www.mikrocontroller.net

Forum: HF, Funk und Felder Flugzeug-Daten auf 1090 MHz empfangen


Autor: ADS-B-Mokel (Gast)
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Hallo,

ich würde mir gerne ein Gerät bauen, mit dem ich die ADS-B-Daten von 
mich überfliegenden Flugzeugen empfange und per Mikrocontroller auswerte 
und dann mitlogge. Das Ergebnis ist dann eine Art "Radarschirm" meiner 
Region, auf dem alle ADS-B-ausgestatteten Flugzeuge dargestellt werden. 
Für die großen ist das ja eh Pflicht, also wird man die auch alle sehen 
können.

Ausgestrahlt wird GPS-Position, Höhe, Kennung (Flugnummer), 
Geschwindigkeit, Kurs und noch einiges mehr.

Für wie schwierig haltet ihr das? Es gibt ja kommerzielle Geräte, aber 
die sind verdammt teuer, nicht unter 500 Euro:
http://www.wimo.de/cgi-bin/verteiler.pl?url=radarb...

Jedoch glaube ich nicht, daß da wahnsinnig teure Bauteile oder 
komplizierte Technik drinsteckt. Da wird wohl einfach jemand ein bißchen 
Geld verdienen wollen, was ja in Ordnung ist. Ich würde mir so eine Box 
nun gerne selbst bauen!

Das Dekodieren der ADS-B-Signale und die Übermittlung zum PC traue ich 
mir zu, da ich entsprechende Erfahrung mit AVRs habe. Bei dem HF-Teil 
allerdings bräuchte ich wahrscheinlich die Hilfe von erfahrenen 
Amateurfunkern.

Hier gibt es Informationen, wie das Signal auf 1090 MHz aussieht:
http://www.radartutorial.eu/13.ssr/sr24.de.html

Hat jemand Lust, bei dem Projekt mitzumachen?

Autor: Herdentrieb (Gast)
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Man könnte dann mit ein paar dieser Geräte ganz Deutschland abdecken und 
eine tolle Website dafür machen, so ähnlich wie der Radarschirm vom 
Flughafen Zürich.

http://radar.zhaw.ch/radar.html

Natürlich könnte auch jeder für sich allein sowas bauen...

Gleiche Sache mit dem Blitzradar (Gewitterblitze meine ich). Kann sich 
auch jeder teuer selbstbauen, oder man vernetzt sich und braucht viel 
weniger davon.

Autor: Tubie (Gast)
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HF Teil Selber bauen???

Schonmal ein UKW Radio gebaut und auch selber abgestimmt? Da reden wir 
von 100MHz. Du willst aber gleich bei 1000MHz einsteigen? Da raucht man 
mehr Hilfe als die Erfahrung eines erfahrenen Amateurfunkers.

Evtl. nach einem geeigneten, fertigen Empfänger Modul suchen und nur die 
auswertung selbst machen, sollte gehen.

Selbst wenn es sowas als Bausatz Platine im AFu Sektor gibt, muß auch 
diese Schaltung abgeglichen werden und da brauchest neben Erfahrung 
einen guten HF Messplatz.

Gruß,
Tubie

Autor: ADS-B-Mokel (Gast)
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Also, nicht daß jetzt jemand denkt, ich hätte mir noch keine genaueren 
Gedanken gemacht...

Ich wollte erstmal ein Antennenfilter haben, am liebsten natürlich durch 
schlichte Geometrie im Kupfer der Platine. Dazu habe ich aber weder 
Erfahrung noch Software, vielleicht kann da ja jemand aushelfen. 
Ansonsten dürfte es schwierig sein, einen 1090-MHz-Bandpaß zu bauen - 
zumindest für mich.

Dann einen Mixer, zum Beispiel von Minicircuits oder andere Bausteine, 
die man einfach einsetzen kann. Ich wollte mit einem 1020 MHz VCO und 
einer PLL (das sollte noch relativ einfach zu bauen sein, auch für einen 
nur mittelmäßig erfahrenen HF-Bastler wie mich) auf 70 MHz 
heruntermischen, und dann ein SAW-IF-Filter von der Stange nehmen.

Als nächstes käme dann ein Log-Amp, zum Beispiel in Form eines Chips von 
Analog Devices. Der macht dann Verstärkung und Demodulation, wenn alles 
klappt, wie ich mir das vorstelle.

Von dort aus geht es dann auf einen Atmel zur Pufferung und 
Weiterverarbeitung der seriellen Daten. Wobei ich mir noch nicht ganz 
sicher bin, ob ein AVR für 1 MBit/s ausreicht, notfalls braucht man halt 
einen ARM7 oder so.

Ist das so machbar?

Autor: ADS-B-Mokel (Gast)
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Die Idee mit der Vernetzung gefällt mir übrigens sehr gut!

In den USA gibt es sowas ähnliches, vielleicht funktioniert das ja auch 
so:

http://flightaware.com/live/flight/VPCNY

In D würde es aber wahrscheinlich Probleme mit dem Datenschutz geben?!

Autor: §§§reiter (Gast)
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In Deutschland ist sowieso alles verboten.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Dein Konzept sieht nicht schlecht aus. Das einzige, was noch fehlt, ist 
ein bisschen Verstärkung hier und da. Dafür kannst du aber MMICs 
verwenden, die recht einfach einzusetzen sind.

Das "Platinen"-Filter würde ich gleich wieder vergessen, viel zu 
kompliziert zu berechnen und dann brauchst du wahrscheinlich eine teure 
Teflon-Platine, um das reproduzierbar hinzubekommen. Was spricht gegen 
ein "normales"?

Dir ist klar, daß bei 1 GHz schon ein Knick in der Leiterbahn über 
Funktionieren oder Nicht-Funktionieren entscheidet? Jede Verbindung 
zwischen zwei Bauteilen muß selbst als "Bauteil" betrachtet werden.

Autor: no_name (Gast)
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nimm ein oder zwei MMIC's, danach bandpass filer für 1090mhz - gibts 
jede menge davon, dann nimm eine Sat tuner.

Guck dir http://www.darc.de/distrikte/g/T_ATV/pll.htm
oder http://www.maxim-ic.com/appnotes.cfm/an_pk/2240
an.

Danach bist du im frequenzbereich die du dann besser verarbeiten kannst.

Autor: no_name (Gast)
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DBS nicht Sat tuner, die gehen von 950 bis 2150 MHz ... guck dir auch 
diesen thread

Beitrag "Re: TV-PLL Tuner Philips FI1216 MK2/1"

Du brauchst noch einen PLL um DPSK zu demoduieren, das hier ist zwar 
schlechter beispiel, aber schon etwas in die richtige richtung :

http://www.electrofriends.com/articles/DPSK/index.html

Autor: Roland (Gast)
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Klingt sehr interessant. Könnte mich dafür begeistern. Ich hab zwar nen 
ähnlichen Erfahrungsstand wie du in HF (bisher nur mit paar Schaltungen 
im AFU-Bereich gespielt) aber mit bisschen Hilfe sollte das hinzukriegen 
sein.

Vor allem das Netz mit ner entsprechenden Seite wäre cool.

Also ich hätte Interesse an dem Projekt.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> nimm ein oder zwei MMIC's, danach bandpass filer für 1090mhz - gibts
> jede menge davon, dann nimm eine Sat tuner.

> DBS nicht Sat tuner, die gehen von 950 bis 2150 MHz ... guck dir auch
> diesen thread

Ich würde vorschlagen, von der Antennenbuchse erst auf das Bandpaßfilter 
zu gehen und anschließend zu verstärken. In diesem Bereich liegen ja 
auch die DME-Kanäle und auf 1030 MHz die Transponder-Abfragesignale. Da 
sind gepulste Leistungen von über 1 kW nicht selten.

Vielleicht sind ja passende fertige Filter irgendwo aufzutreiben.

Einen externen Tuner würde ich nicht verbauen. Zu kompliziert, und wenn 
das viele nachbauen wollen, gibt es wieder Beschaffungsschwierigkeiten. 
Ein MMIC-Mixer kostet auch nur höchstens 2 Euro und einen VCO mit PLL 
auf 1 GHz sollte sich dieses Forum noch zutrauen, oder? Es gibt ja auch 
fertige Bausteinchen dafür, die um die 20 Euro kosten.

> Du brauchst noch einen PLL um DPSK zu demoduieren, das hier ist zwar
> schlechter beispiel, aber schon etwas in die richtige richtung :

Die Mode-S-Abfrage auf 1030 MHz ist in PSK moduliert, die Antwort vom 
Flugzeug auf 1090 MHz aber in PPS (Pulse Position Modulation). Der 
AD8309 - wie oben angesprochen - ist dafür ideal, da er einen 
Limiter-Verstärker hat, der direkt ein Rechtecksignal ausgibt. Damit 
geht man dann auf eine Interruptleitung des µC und fertig.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Das keramische Filter im Anhang ist ziemlich gut - damit könnte man 
schon fast einen Geradeausempfänger bauen.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Dieses hier ist kleiner, preiswerter und trotzdem gut genug.

Mit 50 Ohm Eingangs- und Ausgangsimpedanz sehr gut geeignet als 
"Antennenfilter".

Autor: Thorsten F. (tfol)
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Hi,

klingt alles sehr interessant und würde gerne mit einsteigen.

Ich bin gelernter Elektroniker und arbeite bei einer kleinen 
Fluggesellschaft und habe dort u.a. mit HF (bis 18GHz) zu tun. Habe 
entsprechendes Equipment zur Verfügung (HF-Sender und Spektrumanalyser) 
und unsere Flieger sind auch mit den Sendern ausgestattet.
HF-PLL-VCO bis 6GHz habe ich auch schon aufgebaut.
Kann also direkt testen. AVR-Kenntnisse sind auch vorhanden.

Würde halt gerne mitbekommen wer hier so rüberfliegt... Ein Kollege ist 
auch interessiert. Die kommerziellen Geräte sind halt viel zu teuer.

Also, ich bin dabei.

Thorsten

Autor: ADS-B-Mokel (Gast)
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Super ihr alle, hört sich ja schon ganz gut an. Ich denke, wenn wir hier 
unsere Kompetenz und Meßmittel vereinigen, dann könnte da was 
brauchbares bei rauskommen!

Ich werde mal versuchen, ein Blockschaltbild zu zeichnen und was für 
Bauteile man nehmen könnte.

Und dann hoffe ich darauf, daß wir allmählich ein Schaltplan, 
Platinenlayout und einen funktionierenden Prototypen mit Firmware draus 
machen können!

Autor: Stefan Rehm (Gast)
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Hallo zusammen,

ich habe vor ein zwei Jahren mir auch mal meinen Senf zu ADS-B gedacht. 
Leider hab ich das aufgrund von Zeitmangel nicht weiter verfolgt.
Mein erster Ansatz war: Analoger Sat-Tuner (bekommt man geschenkt), die 
Bandbreite des ZF-Filters von glaube ich 27MHz oder was da für Analog-TV 
verwendet wird passt auch einigermaßen. ZF (480MHz) auskoppeln und einem 
Analog-TV (terrestrisch)-Tuner zuführen, der macht auch gleich die 
AM-Demodulation. Hier nochmal ein Hinweis, es ist keine 
Phasenmodulation wie oben jemand schrieb, es ist PPM, 
Pulse-Position-Modulation, im Grunde einfach AM, wobei die Position der 
Peaks in einem Zeitabschnitt über 0/1 entscheidet.
Dann gab es mal ein pdf von der Innenansicht des kommerziellen 
ADS-B-Empfängers (Zeitschrift funk oder so war das afaik). Die hatten 
folgenden Aufbau: 
Antenne-Dreifachbandpass-MMIC-Dreifachbandpass-Mixer-ADC-FPGA. Da man ja 
nur die Amplitudeninfo des Signals haben will und die Phase erstmal 
nicht interessiert, braucht man kein IQ-Mischer, ein einzelner reicht 
aus. Dadurch kam mir die Idee, einen digital-Sat-TV-Tuner zu nehmen, der 
ja schon alles inkl. IQ-Mischer enthält, von dem man halt nur einen 
Ausgang abzapfen müsste und daran dann im einfachsten Fall nach 
Tiefpassfilterung einen Komparator, um die Rohsignale zu bekommen. Die 
Frage ist halt, ob ein einfacher Komparator reicht, wiegesagt in dem 
kommerziellen Gerät kommt stattdessen ein (afaik) 10-Bit ADC und dann 
das FPGA. Besonders Sorgen machte mir da der Sync-Impuls am Anfang des 
Datentelegramms, der ja einen Gleichspannungsanteil hat (im Gegensatz 
zum Rest). Ich habe damals auch angefangen, einen Dekoder in VHDL zu 
schreiben: Der Datenblock im Telegramm ist ja nochmal geteilt in 
Nutzdaten und Fehlerkorrektur. Die Fehlerkorrektur wird nach einem 
Polynom aus den Nutzdaten generiert. Es gab einen online-Generator für 
solche Prüfsummen-Polynome, wo man direkt einen VHDL-Block mit den 
Eingängen Nutzdaten und den Ausgängen Fehlerkorrektur bekommen hat. Nun 
habe ich die rohen Eingangsdaten mit dem vielfachen (4x) des Bittakts 
eingelesen in ein Schieberegister mit der Länge des gesamten Telegramms, 
wobei die Nutzdatenbits dabei mit dem Polynomgenerator verbunden waren 
und der Fehlerkorrekturteil ständig mit dem ausgang des Polynoms 
verglichen wurde, wenn ja, Schiebereg in ein anderes kopieren, welches 
dann langsam über eine statemachine rausgetaktet werden soll. (Ja, ich 
weiss, ich kann damit keine Fehler korrigieren wie es FEC eigentlich 
machen soll sondern nur erkennen.. aber immerhin könnte man so 
theoretisch 100% empfangene Telegramme dekodieren). Der Vorteil dieser 
Methode ist, man muss nicht die gleichspannungsbehaftete Präambel 
erkennen und außerdem können in jedem Takt neue Telegramme erkannt 
werden. Es gibt ja keine Kollisionserkennung auf dem Medium, die Dinger 
senden einfach die relativ kurzen Telegramme mit relativ langsamer 
Wiederholrate.
Das ist alles aber nur halbgar und nur in der Simulation getestet 
wurden.. also nix konkretes. Eine zweite Idee war, wenn zur Demodulation 
tatsächlich ein Komparator reichen würde, den mit dem 8-fachen von den 
ca. 1MBits/s was das Signal hat abtasten über ein kleines cpld, welches 
dann über einen FT245 immer 8Bits zusammengefasst über USB schiebt und 
die komplette Dekodierung im PC machen...
So das war mal schnell zusammengeschriebenes Zeugs,

Gruß,
Stefan

Autor: Stefan Rehm (stefan-rehm)
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Stefan Rehm wrote:
> Hallo zusammen,
> ...

so.. jetzt bin ich hier auch offiziell angemeldet ;-)

Gruß,
Stefan

Autor: vinculum (Gast)
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Das versuchen andere auch gerade.
http://www.lll.lu/~edward/edward/adsb/SimpleAdbsRe...

[quote]Antenne-Dreifachbandpass-MMIC-Dreifachbandpass-Mixer-ADC-FPGA[/qu 
ote]

Das ist so nicht richtig. Auf den zweiten Bandpass folgt ein SAW-Filter, 
dann eine Pufferstufe und der Demodulator und eine weitere Pufferstufe. 
EIn Mixer ist da nicht, wozu auch?

Autor: vinculum (Gast)
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und so sieht sowas dann in der Praxis aus...

[img]http://jetvision.de/images/adsb001.jpg[/img]

Autor: vinculum (Gast)
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Hier noch ein paar hochauflösende Fotos vom kommerziellen Teil

http://jetvision.de/images/sbs/pcb2.jpg

und ´mit aufgeklappten Blechbüchsen

http://jetvision.de/images/sbs/rf1st.jpg
http://jetvision.de/images/sbs/rf2nd.jpg

Die Platine mit dem Analogteil ist vollständig vom Digitalteil 
abgekoppelt und beide sind über ein Kabel auf der Unterseite verbunden. 
Am Kabel liegen ca. 0.5-1 V wie im Bild oben zu sehen.

Ein Gleichspannungsanteil ist nicht vorhanden und die Prüfsumme ist auch 
kein Thema was einen aufhalten muss. Mit einem auf 0,15 V eingestellten 
Komparator gibt es ein sehr schönes TTL Signal, das von einem Mega 48 
locker dekodiert werden kann.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Ich hatte mal kurz Zeit und habe ein Konzept aufgemalt, wie ich es 
machen würde.

Das wäre die "High-End-Version" mit ziemlich guter Selektivität, die 
dann aber auch einen entsprechend hohen Dynamikumfang bringt. Ich würde 
schätzen, daß man damit eine ziemlich ordentliche Reichweite erzielt. 
Wer MMIC-Verstärker und Mixer mit geringerer Rauschzahl kennt, kann das 
Konzept noch verbessern.

Schwierig dürfte allerdings die Beschaffung der Filter sein, ein 
ADS-B-Filter für 1090 MHz wird jetzt nicht gerade an jeder Ecke ständig 
gebraucht.

Die kommerzielle Version werde ich mir morgen mal genauer ansehen, 
scheint auf den ersten Blick ein Geradeausempfänger zu sein. Hmm.

Autor: Randy (Gast)
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> und ´mit aufgeklappten Blechbüchsen
> http://jetvision.de/images/sbs/rf1st.jpg
> http://jetvision.de/images/sbs/rf2nd.jpg

Wenn ich das silbrige Kästchen "F 0493" als SAW Filter interpretiere ist 
das tatsächlich nur ein Filter mit angehängter Feldstärkedetektion. Es 
überrascht mich dass ein so teurer kommerzieller Empfänger (hat 
sicherlich viele Zertifikate o.ä. die den hohen Preis rechtfertigen) ein 
so primitives Konzept haben darf.

Randy

Autor: Randy (Gast)
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> Ich hatte mal kurz Zeit und habe ein Konzept aufgemalt, wie ich es
> machen würde.

Ist ja eine nette Mischung von Bauteilen von verschiedenen Firmen. Hat 
du Quellen für die Teile? Würde mich interessieren.
Bei HF-Sachen in kleinen Stückzahlen nutze ich sonst Municom (vertreiben 
Minicircuits) und die Versender mit Amateurfunk-Sortiment, z.B. 
funkamateur.de

Randy

Autor: Stefan Rehm (stefan-rehm)
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vinculum wrote:
> Das versuchen andere auch gerade.
> http://www.lll.lu/~edward/edward/adsb/SimpleAdbsRe...
>
> [quote]Antenne-Dreifachbandpass-MMIC-Dreifachbandpass-Mixer-ADC-FPGA[/qu ote]
>
> Das ist so nicht richtig. Auf den zweiten Bandpass folgt ein SAW-Filter,
> dann eine Pufferstufe und der Demodulator und eine weitere Pufferstufe.
> EIn Mixer ist da nicht, wozu auch?

Das "Gerücht" mit dem Mixer hab ich aus diesem pdf:

http://all-electronics.de/ai/resources/77d4d81330a.pdf

Ich dachte halt es wäre ein Zero-IF-Empfänger...

Gruß,
Stefan

Autor: Randy (Gast)
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> Ich dachte halt es wäre ein Zero-IF-Empfänger...

Wobei das natürlich eine Idee für den Selbstbau-Empfänger ist, das 
erspart einen die Bandpass-Filter die nur schlecht in kleinen 
Stückzahlen zu bekommen sind.

Randy

Autor: vinculum (Gast)
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Der F0493 ist der SAW aus dem Datenblatt von Oliver oben

http://www.mikrocontroller.net/attachment/49697/856096.pdf

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> Ist ja eine nette Mischung von Bauteilen von verschiedenen Firmen. Hat
> du Quellen für die Teile? Würde mich interessieren.

Bei den aktiven Bauteilen habe ich schon geschaut, daß diese zumindest 
bei Digikey erhältlich sind.

Bei den Filtern wird es schwierig, da muß schon eine ganze Rolle gekauft 
werden. Da wir hier wahrscheinlich nicht 4.000 Interessenten für eine 
Sammelbestellung zusammenbekommen, müsste man jemanden finden, der 
Stückchen seiner Rolle verkauft. Zum Beispiel einen Vertrieb des 
Herstellers. Irgendwie muß man ja so ein Filter auch erstmal testen und 
ausprobieren können, bevor man Produktionsstückzahlen kauft.

> Der F0493 ist der SAW aus dem Datenblatt von Oliver oben

Das kommerzielle Konzept finde ich ehrlich gesagt relativ enttäuschend 
für den Preis. Sie haben zwar offensichtlich recht viel (unnötige?) 
Rechenleistung in das Teil eingebaut, dafür aber beim HF-Teil eindeutig 
gespart.

Bei meinem Konzept ist der Knackpunkt der AD8309, wirklich ein tolles 
Bauteil. Der hat auf dem Papier einen Dynamikbereich von 100dB, das 
heißt, Signale in diesem Bereich werden verstärkt und einem Begrenzer 
zugeführt, so daß man den Ausgang direkt einem µC zuführen kann. 
Zusätzlich gäbe es die Möglichkeit, über den RSSI-Ausgang und einen 
A/D-Wandler die Feldstärke jedes empfangenen Signals mit auszuwerten.

Da der Baustein aber nur bis 500 MHz gut ist, ist man zum Runtermischen 
gezwungen. Was den Vorteil mit sich bringt, für das IF-Filter einen gut 
erhältlichen Bandpaß für "handelsübliche" Frequenzen verwenden zu 
können.

Das 1090-MHz-Antennenfilter muß nicht zwingend so gut werden. Ein 
"normales" LC-Filter würde sicherlich ausreichen, aber mehr Verlust 
bringen und man müsste es abgleichen.

Autor: Lasse S. (cowz) Benutzerseite
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Hi,

ich finde das Thema auch spannend, und würde euch auch gerne helfen, 
habe aber leider absolut null Ahnung von HF...

Aber was ich mich gerade frage:
Wenn das kommerzielle Produkt so simpel ist, könnte man das nicht 
einfach übernehmen und so günstiger und simpler wegkommen? :)

Müsste dann doch auch besser zu entwickeln sein als ein komplexer 
HF-Aufbau, oder?

Gruß, Lasse

PS: "abo" geht auch ohne "abo"-Post, indem man einfach unten auf 
"Emailbenachrichtung aktivieren" klickt. Dazu muss man allerdings 
angemeldet sein, glaub ich :)

Autor: Randy (Gast)
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> Bei den aktiven Bauteilen habe ich schon geschaut, daß diese zumindest
> bei Digikey erhältlich sind.

Oh, hat Digikey durchaus einiges an HF Bauteilen. Muß ich mir mal näher 
anschauen.

> Bei den Filtern wird es schwierig,

Neosid hätte da den 00 5102 30 der bis 1090MHz abgleichbar sein 
sollte.(http://neosid.de/DWL/Teil3/Teil_3.pdf S.3-14) Eine Anfrage 
könnte sich lohnen, Neosid liefert auch kleinere Mengen. Das hat 
natürlich seinen Preis.

Randy

Autor: Oliver Döring (odbs)
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In diesem Band schwirrt einiges an gepulster HF-Leistung herum.

Da sind einmal die recht breitbandigen SSR-Signale:

1030 MHz: Alle Transponder-Abfragesignale der Bodenstationen und der 
TCAS-Systeme an Bord von Flugzeugen.

1090 MHz: Alle Transponder-Antwortsignale: Modes A, C und S, sowie alle 
Signale, die als "Squitter" ohne spezielle Abfrage versendet werden. Die 
Sendeleistung am Antennenanschluß des Transponders beträgt mindestens 
250W, die großen Flugzeuge haben eher mehr.

