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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ingenieur trotz Bachelor?

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Autor: ein Verwirrter Bachelor hasser!!!!11eins (Gast)
Datum: 21.01.2010 10:33

Ist das so richtig?

Elektroingenieur der Fachrichtung Nachrichtentechnik (B.Eng.)

oder wie darf man sich als bachelor dann neuerdings nennen?
Autor: Lothar Miller (lkmiller) Benutzerseite
Datum: 21.01.2010 10:40

Bachelor of Engineering Electronics:
B.Eng.El  aka  Bengel   ;-)

> oder wie darf man sich als bachelor dann neuerdings nennen?
Na, Bätscheler halt.
Ich nenn mich als Ingenieur auch nicht Techniker oder Doktor   :-o
Autor: Gas t (Gast)
Datum: 21.01.2010 10:41

Genau so wie es auf dem Zeugnis (Urkunde) steht.
Autor: Florian Schütte (der_picknicker)
Datum: 21.01.2010 10:44

Bachelor of Science (B.Sc.)
B.Eng. ist, soweit ich weiß, FH-Titel
Autor: Thomas B. (Gast)
Datum: 21.01.2010 10:49

http://www.hs-ulm.de/nt

hier ist es B. Eng
Autor: Florian Schütte (der_picknicker)
Datum: 21.01.2010 10:50

ja, wie gesagt...FH
Autor: Horst (Gast)
Datum: 21.01.2010 11:01

Hallo,
Da weißt Du aber falsch!
B.Eng ist unabhängig von Uni oder FH.
Gleichzeitig ist es aber auch so das Uni und FH
teilweise unterschiedliche Konzepte haben um von Dipl. auf B.Eng/M.Eng
umzustellen. Unsere Uni zum Beispiel hat einfach den Diplomstudiengang
nach 6 bzw. 7 Semestern abgeschnitten. So sind die Studenten schon fast
gezwungen den Master zu machen um am Ende das entsprechende Fachwissen
in den Spezialrichtungen zu haben. So hat dann die Uni auch mehr Zeit
Masterstudenten für Ihre Forschungsvorhaben zu binden.  Die FH in
unserer Stadt macht das ganze etwas anders. Dort wird bis zum B.Eng das
Grundlagenwissen vermittelt und berufsvorbereitend in die
Spezialrichtungen gegangen. Im Masterstudiengang werden dann die
Spezialrichtungen noch mal vertieft. Der B.Eng ist aber bereits
berufsqualifizierend.
Viele Unis gehen nun schon den Weg zu den Firmen und erzählen denen das
der B.Eng nichts könnte, da das im Prinzip ein Dipl ist der nach 6
Semestern abgebrochen hat. Das ist aber, zumindest bei der FH in unserer
Stadt, nicht richtig. Naja, wie dem auch sei. In Vergleichen bei uns hat
sich aber leider rausgestellt das so mancher (FH) B.Engler die Uni
B.Engler locker in die Tasche steckt. Viele Uni B.Engler sind einfach
nur Theoretiker :-(

So, viel geredet.... :-)

Gruß

Horst
Autor: ... ... ... (Gast)
Datum: 21.01.2010 11:01

ein Verwirrter Bachelor hasser!!!!11eins schrieb:
> oder wie darf man sich als bachelor dann neuerdings nennen?
Wenn du fertig bist, kannst du das auf deiner Abschlussurkunde
nachlesen.
Ist beim Dipl.-Ing. genauso.

Ach ja, Ingenieur darf sich imho jeder nennen, nur mit Diplom,
Bachelor oder so davor, kann/wird es Probleme geben.
Autor: Florian Schütte (der_picknicker)
Datum: 21.01.2010 11:14

ja das wußte ich in der Tat falsch. Hab mich auch nicht speziell schlau
gemacht. War halt das "so erzählt man hier unter Studenten"-Wissen ;)

hier nochmal nachgelesen:
http://www.bachelor-studium.net/bachelor-of-engineering.html
Autor: Frisch-Eingestellter-SW-Ing (Gast)
Datum: 21.01.2010 11:17

Ob nun "B.Eng." oder "B.Sc." hängt meiner Meinung nach nicht vom
Studiengang ab, sondern wie die jeweilig Uni ihn ausgeschrieben /
akreditiert / zugelassen hat.

Will sagen, der "gleiche" Studiengang kann je nach Hochschule nen
anderen Titel bringen.
Autor: yannik (Gast)
Datum: 21.01.2010 15:15

b.eng -anwendungsorientiert (häufig fh)
b.sc. -forschungsorientiert (häufig uni)
Autor: zladdi (Gast)
Datum: 21.01.2010 15:44

"Forschungsorientiert" ahja...
Autor: Frank Herbert (hunkete)
Datum: 21.01.2010 15:55

ein Verwirrter Bachelor hasser!!!!11eins schrieb:
> Ist das so richtig?
>
> Elektroingenieur der Fachrichtung Nachrichtentechnik (B.Eng.)
>
> oder wie darf man sich als bachelor dann neuerdings nennen?

Wer sich Ingenieur nennen darf, ist gesetzlich geregelt. Z.B. in §1 des
Niedersächischen Ingenieurgesetzes
(http://www.imp-ol.de/Download/NdsIngenieurgesetz.pdf).

Allerdings ist, wenn nichts an der Rechtslage oder den Namen der
Abschlüsse geändert wird, abzusehen, dass sich in noch nicht ganz so
naher Zukunft niemand mehr Ingenieur nennen darf. Daher wohl auch diese
Diskussion:
http://bildungsklick.de/a/71568/technische-univers...
Autor: Random ... (thorstendb)
Datum: 21.01.2010 16:05

bachelor-of-engineering
Bac. of En.
Bac(k)ofen

:-)
Autor: horst (Gast)
Datum: 21.01.2010 16:16

In deinem Studienreglement steht, wie du dich bezeichnen darfst.
Autor: Paul (Gast)
Datum: 21.01.2010 16:18

>ich ja, Ingenieur darf sich imho jeder nennen, nur mit Diplom,
>Bachelor oder so davor, kann/wird es Probleme geben.

