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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LED Konstantstromquelle mit Temperatur- Helligkeitskompensation


Autor: Sirko Pöhlmann (poehli)
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Hallo,

ich betreibe derzeit eine LED für Messaufgaben mit einem LM317 an Ub= 
12V. Strom ist einstellbar über Poti.
Die Helligkeitsschwankungen der LED in Folge von Temperaturänderung  und 
Alterung würde ich gerne grob kompensieren. In der Vergangenheit hab ich 
dazu mal für anspruchsvolle Kompensation eine aufwendige 10bit DA 
Ansteuerung gebaut, suche aber diesmal etwas einfaches.

Eine Information über die aktuelle Leuchtstärke der LED lese ich am A/D 
Wandler des Atmega16/32 ein.

Meine Überlegung ging dahin ein 4, 5 oder 6Bit R/2R Netzwerk an einem 
Port des ATmega zu betreiben, einen 741 nachzuschalten und dann einen 
OPV als spannungsgesteuerte Stromquelle zu betreiben. Das sollte 
ziemlich simpel sein und kaum Kosten verursachen.
Atmega ist sowieso da und Port noch frei.

Kann mir da jemand einen OPV empfehlen? Sollte auf jeden Fall 20mA 
liefern können.
Die LED Flussspannung liegt bei über 7V, ich muß also spätestens mit dem 
Stromwandler an UB=12V.

Gibt es gewichtige Gründe das nicht so zu machen?

PWM entfällt übrigens.

Die Helligkeit muß nicht genau stimmen, +/- 10 % reichen völlig. Es geht 
nur darum das das System bei hohen Temperaturen nach ein paar Jahren 
nicht nur noch mit der halben optischen Ausgangsleistung arbeitet.

Eine Alternative wäre eventuell ein billiger 4-20mA Treiber IC aus der 
Datenübertragung. Digital oder Spannung am Eingang. Da ist mir aber noch 
nichts Günstiges begegnet.

Danke für Hinweise, Pö

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Vielleicht ein Denkanstoss:

Computer Controlled 100ma Current Source
designed by David A. Johnson, P.E.
http://www.discovercircuits.com/H-Corner/100ma%20c...

ADD:

Vergiss es. Sehe gerade

> PWM entfällt übrigens.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Sirko Pöhlmann (poehli)

>Eine Information über die aktuelle Leuchtstärke der LED lese ich am A/D
>Wandler des Atmega16/32 ein.

>Meine Überlegung ging dahin ein 4, 5 oder 6Bit R/2R Netzwerk an einem
>Port des ATmega zu betreiben, einen 741 nachzuschalten und dann einen
>OPV als spannungsgesteuerte Stromquelle zu betreiben.

Kann man so machen. Siehe Konstantstromquelle und PWM

>Kann mir da jemand einen OPV empfehlen? Sollte auf jeden Fall 20mA
>liefern können.

LM358 sollte das gerade so packen, im einfachsten Fall einen kleinen NPN 
dahinter als Emitterfolger (BC337 oder BC848) und gut.

>PWM entfällt übrigens.

Warum? Wenn du deine LED nicht direkt per PWM ansteurn willst, kann man 
dennoch PWM für die Stromwertvorgabe nutzen. Siehe Artikel PWM.

MFG
Falk

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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@ poehli:

Die Helligkeit von LEDs sinkt, wie von vielen Herstellern angegeben, 
nach so-und-soviel-zig-tausend Betriebsstunden auf 70%.
Die Temp.-Drift beträgt bei vielen LEDs so etwa -2mV je °C 
Temperaturerhöhung (ist aber leider nicht immer im Datenblatt angegeben 
und wird auch sicherlich variieren).

Der Knackpunkt bei der Helligkeitssteuerung einer LED ist ihre 
Kontraproduktivität, d.h. wenn die Lichtausbeute abnimmt und man diese 
kompensieren möchte/muß, so kann dies nur durch Zuführung von mehr 
Energie ausregeln. Dumm ist halt nur, das dadurch die Temperatur des 
Chips ansteigt und damit auch wieder die Lebensdauer zusätzlich verkürzt 
wird.