Dann gibt es noch die recht schmalbandigen (100 kHz) DME-Signale, das 
sind zahlreiche Kanäle im Bereich 962 MHz bis 1213 MHz mit einem Abstand 
von 1 MHz, wobei sich Abfrage- und Antwortkanäle im Bereich um 1090 MHz 
leider auch noch überlappen. Die Bodenstationen haben Sendeleistungen 
von 1kW und mehr, große Flugzeuge 700W, kleinere meistens 250W.

Man sollte versuchen, wenigstens die "lauten" Signale auf 1030 MHz 
ordentlich zu dämpfen und möglichst viele DME-Kanäle. Was in direkter 
Nachbarschaft zu 1090 MHz passiert, muß man als Störung einfach 
akzeptieren, filtern kann man das sowieso nicht.

Da heute so gut wie alle Flugzeuge mit Mode-S-Transpondern ausgerüstet 
sind, ist die erlaubte Frequenzabweichung - wenn ich mich richtig 
erinnere - 1 MHz. Dazu muß man dann noch die Abweichung des eigenen LO 
berücksichtigen (ist wohl eher weniger) und die Bandbreite des zu 
empfangenen Signals.

Ein ideales Eingangsfilter hätte dann wahrscheinlich eine Bandbreite von 
5 bis 10 MHz bei möglichst geringer Einfügedämpfung und Anpassung auf 
unsymmetrische 50 Ohm am Eingang und Ausgang.

Wobei man in der Praxis bei Einbußen in der Reichweite sicherlich auch 
mit richtig schlechten Filtern auskommen würde.

Also, HF-Experten vor ;)

Autor: Tim W. (timmi)
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Hallo zusammen. Bin neu hier seit heute. Super Thread, weil ich seit 
langem auch so ein System selber bauen möchte. Ich möchte auch gerne 
hier im Team mitmachen.

Meine persönliche Konzeptidee ist hier in Teilen bereits von anderen 
genannt worden, ich habe aber noch nicht erkannt, welche Nachteile darin 
stecken. Ich liste den von mir gedachten Signalpfad mit Vorteilen daher 
nochmal auf:

1) Vorverstärker, optional
2) Silicon Tuner mit IQ-Ausgang
 - Kein HF-Abgleich nötig, nachbausicher
 - keine weiteren speziellen HF-Bauteile mehr nötig
 - z.B. Maxim 2112 oder 2120 (Produktlinie SAT/DBS, die terrestrischen 
Tuner sind nur bis 860/1000 MHz spezifiziert)
 - Andere Hersteller? Mircotune? DibCOM?
 - Eval Boards sind verfügbar für erste Prototypen
3) Tunen auf Zero-IF, Bandbreite 2~10 MHz
4) Differenzielles-IQ direkt oder mit Buffer/Amp zu einem 2-Kanal ADC
 - z.B. MAX1422
5) Abtastung mit z.B. 10 MS/s
6) ADC-Kontrolle + Demodulation + Decoding im FPGA
 - einzige Möglichkeit zur Echtzeitverarbeitung mit überlagerten 
Impulsen
7) serielle Ausgabe der gültigen/korrigierten Telegramme zu einem 
App-Prozessor/PC

Die Problematik zu Dynamik/Störer beim Einsatz des Silicon Tuners kann 
ich nur mit Halbwissen einschätzen. Diese Tunertechnologie kann aber 
prinzipiell bei mobilen TV-Empfängern auch Schachsignale bei starken 
Nebenträgern empfangen. Die Problematik mit den Großsignalen ist trotz 
der großen Tx-Leistungen ggf. entschärft, weil der Abstand zu den 
Sendern in den meisten Einsatzfällen groß ist. Ein Hinweis zum Beitrag 
von Oliver: Meines Wissen ist die mittlere Leistung der Radaraussendung 
1kW, das Tastverhältnis beträgt 1:1000, der Tx-Plus liegt bei 1MW. Ich 
habe die DFS-Radar-Bodenstation Deister mal besichtigt. Der "Ausgang" 
der riesigen Bodenstation waren dann ~5 einzelne Modems mit 9600Baud 
nach Hannover, Bremen, etc. zur Zielanzeige bei den Fluglotsen ;)

Gruß
Tim

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Hallo Tim,

das ist alles schön und gut, aber ADS-B ist auf jeden Fall ein völlig 
anderes Signal als das, für welches diese kleinen Tuner gemacht sind.

Auf 1090 MHz kommen nur sehr kurze Impulspakete mit großen Abständen 
dazwischen. Jedes Impulspaket kann von einem anderen Flugzeug kommen, 
daher muß sich der Empfänger ad hoc auf unterschiedlichste Amplituden 
einstellen können. Da ist kein Träger, auf den sich eine AGC einstellen 
könnte. Ich glaube, so ein Satellitentuner würde das Signal noch nicht 
einmal sehen. Vor allem aber passt die Modulationsart nicht, ADS-B ist 
nicht PSK! Ein IQ-Demodulator, am besten noch digital, ist nicht nötig.

Davon abgesehen finde ich den Aufwand mit FPGA und schnellem A/D-Wandler 
zu groß. Eine Dekodierung und Fehlerkorrektur in Echtzeit ist für eine 
Bodenstation wirklich unnötig.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Lasse S. wrote:

> PS: "abo" geht auch ohne "abo"-Post, indem man einfach unten auf
> "Emailbenachrichtung aktivieren" klickt. Dazu muss man allerdings
> angemeldet sein, glaub ich :)

Ich habe daher jetzt (nach Rücksprache mit Andreas Schwarz) alle
reinen "abo"-Artikel auch gelöscht.  Die Abonnements bleiben ja
dennoch erhalten.

Autor: Randy (Gast)
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> das ist alles schön und gut, aber ADS-B ist auf jeden Fall ein völlig
> anderes Signal als das, für welches diese kleinen Tuner gemacht sind.

Dem Tuner ist die Modulation erstmal egal. Den Sat-Tuner den ich mal 
zerlegt habe hat mit einem LO alles was er an den Eingang bekommen hat 
auf 480MHz ZF gemischt (Filterbandbreite ca. 20MHz). Dann gings mit 
einem fixen LO weiter runter (auf 35MHz? weiß nicht mehr genau).
Auf jeden Fall könnte sich das Zerlegen eines Sat-Tuners auszahlen. Denn 
bis zu der Stelle an der der FM-Demodulator sitzt ist die Sache komplett 
von der Modulationsart unabhängig. Eine ggf. vorhandene AGC müsste man 
deaktivieren, einfach auf einen festen Wert setzen. Dann statt dem 
FM-Demodulator einen eigenen Bandpass anschließen und auf Feldstärke 
demodulieren. Bei 35MHz Mittenfrequenz und 2MHz Bandbreite sollte das 
mit einem Eigenbau-LC-Filter eigentlich ganz gut gehen (falls man an 
keinen SAW-Filter o.ä. rankommt)

> Auf 1090 MHz kommen nur sehr kurze Impulspakete mit großen Abständen
> dazwischen. Jedes Impulspaket kann von einem anderen Flugzeug kommen,
> daher muß sich der Empfänger ad hoc auf unterschiedlichste Amplituden
> einstellen können.

I see. Wenn man das so sieht ist der Aufbau des kommerziellen Empfängers 
als Geradeausempfänger nachvollziehbar.

> Meines Wissen ist die mittlere Leistung der Radaraussendung
> 1kW, das Tastverhältnis beträgt 1:1000, der Tx-Plus liegt bei 1MW.

Macht euch um andere Funkdienste in der Nähe nicht zu große Sorgen. Wenn 
die Antenne am Boden steht, von Häusern umgeben, nicht auf einem Hügel, 
sieht man andere am Boden sendende Funkdienst nur sehr abgeschwächt 
während man Sender auf Flugzeugen sehr viel besser empfängt. Außerdem 
ists doch nur ein Hobbyprojekt. Wenn das Teil unter ungünstigen 
Umständen nicht zuverlässig geht kann man das verkraften.

Randy

Autor: Martin Laabs (mla)
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Der Filter zwischen PLL und Mischer ist unnötig. Und ein bisschen mehr 
Verstärkung (z.B. in der ZF) wäre auch gut. Irgendeine Art von Regelung 
ist auch nicht verkehrt - denn der Dynamikbereich wird sicher nicht von 
-120dBm bis -10dBm reichen. Schon alleine weil man mehr oder weniger 
optimale Antennen verwenden kann macht das Sinn.

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Schaut Euch doch einfach noch einmal diese links an, da ist das Thema 
SAT-Empfänger doch bereits ausgiebig abhandelt und es funktioniert 
sogar. Der Autor ist aber gerade auf Reisen und wird erst in einigen 
Wochen wieder weitermachen.

http://www.lll.lu/~edward/edward/adsb/SimpleAdbsRe...
http://www.lll.lu/~edward/edward/adsb/mdftun.html

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Hier ein Video zum Thema, sehr schön auch zu sehen die breiten 
DME-Impulse, die eigentlich hier nichts zu suchen haben. Die genannten 
Dyanimkanforderungen (direkt am Flughafen vs. 200 NM Reichweite) lassen 
aber nicht anderes zu. Wenn sich Signale überlappen, wandern die einfach 
ins Nirwana,

Youtube-Video "Mode-S/ADS-B 1090 Mhz"

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> Dem Tuner ist die Modulation erstmal egal.

Hier werden ja schon zwei unterschiedliche "Sat-Tuner"-Ansätze parallel 
verfolgt.

Zum einen der Ansatz, ein fertiges SAT-Tuner-Modul zu modifizieren. Die 
AGC muß entfernt werden und der Demodulator. Was dann übrig bleibt, ist 
in etwa die Schaltung, die ich vorgeschlagen habe. Ich denke auch, daß 
das prinzipiell funktionieren würde. Der Dynamikbereich dürfte nicht 
ganz so toll sein, der Log-Amp am Schluß fehlt, irgendwie muß man die 
digitalen Daten noch rekonstruieren.

Der Aufwand für die Modifikation eines fertigen Tuners ist nicht viel 
geringer, als sich eine solche Schaltung gleich selbst zu bauen. Mir 
widerstrebt es immer extrem, irgendwelche Ausschlacht-Teile oder 
Restposten für ein neues Projekt zu verwenden. Das mag super sein, wenn 
man sich schnell für sich zu Hause etwas basteln möchte. Aber nicht für 
ein Forums-Projekt, das auch von anderen nachgebaut werden soll. Man 
spart zwar Geld, aber was macht man, wenn es genau diesen Tuner nach 2 
Jahren nicht mehr als Restposten gibt? Dann ist das Projekt tot. 
MMIC-Verstärker und Mixer wird es dagegen noch eine ganze Weile als 
Bauteil zu kaufen geben.

Der andere Ansatz mit dem vollintegrierten Tuner würde ich nicht 
weiterverfolgen, da man hier an AGC und Demodulator nicht herankommt. 
Meiner Meinung nach wird man aus einem solchen Chip kein brauchbares 
Signal herausbekommen.

> Der Filter zwischen PLL und Mischer ist unnötig. Und ein bisschen mehr
> Verstärkung (z.B. in der ZF) wäre auch gut.

Einverstanden, den Filter kann man weglassen. Wobei zwei, drei 
zusätzlich 0604 Bauteile jetzt auch nicht ein untragbarer Aufwand wären.

> Irgendeine Art von Regelung ist auch nicht verkehrt - denn
> der Dynamikbereich wird sicher nicht von -120dBm bis -10dBm
> reichen.

Regelung ist unnötig und kontraproduktiv, da viel zu langsam. Man 
braucht einfach nur einen Begrenzer-Verstärker mit großem Dynamikumfang. 
So um die 100 dB sollten mit dem AD8309 erreichbar sein.

Ich weiß nicht, was sinnvollerweise das geringste aufnehmbare 
Eingangssignal sein sollte. Deshalb kann ich noch keine 
Gesamtverstärkung festlegen. Das müsste man ausprobieren, indem man vom 
stärksten empfangenen Signal 100 dB abzieht. Die einzige Zahl, die ich 
kenne, sind ca. -70 dBm als "Empfindlichkeitsschwelle" für Transponder 
im Flugzeug. Oberhalb dieser Schwelle sollen sie auf Abfragen reagieren.

Autor: Lars (Gast)
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Um einigermaßen Flugzeuge zu empfangen, sollten die Empfänger mindestens 
bei -85dBm ansprechen.

Dazu noch einen schmalbandigen Vorverstärker von etwa 5-10dB. Gibt es 
u.a. bei Kuhne zu erwerben.


Die Flieger haben meistens Empfänger, welche im Bereich der 
Empfindlichkeit heruntergesetzt sind.


Viel Erfolg

Autor: Stefan Rehm (stefan-rehm)
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Noch eine Idee, wie man das mit dem Filter machen könnte: Wie wäre es 
mit einem Topfkreis? Der ist ziemlich schmal, eher mechanische als 
elektronische Arbeit und wenn man den einstellbar macht mit ner Schraube 
muss es auch nicht 100% exakt sein.
Mit homebrew-ghetto-Mitteln abstimmen dürfte auch kein Problem sein: Man 
nimmt einen zweiten unmodifizierten analogen Sat-Receiver mit Pll, den 
man man 1090MHz+480MHz(Zf)=1570Mhz einstellt. Dann braucht man nur den 
Oszillator abgreifen, ein paar mm Draht dranhängen und hat einen 
wunderbaren Testsender für 1090MHz, mit dem man einen Sat-Receiver, der 
der Pll beraubt wurde sauber abstimmen kann (wie in o.g. Link genannt) 
und das Filter kann man damit auch wunderbar abgleichen, einfach auf 
maximalen Output am Zf-Ausgang einstellen...

Gruß,
Stefan

P.S.: Ich beiße mir gerade gewaltig in den Arsch, das damals nicht 
weiter verfolgt zu haben ;-(

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Kannst du einen Topfkreis berechnen? Daran würde es bei mir scheitern.

Eine Fräse und genügend Alu-Reste wären ansonsten vorhanden.

Autor: DATAREADY (Gast)
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Wie wäre es mit einer PLL (SY89421VZH) und einem Y-Mixer z.B. von analog 
? Dann wäre man durch und bräuchte nur ein paar OPs und einen uC.

Autor: Stefan Rehm (stefan-rehm)
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Oliver Döring wrote:
> Kannst du einen Topfkreis berechnen? Daran würde es bei mir scheitern.
>
> Eine Fräse und genügend Alu-Reste wären ansonsten vorhanden.

schaut mal hier: http://www.mydarc.de/dl0shg/006/index.html

Wenn ich das richtig lese, ist für einen nackten Topfkreis (also ohne 
Verkürzung durch die (einstellbare) Kapazität) einfach nur eine Länge 
von lambda/4 mal Verkürzungsfaktor für Topfkreise (=0,96 - konstant egal 
welcher Durchmesse??) Ich habe leider keine konkreten Formeln zur 
Berechnung mit Kapazität und der Größe der Einkoppelschleifen gesehen. 
Auf eine (schnelle) Suche nach Topfkreisen für 23cm mit genauen 
Maßangaben, die man schnell mal umrechnen könnte blieb erfolglos.. 
Vielleicht kann ja mal jemand der hier anwesenden Funkamateure was dazu 
sagen. Prinzipiell ist das aber eine feine Sache, ich glaube da braucht 
man garnicht unbedingt mal Alu zu fräsen, wenn es auf 70cm auch eine 
Bierdose tut ;-). Und die Teile kann man ja auch wie dort ebenso zu 
sehen ist hintereinander schalten, um noch mehr Selektivität zu 
bekommen. Aussehen spielt ja keine Rolle, solange es günstig ist.
Ich habe mal schnell ein Bildchen gemalt, damit man sich hier über die 
Berechnung streiten kann...

Gruß,
Stefan

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Autor: Tim W. (timmi)
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Oliver Döring wrote:
> Der andere Ansatz mit dem vollintegrierten Tuner würde ich nicht
> weiterverfolgen, da man hier an AGC und Demodulator nicht herankommt.

Überzeugt mich noch nicht ;)

1) Die AGC hat man selber in der Hand, kann z.B. auf MaxGain festgelegt 
werden.
2) Die Kanal-Dekodierung hat noch nichts mit dem IQ-Ausgang dieses 
Single-Chip Tuners zu tun. Man kann z.B. eine ZF von 10,7MHz einstellen 
und dann den I oder den Q via ganz konventionellen AM/FM Demodulator 
weiterverarbeiten. Zero-IF hätte den Vorteil keine 
Spiegelfrequenzunterdrückung zu benötigen.

Ein Pre-Amp mit 1090 MHz-Filter wäre aber sicher vorteilhaft für den 
Single-Chip-Tuner. Ich denke mal parallel weiter mit dem Ansatz und 
versuche auch ein Eval-Kit zu bekommen.

Gruß
Tim

Autor: Stefan Rehm (stefan-rehm)
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Tim Welsch wrote:

> Ein Pre-Amp mit 1090 MHz-Filter wäre aber sicher vorteilhaft für den
> Single-Chip-Tuner.

Topfkreis -> Sat-Inline-ZF-Verstärker (10EUR) -> Topfkreis -> RX

Muß man halt noch eine Drossel und einen Kondensator am Ausgang des 
Verstärkers reinmachen um den zu speisen, weil die Topfkreise ja keinen 
Gleichstrom durchlassen...

Gruß,
Stefan

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Ich habe einen IEEE-Artikel zum Thema "Lumped Elements Bandpass" für 
1090 MHz gefunden. Der ist recht aufschlußreich - bis da ein passendes 
Layout gefunden wurde, bei dem sich die Elemente nicht gegenseitig 
beeinflussen, wurden einige Prototypen gebaut. Ohne Abgleich von 5 
Trimmern läuft da gar nichts. Das resultierende Filter ist dann aber 
recht gut. Diesen Abgleich kann man aber mit Hausmitteln nicht 
bewerkstelligen.

Ich warte noch auf Antworten der angeschriebenen Firmen, die fertige 
SAW-Bandpässe im Angebot haben. Aber besonders gut sieht das nicht aus.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Hier mal ein Foto der RF-Stufe der letzten Version des kommerziellen 
Gerätes. Ein sehr überschaubarer Aufbau:

SAW 1090 -> SGL0622Z -> SAW 1090 -> LT 1801 Tiefpassfilter -> AD8313 
Logamp

Das könnte doch hier mal jemand abplotten und nachbauen?

Autor: Bernd Hallinger (bhallinger) Benutzerseite
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Naja abplotten......

Das Layout könnte man jedenfalls als Grundlage für was eigenes 
verwenden.

Sind denn weitere LP Daten bekannt? Ist es Multilayer? Wenn ja wieviele 
Lagen. Welches Material und wie dick? Bei der Frequenz dürfte das alles 
relevant sein. Ohne diese Daten geht ein 1:1 übernehmen vermutlich 
danaben.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> SAW 1090 -> SGL0622Z -> SAW 1090 -> LT 1801 Tiefpassfilter -> AD8313
> Logamp

Schon wesentlich besser als die vorige Version. Jetzt haben sie den 
Trick raus mit dem Log Amp ;) Wobei sie hier ebenfalls auf ein 
Runtermischen verzichten und dafür den AD8313 benutzen, der die Frequenz 
direkt verarbeiten kann. Das kann man machen, aber besser ist die 
aufwendigere Lösung mit der Zwischenfrequenz. Der verwendete 
MMIC-Verstärker ist gut, leider schwer erhältlich.

Bist du dir bei dem LT1801 Tiefpassfilter sicher?! Das passt so gar 
nicht... Kommt das evtl. nach dem Log Amp?

Sie verwenden wieder SAW-Filter, diesmal allerdings andere als bei der 
vorigen Version. Diese habe ich noch nicht identifiziert. Alle Quellen, 
die ich bisher angefragt habe, halten recht wenig von Musterstückzahlen, 
und ihre deutschen Vertriebe haben die Teile nicht auf Lager.

> Sind denn weitere LP Daten bekannt? Ist es Multilayer? Wenn ja wieviele
> Lagen. Welches Material und wie dick? Bei der Frequenz dürfte das alles
> relevant sein. Ohne diese Daten geht ein 1:1 übernehmen vermutlich
> danaben.

Ich tippe auf Vierfach-Multilayer FR4, ganz normal und billig. Der 
Multilayer ist aber nicht für den RF-Teil notwendig, nur für den 
digitalen Rest. Bei einer Einfachst-Schaltung mit Atmel und 
Seriell-/USB-Wandler käme man sicherlich mit zwei Lagen aus.

Abplotten ist total unnötig, einen 50-Ohm-Microstrip bekommt man gerade 
noch selbst hin...

Autor: Oliver Döring (odbs)
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...Und das dürfte das verwendete SAW-Filter sein.

Nicht besonders toll, ehrlich gesagt. Das in der vorigen Version war 
vergleichsweise exzellent. Wahrscheinlich setzen sie deshalb jetzt auch 
zwei in Reihe ein.

Autor: vinculum (Gast)
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Moin,

soweit alles richtig. Die genaue lowPass Anordnung kann ich erst nächste 
Woche posten, dann habe ich das Teil in den Händen, bis dahin nur die 
Fotos.

Die Platine ist FR4, der Eingang mit SGL0622Z ist das Referenzdesign.

Es gibt alle ICs bei Digikey, wer sagte schwierig zu beschaffen? Ein 
Satz ungefähr 25$ in Einzelstückzahlen.

SAW ist wohl eher ein Preis- als Qualitätsfrage. Ich habe eine Quelle 
mit 6$/ea, allerdings $250 Mindestbestellwert.

Andy

Autor: vinculum (Gast)
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Achso, zwei SAW in Reihe sind da jetzt, weil zwei Helixfilter gar nicht 
mehr da sind. Die hatte ich allerdings nicht mit fotografiert.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> soweit alles richtig. Die genaue lowPass Anordnung kann ich erst nächste
> Woche posten, dann habe ich das Teil in den Händen, bis dahin nur die
> Fotos.

Ok.

> Es gibt alle ICs bei Digikey, wer sagte schwierig zu beschaffen? Ein
> Satz ungefähr 25$ in Einzelstückzahlen.

Digikey führt Sirenza?! Dann war ich zu blöd zum Finden.

> SAW ist wohl eher ein Preis- als Qualitätsfrage. Ich habe eine Quelle
> mit 6$/ea, allerdings $250 Mindestbestellwert.

Macht 21 Nachbauten von Mitlesern. Ist eventuell zu schaffen...

> Achso, zwei SAW in Reihe sind da jetzt, weil zwei Helixfilter gar nicht
> mehr da sind. Die hatte ich allerdings nicht mit fotografiert.

Ich wunderte mich nur, da die Teile von Triquint aus ihrer letzten 
Version eigentlich gut genug waren für einen solchen Direktempfänger. 
Jetzt benutzen sie eine wesentlich breitere Variante mit weniger 
Sperrdämpfung und schalten zwei davon in Reihe... Ist das wirklich 
sinnvoll? Kann eigentlich nur eine Preisfrage sein.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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> Digikey führt Sirenza?! Dann war ich zu blöd zum Finden.

http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.d...

> Die genaue lowPass Anordnung kann ich erst nächste
> Woche posten, dann habe ich das Teil in den Händen, bis dahin nur die
> Fotos.

