G(S) von einem RC-Glied.

Trotzdem Danke für Antwort.

Autor: Michael (Gast)
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Wenn ich mich recht entsinne wolltest du ein Verzögerungsglied 2. 
Ordnung durch ein Verzögerungsglied 1. Ordnung ersetzen

Zitat:

"Man kann berechnen nach welcher Zeit das Ausgangsspannung 0,63 der
Eingangsspannung erreicht und diesen Wert als Zeitkonstante bezeichnen.
Mir ging es hauptsächlich darum Zeitfunktion f(t) aufzustellen, mit der
sich die Ausgangspannung in Abhängigkeit von der Zeit berechen lässt mit
Sprungfunktion als Eingangsgröße."

Wieso also willst du da also ein Verzögerungsglied 2. Ordnung durch ein 
Verzögerungsglied 1. Ordnung ersetzen wenn doch schon längst geklärt 
ist, dass sie sich unterschiedlich verhalten?

Ich sagte lediglich, dass man das nicht so mir nichts dir nichts machen 
kann da hier ja nach dem ersten Post zwei Verzögerungsglieder 1. Ordnung 
ein Verzögerungsglied 2. Ordnung darstellen. Wenn du dir nun mal die 
Mühe machen würdest beide Funktionsverläufe, die beide nun mehrmals 
genannt worden sind, zu betrachten würde dir der Unterschied bestimmt 
auffallen.

Und deine Zeitfunktion für das obige Beispiel lautet nun mal



Da kannst du dich drehen und wenden wie du willst.

Autor: Martin #### (martin-)
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Ich will doch nicht ein Verzögerungsglied 2. Ordnung durch ein
Verzögerungsglied 1. Ordnung ersetzen. Das habe so was nirgendwo 
geschrieben. In dem Zitat habe ich nur beschrieben wie man für diese 
Schaltung eine Zeitkonstante definieren kann. Diese Schaltung ist ein 
Verzögerungsglied 2. Ordnung, aber unabhängig von gewählten Werten für R 
und C beträgt die Dämpfung 1,5 , somit wird die Ausgangsspannung ohne 
einen Überschwinger gegen den Endwert laufen. Deshalb ist eine solche 
Definition der Zeitkonstante durchaus sinnvoll.

Autor: Michael (Gast)
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Eben das geht ja nicht. Du kannst nicht sagen "Ich schau mal wie lange 
es dauert bis am Ausgang 63% des Eingangs erreicht sind und das ist dann 
meine Zeitkonstante". Ein Verzörgerungsglied 2. Ordnung hat immer zwei 
Zeitkonstanten. Den einzigen Vorteil, den die Schaltung oben hat ist, 
dass beide Zeitkonstanten gleich groß sind. Eine Zeitkonstante so zu 
definieren wie du vorschlägst ist nicht nur nicht sinnvoll für ein 
Verzögerungsglied 2. Ordnung, es ist schlichtweg falsch.

Autor: Holger S. (strabe)
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Hallo Martin,

Hab' nicht den ganzen Fred gelesen aber vielleicht meinst Du ja nicht 
die Zeitkonstante des Vierpols sondern die Sprungantwort . Das wäre dann 
aber die Reaktion der Ausgangspannung auf einen Spannungssprung am 
Eingang (0-->1). Da dies dann eine zeitliche Änderung der Ausgangsgröße 
bei konstanter Eingangsspannung verursacht, könntest Du das im weitesten 
als "Zeitkonstante" meinen?

Gruß Strabe

Autor: Martin #### (martin-)
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Holger ich habe ein paar Posts weiter oben beschrieben wie ich die 
Zeitkonstante meine und auch warum.

Generell habe ich eben eine Funktion gesucht die, die Sprungantwort 
eines solchen Systems auf einen Einheitssprung
 als Eingangsgröße beschreibt.
Die habe ich aus der Übertragungsfunktion bestimmt.

Autor: Michael (Gast)
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>Generell habe ich eben eine Funktion gesucht die, die Sprungantwort
>eines solchen Systems auf einen Einheitssprung
> als Eingangsgröße beschreibt.

Du hast also die Übertragungsfunktion gesucht.

>Die habe ich aus der Übertragungsfunktion bestimmt.

Und du hast nun was genau aus der Übertragungsfunktion bestimmt?