Ingenieur (als Berufsbezeichnung) darf sich der nennen, der durch das
Ingenieursgesetz der Länder dazu ermächtigt wurde (also auch ein
Bachelor der Ingenieurswissenschaften).

Die Abschlüsse Bachelor, Master, Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing. Dr.-Ing.
usw. geben hingegen Auskunft über den Qualifikationsgrad (vgl.
Dienstgrad) und dürfen nur so geführt werden, wie auf der Urkunde
verliehen.

Vergleiche Soldat als Berufsbezeichnung vs. Soldat, Gefreiter, Leutnant
usw. als Dienstrang
Autor: horst (Gast)
Datum: 21.01.2010 16:40

> Die Abschlüsse Bachelor, Master, Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing. Dr.-Ing.
> usw. geben hingegen Auskunft über den Qualifikationsgrad (vgl.
> Dienstgrad) und dürfen nur so geführt werden, wie auf der Urkunde
> verliehen.

Wobei ich es schade finde, dass man sich mit einem Bachelor/Master in
keiner Weise mehr offiziell Ingenieur nennen darf. Die neuen
Bezeichnungen verstehen leider nur Leute mit einem akademischen
Hintergrund.

Auf die Visitenkarte könnte man natürlich schreiben:

Horst Mustermann, MSc in blabla
Elektroingenieur
Autor: Frank Hans (gowi)
Datum: 21.01.2010 17:56

horst schrieb:
> Auf die Visitenkarte könnte man natürlich schreiben:
>
> Horst Mustermann, MSc in blabla
> Elektroingenieur


Nein, darfst du nicht! Siehe z.B. in Niedersachsen das entsprechende
Ingenieurgesetz, welches vorhin schon verlinkt wurde.

Zitat: "Die Berufsbezeichnung "Ingenieur" allein oder in einer
Wortverbindung darf führen, [...]"

Jetzt müsstest du einen der folgenden 9 Punkt erfüllen. Das ist mit
einem MSc nicht erfüllt.
Autor: yannik (Gast)
Datum: 21.01.2010 18:43

"3.wer eine Ausbildung in den Europäischen
Gemeinschaften erworben hat, die zwar nicht
der Nummer 1 entspricht, aber von einem
Mitgliedstaat als gleichwertig anerkannt worden
ist,"

brd ist doch teil der EG - und wird m.E. als gleichwertig von
staatlicher stelle eingestuft;D
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 21.01.2010 22:48

Natürlich ist ein Msc oder ein B.Eng ein Ingenieur.
Auch in Niedersachsen.
Dass das in dem Niedersächsischen Ingenieurgesetz von 1971 nicht
erwähnt wird wundert mich allerdings nicht ;-)

siehe Version 2007:
http://www.recht-niedersachsen.de/7721001/ningg.htm
Autor: MAESTRO (Gast)
Datum: 22.01.2010 08:32

Desweiteren legen gute Hochschulen eine Ingenieurs- Urkunde bei, die
dazu befähigt, sich offiziel Ingenieur zu nennen. Geltungsbereich:
Bachelorabschluss und aufwärts.
Autor: Paul (Gast)
Datum: 22.01.2010 10:29

Erstaunlich, wie man sich über per Gesetz festgelegte Tatsachen so
streiten kann.

Im Ing.-Gesetz steht eindeutig:"[...]ein Studium in einem Studiengang in
einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einer
Regelstudienzeit von mindestens drei Jahren an einer staatlichen oder
staatlich anerkannten Hochschule[...]"

Wieso gibt es da noch Zweifel, ob ein Bachelor oder Master dazugehört?
Autor: phil (Gast)
Datum: 24.01.2010 22:46

Vielleicht hierzu ein interessanter Link von der Hochschule Anhalt (FH):
http://www.hs-anhalt.de/aktuelles/news/detail/arti...
Autor: Paul (Gast)
Datum: 25.01.2010 13:15

>Vielleicht hierzu ein interessanter Link von der Hochschule Anhalt (FH):

Hier werden allg. Rechtsansprüche als "Errungenschaft" der Hochschule
Anhalt verkauft. Nicht mehr und nicht weniger. Also Werbung.
Autor: phil (Gast)
Datum: 25.01.2010 13:59

Ich studiere weder an dieser Hochschule, noch stehe ich sonst mit ihr in
irgendwelchem Kontakt. Ich habe es die Woche in der Zeitung gelesen. Die
Uni Magdeburg prüft dies momentan auch und will es wohl für ihre
Masterstudiengänge einführen.

An meiner Hochschule selber wird dies soweit ich weiß noch nicht
praktiziert.
Autor: Damit keiner mehr Diskutieren muss (Gast)
Datum: 25.01.2010 17:20
Angehängte Dateien:

Hier mal ne offiziele Bachelor Urkunde
Autor: Paul (Gast)
Datum: 25.01.2010 17:50

Wenn es nicht immer solche Einfallspinsel gäbe, die den Bachelor
runtermachen ohne lang exisitierende Gesetze zu kennen, würden die
Hochschulen solche ergänzenden Sätze gar nicht auf die Urkunde schreiben
müssen. Dort steht ja nichts anderes als ein Bezug auf das jeweilige
Ingenieursgesetz, das es aber schon lange vorher gab.
Autor: Lothar Miller (lkmiller) Benutzerseite
Datum: 25.01.2010 18:07

Damit keiner mehr Diskutieren muss schrieb:
> Hier mal ne offiziele Bachelor Urkunde
Der Absolvent ist berechtigt, die Berufsbezeichnung "Ingenieur" gem Art.
1, Abs 1, Nr 1a IngG zu führen.
                           Art. 1
(1) Die Berufsbezeichnung "Ingenieur und Ingenieurin" allein oder in einer Wortverbindung darf führen,
1.
    wer
    a) ein mindestens dreijähriges Studium einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung 
       an einer deutschen wissenschaftlichen Hochschule oder an einer deutschen Fachhochschule 
    oder
    b) ...
Er darf sich also "Elektronikingenieur" oder "Maschinenbauingenieur"
nennen, aber auf der Visitenkarte darf sicher nichts von Dipl. stehen,
denn dafür hatt es seinerzeit extra eine Diplomurkunde gegeben.

