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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ripplestrom und load current


Autor: Alex Chili (habanero)
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Moin,

ich möchte gerne eine Schaltung mit dem LM22670 aufbauen und die 
benötigte Induktivität berechnen.

Hier mal die Homepage dazu.
http://www.national.com/pf/LM/LM22670.html

Es wird im Datenblatt folgendes gesagt:

Iripple should be less than twice the minimum load current.

Allerdings weiß ich nicht, was mein minimum load current ist. Da das 
Ganze als Konstantstromquelle arbeiten soll, wäre der minimum load = 
maximum load

Oder was ist damit gemeint?

Ich freue mich auf eure Antworten...

Autor: Jens G. (jensig)
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so würde ich es auch sehen ...

minimum load = maximum load = Iconst

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Dem ist nicht so!
Bei einem Buck-Converter (im Deutschen auch mal als Tiefsetzsteller 
bezeichnet) ist prinzipbedingt der Strom durch die Spule nicht konstant. 
Ausgehend von einem mittleren Strom wird, Abhängig von den 
Umschaltpunkten des PWM-Komparators (siehe Blockschaltbild), der Strom 
schwanken.
Beim Einsatz einer Konstantstromquelle wäre der mittlere Strom z.B. 
angenommene 350mA (für die 1W-Lumileds) und der max. Ripple-Current 
möglicherweise ±14% vom mittleren Wert, da z.B. diese LED mit max. 400mA 
(dauernd bei Ausreichender Kühlung) bestromt werden darf 
(Bonddraht-Limit usw.).
Der Loadcurrent ist damit eben 350mA und der Ripple-Current beträgt etwa 
100mA Peak-to-Peak. Auf Seite 10 des Datenblattes werden als "general 
rule" etwa 30% des Ausgangsstromes angegeben. Bei einigen Applikationen 
(wie z.B. mit den 1W-Lumileds) kann das bereits zu viel sein - oder man 
muß halt mit dem mittleren Strom runtergehen um die absoluten Grenzwerte 
nicht zu überschreiten.
Je kleiner der Ripplestrom sein soll/muß, desto größer muß der Wert der 
Induktivität werden. Bei SMD-Bauteilen eine Abwägung zwischen Größe 
(bzw. Miniaturisierung) und Innenwiderstand und damit auch dem max. 
erzielbaren Wirkungsgrad.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Ah, das klingt interessant :)

Ich habe vor, eine P7-LED damit anzusteuern. Sie braucht 2,8A. Der 
Ripplestrom sollte deinen Angaben nach gegen Null gehen - denke ich. Ich 
nehme mal einfach 50mA an. Mit ca. 4V Ausgangsspannung und Vinmax = 14 V 
ergäbe sich dann eine Induktivität von ca. 120µH.


Leider gibt es in der Bauform keine Induktivitäten für so hohe Ströme 
(oder ich finde keine :) ) und im Datenblatt sind welche um die 10µH 
angegeben. Dies würde Rippleströme um die 1A ergeben. Ist das "normal"? 
Bzw. wie dimensioniere ich das am sinnvollsten?

Autor: flätz (Gast)
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Mit 10uH und 500kHz Taktfrequenz liegst Du mit deinem Ripplestrom bei 
200..250mA. Wenn Du deinen mittleren Lampenstrom jetzt auf, sagen wir 
mal, 2.6A legst passt doch eigentlich Alles?

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Alex Chili wrote:
> Ah, das klingt interessant :)
>
> Ich habe vor, eine P7-LED damit anzusteuern. Sie braucht 2,8A.

Falsch! 2.8A ist der absolute max. zulässige Strom. Von 'brauchen' kann 
hier, ebenfalls absolut, keine Rede sein. Wie weit man es mit dem 
mittleren Strom durch die Led 'treiben' kann/darf (zumindest im 
Interesse einer langen Lebensdauer) ist stark abhängig von der Kühlung 
der LED. Hier lege ich Dir nahe, Dich nochmal ausführlichst mit dem 
Datenblatt zur P7 auseinanderzusetzen und insbesondere Dein Augenmerk 
auf die Derating-Kurven zu legen (d.h. die Diagramme unter "Ambient 
Temperature vs Allowable Forward Current"). Dann wirst Du sehen, daß bei 
nur moderaten Kühlungen evtl. nicht mal die Hälfte des Maximalstromes 
möglich ist, ohne die LED früher 'sterben' zu lassen.

> Der Ripplestrom sollte deinen Angaben nach gegen Null gehen - denke ich.

Definitiv nicht. Den Ripplestrom bekommt man bei Buck-Convertern nie auf 
Null (Zitat: "... ist prinzipbedingt der Strom durch die Spule nicht 
konstant."). Nur bei sogenannten Cuk-Convertern (benannt nach Slobodan 
Cuk) kann man es schaffen, bei richtiger Dimensionierung und Aufbau 
(d.h. z.B. gekoppelte Spulen), den Eingangs- und/oder 
Ausgangsripplestrom auf Null zu bekommen.

> Ich nehme mal einfach 50mA an. Mit ca. 4V Ausgangsspannung und Vinmax
> = 14 V ergäbe sich dann eine Induktivität von ca. 120µH.
>
> Leider gibt es in der Bauform keine Induktivitäten für so hohe Ströme
> (oder ich finde keine :) ) und im Datenblatt sind welche um die 10µH
> angegeben. Dies würde Rippleströme um die 1A ergeben. Ist das "normal"?
> Bzw. wie dimensioniere ich das am sinnvollsten?

"Sinnvoll" heißt hier im Rahmen der absoluten Grenzwerte und der 
angedachten Kühlung für die P7. Dies 'diktiert' Dir den mittleren 
LED-Strom. Angenommen Dein Kühlkörper hat 10K/W und Deine 
Umgebungstemperatur wären etwa 60°C (was nicht zu hoch angesetzt ist, 
wenn das ganze z.B. in ein Gehäuse, Schrankwand, Deckenpanele, usw. 
eingebaut wird). Man sollte immer vom "worst case" ausgehen, um auf der 
sicheren Seite zu bleiben. Die LED wird's Dir durch ein langes Leben 
danken.
Also, wenn man nun im Diagramm nachschaut ergibt sich ein max. Strom von 
nur noch 2A. Um den absoluten Grenzwert von 2,8A nie zu erreichen oder 
gar zu überschreiten, würde ich einen Strom von 2,5A nicht überschreiten 
wollen. Daraus ergibt sich dann ein Ripplestrom von 0,5A Peak.
Das in die Formel eingesetz ergäbe dann eine Induktivität von ca. 
11,4µH. Der nächst höhere Wert wären dann wohl die 12µH, was Faktor 10 
kleiner als bei Deiner Rechnung wäre. Somit ist die Spule wieder in 
einer 'Größe', die man auch als SMD-Bauteil, mit niedrigem Rdc, gut 
bekommen kann.

Noch Fragen?

Autor: Alex Chili (habanero)
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Hey vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.

Mit den LEDs ist das so eine Sache. Ich habe in einigen anderen Foren 
auch schon Leute gefunden, die die LEDs mit > 3A betreiben. Ist alles 
eine Frage der Lebensdauer. Wem eine Lebensdauer von 1000h reicht, der 
ist damit wohl gut bedient.

Nun aber zurück zu meinem Fall.
Bei mir ist eine gute Kühlung gegeben (kann dir keinen genauen Wert 
nennen, aber passt schon :P ). Allerdings ist es wohl wirklich 
sinnvoller, die LED mit weniger als dem maximalen Strom zu betreiben.

Da ich mich auch ein bisschen nach Bauteilwerten richten muss, habe ich 
mir überlegt, das Ganze wie folgt einzustellen:

Iripple = 0,38 A
Iout = 2,567 A
L = 15 µH


Ich denke, dass das ein gutes Mittelmaß ist...

Autor: Alex Chili (habanero)
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Korrektur:

Ich glaube, ich nehme doch lieber die vollen 2,8A und eine 300µH 
Nicht-SMD-Spule. Dann habe ich einen Ripplestrom von 19mA und alles ist 
gut :)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Wenn die 300µH-Spule beim max. Spitzenstrom nicht in die Sättigung gerät 
ist alles OK. Einen Nachteil haben allerdings die Spulen mit den höheren 
Induktivitätswerten - sie haben meist einen höheren ohmschen Widerstand, 
der entsprechend den Wirkungsgrad drückt. Bei Deinen 2,8A ist das ein 
Faktor, den man evtl. nicht unterschätzen sollte - vorausgesetzt der 
Wirkungsgrad interessiert Dich überhaupt.

Autor: Gast (Gast)
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Autor: Alex Chili (habanero)
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Hey, nette Seite. Kannte ich noch nicht. Dort komme ich jedoch auch auf 
die oben genannten Werte. Bei 2,8A komme ich auf einen Wirkungsgrad von 
ca. 75%. Die von mir ausgesuchte Spule hat einen Widerstand von 180mOhm. 
Ich denke, dass das okay ist.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Moin zusammen,

ich habe die KSQ mal wie im Schaltplan erkennbar aufgebaut. Eigentlich 
(lt. Simulation, usw.) sollte sie funktionieren. Tut sie aber nur 
bedingt.

Zwischen 5 und 7 Volt funktioniert sie einwandfrei, ab 12V auch wieder. 
Allerdings auch nur wenn ich die Widerstände des OPV auf 100k und 15k 
ändere, sodass der Augangsstrom um die 1.7A beträgt (inkl. Toleranzen).
Bei der Version wie im Schaltplan gezeigt geht permanent der maximale 
Strom durch.