Autor: Martin #### (martin-)
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>Und du hast nun was genau aus der Übertragungsfunktion bestimmt?
eine Funktion f(t) die, die Sprungantwort eines solchen Systems 
beschreibt.

Autor: Michael (Gast)
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>>Und du hast nun was genau aus der Übertragungsfunktion bestimmt?
>eine Funktion f(t) die, die Sprungantwort eines solchen Systems
>beschreibt.

Du hast also aus der Übertragungsfunktion die Übertragungsfunktion 
bestimmt...interessant. Nicht unbedingt sinnvoll aber was tut man nicht 
alles um sich zu beschäftigen.
Legt man an den Eingang eines Systems den Einheitssprung an so antwortet 
dieses System mit seiner Übertragungsfunktion.

Autor: Stefan (Gast)
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Angehängte Dateien:
  • preview image for RC.png
    RC.png
    2,14 KB, 798 Downloads

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Mir scheint, hier prallen zwei Welten aufeinander.
Die der exakten Mathematiker und die der praktischen Elektroniker ;-)
Und irgendwie haben beide recht!

Die bekannte Ü-Fkt 2. Ordnung lässt sich ja in zwei PT1-Glieder 
zerlegen:

mit
und

Das geht, weil die Polstellen reell sind, das System also nicht 
schwingungsfähig ist, wie man es von dem Doppel-RC-Glied auch erwarten 
sollte. Selbstverständlich kann man dieses PT2-Glied mathematisch 
nicht exakt durch ein PT1-Glied beschreiben. Aber in der Praxis kann 
man das System näherungsweise durch ein PT1-Glied ersetzen, dessen 
Zeitkonstante der Summe der beiden Einzelzeitkonstanten entspricht:

mit

Das funktioniert umso besser, je "ähnlicher" die beiden Zeitkonstanten 
größenordnungsmäßig sind. Ein Beispiel der Sprungantwort für das PT2- 
und das Ersatz-PT1-System ist im Anhang zu sehen. In dem Fall würde ich 
behaupten, die PT1-Näherung ist ausreichend genau!

Autor: Stefan (Gast)
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Kleiner Nachtrag vielleicht noch:

Da die vorgegebene Schaltung vermutlich ein Filter 2. Ordnung darstellen 
soll, hab ich mal noch kurz die Filter-Grenzfrequenz sowohl für den 
originalen PT2-Fall als auch für den näherungsweisen PT1-Fall berechnet:

Man sieht auch hier nur einen kleinen Fehler

Autor: Martin #### (martin-)
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>Du hast also aus der Übertragungsfunktion die Übertragungsfunktion
>bestimmt...interessant.
Nein, ich habe aus der Übertragungsfunktion G(s) die Funktion f(t) die 
Sprungantwort des Systems beschreibt, bestimmt. f(t) ist ja keine 
Übertragungsfunktion.

>Mir scheint, hier prallen zwei Welten aufeinander.
Und mir scheint das hier um was ganz andres geht.

Stefan ich habe nicht versucht irgendwas 2. Ordnung durch irgendetwas 1. 
Ordnung zu ersetzten, was ich zu mindest schon einmal geschrieben habe. 
Ich suchte nach der exakten Lösung. Wobei es sicher richtig ist in 
diesem Fall lässt sich die exakte G(s) 2. Ordnung näherungsweise durch 
Produkt aus zwei G(s) 1. Ordnung darstellen.
Aber ohne das berechnet zu haben, bin ich mir aber nicht sicher ob eine 
solche Näherung, in Zeitbereich transformiert, seine Richtigkeit behält.

Deshalb wollte ausgehend von der exakten G(s), Systemreaktion auf ein 
Einheitssprung berechnen:

Autor: Stefan (Gast)
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>Wobei es sicher richtig ist in diesem Fall lässt sich die exakte G(s)
>2. Ordnung näherungsweise durch Produkt aus zwei G(s) 1. Ordnung darstellen.
Nein, sie lässt sich exakt als Produkt zweier G(s) 1. Ordnung 
darstellen.

>In dem Zitat habe ich nur beschrieben wie man für diese
>Schaltung eine Zeitkonstante definieren kann.
Und genau das habe ich hiermit bewiesen!

Ich wollte hier ausserdem nur die Aussagen in diesem Thread widerlegen, 
ein PT2-System wäre durch ein PT1-System nicht (näherungsweise) 
beschreibbar!