>>>>>> Ist das so richtig?
>>>>>> Elektroingenieur der Fachrichtung Nachrichtentechnik (B.Eng.)
>>>>>> oder wie darf man sich als bachelor dann neuerdings nennen?
Fazit: Richtig.

Man lernt nie aus... :-/
(Wobei dieser Lernschritt in der Sache sowieso unnötig ist)
Autor: Paul (Gast)
Datum: 26.01.2010 11:20

>Er darf sich also "Elektronikingenieur" oder "Maschinenbauingenieur"
>nennen, aber auf der Visitenkarte darf sicher nichts von Dipl. stehen,
>denn dafür hatt es seinerzeit extra eine Diplomurkunde gegeben.

Dipl.-Ing. ist ja auch nicht die Berufsbezeichnung, sondern die Höhe der
Qualifikation als Ingenieur.

Vgl. Er ist Soldat mit dem Rang eines Soldaten. Der andere ist Soldat
mit dem Rang eines Leutnants usw.

Er ist Ingenieur mit dem Rang eines Ingenieurs. Er ist Ingenieur mit dem
Rang eines Bachelor. Er ist Ingenieur mit dem Rang eines Dipl.-Ing. usw.
Autor: Gast1 (Gast)
Datum: 26.01.2010 11:54

Schon interessant wie man so lange über etwas, was ganz klar ist,
diskutieren kann ;-)
Autor: Justus Skorps (jussa)
Datum: 26.01.2010 12:12

Paul schrieb:
> Erstaunlich, wie man sich über per Gesetz festgelegte Tatsachen so
> streiten kann.
>
> Im Ing.-Gesetz steht eindeutig:"[...]ein Studium in einem Studiengang in
> einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einer
> Regelstudienzeit von mindestens drei Jahren an einer staatlichen oder
> staatlich anerkannten Hochschule[...]"
>
> Wieso gibt es da noch Zweifel, ob ein Bachelor oder Master dazugehört?

der Text geht aber noch weiter:

> [...]mit einem Diplom oder einem vergleichbaren Befähigungsnachweis
> abgeschlossen hat,[...]

Und ein Diplom ist nunmal ein deutlich höherer Abschluss als ein
Bachelor, daher kann man sich imo streiten, ob ein Bachelor im Sinne des
Gesetzes ausreicht...

Ich persönlich habe nichts dagegen, dass ein Bachelor sich als Ingenieur
bezeichnen darf, aber rein an dem Gesetz kann man das imo nicht
festmachen...
Autor: Jens Plappert (Firma: FTSK) (gravewarrior)
Datum: 26.01.2010 12:18

naja, ausgehend vom Standpunkt "Ingenieur= Entwickler" sollte es ja
genügen.
Das eigentliche (berufs-)Ziel eines Ingenieurs ist ja auch die
Entwicklungsarbeit und nicht das Akademikertum.
Autor: Frank (Gast)
Datum: 26.01.2010 12:27

Justus Skorps schrieb:
> Paul schrieb:
>> Im Ing.-Gesetz steht eindeutig:"[...]ein Studium in einem Studiengang in
>> einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einer
>> Regelstudienzeit von mindestens drei Jahren an einer staatlichen oder
>> staatlich anerkannten Hochschule[...]"
>>
>> [...]mit einem Diplom oder einem vergleichbaren Befähigungsnachweis
>> abgeschlossen hat,[...]
>
> Und ein Diplom ist nunmal ein deutlich höherer Abschluss als ein
> Bachelor, daher kann man sich imo streiten, ob ein Bachelor im Sinne des
> Gesetzes ausreicht...

Nein, eigentlich gibt es nichts zu streiten. Der anfangs zitierte Text
trifft auf einem Bachelor zu. Dein weiteres Zitat wird deutlich mit dem
Wort oder verknüpft.
Autor: Justus Skorps (jussa)
Datum: 26.01.2010 12:36

Frank schrieb:

> Nein, eigentlich gibt es nichts zu streiten. Der anfangs zitierte Text
> trifft auf einem Bachelor zu. Dein weiteres Zitat wird deutlich mit dem
> Wort oder verknüpft.

Nein, denn dem zuerst zitiertem Abschnitt fehlt sonst das Ende. Wenn
alles ab dem 'oder' nicht auf den Satz bezogen ist, so gilt auch das
'abgeschlossen hat,' nur für den Teil nach dem 'oder', so dass dann da
stehen würde:

"Die Berufsbezeichnung „Ingenieurin” oder „Ingenieur” darf führen, wer

   1. ein Studium in einem Studiengang in einer technischen oder
naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einer Regelstudienzeit von
mindestens drei Jahren an einer staatlichen oder staatlich anerkannten
Hochschule"

und so ergibt das keinen Sinn...
Autor: yannik (Gast)
Datum: 26.01.2010 12:38

"Und ein Diplom ist nunmal ein deutlich höherer Abschluss als ein
Bachelor, daher kann man sich imo streiten, ob ein Bachelor im Sinne des
Gesetzes ausreicht..."
das ist quatsch
bei bachelor sind bis zu 240cts regulär möglich durch teilnahme an
zusatz programmen (zusätzliche sprachmodule) zb nicht regulären
sprachkursen die man sich anrechnen lassen kann sind noch ein paar mehr
cts möglich.
dh es er dem diplom fh sogar überlegen sein kann! aber ohne frage ist er
natürlich nicht mit einen 10sem. uni-diplom zubergleichen! (gibts dort
ja mehr ects)
Autor: Dr. Ing. Werner H. (Gast)
Datum: 26.01.2010 12:58