Dazwischen - so scheint es - fängt irgendwas an zu schwingen. Auf jeden 
Fall begrenzt sie den Strom nicht mehr und fängt an zu fiepen.

Kann mir da jemand weiterhelfen, wie ich dem entgegen wirke?

Ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen... ;)

PS: Der Schaltplan ist ein bisschen unübersichtlich, da ich ihn für das 
Layout angepasst habe...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Gibt's eine GND-Verbindung zwischen dem LM22670 (Pin 4 bzw. Pad) und dem 
OP (Pin 2 bzw. X7) ???

Teste erst einmal den OP, indem Du den LM22670 nicht versorgst und einen 
Strom über den Shunt (R1 und R2) einprägst. Nur wenn hier alles OK ist, 
d.h. die Ausgangsspannung sich linear mit dem eingeprägten Strom 
verändert, bleibt ja nur noch der LM22670 mit seiner Beschaltung übrig.

Außerdem fiel mir auf, daß am OP kein Abblockkondensator (von z.B. 
100nF) für die Versorgungsspannung vorgesehen ist. Hast Du ihn der 
Übersichlichkeit halber weggelassen?

Wichtig ist übrigens, wie bei allen Schaltreglern, eine korrekte 
Leiterbahnführung. Poste mal Dein Layout (incl. Silkscreen) - 
möglicherweise liegt ja dort der Hund begraben weil das Layout 
'sub-optimal' ist.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Moin,

ja, es gibt eine Verbindung. Ich hab das Layout nur ändern müssen, da 
Eagle mich sonst nicht anständig wollte routen lassen.

Masse liegt an dem äußeren Kreis sowie unten drunter.

Ich hatte den C3 als Blockkondensator vorgesehen.

Zur OPV Beschschaltung: Ich habe den Teil der Schaltung zwar noch nicht 
einzeln getestet, allerdings habe ich die Spannungen in dem Bereich 
nachgemessen, in dem die Schaltung funktioniert (also Spannungen über 
den .22 Widerständen zur FB-Spannung). Hier stimmt eigentlich alles 
(Verstärkung, FB, alles oke :) ).

PS: Die Bauteile sind eigentlich alles ausreichend dimensioniert im 
Bezug auf max. Strom / Spannung, lowESR, etc...

Ich hoffe mal, dass es daran nicht liegt ;)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Da wo C3 sitzt kann er definitiv nicht als Abblockkondensator für den OP 
funktionieren. Er sollte mit den kürzest möglichen Anschlußleitungen in 
unmittelbarer Nähe vom OP angebracht werden. In etwa so wie Du C4 an den 
LM22670 positioniert hast.

Ansonsten sieht das ganze vom Layout so weit OK aus (zumindest wenn mir 
kein Detail entgangen ist). Ich hätte lediglich hier und da die 
Plazierung etwas anders gemacht: Z.B. C6 näher an den LM22670 gebracht 
und seine Versorgungsspannungszuführung vor C6 plaziert (also von X8/X9 
über C6 an den LM22670 und nicht von C6 über X8/X9 zum LM22670). Ein 
weiteres Manko wäre noch der sich ergebende Strompfad des LED-Stromes 
über die Shunts zurück zu C5. Dieser ist über den kompletten 
'Aussenring' a) recht lang und vor allem b) verschiebt er das 
GND-Potential für den TS321 und seiner Rückkopplung. Schau Dir mal die 
Hinweise im Datenblatt zum LM22670 auf Seite 12 an (das Kapitel "Circuit 
Board Layout"). Für jeden einzelnen Ablaufschritt des Step-Down-Reglers 
gibt es eben ganz bestimmte Zweige (oder besser Loops) wo ein Strom 
fließt. Diese gilt es mit möglichst kurzen Leiterbahnen zu verbinden 
(was, zugegeben, nicht immer leicht ist). Insbesondere wenn wir bei 
kleinen SMD-Platinen schmale Leiterbahnen haben, sind wir sehr schnell 
bei Bahnwiderständen im 2- bis 3-stelligen Milliohmbereich. Wenn dann 
auch noch mehrere Ampere fließen, haben wir sehr schnell unangenehm hohe 
Spannungsabfälle über diesen Leiterbahen, die das Design nicht wirklich 
vereinfachen. In Bezug auf den Spannungsabfall über den Shunt von 0,11 
Ohm und den angestrebten 2,8 A für die LED sind das
rund 300 mV am Shunt. Der Bahnwiderstand z.B. der Ringleitung würde bei 
2mm Breite und 35 µm Kupferauflage etwa 2,5 Milliohm pro Meter betragen. 
Bei 2,8 A haben wir damit bereits einen Spannungsabfall von rund 7 
mV/cm.
Das sind nur die rein ohmschen Werte. Eine Leiterbahn stellt aber auch 
ein Induktivität dar - und die ist bei Schaltreglern nicht immer 
vernachlässigbar. Auch aus EMV-Gründen sind deshalb Leiterbahnen mit 
impulsförmiger Strombelastung kurz auszuführen. Und je höher die Ströme 
umso wichtiger ist es die Strom-Loops kurz zu halten.

Bei einer Sache kommen mir aber auf jeden Fall so meine Zweifel:
Wenn der Silkscreen der 220µH-Spule stimmt, bezweifele ich doch sehr 
stark, daß diese für den von Dir gewünschten max. Strom nicht in die 
Sättigung gerät. Bei vielleicht knapp 10mm Durchmesser und 220µH, was in 
etwa zur 'L-PISM 220µ' bei Reichelt passen würde, sind Ströme über 1A 
reine Illusion. Die angegebene Spule von Reichelt geht bereits bei 0,85A 
in die Sättigung.
Um das herauszufinden, löte einfach mal einen der beiden 
Shunt-Widerstände raus, was den Konstantstrom auf die Hälfte reduzieren 
sollte. Oder noch besser - löte die beiden Widerstände in Serie statt 
parallel, was den Strom dann auf 1/4 reduzieren sollte (also auf etwa 
0,7 A). Funktioniert die Schaltung dann besser? Wenn ja, dann ist die 
Sättigung das Problem gewesen. Wenn nein, kann auch der LM22670 einen 
'Knacks' bekommen haben und ist möglicherweise defekt. Vorausgesetz Du 
bist Dir wirklich sicher, daß alles um den TS321 perfekt funktioniert.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Hi,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort!!!

Hier mal ein kurzer Bericht, was ich schon getan habe bzw. noch tun 
werde:

Also, den Abblockkondensator werde ich mal näher dran schieben.

Ich habe gedacht, dass die Massefläche reicht, da die Unterseite ja auch 
komplett Masse und mit dem Kreis verbunden ist. Das Problem mit den 
langen Leitungen habe ich nicht berücksichtigt. Wenns wirklich daran 
läge, wäre das der worst case ever :) Dann wäre das ganze Layout ja für 
den Pobbes.

Den Shuntwiderstand habe ich schon getauscht / verändert. Habe bis zu 1 
Ohm draufgelegt -> trotzdem maximaler Strom durch die Last. Daran liegts 
also nicht. Könnte es hier sein, dass etwas in meinen Feedbackpfad 
einkoppelt?

Im Layout habe ich einfach eine Spule angegeben, da ich sowieso eine 
Größere nehmen wollte. Momentan nehme ich diese hier:
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=449795
oder eine THT von Wuerth.

An der Spule liegts also denke ich nicht.

Dass der LM kaputt ist habe ich auch schon befürchtet, bei dem Versuch 
zu löten hat sich die Hotair verabschiedet und ich konnte ich Temperatur 
nicht mehr anständig kontrollieren.
Was mich an der Theorie aber wundert, dass der LM dann trotzdem noch 
regelt (teilweise).


Naja, ich teste das noch mal mit der Massefläche und dem Kondensator und 
melde mich wieder :)

Autor: Alex Chili (habanero)
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Sooooo...ich hab das Ganze noch mal ein bisschen getestet und irgendwann 
gemerkt, dass die Conrad-Spule auch nicht geeignet war.

Die Wuerth-Spule in Verbindung mit dem verschobenen Abblockkondensator 
lässt die Schaltung gut laufen.

Allerdings ist der Wirkungsgrad echt bescheiden. Hier mal meine 
Messungen:

Uin: 12,9 V
Iin: 1,1 A

-> Pin: 14,19 W

Iout: 2,4 A
Rout: 1,5 Ohm

-> Pout: 8,64 W

-> Pout / Pin: 0,61 -> 61%


Ich finde 61% schon ziemlich schlecht.

Wenn ich mal die erkennbaren Verluste bestimme, komme ich auf diese 
Rechnung:


Verluste:

Spule: 170 mOhm -> 0,97 W
Shunt: 110 mOhm -> 0,64 W
Diode: 0,21 V   -> 0,50 W
FET:   120 mOhm -> 0,69 W
__________________________
                   2,80 W

Irgendwo müssen dann noch 2,75 W "verschwinden"?!

Habt ihr da vielleicht noch Tipps für mich?

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Mit was für'n Schätzeisen hast Du den Strom Iin gemessen?
Bedenke bitte, das hier Schaltfrequenzen von etwa 500kHz vorhanden sind 
und damit die Stromaufnahme mit dieser Frequenz gepulst ist. Selbst bei 
einem Echt-Effektivwert-Multimeter (aka TruRMS) solltest Du mal den 
Eingangsfrequenzbereich beachten. Bei vielen Feld-, Wald- und 
Wiesen-Multimetern ist knapp oberhalb des Audiobereichs bereits schluss. 
Was es dann bei 500kHz als Strom 'schätzt' weiß vmtl. keiner so genau, 
aber es ist das, was Du als tatsächliche Stromaufnahme angenommen hast.

