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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Stimmung verschlechtert?


Autor: Frank G.J. (Gast)
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Hat sich bei Euch in der Wirtschaftskriese die Stimmung in der Firma 
verschlechtert?

Autor: Arne (Gast)
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Hallo
Wir sind kleiner Mittelständler(70 Leute), Raum Heidelberg, Elektronik.
Die Auftragslage ist sehr schlecht. Es wird wohl demnächst Kurzarbeit 
beantragt. Für die Entwickler gibt es genug Arbeit, aber die Produktion 
steht...
Gruß
Arne

Autor: Onkel Kapott (Gast)
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In meiner Firma wurde zuerst die Studenten entlassen, dann ich. Bei mir 
war auch noch ganz fieses Mobbing im Spiel.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Ok ich arbeite in Australien... aber hier ist es aehnlich... Anfang des 
Jahres wurden 5 Leute entlassen, dann nochmals 3 und mitte August ich. 
Gleichzeitig macht der ein oder andere nun auf Kurzarbeit... Ich hatte 
Glueck und fand innnerhalb von 8 Wochen was Neues...

Autor: Lupin (Gast)
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> Ich hatte Glueck und fand innnerhalb von 8 Wochen was Neues...

Jo, sonst hätten die dich dreckligen Ausländer auch wieder in die Heimat 
geschickt oder? :-P

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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> Jo, sonst hätten die dich dreckligen Ausländer auch wieder in die Heimat
> geschickt oder? :-P

Wer hat dir denn auf den Schlips getreten?

Nein, habe Permanent Resident Visa... kann unbegrenzt hierbleiben. Habe 
die gleiche Rechte und Pflichten wie die Einheimischen, ausser das ich 
nicht waehlen kann und keine Jobs im Militaerbereich bekomme...

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Onkel Kapott schrieb:
> In meiner Firma wurde zuerst die Studenten entlassen, dann ich. Bei mir
> war auch noch ganz fieses Mobbing im Spiel.

Was macht das fuer nen Sinn, die arbeiten i.d.R. am meisten und kosten 
am wenigsten (Generation Praktikum).

Autor: Oha! (Gast)
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>Was macht das fuer nen Sinn, die arbeiten i.d.R. am meisten und kosten
>am wenigsten (Generation Praktikum).
Wenn es Werkstudenten sind, dann nicht. Die geeigneten Aufgaben für die 
sind aktuell rar. Man braucht neben der Aufbringung des 
Werkstudentengehaltes noch teure Betreuung bzw. Beaufsichtigung. Selbst 
bei Praktikanten ist man sehr zögerlich geworden, wegen der Betreuung 
und der Bereitstellung der Arbeitsutensilien.
Zudem will man das oft durch die Krise verursachte interne Chaos/Tumulte 
nicht unbedingt nach außen treten. Das Krisenmangement ist für viele 
Chefs noch Neuland, da dieser Extremfall nie einkalkuliert oder geübt 
worden ist.
Vereinzelnt kommt es zu richtigen "Rosenkriegen" innerhalb des 
Betriebes.

Autor: Onki Kapott (Gast)
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Naja, der Firma traurere ich ohnehin nicht hinterher. Was die sich 
einbilden; die glauben doch tatsächlich, weil sich alle dort duzen, ist 
automatisch ein gutes Arbeitsklima hergestellt. Eigentlich fand ich es 
anfangs ganz spannend, in einem kleineren Unternehmen zu arbeiten, weil 
man da mehr Platz zur Entfaltung hat und nicht in eine Ecke gedrängt 
wird ("Du machst jetzt nur noch Datenmodellierung."). Ich habe innerhalb 
eines Projektes überall meine Finger im Spiel gehabt: Entwurf, 
Modellierung der Datenbankrelationen, Test, Gui-Entwicklung usw. usf.

Aber es war auch in gewisserweise deprimierend, weil man alles 
interessante kategorisch ausschließen wollte. Das war wie bei Adenauer: 
"Keine Experimente." (Kleine Anmerkung: Die Firma war sogar überwiegend 
katholisch. :)) Und auf Dauer nur die Daten in Datenbanken 
abzuspeichern, rauszulesen und darzustellen, ist doch niveaulos bis zum 
geht nicht mehr. Interessante Berechnungen, die einen echten Mehrwert 
dargestellt hätten, waren nicht erlaubt.