Ich habe die Diskussion über das Internet gefunden und möchte kurz mein
statemant dazu abgeben:

>> Und ein Diplom ist nunmal ein deutlich höherer Abschluss als ein
>> Bachelor, daher kann man sich imo streiten, ob ein Bachelor
> das ist quatsch

Sicher ist ein bachelor per Definition auch ein Ingenieur. Wir setzen
ihn aber eher mit einem b.a. (Berufsakademie) gleich. Vielen ist nämlich
nicht bewusst, dass die Beurteiler oft selbst studiert haben und die
Qualifikation einschätzen können. Ein bachelor wird von den meisten
meiner Kollegen nicht so hoch gehandet, wie ein FH-Ingenieur oder gar
ein Uni-Ingenieur. Diplom bleibt Diplom.
Autor: Gast1 (Gast)
Datum: 26.01.2010 13:29

http://by.juris.de/by/gesamt/IngG_BY.htm

Der Bachelor darf sich natürlich als Ing. bezeichnen, aber eben nicht
als Dipl. Ing..
Des ein Diplom der Fh oder der Uni einen höheren Wert hat, bestreitet
keiner, der Bachelor ist dennoch ein Ing. Ebenso wie der frühere Dipl.
Ing. (BA).
Autor: Wirklicherstaunt (Gast)
Datum: 26.01.2010 13:34

Hallo Herr Dr.Ing.Werner,

darf man wissen ob Sie aus dem Hochschulsektor kommen oder eher aus dem
Industirebereich?

>Vielen ist nämlich nicht bewusst, dass die Beurteiler oft selbst studiert >haben
und die Qualifikation einschätzen können

Die Diskusion was mehr oder weniger Wert ist wurde in diesem Forum schon
ausreichend diskutiert.

Meiner Erfahrung zufolge wissen die "Beurteiler" in Firmen sehr wenig
über Master&Bachelor. Im gegenteil sogar. Unterschiede sind den Firmen
nicht geläufig. Man kennt die neuen Abschlüss eher vom Namen her. Um es
auf den Punkt zu bringen man weiss das man für den Master ein wenig
länger studieren muß. Wie es einzuschätzen ist wenn ein Studiengang
akkreditiert ist oder spezielle Bachelor absolviert wurden oder gar
Master im ausland zu bewerten sind, fragen sich alle.
Autor: Paul (Gast)
Datum: 26.01.2010 13:41

>Ich persönlich habe nichts dagegen, dass ein Bachelor sich als Ingenieur
>bezeichnen darf, aber rein an dem Gesetz kann man das imo nicht
>festmachen...

Wieso, dort steht mindestens 3jähriges Studium an einer Hochschule? Also
deutlich erfüllt.

Außerdem sollte man sich auch die weiteren Abschnitte anschauen, die lt.
Ingenieurgesetz zum Tragen des Titels berechtigen: Oberklasselehrgänge
im Bergbau, staatl. Fach- und Ingenieurschulen und sogar Leute, die nur
aufgrund der BE in den 50ern den Titel als Bestandsschutz tragen. Dem
gegenüber ist der Bachelor nicht zu gering qualifiziert.

Also wenn man gegen den Bachelor vorgeht, sollte man in der Historie der
Ingenieurausbildung schauen, ob man nicht anderen damit auf die Füße
tritt.

>bei bachelor sind bis zu 240cts regulär möglich durch teilnahme an
>zusatz programmen (zusätzliche sprachmodule) zb nicht regulären
>sprachkursen die man sich anrechnen lassen kann sind noch ein paar mehr
>cts möglich.
>dh es er dem diplom fh sogar überlegen sein kann! aber ohne frage ist er
>natürlich nicht mit einen 10sem. uni-diplom zubergleichen! (gibts dort
>ja mehr ects)

Ein FH-Diplom bekam regulär 240 ECTS! Wie kann dann ein Bachelor mit
regulär 180 bzw. 210 ECTS (maximal 240 ECTS) höher sein? Wenn beide
Zusatzkurse belegen, sind das Sonderfälle.
Autor: Lothar Miller (lkmiller) Benutzerseite
Datum: 26.01.2010 14:41

> möglich durch teilnahme an zusatz programmen (zusätzliche sprachmodule)
Das könnte in diesem Fall nicht schaden...   :-/
Obwohl eigentlich das Deutsch-Sprachmodul reichen würde.
Autor: Justus Skorps (jussa)
Datum: 26.01.2010 14:56

Paul schrieb:
>>Ich persönlich habe nichts dagegen, dass ein Bachelor sich als Ingenieur
>>bezeichnen darf, aber rein an dem Gesetz kann man das imo nicht
>>festmachen...
>
> Wieso, dort steht mindestens 3jähriges Studium an einer Hochschule? Also
> deutlich erfüllt.
>
 nochmal: Weiterlesen! Das Studium muss mit Diplom oder vergleichbar
abgeschlossen sein, laut Wortlaut des Gesetzes...und vergleichbar kann
man durchaus auch auf das Level beziehen, den ein Abschluss hat...