Weiterhin unterschätzt ein wenig die Verluste im Schalttransistor des 
LM22670. Er hat nicht konstante 120 mOhm, sondern er steigt mit der 
Temperatur - und wärmer wird er beim Schalten auf jeden Fall. Schau Dir 
mal auf S. 5 des Datenblattes das Diagramm rechts unten an. Bei 75°C 
Die-Temperatur ist der Widerstandswert auf das 1,2-fache angestiegen 
(THIN-Gehäuse). Weiterhin sind die Verluste beim Schalten (noch) nicht 
berücksichtigt. Dies nur mal zur Vervollständigung Deiner Auflistung.
Die Schaltverluste lassen sich leider nicht hochrechnen, da im 
Datenblatt nicht angegeben ist wie schnell geschaltet wird. Aber auch 
hier werden einige zig- bis hunderte Milliwatt zusammen kommen.
Außerdem möchte ich fast bezweifeln, daß die Diode D1 bei 2,4A lediglich 
eine Durchlassspannung von nur 0,21V haben soll.

Bei der Strommessung am Shuntwiderstand hast Du vermutlich den Strom 
indirekt gemessen, d.h. den Spannungsabfall über den Shunt. Trotz des 
Glättungs-ELKOs C5 wird sich hier kein reiner Gleichstrom einstellen, 
sondern wieder etwas 'Schwankendes' mit 500kHz.

Mein Tip wäre alle Ströme mit einem Oszilloskop abzuschätzen. Bei hohen 
Frequenzen ist es, trotz mauer Y-Ablenkgenauigkeit, ein besseres 
'Schätzeisen' als ein schlechtes Multimeter. Dazu ist noch ein kleiner 
zusätzlicher Shunt in der Versorgungsspannungszuleitung nötig (aber 
evtl. aufpassen wegen der Erdung (PE) der GND-Leitung vom Oszi.

Wie Du schon aus Deinen eigenen Schätzungen sehen kannst, geht die Spule 
mit ihrem Gleichstromwiderstand als das Verlustleistungsbehaftete 
Bauteil in die Kalkulation ein. Hier würde ich vorrangig darauf achten 
eine mit sehr geringem Widerstand einzusetzen.

Eins ist mir übrigens gerade eben erst auf-/eingefallen:
Die Spule die Du dort verwendest ist eine offene Bauform mit einem doch 
nicht ganz unerheblichen Streufeld. Und jetzt kommt der Knackpunkt - Mit 
Deiner ringförmigen GND-Leitung, einmal um die Platine, hast Du einen 
(Luft-)Trafo mit nur einer Wicklung gebaut, die auch noch 
Kurzgeschlossen ist. Hier dürfte ein nicht ganz unerheblicher Strom 
fließen. Trenn diesen Ring an einer Stelle mal auf. Möglicherweise 
kommen auch dadurch die unerklärlichen Verluste und (im besten Fall 
auch) die Fehlfunktionen des LM22670 zustande?!

Autor: Alex Chili (habanero)
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Moin,

also bevor ich die Ströme und Spannungen gemessen habe habe ich mit dem 
Oszi kontrolliert, wie sauber das Ganze ist. Der Eingang schwankt um die 
20 mV bei 500 kHz, der Ausgang gar nicht (hier habe ich mittlerweile 
eine 330µH Spule drin). Daher gehe ich davon aus, dass die gemessenen 
Werte relativ genau sind (plusminus die übliche Abweichung :) ).

Dass die angegebenen Verluste nicht die einzigen sind war mir schon 
klar. Allerdings waren / sind diese die einzigen, die ich ausmessen und 
berechnen konnte.

Was mir nun immer noch rätselhaft ist ist, dass die Verluste trotz aller 
Möglichkeiten nicht kleiner werden. Den Außenring habe ich aufgetrennt - 
keine Änderung.
Mich interessiert wirklich mal, wie hoch bei dieser Art von Schaltung 
der maximale Wirkungsgrad ist. Denn so eine Schaltung mit 60% 
Wirkungsgrad würde doch kein Mensch kaufen...

Liegt es wohl im Endeffekt wirklich nur an der Art des Layouts?!? Man 
man, das wär blöd... ;)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Hmmmmm, wenn aber Deine Messungen und Rechnung korrekt wäre, dann müßten 
auf der kleinen Platine ja irgendwie 14,19 W - 8,64 W = 5,55 W verheizt 
werden. Dabei müßten einige Komponenten und die Platine mit Ihren 
vielleicht 35 bis 40mm Durchmesser merklich warm bis heiß werden. Ist 
dem auch so?

Beim wiederholten Durchlesen des Datenblattes zum LM22670 ist mir noch 
aufgefallen, das National in allen Schaltungsbeispielen eine 
Induktivität von nur 10µH einsetzt, was bei 500kHz Schaltfrequenz ja 
durchaus auch Sinn macht.
Bei dem von mir favorisierten LTC3780 (als High-Power-SEPIC-Treiber für 
LEDs mit bis zu 100W) kommen ebenfalls nur 10µH-Induktivitäten zum 
Einsatz - bei Schaltfrequenzen von 200kHz bis 400kHz. Natürlich ist 
dadurch der Ripplestrom durch die Last etwas höher (bei LEDs aber 
durchaus vertretbar, sofern man sich an die absoluten Grenzwerte hält), 
aber dafür ist die Bauform der Induktivität um einiges kleiner, was 
wiederum sehr der Miniaturisierung zu gute kommt.

Darum Frage ich mal ganz dreist, ob Du es schon mal mit kleineren 
Induktivitätswerten ausprobiert hast?! Bei meinen ersten Postings hatte 
ich schon erwähnt, das kleinere Induktivitätswerte sinnvoller sind 
(kleiner Rdc, usw.). Warum bist Du mittlerweile wieder von Deinem 
Ursprünglichen 'Kurs' abgekommen? Bei LEDs (also auch für Deine P7) ist 
es nicht wichtig einen extrem kleinen Ripplestrom zu haben!

Zum Platinen-Layout hatte ich ja schon was gesagt. Ansonsten kann auch 
ich nur auf das Layout-Example auf S.13 des Datenblattes zum LM22670 
verweisen. Dort wurde alles richtig gemacht, Abblockkondensator(en) 
dicht am IC, dort wo die hohen Ströme fließen kamen kurze und breite 
Tracks zum Einsatz und mit Masseflächen für niederohmigen Anschluß von 
Bauteilen und zur Kühlung (incl. Via's) wurde nicht gespart. Optimal ist 
Dein Layout leider (noch) nicht. Aber bislang konnte ich die von Dir 
geschilderten Effekte, das derartige Schaltungen nur in bestimmten 
Teileingangsspannungsbereichen korrekt arbeitet, nie selbst beobachten. 
Bei ICs von SGS Thomson bin ich diesbezüglich ja schon einiges gewohnt, 
aber bei National und z.B. auch bei Linear Technology sind mir solche 
Effekte bislang noch nie untergekommen.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Naja, jetzt sind ja alle weiteren Störeffekte weg und die Schaltung 
funktioniert schon mal wie sie es soll (von den Verlusten mal 
abgesehen).

An sich hatte ich die Schaltung auch so ausgelegt, dass ich mit einer 22 
- 33 µH Spule auskomme. Im Endeffekt hatte ich hier halt noch mehrere 
Spulen rumfliegen zum testen.

Die Conrad-Spule
[ http://www.conrad.de/goto.php?artikel=449795 ]
war doch die, die ich gekauft habe. Mit Isat von 5 A sollte sie ja 
eigentlich geeignet sein, ist sie anscheinend aber nicht. Damit 
entstehen die o.g. Fehler.
Die Spule von Wuerth ist sowieso mit 32mm Durchmesser x 10mm Höhe 
sowieso zu groß...aber sie funktioniert wenigstens.

Wenn das Ganze soweit passt, werd ich wohl auch noch mal ein neues 
Layout machen. Aber erstmal muss der Rest passen und funktionieren.

Achja, Hitzeentwicklung:

Die Shuntwiderstände werden sehr warm, die Diode, Spule sowie der IC 
handwarm, der Rest bleibt cool ;) Leider kann ich schlecht die 
abgegebene Leistung mit der Hand bestimmen (was aber sehr hilfreich 
wäre).

Irgendwo ist da der Knackpunkt, der mich nicht weiter kommen 
lässt...Daher danke ich dir schon mal sehr für deine "persönliche Hilfe" 
hier!!!

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Alex Chili wrote:
> Naja, jetzt sind ja alle weiteren Störeffekte weg und die Schaltung
> funktioniert schon mal wie sie es soll (von den Verlusten mal
> abgesehen).
>
> An sich hatte ich die Schaltung auch so ausgelegt, dass ich mit einer 22
> - 33 µH Spule auskomme. Im Endeffekt hatte ich hier halt noch mehrere
> Spulen rumfliegen zum testen.
>
> Die Conrad-Spule
> [ http://www.conrad.de/goto.php?artikel=449795 ]
> war doch die, die ich gekauft habe. Mit Isat von 5 A sollte sie ja
> eigentlich geeignet sein, ist sie anscheinend aber nicht. Damit
> entstehen die o.g. Fehler.