Autor: Martin #### (martin-)
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Ja, stimmt. Das ist sogar exakte Darstellung einer ÜFK 2. Ordnung nicht 
nur eine Näherung.

Autor: Stefan (Gast)
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>Aber ohne das berechnet zu haben, bin ich mir aber nicht sicher ob eine
>solche Näherung, in Zeitbereich transformiert, seine Richtigkeit behält.
Zeit- und Frequenzbereich sind äquivalent. Etwas, was im Frequenzbereich 
"stimmt", "stimmt" auch im Zeitbereich. Sieht man ja auch in meinem 
Diagramm der Sprungantworten, die sind ja im Zeitbereich!

Ist Dein Problem jetzt eigentlich gelöst?

Autor: Martin #### (martin-)
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Ja, das Problem ist schon längst gelöst.

Was Zeit- und Frequenzbereich Äquivalenz angeht, ich dachte als ich 
diesen Post schrieb, das es eine Näherungsformel ist. Und wenn es so 
wäre, wäre es eben nicht sicher ob die Näherungsformel in Zeitbereich 
transformiert, auch Näherungsformel ist, oder etwas völlig anders.

Autor: Michael (Gast)
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>Nein, ich habe aus der Übertragungsfunktion G(s) die Funktion f(t) die
>Sprungantwort des Systems beschreibt, bestimmt. f(t) ist ja keine
>Übertragungsfunktion.

Die Sprungantwort ist die Übertragungsfunktion. Mir scheint bei dir 
fehlt da noch ein wenig Hintergrundwissen oder du hast da noch etwas 
nicht recht verstanden.

Autor: Stefan (Gast)
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>Die Sprungantwort ist die Übertragungsfunktion. Mir scheint bei dir
>fehlt da noch ein wenig Hintergrundwissen oder du hast da noch etwas
>nicht recht verstanden.
Mir scheint, Dir fehlen auch noch einige Grundlagen...
Das ist doch alles Definitions- und teilweise auch Ansichtssache.
Im Zeitbereich mögen Sprungantwort und Ü-Fkt identisch sein, genauso 
sind aber im Frequenzbereich Impulsantwort und Ü-Fkt gleichzusetzen!

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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Jungs, Ihr solltet mal nen bißchen geschmeidiger bleiben, sonst gibts 
nen üblen Infarkt noch vor der Zeit.
Die Übertragungsfkt. beschreibt ein System im Laplace Bereich 
vollständig. Die Impulsantwort ist deren Rücktransformierte in den 
Zeitbereich. Die Sprungantwort ist die Anwort des Systems auf einen 
Sprung und ist die Rücktransformierte von Übertragsfkt./s. Ein System 2. 
Ordnung läßt sich nicht durch ein System 1. Ordnung exakt darstellen. 
Ein System zweiter Ordnung kann schwingfähig sein (konjugiert komplexer 
Pol) oder auch nicht (zwei reelle Pole). Zwei Tiefpässe hintereinander 
machen zwei reelle Pole und sind nicht schwingfähig.

Cheers
Detlef

Autor: Michael (Gast)
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>[...]Im Zeitbereich mögen Sprungantwort und Ü-Fkt identisch sein[...]

Sie "mögen" nicht nur, sie sind es sogar. Das kann man nun wirklich in 
jedem Buch über Signal- und Systemtheorie nachlesen.

Autor: Michael (Gast)
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Nachtrag:

Eigentlich bin ich ja kein Freund von Wikipedia aber auch dort ist hin 
und wieder etwas sinnvolles zu finden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sprungantwort

Autor: Stefan (Gast)
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>Das kann man nun wirklich in jedem Buch über Signal- und Systemtheorie 
>nachlesen.
Na dann les' mal schön weiter... wir anderen wenden das Wissen in der 
Zwischenzeit einfach an und entwickeln damit.

Und wenn Du gerade beim Lesen bist, dann guck Dir das auch gleich mal 
an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Impulsantwort

Autor: Michael (Gast)
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Stefan, es ging, wenn ich recht lesen kann, die ganze Zeit um die 
Sprungantwort und nicht um die Impulsantwort. Hast du deinen eigenen 
Link auch mal gelesen? Da steht auch noch extra drin, dass Impulsantwort 
und Sprungantwort unterschiedliche Dinge sind, beide jedoch das 
Übertragunsgverhalten eines Systems vollständig beschreiben. Man kann 
aus der Impulsantwort die Übertragungsfunktion bestimmen, die 
Sprungantwort ist die Übertragungsfunktion. Ein kleiner aber feiner 
Unterschied.