Im bayerischen steht halt nur "mit Erfolg abgeschlossen", da ist es
wurscht..
Autor: yannik23 (Gast)
Datum: 26.01.2010 17:54

>bei bachelor sind bis zu 240cts regulär möglich durch teilnahme an
>zusatz programmen (zusätzliche sprachmodule) zb nicht regulären
>sprachkursen die man sich anrechnen lassen kann sind noch ein paar mehr
>cts möglich.
>dh es er dem diplom fh sogar überlegen sein kann! aber ohne frage ist er
>natürlich nicht mit einen 10sem. uni-diplom zubergleichen! (gibts dort
>ja mehr ects)

Ein FH-Diplom bekam regulär 240 ECTS! Wie kann dann ein Bachelor mit
regulär 180 bzw. 210 ECTS (maximal 240 ECTS) höher sein? Wenn beide
Zusatzkurse belegen, sind das Sonderfälle.

ein bachelor liegt zwischen 180 bis 240ECTS (die dauer liegt bei der
hochschule) ( da gibts kein regulär! - es wird von der HS entschieden)

man beacht >>er dem diplom fh sogar überlegen sein kann!<< !
Autor: Gast1 (Gast)
Datum: 26.01.2010 18:08

" Das Studium muss mit Diplom oder vergleichbar
abgeschlossen sein, laut Wortlaut des Gesetzes...und vergleichbar kann
man durchaus auch auf das Level beziehen, den ein Abschluss hat..."

Wo steht denn das? Ist das die aktuelle Fassung?
Autor: Paul (Gast)
Datum: 26.01.2010 18:48

>ein bachelor liegt zwischen 180 bis 240ECTS (die dauer liegt bei der
>hochschule) ( da gibts kein regulär! - es wird von der HS entschieden)

>man beacht >>er dem diplom fh sogar überlegen sein kann!<< !

Trotzdem kann doch der Bachelor höchstens regulär 240 ECTS bringen und
damit nicht dem FH-Diplom überlegen sein, höchstens gleich.

Warum wollt ihr dem Bachelor eigentlich den Status Ingenieur aberkennen?

Schaut doch mal in das Gesetz, wer außer den Hochschulabsolventen noch
sich Ingenieur nennen darf. Wenn ihr über den Bachelor als zu gering
qualifiziert diskutiert, diskutiert gefälligst auch über die
Uraltabschlüsse, die nicht mal Hochschulniveau hatten!
Autor: Justus Skorps (jussa)
Datum: 26.01.2010 18:54

Gast1 schrieb:
> " Das Studium muss mit Diplom oder vergleichbar
> abgeschlossen sein, laut Wortlaut des Gesetzes...und vergleichbar kann
> man durchaus auch auf das Level beziehen, den ein Abschluss hat..."
>
> Wo steht denn das? Ist das die aktuelle Fassung?

wurde doch von Stefan gepostet:

> siehe Version 2007:
> http://www.recht-niedersachsen.de/7721001/ningg.htm
Autor: yannik (Gast)
Datum: 26.01.2010 22:26

nein, er kann aber mehr credit points haben!
(Englisch, Softskills etc - die fakultativ angeboten werden sind ja
nicht weniger wert!)
zudem ist für die bezeichnung diplom(fh) keine hochschul ausbildung
nötig.
Auch wurde sie in früheren zeiten für weniger als 8sem. verliehen (auch
heute wäre 8sem. keine feste Zahl - das aussnahmen möglich sind!)
Autor: Gast1 (Gast)
Datum: 26.01.2010 22:27

Hier steht was von vergleichbarem Leistungsnachweis und nicht von
gleichwertig. Allein schon mit dem Satz, mit dem dreijährigen Studium
hat sich jede weitere Überlegung eigentlich überflüssig gemacht.
Autor: Placebo (Gast)
Datum: 27.01.2010 07:31

Muss man die Diskussion jetzt verstehen? Von den Studienanfänger ab
diesem Jahr wird es wenige Uni-Bachelor, einige FH-Bachelor und viele
Master beider Hochschulformen geben. Das stellt das zukünftige Problem
für Dipl.-Ing.(FH) dar, weil der Master laut eurer Argumentation dem
FHler überlegen ist. Die Diskussion ist also irgendwie überflüssig. Ob
der Bachelor sich jetzt Ingenieur nennen darf oder nicht, er wird auf
jedenfall  vergleichbare Aufgaben von FH-Ingenieuren übernehmen. Soll
doch jeder auf seinen erreichten Abschluß stolz sein, und nicht die
Anderen runtermachen. Was wer kann, wird sich im Berufsleben zeigen.
Autor: Justus Skorps (jussa)
Datum: 27.01.2010 07:43

Gast1 schrieb:
> Hier steht was von vergleichbarem Leistungsnachweis und nicht von
> gleichwertig.

Das ist deine Auslegung von "vergleichbar", das kann sich aber durchaus
auch auf die Wertigkeit beziehen...wie gesagt, das bayerische Gesetz
sagt einfach nur "mit Erfolg abgeschlossen", das macht jede Diskussion
überflüssig...
Autor: Gast1 (Gast)
Datum: 27.01.2010 10:45

"Das ist deine Auslegung von "vergleichbar", das kann sich aber durchaus
auch auf die Wertigkeit beziehen...wie gesagt, das bayerische Gesetz
sagt einfach nur "mit Erfolg abgeschlossen", das macht jede Diskussion
überflüssig..."

Stimmt auch wieder. Vielleicht wird es noch umgeschrieben. Ein normaler
Mensch versteht den Text aber richtig, lediglich jemand der versucht
daran etwas zu finden wird hier wirklich fündig.
Im Zusammenhang mit dem 3 jährigen Studium ist die Sache wohl klar, und
dass der Bachelor ist keine normale Abschlussprüfung wie eine
Facharbeiterprüfung ist, ist auch klar.
Der Dipl. Ing. (BA) durfte sich auch Ingenieur nennen, somit sehe ich
schon garkeine Zweifel.

Aber wer sich unbedingt daran aufhängen will...
Autor: Dr. Ing. Werner H. (Gast)
Datum: 27.01.2010 13:10

Ich komme aus dem MSR-Bereich, leite die Entwicklungsabteilung (HW+SW)
und habe die Verantwortung für 37 Personen.

> Meiner Erfahrung zufolge wissen die "Beurteiler" in Firmen sehr wenig
> über Master&Bachelor. Im gegenteil sogar. Unterschiede sind den Firmen
> nicht geläufig.