Ich  habe mir die Fotos nochmmal genau angeguckt, es kommt doch erst der 
AD8313, dann der LT1801 mit low pass, du hattest Recht

> Macht 21 Nachbauten von Mitlesern. Ist eventuell zu schaffen...

Hier sind aber keine 21 Mitleser mehr, höchstens 3...

> Kann eigentlich nur eine Preisfrage sein.

Die Erstausgabe des SBS -1 war schon ziemlich aufwwndig, es wurden an 
die 8000 Stück erkauft- ZB war da eine gleitende Filterung in einem 
SRAM. Dann kam ein Konkurrenzprodukt Radarbox, das total simpel ist. Ich 
habe leider keine Bilder vom HF-Teil. Aber die gesamte Datenverarbeitung 
wurde von der Platine nach Windows verlegt- Eigentlich besteht diese 
Kiste nur aus dem HF-Teil, einem Komparator und einer USB-Schnittstelle. 
Bei einem Preis von 400€! Marge würde ich auf 300 schätzen. Die 
Nachfolge SBS-1 erhielt zur Unterscheidung dann einen Xport und es 
wurden radikal die Kosten gedrückt, um den Preis zu halten ,mit dem 
Ergebnis oben.Im täglichen Leben drfte das Ergebnis aber keinen großen 
Unterschied machen, wie die diersen Foren zum Thema zeeigen. Wir 
überbewerten das hier. Es geht ja nicht um DXen, und die interessanten 
Daten werden zweimal por Sekunde gesendet. Wenn da was untergeht, k0mmt 
es beim nächsten Mal.

Autor: Marco S. (masterof)
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Dann will ich mich als Mitleser outen.
Der auch interesse an einem Selbstbau Mod-S Empfänger hat.

Autor: Michael (Gast)
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Ich will mich auch als Mitleser mit Interesse aber viel zu wenig Ahnung 
zum Thema HF outen!

Autor: Torsten Schwalm (torstensc)
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Ich lese auch immer noch sehr interessiert mit, würde auch mitbauen.
Aber bei HF halte ich erst mal meinen Schnabel, ist nicht mein Gebiet.

Torsten

Autor: Thomas H. (pcexperte) Benutzerseite
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Also wenn hier eine fertige Leiterplate und quasi ein Bausatz bei 
herauskommt
baue ich auch mit, nur HF ist echt nicht mein Ding um mitreden zu können 
;)

Gruß
Thomas

Autor: PJ (Gast)
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Bei unserer LUG gab es auch mehrere Interessenten, ein günstiger Bausatz 
fände da sicher Abnehmer.

Autor: Stefan P. (form)
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Ich würde mir das Dingen auch nachbauen. Mit den angesprochenen 21 
Leuten (Mindestbestellwert) könnte man ja schon knapp komplett 
Deutschland abdecken, wenn man sich Vernetzt.

Autor: NoName (Gast)
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Ich lese auch mit ;-) und habe Interesse.

Ich würde gerne eine reine HF-Platine sehen und die CPU-Wahl jedem 
selbst überlassen. Die AVRs sind nicht "mehr" mein Ding. Ein kleiner M3 
ist für mich z.Z. die erste Wahl.


...

Autor: Micha (Gast)
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Auch Mitleser,
leider nicht sooo... die HF Ahnung, aber wenn es HF mäßig einigermaßen 
nachbausicher ist wäre ich dabei

Autor: Lasse S. (cowz) Benutzerseite
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<- Mitleser.

Hätte auch Interesse, wenn es einen HF-Aufbau gibt, und der Prozessor 
dahinter "mein Bier" wäre. Also quasi ein Bausatz, der Anschlussfertig 
für verschiedene µC (für mich z.B. AVRs) wäre.

Habe leider auch noch keine Ahnung von HF :/

Gruß, Lasse

Autor: Martin Laabs (mla)
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Hallo,

das Problem ist doch, dass alle die, die sich so ein Projekt zutrauen 
i.A. wenig Zeit dafür haben und denen die Zeit haben oft die Erfahrung 
fehlt.
Wenn ich sowas haben wollte würde ich es mir bauen. Aber das ginge halt 
genau so schnell wie ich Lust darauf habe. Wenn 21 Leute dahinter stehen 
und immer fragen "Na - wann ist es denn endlich fertig? Wann hast Du das 
letze mal was am Projekt gemacht?" ist das alles andere als erholsam.

Und wenn dann noch jeder mit einem Extrawunsch ankommt, das Layout bitte 
auch in dem allgemein verfügbaren Eagle gemacht werden soll und die 
Platine nicht vierlagig sein darf weil man es dann mit der 
Freewareversion nicht mehr ändern kann und jeder kleine Fehler im ersten 
Prototypen mit "Hach - mir wäre sowas nicht passiert" kommentiert wird, 
ist der Spaßfaktor negativ geworden.
Den einzigen Weg den ich sehe ist, dass jemand das Ding ganz alleine für 
sich aufbaut und am Ende die Daten zur allgemeinen Verfügung stellt und 
dann (u.U. auch jemand anderes) diese Daten zu einer Art Bausatz mit 
Anleitung erweitert werden. Denn das ist auch noch mal ein dicker Batzen 
Arbeit der vom Zeitumfang mit der Entwicklung her ähnlich groß ist. 
(Bauteilquellen finden, Platinen fertigen lassen, Anleitung schreiben - 
mit Fotos, Inbetriebnahme beschreiben, Fehlerquellen finden, Support 
geben etc.)

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: PJ (Gast)
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Ob es "das Problem" wirklich gibt?
Das Projekt geht seinen Lauf, ab und zu kommt was von Leute, die was 
beitragen.

Die evtl. Mitbesteller haben sich gemeldet, weil jemandem nicht klar 
war, ob noch genug Interesse da ist:

>> Macht 21 Nachbauten von Mitlesern. Ist eventuell zu schaffen...
> Hier sind aber keine 21 Mitleser mehr, höchstens 3..

, denn diese Leute würden sich vielleicht zwar "nur" "passiv" über ein 
günstiges, fertiges Teil freuen, aber sie wären durch ihren zur 
Verfügung gestellten finanziellen Einsatz als Abnehmer eben auch 
Bestandteil einer Herde, die das Projekt möglicherweise preislich (und 
evtl. auch organisatorisch) überhaupt erst machbar macht.

Autor: mkroes (Gast)
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wäre auch dabei beim zahlen...
für entwicklungsarbeit reichts leider nicht :(

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.d...

Ok, über die deutsche Seite ist der Hersteller nicht vertreten. Was 
evtl. bedeutet, daß Digikey kein Distributor für Deutschland ist und 
nicht liefern kann. Was passiert, wenn man über die US-Seite nach 
Deutschland bestellt, möchte ich lieber nicht ausprobieren. Da könnte 
einiges an Versandkosten und Zollgebühren anfallen.

> Ich  habe mir die Fotos nochmmal genau angeguckt, es kommt doch erst der
> AD8313, dann der LT1801 mit low pass, du hattest Recht

Ok, klingt besser. Könnte es auch ein Doppel-OV mit Tiefpaß und 
Komparator sein?

> SRAM. Dann kam ein Konkurrenzprodukt Radarbox, das total simpel ist. Ich
> habe leider keine Bilder vom HF-Teil. Aber die gesamte Datenverarbeitung
> wurde von der Platine nach Windows verlegt- Eigentlich besteht diese
> Kiste nur aus dem HF-Teil, einem Komparator und einer USB-Schnittstelle.

Ist doch aus Sicht des Herstellers durchaus sinnvoll, Software läßt sich 
preiswerter kopieren als Hardware. Wenn da eine Menge Programmieraufwand 
in die Software geflossen ist, mag die Marge auch deutlich geringer 
sein, je nach Stückzahl.

Wenn wir hier alle mit 70 dB Dynamikumfang zufrieden sind, sollten wir 
die obige Schaltung einfach nachbauen. Einfacher und preiswerter geht es 
kaum. Sollten es eher 100 dB sein, würde ich an meinem ursprünglichen 
Konzept festhalten, das ein wenig, aber nicht viel aufwendiger ist. Für 
30 dB nach unten könnte sich das lohnen, müsste man in der Praxis 
ausprobieren.

Ich würde mir zutrauen, eine entsprechende Platine für den HF-Teil zu 
entwerfen. Die Platine würde ich allerdings so anlegen, daß ein kleiner 
AVR noch mit an Bord ist, um fertig dekodierte Signale über eine 
geeignete Schnittstelle ausgeben zu können. Dann würden sich die weniger 
erfahrenen Bastler ein "Fertiggerät" zusammenlöten können. Ob man den 
Controller bestückt oder lieber die Rohdaten selbst weiterverarbeitet, 
könnte man immer noch selbst entscheiden.

Als einziges Problem sehe ich die SAW-Filter. Ich habe einen Verdacht, 
welche Quelle vinculum meint. Die lehnen es allerdings rigoros ab, nach 
Europa zu liefern. Aber vielleicht geht es über einen Bekannten in den 
USA. Jedenfalls würden wir dann mindestens 20 Interessenten brauchen, 
die bereit wären, ihre SAW-Filter gegen Vorkasse über eine 
Sammelbestellung zu erstehen.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Oliver Döring schrieb:

> Wenn wir hier alle mit 70 dB Dynamikumfang zufrieden sind, sollten wir
> die obige Schaltung einfach nachbauen. Einfacher und preiswerter geht es
> kaum. Sollten es eher 100 dB sein, würde ich an meinem ursprünglichen
> Konzept festhalten, das ein wenig, aber nicht viel aufwendiger ist. Für
> 30 dB nach unten könnte sich das lohnen, müsste man in der Praxis
> ausprobieren.

Das Hauptziel sollte es sein, das ganze Nachbau sicher zu machen. Auch 
wenn der eine oder andere über einen Funktionsgenerator, Oszi und 
ähnliches verfügt mit dem er bis ein paar 10 oder auch 100MHz messen 
kann, im GHz Bereich können vermutlich nur die wenigsten messen. Also 
alles möglichst abgleichsfrei machen, bzw. wenn was abgeglichen werden 
muss, dann so dass man es mit einem Standard 30MHz Oszi machen kann.

> Ich würde mir zutrauen, eine entsprechende Platine für den HF-Teil zu
> entwerfen. Die Platine würde ich allerdings so anlegen, daß ein kleiner
> AVR noch mit an Bord ist, um fertig dekodierte Signale über eine
> geeignete Schnittstelle ausgeben zu können. Dann würden sich die weniger
> erfahrenen Bastler ein "Fertiggerät" zusammenlöten können. Ob man den
> Controller bestückt oder lieber die Rohdaten selbst weiterverarbeitet,
> könnte man immer noch selbst entscheiden.

Klingt gut. Den AVR aber lieber etwas größer auslegen, bzw. einen Typ 
verwenden zu dem es einen pinkompatiblen größeren gibt, falls doch noch 
irgendwelche Erweiterungen dazukommen. Wenn sich der Preis in Grenzen 
hält, hätte ich auch interesse an einer Platine.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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So, hier einige weitere Infos von mir:

> Was passiert, wenn man über die US-Seite nach
> Deutschland bestellt, möchte ich lieber nicht ausprobieren. Da könnte
> einiges an Versandkosten und Zollgebühren anfallen.

Ich kann die Teile in den USA besorgen und hier zollfrei zum 
Privatverbrauch einführen, da ich beruflich mehr als oft drüben bin bzw. 
mitbringen lassen kann. Das gilt auch für die SAW_Filter.

> Ok, klingt besser. Könnte es auch ein Doppel-OV mit Tiefpaß und
> Komparator sein?

Kann sein, das Gerät ist zu mir aus GB unterwegs, ich poste dann den 
endgültigen Plan.

> Wenn wir hier alle mit 70 dB Dynamikumfang zufrieden sind, sollten wir
> die obige Schaltung einfach nachbauen. Einfacher und preiswerter geht es
> kaum. Sollten es eher 100 dB sein, würde ich an meinem ursprünglichen
> Konzept festhalten, das ein wenig, aber nicht viel aufwendiger ist. Für
> 30 dB nach unten könnte sich das lohnen, müsste man in der Praxis
> ausprobieren.

Die Platine schafft -105 dbm und fährt damit reichlich Datenschrott ein. 
Ich habe ausreichend Erfahrung mit dem Originalgerät (das übrigens Daten 
verschlüsselt über USB oder Ethernet sendet) und warne vor überzogenen
Erwartungen. Besonders in Flughafennähe ist der Receiver schnell 
zugestopft. Für ein Netzwerk wäre das nicht geeignet. Die Reichweite ist 
theoretisch sowieso auf 180 NM wegen der Flughöhe begrenzt. Nur bei 
ducting kommt man weiter, dann aber auch wieder mit reichlich Fehlern 
wegen Phasenverzerrungen.

> Ich würde mir zutrauen, eine entsprechende Platine für den HF-Teil zu
> entwerfen. Die Platine würde ich allerdings so anlegen, daß ein kleiner
> AVR noch mit an Bord ist, um fertig dekodierte Signale über eine
> geeignete Schnittstelle ausgeben zu können.

Das halte ich genau für den richtigen Ansatz. Ich habe es genauso 
gemacht und an den Videoausgang des ersten ORiginalgeräts einen 
Komparator und dann einen Mega48 angeschlossen (siehe Bild). Der spukt 
dann die Daten aus (bei mir seriell 921k alternativ xport auf Ethernet). 
Niedrigere Baudrate geht nicht, da dann Daten verloren gehen.

Im normalen Betrieb mit 40-80 flugzeugen gleichzeitig (in manchen 
Regionen bis 200) hat man locker mehrere 100 kBit/s Datenrate. Es 
braucht daher noch folgendes, wenn man die Datenstrecke nicht 
ungebührlich belasten will:
- Berechnung der CRC (24 bit) und ggfs. Verwerfen des Pakets
- Bereinigung von wiederholten Paketen (kommt häufiger vor)
- eine ziemlich aufwendige Windows-Applikation, die die Pakete in 
Position, Höhe usw. übersetzt und darstellt (habe ich, das ist alles 
andere als trivial, da die Daten speziell kodiert sind).
Das muss in einem separaten Postprozessor passieren oder auf dem PC.

Mein Interesse ist übrigens folgendes (da ich einen SBS-1 receiver 
habe): ich möchte mit der eigenen Platine ein lokales Netzwerk von 4 
oder 5 Stationen im Umkreis von 60 NM um meinen Heimatflughafen 
aufstellen. Mit diesen möchte ich über Multilateration auch die Position 
solcher Flugzeuge bestimmen, die keine Positionsdaten senden, sondern 
nur Kennung etc (fast alle Regionalflugzeuge). Dass das Prinzip 
funktioniert, ist bereits woanders bewiesen, es fehlt nur an dem 
günstigen receiver mit Ethernetanschluss, so dass die Leute nicht ihr 
Originalgerät hacken müssen (was bei einem Preis von 400€ keiner gerne 
tut). Zu diesem Zweck habe ich auf der Platine im Bild auch einen 32-bit 
Zähler mit untergebracht. Dieser liefert eine Zeitbasis mit 50 ns 
Auflösung. Drift etc. wird rechnerisch kompensiert, das reicht für 
Multilateration, wenn man einige Tricks anwendet.

Zum Projekt kann ich die Vorlage aus dem Originalgerät, die Beschaffung 
der Bauteile, die Windows-Applikation und das bisher Erreichte 
beitragen. Eine HF-Platine zu entwickeln bzw. zu fertigen würde meinen 
bisherigen Horizont übersteigen...

Andy

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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'Multilateration ' wozu?

Ist das einfach nur eine Spielwiese? Mir ist der Sinn immer noch nicht 
klar. Wundert mich auch, wieso so viele Leute jetzt mitmachen wollen. 
Wenn das doch bei anderen Projekten auch so wäre...

Technisch würde mich noch die Verteilung des Zeitnormals auf die 
einzelnen Empfangsstationen interessieren. Wie bringst du die alle auf 
die rechte Phase, um die Zeit messen zu können. Ethernet ist ja nicht 
sonderlich genau. Machst du das im Zentralrechner?


Gruß -
Abdul

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> Ich kann die Teile in den USA besorgen und hier zollfrei zum
> Privatverbrauch einführen, da ich beruflich mehr als oft drüben bin bzw.
> mitbringen lassen kann. Das gilt auch für die SAW_Filter.

Perfekt.

> Die Platine schafft -105 dbm und fährt damit reichlich Datenschrott ein.

Ich vermute, daß dann bei -35dBm die Übersteuerung schon anfängt, viel 
zu früh. Zumindest, wenn man draußen eine ordentliche Antenne 
installiert und der nächste Flughafen nicht hunderte Kilometer entfernt 
ist.

> Ich habe ausreichend Erfahrung mit dem Originalgerät (das übrigens Daten
> verschlüsselt über USB oder Ethernet sendet) und warne vor überzogenen
> Erwartungen. Besonders in Flughafennähe ist der Receiver schnell
> zugestopft. Für ein Netzwerk wäre das nicht geeignet. Die Reichweite ist
> theoretisch sowieso auf 180 NM wegen der Flughöhe begrenzt. Nur bei
> ducting kommt man weiter, dann aber auch wieder mit reichlich Fehlern
> wegen Phasenverzerrungen.

Datenschrott ist völlig normal, da bei Extended Squitter einfach ins 
Blaue gesendet wird. Da können sich mehrere Flugzeuge überlagern. Dazu 
kommen die normalen Sekundärradar-Antworten und einige Impulse von 
DME-Interrogatoren. Deshalb ja die Prüfsumme, um aus dem Berg an 
Informationen die gültigen ADS-B-Pakete zu filtern.

> habe): ich möchte mit der eigenen Platine ein lokales Netzwerk von 4
> oder 5 Stationen im Umkreis von 60 NM um meinen Heimatflughafen
> aufstellen. Mit diesen möchte ich über Multilateration auch die Position
> solcher Flugzeuge bestimmen, die keine Positionsdaten senden, sondern
> nur Kennung etc (fast alle Regionalflugzeuge). Dass das Prinzip
> funktioniert, ist bereits woanders bewiesen, es fehlt nur an dem
> günstigen receiver mit Ethernetanschluss, so dass die Leute nicht ihr
> Originalgerät hacken müssen

Die Idee ist nicht schlecht. Wie synchronisierst du die einzelnen 
Empfänger auf eine gemeinsame Zeitbasis? GPS? Oder Internet?

> Zum Projekt kann ich die Vorlage aus dem Originalgerät, die Beschaffung
> der Bauteile, die Windows-Applikation und das bisher Erreichte
> beitragen. Eine HF-Platine zu entwickeln bzw. zu fertigen würde meinen
> bisherigen Horizont übersteigen...

Prima, dann passen wir ja ganz gut zusammen...

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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>Ist das einfach nur eine Spielwiese? Mir ist der Sinn immer noch nicht
>klar.

Nein, keine Spielwiese, es zeigt die Flz an, die jetzt nicht zu sehen 
sind. Das sind ungefähr nochmal 30% mehr als im Bild schon zu sehen sind 
(Darstellung mit meinem eigenen Decoder und einem SBS-1-UDP-Netzwerk)

> Technisch würde mich noch die Verteilung des Zeitnormals auf die
> einzelnen Empfangsstationen interessieren. Wie bringst du die alle auf
> die rechte Phase, um die Zeit messen zu können. Ethernet ist ja nicht
> sonderlich genau. Machst du das im Zentralrechner?

Wie schon gesagt, es gibt da einen Trick, so dass man die Zeit mit ein 
wenig Rechnerei syncen kann, ohne ein echtes externes Normal zu haben. 
Es sind ja Daten mit bekannter Zeit, Position und Entfernung zur Antenne 
vorhanden. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

>Wundert mich auch, wieso so viele Leute jetzt mitmachen wollen.

Wundert mich nicht...

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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A. Hermano schrieb:
>>Ist das einfach nur eine Spielwiese? Mir ist der Sinn immer noch nicht
>>klar.
>
> Nein, keine Spielwiese, es zeigt die Flz an, die jetzt nicht zu sehen
> sind. Das sind ungefähr nochmal 30% mehr als im Bild schon zu sehen sind
> (Darstellung mit meinem eigenen Decoder und einem SBS-1-UDP-Netzwerk)
>

Trotzdem weiß ich nun nicht, wozu ich die über mich fliegenden Flz 
erfassen sollte. Sind das alles klagefreudige Lärmgegner?


>> Technisch würde mich noch die Verteilung des Zeitnormals auf die
>> einzelnen Empfangsstationen interessieren. Wie bringst du die alle auf
>> die rechte Phase, um die Zeit messen zu können. Ethernet ist ja nicht
>> sonderlich genau. Machst du das im Zentralrechner?
>
> Wie schon gesagt, es gibt da einen Trick, so dass man die Zeit mit ein
> wenig Rechnerei syncen kann, ohne ein echtes externes Normal zu haben.
> Es sind ja Daten mit bekannter Zeit, Position und Entfernung zur Antenne
> vorhanden. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

Weißt du darüber nicht mehr oder willst es nicht verraten? Der 
Algorithmus ähnelt doch GPS oder sehe ich das falsch? Jedenfalls wird 
bei GPS auch ein eigenes gutes Zeitnormal für erhöhte Genauigkeit 
benötigt. Deswegen gibt es mittlerweile für GPS sehr gute TCXOs. Man 
sinnt sogar über eine Zeitnormal-Übertragung auf anderen Wegen nach. 
Konkret über Mobilfunk. Damit läßt sich die nun erreichte und 
mittlerweile begrenzte Genauigkeit weiter steigern!

Mich würde es interessieren wie du es genau machst, da ich eine 
Anwendung für ein Spreading-System sehe.


>
>>Wundert mich auch, wieso so viele Leute jetzt mitmachen wollen.
>
> Wundert mich nicht...

Öh ja verwundert
In meiner Gegend würde das System nicht allzuviel anzeigen. Deswegen bin 
ich ja auch umgezogen. War ein wichtiger Grund...


Gruß -
Abdul

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> Trotzdem weiß ich nun nicht, wozu ich die über mich fliegenden Flz
> erfassen sollte. Sind das alles klagefreudige Lärmgegner?

Eher Luftfahrt-Fans, würde ich schätzen.

Nach Einschätzung der Bundesnetzagentur sind wir dagegen Terroristen, 
die ihre Raubkopiermörderatomlenkraketen auf zivile Flugzeuge 
ausrichten:

http://www.funkamateur.de/cgi-bin/fanews.cgi?fanid=404

Mittlerweile ist das ganze juristisch wieder auf dem Boden der Tatsachen 
angelangt.

> Jedenfalls wird
> bei GPS auch ein eigenes gutes Zeitnormal für erhöhte Genauigkeit
> benötigt. Deswegen gibt es mittlerweile für GPS sehr gute TCXOs. Man
> sinnt sogar über eine Zeitnormal-Übertragung auf anderen Wegen nach.
> Konkret über Mobilfunk. Damit läßt sich die nun erreichte und
> mittlerweile begrenzte Genauigkeit weiter steigern!

Du meinst wahrscheinlich Differential GPS mit einem 
Genauigkeitspotential im Millimeterbereich, je nach Entfernung zur 
Referenzstation. Da geht es nicht um das Zeitnormal, sondern um das 
Erfassen und Korrigieren von sonst unbekannten Einflüssen der Atmosphäre 
auf das Funksignal. Die Korrekturdaten müssen irgendwie von der 
Referenzstation zum Empfänger gelangen, das ginge unter anderem auch per 
SMS o.ä.

> Mich würde es interessieren wie du es genau machst, da ich eine
> Anwendung für ein Spreading-System sehe.

