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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welcher µC ist für einen 16 Bit DAC geeignet


Autor: Ralf Ohmberger (Gast)
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Hallo zusammen,

möchte einen DAC ansteuern (16 Bit parallel, max. 1MS/sec Update Rate). 
Daten (Sinus oder z.B. eine mathematische Funktion)sollen aus einem sich 
wiederholenden Enlosspeicher ständig ausgegeben werden.

Meine Vorstellungen:
wenn möglich soll der µC noch als DIP Variante erhältlich sein.
Software kostenlos und ohne Zeitbeschränkung, wenn Kaufsoftware dann 
keine astronomischen 1000 Euro o.ä.
Evaluationboard unterhalb 200 Euro oder eines zum selber bauen.

Meine Kentnisse in:
digitale Hardware - reicht aus
Messtechnisch - alles vorhanden
analoge Hardware - eher schon zuviel
PC - Ottonormal Benutzer
µC Software - keinen blassen Schimmer

Für welchen µController kann man eine Empfehlung aussprechen, was als 
Start sinnvoll wäre?

Gruss
Ralf

Autor: Gasst (Gast)
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>Meine Vorstellungen:...
>... keinen blassen Schimmer

Mit DIL ist da nichts zu machen. Geschickterweise baut man sich dafür 
eine separate Hardware auf (CPLD, Zähler+Speicher) oder verwendet einen 
µC mit DMA-Controller.

> was als Start sinnvoll wäre?
Kannst Du damit umgehen?

Autor: A. K. (prx)
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Willst du mit 1M/s einen Sinus berechnen? Dann kannst du DIP
vergessen. Mit 1M/s direkt aus Tabelle ist jedoch kein Problem, das 
können viele, bei AVR wirds etwas knapp, PIC24/30 besser.

Wenn DIP und schnell und wenn neben der DAC-Ausgabe noch was anderes 
passieren soll: Parallax Propeller. Etwas gewöhnungsbedürftig aber 
schnell genug und hat kostenloses Entwicklungspaket - allerdings nicht 
für C.

Autor: Ralf Ohmberger (Gast)
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Also gut, dann µC, Flash usw. als SMD, das klappt auch mit dem Löten.

Kannst Du damit umgehen?
Muss ich halt lernen.

Ändere die Frage ab: welcher µC Hersteller liefert ein 
Entwicklungssystem, bei dem man als Anfänger noch am ehesten eine Chance 
hat damit klarzukommen?
Ein System bei dem man sich langsam hocharbeiten kann.

Welche µC Familie?

Habe mir z.B. Xilinx FPGA Lösungen angesehen, deren großes 
Softwaremonster ist mir am Anfang ein paar Nummern zu hart. Ich denke 
mal mit Standard C und Assembler kann ich mich gut anfreunden, LabView 
wäre am schönsten.

Gruss Ralf

Autor: Ralf Ohmberger (Gast)
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"Willst du mit 1M/s einen Sinus berechnen? Dann kannst du DIP
vergessen. Mit 1M/s direkt aus Tabelle ist jedoch kein Problem".

Aus der Tabelle abgelegt reicht aus. User Eingaben während des Betriebs 
sind auch nicht erforderlich.
Lediglich die Frequenz des Sinus soll veränderlich sein, kann aber über 
Programmierung veränderbar sein.
Die Amplitudenverstellung erfolgt über die Spannungsreferenz.
Gelegentlich soll manchmal eine Tabelle mit einem Zweiton Sinus rein.
Klassischer Anwendungsfall ist eine Intermodulationsmessung.

Autor: A. K. (prx)
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Tabelle wie gross?

Wenn ohne Verabeitung Daten direkt raus sollen und währenddessen 
keinerlei Interrupts bearbeitet werden müssen, dann müsste sich das auch 
mit einem 20MHz AVR noch grad so eben deichseln lassen. Ein 
PIC24/dsPIC30/33 (auch DIP) kann dann auch noch eine Amplitudensteuerung 
per Multiplikation erledigen, evtl. plus Addition aus zwei Tabellen.

Wenn irgendwas nebenher nötig ist: der erwähnte Propeller.

Autor: Ralf Ohmberger (Gast)
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"Tabelle wie gross?"

So groß, dass damit z.B. ein 1kHz oder 10kHz Signal schon vor der 
analogen Filterung klirrarm herauskommt. In anderen Worten auch während 
ein 1kHz Signal abspielt sollte mindenstes ca. alle 5µs auf den 
aktuellen Sinus-Datenwert abgedatet werden.

Amplitudensteuerung darf aus Gründen der Signalreinheit nur per analog 
verstellbarer Referenzspannung erfolgen, der DAC Aussteuerungsbereich 
nutzt dadurch immer den kompletten Coderange was die beste 
Signalqualität und feinste Auflösung ergibt.

Diesen Parallax Propeller werde ich mir mal ansehen, das ist ja mal eine 
Richtung.

Autor: A. K. (prx)
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Ralf Ohmberger wrote:

> So groß, dass damit z.B. ein 1kHz oder 10kHz Signal schon vor der
> analogen Filterung klirrarm herauskommt.

Bin kein Experte für sowas. Angaben in Bytes sind mir lieber ;-). Der 
Propeller hat davon 32K, was für Programm plus Daten ausreichen muss.

Autor: Ralf Ohmberger (Gast)
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Ein 1kHz Sinus hat eine Periodenauer von 1000µs. Wenn z.B. alle 2µs ein 
Update erfolgen sollen sind das 1000µs/2µs=500 neue DAC Werte innerhalb 
1ms. Nach dem letzten Wert muss er wieder von vorne anfangen. 500 Werte 
in der Tabelle reichen aus, wie groß ist dann der notwendige 
Tabellenspeicher? Viel schneller als ca. 2µs kann die analoge Seite 
nicht mehr updaten.

Bei z.B. einem 100 Hertz Signal wären es dann 5000 verschiedene Werte in 
der Tabelle.

Autor: Gasst (Gast)
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Von Renesas gibt es ein RSK7211 (SH7211 Prozessor) mit Kostenpunkt unter 
200€ bei dt. Distributor. Leistung noch und nöcher, u.a. auch DMA.

Hiermit kannst Du Deine Spielerein verwirklichen. Das C-Compiler-Paket 
ist nach 60 Tagen auf max. 256kB Codegröße eingeschränkt, was aber nicht 
stören dürfte.

Autor: Josef (Gast)
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Guenstige Software und Entwicklungstool fuer so ne Appplikation koennte 
ich 
http://www.ti.com/corp/docs/landing/piccolotools/i... 
empfehlen.

Die PWM des 32-bit Controllers hat eine Aufloesung von 150ps!. Damit 
sollte man schon ein gutes Signal rausbekommen. Bzgl. Gehaeuse koennte 
man auf das DIMM-Modul zurueckgreifen, da ist bereits der JTAG Emulator 
integriert und man kann das Modul direkt mittels Sockel auf's eigene 
Board loeten.

Autor: Martin (Gast)
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Muss das mit einem µC realisiert werden? Es gibt doch auch (wie heißen 
die, ist nicht mein Gebiet) DDS ICs.

Autor: Martin (Gast)
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Achso oder die Tabelle in einem Flash speichern und die Adressen an 
einen 0815 Zähler anschließen und Datenausgäge an den DAC. Je nach 
Zählergeschwindigkeit unterschiedliche Sinus Frequenz.

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