Das ist richtig. Ich persönlich schätze die Personen einzeln ab und
stelle fest, dass die Bachelor nicht das Niveau der Diplomer haben. Da
die Personalabteilung aber die bachelor ähnlich bezahlen will und muss,
nehmen wir fast nur Diplomer.
Autor: hans hermann (Gast)
Datum: 27.01.2010 22:59

>Wenn ihr über den Bachelor als zu gering
>qualifiziert diskutiert, diskutiert gefälligst auch über die
>Uraltabschlüsse, die nicht mal Hochschulniveau hatten!

Nein bitte nicht schon wieder, der Einzige den das noch interessiert
bist scheinbar du...
Autor: Hossel (Gast)
Datum: 27.01.2010 23:12

In einigen Jahren wird der Regelabschluß der Bachelor sein die wenigsten
werden dann noch einen Master machen. Der Grund ist doch einfach.
Der Bachelor ist für die Industrie einfach über die Jahre hinweg
billiger.
Autor: Paul (Gast)
Datum: 28.01.2010 10:04

>zudem ist für die bezeichnung diplom(fh) keine hochschul ausbildung
>nötig.

Wie das? ;-)
Autor: Paul (Gast)
Datum: 28.01.2010 11:16

>>Wenn ihr über den Bachelor als zu gering
>>qualifiziert diskutiert, diskutiert gefälligst auch über die
>>Uraltabschlüsse, die nicht mal Hochschulniveau hatten!

>Nein bitte nicht schon wieder, der Einzige den das noch interessiert
>bist scheinbar du...

Scheinbar ist Deine Fantasie schon weiter.

Aber keine Sorge: Meine Argumentationsweise ist dieselbe, die auch schon
bei der Neufassung des Ingenieursgesetz in Thüringer Landtag aufkam. Da
wurde gerade von denen (die ich meine) gefordert, den Bachelor nicht als
Ingenieur anzuerkennen. (Wer im Glashaus sitzt...)
Autor: yannik (Gast)
Datum: 28.01.2010 13:08

Autor:  Paul (Gast)
>zudem ist für die bezeichnung diplom(fh) keine hochschul ausbildung
>nötig.

Wie das? ;-)

nach diplomierung etc.
Autor: Jens Plappert (Firma: FTSK) (gravewarrior)
Datum: 28.01.2010 16:25

Ooooh, die bösen Fachschulingenieure mal wieder, von denen ja noch
abertausende rumlaufen.

Ich wohn im westen und mir ist es scheissegal ob ein paar Hinterwäldler
im Osten raffen was eine FH ist oder nicht. Da drüben gibts doch
angeblich eh keine Arbeit, dann is doch auch wurschd ob man FH'ler
einschätzen kann oder nicht :-P
Autor: Paul (Gast)
Datum: 29.01.2010 11:04

>Ooooh, die bösen Fachschulingenieure

Jens, Du bist jetzt der erste in dieser Diskussion, der die Gruppe mit
Namen nennt, weißt Du das? Übrigens kommentiere ich nur das, was im
thüringischen Landtag tatsächlich vorgefallen und auch protokolliert ist
und das war dreist.

http://www.thueringen.de/imperia/md/content/landta...
Autor: Paul (Gast)
Datum: 29.01.2010 11:08
Angehängte Dateien:

Ich versuch's noch mal als Anhang.
Autor: Insider (Gast)
Datum: 29.01.2010 12:30

Hallo

@ Dr Werner H
das dürfte natürlich mittelfristig zum Problem werden. Die Weitsicht
ist beim gros der Firmen seit Jahren nicht gegeben , weshalb gerade
die Dipl.-Ing. in dem System verloren gehen .

In unsrem Landkreis kann man das Liedchen anstimmen

It´s easier too get hartz IV than a job as engineer


@Soldatenvergleich

Ja der ist gut  . Fh ist sowas wie Feldwebel   Bachelor==Uffz
Nur mit Uniausbildung steigt man bei Leutnant ein ..........

Deshalb auch bei mir nur welche die ein gescheites Diplom vorweisen
können.

Das klingt in mancher Ohren hart, aber in der Praxis kann es sich
keine Firma leisten ,wenn "unerwartete" Defizite auftauchen und die
sind bei solch verschulten Abschlüssen programmiert

p.s. Hinterwäldler ausm Osten . Dazu meine 2 ct  . Diese hätten besser
mal im Osten bleiben  und nicht den Westlern die Arbeitsplätze
streitig manchen sollen ( zb in BaWü oder Bayern ) Da führt u.a. zu
übermäßigen Immopreisen und Überfremdung hier während drüben vieles
an die Wand fährt, weil keiner mehr dort was aufbaut.

Es kann nicht angehen ,das die Wessis den Osten subventionieren bis der
Arzt kommt , die eigenen Leute hier keine Jobs kriegen bzw ggfs auch
noch
auswandern .....
Die Krise derzeit offenbart so einiges , was einige net hören oder lesen
wollen .
Autor: lutscher (Gast)
Datum: 29.01.2010 12:51

@Insider: ich könnt mich wegschmeißen.

das was du da beschreibst nennt man "markt". das ist das, was die
westler uns ostler mitgebracht haben. und es ist doch erfreulich, dass
ihn viele ossis so schnell einverleibt haben.
blieb ihnen ja auch nichts anderes übrig. wer kurz nach der wende seinen
job verloren hat, weil ein schmieriger "investor" die firma für einen
halben apfel und ne eierschale "übernommen" hat, und anschließend
sämtliche werte verkloppt oder deportiert hat, bekam so seine
radikal-gehirnwäsche in sachen kapitalismus.

die angeblichen gigantischen geldsummen, die in den aufbau unseres
schönen neufünflands flossen, sind in mehrfacher weise längst
zurückgeflossen.
die flucht von (teuer) hier ausgebildeten fachkräften und akademikern
gehört auch dazu.

allein wenn man die gigantischen umsatzuwächse durch den neuen
absatzmarkt nach der wende bedenkt... in der zeit wurde zeug aus dem
westen gekauft ohne ende. von diesem effekt zehrten konzerne und
unternehmen doch noch die ganzen 90er über.
Autor: Paul (Gast)
Datum: 29.01.2010 13:29

>Ja der ist gut  . Fh ist sowas wie Feldwebel   Bachelor==Uffz
>Nur mit Uniausbildung steigt man bei Leutnant ein ..........