Ich hätte ja eine Idee, aber wenn er's nicht sagen will, dann musst du 
von alleine drauf kommen. Schau einfach mal, was für Annahmen du über 
die empfangenen Signale machen kannst, wenn die Anordnung so ist wie 
oben beschrieben.

Autor: Martin Laabs (mla)
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Zwei Stationen empfangen das selbe Datenpaket und kennen ihren Standort. 
Beide können, da die Position vom Sender im Paket steht, die Entfernung 
s bestimmen. Die Laufzeit t=s/c ist auch leicht zu berechnen.
Damit hat man einen Referenzzeitpunkt mit dem man die lokale Uhr 
synchronisieren kann. Mit mehreren Paketen von verschiedenen Flugzeugen 
kann man entsprechend auch noch die Annahme über den bekannten 
Standpunkt der Empfänger wegfallen lassen. (Es ergibt sich ein 
Gleichungssystem das nach den beiden/drei Unbekannten aufzulösen ist.)
Warum wird darum jetzt so ein Hickhack gemacht?

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> Warum wird darum jetzt so ein Hickhack gemacht?

Weil die Position eben nicht bei allen Flugzeugen im Datenpaket steht. 
Die Standard-Mode-S-Daten (Flight-ID, Transpondercode und Flughöhe) 
werden zwar empfangen, können aber nicht sinnvoll in eine 
Kartendarstellung eingeblendet werden.

Nur mit mehreren Empfängern bekannter Position und einer 
Laufzeitberechnung können auch diese Flugzeuge (i.d.R. alle < 5,7 
Tonnen) dargestellt werden.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Martin Laabs schrieb:
> Zwei Stationen empfangen das selbe Datenpaket und kennen ihren Standort.
> Beide können, da die Position vom Sender im Paket steht, die Entfernung
> s bestimmen. Die Laufzeit t=s/c ist auch leicht zu berechnen.
> Damit hat man einen Referenzzeitpunkt mit dem man die lokale Uhr
> synchronisieren kann. Mit mehreren Paketen von verschiedenen Flugzeugen
> kann man entsprechend auch noch die Annahme über den bekannten
> Standpunkt der Empfänger wegfallen lassen. (Es ergibt sich ein
> Gleichungssystem das nach den beiden/drei Unbekannten aufzulösen ist.)
> Warum wird darum jetzt so ein Hickhack gemacht?
>

Weil das Gleichungssystem gar nicht analytisch lösbar ist, denn die 
Physik liefert ungenaue Daten. In der Schule habe ich das aber nur für 
die mathematisch exakte Welt lösen gelernt!
Aber vielleicht kannst du uns das genauer erklären. Ich bin nicht so der 
Mathefreak.


Gruß -
Abdul

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Oliver Döring schrieb:
>> Trotzdem weiß ich nun nicht, wozu ich die über mich fliegenden Flz
>> erfassen sollte. Sind das alles klagefreudige Lärmgegner?
>
> Eher Luftfahrt-Fans, würde ich schätzen.

Kann sein. Ich empfinde die Zigarren am Himmel eher als unnützen Kram.


>
> Nach Einschätzung der Bundesnetzagentur sind wir dagegen Terroristen,
> die ihre Raubkopiermörderatomlenkraketen auf zivile Flugzeuge
> ausrichten:
>
> http://www.funkamateur.de/cgi-bin/fanews.cgi?fanid=404
>
> Mittlerweile ist das ganze juristisch wieder auf dem Boden der Tatsachen
> angelangt.

Habe es mir nun nicht angesehen, aber Schäuble hat mich eh schon in 
diversen Datenbanken.
Es fängt harmlos an:
1. Hat E-Technik irgendwas studiert
2. hat Bart (Naja, nicht immer)
3. öfters sehr störrisch
4. usw.


>
>> Jedenfalls wird
>> bei GPS auch ein eigenes gutes Zeitnormal für erhöhte Genauigkeit
>> benötigt. Deswegen gibt es mittlerweile für GPS sehr gute TCXOs. Man
>> sinnt sogar über eine Zeitnormal-Übertragung auf anderen Wegen nach.
>> Konkret über Mobilfunk. Damit läßt sich die nun erreichte und
>> mittlerweile begrenzte Genauigkeit weiter steigern!
>
> Du meinst wahrscheinlich Differential GPS mit einem
> Genauigkeitspotential im Millimeterbereich, je nach Entfernung zur
> Referenzstation. Da geht es nicht um das Zeitnormal, sondern um das
> Erfassen und Korrigieren von sonst unbekannten Einflüssen der Atmosphäre
> auf das Funksignal. Die Korrekturdaten müssen irgendwie von der
> Referenzstation zum Empfänger gelangen, das ginge unter anderem auch per
> SMS o.ä.

Nein! Es gibt darüber eine Abhandlung. Wenn ich sie finde, dann poste 
ich das. Wenn ich nur alles wiederfinden würde...


>
>> Mich würde es interessieren wie du es genau machst, da ich eine
>> Anwendung für ein Spreading-System sehe.
>
> Ich hätte ja eine Idee, aber wenn er's nicht sagen will, dann musst du
> von alleine drauf kommen. Schau einfach mal, was für Annahmen du über
> die empfangenen Signale machen kannst, wenn die Anordnung so ist wie
> oben beschrieben.

Ich laß mich aber gerne bedienen von Leuten dies besser können. Dafür 
helfe ich gerne bei anderen Dingen, die ich zumindest vermute besser 
machen zu können.


Gute Nacht -
Abdul

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Hier ein Dokument was ich als beachtenswert in der Sammlung habe. 
Iterative Lösung der Triangulationsgleichung.


Gruß -
Abdul

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Und hier noch ein Dokument, das zumindest in die Richtung geht die ich 
erwähnte. Gerade mit Google gefunden:
http://forschung.unibw.de/papers/4lut9jfxv9hd0ig1p...


Gute Nacht -
Abdul

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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> Zwei Stationen empfangen das selbe Datenpaket und kennen ihren Standort.
> Beide können, da die Position vom Sender im Paket steht, die Entfernung
> s bestimmen. Die Laufzeit t=s/c ist auch leicht zu berechnen.
> Damit hat man einen Referenzzeitpunkt mit dem man die lokale Uhr
>  synchronisieren kann. Mit mehreren Paketen von verschiedenen Flugzeugen
> kann man entsprechend auch noch die Annahme über den bekannten
> Standpunkt der Empfänger wegfallen lassen.

Na bitte, geht doch - Patent pending, deswegen. Da 70% der Daten eine 
Position haben und nur 30% keine, und Drift und Offset eigentlich 
ziemlich stetig sind, hat man für jede Station eine schöne 
Referenzgerade auf der sich die Zeitnormale bewegen. Der Rest ist ein 
bisschen least square im Raum. Na ja bisschen ist untertrieben. Gurgel 
mal nach Planeplotter + Multilateration. Oder Bucher + Multilateration. 
Mit dem Kollegen habe ich es entwickelt und er hats umgesetzt, 
allerdings nicht in realtime. Realtime ist jetzt das Ziel. Guckst du 
www.fluggelaende.de kannst du dir auch sonst noch vorstellen, wofür das 
gut ist (oder eben auch nicht). Es gibt eben Sachen...

Autor: Martin Laabs (mla)
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Hallo,

> Weil das Gleichungssystem gar nicht analytisch lösbar ist, denn die
> Physik liefert ungenaue Daten. In der Schule habe ich das aber nur für
> die mathematisch exakte Welt lösen gelernt!
> Aber vielleicht kannst du uns das genauer erklären. Ich bin nicht so der
> Mathefreak.

Es ergeben sich drei Standkugeln die sich aufgrund der Fehler nicht in 
direkt einem Punkt schneiden. Man kennt aber den Fehler und dessen 
Wahrscheinlichkeitsverteilung. Damit hat man keine Standkugeln mit 
unendlich dünner "Haut" sondern die "Haut" ist der 
Wahrscheinlichekeitsdichteverteilung entsprechend ausgedeht. Wenn man 
nun alle drei Kugeln und deren "Hautdicken" miteinander kombiniert hat 
man den Punkt an dem das Objekt mit der höchsten Wahrscheinlichkeit 
liegt. (Im einfachsten Falle müsste es die einfache Multiplikation der 
Wahrscheinlichkeiten sein, da sie voneinander statistisch unabhängig 
sein sollten.)

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Danke Martin, das verstehe ich. Erinnert mich an das Kalottenmodell des 
Atoms und Fuzzy-Logic.

Und wie macht man das mathematisch, da muß ja ein ganzer Zahlenstrahl 
multipliziert werden. Ich bin da doof und würde es quantisieren auf dem 
Strahl, das ganze als Vektoren betrachten und diese miteinander 
verwurschteln. Am Ende bleibt ein Vektor, in dem ich den 
Zellen-Maximalwert suchen würde.

Bitte nur leise lachen!


Gruß -
Abdul

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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A. Hermano schrieb:
>> Zwei Stationen empfangen das selbe Datenpaket und kennen ihren Standort.
>> Beide können, da die Position vom Sender im Paket steht, die Entfernung
>> s bestimmen. Die Laufzeit t=s/c ist auch leicht zu berechnen.
>> Damit hat man einen Referenzzeitpunkt mit dem man die lokale Uhr
>>  synchronisieren kann. Mit mehreren Paketen von verschiedenen Flugzeugen
>> kann man entsprechend auch noch die Annahme über den bekannten
>> Standpunkt der Empfänger wegfallen lassen.
>
> Na bitte, geht doch - Patent pending, deswegen. Da 70% der Daten eine
> Position haben und nur 30% keine, und Drift und Offset eigentlich
> ziemlich stetig sind, hat man für jede Station eine schöne
> Referenzgerade auf der sich die Zeitnormale bewegen. Der Rest ist ein
> bisschen least square im Raum. Na ja bisschen ist untertrieben. Gurgel
> mal nach Planeplotter + Multilateration. Oder Bucher + Multilateration.
> Mit dem Kollegen habe ich es entwickelt und er hats umgesetzt,
> allerdings nicht in realtime. Realtime ist jetzt das Ziel. Guckst du
> www.fluggelaende.de kannst du dir auch sonst noch vorstellen, wofür das
> gut ist (oder eben auch nicht). Es gibt eben Sachen...

Patent ist für Privatanwendung kein Hindernis!

Hm. Für private Sachen würde es APRS doch völlig tun. Kann da keinen 
wesentlichen Vorteil sehen.

Aber gut, warum nicht. Ich entwickle ja auch Telemetrietransceiver, 
obwohl es schon gute gibt ;-)


Danke.

Gruß -
Abdul

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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>Hm. Für private Sachen würde es APRS doch völlig tun. Kann da keinen
>wesentlichen Vorteil sehen.

Na ja, wenn im Flz schon etwas  zwangsweise vorhanden ist wie ein Mode-S 
Transponder dann baut man sich nicht noch etwas anderes ein, das nur 
Platz, Gewicht und Power kostet. Von allem gibt es nämlich kaum etwas...

Gerät noch nicht da

Autor: ... (Gast)
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>... Von allem gibt es nämlich kaum etwas...

Oh doch et gibt noch einiges, dessen Einbau sich lohnen wuerde. zB der 
Flarm, ein unter segelfliegern verbreitetes Abstandswarnsystem. Wenn man 
damit die Privatpiloten vor segelfliegern warnen koennte, waere schon 
viel geholfen.

Autor: Dennis (Gast)
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Bzgl. Flarm: Für Segelflugzeuge sind auch keine Mode-S-Transponder 
vorgeschrieben...

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Mir scheint, es ist gesund, möglichst weit weg von Flugplätzen und 
Flugschneisen zu wohnen.
Das klingt ja alles sehr nach Chaos.


Gruß -
Abdul

Autor: ... (Gast)
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Ja. Leider. Duch Uebereglementierung hat sich eine Menge veralteter 
Technologiegeruempel angesammelt. Flugfunk ist zB immer noch 
Amplitudenmodiliert AM (Zisch, Rausch, Spratz...) anstelle des besseren 
FM. Jeder Pilot leiert sein Spruechlein runter, was man besser 
automatisiert loesen wuerde. Usw.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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@Abdul

> Ist das einfach nur eine Spielwiese? Mir ist der Sinn immer noch nicht
> klar. Wundert mich auch, wieso so viele Leute jetzt mitmachen wollen.

> Ich empfinde die Zigarren am Himmel eher als unnützen Kram.

> Hm. Für private Sachen würde es APRS doch völlig tun. Kann da keinen
> wesentlichen Vorteil sehen.

> Mir scheint, es ist gesund, möglichst weit weg von Flugplätzen und
> Flugschneisen zu wohnen. Das klingt ja alles sehr nach Chaos.

Warum machst du dann hier mit?

> Na ja, wenn im Flz schon etwas  zwangsweise vorhanden ist wie ein Mode-S
> Transponder dann baut man sich nicht noch etwas anderes ein, das nur
> Platz, Gewicht und Power kostet. Von allem gibt es nämlich kaum etwas...

Mode-S-Transponder verbrauchen relativ viel Strom. Ein 
Mode-S-Transponder bietet keinerlei Vorteil für Kleinflugzeuge, die 
ihn mit sich rumschleppen. Ein Mode-S-Transponder ist auch kein 
Antikollisions-System. All das macht ihn ungeeignet für Segelflugzeuge, 
wo er auch nicht vorgeschrieben ist. Ein FLARM bietet genau das für sehr 
wenig Gewicht, Strom und Geld. Reglementiert ist bei FLARM weder der 
Einbau noch das Gerät selbst. Das hat sich die Segelflugszene selbst 
erarbeitet, und verbreitet hat es sich, weil es sinnvoll ist.

> Duch Uebereglementierung hat sich eine Menge veralteter
> Technologiegeruempel angesammelt.

Nein. Überreglementierung wäre es, wenn alle ihre "veraltete" Technik 
rausschmeißen müssten, um sie durch ein "neues", nicht kompatibles 
System zu ersetzen. Alle fünf Jahre die komplette Avionik ersetzen, bei 
jedem Flugzeug, egal wie alt und klein? Danke, ich verzichte.

Der Umstieg von der alten Transpondertechnik auf die neuen, ach so 
tollen Mode-S-Systeme war ein Beispiel für eine reglementierte, 
erzwungene Erneuerung aller Flugzeuge. Und was hat's gebracht? Eben.

> Flugfunk ist zB immer noch Amplitudenmodiliert AM (Zisch,
> Rausch, Spratz...) anstelle des besseren FM.

Na und? Du willst ja nicht Beethovens Fünfte ins Cockpit übertragen. Die 
Sendeleistungen und Empfängerempfindlichkeiten sind für die 
erforderlichen Reichweiten ausgelegt und ausreichend.

> Jeder Pilot leiert sein Spruechlein runter, was man besser
> automatisiert loesen wuerde. Usw.

Fliegst du? Wahrscheinlich nicht, sonst würdest du das anders sehen.

Autor: ... (Gast)
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>> Jeder Pilot leiert sein Spruechlein runter, was man besser
>> automatisiert loesen wuerde. Usw.
>
>Fliegst du? Wahrscheinlich nicht, sonst würdest du das anders sehen.
>

Hin und wieder. - Der Empfang ist teilweise dermassen schlecht, dass man 
sich uebermaessig konzentrieren muss. Man koennte ein zusaetzliches 
akustisches Modem auf dem Funk Band haben, dass die Story (Wer, womit, 
woher & wohin, Hoehe, QNH, Transponderkennung usw) auf ein Knopfdruck 
abspult und auf der(den) Gegenseite(n) wird's auf einen Display 
decodiert.

Das waer evolutionaer, brauchbar, und guenstig.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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> Der Empfang ist teilweise dermassen schlecht

Das liegt aber nicht daran, dass es AM ist, sondern an der 
unzureichenden Anbindung der Sendestellen an die Kontrollzentrale. 
Besonders schlecht sind z.B. die Frequenzen der wohl modernsten 
eruopäischen Zentrale in Maastricht zu verstehen, da die Anbindung von 
Sendern über das normale Telefonnetz läuft und nicht z.B. über Microwave 
links. Bekannt als besonders defiziztär ist die Anbindung der 
Sendestelle auf dem Flughafen von Groningen. Da nützt die Weitergabe in 
FM dann auch nichts mehr.

Die Datenanbindung ist operativ verfügbar und nennt sich z.B. CPLDC. Es 
wird z.Zt. aber nur über den Ozeanen richtig genutzt, um Positionen 
durchzugeben etc.. In dicht beflogenen Lufträumen gibt es m.E. zur 
verbalen Kommunikation noch keine richtige Alternative, den zu jeder 
Anweisung gehört auch ein sofortiges readback und das ist mit data links 
nicht darstellbar.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Oliver Döring schrieb:
> @Abdul
>
>> Ist das einfach nur eine Spielwiese? Mir ist der Sinn immer noch nicht
>> klar. Wundert mich auch, wieso so viele Leute jetzt mitmachen wollen.
>
>> Ich empfinde die Zigarren am Himmel eher als unnützen Kram.
>
>> Hm. Für private Sachen würde es APRS doch völlig tun. Kann da keinen
>> wesentlichen Vorteil sehen.
>
>> Mir scheint, es ist gesund, möglichst weit weg von Flugplätzen und
>> Flugschneisen zu wohnen. Das klingt ja alles sehr nach Chaos.
>
> Warum machst du dann hier mit?
>

Mich interessiert hier nur die technische Seite. Meine Meinung zum 
Fliegen ist, es ist eine sinnlose Veranstaltung wenn es zur Routine 
wird. Noch sinnloser sind eigentlich wohl nur noch tägliche Fahrten auf 
die Arbeit von 50km und mehr.
Stell dir einfach vor, alle Menschen auf der Erde würden fliegen und 
autofahren. Es ist bald so, daß wir hier in DE umweltschutztechnisch 
machen können was wir wollen, u.a. die Chinesen werden allein durch die 
Kraft ihrer Hoden den Weltverschmutzungsgrad ganz einfach alleine 
bestimmen.
Man könnte jetzt natürlich über Elektroniker das gleiche behaupten.


Gruß -
Abdul

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Paket ist angekommen und erste Fotos sind gemacht. Ist doch schon 
seeeeeehr klein, so ein SMD-Frontend. Schaltplan zum größten Teil 
aufgenommen und noch 2 3 Kleinigkeiten sind zu klären. More details 
later.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Super, dann kann's bald losgehen. Wobei ich mir natürlich Verbesserungen 
an der Schaltung vorbehalte ;)

Autor: tuebschen (Gast)
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Also Interesse haben bestimmt 10000 Leute aber leider gehöre ich auch zu 
den 9979 Leuten die keine besondere Ahnung haben, aber löten kann ich 
schon, auch smd-löten. Kann Euch nur zu Eurem Vorhaben ermutigen, 
vielleicht kommt es ja zu einer Art Bausatzlösung.

Als kleinen bescheidenen Beitrag hab ich hier eine Webseite gefunden wo 
schöne Detailsfotos der SBS zu sehen sind.

http://jetvision.de/xport.shtml

Mfg

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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/me meldet vorsichtig Interesse an einem Bausatz, wenn mir das preislich 
passt.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Vinculum und ich arbeiten dran. Kann aber eine Weile dauern...

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich finde es erstaunlich, wie kann hier ein Markt entstehen von dem 
offensichtlich keiner wußte?

Erfreulich.


Gruß -
Abdul

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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> wie kann hier ein Markt entstehen von dem offensichtlich keiner wußte?

Weil die Originalgeräte auch nach über 10000 verkauften Exp. immer noch 
400 € kosten und immer weniger Leute Lust haben, das zu bezahlen - und 
weil die technische Weiterentwicklung irgendwie in die falsche Richtung 
geht

http://www.civilaircraftregisters.org/Mode_S_Resou...

statt standalone mit Display oder WLAN/GPRS/UMTS oder Batterie oder 
vernünftiger Vernetzung oder Multilateration gibt es jetzt einen 
Flugfunkempfänger dazu, den man über den PC steuern kann, wer braucht 
denn so was?

Autor: Tim W. (timmi)
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Andy H. schrieb:
> Paket ist angekommen und erste Fotos sind gemacht. Ist doch schon
> seeeeeehr klein, so ein SMD-Frontend.

Welches Konzept bzw. SMD-Frontend verfolgt du jetzt? Habe es aus dem 
Thread nicht mehr erkennen können.

Gruß
Tim

Autor: Kommerz-Man (Gast)
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Randy(Gast) schrieb:
>> und ´mit aufgeklappten Blechbüchsen
>> http://jetvision.de/images/sbs/rf1st.jpg
>> http://jetvision.de/images/sbs/rf2nd.jpg

>Wenn ich das silbrige Kästchen "F 0493" als SAW Filter interpretiere ist
>das tatsächlich nur ein Filter mit angehängter Feldstärkedetektion. Es
>überrascht mich dass ein so teurer kommerzieller Empfänger (hat
>sicherlich viele Zertifikate o.ä. die den hohen Preis rechtfertigen) ein
>so primitives Konzept haben darf.

>Randy

Die 400 bis 500€ die ein SBS1 kostet ist absolut lowcost.

Ihr müsst bedenken dass zu den ca. 60€ Kosten für Bauteile + Produktion 
etc. noch einiges dazukommt:

- ein zweijähriger Produktsupport (mehrere Stunden á viele € pro Gerät)
- Vertriebsprovision wenn man es denn Verkaufen möchte (15 bis 50%)
- Steuern (zumindest 19% MwSt dann aber noch kein Gewinn besteuert)
- Logistik zum Händler
- Entwicklungszeit-Abschreibung

Und dann will jemand mit den 60€ oder weniger die effektiv übrig bleiben 
möglicherweise noch davon leben (und eine Person schafft die Arbeit 
niiiieee) und seine Familie ernähren - nachdem er es Privat nochmals mit 
Einkommenssteuer besteuert bekommt.

Ich will nicht sagen dass das sicher ein gutes Geschäft ist - aber weit 
entfernt von Halsabschneiderei.

Wenn Ihr Eure Arbeit rechnet, wäre es das Geld möglicherweise doch wert 
- allerdings macht es ja Spaß, das ist der echte Grund und den wünsche 
ich Euch allen!

Autor: Markus D. (markusd112)
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Hallo,

schaut mal hier:

http://www.lll.lu/~edward/edward/adsb/SimpleAdbsRe...

Gruß

Markus

Autor: Tuebschen (Gast)
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Schau mal da!


Autor: vinculum (Gast)
Datum: 21.04.2009 22:49

Das versuchen andere auch gerade.
http://www.lll.lu/~edward/edward/adsb/SimpleAdbsRe..


Aber mal was Anderes. Ist das Projekt jetzt eingeschlafen??

Autor: attenuator (Gast)
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> Aber mal was Anderes. Ist das Projekt jetzt eingeschlafen??

Paradebeispiel für einen Projektverlauf(???)

- Begeisterung

- Ernücherung

- Bestrafung der Unschuldigen
  (Freiwillige vor !)

Autor: attenuator (Gast)
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> Ernücherung

Also gut, "Ernüchterung",aber dann sollte es stimmen.

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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Eingeschlafen? Aeh, nein, sind doch alle so fleissig am entwickeln, dass 
keine Zeit bleibt fuers posten :>

Autor: attenuator (Gast)
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Das tut mir aber Leid. Da lag ich dann wohl doch daneben .;-)

Autor: Edward Cardew (teddy)
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Es kommt schon voran, nur man hat fuer hobbies nicht immer viel Zeit ...
Also 300km mit Selstbau und kleines Program in VB6 sieht man im Anhang.