Weiterhin möchte ich (auch aus eigener Erfahrung) bezweifeln, daß eine 
Messung der Helligkeit (mit 10 oder mehr Bit) und ggf. der Korrektur 
dergleichen mit 6, 5 oder gar 4 Bit Auflösung sinnvoll ist.
Die Helligkeit der LED schwankt zunächst fast ausschließlich mit dem 
eingeprägten Strom. Die Temperatur ändert nicht allzuviel daran. Wie 
auch bei (Präzisions-)Messgeräten üblich, sollten für Messaufgaben die 
beteiligten Komponenten mindestens 15 Minuten (besser 60 Minuten) 
warmlaufen, bevor man mit ihnen irgendwelche Messungen durchführt.
Und das Temperaturverhalten des benötigten Sensors wollen wir hier mal 
ganz außer acht lassen ...

Für den Fall, daß Du aber weiter an der Idee arbeiten möchtest, seien 
folgende Tips evtl. hilfreich:
- setze eine Konstantstromquelle (KSQ) mit einem (sehr) niedrigen 
Temp.-Koeffizienten ein, um halt den Strom so konstant wie möglich 
halten/regeln zu können.
- wenn möglich sollte die KSQ einen Steuereingang zur Beeinflussung des 
Konstantstromes haben - am besten mit einem eingeschränkten 
Einstellbereich, der den eigentlichen Sollwert z.B. nur um ±5%...±10% 
verändern kann. Dort kannst Du dann den ATmega 'einklinken'.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Stefan B. wrote:
> *Computer Controlled 100ma Current Source*
> designed by David A. Johnson, P.E.
> http://www.discovercircuits.com/H-Corner/100ma%20c...

Die Schaltung ist recht obskur, besser gesagt falsch.
Nach der ersten Stufe wird die Spannung nicht nicht rückgeführt, dh. der 
Fet liegt außerhalb der Regelung.

Gerade mit einem idealen Opamp simuliert, da liegt der Fehler bei 1% bis 
5% je nach Fet.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Alexander Schmidt wrote:
> Die Schaltung ist recht obskur, besser gesagt falsch.
> Nach der ersten Stufe wird die Spannung nicht nicht rückgeführt, dh. der
> Fet liegt außerhalb der Regelung.

Nein:
Der erste FET arbeitet als Spannung->Strom Wandler und somit als 
Pegelwandler, da der zweite OP auf +9V bezogen arbeitet.
An dem 2k Widerstand fällt eine dem Strom und somit der Eingangsspannung 
proportionale Spannung ab, die als Referenz für die eigentliche Regelung 
dient.

Autor: Poehli (Gast)
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@ Steffan:

trotzdem Danke, passt gut in meinen Arbeitsbereich, kann ich ja später 
mal gebrauchen..., und ist ja auch rein in Hardware..

@ Falk:


Danke für die Hinweise, LM 358 müßt ich auch noch irgendwo haben...

@ Raimund:

Über das altersabhängige Helligkeitsverhalten von LEDs bin ich 
informiert. Neben 70% wird gerne auch 50% als Marke verwendet, vor allem 
da man damit deutlich mehr Betriebsstunden schinden kann.

Die Kontraproduktivität einer Leistungserhöhung ist mir bewußt, 
allerdings betreibe ich die LED von vornherein nur bei etwa 10mA statt 
20mA, sodas ich selbst bei Nachregelung noch gut im Rahmen liege. Des 
weiteren läuft die LED nicht Vollzeit. Und bis die LED den Geist selbst 
bei verkürzter Lebensdauer aufgibt ist die Gerätelebenszeit eh 
abgelaufen. Hoffe ich :-)

Deine Erfahrungen kann ich so leider nicht bestätigen. Bei Betrieb an 
einer Konstantstromquelle gibt es deutlich messbare, nennenswerte 
Helligkeitsunterschiede! Die Temperatur ändert da sehr wohl etwas dran.

Wie ich schon anmerkte geht es nur darum die Helligkeit in einem 
vertretbaren Bereich zu halten damit die eigentliche Messung im oberen 
Drittel der auflösung gut ausgesteuert ist. Die eingentliche Messung ist 
eine Transmissionsmessung mit Referenzkanal, Dunkelstromkorrektur usw.

