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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik UV LED Belichter Pro & Kontra


Autor: Gregor R. (Gast)
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Hallo

Ich möchte mir in den Semesterferien möglicherweise einen UV- LED 
Belichter bauen, da diese einige Vorteile gegenüber anderen Verfahren 
bieten

LED:

Vorteile:
* Einfach zu handhaben bzw. zu steuern
* Mit Konstantstromquelle ist eine lange Lebensdauer garantiert
* Niedrige Versorgungsspannung (gilt nur bedingt, da je nach dem wieviel 
Konstantstromquellen man verbauen will unterschiedlich hohe Spannungen 
pro LED Kette braucht)
* Lange Lebensdauer
* Niedrige Bauhöhe
* Vergleichsweise hoher Wirkungsgrad
Nachteile:
* Punktförmige Lichtquelle, daher sehr viele LEDs auf einer gewissen 
Fläche notwendig, wenn man schnell Belichten möchte.
* Großer Bauaufwand eines solchen Belichters
* Teuer in der Anschaffung (jedoch hab ich auf Ebay schon 1000 
qualitativ hochwertige Leds um 38€ gesehen)


LAMPEN:

Vorteile:
* Einfach zu handhaben, einfach in eine passende hitzefeste Fassung 
schrauben
* Meist sehr billig
* optimal für Leute die selten Platinen belichten
Nachteile:
* Geringe Lebensdauer
* Schlechter Wirkungsgrad
* große Hitzeentwicklung
* radial abnehmende Lichtstärke, daher werden die Außenbereiche der 
Platine schlechter belichtet

RÖHREN

Vorteile
* große Lichtquelle, daher homogeneres Abstrahlen
* wenig Wärmeentwicklung
* große Belichtungsflächen einfach realisierbar
Nachteile
* kurze Lebensdauer, vorallem wenn die Röhre zum Belichten verwendet 
wird. Durch das viele ein und Ausschalten sinkt die Lebensdauer stark.
* Je nach Typ nicht besonders billig

Ich tendiere derzeit zu LEDs, auch wenn es auch in meinem Bekanntenkreis 
strikte Gegner dagegen gibt. Die Argumente von denen halten aber meist 
keinem Beweis stand und entpuppen sich meist als unbegründete 
Affektiertheit gegenüber der LED Technologie. Sicher ist es eine 
Heidenarbeit einen solchen Belichter zu bauen, doch hat man dann auf 
Ewigkeiten Ruhe. Ich hab auch einmal mit dem Gedanken gespielt Röhren zu 
verwenden, bin aber aufgrund der erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeit 
durch das häufige ein und Ausschalten davon abgekommen. Weiters flackern 
sie dann auch noch einige Zeit bis sie wirklich die geforderte 
Lichtleistung bringen. Bei LEDs ist da Egal. Ich hab meine Platinen auch 
mit diversen Lampen belichtet, doch das war immer Problematisch.
Da ich meine Layouts auf einem Tintenstrahldrucker drucke und dazu 
spezielle Overheadfolie verwende, ist die Hitzentwicklung bei der 
Lampenmethode ziemlich kontraproduktiv. Die zu belichtende Leiterplatte 
muss ständig mit einem 12cm Axiallüfter gekühlt werden, da sich sonst 
durch die Wärme die spezielle Beschichtung auf der Transparentfolie 
(wahrscheinlich durch weichwerden) mit dem fotopositiv Lack verklebt. 
Beim Abheben der Folie beschädigt man dann gezwungenermaßen die 
Fotoschicht, was je nach schwere der Beschädigung zu einer unbrauchbaren 
Platine führt.

Ich habe mir vor kurzem eine Packung mit 50 UV Leds 2000mCd 14mW UV 
Lichtleistung geordert und sie zum Testen auf eine Lochrasterplatine mit 
ca 1cm Abstand zueinander gelötet und heute eine Testreihe gestartet. 
Die Leds befanden sich ca. 14- 15cm von der Platine entfernt. Es hat 
geradeinmal 90Sekunden gedauert bis das Bungard Basismaterial komplett 
belichtet war.

So, nun genug geschrieben, was ist eure Meinung dazu?

Lg Gregor

Autor: MaWin (Gast)
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Röhren liefern von Natur aus diffuses Licht, belichten also 
gleichmässig.
LEDs nehmen nur diejenigen, die Angst vor den (Zünd-)Spannungen der 
Röhren haben.
Selbst wenn man eine Punktlichtquelle für schärfere Abbildungen haben 
will (Siebdruck), wird man zur Quecksilberdampflampe greifen und nicht 
versuchen, den Output vieler LEDs zu bündeln.
Deine Methode von weit weg zu belichten löst zwar das Problem der 
ungleichmässigen Beleuchtung der Fläche, aber so wie ich es in 
Erinnerung habe, kosten 14mW UV-LEDs um 2.50 EUR, deine 50 Stück also 
über 100 EUR. Das löst das Problem durch die Methode der dicken 
Brieftasche. Kann man machen, aber nicht jedem vorschlagen. Wer selbst 
baut, will es normalerweise auch preiswert haben.

