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Forum: HF, Funk und Felder Bandpass für 1800MHz


Autor: keine Ahnung von HF (Gast)
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Hi,
ich brauche einen Bandpass für ca. 1800MHz (hat aber nix mit Handy zu 
tun)

Kann man das mit Streifenleitertechnik aufbauen?
Ich hab ja gesagt und bin jetzt in der Pflicht. (das ich auch immer 
meine vorlaute Fresse nicht halten kann).

Ich habe auch so eine grobe Idee:
Da ist dann ein einseitig geerdeter Streifen so 2,5 cm lang = Lambda/4 
plus Verkürzungsfaktor. (Keine Ahnung wie breit, vieleicht 2mm?)
Dies ist mein Schwingkreis.
Das offene Ende geht über den kleinsten Keramiktrimmer (nur so ein paar 
pF an Masse)
Eine Leiterbahn die von der SMA-Eingangsbuchse zur SMA-Ausgangsbuchse 
geht, kreuzt die Schwingkreisleiterbahn bei sagen wir mal 1cm.

Wär das so OK?
Welches Leiterbahnmaterial?
SOS SOS SOS ich brauche dringend Hilfe, sonst kann ich mir den Strick 
nehmen!

Autor: Sebastian (Gast)
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Hi,

also bei der Dimensionierung des Filters ist ein wenig mehr zu beachten, 
als nur die Mittenfrequenz des Passbandes. Wie gross ist die Bandbreite? 
Bei welchen Frequenzen musst Du in den Nebenbändern bereits wieviel 
Dämpfung haben? Durch solche Fragestellungen ergeben sich die 
Anforderungen für Dein Filter. Anschließend suchst Du die Topologie aus.

Dein Vorschlag mit dem Lambda/4 Filter wird sicherlich in gewisser 
Hinsicht funktionieren, allerdings musst Du vor allem bei dem 
Keramiktrimmer drauf aufpassen, dass der bei der Frequenz noch als 
Kapazität wirkt. Zusätzlich wird meiner Erfahrung nach eine Stichleitung 
keine sehr grosse Filterwirkung hervorrufen. Selbst bei 8 
Stichleichtungen war das Ergebnis für meine Anforderungen damals nicht 
sehr zufriedenstellend. Es gibt andere Mikrostreifenfilter, die 
eventuell auch besser geeignet sind. Als Beispiel will ich mal die 
verkoppelten Leitungsfilter nennen (Hairpinfilter).

Ein guter Start ist sicherlich die Verwendung eines Simulationstools wie 
dem Ansoft Designer. Davon gibt es eine Studentenversion, die man sich 
runterladen kann. Die Ergebnisse waren eigentlich immer recht brauchbar. 
Tutorials finden sich auch mit Hilfe einer Suche bei einer der großen 
Suchmaschinen im Netz.

Wenn Du etwas mehr Leistungsverlust vertragen kannst, kannst Du FR4 
nehmen, da der Frequenzbereich noch nicht so hoch ist und ein Duroid 
nicht rechtfertigt. Ich bin auch der Meinung, dass die Verlusteinsparung 
beim Rogers RO4003 in dem Frequenzbereich noch nicht so immens ist, 
wobei das sicherlich ne Kosten/Nutzen Abwägung wird.

Grüße,
Sebastian

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Autor: keine Ahnung von HF (Gast)
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@Autor:  Sebastian (Gast)

Vielen Dank, das (Ansoft Designer & Duroid) hilft mir schon sehr weiter.
Ich schätze die Anforderungen an das Filter nicht so hoch ein, ich will 
nur ein paar Mischproduckte dämpfen.

Meine Geschichte sieht so aus:
Ca. 300MHz werden Frequenzverdoppelt (FD-2 von Mini-Circuit) => 600MHz. 
Eine andere Quelle liefert ca. 1200MHz. Diese beiden werden gemischt => 
gewünschte Summenfrequenz ca. 1800MHz und unerwünschte Differenzfrequenz 
600MHz.Das ganze ist auch nicht auf meinem Mist gewachsen.

Dazu kommen vieleicht (habe ich noch nicht nachgemessen) noch Reste von 
den 300MHz die nach dem Verdoppler übrigbleiben.
(Ich denke mir das zumindest, weiss das Datenblatt vom FD-2 da nicht zu 
deuten.)Mischproduckte davon sind dann eventuel bei 1500MHz und 900MHz 
zu finden.

Bin weiter auf Hilfe angewiesen...

Autor: keine Ahnung von HF (Gast)
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Ach so, die Einfügedämpfung sollte nicht zu groß sein.
Ich denke mal höchstens ein paar dB.

Autor: Martin Laabs (mla)
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Ich würde Dir zu einem zwei oder dreipoligen Filter raten. Entweder als 
parallel gekoppelte Streifenleiter oder als Interdigitalfilter. Habe mir 
heute ein Tool geschrieben welches mir eine Dimensionierung für 
gekoppelte Leiter ausgibt. Also wenn Du mir Dein Material verrätst tippe 
ich es dort fix ein.

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Martin Laabs schrieb:
> Habe mir
> heute ein Tool geschrieben welches mir eine Dimensionierung für
> gekoppelte Leiter ausgibt.

Würdest du sowas denn auch Opensource machen?

Autor: keine Ahnung von HF (Gast)
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@ Martin Laabs (mla)

>Also wenn Du mir Dein Material verrätst tippe ich es dort fix ein.

Also ich sag mal Duroid oder FR4  :-)

Mir würde auch ein weniger anspruchsvolles Filter reichen, also z.B. 
zwei-polig.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Das hab ich vor Jahren mal auf EESOF Touchstone gerechnet, gekoppelte 
Microstrips.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Wesentlich schmalbandiger wird es natürlich mit Feinmechanik. 
Rechteckiges Alu-Profil und runde Alu-Resonatoren, hier noch mit 
DC-Durchführungen, damit der Sat-Receiver den Antennenverstärker 
fernspeisen kann. Statt mit Schrauben ist der Resonator mit abgesägten 
Bananenbuchsen M6*0,75 angeschraubt, im Inneren des Resonators zwei 
Durchführungskondensatoren.

Autor: Martin Laabs (mla)
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keine Ahnung von HF schrieb:
> @ Martin Laabs (mla)
>
>>Also wenn Du mir Dein Material verrätst tippe ich es dort fix ein.
>
> Also ich sag mal Duroid oder FR4  :-)

Und wie dick ist das Material?

Martin L.

Autor: keine Ahnung von HF (Gast)
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>Und wie dick ist das Material?


Das FR4 ist Standart 1,5mm dick.

Bei Duroid weiß ich es nicht, habe noch keinen Lieferanten dafür.

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