Nach meinen Messungen im Klimaschrank zwischen 10 und 45°C ändert sich 
die optische Leistung je nach LED Typ um bis zu 30%.
Das ist auch keine Überraschung, warum sonst werden 
Hintergrundbeleuchtungen mit Temperaturkompensation ausgerüstet...

Ich verwende bereits eine KSK, das bringt aber für mich nichts, da die 
Lichtemmission eines Halbleiters  nun mal naturgemäß temperaturabhängig 
ist, Konstantstrom hin oder her.
Ansonsten entsprechen deine Tipps durchaus dem was mir vorschwebt :-)

ok, dann merk ich mir den aufbau mal für Januar vor und behalte die 
zweite Schaltung in Reserve.

Gruß Pö

Autor: texas (Gast)
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bin gerade mit einer ähnlichen Problematik beschäftigt, hat jemand schon 
Erfahrung mit dem TL4242 ?

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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> Deine Erfahrungen kann ich so leider nicht bestätigen. Bei Betrieb an
> einer Konstantstromquelle gibt es deutlich messbare, nennenswerte
> Helligkeitsunterschiede! Die Temperatur ändert da sehr wohl etwas dran.

Dann liegt das womöglich daran, das ich meine 'Geräte' nicht über einen 
so großen Temperaturbereich betreibe ;-)
Außerdem haben meine LEDs selten unter 1W, z.Z. noch bis max. 20W (aber 
auch das wird bald mit Einsatz einer 100W(!)-LED der Vergangenheit 
angehören).

> Wie ich schon anmerkte geht es nur darum die Helligkeit in einem
> vertretbaren Bereich zu halten damit die eigentliche Messung im oberen
> Drittel der auflösung gut ausgesteuert ist. Die eingentliche Messung ist
> eine Transmissionsmessung mit Referenzkanal, Dunkelstromkorrektur usw.

OK. Dafür wirst Du tatsächlich einen etwas größeren Aufwand treiben 
müssen.

> Nach meinen Messungen im Klimaschrank zwischen 10 und 45°C ändert sich
> die optische Leistung je nach LED Typ um bis zu 30%.

Solch große Schwankungen hatte ich von 'Kleinleistungs'-LEDs nicht 
erwartet ...

> Das ist auch keine Überraschung, warum sonst werden
> Hintergrundbeleuchtungen mit Temperaturkompensation ausgerüstet...
>
> Ich verwende bereits eine KSK, das bringt aber für mich nichts, da die
> Lichtemmission eines Halbleiters  nun mal naturgemäß temperaturabhängig
> ist, Konstantstrom hin oder her.

Hmmm. Sollte man evtl. mal die zugeführte Leistung als Kriterium für 
eine konstante Helligkeit hernaziehen und einen entsprechenden 'Regler' 
dimensionieren??? Ein möglicherweise interessanter Ansatz. Wenn ich mich 
nicht irre, wird so etwas ähnliches ja auch bei Laser-Dioden gemacht, wo 
ein Teil der Ausgangsleistung optisch erfasst wird und dann zur 
Leistungsregelung herangezogen wird.

> Ansonsten entsprechen deine Tipps durchaus dem was mir vorschwebt :-)

Bezüglich Präzision hattest Du leider keine Angaben gemacht, d.h. reicht 
Dir z.B. eine Ausregelung auf ±5% oder 0.5%? Mit den von Dir im ersten 
Post angegebenen ±10% habe ich bislang die absolute Helligkeit 
verstanden, die relative sollte dann aber über Temperatur und anderer 
wiedriger Umstände so konstant wie möglich gehalten werden. Korrigier 
mich ruhig, wenn ich's (noch) nicht richtig verstanden habe.

Autor: Sirko Pöhlmann (poehli)
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Raimund Rabe wrote:
>> Deine Erfahrungen kann ich so leider nicht bestätigen. Bei Betrieb an
>> einer Konstantstromquelle gibt es deutlich messbare, nennenswerte
>> Helligkeitsunterschiede! Die Temperatur ändert da sehr wohl etwas dran.
>
> Dann liegt das womöglich daran, das ich meine 'Geräte' nicht über einen
> so großen Temperaturbereich betreibe ;-)
> Außerdem haben meine LEDs selten unter 1W, z.Z. noch bis max. 20W (aber
> auch das wird bald mit Einsatz einer 100W(!)-LED der Vergangenheit
> angehören).