Edward Cardew

Autor: Fred Granna (sysrun)
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Das ist ja der Knaller :-)

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Nur Geduld, nix eigeschlafen, bis alle samples da sind und so eine 
Platine entflochten und gefertigt ist, dauert halt seine Zeit. Die 
Teile, die jemand anderes in den USA besorgt hat, sind auch immer noch 
im Transit, sollen aber am 15.7. entreffen. Die Platine ist nicht vor 
August fertig. Dann muss später das alles mein Sohn löten, der hat noch 
nicht diese dicken Brillengläser, ist aber oft nicht da. Dann muss man 
sich ja auch noch ein bisschen Testequipment bauen, z.B. ein 1090MHz VCO 
mit einem Testpattern-Modulator, da kommt eben eins zum anderen.

Vinc

Autor: LukasM (Gast)
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Ich melde mich dann auch mal dazu!
Als bekennender Flugzeug fan die ideale Gelegenheit näheres über die 
gerade in der Luft befindlichen Flugzeuge zu erfahren!
Ich währe auch an einem "Verbreitungsprojekt" intressiert und würde auch 
teilnehmen und meinen Teil für "Österreich" beitragen!


Gruß´Lukas

Autor: magucken (Gast)
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Hier noch ein aktuelles Foto einer Realisierung

http://www.cts-kenwood.cz/kv/Klinovec/uvnitr1024c.jpg

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Ich kann berichten, dass jetzt ein Prototyp der Eingangsstufe fertig 
ist. Er lieferte heute zum ersten Mal ein sauberes 5V-Signal der 1090 
MHz Signale.

Im Moment tendiere ich dazu, die Eingangsstufe vielleicht als 
Modul/Bausatz für Interessierte aufzulegen, d.h. ohne µC. Braucht 5V und 
3.3V Spannung (wird evtl. noch geändert auf nur 5V) und Antenne an 50 
Ohm. Das Modul wäre 5 x 2 cm groß, abgeschirmt und hätte an den vier 
Ecken jeweils 3 Pins zum Auflöten (im 2,54 Raster). Bausatz würde die 
SMD 2 MMICs, 2 SAWs, den Logamp und den Opamp beinhalten. Der Rest ist 
Hühnerfutter.

Falls aber doch mehr Interesse an einer Platine inkl. µC besteht, der 
dann auch eine erste Dekodierung vornimmt, wären Kommentare hilfreich.

Ein Video der ersten Versuche ist hier. Die Platine ist aber nur etwas 
schemenhaft zu sehen.
Youtube-Video "1090 MHz reception by self made receiver module"

Autor: Gast (Gast)
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Hehe. Das sieht doch gut aus ! Schön ! Ich würde schon eher einen 
eigenen uC nehmen wollen. Wieviel Rechenaufwand ist es denn das Signal 
zu dekodieren ?

Autor: Martin (Gast)
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Wenn hier 100 Leute Interesse haben, kannst du doch 100 Module fertigen 
lassen. Ein Modul möchte ich.

Autor: Philipp (Gast)
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Wenn so ein Modul nicht zu teuer wäre, hätte ich wohl auch interesse. µC 
würde ich auch lieber nen eigenen nehmen, als einen vorgegeben zu 
bekommen.

Hättest du nen Schaltplan zu dem, was du aufgebaut hast? Nicht, dass ich 
damit was anfangen könnte (MMIC, SAW, etc. sagt mir überhaupt nix), aber 
mich würde einfach mal interessieren wie sowas aussieht.

Autor: A. V. (a-v)
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Interessiert mich auch. Ich könnte ein paar 4 Layer Boards als 
Prototypen mitfertigen lassen, hätte noch ein bisschen Platz beim 
nächsten Mal.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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So sieht das Ding aus, nix spezielles, normale 2-lagige Platine, 
GND-plane auf der Unterseite. Bei vorsichtiger Führung des 
ANtennenkabels läuft das auch ohne Abschirmung. Wie gesagt: 
Originalgröße dieses Moduls: 5 x 1,7 cm

Autor: Philipp (Gast)
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Was kostet so ein Teil denn in etwa?

Autor: Harald A. (embedded)
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Ich möchte hiermit auch Interesse an einer Platine bekunden, gerne auch 
an einer Version mit Dekodierung.

Autor: Harald A. (embedded)
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Nachtrag: Je nach Preisvorstellung hätte ich auch Interesse an mehreren 
Platinen, wir hatten das Thema schon des öfteren im Bekanntenkreis.

Autor: Michael Haberler (mah)
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ich wäre auch an 2-3 interessiert - mit Decoder bevorzugt.

-Michael

Autor: Interesse (Gast)
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Hallo,

ich hätte auch Interesse, wenn ich die Daten auch irgendwo der 
Gemeinheit bereit stellen kann. Gibt es da noch nichts online zusammen 
mit OSM ???

Ansonsten zur Platine:

SMA-Steckverbinder (bevorzugt die Wlan-Teile die sind billiger) (die 
Pads würden schon reichen).
Ist die Platine "breiter" nicht evtl. etwas weniger an Fläche ?
Ein paar Bohrlöcher zum fixieren bzw. wie du schon sagtest die Lötpunkte 
im Raster ...


---

Autor: Martin B. (mabo1)
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Ich hätte auch gerne eine, wenn möglich inklusive µC.

Autor: Micha (Gast)
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ich hätte auch Interesse an erst einmal eimen (am besten schon mit einem 
'GrundDecoder' auf AVR Basis) und später dann noch einmal 3-4 Stück

Autor: Steffen (Gast)
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Würde sich die Platine eignen, um im Flugzeug mitgeführt den Traffic in 
der Umgebung anzuzeigen? Quasi als TCAS (Abstandswarnungssystem). Falls 
ja, hätte ich durchaus auch Interesse an 1-2 Modulen. Gerne mit uC, der 
bereits die Decodierung vornimmt und die Nutzdaten zur Verfügung stellt.

Autor: Rene H. (Gast)
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Ich bin auch interessiert. Wenn möglich auch mit uC, aber kein must.

Autor: Stefan P. (form)
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Habe auch Interesse an einem Modul. Ein µC muss da nicht unbedingt dran 
hängen, dann kann jeder sein Lieblings-µC nehmen.

Autor: Uwe Nagel (ulegan)
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Melde auch Interesse an. µC kann sein, muss aber nicht. Ich würde den 
Empfänger am liebsten direkt an der Antenne anbringen.

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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ich nemne auch, je nach preis 1 bis 10 stk , bausatz ohne µC

Autor: Jörg H. (Gast)
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Bin auch an 1 bis 2 interessiert. Kannst du schon die Kosten 
überschlagen?

Autor: Edgar Z. (manolenta)
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Ich bin auch an einem Bausatz interessiert, nach Möglichkeit komplett 
mit allem benötigten "Hühnerfutter".

Als Software zur Visualisierung würde sich evtl. diese hier

http://www.coaa.co.uk/planeplotter.htm

anbieten?

Autor: ext4 (Gast)
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je nach preis hätte ich auch interesse an einem teile satz ;-)

Autor: Edward Cardew (teddy)
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@Andy:
Das Problem auf dem Scope sichtbar: DME schlaegt in dein Signal ein, 
obwohl DME nicht im 1090 Band sitzt. Hier in Luxemburg sitzt DME genau 
unter 1090 und nur durch Superhet war der raus zu halten. SAWs auf 1090 
allein sind einfach zu breit.
Wird aber fuer 90% der Anwendungsfaelle keine Rolle spielen.

---

Ich fummele gerade mit den Pollin ALPS Sat Tuner fuer 50 cent rum und es 
sieht gut aus.

Apropos Planeplotter, ist der gratis zu haben ? Ist sein Protokoll 
bekannt ? Kann man mit einer Seriellen Schnittstelle dran ?

Das Bild zeigt mein VB6 program mit meiner Sat Tuner Hardware hier in 
Luxemburg. Gesammt Kosten des Systems unter 50 Euro.

Ed

Autor: ext4 (Gast)
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@edward

hast du dazu schon irgendwo irgendwas veröffentlicht? wie sieht deine 
schaltung sonst so aus?

Autor: Hans-peter Matthe (hpm)
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möchte auch Interesse an 1 Platine anmelden.
Wunsch: Schaltung mit µC für Datenausgang gerne auch fertig aufgebaut.

/HPM

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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@Edward
Schön, dass du wieder da bist
>Wird aber fuer 90% der Anwendungsfaelle keine Rolle spielen.
Ja DME schlägt durch, aber das tut es bei den kommerziellen Geräten 
auch, deshalb kein echtes Problem

@alle
Ich habe alles in einem Artikel zusammengefasst und werde dort auch 
weitere Updates machen.

http://www.mikrocontroller.net/articles/1090_MHz-A...

Für eine günstige Sammelbestellung braucht es aber wohl noch ein 
bisschen...

Autor: kutte (Gast)
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und noch ein Interessent. Mit oder ohne uC.
Kutte

Autor: Interesse (Gast)
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OSM = Open Street Map http://www.openstreetmap.org

;-)


Ich glaube Edward benutzt die Karte von OSM. Sieht jedenfalls so aus. 
Dürfen die Daten nicht veröffentlicht werden ? Ich wollte keine 
Rohdaten, sondern wohl eher gerenderte in einer Karte die ich mir dann 
per Browser anschauen kann.


Grüße.

Autor: SysRun (Gast)
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Das Visualisieren ist nicht sonderlich schwer.

Habe eine SBS-1 und render die daten per MySQL/PHP auf google maps.

Noch besser finde ich aber die ganze sache zusammen mit Google Earth! 
Dort hat man dann gleich auch die Höhe (und deren Verlauf) direkt 
visualisiert. SIeht beeindruckend aus. Grade bei Starts und Landungen.

Autor: Michael Wolf (mictronics) Benutzerseite
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Ich habe interessen an einer Eingangsstufe. 
Bausatz/Teilesatz/Fertiggerät ist egal, ohne uC.

Hab mich in die Liste im Wiki eingetragen.

Im Anhang ist mal ein Diagramm wie sich das ATC Signal um 1090MHz über 
einen längeren Zeitraum (hier 1000 Messungen a 5s = 5000s) verteilt.
Gemessen wurde jeweils der Average des Signals und anschliessend mit 
MaxHold die Kurve aufgezeichnet.
Messort war ein Werksflugplatz mit lebhaften Helicopter Betrieb.

Autor: laspalmas (Gast)
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Das sind, wenn mich nicht alles täuscht 21dbu, die der Graph zeigt. Also 
nach meinem Taschenrechner hast du -9dBm am Platz, das steht auch noch 
was von 10 dB Attenuation, dann wären es -19dBm. Das ist ne Menge Holz. 
Die Transponder sind mit um die 52dbM spezifiziert. Da funkt dann etwas 
direkt neben der Antenne?

Autor: Michael Wolf (mictronics) Benutzerseite
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Ich sag ja, das war ein Werksflugplatz.
Die Maschinen sind manchmal mit weniger als 50m zur Antenne geflogen, 
die stand direkt am Rand der Flugbetriebsfläche.

Autor: christoph63 (Gast)
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Also den HF-Teil kann man relativ einfach hinbekommen, es gibt genug 
Standardkomponenten zu kaufen. Die Verarbeitung im PC ist dann 
allerdings schon etwas anspruchsvoller:
A/D-Wandler mit etwa 40-50 MSamples/s und je nach gewünschter Dynamik 
dann auch mit entsprechender Auflösung. Wenn man da mal rechnet was da 
an Datenmenge zusammenkommt, dann kann man eine Verarbeitung in Echtzeit 
mit einem PC ziemlich vergessen. Das geht dann nur mit 
FPGA-Komponenenten, die ja offensichtlich auch bei den kommerziellen 
Empfängern (SBS-1 usw.) zum Einsatz kommen.
Trotzdem schönes Projekt.

Autor: Martin Laabs (mla)
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Hallo,

christoph63 schrieb:
> Also den HF-Teil kann man relativ einfach hinbekommen, es gibt genug
> Standardkomponenten zu kaufen. Die Verarbeitung im PC ist dann
> allerdings schon etwas anspruchsvoller:
> A/D-Wandler mit etwa 40-50 MSamples/s und je nach gewünschter Dynamik
> dann auch mit entsprechender Auflösung.

Nein - das braucht man nicht. Jedenfalls nicht, wenn man die 
Demodulation analog erledigt was sich ja anbietet. Und selbst wenn man 
eine digitale Basisbandverarbeitung macht, reicht eine Bandbreite von 
<12MHz.
Und so sehr ich SDR Systeme liebe - für eine PPM "Demodulation" aus dem 
Basisband würde ich nie und nimmer ein SDR System entwerfen. Die 
Datenrate von dem Mode S Signal ist übrigens 1Mbit/s. D.h. nach dem 
Demodulator kann ich gemütlich mit 5-10MSamples/s abtasten.

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Die Airnav Radarbox tastet die Daten mit 8MHz mit einem dsPIC33FJ64GP306 
ab und schiebt sie dann zum PC über USB (FT232R mit 1250 kBaud 
angesteuert) rüber. Dort kommt für den Wechsel 1->0 dann F0 und für den 
Wechsel 0 -> 1 dann 0F an (im Idealfall, sonst auch mal gerne E0 oder 70 
oder 78 oder F1 oder so). Alles andere macht der PC. Geht alles, braucht 
keinen FPGA, wenn man nicht aus dem Rauschen noch weitere Signale holen 
will.

Autor: Rolf (Gast)
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Ein ADC + CPLD sollte auch reichen. Der CPLD filtert und schickt dann 
die Bits per SPI raus (0 oder 1). Die Schwelle kann dann auch per SPI 
eingestellt werden. Ansonsten die 8MSPS mit einem kleinen uC Sampeln ist 
etwas fett. Evtl. können einige auf dem Komparator mit 8MHZ sampeln, das 
glaube ich aber nicht.

Autor: Rolf (Gast)
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... das ist überhaupt die Idee ...

an das Signal kommt ein Komparator der halt 0/1 schickt. Der uC 
generiert dann ein 8MHz Signal das direkt an seine SPI-CLK geht. Data-In 
ist dann der Komparator-Ausgang und das Frame-Signal ist immer High. 
Eine CPU mit DMA sollte damit Problemlos die Datem empfangen können 
(1MB/s). Die Auswertung ist dann halt etwas Prgrammierung, aber es wird 
keine Zeit für den Datentransfer vergeudet.

Autor: Sebastien (Gast)
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Hi Andy, der Besitzer von dem Liveradar aus Frankreich möchtet auch gern 
mitbestellen, für 4 Bausätze. Ist das noch rechtzeitig?
Auch eine andere Frage. Wie zuverlässig sind die angezeigte Flugbahnen 
bei Comsoft und zwar unter:
http://www.comsoft.de/html/atc/products/adsb/adsb_...
Habt ihr schon mit euren Daten vergliechen?
Vielen Grüße,
Sebastien

Autor: wat? (Gast)
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> Dir ist klar, daß bei 1 GHz schon ein Knick in der Leiterbahn über
> Funktionieren oder Nicht-Funktionieren entscheidet? Jede Verbindung
> zwischen zwei Bauteilen muß selbst als "Bauteil" betrachtet werden.

Typischer bloeder Mist von Leuten die noch nie HF gemacht haben.
1 GHz ist Kinderkacke. Ab circa 5 fängts erst an interessant zu werden.

MfG!

Autor: Harald (Gast)
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>Ab circa 5 fängts erst an interessant zu werden.

Ja, genau, an die Zeit so ab 5 habe ich auch tolle 
Kindheitserinnerungen!

Autor: Erik (Gast)
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> Hi Andy, der Besitzer von dem Liveradar aus Frankreich möchtet auch gern
> mitbestellen, für 4 Bausätze. Ist das noch rechtzeitig?
> Auch eine andere Frage. Wie zuverlässig sind die angezeigte Flugbahnen
> bei Comsoft und zwar unter:
> http://www.comsoft.de/html/atc/products/adsb/adsb_...
> Habt ihr schon mit euren Daten vergliechen?

Die visualisieren die Daten ja auch im Netz ...

Autor: F. C. (random236)
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Hallo,

Habe schon vor längerer Zeit über den Selbstbau eines ADS-B Empfängers 
nachgedacht die Idee aufgrund der HF-Problematik verworfen ...
Hatte heute auf der Arbeit wieder mal einen Gedankenblitz und machte 
mich auf die Suche nach evtl. neueren Informationen und dann viel mir 
dieser Thread in den Schoß ... echt super was ihr bisher auf die Beine 
gestellt habt ...

Habe mich jetzt einfachnochmals in die Interessentenliste eingetragen! 
Hoffe mal nicht das es zu spät ist ...?

Habe auf jeden Fall Interesse! Zum Projekt beitragen kann ich leider 
nicht sehr viel, habe Erfahrung mit Dekodierung im UKW-Bereich ...
Das einzige was nützlich sein könnte ist meine derzeitige Stellung als 
Praktikant bei einer Firma die Flugzeuge wartet und auch 
Entwicklungsarbeit leistet (vorwiegend Mode-S Transponder, Entertaiment 
Systeme)

Ich hab meinen Betreuer heute schonmal auf ADS-B angehaun und er meinte 
er kann auf jeden Fall mal nachschauen was er an Informationen besorgen 
kann, evtl hilfreich wenn es Richtung Dekodierung geht ...

Lg Flo

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Ich habe heute eine PM, die ich HEUTE MITTAG (23.09.) zum Thema erhalten 
habe, versehetnlich vollständig gelöscht. Konnte sie vorher auch nicht 
lesen. Bitte noch einmal schicken.

Andy

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Frag mal Schäuble ob er sie dir als Kopie gibt.

lol

- A.

Autor: Packover (Gast)
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Jaja, und ich hoffe am Sonntag kommt die Quittung für den Speicherwahn!

Autor: Martin Laabs (mla)
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Out of Memory?

SCNR,
 Martin

Autor: ●● pit ●● (pit)
Datum:

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Kennt ihr GNU Radio?

http://gnuradio.org/trac

Autor: Klaus B. (forrestjump)
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Hallo Fangemeinde,

habe vor Jahren mit ACARS angefangen und möchte ebenfalls mein Interesse 
an eventuellen Bauanleitungen, Bauteilen usw. anmelden.

Angefügt 2 links die ggf. Interesse bei dem einen oder anderen 
hervorrufen.



http://www.ifn-brandl.de/en/adsbrx.htm
http://www.radioscanner.ru/files/download/file7901...

Autor: ext4 (Gast)
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könnte man nicht eine buget sat tv karte entsprechend umbauen ?

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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klar, eine sat tv kann man umbauen:

http://www.lll.lu/~edward/edward/adsb/mdftun.html

Nun, habe 3 solche sat receiver und alle drei  haben etwas andere ALPS 
tuner version drin, nicht soo schlim, aber eben nicht gleich. Grosseres 
problem ist dann die IF von 480Mhz die auf einem externen board 
"barbeitet" werden muss, tjo, 480Mhz sind nicht wenig, die idee wirklich 
nicht brauchbar (wobei es fehlt noch PLL ansteuerung usw).

Einen "ganzen" tuner zu benutzen würde auch gehen :

http://www.lll.lu/~edward/edward/adsb/SimpleAdbsRe...

allerdings ist nicht "wiederholbar", die tuner sind kein produkt für 
"enduser". Für sich alleine zu bauen geht schon, um mehrere expemplare 
produzieren lassen wird aber schon nicht ohne weiters möglich sein und 
so wird ziel des projekts nicht erreicht - daher möchten wir so und 
nicht anders. Es gibt zwar andere contras wie z.b. störsignale, steht 
aber eigentlich alles in dem thread hier.

Autor: Dan (Gast)
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You may also have a look to this project:
 http://rxcontrol.free.fr/PicADSB/index.html

Autor: Uwe Nagel (ulegan)
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Beim blätten im Katalog von RS-Components den LTC5534 gefunden:
http://cds.linear.com/docs/Datasheet/5534fa.pdf
Wäre doch eine Alternative zum AD8317, die Daten sind ähnlich.
Kostet bei RS 8,26 +MwSt.

Was macht das Projekt eigentlich?

Autor: quisber (Gast)
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Hi!

Bin gerade auf das interessante Topic gestoßen, und wollte fragen, ob 
das mit den Bestellungen noch läft?

is wohl wahrscheinlich zu spät ...


lg Simon

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Uwe Nagel schrieb:
> Beim blätten im Katalog von RS-Components den LTC5534 gefunden:
> http://cds.linear.com/docs/Datasheet/5534fa.pdf
> Wäre doch eine Alternative zum AD8317, die Daten sind ähnlich.
> Kostet bei RS 8,26 +MwSt.
>
> Was macht das Projekt eigentlich?

Hat nur 50 dB Dynamik, der 8317 nur 60dB. Der 8313, der verwendet wird, 
hat 70 dB.

Alle Neuigkeiten gibts im Artikel.

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Hallo liebe Leute - ich möchte euch den spaß nicht verderben

ABER: DAS IST SCHLICHT UND ERGREIFEND  V E R B O T E N.

Es ist einfach so - wer sowas macht ist illegal. Egal ob Einbrechen oder 
Flugfunk hören ... ILLEGAL.

Lasst sowas bitte sein - es gibt genug engagnierte Menschen die solche 
Sachen melden....

Autor: AlterSchwede (Gast)
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> Hallo liebe Leute - ich möchte euch den spaß nicht verderben

Du bist auch nicht die Respektperson die das könnte ...

> ABER: DAS IST SCHLICHT UND ERGREIFEND  V E R B O T E N.

Trollen ? Ja, wenn es um Politik geht ist das hier auch VERBOTEN !

> Es ist einfach so - wer sowas macht ist illegal. Egal ob Einbrechen oder
> Flugfunk hören ... ILLEGAL.

Aja, da wären wir wieder bei Politik (VERBOTEN!!elfeins!!), die halt die 
Gesetze festlegt ...

> Lasst sowas bitte sein - es gibt genug engagnierte Menschen die solche
> Sachen melden....

Aja, der gehässige arbeitslose Nachbar oder der denunzierende Renter, 
schon klar ...

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Lehrmann Michael schrieb:

> Lasst sowas bitte sein - es gibt genug engagnierte Menschen die solche
> Sachen melden....

Ach das heißt neuerdings 'engagiert'? Nette Umschreibung. Nenns doch 
'Concierge' oder schlicht hart germanisch 'Blockwart'.

Das erinnert mich hier ans Dorf. Hat doch tatsächlich der Bauer am einen 
Ende den andern angeschwärzt, weil dieser ein Schwein ohne Anmeldung 
geschlachtet hat. Zu welchem soll man nun noch gehen?

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Erzähl hier nicht solchen Quatsch. Es gibt solche Geräte für jedermann 
teuer zu kaufen und die BNA hat schon vor 2 Jahren vor Gericht gesagt 
bekommen, dass es legal ist. Wir wollen es halt nur ein wenig billiger. 
Basteln kann sich sowieso jeder was er will.

http://www.wimo.de/cgi-bin/verteiler.pl?url=sbs-1-...
http://www.wimo.de/cgi-bin/verteiler.pl?url=radarb...