Das ist in der Tat merkwürdig. Ist evtl. der Kern gebrochen (nachdem sie 
z.B. mal runtergefallen war) oder hat die Spule gar einen 
Windungsschluß? Hast Du evtl. ein Induktivitätsmeßgerät?

> Die Spule von Wuerth ist sowieso mit 32mm Durchmesser x 10mm Höhe
> sowieso zu groß...aber sie funktioniert wenigstens.
>
> Wenn das Ganze soweit passt, werd ich wohl auch noch mal ein neues
> Layout machen. Aber erstmal muss der Rest passen und funktionieren.
>
> Achja, Hitzeentwicklung:
>
> Die Shuntwiderstände werden sehr warm, die Diode, Spule sowie der IC
> handwarm, der Rest bleibt cool ;) Leider kann ich schlecht die
> abgegebene Leistung mit der Hand bestimmen (was aber sehr hilfreich
> wäre).

Das sind auch genau die Komponenten, die den Großteil der Verluste 
ausmachen, eben der Schaltregler, die Induktivität, der Shunt und die 
Diode. Je niederohmiger es wird, umso weniger werden halt auch die 
Verluste.

> Irgendwo ist da der Knackpunkt, der mich nicht weiter kommen
> lässt...Daher danke ich dir schon mal sehr für deine "persönliche Hilfe"
> hier!!!

Null Problemo. Allerdings gehen auch mir langsam die Ideen aus, was Du 
überprüfen solltest bzw. kannst.
Falls Du die Möglichkeit hast, mach doch mal ein Oszi-Screenshot am 
SW-Ausgang (Pin 1) vom LM22670, oder skizziere es irgendwie, und poste 
diesen wenn a) die Schaltung funktioniert und b) wenn die 
Conrad-Induktivität drin ist und es nicht (richtig) funzt. Vielleicht 
kommen wir ja so (etwas) weiter. Ich geb die Hoffnung ebenfalls nicht 
auf. Allein schon aus persönlicher Neugier würde ich gerne wissen was 
dort passiert oder eben nicht.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Okay, das Spulenproblem scheint beseitigt. Du hattest Recht - die erste 
33µH Spule scheint defekt zu sein, da es mit dieser gar nicht geht. Mit 
einer Zweiten funktionierts größtenteils. Diese wäre auch deutlich 
niederohmiger ( 60 mOhm statt 170).

Allerdings habe ich gerade einen weiteren wunderbaren Effekt entdeckt.
Der völlig überhöhte Ausgangsstrom lässt sich durch das Vorschalten von 
weiteren Kondensatoren am Eingang "verschieben". Mit 220µF am Eingang 
liegt der Punkt, an dem die Schaltung anfängt zu spinnen (also statt der 
2,4 A auf 3,xx A springt) bei ca. 11 V. Wenn ich nun noch 940 weiter 
Mikrofahrräder davor schalte, liegt der Punkt bei ca 15 V.

Wenn ich nun jedoch die Eingangsspannung zwei Mal kurz hintereinander 
anlege (bei 15 V), funktioniert die Schaltung auch.

Mein persönliches Fazit: Ab einer bestimmten Spannung scheint dort im 
Einschaltmoment ein Strom benötigt zu werden, den mein Netzteil nicht 
bringen kann. Daher schaukelt sich da was auf. (Oder so :) )

Das Oszi-Bild ist dann genau so wie sonst auch immer (also wie oben in 
dem Bild), nur halt mit anderen Werten (Spannung höher, Frequenz 
niedriger (warum auch immer)).

Bei mir ist es mittlerweile auch Neugier und der Wille, diesen Krams 
richtig zum Laufen zu bekommen. Was ich schön finde ist, dass man bei 
solchen Sachen sehr viel mehr lernt als bei irgendwelchen komischen 
Vorlesungen. Daher bin ich auch sehr dankbar für sämtliche Erklärungen, 
die mir wohl nicht nur bei dieser Schaltung weiter helfen werden...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Alex Chili wrote:
> Okay, das Spulenproblem scheint beseitigt. Du hattest Recht - die erste
> 33µH Spule scheint defekt zu sein, da es mit dieser gar nicht geht. Mit
> einer Zweiten funktionierts größtenteils. Diese wäre auch deutlich
> niederohmiger ( 60 mOhm statt 170).
>
> Allerdings habe ich gerade einen weiteren wunderbaren Effekt entdeckt.
> Der völlig überhöhte Ausgangsstrom lässt sich durch das Vorschalten von
> weiteren Kondensatoren am Eingang "verschieben". Mit 220µF am Eingang
> liegt der Punkt, an dem die Schaltung anfängt zu spinnen (also statt der
> 2,4 A auf 3,xx A springt) bei ca. 11 V. Wenn ich nun noch 940 weiter
> Mikrofahrräder davor schalte, liegt der Punkt bei ca 15 V.

Dazu passen würde, was im Datenblatt auf S.10 unter "Input Capacitor" 
steht. Weiterhin ist auch das, was auf der S.9 & S.10 unter "Internal 
Compensation" steht, in diesem Zusammenhang sehr wichtig. U.a. wohl auch 
das, was für oder gegen die -ADJ (optimiert für Ausgangsspannungen 
kleiner 5V) bzw. -5.0 Version spricht.

> Wenn ich nun jedoch die Eingangsspannung zwei Mal kurz hintereinander
> anlege (bei 15 V), funktioniert die Schaltung auch.
>
> Mein persönliches Fazit: Ab einer bestimmten Spannung scheint dort im
> Einschaltmoment ein Strom benötigt zu werden, den mein Netzteil nicht
> bringen kann. Daher schaukelt sich da was auf. (Oder so :) )

Während der Soft-Start-Phase, die nur 500µs dauert und auf die man 
keinen Einfluß nehmen kann, wird der Ausgangsstrom auf den Maximalwert 
hochgefahren. Bricht dabei die Eingangsspannung zusammen, springen 
möglicherweise div. Schutzfunktionen im LM22670 an (z.B. UVLO => Under 
Voltage Lock Out)?!

> Das Oszi-Bild ist dann genau so wie sonst auch immer (also wie oben in
> dem Bild), nur halt mit anderen Werten (Spannung höher, Frequenz
> niedriger (warum auch immer)).

Dies dürfte dann wohl auf die Typ III-Kompensation zurückzuführen sein, 
da der Wandler evtl. nicht in dem für ihn vorgesehenen und optimierten 
Ausgangsspannungsbereich arbeitet.
Allerdings ist die Spannung an der P7 nominal etwa 3,6V bei 2,8A, wenn 
ich mich nicht irre ?!? Also sollte auch die -ADJ-Version im 'grünen' 
Bereich sein.

> Bei mir ist es mittlerweile auch Neugier und der Wille, diesen Krams
> richtig zum Laufen zu bekommen. Was ich schön finde ist, dass man bei
> solchen Sachen sehr viel mehr lernt als bei irgendwelchen komischen
> Vorlesungen. Daher bin ich auch sehr dankbar für sämtliche Erklärungen,
> die mir wohl nicht nur bei dieser Schaltung weiter helfen werden...

Yip, in den Vorlesungen wird(/sollte) die Theorie vermittelt werden, 
während in der Praxis dann u.U. ein wenig Transfer-Leistung nötig wird, 
um die Theorie in der Praxis anwenden/erklären zu können. ;-)
Ich selbst bin auch lieber Praktiker als Theoretiker. Der Lerneffekt ist 
einfach größer und es bleibt eher etwas 'hängen'.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Hm...soweit scheinen die Probleme dann ja gelöst zu sein. Momentan habe 
ich einen 2200µF high ESR am Eingang und es funktioniert soweit.
Ich denke aber, dass ich das Layout noch mal neu machen werde. Dabei 
halte ich mich mehr an die Angaben im Datenblatt. Ich denke, dass ich 
damit den Wirkungsgrad erhöhen könnte. Denn ansonsten ist ja alles 
soweit optimal denke ich...

Darf ich dich eigentlich mal fragen, was du so beruflich machst bzw. 
gelernt hast? Ich bin echt begeistert mal etwas praktisches zu lernen ;)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Nun ich hatte mal, während meiner 6-jährigen Zeit bei der Bundesmarine, 
Informationselektroniker gelernt. Anschließend ein paar Semester 
E-Technik in Braunschweig studiert, aber wegen dem doch etwas zu 
theoretischen Stoff und weil ich schon seit über 6 Jahren aus Mathe raus 
war, das Studium aufgegeben. Dafür dann einen auf staatl. gepr. 
Techniker (Fachrichtung Datenverarbeitung) gemacht, was mir eigentlich 
schon wieder zu einfach war.

Heute arbeite ich in einer Firma, die schnelle digitale Regelungssysteme 
herstellt und vertreibt sowie natürlich auch ggf. die nötige Software 
dafür schreibt. Meine Aufgabengebiete sind mittlerweile mannigfaltig - 
sie reichen vom (Telefon-)Support, über kleine Demos schreiben, 
technische Zeichnungen machen, ..., bis hin zum Kalibrieren unserer 
Systeme und Module.


Entwicklungsarbeiten machen ich eigentlich nur noch privat.

Neben meiner Leidenschaft für HiFi-Elektronik in allen Facetten, 
entwickle, designe und baue ich auch HiFi- und PA-Lautsprecher.

Zur Zeit haben es mir allerdings auch die Power-LEDs (>=10W) zu 
Beleuchtungszwecken oder als 'Effekt'-Geräte (z.B. als Stroboskop) für 
meine DMX-gesteuerte Licht-Anlage angetan.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Hey, das klingt ja nach einem sehr interessanten Lebenslauf!