Zu den Studenten: Die wurden nicht für wichtige Projekte gebraucht, 
deswegen gingen die vor mir. Als die dann wegwaren, wurde mir gekündigt, 
sobald sich das Projektende abzeichnete. Mit der ganzen Vorgeschichte 
des Mobbings. Und dieses hinterfotzige Gegrinse des Chefs ging mir ganz 
schön auf die Nerven. Der hat schon immer so gegrinst und wenn wieder 
jemand so grinst, werde ich vorsichtig. Was Menschenkenntnis anlangt, 
lerne ich nie aus. Ich gebe auch keine große Zukunft dieses Ladens. Die 
Chefs zeichnen sich durch unstetiges Verhalten, durch Aktionismus aus. 
Und durch unsinnige, weltfremde Planung. Mir hat er immer seine 
"Erfahrung" vorgehalten, aber warum hat er sie nicht genutzt. 
Stattdessen lenkt dann auch noch die Mitarbeiter von der Arbeit ab und 
ist auch kein Vorbild, wenn ein Haufen leerer Bierflaschen monatelang 
hinter seinem Schreibtisch stehen. Und ständig diese Kraftsprache und 
das "Furzen mit dem Mund". - Warum also diesem Verein hinterhertrauern?

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Onki Kapott schrieb:
> Warum also diesem Verein hinterhertrauern?

Hm, auch ein schlechter Job ist manchmal besser als gar kein Job. Aber 
wirklich weiterentwicklen kann man sich dabei nicht, klar. Scheiß 
Wirtschaftskrise :-(

Autor: bullshitjob (Gast)
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Also bei uns ist die Stimmung schon immer mäßig,
aber so langsam schwimmen die Felle davon.

So langsam habe ich auch dass Gefühl dass das Claim abstecken immer 
weitere Kreise zieht.

Ich bin einer der Jüngsten und bekomme nur Schrottaufgaben.

Am Anfang dachte ich noch, mein Gott dass is halt so als Anfänger, da 
muss man sich erst mal mit Pipifax seine Sporen verdienen.
Aber inzwischen denke ich die alten Säcke haben Angst, dass noch einer 
mehr mit der wenigen Arbeit gefüttert werden muss.
Und wenn mal eine größere Entwicklung im Raum steht, wovon alle 
profitieren würden und Arbeit hätten, wird nach Extern vergeben.

Ich sitze räumlich getrennt, dementsprechend ist der Informationsfluß,
obtimisstisch gesprochen gegen Null.
Ich versuche zwar ins Gespräch zu kommen und frage den Senior Engineer 
dem ich zur Hand gehen muss, aber da rückt man auch nur wiederwilligst 
mit Informationen raus.
Da wurstelst halt mal vor dich hin, dann kommt narürlich mal so ne 
Oberpfeife vorbei und sagt dir, dass du es so nicht hättest machen 
dürfen, weil überhaupt und so wie so.

Ich bin daher schon länger auf der Suche nach was Neuem,
weil diese Nasen mich gar nicht verdient haben.
Junge leistungswillige, motivierte Leute, die was vorranbrigen wollen
und auch mal was anders machen und nich nach dem Motto "dass machen wir 
schon immer so" handeln, sind nicht erwünscht.

Ich befürchte halt immer ich komm von einem Drecksladen in den nächsten.

Ich kann nur allen Studenten raten, macht BWL und kein MINT.
Einfacher, Parties, Frauen und später sicherlich keine Kollegen mit der 
sozialen Kompetenz eines Backsteins.

Autor: Michael H. (michael_h45)
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bullshitjob schrieb:
> Ich kann nur allen Studenten raten, macht BWL und kein MINT.
> Einfacher, Parties, Frauen und später sicherlich keine Kollegen mit der
> sozialen Kompetenz eines Backsteins.
Bis auf das "einfacher" kann ich nur sagen: du hast was grundverkehrt 
gemacht! Ansonsten kann ich alles widerlegen.
Ja, bitte keine E-Techniker-Frauen, aber man ist ja nicht allein auf dem 
Campus... Architektur, Bau-Ing, Chemie - da geht eher was.

Autor: hauptschüler (Gast)
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Bei uns ist die Stimmung eigentlich ganz ok. Ende letzten jahres musste 
ich mein Überstundenkonto 80h ins minus ziehen weil so wenig arbeit da 
war.
Aber seid anfang diesen jahres hab ich 400 Überstunden gemacht (normal 
38h woche). Wir ersaufen sozusagen in Arbeit (Reperatur/Instandhaltung 
allerdings Handwerk).
Ich wüste mal gerne was da in den Firmen abgeht das da aufeinmal so viel 
Instandhaltungsbudget da ist. Auftragsbüscher sind jetzt schon voll bis 
nächstes Jahr + Tagesgeschäft. Es wird definitiv mehr repariert/erneuert 
als die letzten 4 jahre.
Das einzige was mich jetzt noch nachdenklich macht ist wann ich meinen 
Jahresurlaub machen soll.