Also bei den Leistungen passe ich :-)

Normalerweise sollte die Temperaturabhängigkeit auch für leistungsstarke 
Modelle gelten. Es liegt einfach in der Natur der Halbleiter. Im 
Gedächtniskram.... das Licht bei LEDs wird freigesetzt wenn die Dingens 
aus dem angeregten Zustand auf den energieärmeren Energiezustand 
zurückfallen, dabei werden die Photonen frei. Eine höhere Temperatur 
bedeutet mehr Energie was hinderlich am zurückfallen ist. Ergo läßt die 
Lichtausbeute mit steigender Temperatur nach. Bin mir jetzt ohne 
Unterlegen nicht ganz sicher, aber ich glaube das war auch noch 
irgendwie so das die Flußspannung Temperaturabhängig ist, was bei 
konstantem Strom ja auch die Leistungsaufnahme verändert. Kann man ja 
alles irgendwo nachlesen... Auf jeden Fall werden sie heller wenns 
kälter wird :-)
Mögliche wäre das die Power-LEDs von vorn herein eine sehr hohe 
Chiptemperatur haben, so das Temperaturschwankungen nicht so 
durchschlagen. Müßte man mit einer zeitlich sehr hoch aufgelösten 
Messung der optischen Leistung nachweisen können.
Da du sicher mehr oder weniger aktiv und geregelt kühlen mußt stellst du 
eventuell einen künstlichen thermischen Arbeitspunkt ein, was dich etwas 
unabhängiger von der Umgebungstemperatur macht.


>> Wie ich schon anmerkte geht es nur darum die Helligkeit in einem
>> vertretbaren Bereich zu halten damit die eigentliche Messung im oberen
>> Drittel der auflösung gut ausgesteuert ist. Die eingentliche Messung ist
>> eine Transmissionsmessung mit Referenzkanal, Dunkelstromkorrektur usw.
>
> OK. Dafür wirst Du tatsächlich einen etwas größeren Aufwand treiben
> müssen.

Eigentlich nicht so schlimm. LED aus, 2x messen, LEd an, 2x messen, 
jeweils alles noch mit Mittelungen, dann Dunkelstromsubtraktion der 
Kanäle, dividieren, Faktor für Basiskorrektur zwischen den Kanälen... 
fertig.

>> Nach meinen Messungen im Klimaschrank zwischen 10 und 45°C ändert sich
>> die optische Leistung je nach LED Typ um bis zu 30%.
>
> Solch große Schwankungen hatte ich von 'Kleinleistungs'-LEDs nicht
> erwartet ...

jojo, mit 15% kann man immer rechnen ...

> Hmmm. Sollte man evtl. mal die zugeführte Leistung als Kriterium für
> eine konstante Helligkeit hernaziehen und einen entsprechenden 'Regler'
> dimensionieren??? Ein möglicherweise interessanter Ansatz. Wenn ich mich
> nicht irre, wird so etwas ähnliches ja auch bei Laser-Dioden gemacht, wo
> ein Teil der Ausgangsleistung optisch erfasst wird und dann zur
> Leistungsregelung herangezogen wird.


Korrekt, nennt sich Monitordiode. Die regelt dann auch den Strom nach, 
Ich mach nichts anderes, nur etwas simpler da ich keine großen 
Anforderungen an die  Helligkeit habe. Als Monitordiode fungiert dabei 
naheliegenderweise die Diode im Referenzkanal.


> Bezüglich Präzision hattest Du leider keine Angaben gemacht, d.h. reicht
> Dir z.B. eine Ausregelung auf ±5% oder 0.5%? Mit den von Dir im ersten
> Post angegebenen ±10% habe ich bislang die absolute Helligkeit
> verstanden,

mir reicht eine Ausregelung auf +/-5 %. sonst hätte ich nicht nur 4-6bit 
sondern gleich den ganzen Port als R/2R Netzwerk vorgesehen bzw. zu 
einem extra DA Wandler gegriffen.


 die relative sollte dann aber über Temperatur und anderer
> wiedriger Umstände so konstant wie möglich gehalten werden.