Wenn du dich als Denunziant engagieren willst, dann tus besser woanders. 
Auf dich haben wir hier jedenfalls nicht gewartet.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Wie auch immer. Sehe da zwei Probleme:
1. Wird jemand angeschwärzt, hat er auf jeden Fall erstmal Scherereien. 
Egal wie es dann letztendlich ausgeht.
2. Solange man das Gerät selbst baut, ist das wohl ok. Allerdings gibt 
man es weiter, dann bekomme ich ein schlechtes Bauchgefühl.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Merke: Wissen geht immer vor Bauchgefühl
Daten angucken ist kein Abhören
Abhören ist kein Weitergeben

VERWALTUNGSGERICHT KÖLN KONKRETISIERT DAS ABHÖRVERBOT 

Wenige Tage vor dem Beginn der HAM RADIO 2008 erteilte die 
Bundesnetzagentur
zwei bundesdeutschen Funkfachhandelsunternehmen auf Grundlage des 
Gesetzes
über Funkanlagen und Telekommunikationseinrichtungen (FTEG) ein 
Vertriebsverbot.

Mit sofortiger Wirkung und unter Androhung der Festsetzung eines 
Zwangsgeldes in
fünfstelliger Höhe untersagte die Marktaufsichtsbehörde den Unternehmen 
den Handel
mit Flugfunkempfängern eines britischen Herstellers, die für den Empfang 
von MODE-S
Transpondersignalen ziviler Luftfahrzeuge bestimmt sind und mittels 
einer Software die
Flugzeugbewegungen in Echtzeit (REAL TIME VIRTUAL RADAR) auf einem PC 
darstellen
können. Die Bundesbehörde begehrte zudem die Herausgabe der Daten aller 
belieferten
Kunden. Sie begründete die Maßnahme unter anderem damit, dass die 
bestimmungs-
gemäße Verwendung dieser Funkempfänger allein der Verwirklichung des 
strafbewehrten
Abhörverbotes (§ 89 TKG) diene, die Sicherheit des Luftverkehrs gefährde 
und diese
Funkempfänger deswegen nicht betrieben und auch nicht in den Verkehr 
gebracht
werden dürfen. Auch sei die Maßnahme zur präventiven 
Terrorismusbekämpfung
geboten.

Eines der betroffenen Unternehmen hielt das Verbot für rechtswidrig und 
ließ über
seinen Rechtsanwalt bei dem Verwaltungsgericht Köln einen Eilantrag (§ 
80 Abs. 5
VwGO) stellen. Die Bundesnetzagentur beauftragte daraufhin einen 
Rechtsanwalt
zur Vertretung ihrer Interessen.

Das Verwaltungsgericht Köln befand am 03. September 2008 nun das 
Vertriebsverbot
für offensichtlich rechtswidrig, weil die bestimmungsgemäße Verwendung 
eines solchen
Flugfunkempfängers den Tatbestand des Abhörverbots nicht verwirkliche. 
Gemäß § 89
Satz 1 TKG dürfen mit einer Funkanlage nur Nachrichten abgehört werden, 
die für den
Betreiber der Funkanlage, Funkamateure, die Allgemeinheit oder einen 
unbestimmten
Personenkreis bestimmt sind. Abhören sei -- so das Gericht -- bereits 
nach dem allgemeinen
Sprachgebrauch das unmittelbare Zuhören sowie das unmittelbare 
Hörbar-Machen
einer Nachricht. Maßgeblich sei also die tatsächliche Wahrnehmbarkeit 
des durch
Funkwellen übermittelten Inhalts, so dass der Betrieb des 
Flugfunkempfängers in der
hier zur Rede stehenden Ausstattung nicht gegen § 89 TKG verstoßen kann 
(Az. VG
Köln 1 L 1084/08).

Anmerkung: Im Rahmen einer summarischen Rechtsprüfung hat das 
Verwaltungsgericht
Köln im Sinne der Bundesnetzagentur darauf erkannt, dass Funkanlagen im 
Sinne des
FTEG nun auch reine Empfangsanlagen seien. Damit müssten Hersteller und 
Inverkehr-
bringer von Empfangsanlagen die besonderen Kennzeichnungs- und 
Hinweispflichten
dieses Gesetzes beachten. Anderseits hat das Gericht durch seine 
Auslegung des
Abhörverbotes diesem eine verfassungsrechtlich gebotene und 
verfassungskonforme
Inhaltsbegrenzung gegeben, die für Funkfreunde und den Handel 
gleichermaßen erfreulich
ist.

mitgeteilt von: Rechtsanwalt Michael Riedel, Köln

- ungekürzte Veröffentlichung unter Angabe der Quelle wird gestattet -

#####################

Autor: Dennis (Gast)
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Weil man es nicht hören kann darf man es empfangen? Oder verstehe ich 
die Begründung falsch?

Autor: Gerhard (Gast)
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Die Begründung ist tatsächlich so absurd. Das Gericht hebt auf die 
wörtliche Bedeutung von "abhören" ab. Ich denke nicht, daß dieses Urteil 
auf lange Sicht bestand haben wird.

Davon abgesehen halte ich es persönlich für noch viel absurder, aus dem 
Abhören von Mode-S eine Terrorismusgefahr abzuleiten. Die haben doch 
alle eine Delle in der Bimmel. Demnächst ist es auch verboten, am 
Straßenrand zu stehen und zu schauen, wer da so alles vorbeifährt.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ja. Und wenn das Urteil gekippt wird, kommt mein Bauchgefühl wieder. 
Recht haben zu meinen ist die eine Sache, dieses dann auch zu bekommen 
eine ganz andere!
Wenn die Ermittlungsbehörden wegen vermuteter Terrorgefahr nachts um 2 
klingeln, wirste an meine Worte denken. Selbst wenn sie dich dann wieder 
nach Hause entlassen. Ist ja alles in Butter. Deinem Arbeitgeber 
erzählst du dann am nächsten Tag (den Tag davor warste ja nicht 
verfügbar), das kurz mal Schäuble bei dir war aber das war nur ein 
Versehen. Wird bestimmt lustig.
Übrigens dürfens sie dann auch alle anderen angrenzenden Räumlichkeiten 
durchsuchen. Also z.B. sich die Unterwäsche deiner Tochter ansehen und 
so schöne Erquicklichkeiten. Meine andere Hälfte arbeitet bei dem 
Verein.

So eine ähnliche Diskussion hatten wir schon bei Hobbychemikalien. Da 
gab es auch diverse meist lächerliche Durchsuchungen.

Nur so als Warnung. Ich will nicht weiter in die Details gehen. Hatte 
ich schon erzählt, daß das H2O2 vorher von den Behörden gestreckt war? 
Ah ne, wollte mich zurückhalten. mund zu

Gute Nacht.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Stichwort Bürgerrechte.

Die brauchen aber auch immer wieder Leute, die sich gegen 
Stasi-Mentalität und BND-Praktiken auflehnen und den Rechtsstaat 
herausfordern, da mal Einhalt zu gebieten. Stehen am Straßenrand ist 
eben gefährlich, deswegen wird man ja auch aufgefordert von Leuten mit 
Sonnenbrille aufgefordert, weiterzugehen.

Wimo, ein Laden, bei dem viel mehr auf dem Spiel steht, als die 
Durchsuchung der Unterwäsche, gebührt großer Dank, das hätte auch ganz 
anders laufen können. Mit der Einstellung in diesem Forum, wäre D mal 
wieder das Land gewesen, wo diese Geräte als einzige nicht verkäuflich 
wären.

Proaktives und kollektives Ducken hat eben dieses Land (und alle anderen 
auch) noch nie vorangebracht. Wir haben darin allerdings besonders viel 
Erfahrung. Soviel, dass einem eben auch kollektiv schlecht werden kann. 
Insofern ist ein Besuch um 2 Uhr nachts ja auch eine interessante 
Erfahrung, mit der man dann ja weiss, wo wir mal wieder stehen. 
Bangemachen gilt eben in erwachsenen communities nicht, höchstens da, wo 
man es sich staatlich alimentiert schon bequem eingerichtet hat und das 
bisschen Einschränkung an Meinungsfreiheit, Wahlrecht und Reisefreiheit 
im Gegenzug toleriert. Alles schon dagewesen.

Da gibt es sogar Leute, die veröffentlichen Frequenzen des Polizeifunks 
auf ihrer Website, andere schreiben ganze Bücher drüber... Der Untergang 
des Vaterlands.

Na ja, die sind wahrscheinlich sowieso alle schon arbeitslos, da kommt 
es auf die paar Tage U-Haft eben auch nicht mehr an...

Autor: Michael (Gast)
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Abdul K. fährst Du Auto? Dann bist Du ja ein potenzieller Mörder und 
musst jederzeit damit rechnen, dass Du in den Knast kommst ...

Autor: Michael Wolf (mictronics) Benutzerseite
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Wenn ich so einen Scheiß hier lese muss ich mich echt fragen, wie tief 
Deutschland schon gesunken ist.

An dem was der Herr Lehrmann schreibt sieht man eindeutig, wo die 
Repressionspolitik des deutschen Staates hinführt und welchen Erfolg sie 
hat.

Das hier ist eine öffentliche Diskussion. Niemand ist überhaupt 
gezwungen hier mitzulesen, geschweige den zu schreiben, wenn er meint 
das Thema sei verboten oder man ein ungutes Bauchgefühl hat.

Sind wir schon soweit, daß man für eine Hobbybastelei ne 
Untergrundorganisation gründen muss, nur damit der Blockwart oder IM von 
nebenan das nicht mitbekommt?

Ich geh mal kotzen...

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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>Die Begründung ist tatsächlich so absurd. Das Gericht hebt auf die
>wörtliche Bedeutung von "abhören" ab. Ich denke nicht, daß dieses Urteil
>auf lange Sicht bestand haben wird.

Finde ich nicht. Im Gegensatz zur bei einigen hier von früher gewohnten 
Empfindung der kontinuierlichen staatlichen Willkür richten sich §88 und 
§89 des (ehemals westdeutschen) FAG/jetzt TKG gegen das Abhören und die 
Weitergabe vertraulicher mündlicher Nachrichten, die zwischen Personen 
ausgetauscht werden. D.h. z.B. das Abhören des Richtfunks, der 
öffentliche Telefon-Ortsnetze früher miteinander verband und wo man 
schon mal das Gespräch der Gattin mit dem Postboten mitschneiden konnte. 
Es ist also mehr eine Sicht des Persönlichkeitsschutzes. Schon von 
früher gibt es Urteile zum Thema Polizeifunk, die den Behörden 
auferlegen, diesen zu verschlüsseln, wenn sie ungestört sein wollen.

Wenn es hier eine Terrorismusgefahr geben sollte, dann ist der Bock in 
der ICAO geschossen worden, die die Sendung der Transponderposition in 
Klarschrift standardisiert hat. Das ist im Prinzip irreversibel. Da 
haben auch Vertreter des bundesdeutschen Verkehrsministeriums mit 
nachgeordneten Behörden wie LBA und DFS aktiv dran mitgewirkt (und tun 
es immer noch). Das ein Gericht dann deren aktives Handeln nicht im 
nachhinein als Verbot für die Bürger umdeklariert, zeigt ja nur, dass 
der Rechtsstaat funktioniert. Von Repressionsstaat kann ich da nichts 
erkennen. Höchstens von Dämlichkeit mancher Behörden.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Michael schrieb:
> Abdul K. fährst Du Auto? Dann bist Du ja ein potenzieller Mörder und
> musst jederzeit damit rechnen, dass Du in den Knast kommst ...

Ich würde nie abstreiten das Autofahren ein Unding ist, wenn man 
versucht unser Leben wirklich realistisch zu betrachten.

Da ist mir die Lebenseinstellung von Leuten in Dritte Welt-Ländern 
bekömmlicher.
Nur manche haben eben die Wahl, andere nicht.


Stell dir vor, ich habe sogar ne Schußwaffenausbildung und 
Sicherheitsstufen von Telekom und Bundeswehr.


Wie du dir denken kannst, hat jemand der sich gerne mal mit Behörden 
anlehnt, auch den Knast schon gesehen. Ist wirklich interessant und 
macht wacher. Huch, jetzt waren schon fast alle meiner Verwandtschaft 
dort. Das muß erblich sein. Stasi, Vogel, kennen wir alle.


Aber politische Themen wollen wir nicht weiter erörtern. Ist wohl nicht 
gewünscht.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Zur Ehrenrettung des Staates möchte ich schon noch erwähnen, das es 
schlimmere gibt. Leider sehe ich aber einen Verfall der Werte die man 
sich mal auf die Fahne schrieb. Das finde ich schade.

So, das wars zu diesem Thema von mir.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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>Leider sehe ich aber einen Verfall der Werte die man
>sich mal auf die Fahne schrieb.

Du meinst den schwarz-gelben Schattenhaushalt?
Dann sind wir ja endlich einer Meinung.

Autor: quisber (Gast)
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Hi!

Vielleicht ist mein Post in der Hitze des Gefechts untergegangen ;)
Gibts noch eine Möglichkeit den Bausatz zu erwerben? (vielleicht ist 
noch einer über?)
lg Simon

Autor: ichglaubsnet (Gast)
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Vielleicht liest du einfach den Artikel, dann wird dir einiges klarer

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Moin,

ich werde in den nächsten Tagen eine Mitteilung zur Teileverfügbarkeit 
(kritische Bauteile) in den Artikel stellen. Bitte dort gelegentlich 
vorbeischauen.

A.

Autor: Thomas L. (littlebit)
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Der Thread lebt ja schon ne ganze Weile und sich jetzt einfach 
dranhängen ist irgendwie plump. Ich trag mich dennoch unverschämterweise 
einfach mal in die Interessentenliste ein, da erfahrungsgemäß immer 
einige Interessenten aus der Euphoriephase wieder abspringen.

Nun muss ich ja zugeben, daß ich nicht der gebohrene Experte für 
Platinen und deren Gewächse bin - man möge mir daher bitte nachsehen, 
wenn ich naive Fragen stelle.

Wenn ich das richtig verstehe, ist ein µC vorgesehen, um die erste Stufe 
der Decodierung zu übernehmen. Was für alle klar scheint - nur für mich 
nicht - wie gehts von da weiter ? Über welchen Weg kriege ich die Daten 
dann in meinen Rechner ? USB  RS232  Ethernet ? Was für einen µC 
brauchts überhaupt ?

Was kommt ungefähr noch an Antennentechnik bei sowas dazu (technische 
Seite aber auch in finanzieller Hinsicht) ? Ist dafür eine 
Amateurfunkerlizenz erforderlich ?

Und last but not least die Frage, die schon mehrfach gestellt wurde, 
aber deren Beantwortung ich geflissentlich überlesen habe oder einfach 
untergegangen ist - über welche Größenordnung finanzieller Art 
unterhalten wir uns hier ?

Typisch Neuling - Fragen über Fragen aber keine konkreten Beiträge zum 
Projekt. Ich hoffe, daß dennoch jemand die Zeit und Lust findet, meine 
Wissenslücken etwas zu lindern.


Wenn die Daten einmal in der Kiste sind, ändert sich die Situation. Dann 
bin ich in meiner Welt und kann die Geschichte nach herzenslust (und 
Zeit) visualisieren und mit weiteren Informationen anfüttern. Die Lösung 
der ETH-Zürich gefällt mir als Startinspiration sehr gut - getreu dem 
Motto "der Weg ist das Ziel" sammeln sich erfahrungsgemäß schnell 
weitere Features an.

PS: schade, daß ich dieses Projekt erst so spät entdeckt habe

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Autor: Silvio K. (exh)
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Also ich möchte keine Flugzeugdaten empfangen. Da mich aber die 
HF-Geschichte an diesem Projekt interessiert, möchte ich anbieten das 
HF-Modul mal durchzumessen. So kann ich auch einen Beitrag zu diesem 
Projekt leisten. Zufälligerweise habe ich Zugriff auf einen 
State-of-the-Art Netzwerkanalysator. Ich denke die nötige 
Ahnung/Erfahrung habe ich auch. Wenn Interesse an der

- Eingangsanpassung
- Frequenzselektivität (Übertragungsfunktion HF -> DC, bei verschiedenen 
Pegeln)
- Dynamik
- Empfindlichkeit
- etc.

besteht, ließe sich bestimmt was einrichten. Was ich bräuchte wäre ein 
SMA auf der einen Seite und einen DC-Abgriff auf der anderen Seite.

Besteht Interesse?

Gruß

Silvio

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Für die, die noch Interesse haben, gibt es jetzt eine neue Nachricht im 
Artikel ganz oben:

http://www.mikrocontroller.net/articles/1090_MHz-A...

Autor: Michael Wolf (mictronics) Benutzerseite
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Ich hab mal auf der neuen Seite im Forum eine Interessenliste gestartet.

http://miniadsb.forumprofi.de/viewtopic.php?f=4&t=7

Im Artikel haben ja einige Leute ihr Interesse bekundet.
Vielleicht können wir einen halbwegs verbindliche Liste aufstellen, 
damit das Projekt voran kommt, speziell die Platinenfertigung sollte 
sich schon lohnen.

/Michael

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Jo, danke für die Hilfe.

Ich möchte noch ein bisschen abwarten, bis die erste Kritikwelle vorüber 
ist (auch konstruktive Vorschläge genannt). Also 1-2 Wochen. Mit 3,50-5 
Euro pro Platine würde ich dann kalkulieren (50 Stk.). Der ganze Bausatz 
(bis hinter den Logamp) inkl. Gehäuse wäre dann sowas bei 45 Euro.

Ich habe jetzt schon für mehrere Hundert Euro Bauteile (Filter, Logamp) 
ausgelegt, deshalb bin ich etwas vorsichtig.

Zu den Platinen ist noch zu erwähnen, dass wir 0,3mm Vias brauchen, die 
unter den Filtern und MMICs liegen. Deshalb scheiden einige Lieferanten 
aus.
Momentan liegt Leitron vorn, was den Preis angeht. Thepcbshop kann nur 
0,35mm Vias, da blick eich bei den Preisen auch nicht so ganz durch.

Andy

Autor: uz (Gast)
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ich hab aktuell die befürchtung das meine smd lötfähigkeiten und mein hf 
wissen leider nicht reichen werden die kiste auf zu bauen ... :-(

Autor: Alex G. (alex94) Benutzerseite
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Warum nehmt ihr nicht GNU radio als basis?

Autor: Marco S. (masterof)
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Die Hardware des GNU Radio ist zu teuer.

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Ich bitte dann alle, die noch interessiert sind, im neuen Forum ein 
definitives Interesse für die Platine abzugeben. In ca. 14 Tagen werde 
ich dann anhand des Feedbacks über die Beauftragung der Platine/Anzahl 
entscheiden. Daran macht sich dann auch der finale Preis fest.

Danke.

Autor: Hans-peter Matthe (hpm)
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ich bin noch dabei

Autor: Joerg (Gast)
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Bin mir nicht sicher, ab das in dem langen Fred schon mal Thema war, 
falls ja bitte ich um Nachsicht.

Zur Antenne: Es gab vor einigen Jahren in den UKW-Berichten eine 
Bauanleitung für eine GPS-Antenne gab. Sieht aus wie ein Kuchenquirl und 
soll ganz gut sein. Denke man könnte die auf 1090MHz skalieren. Mir 
steht allerdings kein VNA zur Verfügung, zur genauen Dimensionierung 
wäre der aber bestimmt sinnvoll. Kann sich noch jemand an den Artikel 
erinnern?

Autor: Werner (Gast)
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Hallo,

bisher konnte ich auf der angegebenen Frequenz nichts hören. Auch ein 
Hirschmann Antennenverstärker brachte mich da nicht weiter.

Gibt es in der Region Zweibrücken jemand der hier schon was gebastelt 
hat ?

73  welu

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Es fehlen noch 6 feste Zusagen, Platinen abzunehmen.

Autor: Gerlag (Gast)
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3D visualiesierung: Sehe http://radar.vlieghinder.nl

Autor: Horst Cm (hfbozo)
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Tolles Projekt!
Leider erst heute entdeckt.

Bin jedenfalls definitiv dabei - bitte zaehlt mich mit.

Autor: Edward Cardew (teddy)
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Es tut sich was an der

ADSB billig variante

http://www.lll.lu/~edward/edward/adsb/Very%20Simpl...

Bin aber noch bei der Dokumention dabei. Aber man sieht was fuer eine 
handvoll Euro zu machen ist.

Edward
LX2EC

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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Edward Cardew schrieb:
> Es tut sich was an der
>
> ADSB billig variante
>

sehe ich richtig das ich jetzt ein tuner mit TDA8012 brauche und die 
BSJE3-159A oder BSJE3-1D1A tuner die den TA8754F benutzen wegschmeissen 
kann ?

Autor: Edward Cardew (teddy)
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Na Na Na ...
Keep your wool on.

Ob die mit der ultra billig tour funktionieren musst du, wie in der 
Webpage beschrieben, selber probieren und dann (netterweise) eine 
Rueckmeldung geben. Ich schreibe ja dass ich eine Liste machen will mit 
welchen Tuner es den funktioniert.

Die teurere Methode mit dem TA8754F geht auf jeden fall nur ist ein 433 
MHz local oscillator notwendig um die 480 MHz ZF nach 47 MHz 
runterzukriegen. Das war viele mit denen ich gemailt habe zu aufwendig, 
deshalb die ultra simple Methode.

Meine Tuner die ich jetzt noch habe sind leider alle mit Philips Demods 
bestueckt.

Edward

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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Edward Cardew schrieb:
>
> Ob die mit der ultra billig tour funktionieren musst du, wie in der
> Webpage beschrieben, selber probieren und dann (netterweise) eine
> Rueckmeldung geben. Ich schreibe ja dass ich eine Liste machen will mit
> welchen Tuner es den funktioniert.

ja sobald ich zum laufen bekommen habe.

>
> Die teurere Methode mit dem TA8754F geht auf jeden fall nur ist ein 433
> MHz local oscillator notwendig um die 480 MHz ZF nach 47 MHz
> runterzukriegen. Das war viele mit denen ich gemailt habe zu aufwendig,
> deshalb die ultra simple Methode.

den 433MHz LO mag ich auch nicht.

>
> Meine Tuner die ich jetzt noch habe sind leider alle mit Philips Demods
> bestueckt.
>

check PM, wäre nett wenn du bilder von dein tuner machen könntest.

Autor: Horst Cm (hfbozo)
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Falls Ihr das noch nicht gesehen habt
[In case you haven't seen this]:

  www.auroraeurotech.com/avionics/

   "Receiver uses advanced signal processing.
   (12bit 40Mhz ADC,FPGA and dedicated DSP)"

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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Andy H. schrieb:
>
>
>> Thomas R. schrieb
>>
>> miniADSB bauteile habe zwar da, leider noch
>> mit 2 x BGA2478 - und diese version neigt zum schwingen
>>
> Dreh mal dir Versorgung runter auf 3 oder 4V.
> Du kannst einen BGM1013 plus Spule als Ersatz umsonst von mir haben,
> aber wie ist Dein Aufbau? Geätzte Platine? Hast Du ein Foto?
>

Andy,

ich habe mich lediglich auf deine informationen auf der miniADBS webpage 
bezogen "die Schwingungen konnten durch ein Design mit einem einzigen 
BGM1013 LNA beseitigt werden" und daher noch nicht aufgebaut (war am 
überlegen ob ich BGM1013 und pcb von dir kaufen soll oder selber mit 
BGA2478 testen).

Ich melde mich via PN

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Das Projekt ist soweit fertig und Kits können geordert werden.
Achtung: SMD!!!!! Nicht jedermanns Sache!
Und die Auswerteschaltung muss jeder für sich selbst entwickeln (oder im 
Internet suchen)

http://www.mikrocontroller.net/articles/1090_MHz-A...