Ich hab mich auch noch mal dran gemacht, ein neues Layout zu machen. 
Hier habe ich mich mal möglichst an die Vorgaben von dir und aus dem 
Datenblatt gehalten.
Die "Schaltelemente" sowie die Shunts möglichst nah zusammen, den Kreis 
mit der Masse nicht durchgehend usw.
Ich habe auch noch mal Platz für mehrere Kondensatoren gelassen sowie 
die vorhandenen näher an den IC platziert. Hab ich sonst noch was 
vergessen? :)

Nun würde ich mich sehr über Tipps freuen, ob das so optimaler ist oder 
nicht.

Vielen Dank... ;)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Tja, wenn ich ehrlich bin, scheint diesmal das Layout mit Fehlern nur so 
überhäuft zu sein! Beim 'Umlegen' der Tracks/Componenten scheinen Dir 
die Verbindungen durcheinander gekommen zu sein:
An Pin 2 vom LM22780 z.B. hängt mittlerweile nur noch ein kleiner 
Abblockkondensator, hinter der Spule hängen auf einmal zwei ELKOs dran, 
an Pin 3 hängen ebenfalls neben dem Boost-Kondensator (d.h. die 10nF zw. 
Pin 1 u. 3) die zwei ELKOs auf der rechten Seite dran, usw.?!?
Gehe bitte noch einmal peinlichst genau die Verbindungen anhand Deines 
Schaltplans durch.

Tendenziell würde ich sagen, daß wir uns dem Ideal (gaaanz laaangsaaam) 
nähern. ;-)

Autor: Alex Chili (habanero)
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Ja, den einen Fehler habe ich eigentlich gestern schon behoben. 
Allerdings habe ich das Bild hier zwar neu hoch geladen, aber er hat es 
nicht geändert.

Also hier noch mal das Ganze :)

Wie gesagt, die beiden Kondensatoren am Eingang sind ja im Datenblatt 
beschrieben (einer als low ESR und einer mit einem höhreren ESR).
Die parallelen Kondensatoren am Ausgang sollen den gesamten ESR weiter 
senken.

Wie gesagt, das "richtige" Bild ist nun hier im Anhang.


PS: Wäre es eigentlich wichtig, dass der GND am IC auch eine breitere 
Bahn bekommt? Lt. Seite 12 im Datenblatt und meiner Interpretation 
fließt dort nicht der "Laststrom". Stimmt das?

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Fangen wir also mal wieder an das Layout zu bewerten:  ;-)

Sehr schön gelöst ist jetzt der Abblockkondensator zw. Pin 2 des LM22670 
u. GND.
Unschön hingegen ist die Plazierung des gesplitteten Ausgangs-ELKOs. 
Hier würde ich nicht empfehlen die beiden jeweils auf einer der Seiten 
der Spule zu plazieren, da Du auch nicht explizit aufgezeigt hast, wo 
der Anschluß an die LED erfolgen soll. Bei direktem Anschluß an die 
Spule ist das für die (+)-Leitung der ELKOs okay, aber die GND-Leitung 
paßt dann nicht wirklich dazu - ein ELKO hängt unmittelbar an den beiden 
Shunts und der andere gut 20mm weit davon weg. Ich würde nur einen ELKO 
einsetzen und nicht derer zwei - auch wenn dadurch der ESR minimiert 
werden würde. Es gibt Dir mehr Freiheiten die anderen Komponenten 
geschickter zu plazieren und ggf. Leiterbahnen breiter auzuführen.

Übrigens, ich halte weiterhin die Plazierung der Puffer-ELKOs (rechts 
vom LM22670) für ungünstig in Bezug auf den (weiterhin seeehr) langen 
GND-Track einmal um fast 270° rund um und durch die Platine. Wenn der 
Schalttransitor im LM22670 einschaltet bzw. eingeschaltet ist, wird die 
Energie vorrangig aus den ELKOs 'gesaugt'. Im (+)-Zweig sind die ELKOs 
auch dicht dran am Schaltregler, aber der Rückläufige (-)-Pfad vom 
LED-Anschluß ist einfach noch zu lang.
Erinnere Dich noch einmal an die Strompfade (Current-Loops) wie im 
Datenblatt zum LM22670 angegeben. Noch sind nicht alle optimal.

Meine Tips wäre:
- Den LM22670 90° im Uhrzeigersinn drehen und rechts an die Seite 
plazieren, wo noch die beiden Eingangs-Puffer-ELKOs sitzen.
- Die beiden Eingangs-Puffer-ELKOs nun links vom LM22670 plazieren, und 
zwar so, das ihr GND in die Mitte kommt. Dieser GND-Anschluß wird dann 
der zentrale GND-Bezugspunkt für alles. Von hier gehen alle 
GND-Leitungen sternförmig und mit getrennten Tracks zu allen 
Komponenten, die dort angeschlossen sein müssen. Eine größere zentrale 
GND-Fläche wär' auch nicht zu verachten.
- Lass den oberen Ausgangs-ELKO weg. Ist billiger, spart Platz und 
bringt für den Wirkungsgrad (ESR-Verluste) nicht sooo viel, das es den 
Aufwand lohnt. Das gilt übrigens auch für zweiten Eingangs-Puffer-ELKO.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Hi,

an die Seite kann ich ihn nicht setzen, da in der Mitte noch 2 Löcher 
sind, durch die die Kabel geführt werden. Aber so wie in der 
angefangenen Skizze (ich denke es reicht erst mal, wenn ich die 
wichtigen Dinge zeiche) habe ich ja eine zentrale Massefläche in der 
Mitte und möglichst kurze Wegen drum herum.
Am Eingang werde ich noch einen THT Kondensator auflöten und dafür 
Lötflächen vorsehen.

Den zweiten Ausgangs-Elko möchte ich sehr ungern weglassen, da viele 
ähnliche Schaltungen auch 2 Stück haben. Die Leute werden sich dabei 
wohl auch was gedacht haben :)

Platz habe ich ja mittlerweile auch genug. Mein anfängliches (und 
überhaupt erstes) Layout von mir war ja dermaßen verschwenderisch, das 
ist nun ja schon besser.


Das einzig Blöde bei der Version ist die Spannungsversorgung des OPV...

Achja, die LED soll direkt an die Spule gelötet werden...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Wer schlechtere, dafür aber mehr als halb so billige, ELKOs verbaut 
sieht sicher schon mal zwei Stück davon vor. ;-)
Es kommt auf den Ripple-Current an, der einem die Selektion des 
richtigen ELKOs erleichtert, denn dieser Ripple-Current bestimmt die 
Verluste am ESR, und damit die Erwärmung des ELKOs (ggf. bis) an seine 
maximale Betriebstemperatur. Je weniger sich ELKOs erwärmen, umso länger 
leben sie in der Regel.

Man hat als Designer/Entwickler schon so seine Freiheiten. Es stossen 
aber immer wieder die Welten eines guten Entwicklers auf die 
Knauserigkeiten eines Einkäufers/Vertrieblers zusammen, der sagt (oder 
behauptet), daß es auch halb so billig gehen muß, um konkurenzfähig zu 
sein. Dann werden schnell hier und da Abstriche gemacht, die häufig zu 
lasten der Qualität und/oder Betriebssicherheit bzw. MTBF (Mean Time 
Between Failure) geht. Also genau die Geräte, die während der 
Garantiezeit wunderprächtig arbeiten, aber unmittelbar danach dann 
ausfallen. Damit sind sie ganz knapp oder eben gerade richtig bezüglich 
ihrer Lebenserwartung ausgelegt. Leider sorgen genau diese Geräte für 
den großen Elektronikschrottberg. Gut, hin und wieder taucht auch mal 
ein (deutsches) Markenprodukt darunter auf, aber überwiegend ist es der 
Fernostschrott der schnell den 'Geist' aufgibt. Das eigentliche Problem 
sind aber nicht die Hersteller, sondern die Kunden, die nach immer 
billigeren Waren ausschau halten und auch überweigend solche dann 
kaufen, weil sie meinen ein Schnäppchen gemacht zu haben.

Resumée:
Man möge nicht alles kopieren, nur weil man es in anderen 
(kommerziellen) Produkten, schon häufig so gesehen hat. Klar, daß die 
sich auch Gedanken gemacht haben, warum sie es ausgerechnet so 
entwickelt/ausgelegt/aufgebaut haben, aber solange man diese Gründe 
nicht kennt, wäre ich seeeehr vorsichtig und würde es nicht ungeprüft 
übernehmen. Genau dazu ist aber so ein Forum echt klasse - man kann 
multiple Meinungen dazu einholen und evtl. hat jeder (ganz) andere 
Erfahrungen gemacht. ;-)

Autor: Alex Chili (habanero)
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Jo, bei der Preis-  Mengen-  Qualitäts- Geschichte hast du völlig 
Recht.

Bei mir ist es allerdings so, dass ich erst mal eine Version haben 
möchte, die anständig funktioniert.

Da ich nicht die Möglichkeit habe, selber Platinen zu ätzen, mache ich 
lieber ein Layout, was allen Eventualitäten trotzt. Das Erste ist ja 
schon fürn Müll.

Ich denke auch mal, dass mehr Kondensatoren auch nur förderlich sein 
können (steht ja auch im Datenblatt). Daher würde ich das Augenmerk eher 
auf den Rest der Schaltung legen...denn einen Kondensator rausbauen kann 
ich dann immer noch.