Das wiederrum ist nicht nötig, da die eigentliche Messung mit einem 
Messkanal und einem Referenzkanal arbeitet, dh solche Effekte treten in 
beiden Kanälen auf und fallen bei der Division der Kanäle dann weg.

Es gibt noch andere Verfahren sich aus den Drift und 
Temperatureinflüssen auszukoppeln, aber das will ich jetzt nicht breit 
treten.

Es soll halt nur so sein das der 10bit AD bei 800-1000 LSB liegt wenn 
100% Transmisson ist. Und nicht irgendwann bei 400-500 LSB, nur weil es 
gerade sehr warm ist und die Diode schon etwas älter. Das Ergebnis wäre 
zwar das gleiche, aber der Fehler wird größer...

Was anderes... wenn du solche Power-LEDs hast, interessieren dich 
eventuell mal tatsächlich erreichte optische und spektrale Leistungen?
Ich kann hier spektral, radiometrisch und photometrisch kalibriert 
messen, wir haben entsprechende auf Bestrahlungsstärke kalibrierte 
Spektrometer mit entsprechenden Einkoppeloptiken zur Vermessung von 
Leuchtquellen, spektral vom VUV bis fernstes IR. Auch im Klimaschrank, 
LED Vermessung über Ulbrichtkugel, Goniometer. Peak, 
Schwerpunktwellenlänge, Halbwertsbreite, Farbraum usw, alles kein 
Problem. Weil das was ich von den Luxeons kenne ist das die spektral 
streuen wie verrückt. Deswegen ordnen die nach Farben und nicht nach 
Wellenlängen und alles innerhalb von 20nm ist das gleiche, auch wenn 
eine dunkelblau und ein türkis aussieht. Mach dir gerne ein Angebot :-) 
:-)


100W, meine Herrn.  Wie geht sowas - 30A Netzteil :-)? Cluster oder 
Singel oder was? Hatte hier bisher nie mehr als 3W....

by Pö

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Sirko Pöhlmann (poehli)

>Mögliche wäre das die Power-LEDs von vorn herein eine sehr hohe
>Chiptemperatur haben, so das Temperaturschwankungen nicht so
>durchschlagen.

Klingt plausibel.

> Müßte man mit einer zeitlich sehr hoch aufgelösten
>Messung der optischen Leistung nachweisen können.

Einfach mit kurzen Pulsen messen, macht man bei vielen Bauteilen so um 
Temperatureffekte auszuschleissen.

>mir reicht eine Ausregelung auf +/-5 %. sonst hätte ich nicht nur 4-6bit
>sondern gleich den ganzen Port als R/2R Netzwerk vorgesehen bzw. zu
>einem extra DA Wandler gegriffen.

Mit PWM braucht man nur ein IO-Pin . . .

MFG
Falk

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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> 100W, meine Herrn.  Wie geht sowas - 30A Netzteil :-)? Cluster oder
> Singel oder was? Hatte hier bisher nie mehr als 3W....

Die Osram OSTAR ist wohl die z.Z. leistungsfähigste (d.h. Lumen pro 
Watt), da sie bis zu 1100 Lumen 'bringt' - bei etwa 24V und 1A. Ist auch 
auf einer schönen (und kleinen) Star-Platine montiert.

Der Hammer sind aber eben die High Power LEDs von Huey Jann Electronics 
Industry, die mit der HPR40E-19K100-Serie, eine 100W LED auf den Markt 
gebracht haben, die bei 35V und 2,8A spitzenmäßige 6500 Lumen schaffen.
Das ist ganz grob geschätz so viel wie ein 500W-Baustrahler, aber bei 
nur einem fünftel der Leistung. ;-)

Bekommen kann man sowas z.Z. bei www.telcona.com oder auch bei 
www.leds-and-more.de.

Noch halte ich solch eine LED nicht in den Händen, aber eine Bestellung 
ist angedacht. Das einzige was einen noch (männermäßig) abschreckt, ist 
der recht hohe Preis von >200 Euronen - aber es ist ja fast Hainachten 
(ACHTUNG: alter Haiopeis-Fan!), wo man sich ja was von seiner Holden 
schenken lassen kann ... .