Autor: Gibts Ne (schneeblau)
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hab mal einen satz bestellt...mal sehen wies aufzubauen is:)


wieviele bausätze sind eigentlich da? und wieviel sind schon weg?

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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Gibts Ne schrieb:
> ...mal sehen wies aufzubauen is:)
>

www.miniadsb.com unter "Tutorial" stehen alles schritte - es lohnt sich 
zu lesen, einige bauteile werden sehr dankbar sein.

Autor: Gibts Ne (schneeblau)
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ich weiß schon...war eher so gemeint "mal sehen wie es praktisch von der 
hand geht"



da tutorial hab ich mir vorher durchgelesen;)

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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Andy

mir ist aufgefallen das die schaltung ganz böse schwingt wenn die 
abschirmgehäuse geschlossen ist.

Die schaltung hat dabei lediglich 45mA verbraucht (14mA für AD8313 und 
31mA BGM1013 was eigentlich laut datasheet noch ok war), die 
(ruhe)ausgangspannung lag beim 1.5V (mit sehr wenig rauschen 
seltsamerweise).

Eine kleine modifikation (siehe bild, lediglich brücke zwischen GND und 
GND ! - rot markiert) hat dafür gesorgt das ich jetzt die gehäuse 
schliessen kann, keine schwingungen, stromverbrauch beim 43mA und 
(ruhe)ausgangspannung beim 760mV (mit etwas rauschen was aber normal 
ist)

Jetzt funktioniert die schaltung 1a (als antenne habe die J-Pole von 
Edard nachgebaut).

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Hallo Thomas,

vielen Dank für die Bilder und Glückwunsch dazu - man steckt bei 1,1 GHz 
eben nicht mehr so ganz drin.

45mA bei 5V sind ok, bei weniger VCC ist das aber immer noch zu viel.
Eine Alternative ist es, den 22nF Kondensator näher an den C4- zu 
setzen.

Greets Andy

PS: ich kopiere das hier mal in http://miniADSB.com Forum 
http://miniadsb.forumprofi.de/

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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aber gern.

Übrigens, ich habe jetzt 3.3V (ultra low noice LDO LP5900SD-3.3). Mit 
einem MIC2920A-3.3 gings auch, allerdings der rauschte ganz schön viel.

gruss

Thomas

Autor: ich (Gast)
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So, habe das ganze auch mal aufgebaut.

Bei mir liegt allerdings der Ausgangspegel bei 1,389V

Versorgungsspannung ca. 5 V
Eingangsstrom liegt bei ca.39,5 mA




kann der Ausgangpegel stimmten?

Habe leider noch keine antenne drann, doch mal kleine Rolle draht 
angeschlossen...trotzdem nix zu sehen auch kein handy oder wlan 
gestöre..


werd mir sonntag mal ne passende antenne bauen..

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Bitte das Tutorial und das Forum lesen und Fragen dort posten.
Die Spannungen müssen stimmen, der Pegel ist viel zu hoch.

Autor: ich (Gast)
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Zur Ergänzung:

ein Pin war nicht richtig verlötet. Habe es korrigiert, nun geht es:)

Kann den Bausatz empfehlen.

Autor: Dirk (Gast)
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Es ist vielleicht nicht der ganze Spass, aber so etwas ähnliches findet 
Ihr auch bei stanley track:
http://www.dfs.de/dfs/internet_2008/module/fliegen...

Autor: Tomas78 (Gast)
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Hallo! Wir wissen, es ist ein Radio-Scanner, um Fragmente zu 1090 MHz 
et.Milyen Gerät sollte hinzugefügt werden, um die ADS-B und 
entschlüsseln Sie die MODE-1-Signale?

Autor: ich (Gast)
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Hallo,

hat jemand einen Ansatz, ob der Avr Komparator auch ohne 
Verstärkerelektonik angeschlossen werden kann?



Außerdem müsste ich ja eine Spannung per Spannungsteiler erzeugen um ein 
einstellbares "Trigger" level zu erhalten.


Wie kann ich anschließend die Impulse prüfen?

Ich brauche erstmal ne Grundidee, da ich das ganze nach möglichkeit in 
Bascom umsetzen will

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Es gibt jetzt auch einen zum Frontend passenden Selbstbau Dekoder auf 
Basis PIC.

http://www.qsl.net/dl4mea/picadsb/picadsb.htm

Die passende Software ist hier

http://www.coaa.co.uk/planeplotter.htm

Die aktuelle Vesion kann sowohl die PIC Daten als auch Roh-Daten der 
AVR-Dekoder von Edward anzeigen.

Autor: Edward Cardew (teddy)
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Bin gerade dabei Mode 3/A und Mode C zu decodieren. Timer zur 
Multilateration laeuft schon im AVR.
ABER:
Hier in Luxembourg sehe ich ziemlich oft (fast dauernd) Flugzeuge mit 
dem X pulse. Kann doch nicht sein dass der Himmel voller Drohnen hier 
ist! Weiss einer was ueber den gebrauch des X-pulse?

Edward

Autor: Edward Cardew (teddy)
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Angehängte Dateien:

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Hier ein Bild, X is in der Mitte, kommt mehrmals pro Sekunde.

Autor: SysRun (Gast)
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Möglicherweise AWACS Maschinen?!

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Wahrscheinlich aus Geilenkirchen. Könnten replies auf Mode 1 oder 2 oder 
4 oder 5 Abfragen sein. Man kennt eben den Abfragemode nicht, deshalb 
ist die Auswertung von SSR auch ziemlich nutzlos.

Für den counterwert gibt es 2 Formate, die Planeplotter unterstützt:

1) @<48bit counter><data>;<cr><lf> (Bertrand PIC)

1) #<32bit counter>*<data>;<cr><lf> (miniADSB AVR)

counter = MSB zuerst
Counter und Data sind HEX ASCII, wie in deinem Ursprungsformat.

Autor: Arno H. (arno_h)
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Drohnenflüge der Artillerieschule auf dem Übungsplatz Baumholder wären 
ebenfalls denkbar.

Arno

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Hallo teddy,

in deinem Oszillogramm sehe ich folgende Pulse:

F1, C1, A1, A4, dann eine Pause (da wäre der X-Puls, wenn er da wäre), 
anschließend B1, B2 und F2. Das entspricht dem Squawk-Code 5310 oder 
einem Mode-C-Reply mit Flugfläche 252.

Meiner Meinung nach ist die Mittellinie in deinem Oszillogramm der 
B1-Puls. Der X-Puls kommt nominell 10,15 µs nach dem F1. Zumindest kann 
man das so interpretieren, wenn links der erste Puls F1 ist und du 
4µs/DIV. eingestellt hast.

Replies auf Mode 1 sind nur 10 statt 12 Pulse lang (jeweils ohne die 
Framing-Pulse), auf Mode 4 gibt es als Antwort nur drei feste Pulse ohne 
weitere Information, und Mode-5-Replies sehen aus wie Mode-S, nur 
verschlüsselt. Eine Mode-2-Antwort sieht allerdings genauso aus wie A 
und C.

Keine Ahnung, was hierzulande überhaupt abgefragt wird. Dazu bräuchte 
man ein 1030 MHz SAW-Filter oder man müsste bei einem fertigen 
Transponder das Video-Signal anzapfen.

Autor: Edward Cardew (teddy)
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Danke Oliver,

Hast recht, Ozigram is verschoben.

Ich will mals kucken ob man durch reines beobachten, statistic und ein 
bischen heuristic mit der Zeit rauskriegen kann ob es Squawk oder 
flightlevel ist. Wird aber wohl nur moeglich sein wenn die 
multilateration mitspielt.

Schoenes WE

Edward

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Hat sich jemand schonmal auf 1030 MHz umgeschaut?

Wie viele Abfragen trudeln da so pro Sekunde ein, kann man einzelne 
Bodenstationen anhand fester Abfrageintervalle und gleichbleibender 
Feldstärke erkennen? Werden die Modes A, C, S alternierend bei jeder 
Antennenumdrehung abgefragt oder läuft das anders? Verursacht TCAS ein 
totales Chaos, so dass man nichts mehr erkennen kann?

Die DFS hat ein Info-PDF über ihre Radaranlagen im Netz, da stand etwas 
von "0,25 fps" auf dem Radarschirm...

Wenn man allerdings seinen eigenen Transponder unterwegs beobachtet, 
scheint der so gut wie ständig zu senden. Auf jeden Fall aber mehrere 
Male pro Sekunde, außer man fliegt sehr tief oder in den Bergen.

Autor: Hugo Scanduizzi (Gast)
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Hello
have do you see that?
only 11€ and 2 wires on a digital tuner
http://xavier.fenard.free.fr/fxad2.htm
what do you think about?
thank
HS

Autor: Edward Cardew (teddy)
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yes!

TOSHIBA TA8754 and TA8804 Demods scheinen zu gehen. Gute Nachrichten 
fuer viele ALPS BSJE tuner Besitzer!

TOSHIBA TA8754 and TA8804 Demods seem to work. Good news for many ALPS 
BSJE tuner owners!

All Info on my webpage.

Edward

Autor: Plainspottling (Gast)
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Cooles Projekt.

Man könnte damit ein astronomisches Fernrohr mit GPS und Digitalkamera 
an jedem Ort automatisch auf das nächstgelegene Luftfahrzeug ausrichten 
lassen. Ein tolles Spielzeug für Sohnemann, der später Pilot werden 
will.

Gibt's eigentlich Aufzeichnungen vom Polenfliegercrash?

Autor: Michelle Konzack (Firma: electronica@tdnet) (michellekonzack) Benutzerseite
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Hattet ihr euch eigentlich DAS:

    http://www.lll.lu/~edward/edward/adsb/Very%20Simpl...

mal angesehen?

Grüße
Michelle

Autor: Marco S. (masterof)
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Wenn ich mich nicht verzählt habe. Haben 9 Leute uns auf diese Webseite 
hingewiesen. Lest doch mal die Beiträge oder durch sucht ihn. Bevor ihr 
etwas postet.

Gruss marco

Autor: Bibo (Gast)
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Hallo in die Runde,

ich sehe es gibt hier eine menge Sachverstand. Nun komme ich und habe 
eine ganz dumme Frage, kann man ATV Empfänger für dieses Signal nehmen, 
das der Frequenzbereich passt ist vorrausgesetzt. Zum zweiten, kann mann 
"Scanner" benutzen wo DSP Filter verbaut sind und oder geht ein 
Diskriminator Ausgang.
Sorry das ich jetzt einige Leute langweile, aber ich habe bisher noch 
nicht so ganz verstanden warum nur bestimmte Sat Tuner gehen und 
natürlich die eigenbau Tuner.
Danke für jede ernstgemeinte Antwort



P.S. Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

Autor: Harald (Gast)
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Bibo schrieb:
> kann man ATV Empfänger für dieses Signal nehmen,
> das der Frequenzbereich passt ist vorrausgesetzt. Zum zweiten, kann mann
> "Scanner" benutzen wo DSP Filter verbaut sind und oder geht ein
> Diskriminator Ausgang.
> Sorry das ich jetzt einige Leute langweile, aber ich habe bisher noch
> nicht so ganz verstanden warum nur bestimmte Sat Tuner gehen und
> natürlich die eigenbau Tuner.

Das liegt meiner Meinung einfach daran, dass die meisten(!) Leute, die 
gleichzeitig(!) auch Interesse an diesem sehr speziellen Thema haben, 
einfach keine ATV-Empfänger oder passende Scanner mit DSP-Filter 
"herumliegen" haben und daher eben umgebaute SAT-Tuner oder 
Selbstbau-Empfänger nehmen. Wer so spezielles Equipment sein Eigen 
nennt, dürfte die Kenntnis über die Einsetzbarkeit eigentlich sowieso 
haben.

>Danke für jede ernstgemeinte Antwort
100% ernst gemeint.

Autor: Bibo (Gast)
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Hallo zusammen,

denn müßte ich jetzt nur wissen, ob das Signal eines Empfängers (ICOM 
PCR-2500) am Lautsprecher abgegriffen werden kann oder wie das Signal 
aussehen muß, wie die Filtereinstellung (Bandbreite) für AM optimal ist 
und das Signal an die oben angeführte Schaltung zum dekodieren weiter 
geleitet werden kann ohne weitere Beschaltung, oder dort auch Änderungen 
gemacht werden müßten.

Gruß
Bibo

Autor: dl4mea (Gast)
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Bibo schrieb:

> wie die Filtereinstellung (Bandbreite) für AM optimal ist
> und das Signal an die oben angeführte Schaltung zum dekodieren weiter
> geleitet werden kann ohne weitere Beschaltung, oder dort auch Änderungen
> gemacht werden müßten.

AM, Filterbandbreite ca. 10MHz (mit 3MHz geht es auch schon)

Sprich: Du wirst es nicht schaffen mit einem Scanner-Empfänger.

Ciao, Günter

Autor: Bibo (Gast)
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Hallo Günter,

danke für deine Antwort, da hast du recht, der DSP lässt maximal 1Mhz an 
Bandbreite zu.
Das Projekt gestorben und weiter nach SAT Tuner suchen ;-(

Groß
Bibo

Autor: dl4mea (Gast)
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Hallo Bibo,

darf ich fragen warum Andys miniADSB hier für dich ausscheidet? Der RX 
ist definitiv gut! Ich erreiche mittlerweile 225nm Reichweite, und 
weiter geht es physikalisch ja schon kaum.

Ciao, Günter

Autor: Stefan P. (form)
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225nm Reichweite?
Klingt nicht gerade überzeugend :)

Autor: Bibo (Gast)
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Hallo Günter,

ich habe mich für das Projekt von Teddy entschieden, da wir (das sind 6 
Funkamateure) auch Leute dabei haben, die nicht die Erfahrung und nicht 
die Augen haben noch SMD zu verarbeiten. Da ich bei uns hauptsächlich 
die Vorbereitungen mache, muss ich darauf achten. Bei dem Projekt von 
Teddy ist das Problem die Tuner noch zu bekommen, daher auch meine frage 
nach "alternativ Empfänger" wie DSP Empfänger.
Wir wollen selber bauen und nicht fertig kaufen

Allen ein schönes Wochenende

Gruss
Dirk

Autor: Martin Müller (Gast)
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Hi zusammen,

ich habe mich vor knapp einem Jahr auch mal mit ADS-B beschäftigt und 
versucht einen Decoder zu bauen. Die Rohsignale habe ich von einem 
externen Gerät bekommen und dann in digitale Siganle mit Hardware 
umgewandelt. Das hat auch wunderbar funktioniert. Danach war die Idee 
wenn die erste positive Flanke der Präambel kommt einen Interrup in 
einem AVR32 (fclk = 80 Mhz) zu generieren und dann an einen AD-Wandler 
die Samplesignale zu generieren, so dass ich immer in Bit-Mitte abtaste. 
Das Problem war nur, dass der AVR32 zu lange gebraucht hat um den 
Interrupt zu verarbeiten. Jetzt habe ich hier öfters von kleinen MCUs 
gelesen. Wozu genau verwendet ihr denn den? Habe oben gelesen, dass 
einige z.Bsp. dauerhaft mit z.Bsp. 4-facher samplerate dauernd abtasten. 
Oder wozu genau verwendet ihr denn den kleinen MCU?

Viele Grüße
Martin

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Martin Müller schrieb:
> Habe oben gelesen, dass
> einige z.Bsp. dauerhaft mit z.Bsp. 4-facher samplerate dauernd abtasten.

Hi, Martin,

noch abenteuerlicher aus der Zeit vor ADS-B. Als die Transponder nur den 
Code und auf Anfrage die Flughöhe sendeten.

Da habe ich
1. das Video über einen Schmitt-Trigger
2. in ein Schieberegister von 64 Bit Länge eingelesen, zwei Abtastungen 
pro Impuls.
3. Die ICAO-Bursts mussten zwei Pulse haben, eine dritte Position musste 
leer sein. Dies habe ich getestet mit LS-TTL-Logik.
4. Wenn diese Bedingung erfüllt war habe ich das ganze Telegramm aus 4 
Dreiergruppen, komplett übernommen.

Aufwand: 1 Lochrasterplatte, 8x74LS164, etwas Logik, 2x Latches zu 8 Bit 
zum Aufnehmen der parallel anliegenden Daten.
Die Daten habe ich digital-analog gewandelt, die ersten 2 Dreiergruppen 
auf X und die zweiten Dreiergruppen auf Y auf einem Scope ausgegeben, 
jeder Code ergab genau einen Leuchtpunkt.

Hat wunderbar funktioniert, eine wahre Flut an Informationen, ein 
Feuerwerk auf dem Scope, ein Sternenzelt.
Klar erkennbar waren die immer wieder aufleuchtenden ICAO-Codes, während 
die Höhenangaben wie springende Punkte aussahen.

Ich habe das Video auch wie üblich dargestellt mit Triggerung, wenn die 
Prüfbedingungen für einen Burst zutrafen.
Ich war erschrocken, wie viele Bursts fast gleichzeitig eintrafen und 
einander störten.

Ich vermute, auch für ADS-B wird es eine Prüfbedingung geben. Deren 
Erkennung mit solch einer Anordnung dürften das Datenaufkommen erheblich 
selektieren auf das, was wirklich interessant ist.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Andy H. (vinculum) Benutzerseite
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Es wird einfach in einer Schleife abgetastet, ob ein Signal anliegt. Bei 
den AVR CPUs sieht das so aus:

loop:
sbis...
rjmp loop
weiter:
....

Für die Loop werden 3 Cycles gebraucht, bei 20 MHz also alle 150ns ein 
hit. Ist ein Signal gefunden, muss man dann die Cycles abzählen. Also 2 
cycles, um Weiter zu erreichen usw.

Beim Xmega mit 80 MHz würden das 4 Cycles in der Schleife sein, also 
eine Schleifenlänge von 50 ns. Damit müsste man den 500ns Impuls der 
Präambel schon sehr gut treffen können.

Autor: pr0cast0r (Gast)
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Hallo,

es gibt eine ganz einfache lösung dazu, einfach einen speziellen dvb-t 
stick bestellen, gibts billig aus china und dann ist es möglich die 
daten mit einem raspberry pi auszuwerten.

google das mal :)

Autor: 1090 (Gast)
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Den gibt's auch hier
http://1090mhz.com

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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Schau mal in der Bucht, die Nr. 281386373506

Autor: Mr. Wu (Gast)
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pr0cast0r schrieb:
> es gibt eine ganz einfache lösung dazu, einfach einen speziellen dvb-t
> stick bestellen

Es wäre auch schlimm, wenn sich da in den letzten 5 Jahren in der 
Entwicklung und Verfügbarkeit nichts getan hätte.

B e r n d W. schrieb:
> Schau mal in der Bucht, die Nr. 281386373506

Woher entnimmst du bei dem Ebay Angebot die Info, dass der bei 1090 MHz 
empfangen kann? Und eine passende Hardware/Software zum Dekodieren wird 
man zusätzlich schon noch brauchen ...

Autor: R. Max (rmax)
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Mr. Wu schrieb:
> Woher entnimmst du bei dem Ebay Angebot die Info, dass der bei 1090 MHz
> empfangen kann?

Im Angeotstitel steht "RTL2832U & R820T", eine Chipsatzkombination, mit 
der das bekanntermaßen geht. Außerdem heißt es weiter unten 
noch:"Frequenzbereich: 24MHz - 1700MHz".

> Und eine passende Hardware/Software zum Dekodieren wird
> man zusätzlich schon noch brauchen ...

Die gibt es als Open Source.

Autor: Hayo W. (blueflash)
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Ich kann bestätigen, dass man mittlerweile mit DVB-T Sticks mit der 
Chipsatzkombination RTL2832U & R820T hervorragende Ergebnisse erzielen 
kann.

Ich tüftele daran schon seit einiger Zeit herum und erreiche 
mittlerweile Ergebnisse die mindestens genauso gut sind wie die der 
speziellen ADS-B Empfänger. Das Ganze für wirklich kleines Geld.

Die Software ist wie oben erwähnt frei erhältlich. In meinem 
"Flugkontrollzentrum" überwache ich einen Radius von bis zu 400Km je 
nach Himmelsrichtung. Das reicht dann von Zwolle in Holland bis Koszalin 
in Polen und nach Schweden. Mit ADSB# erreiche ich Frameraten von bis zu 
600 Frames/sec.

Meine Daten speise ich über den sdr-sharp Server ins Internet ein 
(allerdings nur wenn ich online bin), so dass sie andere auch nutzen 
können. Hier sind auch noch weitere "Radarbetreiber" zu finden (Raum 
Berlin, Holland, England, Frankreich und auch in den USA oder Japan).

Um diese Empfangsleistungen zu erzielen sind allerdings einige Sachen zu 
beachten. Falls Interesse an Details besteht kann ich das gerne hier 
posten.

: Bearbeitet durch User
Autor: Thorsten F. (tfol)
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Hi,

gerne hier posten, wird sicherlich mehrere interessieren.

Gruß
Thorsten

Autor: Dieter J. (fossi)
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Warum so kompliziert?

Wenn es nur um die Infos geht, dann hier:
http://www.flightradar24.com/48.38,11.59/7

wobei die Bastelvariante natürlich auch interessant erscheint.

Autor: Hayo W. (blueflash)
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Dieter J. schrieb:
> Warum so kompliziert?

Ja das hör ich öfters. Klar man kann einfach mal die Seite aufrufen und 
sich die Flieger dort ansehen. Der Reiz am selbst Empfangen ist aber ein 
anderer. Erstens geht es da um das Basteln und ausprobieren und die 
erstaunliche Erkenntnis was man mit einfachen Mitteln selbst alles 
bewerkstelligen kann (Homebrew). Wir reden hier von Signalen im 
GHz-Bereich.

Des Weiteren sind die Möglichkeiten der Browseranzeige beschränkt (u.a. 
Timeout). Bei einem eigenen Aufbau hat man die freie Wahl der Software 
mit allen Einstellungen - Ich poste hier in Kürze mal einige Screenshots 
meiner "Low Budget Flugleitzentrale". Zu Abgleichzwecken nutze ich die 
FR24-Seite allerdings auch hin und wieder. Dabei stelle ich dann fest, 
dass meine Daten zum Einen aktueller sind (Vergleichspunkt Hamburger 
Flughafen Fuhlsbüttel oder Airbus Finkenwerder) - bei FR24 erscheinen 
die Flugzeuge immer etwas verzögert auf dem Schirm - und zum Anderen 
habe ich anscheinend im Hamburger Umkreis einen besseren Empfang als die 
aktuellen Empfänger von FR24.

Vorteil bei FR24 ist, dass in bestimmten Bereichen auch Flugzeuge ohne 
ADS-B via MLAT dargestellt werden. Das ist bei mir zur Zeit nicht 
möglich. Eine Liste der Flugzeugtypen ohne bzw. mit ADS-B kann ich gerne 
beisteuern.

Um es also auf den Punkt zu bringen, es macht mächtig Spass sein eigenes 
"Überwachungsradar" zu bauen und zu optimieren.

Da das Thema recht umfangreich ist teile ich das hier mal thematisch in 
einzelne Posts auf. Dann kann man auch über die einzelnen Punkte besser 
diskutieren. Für Verbesserungsvorschläge und Erfahrungsberichte bin ich 
natürlich immer zu haben.