Also wenn deiner Meinung nach das Layout soweit passt, mach ichs mal zu 
Ende und probier noch einmal mein Glück... ;)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Dann bin ich mal gespannt auf Dein 'finales' Layout ...

Autor: Alex Chili (habanero)
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Hier ist es. Soweit ich es mit Eagle hinbekommen habe...das Programm ist 
echt nicht sonderlich bedienerfreundlich. Nun ja.

Alles nah beieinander, große Massefläche in der Mitte, breite Bahnen für 
die Ausgangsseite.

Was sagst du? :)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Ja, ich denke das Ideal ist damit so gut wie erreicht.
Aufgrund der notwendigen Kühlung des LM22670 würde ich die Massefläche 
nach rechts erweitern - jeder Quadratzentimeter mehr Kühlfläche läßt ihn 
einfach 'cooler' werden. ;-)
Das gleiche gilt übrigens auch für die Diode. Diese und der Schaltregler 
selbst sind ja die größten 'Wärmeproduzenten' in der Schaltung.
Ob die somit vorgesehenen Kühlflächen, bei dem von Dir angestrebten 
Strom von gut 2,5 Ampere, außreichend sind, wird wohl der erste 
Dauerprobelauf hoffentlich bestätigen. Andernfalls wirst Du um eine 
Double-Layer-Platine, mit entsprechend vielen Vias an den entscheidenden 
'Knackpunkten', wie beim Layout Example im Datenblatt zum LM22670 
gezeigt ist, nicht herumkommen.
Es dürfte auch ein klein wenig helfen keine Platine mit nur 35µm 
Kupferauflage zu nehmen, sondern gleich besser eine mit 70µm oder gar 
mehr - allerdings wird das SMD-Löten dann ein wenig 'spassiger', da ein 
kleiner 5 bis 8 Watt SMD-Lötkolben da möglicherweise schon an seine 
'Grenzen' stößt.
Aber ich drücke Dir die Daumen.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Da das Ganze kostengünstig sein soll, werde ich bei einem Layer bleiben. 
Allerdings klebt die Platine mit der Rückseite auf einer Metallfläche. 
Da bietet es sich an, die Fläche über dem IC gerade zu schneiden und 
eine Kupferplatte dran zu löten. Diese werde ich umbiegen und somit eine 
thermische und elektrische Verbindung zum Gehäuse schaffen.


Ich werds mal so testen und hoffen, dass es besser aussieht als letztes 
Mal :)

Autor: Alex Chili (habanero)
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So werd ichs wohl mal ätzen lassen...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Hattest Du doch keinen 'Bock' die Massefläche unter dem Thermal Pad vom 
LM22670 nach rechts zu erweitern?!
Bedenke bitte, daß Du mit ca. 2,5A schon nah am Maximum des LM22670 dran 
bist (83,333%). Die Masseflächen-Erweiterung kostet nichts extra, auch 
wenn Du später noch eine Kupferplatte dranlöten wirst.

Eine Anregung hätte ich noch:
Man könnte R5 verkleinern und dann in Reihe dazu einen (SMD-)Trimmer 
(oder mehrere, für unterschiedliche Ströme berechnete, R5 die über eine 
Lötbrücke selektierbar sind) schalten, um den Strom einstellbar, und 
somit auch an andere LEDs (mit If = 1A, 700mA oder auch nur 350mA) 
anpaßbar, zu machen.
Was war's damit?
Für den Fall hätte ich evtl. sogar Interesse an einigen Platinen.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Hi,
die Idee hatte ich auch schon, allerdings wollte ich einfach 
verschiedene Widerstände benutzen. Ist mit dem Platz einfacher.

Allerdings mache ich gerade noch mal ein neues Layout mit ner neueren 
Eagle-Version. Ich hab bei der Alten vergessen, dass die Spule auch vom 
Durchmesser her größer ist als die, die ich erst benutzt habe.

Daher male ich noch mal ein bisschen herum und melde mich dann :)


PS: Im Anhang noch mal der Neubeginn... :)

Autor: Alex Chili (habanero)
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Tja...nachträglich Anhänge hochladen oder ändern scheint nicht so gut zu 
sein...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Langsam wird doch eng auf der Platine, gelle?

Autor: Alex Chili (habanero)
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oh ja :)

Aber so langsam komme ich besser mit Eagle klar...geht immer schneller 
:)

Sag mal, was sagst du zu der Position der Shunt-Widerstände?

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Ist wohl alles roger-roger :-), solange nicht gegen die (nunmehr) 
bekannten Layout-Regeln verstossen wird.
Noch sehe ich aber nur Luftlinien ...

Autor: Alex Chili (habanero)
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Tadaaaaaaa......so langsam kann ich auch Ratsnest halbwegs :)

Autor: Alex Chili (habanero)
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(Beiträge editieren kann ich auch nicht mehr, obwohl ich angemeldet 
bin?!?)

PS: Wie gesagt, ich habe auf alles geachtet. Nur die Masseseite der 
Shunts könnte kritisch sein?!

Autor: Alex Chili (habanero)
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So.......noch ein Gute-Nacht-Posting

Also wenn du keine Vorschläge mehr hast, würd ich die Platine mal so 
ätzen lassen.

Gute Nacht... ;)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Ich sage es nur ungern, aber da hast Du Dir wieder eine 'Rule-Violation' 
eingehandelt!

Der Strompfad der LED über die Shuntwiderstände nach GND ist wieder 
sub-optimal !!!

Das Problem ist, daß abhängig vom LED-Strom ein (wenn auch nur sehr 
kleiner) Spannungsabfall (mit Ripple) über die GND-Bahn zw. 4 und 5 Uhr 
abfällt. Damit hat der LM22670 nicht mehr das GND-Potential wie der 
Rest der Schaltung.
Theoretisch würde ich die Shunts entweder rechts unten (bei 4 Uhr) 
unterhalb des LM22670 anbringen, oder noch besser oberhalb der Spule bei 
kurz vor 12 Uhr.

Tja, es hat ja niemand gesagt, daß es einfach werden würde. Wenn es 
einfach wär, könnt's ja auch die Putzfrau (ups, sorry ich meinte 
'Raumpflegerin'). ;-)

Autor: Alex Chili (habanero)
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Ja, das meinte ich ja weiter oben. Allerdings hatte ich gedacht dass es 
ein Versuch wert wäre, da die Widerstände direkt am GND vom IC hängen...

Wenn ich die Widerstände dahin mache, wo du vorgeschlagen hast, ist der 
Pfad zum OPV sehr weit. Dann hätte ich dazwischen auch einen 
Spannungsabfall, was den Ausgangsstrom verändern würde...

Ist irgendwie wie Pest oder Cholera...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Alex Chili schrieb:
> Ja, das meinte ich ja weiter oben. Allerdings hatte ich gedacht dass es
> ein Versuch wert wäre, da die Widerstände direkt am GND vom IC hängen...
>
> Wenn ich die Widerstände dahin mache, wo du vorgeschlagen hast, ist der
> Pfad zum OPV sehr weit. Dann hätte ich dazwischen auch einen
> Spannungsabfall, was den Ausgangsstrom verändern würde...

Genau deshalb macht man ja dann solche Sachen wie in der HiFi-Branche 
üblich - man splittet die Tracks. D.h. man führt parallel zwei oder eben 
mehrere Tracks, die aber alle nur am zentralen GND-Punkt miteinander 
verbunden sind. Dadurch gibt's keinen Spannungsabfall auf der einen 
Leiterbahn, wenn über die andere(n) ein hoher Strom 'gejagt' wird. 
Message understood?

Genau das ist ja der Punkt, warum ein Schaltplan allein noch längst 
keine (in der Praxis aufgebaute) gut funktionierende Schaltung 
garantiert. Es hängen so viele Details vom (Platinen-)Aufbau ab, und 
manchmal auch sogar von der 'richtigen' Verdrahtung.

> Ist irgendwie wie Pest oder Cholera...

Wenn man(n) erst das richtige Gegenmittel gefunden hat, ist alles halb 
so schlimm. ;-)

Autor: Alex Chili (habanero)
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Gut das Gegenmittel ist wohl Arbeit :)

Also als 1-Layer Platine ohne Brücken ists echt schwierig.

Die Version hier ist wohl die einzige Möglichkeit mit kurzen 
Masseflächen. Bei der Version ist das Problem die relativ dünne 
Verbindung zwischen dem GND des ICs und dem zentralen Massepunkt in der 
Mitte. Aber immerhin ist hier nun eine kurze Verbindung. Außerdem liegen 
jetzt ALLE anderen Teile (C's, D und Shunt) auf einem Punkt.

Die umlaufende Masse könnte man evtl noch auftrennen.

So langsam gehen mir aber auch die Ideen aus... :)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Erst mal eine Frage:
Seit den letzten beiden Layouts gibt's ein neues Bauteil, das parallel 
zum gesplitteten Ausgangs-ELKO C5 liegt. Um was handelt es sich da? Im 
Schaltplan scheint es nicht vorhanden zu sein.

Der (-)-Anschluß zur LED bei den Shunts ist vielleicht ein bißchen zu 
klein geraten, oder meinst Du nicht?!
Übrigens das Pad rechts unten vom Shunt hat möglicherweise einen zu 
kleinen Abstand zum GND-Track. Was sagt denn der Design-Rule-Check, 
bezüglich den Mindestabständen von Tracks/Pads zueinander, dazu?