Autor: Gregor R. (Gast)
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MaWin schrieb:
> Deine Methode von weit weg zu belichten löst zwar das Problem der
> ungleichmässigen Beleuchtung der Fläche, aber so wie ich es in
> Erinnerung habe, kosten 14mW UV-LEDs um 2.50 EUR, deine 50 Stück also
> über 100 EUR. Das löst das Problem durch die Methode der dicken
> Brieftasche.

So teuer ist das gar nicht. Ich habe die 50 Stück auf Ebay für etwas 
mehr als 10€ bekommen und so viel ich weis, gibt es auch Händler in 
China wie ich bereits geschrieben habe, die 1000 UV LEDs um 38€ 
verkaufen. + 20% MWST ist noch immer sehr günstig. Meinen Recherchen 
nach sind die LEDs auch nicht minderwertiger, wie die sog. Markenleds 
die man in den heimischen EBAY Shops findet

MFG Gregor

Autor: Emperor_L0ser (Gast)
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Moin,
ich kann nichts über die UV-Röhren sagen, aber bin mit meiner LED-Lösung 
sehr zu Frieden.

Ich habe mir bereits vor einigen Jahren (vielleicht 4-5) einen 
LED-Belichter gebaut. Mein vorgehen war dabei ganz einfach:

160 UV-LEDs aus der Bucht auf eine Euro-Lochraster-Platine verlötet. 
Immer 4 in Reihe mit einem Vorwiderstand - dazu ein 12V Netzteil (sollte 
schon mehr als 500 mA Leistung haben).

Danach habe ich einen Holzkasten drum herum gebaut und sorge für einen 
Abstand von ca. 20 cm zwischen LEDs und Platine. Die Belichtungszeit 
beträgt 2,5 Minuten mit und ca. 4 Minuten mit Glasscheibe zum besseren 
Andrücken der Folie auf die Platine. Ich belichte damit seit längerem 
Platinen und stoße bei meinem gesamten Platinenherstellungsverfahren als 
erstes an die Grenze des Druckers - Geätzt wird in einer Schale mit 
Fe(III)Cl.

Ich stelle meist SMD-Platinen her und komme beim Belichten auf 5 mil 
Leiterbahnbreite und 10 mil (blöder Drucker..) Abstand zwischen zwei 
Signalen. Arbeite meist aber eh mit 10-16 mil Leiterbahnen, da ich 
Grobmotoriker  die Dinger sonst beim Löten ab und zu von der Platine 
rupfe. Platinengröße war bisher maximal 80x100 mm (eagle Freeware). Mehr 
brauchte ich bisher auch nicht. Bei größeren Platinen würden die 160 
LEDs auch sicherlich mehr reichen, da die Ränder sonst nicht stark genug 
belichtet werden.

Mein Fazit: Led-Belichter sind möglich und müssen kein Vermögen kosten.

mfg Emperor_L0ser

Autor: Emperor_L0ser (Gast)
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PS: Ich habe damals die billigsten UV-Leds mit 400nm genommen, die zu 
finden waren.

Autor: Gregor R. (Gast)
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Hi

Ich hab bei meinem Test die LEDs ja in 1cm Abstand zueinander 
angeordnet. und von ca. 15cm Entfernung MIT Glasscheibe belichtet und 
hab 90Sekunden bei Bungard Basismaterial zusammengebracht. Die 
Glasscheibe ist eine 0815 Scheibe aus dem billigsten Bilderrahmen der zu 
finden war (die haben kein UV Blocker Glas). Entwickeln geht dann auch 
innerhalb von 60-90 Sekunden in 1,5%iger NAOH Lsg.
Also wie gesagt ich bin mit meinem Vorab Test sehr zufrieden und denke 
ersthaft nach das auf die Größe von 1- 2 Eurokarten auszuweiten.

Lg Gregor

Autor: Schlegel (Gast)
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Von den billigst LEDs aus China kann ich nur abraten! Hab da mal rote 
und weiße gekauft,die roten waren falsch gepolt und die weißen haben ne 
Lebendauer von einigen 100h,ne Glühlampe hält länger...

Hab mir vorn paar Wochen auch nen Belichter gebaut,mit Leutstoffröhren 
und EVGs von Osram,das Ding hat 10Röhren und insgesamt 180W auf einer 
Fläche von 20x30cm.Ich denke mehr Power ist besser,spätestens wenn man 
Lötstoplaminat aushärten will oder Siebdruck vor hat.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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hier mal mein günstiger UV-Belichter ich habe UV-LEDs mit einem sehr 
kleinem Abstrahlwinkel benutzt(glaube das wären 5° LEDs), wenn ich die 
Platine auf den Boden lege, habe ich an der Zimmerdecke eine Fläche von 
ca. 30x20 beleuchtet. Ich betreibe das Ding mit einer Konstantspannung 
und einer Strombegrenzung von 2A, so das sich jede LED ca. 15 mA gönnt, 
selbst wenn jetzt eine einzelne LED mehr zieht bleibt das im Rahmen 
(unter 20mA). Die LEDs selber vertragen 30mA Dauerstrom.

Leider erhalte ich mit meinem Laserdrucker keine lichtdichten 
Belichtungsvorlagen, so das das Ding eher bei Partys als zum Belichten 
zum Einsatz kommt.

Kostenmäßig waren das vielleicht um die 25 Euro und vielleicht ne Stunde 
Abzwick und Lötarbeiten.

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