Autor: Hayo W. (blueflash)
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So hier mal ein Blick in meine "Flugleitzentrale". Rechts die Übersicht, 
die den Ausschnitt von Holland bis Polen zeigt und unten bis Salzgitter 
geht. Der Ausschnitt ist so gewählt, weil die Flugzeuge die den 
Hamburger Flughafen ansteuern hier am unteren Rand bzw. am linken Rand 
ihren Reise- Flightlevel verlassen (Maastricht Flugleitung) und sich ab 
ca. Flightlevel 250 (25000 Fuß) bei Bremen Radar anmelden für den 
mittleren Luftraum unter FL250.

Der linke Bildschirm zeigt den Nahbereich des Hamburger Flughafens, hier 
übergibt Bremen ACC (Approach) an den Director, der dann die Flugzeuge 
in den Leitstrahl des ILS (Instrumentenlandesystem) der jeweiligen 
Landebahn dirigiert und auch die Reihenfolge der Landungen koordiniert. 
Zu den Stoßzeiten und auch bei außerplanmäßigen Vorkommnissen ist da 
ganz schön was los.

Oben Rechts auf dem Übersichtsschirm (richtung polnische Grenze) kann 
man auch täglich die Testflüge von Airbus verfolgen.

Wer jetzt denkt, das wäre nicht erlaubt liegt falsch. Es gibt ein 
Gerichtsurteil, das bestätigt, dass der Empfang der Flugzeugsignale 
nicht strafbar ist. Ebenso ist es (anders als sonst allgemein behauptet) 
auch nicht strafbar den Flugfunk mitzuhören. Auch hier gibt es ein 
entsprechendes Urteil (Burgdorfer Scanner-Urteil -> Nils Schiffhauer).

Man kann also ganz entspannt seinem Hobby frönen :-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Oliver Stellebaum (phetty)
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Hayo W. schrieb:
> und zum Anderen
> habe ich anscheinend im Hamburger Umkreis einen besseren Empfang als die
> aktuellen Empfänger von FR24.

Dann speise doch auch bei FR24 ein, dafür bekommt man einen 
Premium-Konto. Ein guter Deal finde ich. Ich habe ein Dockstar mit einem 
RTL-Strick am USB und einem einfachen Stummel Draht als Antenne am 
Dachfenster.
Da komme ich mit dump1090 auf ca. 150msg/s und eine Reichweite von 
200km.
Mit einer exponierteren Antenne könnte man da sicher noch wesentlich 
mehr erreichen.
Und das bei einem Hardwareaufwand von um 40€.

Autor: Hayo W. (blueflash)
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Ja ich kenne den Deal. Aber dort wird auch erwartet, dass man 
(möglichst) immer online ist da es ein kommerzielles Projekt ist. Mir 
ist es da lieber das Ganze ohne Verpflichtungen mit freier 
nichtkommerzieller Software zu betreiben. Da kann ich dann abschalten 
wann ich will, ohne meinen Account zu verlieren oder Ähnliches.


> Mit einer exponierteren Antenne könnte man da sicher noch wesentlich
> mehr erreichen.

Zu dem Thema gebe ich später noch ein paar Tips. Da kann man in der Tat 
noch Einiges rausholen.


> Und das bei einem Hardwareaufwand von um 40€

Bei der Summe liege ich auch ungefähr. Man kann aber auch schon für 8,- 
Euro und etwas Basteln recht ansehnliche Ergebnisse erzielen, aber dazu 
später mehr.

Bei mir ist es ein ausgedientes Lappy (Fujitsu Lifebook) dessen Akku 
auch schon hinüber ist, auf dem ich ADSB# laufen habe. Der 1.4 GHz Intel 
M Prozessor ist dabei so zwischen 70 bis 85% ausgelastet. Die WLAN 
-Anbindung macht es auch möglich das Gerät z.B im Dachboden ganz nahe 
bei der Antenne zu betreiben wenn das WLAN bis dahin reicht.

Autor: eingast (Gast)
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Hayo W. schrieb:
> Ja ich kenne den Deal. Aber dort wird auch erwartet, dass man
> (möglichst) immer online ist da es ein kommerzielles Projekt ist. Mir
> ist es da lieber das Ganze ohne Verpflichtungen mit freier
> nichtkommerzieller Software zu betreiben. Da kann ich dann abschalten
> wann ich will, ohne meinen Account zu verlieren oder Ähnliches.

Dein Account wird nach einer Woche nichtstun deaktiviert, du kannst dich 
zwar noch einloggen, hast aber die gleichen Einschränkungen wie ein 
nicht angemeldeter User (30min reload, Werbung). Wenn du deinen RX 
wieder einschaltest geht der Account wieder ne Woche lang. Das mach ich 
jetzt seit Ende letzten Jahres so, weil ich nicht dazu komme mal eine 
feste Installation zu bauen...

Autor: Hayo W. (blueflash)
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Aha, das wäre ja noch akzeptabel. Und was benutzt Du dann als Frontend 
für die Anzeige? Auch den Browser oder?

Bei dem Programm das ich benutze gefallen mir besonders die 
umfangreichen Einstellmöglichkeiten der Benutzeroberfläche. Weiterhin 
kann ich mir direkt aussuchen, ob ich im Sharing-Modus arbeite, oder ob 
ich die Daten nur über einen eigenen lokalen Server verteile (mehrere 
Empfänger im Heimnetz), oder ob alle Programme auf einem Rechner lokal 
laufen (z.B im Urlaub ohne Onlineverbindung). Details zu der Software 
und den Einstellungen kommen später.

: Bearbeitet durch User
Autor: Hayo W. (blueflash)
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Zunächst einmal zum eigentlichen Kernstück: dem Empfänger. Hier sind 
DVB-T Sticks durch ihre Flexibilität und den niedrigen Preis das ideale 
Experimentierobjekt. Allerdings kommt es bei ADS-B Empfang auf die 
Details an - nicht jeder Stick ist gleich gut geeignet.

Da ich diese Sticks auch für den Funkempfang und als Spektrumanalyser im 
LF/HF/UHF/VHF Bereich nutze, haben sich bei mir inzwischen diverse 
Modelle angesammelt.

Damit sie funktionieren muss auf jeden Fall ein RTL2832U Interface-Chip 
drauf sein, sonst kann die Software nicht in den direkten Auslesemodus 
schalten. Beim Empfängerchip gibt es verschiedene Modelle mit 
unterschiedlichen Eigenschaften und Frequenzbereichen.

Der Noxon mit FC0013 Chip ist überhaupt nicht geeignet. Der Terratec 
Cinergy Rev.3 mit E4000 Chip war lange Zeit der Geheimtip. Hier 
funktioniert aber nicht jeder, da je nach Fertigungsstreuung ein Loch im 
Frequenzbereich knapp über 1GHz klafft. Einige Sticks funktionieren, 
einige nicht. Es gibt sogar ein Testprogramm dafür. Die Empfindlichkeit 
ist im entscheidenden Bereich allerdings nicht so besonders. Meine 
Empfangsergebnisse waren da eher bescheiden.

Der jetzige Favorit ist der R820T Chip. Dieser ist für ADS-B eindeutig 
die erste Wahl. Doch auch hier habe ich Unterschiede festgestellt. Die 
Sticks mit R820T Chip habe ich alle beim freundlichen Chinesen für 7 - 
10 Euro das Stück bestellt. Lieferzeit so 5 - 7 Wochen. Der Stick mit 
dem seitlichen Anschluss via Adapterkabel (Eztec) hat hier etwas 
schlechtere Empfangseigenschaften als der No Name im offensichtlich von 
Terratec kopierten Gehäuse. Dieser war mit 7 Euro gleichzeitig der 
billigste.

Am Besten man besorgt sich in der Bucht auch noch einige Adapter:
- TV auf F-Stecker
- TV auf BNC
- BNC auf F-Stecker
- F-Stecker
- F-Verbinder

Damit kann man dann schön rumexperimentieren.

: Bearbeitet durch User
Autor: Hayo W. (blueflash)
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Um sie ranken sich Mythen und Gerüchte, werden "fundierte" 
Halbwahrheiten verbreitet und einigen werden sogar Wunderwirkungen 
nachgesagt:

Die Antenne...

Hier bieten sich viele Möglichkeiten für Selbstbauer, da der 
Frequenzbereich bei 1GHz sehr kompakte Antennenformen ermöglicht. Für 
den Einstieg empfehle ich den Klassiker - die Lambda/4 Antenne. Sie ist 
einfach zu bauen, schön klein und bietet erstaunlich gute Leistungen. 
Beim DVB-T Stick ist meistens eine kleine Magnetfußantenne dabei. Diese 
ist jedoch für Frequenzen von 500MHz bis 800MHz ausgelegt und damit 
etwas zu lang. Um sie für ADS-B nutzen zu können muss man den Strahler 
auf 6,5cm verkürzen (Achtung, Verschraubung und den Teil im Fuß 
mitrechnen). Damit kann man schon recht gut arbeiten. Zur Optimierung 
kann man am Fuß Radials aus Kupferdraht anbringen (ebenfalls 6,5cm lang) 
und im Fuß mit der Abschirmung verlöten. Dadurch erhält man eine 
richtige Groundplane Antenne. Reichweiten von 200 bis 250Km sind damit 
durchaus erreichbar. Der Standort der Antenne ist natürlich wichtig. Im 
GHz-Bereich muss zwischen Sender und Empfänger quasi eine 
"Sichtverbindung" bestehen um die Signale empfangen zu können. Bäume 
oder gar Gebäude schirmen das Signal ab. Auch Glasscheiben dämpfen das 
Signal erheblich. Je höher die Antenne angebracht ist desto weiter kann 
man "hinter den Horizont gucken".

Auf den Bildern sind noch einige andere Groundplane-Bauformen zu sehen. 
Im Netz findet man da noch etliche weitere Vorschläge. Für spezielle 
Zwecke habe ich mir noch eine einfache Bi-Quad mit Richtwirkung gebaut. 
Die Kantenlänge beträgt hier auch wieder 6,5cm.

So ausgestattet ist man sehr mobil. Einfach Lappy auf den Schoß, DVB-T 
Stick reinstecken und Antenne neben sich hinstellen. Ob am Flughafen 
oder im Urlaub auf dem Campingplatz - man hat alles dabei.

Um in den Grenzbereich der erzielbaren Reichweite vorzustoßen muss man 
allerdings etwas mehr Aufwand betreiben, doch dazu später mehr. Wenn Ihr 
eigene Erfahrungen mit ADS-B Antennen gemacht habt schreibt einfach was 
dazu.

Autor: Hayo W. (blueflash)
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Nach den Basics geht es jetzt an die Optimierungen. Das beginnt bei der
Antenne. Vieles bei der Antennenoptimierung läuft auf Ausprobieren
hinaus. Damit wir aber wissen wo wir hin wollen hier etwas Theorie:

Unsere Lambda/4 Antenne hat eine fast kreisförmige 
Vertikal-Feldverteilung.
Räumlich gesehen kann man sich das vorstellen als würde man einen Donut
(Lieblingsgebäck amerikanischer Polizisten) über die Antenne stülpen.

Diese gleichmäßige Verteilung macht die L/4 Antenne zwar recht
vielseitig einsetzbar, aber sie ist für unseren Zweck nicht der 
Top-Performer.
Warum das? Flugzeuge im Überflug haben einen sehr großen Vertikalwinkel
(max. 90°). Die Entfernung ist aber sehr gering, so dass wir hier
keine große Empfindlichkeit benötigen. Die L/4 ist in diesem Bereich
also quasi überdimensioniert. Mit zunehmender Entfernung des Flugzeuges
wird der vertikale Winkel jedoch immer kleiner.
Für eine hoch angebrachte Antenne befinden sich weit entfernte Flugzeuge
auf "Augenhöhe" (vertikal gegen 0°). In diesem Bereich wird unsere
L/4 aber immer unempfindlicher.

Wir müssten also aus dem oberen Bereich etwas wegnehmen und es am
unteren Bereich hinzufügen - bildlich gesehen den Donut also 
plattdrücken. Das erreicht man durch vertikale Bündelung. D.h. es werden 
mehrere Strahler zusammengeschaltet. Wichtig ist hierbei, dass die 
Strahler alle gleichphasig arbeiten, sonst löschen sich die Wellen 
gegenseitig aus. Hierzu werden zwischen den Strahlerelementen 
Phasenverschieber eingesetzt.

Bei vertikalen Antennen hat sich die Bauform der Stacking-Antennen
(Stapel)bewährt. Bekannt auch als Collinearantennen (collinear -> in 
einer Linie).
Je nach Anzahl der Elemente kann die Feldverteilung hier auf sehr flache
Vertikalwinkel und damit eine sehr weit gestreckte Hauptkeule optimiert
werden. Durch leichtes Verkürzen der Strahler unterhalb ihrer 
Resonanzlänge kann man den Abstrahlwinkel sogar leicht nach unten 
richten.

Bauanleitungen für Collinearantennen findet man etliche im Internet, 
viele für 70cm Amateurfunk oder für WLAN. Man muss die Längen dann nur 
umrechnen für unsere 1090MHz. Eine beliebte und leicht zu bauende Form 
ist die Koaxialcollinearantenne. Hier werden einfach mehrere genau 
bemessene Stücke Koaxialleitung miteinander verbunden wie z.B. hier

  http://www.qsl.net/w1klm/coaxial.html)

oder hier

  http://www.qth.at/oe1xhc/data/coax_collinear_70cm.html

Eine andere Möglichkeit ist es, sich einen Strahler aus Kupferdraht
zu biegen (aus alten Stromleitungen 2,5² oder 4²). Die 
Phasenverschiebung wird durch eine Spule mit einer oder 1,5 Windungen 
erreicht. Den Fußpunkt des Strahlers kann man direkt auf eine HF-Buchse 
löten. Die genaue Beschreibung einer gut funktionierenden Konstruktion 
kommt noch.

Um Enttäuschungen vorzubeugen: Diese Antenne funktioniert nur dann gut
wenn sie hoch angebracht wird. Bei zu tiefer Anbringung "guckt" sie 
wegen des flachen Abstrahlwinkels quasi gegen das nächstgelegene 
Hindernis und
bringt ein deutlich schlechteres Ergebnis als die L/4-Antenne.

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Autor: Guido B. (guido-b)
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Hmmh, damit guckst du aber auch in Richtung Boden, 50 %
verschwendet! Das geht doch sicher besser?

Autor: Hayo W. (blueflash)
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Guido B. schrieb:
> Hmmh, damit guckst du aber auch in Richtung Boden

Nur wenn durch Verkürzung der Strahler der Abstrahlwinkel leicht negativ 
ist. Ansonsten hat man einen leicht positiven Abstrahlwinkel von wenigen 
Grad (ca. 10°) bei mehreren Strahlerelementen. Mir ist derzeit kein 
Rundstrahler mit günstigerer Feldverteilung bekannt.

: Bearbeitet durch User
Autor: lrep (Gast)
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Hayo W. schrieb:
> Wer jetzt denkt, das wäre nicht erlaubt liegt falsch. Es gibt ein
> Gerichtsurteil, das bestätigt, dass der Empfang der Flugzeugsignale
> nicht strafbar ist. Ebenso ist es (anders als sonst allgemein behauptet)
> auch nicht strafbar den Flugfunk mitzuhören. Auch hier gibt es ein
> entsprechendes Urteil (Burgdorfer Scanner-Urteil -> Nils Schiffhauer).

Das glaubst auch nur du!

"Urteil des Bayerischen Obersten Landesgerichtes 1999 (AZ: 4St RR 7/99): 
Einem CB-Funker wurde 1997 der Empfang von Polizeifunkfrequenzen 
nachgewiesen, Amtsgericht und Landgericht verurteilten ihn. In dritter 
Instanz wurde der § 89 TKG auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüft, die 
Richter bestätigten die Verfassungsmäßigkeit und das vorherige Urteil. 
Damit wurde die Burgdorfer Entscheidung widerlegt, das Urteil gilt bis 
heute als wichtigste juristische Entscheidung in Bezug auf den § 89 TKG"

Steht hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Polizeifunk

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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lrep schrieb:
> Das glaubst auch nur du!

Die Threadautoren schreiben allerdings von Flugfunk und ADB-S Signalen 
und nicht von NÖBL, zu dem Polizeifunk dazugehört. Das ist ein grosser 
Unterschied, das o.a. Gerichtsurteil bezieht sich eindeutig auf 
Polizeifunk.
Wer ausserdem so dämlich ist, den Empfang und vor allem den Inhalt 
heraus zu posaunen, hat nichts besseres als ein Urteil verdient.

Guido B. schrieb:
> Hmmh, damit guckst du aber auch in Richtung Boden, 50 %
> verschwendet! Das geht doch sicher besser?

Eigentlich soll eine Groundplane genau das vermindern. Die Groundradials 
drücken das 'Donut' nach oben, so das bei guter Dimensionierung das 
Maximum der Abstrahlung (lies Empfangspegel) einige 10 Grad noch oben 
geht. Über den Winkel der Radials kann man in gewissen Grenzen diesen 
Winkel beeinflussen. In Funkamatuerkreisen ist die GP wg. dieser 
Abstrahlung recht beliebt für omnidirektionale Verbindungen.
Hier ist übrigens ein Rechner für die Maße der GP:
http://www.csgnetwork.com/antennagpcalc.html

: Bearbeitet durch User
Autor: Funker (Gast)
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Hayo W. schrieb:
> Für eine hoch angebrachte Antenne befinden sich weit entfernte Flugzeuge
> auf "Augenhöhe" (vertikal gegen 0°). In diesem Bereich wird unsere
> L/4 aber immer unempfindlicher.

Das halte ich für ein Gerücht. Bei einer vertikalen L/4 über ideal 
leitendem Boden liegt das Empfindlichkeitsmaximum bei 0° Elevation.

Guido B. schrieb:
> Hmmh, damit guckst du aber auch in Richtung Boden, 50 %
> verschwendet! Das geht doch sicher besser?

Da wird nichts verschwendet. Allenfalls wird das SNR durch zusätzliches 
QRN der Umgebung schlechter. Ein Empfindlichkeitsmaximum am Horizont ist 
aber wünschenswert, um weit entfernte Sender möglichst gut empfangen zu 
können.

Autor: Hayo W. (blueflash)
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lrep schrieb:
> Damit wurde die Burgdorfer Entscheidung widerlegt

Ok, das kannte ich noch nicht - danke für den Hinweis. Das zeigt aber, 
dass hier teilweise je nach Bundesland unterschiedlich entschieden wird 
und sich die Rechtssprechung nicht wirklich einig ist. Weiterhin wird 
wohl auch zwischen den verschiedenen Funkdiensten unterschiedlich 
gewichtet (Polizeifunk, Flugfunk etc.).

Das Urteil zum ADS-B Empfang ist auf jeden Fall aktueller und auch immer 
noch Stand der Dinge (siehe Anlage).

Guido B. schrieb:
> Hmmh, damit guckst du aber auch in Richtung Boden, 50 %
> verschwendet

Achtung, nicht die Erdkrümmung vergessen! Die Horizontalachse der 
Feldverteilung ist nicht gleich dem Verlauf des Erdbodens. In 400Km 
Entfernung "hängt" das Ende der Keule mehrere 1000m über dem Erdboden.

Funker schrieb:
> Bei einer vertikalen L/4 über ideal
> leitendem Boden liegt das Empfindlichkeitsmaximum bei 0° Elevation.

Das ist aber meines Wissens nicht der Fall bei einer realen Groundplane. 
Hier liegt das Maximum je nach Ausführung der Radials bzw. der 
Ersatzerde bei roundabout 30°. Aber unabhängig davon ist die 
Feldverteilung auch nicht so langgestreckt wie bei der Collinearantenne. 
Die Empfindlichkeit nimmt also deutlich schneller ab mit der Entfernung.

Andere Vertikalstrahler Bauformen mit flacher Feldverteilung sind 
fußgespeiste Lambda/2 Strahler mit Anpassungstransformatorschleife (z.B. 
früher beim CB-Funk sehr beliebt die City Star) und Lambda 5/8 Strahler 
mit Radials.

Autor: lrep (Gast)
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Hayo W. schrieb:
> Das Urteil zum ADS-B Empfang ist auf jeden Fall aktueller und auch immer
> noch Stand der Dinge (siehe Anlage).

Die dort angegebene Begründung ist allerdings haarsträubend: "Damit 
fehlt es an dem Tatbestandsmerkmal des Abhörens von Nachrichten, denn 
das Abhören ist bereits nach dem allgemeinen Sprachgebrauch das
unmittelbare Zuhören sowie das unmittelbare Hörbarmachen einer 
Nachricht. Maßgebend ist die tatsächliche akustische Wahrnehmbarkeit des 
durch Funkwellen übermittelten Inhalts."

Nun endlich ist klar, dass nicht nur die NSA, sondern Jedermann auch 
Merkels SMS abfangen, ausdrucken und veröffentlichen darf.

Schön daran ist auch das Wörtchen "unmittelbar".
Wenn man also ein Gespräch erst aufzeichnet, darf man es wohl auch bei 
Youtube veröffentlichen, da das Hörbarmachen dann ja nicht mehr 
"unmittelbar" ist.

Wozu dann überhaupt dieses Gesetz?


Auch wenn die Anzeige nahezu sämtlicher Flugbewegungen zweifellos 
interessant und hübsch anzuschauen ist, so halte das zur Verfügung 
stellen der Flugdaten im Internet doch für sehr problematisch.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als Airliner im  Endanflug auf 
Düsseldorf arge Schlenker flogen, da man befürchtete, dass die 
Terroristen der RAF an Boden-Luft-Raketen gekommen sein könnten.
Dank der mittlerweile überall verbreiteten ADS-B Daten ist es heute für 
Terroristen ja kein Problem mehr fast überall sogar bestimmte Flugzeuge 
abzuschiessen.
Vielleicht war so etwas ja auch in der Ukraine der Fall.

Ob die Einspeiser der ADS-B Daten es auch noch cool finden, wenn sie 
selbst in einem Flieger sitzen und es knallt und es dann nur noch 
abwärts geht?

Autor: Hayo W. (blueflash)
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Über die Begründung des Urteils habe ich auch etwas gestaunt. 
Grundsätzlich scheint mir die rechtliche Situation in Sachen Funkempfang 
etwas schwammig zu sein. Ausgehend von Gesetzen und Monopolen aus den 
Anfangstagen des Funks scheint die heutige Rechtssprechung etwas hinter 
der aktuellen technischen und strukturellen Entwicklung hinterher zu 
hinken. Als sehr fragwürdig finde ich den Ansatz, auf der einen Seite 
Geräte zu erlauben die bestimmte Frequenzen empfangen können, auf der 
anderen Seite aber Leute zu kriminalisieren, die diese dann auch 
tatsächlich benutzen. Wer heutzutage sensiblen Inhalt über Funk 
verbreitet nutzt ohnehin verschlüsselte Übertragungen (z.B. div. 
BOS-Dienste). Damit kommt das Problem eigentlich nicht mehr auf, da man 
den Inhalt ja nicht mehr abhören kann. Fehlt eigentlich nur eine 
entsprechende gesetzliche Anpassung.

Zum Bereitstellen von ADS-B Daten: Wenn man daran interessiert wäre ein 
bestimmtes Flugzeug bei Start oder Landung abzuschießen, wäre man nicht 
auf ADS-B Daten angewiesen. Flugzeuge lassen sich auch ohne diese Daten 
leicht per Smartphone App identifizieren - dank Live An- und 
Abflugübersichten bereitgestellt von den Flughäfen. Wäre ich ein böser 
Bube, würde ich mich ohnehin nicht auf die Daten anderer aus dem 
Internet verlassen, sondern mittels eigenen Empfängers die Daten 
ermitteln - da würde ein Verbot nicht viel nützen.