Was ich von GND-Loops halte, hatte ich Dir ja schon mehrfach mitgeteilt. 
Von wegen Spule mit großem Streufeld, bedingt durch deren Aufbau (d.h. 
kein geschlossener Kern) - auch wenn es beim letzten mal keine 
Verbesserung gebracht haben sollte den GND-Loop aufzutrennen.

Also, immer und immer wieder vor Augen halten, wo die Ströme fließen - 
und darauf achten, das die aktive Elektronik (also der LM22670 und der 
TS321) stets das gleiche GND-Potential 'sehen'.


Noch eines (ich weiß, ich weiß, relativ spät bemerkt): Mit C3 und C6 
hast Du den LM22670 gut abgeblockt, aber wo ist ein Abblockkondensator 
(wie C3) für den TS321??? Er wäre einerseits gut gegen etwaige 
Schwingneigungen des OpAmps und andererseits gut für die zuverlässige 
Arbeitsweise desgleichen. :-)

Autor: Alex Chili (habanero)
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Raimund Rabe schrieb:
> Erst mal eine Frage:
> Seit den letzten beiden Layouts gibt's ein neues Bauteil, das parallel
> zum gesplitteten Ausgangs-ELKO C5 liegt. Um was handelt es sich da? Im
> Schaltplan scheint es nicht vorhanden zu sein.


Hab hier auch noch mal einen Abblockkondensator eingefügt. Ich möchte 
das Layout ja so variabel wie möglich halten, um (wenn fertig ist) viel 
experimentieren zu können.

>
> Der (-)-Anschluß zur LED bei den Shunts ist vielleicht ein bißchen zu
> klein geraten, oder meinst Du nicht?!
> Übrigens das Pad rechts unten vom Shunt hat möglicherweise einen zu
> kleinen Abstand zum GND-Track. Was sagt denn der Design-Rule-Check,
> bezüglich den Mindestabständen von Tracks/Pads zueinander, dazu?
>

Der zu kleine Abstand ist schon behoben. Da dort eh Kabel angelötet 
werden sollen, würde mich das nicht sonderlich stören :) Mir macht dann 
eher der VCC-Anschluss?!

> Was ich von GND-Loops halte, hatte ich Dir ja schon mehrfach mitgeteilt.
> Von wegen Spule mit großem Streufeld, bedingt durch deren Aufbau (d.h.
> kein geschlossener Kern) - auch wenn es beim letzten mal keine
> Verbesserung gebracht haben sollte den GND-Loop aufzutrennen.

Hier wäre es zu testen, den Loop über L1 aufzutrennen.

>
> Also, immer und immer wieder vor Augen halten, wo die Ströme fließen -
> und darauf achten, das die aktive Elektronik (also der LM22670 und der
> TS321) stets das gleiche GND-Potential 'sehen'.
>

Jo, so gleich wie jetzt wars glaub nich noch nie hier. Besser wäre da 
wirklich nur noch drauflöten :)

>
> Noch eines (ich weiß, ich weiß, relativ spät bemerkt): Mit C3 und C6
> hast Du den LM22670 gut abgeblockt, aber wo ist ein Abblockkondensator
> (wie C3) für den TS321??? Er wäre einerseits gut gegen etwaige
> Schwingneigungen des OpAmps und andererseits gut für die zuverlässige
> Arbeitsweise desgleichen. :-)

Puh....das ließe mich ja wieder das ganze Layout umwerfen.

Ich glaube, ich teste es einfach mal so und schaue, was bei rum kommt...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Alex Chili schrieb:

>> Noch eines (ich weiß, ich weiß, relativ spät bemerkt): Mit C3 und C6
>> hast Du den LM22670 gut abgeblockt, aber wo ist ein Abblockkondensator
>> (wie C3) für den TS321??? Er wäre einerseits gut gegen etwaige
>> Schwingneigungen des OpAmps und andererseits gut für die zuverlässige
>> Arbeitsweise desgleichen. :-)
>
> Puh....das ließe mich ja wieder das ganze Layout umwerfen.

Nein, nein, so schlimm wird's net werden!
Der Abblockkondensator müßte nur zwischen (laß mal sehen ..., ah ja) Pin 
2 und 5 angeschlossen werden. Sollte eigentlich ganz einfach sein, indem 
Du den TS321 ein wenig nach rechts schiebst und dann den C einfach links 
neben den TS321 plazierst. Den R5 vielleicht noch horizontal legen und 
etwas nach oben schieben, dann sollte alles passen.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Meinst du so?

So wär er aber nich sonderlich nah am TS321...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Fast. Von den beiden Shunts wegbewegen war nicht die Rede. Die waren 
schon okay. Unmittelbar links vom TS321 hatte ich gemeint den 
Abblockkondensator zu plazieren (siehe Anhang - puh, nach mühevoller, 
nächtelanger Kleinarbeit mit 'Paint').

Autor: Alex Chili (habanero)
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Sodele...da is es.

Was sagst du jetzt? - Ich hoffe du sagst "Perfekt so, Alex" :-)

Autor: Alex Chili (habanero)
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Huch...das is aber klein geworden...

Autor: Alex Chili (habanero)
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Mit Lötpunkten für LED- und VCC

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Na bitte - geht doch. ;-))

Schöne Fleißarbeit, gelle!?

Ich denke so ist's okay und kann damit in Produktion gehen (yeah).
Allerdings würde ich, wenn, dann nur einen kleinen Nutzen (vielleicht so 
4 Stück) davon machen. Du bist ja schließlich immer noch in der 
Erprobungs- bzw. Serie-Null- oder auch Vorserien-Phase. Man(n) hat ja 
schon Pferde direkt vor der Apotheke k... sehen, oder so.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Immerhin kenn ich mich jetzt mit Eagle aus...hat also auch Vorteile 
gehabt.
Ich hab das grad mal nem Kumpel geschickt zum ätzen...mal sehn wie die 
Version funktioniert...

Schon mal und noch mal vielen vielen Dank für deine Hilfe!!!

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Null Problemo.

Hast Du schon mal in Deinem 'Gästebuch' nachgeschaut?! :-)

Autor: Alex Chili (habanero)
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Ne, gerade erst :)
Da hätten wir uns ja einiges an Schreibarbeit sparen können und einfach 
mal von Auge zu Auge drüber sprechen.

Das "gelle" von dir kam mir auch verdammt hessisch vor. Wo kommst du 
denn her?

Kannst ja mal bescheid sagen, wann du in Gießen bist...ich bin meistens 
hier ;)

Gruß,
Alex

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Ich arbeite nur in Hessen - ansonsten bin ich eher ein Fischkopp, 
Muschelschubser, Klippenkotzer, oder wie auch immer man einen 
Niedersachsen nennen könnte/möchte. ;-)

Freitag-Nachmittags oder Sonntag-Abends wäre (von meinem Standpunkt aus) 
für ein Treffen okay?!

Hat Dein Kumpel die Platinen schon fertig?

Autor: Alex Chili (habanero)
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Hehe...auf jeden Fall erkennt man, dass du dich in Hessen aufhältst.

Ne, er hat noch nix fertig. Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht, wie 
viele Platinen er mich macht.

Ich meld mich auf jeden Fall bei dir, wenn ich Neuigkeiten hab :)

Autor: Alex Chili (habanero)
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So....Neuigkeiten :)

Eine Musterplatine habe ich bekommen und auch bereits bestückt. An sich 
scheint die Schaltung zu funktionieren, allerdings nur bei niedrigeren 
Strömen. Mit einem 0.22 Ohm Shunt funktioniert sie (und rauscht auch 
nicht mehr im Radio -> Layout ist also besser geworden).

Allerdings habe ich wieder das Problem bei 2.xx A bzw. 0.11 Ohm, dass 
die Schaltung auf maximalen Strom schaltet. Ich habe auch schon etwas 
mit den Kondensatoren experimentiert. Mal sehen, was sich da machen 
lässt...

Autor: Alex Chili (habanero)
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Noch was:

Ne Einschaltstrombegrenzung wäre vll ne Lösung...damit die C's sich 
laden können...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Versuch mal folgendes:
Hänge an das Netzteil, mit dem Du die Schaltung (KSQ) versorgst, einen 
dicken ELKO und erst dahinter den 'Einschalter'. Dieser sollte den 
(möglicherweise hohen) Einschaltstrombedarf der KSQ decken können, ohne 
das die Spannung allzu sehr zusammen bricht. Der LM22670 selbst hat ja 
schon einen integrierten Soft-Start.

Wenn der LM22670 gedenkt den max. Strom zu liefern, ist dann sein 
Schaltausgang noch 'aktiv', d.h. schaltet er noch wirklich oder ist er 
einfach auf 'Durchzug' gegangen und der Schalttransistor ist dauernd 
eingeschaltet?
Wird irgendetwas bei diesem 'Betriebszustand' wärmer als sonst?

Autor: Alex Chili (habanero)
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Ja, das mach ich auch noch mal.
Ich habe zwar schon einen 2200µF am Eingang, allerdings erst hinterm 
Schalter.

Ich möchte gar nicht nachmessen, ob der bei vollem Strom noch schaltet, 
da er sehr warm wird. Ich denke aber, dass der Ausgangstransistor 
erstmal so auf Durchzug geschaltet wird, um bis zur Feedbackspannung zu 
kommen (was wohl nicht funktioniert).

Der Soft-Start ist vielleicht zu kurz, ich dachte so an 0,5-1 s. Werde 
ich mal mit PWM testen...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Alex Chili schrieb:
> Ja, das mach ich auch noch mal.
> Ich habe zwar schon einen 2200µF am Eingang, allerdings erst hinterm
> Schalter.