Ach ja und Du hattest ganz recht, die Dinger sind üblicherweise als 
Cluster aufgebaut - die OSTAR z.B. ist entweder ein 4er- oder 
6er-Cluster, von Edison gibt's welche mit 4x5-Cluster (10W-LED) und eine 
50W-LED mit einem 7x7-Cluster. Wie groß das Cluster bei der 100W-LED 
ist, konnte ich (noch) nicht herausfinden - bei 35V wird es sich aber 
sicherlich um mindestens einen 10x10-Cluster (oder auch mehr) handeln.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Raimund Rabe (corvuscorax)

>Watt), da sie bis zu 1100 Lumen 'bringt' - bei etwa 24V und 1A. Ist auch
>auf einer schönen (und kleinen) Star-Platine montiert.

Das reicht ja schon für einen Beamer. Aber wie lange hält das Ding? 100 
Stunden? Bei optimaler Kühlung?

>Industry, die mit der HPR40E-19K100-Serie, eine 100W LED auf den Markt
>gebracht haben, die bei 35V und 2,8A spitzenmäßige 6500 Lumen schaffen.

Wirklich. WOW!

>Das ist ganz grob geschätz so viel wie ein 500W-Baustrahler, aber bei
>nur einem fünftel der Leistung. ;-)

Naja, Baustrahler sind ja nur bedingt als Hochleistungslichtquelle 
bekannt.
Diverse Gasentladungslampen oder Lichtbogenlampen bringen da viel mehr 
Licht.

>der recht hohe Preis von >200 Euronen - aber es ist ja fast Hainachten

Hmm, jedes neue Spielzeug hat seinen Preis.

MFg
Falk

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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>>Watt), da sie bis zu 1100 Lumen 'bringt' - bei etwa 24V und 1A. Ist auch
>>auf einer schönen (und kleinen) Star-Platine montiert.
>
> Das reicht ja schon für einen Beamer. Aber wie lange hält das Ding? 100
> Stunden? Bei optimaler Kühlung?

Nein, mehrere 10.000 Stunden bei optimaler Kühlung, d.h. 
'Die'-Temperatur auf unter 80°C halten.
Für'n (DIY-)Beamer reicht's vermutlich (noch) nicht. Aufgrund der hohen 
Verluste bei der LCD-Durchlicht-Methode, wo, wie ich mich erinnere, bis 
zu 80% des Lichts 'flöten' geheh kann, ist eine einzelne 20W-LED 
unzureichend, zumindest für eine Tageslichtprojektions. In abgedunkelten 
Räumen mag das wohl noch gehen. Mit einer 50W- oder gar 100W-LED, sollte 
sowas schon eher möglich sein. Auch hier gilt's, die Abwärme mit einem 
Lüfter aus dem Gehäuse zu bekommen. Preislich wäre das auf jeden Fall 
der Hit, denn die Beamer-Lampen sind schei...-teuer und halten 'nur' ein 
paar wenige tausend Stunden. Da macht sich eine 130 Euronen-LED (50W) 
oder die >200 Euronen-LED (100W) bei einer Lebensdauer von mehreren 
zehntausend Stunden Betriebszeit durchaus bezahlt. Darüber sollten vor 
allem die Beamer-Hersteller mal nachdenken!!!

@ poehli:
Ich bin übrigens im Datenblatt zur Osram OSTAR doch noch fündig geworden 
- da gab's doch tatsächlich ein Diagramm, wo die Abhängigkeit des 
Lichtstromes über die Temperatur bei konstantem Strom aufgezeigt war. 
Und was soll ich sagen - wenn 100% bei 25°C (Tj) angenommen werden, so 
steigt der Lichtstrom bei -40°C auf etwa 118% und sinkt bei +85°C auf 
80%.
Tja, mit den dicken Kühlkörpern, bzw. aktiver Kühlung via Lüfter, war 
der Aufwärmvorgang, wohl so langsam, das man visuell keine 
Helligkeitsänderung wahrgenommen hat. Wenn's dann erstmal warm war gab's 
diesbezüglich so oder so keine Unterschiede mehr - das System war 
praktisch 'eingeschwungen'. Mit empfindlicher (Mess-)Elektronik hätte 
man womöglich Helligkeitsunterschiede messen können. Bislang habe ich 
immer den Strom konstant gehalten. Bei meinen nächsten Entwicklungen 
werde ich es mal mit einer Konstantleistungsregelung probieren - für 
Präzisions- und Genauigkeitsfanatiker. ;-)

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Raimund Rabe wrote:
> Preislich wäre das auf jeden Fall der Hit, denn die Beamer-Lampen sind
> schei...-teuer und halten 'nur' ein paar wenige tausend Stunden.