>Deshalb auch bei mir nur welche die ein gescheites Diplom vorweisen
>können.

Mal informieren hätte wohl nicht schaden können.

Bei der Bundeswehr wird von Leutnant bis Hauptmann an der FH
ausgebildet. Alle Rangstufen von A9 bis A12 stehen den FH-Absolventen
offen. Ab A13 (Major) kommen die Uniabschlüsse zum Einsatz.

Der Feldwebel ist ein typischer Meisterberuf.

Auch in der DDR verhielt es sich ähnlich:

Facharbeiter -> Soldat
Meister -> Feldwebel
Fachschuling. -> Fähnrich
HS.-Ing. (entspricht FHler)-> ab Leutnant
Uni -> ab Major
Autor: Insider (Gast)
Datum: 29.01.2010 17:23

Hallo

@lutscher . jepp , diese Form von Marktwirtschaft ist mir natürlich
bekannt ,aber nichtsdestotrotz war und ist es ein Fehler, daß man
nicht nur Demokratie und gescheite Währung installiert hat ,sondern
mit der Komplettöffnung allem möglichen tür und Tor geöffnet hat.

Bzgl zurückgeflossen , ha , das fängt doch schon mal damit an ,was
man die WestRentenkasse nennt . Der Dicke hat doch solche Pluspositionen
im Osten verbraten und viele andere auch . Nur davon wollen einige
halt nix wissen ...
Das wir uns richtig verstehen , es geht nicht um bashing ,sondern
ums Aufzeigen nachhaltiger Fehler.

Wir wissen ,daß plötzlich jeder Bandarbieter ein Ing war der 40 Jahre
Vollzeit (gearbeitet) hat ...


Vom Westen zeugs gekauft , klaro , anstatt der Ossi SEINE Trabants
gekauft hätte fuhr man Westautos ...und urlaubte in der Schweiz.

Vor der Wende lief konjunkturmäßig im Westen eher beschaulich ,aber dann
hat man gleich die Zukunft verbraten . das bischen Sonderkonjunktur via
Edeka etc . forget it in summa

Wenn du nicht weist welche gigantischen Geldmengen wirklich geflossen
sind,
dann offenbart das , daß du keine Ahnung hast  .

Übrigens . ich habe noch keinen Ossi kennegelernt ,der eine Spur von
Dankbarkeit zeigt(e) ... Alles selbstverständlich ...



@paul . das weis ich . es geht aber darum ,daß die Offizierslaufbahn
eine andere Ebene darstellt.  Bzgl sonstigen Aufklärung , merci .
Autor: Bierbaron (Gast)
Datum: 29.01.2010 17:38

@Insider

Gut das bei dir in den nächsten 10 Jahren die alten Hasen unterkommen.
Autor: ulle (Gast)
Datum: 29.01.2010 18:54

> Bzgl zurückgeflossen , ha , das fängt doch schon mal damit an ,was
> man die WestRentenkasse nennt . Der Dicke hat doch solche Pluspositionen
> im Osten verbraten und viele andere auch . Nur davon wollen einige
> halt nix wissen ...

tja, so ist das wenn man ein land anektiertll.

> Wir wissen ,daß plötzlich jeder Bandarbieter ein Ing war der 40 Jahre
> Vollzeit (gearbeitet) hat ...

das ist märchen, dass man sich im westen gern erzählt. es stimmt, dass
es einige schulformen gab, die den titel ingenieur vergaben und nach
heutigem standard sicher kein hochschulniveau hätten. who cares? heute
hat man den selben dreck mit den BAs, das mit studium ja nixmehr zu tun.

> Vom Westen zeugs gekauft , klaro , anstatt der Ossi SEINE Trabants
> gekauft hätte fuhr man Westautos ...und urlaubte in der Schweiz.

der deutsche absatzmarkt für autohersteller, lebensmittelkonzerne etc.
hat sich von heut auf morgen um etwa 25% vergrößert. glaubst du nach der
wende haben viele noch dinge konsumiert, die sie 40 jahre konsumieren
mussten?

> Vor der Wende lief konjunkturmäßig im Westen eher beschaulich ,aber dann
> hat man gleich die Zukunft verbraten . das bischen Sonderkonjunktur via
> Edeka etc . forget it in summa

das bischen, ROFL. 17 millionn menschen lechzten nach westprodukten.

> Wenn du nicht weist welche gigantischen Geldmengen wirklich geflossen
> sind,
> dann offenbart das , daß du keine Ahnung hast  .
zeit für dich, zahlen zu nennen.

> Übrigens . ich habe noch keinen Ossi kennegelernt ,der eine Spur von
> Dankbarkeit zeigt(e) ... Alles selbstverständlich ...

genau das ist das problem. jeder huat-seppl am stammtisch und jeder
ruhrpott-prolet meint die ostdeutschen müssten ihm für "seine leistung"
die füße küssen. das ist so lächerlich.

aber wenn es dich glücklich macht: oh insider, mein lieber insider, ich
danke dir für alles, wirklich alles, das du für mich getan hast. was
würde ich nur ohne dich machen.

übrigens, das erste was sich mein vater (auch ing.) auf dienstreise von
einem taxifahrer (!) im westen anhören musste: "den ossis müsste man
jetzt erstmal das arbeiten beibringen".
Autor: Insider (Gast)
Datum: 30.01.2010 15:47

Moin zusammen ;-)

@Bierbaron . ja man tut was man kann . Im gewissen Sinne ists aufällig,
daß man "als älterer Herr" ein anderes / besseres standing hat. Man wird
schon mal nict mit dem Inverstmentanker von nebenan verwechselt.