Autor: Stefan (Gast)
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Michael,

ob sich irgendwelche Systemtheoretiker irgendwann mal darauf geeinigt 
haben, ob und warum die Sprungantwort auch Ü-Fkt heißt und die 
Impulsantwort Gewichtsfunktion genannt wird, ist mir ehrlich gesagt 
ziemlich egal.
Du reitest auf theoretischen Definitionen herum, die i der Praxis 
einen eher untergeordneten Wert haben!

Wenn ich ein System mit einem Sprung beaufschlage, kommt hinten eben die 
Sprungantwort heraus, egal ob im Zeit- oder Frequenzbereich. Genauso das 
Gleiche gilt bei Impulsanregung. Natürlich sind beide nicht identisch, 
das habe ich aber auch nicht behauptet!

Ich wollte hier nur klar machen, dass die theoretische Definition 
"Sprungantwort = Ü-Fkt", auf der Du so beharrst, irreführend sein kann, 
denn im Frequenzbereich ist die Impulsantwort H(s) = G(s) * 1, also 
identisch mit der Ü-Fkt G(s)!

Autor: Michael (Gast)
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>ob sich irgendwelche Systemtheoretiker irgendwann mal darauf geeinigt
>haben, ob und warum die Sprungantwort auch Ü-Fkt heißt und die
>Impulsantwort Gewichtsfunktion genannt wird, ist mir ehrlich gesagt
>ziemlich egal.

Wie du es für dich nimmst bleibt dir überlassen, in einer Diskussion wie 
dieser sollte es dir aber nicht egal sein da du sonst missverstanden 
werden kannst.

>Du reitest auf theoretischen Definitionen herum, die i der Praxis
>einen eher untergeordneten Wert haben!

Untergeordnet ist gut, sie stellen die Basis, das Fundament da. Ohne sie 
wäre es lediglich Glück wenn was funktionieren würde.

>Wenn ich ein System mit einem Sprung beaufschlage, kommt hinten eben die
>Sprungantwort heraus, egal ob im Zeit- oder Frequenzbereich. Genauso das
>Gleiche gilt bei Impulsanregung.

Wenn du mit "Gleiche" die Impulsantwort meinst, so stimme ich dir zu.

>Natürlich sind beide nicht identisch,
>das habe ich aber auch nicht behauptet!

Oh doch, hast du, und zwar hier:

>[...]Im Zeitbereich mögen Sprungantwort und Ü-Fkt identisch sein, genauso
>sind aber im Frequenzbereich Impulsantwort und Ü-Fkt gleichzusetzen!


>Ich wollte hier nur klar machen, dass die theoretische Definition
>"Sprungantwort = Ü-Fkt", auf der Du so beharrst, irreführend sein kann,


Wieso kann das irreführend sein? Es ist numal so, wenn man lustig ist 
kann man es sich auch einmal ausrechnen.

>denn im Frequenzbereich ist die Impulsantwort H(s) = G(s) * 1, also
>identisch mit der Ü-Fkt G(s)!

Ich nehme an du willst hier falten...kann es sein, dass an Stelle der 1 
der Dirac stehen muss? Denn die Übertragungsfunktion gefaltet mit dem 
Dirac ergibt ja wirklich die Impulsantwort was leicht dadurch zu 
erkennen ist, wenn man in den anderen Bereich transformiert. Dann wird 
nämlich aus dem Dirac einen 1 und aus der Übertragungsfunktion die 
Impulsantwort und aus der Faltung eine Multiplikation. Es stünde da 
also, dass die Impulsantwort gleich der Übertragungfunktion gefaltet mit 
dem Dirac ist und das in den anderen Bereich transformiert heißen würde, 
dass die Impulsantwort gleich die Impulsantwort (die 
Übertragungsfunktion fouriertransformiert ergibt ja die Impulsantwort) 
multipliziert mit eins ist.

Autor: Stefan (Gast)
Datum:

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>Wie du es für dich nimmst bleibt dir überlassen, in einer Diskussion wie
>dieser sollte es dir aber nicht egal sein da du sonst missverstanden
>werden kannst.
Der einzige der hier leider was missverstanden hat bist Du.
Aus dem Kontext heraus war jedem klar, was Martin mit 
Übertragungsfunktion und Sprungantwort gemeint hat. Lediglich Du hast 
auf der "unumstößlichen" Definition der Begriffe beharrt.