Allerdings sind die nur im Verkauf teuer. In der Herstellung sind die 
recht günstig. Ist ansich nur eine Glasröhre mit zwei gegenüberstehenden 
Metalldrähten.

Außerdem sind die Metalldampflampen effizienter als Leds. D.h. mehr 
Licht pro Watt!

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Alexander Schmidt (esko)

>Außerdem sind die Metalldampflampen effizienter als Leds. D.h. mehr
>Licht pro Watt!

KETZER !!!

SCNR
Falk

Autor: Esko (Gast)
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Falk Brunner
>*KETZER* !!!

Das fasse ich als persönliches Kompliment auf.

Autor: Wolfgang Jahnke (Gast)
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Sehr geehrte Forenteilnehmer,

mit Interesse habe ich Ihre Kommentare bezüglich einer 100Watt LED 
gelesen.
Anbei finden Sie mal ein Datenblatt einer 100Watt LED cool white. Für 
weitere Informationen können Sie mich gerne kontaktieren.

Viele Grüße

W.Jahnke

Autor: Esko (Gast)
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> Anbei finden Sie mal ein Datenblatt einer 100Watt LED cool white.
Wo ist das Datenblatt?

> Für weitere Informationen können Sie mich gerne kontaktieren.
Und wo kann man Sie kontaktieren?

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Die 100-Watt-LEDs gibt's von Huey Jann und beziehen kann man sie z.B. 
über www.leds-and-more.de.
Auch die Datenblätter gibt's dort - diese sind aber sehr dürftig, d.h. 
es gibt z.B. keinerlei (Derating-)Diagramme, sondern nur die schlichten 
Angaben der Farbtemperatur, Lumenwert, Vf und If sowie den 
Abstrahlwinkel. Das war's dann aber auch schon.

Übrigens sind die Preise wieder gefallen, und die 100-Watt-LED gibt's 
mittlerweile schon für 'nur' noch 199,- Euronen. ;-)

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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.         Leuchtstoffröhre                         LED
            Osram T5 80W                   HUEY JANN 100W Weiß
Leistung:    80W +8W                            100W +10W       (+Trafo)
Lumen:          7000                                 6400
Lumen/Watt:       80                                   58
Kosten in €:       7                                  200
Kosten Leuchte
inkl. Trafo:     ~55                          gibts nicht

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Bald gibt's auch LED-Leisten im 'Leuchtstoffröhrenkleid'. ;-)

Siehe auch folgender Link:
http://www.elektor.de/elektronik-news/led-rohre-er...

Mit einer Lebensdauer von (versprochenen/prognostizierten) 40.000 
Stunden, dürfte diese Lösung auch die Leichstoffröhren schlagen. Und bei 
LEDs bedeutet die 'Lebensdauer' nur einen Abfall der Helligkeit um 
so-und-so-viel Prozent und nicht einen Totalausfall wie bei den Röhren.
Allerdings stellt sich noch die Frage wie groß die MTBF bei den 
eingesetzten Schaltnetzteilen ist - hier wird sich dann vmtl. die Spreu 
vom Weizen trennen. Hier gilt es dann lieber qualitativ hochwertigere 
Markenware als den billigen China-Schrott zu kaufen. Aber das obliegt 
ausschließlich dem Käufer, also damit dem mehr oder weniger zufriedenen 
Endkunden.

Es kommt halt auch immer auf den (relativen) 'Betrachtungswinkel' an, 
welche Lösung/Technologie mit den besten und uberzeugenderen Werten 
aufwartet. Und es gilt, immer alle Aspekte für einen bestimmten 
Anwendungsfall zu berücksichtigen. Es gibt eben keine die beste Lösung 
für alle Fälle!

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Und bei meiner pessimistischen Einstellung kommt beim Elektor Link eine 
Effizienz von 64lm/W raus. 2*tan(60°)m * 1,2m * 370lm/m² / 24W = 64lm/W

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