Klar das diese Konstellation zum (kurzfristigen) Zusammenbrechen der 
Eingangsspannung führen kann. Was 'schafft' denn das Netzteil an 
Ampermuckels?

> Ich möchte gar nicht nachmessen, ob der bei vollem Strom noch schaltet,
> da er sehr warm wird.

Ich vermute Du meinst mit "... der ..." den LM22670, gelle?
Trotzdem solltest Du ihn mal ruhig richtig 'quälen' und messen, was er 
dabei (noch, oder auch nicht) macht. 'Sterben' kann er eher nicht, denn 
er ist gegen zu große Ströme als auch Übertemperatur (intern) geschützt.

> Ich denke aber, dass der Ausgangstransistor
> erstmal so auf Durchzug geschaltet wird, um bis zur Feedbackspannung zu
> kommen (was wohl nicht funktioniert).

Auch da wäre es z.B. mit einem Speicher-Oszi recht interessant, wie sich 
die Spannungsverläufe an diversen Pins verhalten.

> Der Soft-Start ist vielleicht zu kurz, ich dachte so an 0,5-1 s. Werde
> ich mal mit PWM testen...

Autor: Alex Chili (habanero)
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> Klar das diese Konstellation zum (kurzfristigen) Zusammenbrechen der
> Eingangsspannung führen kann. Was 'schafft' denn das Netzteil an
> Ampermuckels?

Es macht Dreie davon, was auch die 3,1 A am Anfang erklären könnte.

> Ich vermute Du meinst mit "... der ..." den LM22670, gelle?
> Trotzdem solltest Du ihn mal ruhig richtig 'quälen' und messen, was er
> dabei (noch, oder auch nicht) macht. 'Sterben' kann er eher nicht, denn
> er ist gegen zu große Ströme als auch Übertemperatur (intern) geschützt.

Was Klasse ist, ist folgendes. Wenn ich mal so mutig bin und bei den 3A 
nicht wieder abklemme, springt der Ausgang nach einigen Sekunden auf die 
2,4A. Hat wohl was mit den Cs zu tun. Naja...irgendeinen Ausweg muss es 
doch geben, außer wahnsinnig dicke Cs zu verlöten.

Hab mir mal so ne China-KSQ gekauft, die fast ohne größere Cs auskommt 
(auch nen Buck-Treiber). Die schau ich mir die Tage mal genauer an.

Ich denke mal, den Großteil der Arbeit habe ich hinter mir...jetzt 
kommen nur noch die Feinheiten.

Das Dingen fiept auch ein bisschen...vll noch mal andere Cs nehmen :)

Mal schaun...erst mal raus bei dem schönen Wetter...

Autor: Alex Chili (habanero)
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Wow...das Ganze entwickelt sich langsam zu einer absoluten "trial and 
error" Geschichte.
Was wohl wichtiger als Qualität und Quantität der Kondensatoren ist, 
dass der unterer Layer komplett Masse ist. Ansonsten kann es - je nach 
Kondensatorkombination - schwingen. Oder auch nicht :)

Also langsam scheints echt Zauberei zu sein...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Also, ich hab nochmal versucht was über die 'Type III Compensation' 
herauszufinden. Das ist das einzige, was mir noch einfällt, daß zu einer 
Schwingneigung führen könnte. Ändern läßt sich diese Kompensation 
allerdings nicht, denn sie ist integraler Bestandteil des Schaltreglers.
Nun, da gibt's übrigens (gute) Infos bei Intersil (Technical Brief 417) 
und auch bei Sipex (Application Note ANP 16).
Beide führen mich immer wieder zur Auswahl der Bauteile und deren 
Kennwerten. Folglich würde ich jetzt gerne wissen, welche Kapazitäts- 
und Induktivitätswerte nun in der derzeitigen (Test-)Schaltung bei Dir 
zum Einsatz kommen. Und hier ist es nicht nur der Eingangs-ELKO, der von 
Interesse ist, sondern auch die Werte des 'Filters' am Ausgang zur LED. 
Außerdem wäre es ganz hervorragend, wenn der ESR-Wert (Equivalent Series 
Resistance) der ELKOs bekannt wäre, um die Pole (d.h. Grenzfrequenzen) 
der ELKOs bestimmen zu können.

Noch eine weitere Sache würde mich interessieren: Was hast Du bislang 
eigentlich immer als Last drangehängt? Die P7-LED wäre zum Ausprobieren, 
und riskieren sie zu zerstören, doch etwas zu teuer?!

Autor: Alex Chili (habanero)
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Aaaaaalso...die Schaltung funktioniert nun. Hauptprobleme sind/waren im 
Endeffekt wirklich nur die Massefläche unten drunter und der 
Eingangselko.

Zum Platinendesign muss ich sagen, dass es doch noch etwas extrem 
fummelig ist, einige der Bauteile sowie Vcc zu verlöten. Daher werde ich 
das Layout noch mal verändern und ein paar andere Bauteile nehmen (die 
Diode ist zu breit, die Shuntwiderstände zu groß und mit 5% Toleranz zu 
ungenau)

Anschließend kommt das Layout auf ne Doppellayerplatine, sodass unten 
eine große Massefläche ist.

Nach / Während dieser (hoffentlich letzten) Optimierung werde ich mich 
auch um die von dir angesprochenen Sachen bemühen bzw. die Dokumente 
lesen.

Zum testen habe ich einen 1,5 Ohm / 11 Watt Widerstand genommen.
Ich habe mal ein Foto angehängt mit meinem Versuchsaufbau.

Heute habe ich die Schaltung mal verbaut um am Wochenende zu testen, was 
sie taugt...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Na dann scheint ja jetzt alles klärchen zu sein.
Dann sieh mal einen kleinen Low-ESR-Keramik-Kondi noch zusätzlich am 
Eingang vor. Den, den Du bisher wohl eingesetzt hast, war vmtl. zu 
schlecht - zumindest was den ESR-Wert anbelangt.

Autor: omg -.- (Gast)
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Leute habt ihr schon mal was von emv gehört????
so wie die platine aussieht nicht, kein wunder das du da lauter 
störsignale drin hast.
informiert euch erstmal über emv bevor ihr auf elkos und co 
rumhackt.....

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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@ omg:
Nun, was ist denn dann Deiner Meinung nach so schlecht an dem Layout, 
das es EMV-mäßig Probleme aufwirft? Und noch viel interessanter wäre zu 
erfahren welche Maßnahmen zu ergreifen wären, um es besser zu machen - 
zumal die Schaltung ja jetzt zu funktionieren scheint.
Rummeckern kann man immer - auch wenn man nichts Profundes dazu 
beisteuern kann.
Aber vielleicht kannst Du ja Alex (und möglicherweise auch mir) neue 
Erkenntnisse vermitteln - das wäre, in jeder Hinsicht, produktiv und in 
einem Forum auch sehr wünschenswert.
Das ist ürbigens weder ironisch noch sonst irgendwie negativ gemeint! 
Ich bin immer offen für Kritik. Mein "Wissensdurst" ist i.d.R. größer 
als meine gekränkte "Eitelkeit", obwohl es einem, zugegebenermaßen, 
nicht immer leicht fällt Fehler einzugestehen. ;-)
Also, in hoffnungsvoller Erwartung die entsprechenden "Knackpunkte", 
bzgl. der EMV-Verträglichkeit, zu erfahren, verbleibe ich hiermit 
dankend und werde der Dinge harren, die da (möglicherweise) noch von Dir 
(omg) kömmen mögen.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Ui, den Thread hab ich ja völlig vergessen hier.

Also erst mal muss ich sagen, dass die Schaltung - seit dem sie 
einwandfrei funktioniert - auch nirgends mehr stört. Des Rätsels Lösung 
ist die Massefläche unter der Platine.

Des Weiteren werde ich (hoffentlich) im nächsten Semester an der 
passenden Vorlesung an unserer Hochschule teilnehmen.
Falls ich dort erfahre, dass ich alles falsch gemacht habe, werde ich 
die Schaltung Dem entsprechend ändern.

Da ich momentan in der Hinsicht noch Laie bin kann ich nur sagen: 
Schaltung läuft, stört nicht, alles OK!

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Erst mal ruhig blut mit den jungen Pferden.
Solange 'omg' nichts Konkretes von sich gibt, würd ich (noch) nichts 
drauf geben.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Puh...Glück gehabt. Wohl doch nichts ernsteres :)

Autor: Matthias W. (fralla)
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Wie regelt der IC, riesen Spule und current mode kann probleme machen 
ohne slope compensation, als bischen Voltage mode dazumischen...

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Matthias W. schrieb:
> Wie regelt der IC, riesen Spule und current mode kann probleme machen
> ohne slope compensation, als bischen Voltage mode dazumischen...

Schau Dir das DB zum LM22670 und den Schaltplan an, und die Frage dürfte 
sich erübrigen.

Autor: Alex Chili (habanero)
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Um das Ganze mal abzukürzen hier.
Die Schaltung läuft nun schon seit Mai einwandfrei. Habe bisher zwar nur 
eine davon aufgebaut, aber die läuft.

Also...zurück lehnen und entspannen...

Autor: juan (Gast)
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hola me interesa aprenden mas sobre el lm22670 5.0, debido q tengo 
problemas con el voltaje de pico a pico me da hasta casi de 10 volts 
pico a pico y voltaje promedio de 5.24v, con una alimentacion de 24v y 
una carga de 0.5amp, se aceptan sujerencias

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