Gruß

Autor: Gästchen (Gast)
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Ja, denn wir wurden entlassen.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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Was für eine Wirtschaftskrise?
Meine Kunden kaufen wie die Verrückten, seit gut einem Jahr muss ich 
meist noch am WE schindern, damit ich ich die Aufträge erledigen kann. 
Neue Kunden mit Neuentwicklungswünschen stehen auch schon auf der Matte 
und ich weiß derzeit nicht, wo ich die Bauelemente zu vernünftigen 
Preisen herbekommen soll.
Wenn ich früher die Leiterplatten 30-stückweise bestellt habe, geht es 
jetzt mit 500er Stapeln zur Sache.
Die Auftragslage ist eben für jeden anders...

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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@Bürovorsteher
Dann stellt man Leute ein oder weißt du nicht wie das geht?
Bitte keine Ausreden, die kenne ich fast schon alle.
Zu Tipps und Anregungen bin ich gern bereit.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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Ich stelle keine Leute ein. Das hatte ich schon mal in einem meiner 
früheren Leben und bin von meiner sozialen Ader restlos geheilt.
Ich mache es anders: ich gebe die Werkerarbeiten jetzt an eine 
Bestückungsfirma weiter.
Die Entwicklung kann und will ich aber nicht aus der Hand geben.
Ich habe keine Lust, mich mit Krankenkassen, Rentenversicherungen, 
Berufsgenossenschaften, faulen Ausreden etc. herumzuärgern.

Ich will niemanden einstellen, weil es nichts bringt. Wenn ich z.B. 
einen (1) Arbeitnehmer einstelle, werde ich nicht einmal den doppelten 
Umsatz generieren, sondern weniger.
Ich hatte mal drei Leute eingestellt und wesentlich weniger verdient als 
heute. In auftragsschwachen Zeiten musste ich deren 
Kranken/Rentenversicherungen und Gehälter aus meinem Privatvermögen 
vorschießen.
Nie mehr wieder!
Ich brauche keine Ausreden - ich will eben nicht, die Luft ist raus.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Bürovorsteher schrieb:
> Ich stelle keine Leute ein. Das hatte ich schon mal in einem meiner
> früheren Leben und bin von meiner sozialen Ader restlos geheilt.
> Ich mache es anders: ich gebe die Werkerarbeiten jetzt an eine
> Bestückungsfirma weiter.
> Die Entwicklung kann und will ich aber nicht aus der Hand geben.
> Ich habe keine Lust, mich mit Krankenkassen, Rentenversicherungen,
> Berufsgenossenschaften, faulen Ausreden etc. herumzuärgern.

Das ist verständlich. Selbst entwickeln und andere fertigen lassen, am 
besten in Deutschland. Wenn man dumm und kurzfristig profitgeil ist dann 
gibt man das natürlich nach China, dann braucht man sich um mehr 
Konkurrenz in naher Zukunft keine Sorgen zu machen ;-)

bullshitjob schrieb:
> Ich kann nur allen Studenten raten, macht BWL und kein MINT.

Unsinn. Auch viele BWLer haben nicht ihren Traumjob, und wer sich 
einfach generell nicht für dieses Fach interessiert wird damit auch 
nicht glücklich.
Ich kenne einen BWLer, der arbeitet 60-70 Stunden die Woche und ist auch 
nicht wirklich glücklich mit seinem Job, muss aber eben Frau und zwei 
Kinder ernähren. Er verdient zwar mehr als ich, aber eben nicht so viel 
mehr als dass es die extrem viel höhere Arbeitszeit ausgleichen würde 
(bei mir: 40h, ziemlich regulär). Magst Du mit ihm tauschen?

Autor: Paul (Gast)
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>Einfacher, Parties, Frauen und später sicherlich keine Kollegen mit der
>sozialen Kompetenz eines Backsteins.

Schau mal in die Unternehmensberatungen. Soziale Kompetenz gleich Null. 
Einer versucht den anderen auszutricksen. Egoismus ist vorherrschend. 
Wer hat mehr e-mails, wer mehr Überstunden, wer mehr Auslandaufenthalte, 
wer mehr Geschäftskontakte? Manche definieren sich über die Marke des 
Handys, andere über die Uhr. Für diese Art von Konkurrenz muß man 
wirklich geboren sein.

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