>Oh doch, hast du, und zwar hier:
>>[...]Im Zeitbereich mögen Sprungantwort und Ü-Fkt identisch sein, genauso
>>sind aber im Frequenzbereich Impulsantwort und Ü-Fkt gleichzusetzen!

Die erste Aussage stammt doch von Dir:
>Die Sprungantwort ist die Übertragungsfunktion.
>...Sie "mögen" nicht nur, sie sind es sogar.

Ich sagte, dass die Impulsantwort H(s) = G(s) * 1 ist.
Und ich falte hier nicht, sondern ich multipliziere.

Autor: Michael (Gast)
Datum:

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Definitionen sind nunmal unumstößlich es sei denn man beweist, dass sie 
falsch sind. Das hat hier noch niemand getan.

>Die erste Aussage stammt doch von Dir:
>>Die Sprungantwort ist die Übertragungsfunktion.
>>...Sie "mögen" nicht nur, sie sind es sogar.

Und was ist an dieser, meiner "ersten", Aussage falsch?
Du hast gesagt, dass du nie behauptet hättest, das Impulsantwort und 
Übertragungsfunktion das Gleiche wären. Dann zitier ich dich wo du 
eindeutig sagst, dass Impulsantwort und Übertragungsfunktion gleich sind 
und du kommst nun von wegen meiner "ersten" Aussage. Willst du damit nur 
von deiner falschen Aussage (Impulsantwort = Übertragungsfunktion) 
ablenken?

>Ich sagte, dass die Impulsantwort H(s) = G(s) * 1 ist.
>Und ich falte hier nicht, sondern ich multipliziere.

Dann ist deine Aussage, dass die "Übertragungsfunktion" gleich der 
"Impulsantwort" ist nur richtig, wenn G(s) die Fouriertransformierte der 
Übertragungsfunktion ist und du meintest die ganze Zeit die 
Fouriertransformierte der Übertragungsfunktion.

Hier kann man dann sehr schön sehen wie man aneinander vorbei quasselt 
nur weil einer meint, er brauche weder an mathematischen (hier weniger 
der Fall), noch an sprachlichen (wohl das Hauptproblem) Definitionen 
festhalten.

Naja, für mich ist das Thema hier gegessen da ich keine Lust haben 
tagelang aneinander so offensichtlich vorbei zu reden.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Aus dem Kontext heraus war jedem klar, was Martin mit
>Übertragungsfunktion und Sprungantwort gemeint hat. Lediglich Du hast
>auf der "unumstößlichen" Definition der Begriffe beharrt.

Auch wenn es aus dem Kontext hervorgeht, korrekte Bezeichnungen sind 
wichtig. SOnst versteht keiner was der andere will. Sieht man ja hier.

Übertragungsfunktion != Sprungantwort.


>Ich sagte, dass die Impulsantwort H(s) = G(s) * 1 ist.
>Und ich falte hier nicht, sondern ich multipliziere.

Die Impulsantwort ist auch nicht H(s)!
H(s) ist die Übergangsfunktion, und diese in den Zeitbereich 
zurücktransformiert, ergibt h(t), die Sprungantwort !
Die Impulsantwort ist g(t), oder in den L-Bereich transformiert ist 
diese dann mit der Übertragungsfunktion gleichzusetzen.

Autor: Martin #### (martin-)
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>SOnst versteht keiner was der andere will.
Irgendwie war es jedem der hier für mein Problem konkrete Lösungen 
gepostet hat, klar wer, was, wie gemeint hat.

>Übertragungsfunktion != Sprungantwort.
Na ja, das ist auch das was ich geschrieben habe. G(S) ist nicht f(t) 
bzw. h(t). G(s)*sigma(s) in Zeitbereich transformiert entspricht h(t).

Autor: Holger S. (strabe)
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na nu hört ma wieder auf... seid doch beide ganz fix !

nehmt's doch einfach so wie Detlef schreibt... ist richtig und 
praktikabel ( so hab ich's auch mal gelernt )

Gruß Strabe

Autor: Einstein (Gast)
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Ja so hätt ichs auch gemacht -___-

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