@ulle:  Setzen 6 , die DDR wurde nicht annekltiert , sondern die BRD
gerufen - "Wir sind das Volk" dürfte noch in aller Ohren sein.
 das Kernproblem war halt unter anderem unser Bimbeskanzler ,der
Gechischte machen wollte ,aber eben mehr nicht konnte....


klaro der Absatzmarkt von Toyota etc auch....  Die spreewalder Gurken
sind
doch gut ...

Was die Ossis natürlich nicht wußten ist diese Erkenntnis :

Die Menschheit zog aus um Freiheit zu finden , stattdessen erntete sie
Autos.  ( Mit dem Hintergrundwissen,daß das Gros der Autos
fremdfinanziert
ist ,also man ohne es zu merken den Kommunismus gegen die moderne
Sklaverei
des Kreditwesens eingetauscht hat )

Ach weiste , ICH erwarte keine Demutsbezeugungen etc. Es muß aber
mal ab und zu angesprochen werden, damit bei einigen wieder was
geraderückt wird ,was sie eigentlich sind.

bzgl der Zahlen . das könnte ich , nur du als Bessergebildeter solltest
dir vielleicht mal die Mühe machen selbst danach zu suchen . Das sind
exorbitante Summen im Billionenbereich , die da so sang und klanglos
im schönen Neufünfland versickerten. - und was hat sich effektiv bewegt
,nix.
Autor: yannik (Gast)
Datum: 30.01.2010 17:45

Insider: du agst keine ahnung...was soll das mit setzten 6!?

natürlich wurde die ddr annektiert!
es gab de jure keine wiedervereinigung (deshalb gab es ja auch keine
verfassung - wie für den fall einer wiedervereinigung vorgsehen (siehe
GG letzter artikel))
de jure ist die ddr der brd beigetreten (da kann man durchaus von
annektion sprechen)

annektieren bedeutet wenn man sehr nah am wort bleibt in etwa einbinden!
und die ddr wurde de jure in die brd eingebunden! (slso nicht
wiedervereinigt)
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 30.01.2010 18:06

yannik schrieb:
> natürlich wurde die ddr annektiert!

Nein.

> es gab de jure keine wiedervereinigung (deshalb gab es ja auch keine
> verfassung - wie für den fall einer wiedervereinigung vorgsehen (siehe
> GG letzter artikel))
> de jure ist die ddr der brd beigetreten (da kann man durchaus von
> annektion sprechen)

Nein. Eine Annexion ist eine einseitige Anbindung eines vorher fremd
regierten Territoriums. Von Einseitigkeit kann bei der Wiedervereinigung
absolut keine Rede sein.

> annektieren bedeutet wenn man sehr nah am wort bleibt in etwa einbinden!
> und die ddr wurde de jure in die brd eingebunden! (slso nicht
> wiedervereinigt)

Bitte informiere Dich mal darüber, was eine Annexion ist:

http://de.wikipedia.org/wiki/Annexion
Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite
Datum: 30.01.2010 18:38

Bitte hier keine Diskussion über die Wiedervereinigung. Siehe Betreff.
Autor: Paul (Gast)
Datum: 31.01.2010 11:41

>> Wir wissen ,daß plötzlich jeder Bandarbieter ein Ing war der 40 Jahre
>> Vollzeit (gearbeitet) hat ...

>das ist märchen, dass man sich im westen gern erzählt. es stimmt, dass
>es einige schulformen gab, die den titel ingenieur vergaben und nach
>heutigem standard sicher kein hochschulniveau hätten. who cares? heute
>hat man den selben dreck mit den BAs, das mit studium ja nixmehr zu tun.

Also, mal zur Klarstellung: Es gab in der DDR, als auch in der BRD (ein
Schimpfwort) den Ing. bzw. Ing. grad., der an Fachschulen ausgebildet
wurde, also kein Hochschulabsolvent war. Das ist historisch bedingt und
auch nicht Stein des Anstoßes. Im Einigungsvertrag wäre es angebracht
gewesen, diese Ausbildungsstufe klar zu definieren und evtl. mit einem
Begleitschreiben auch im Westen deutlich zu machen, welchen
Ausbildunglevel man an den Fachschulen im Bildungssystem hatte, denn die
letzen Ingenieurschulen im Westen sind schon so lange abgeschafft, daß
sich mancher nicht mehr daran erinnert. Es wäre höchst unfair gewesen,
den ehemaligen Ingenieurschulabsolventen den Status Ing. abzuerkennen,
wie es beispielsweise bei den Unterstufenlehrern vom IfL getan wurde.
Was ich hingegen genauso unfair finde, ist der Weg, den man schließlich
beschritten hat, um sich Qualifizierungskosten zu sparen, nämlich
einfach einen zum akad. Grad gleichlautenden staatl. Titel Dipl.-Ing.
(FH) zu erfinden und gegen Geld ohne entsprechene Studienleistung an die
Leute zu bringen. Das ist der eigentliche Skandal, der nur dem Staat
nützte.

Für mich persönlich ist ein Ingenieurschulabsolvent (ob aus Ost oder
West) ein Ing. bzw. Ing. grad., also auch ein Ingenieur. Den Dipl.-Ing.
(FH) erkenne ich - trotz Nachdipl.-Urkunde - nur dem an, der wirklich an
der FH oder IHS studiert hat. Ich denke, das ist mehr als gerecht.
Autor: Gast1 (Gast)
Datum: 31.01.2010 13:19

"das ist märchen, dass man sich im westen gern erzählt. es stimmt, dass
es einige schulformen gab, die den titel ingenieur vergaben und nach
heutigem standard sicher kein hochschulniveau hätten. who cares? heute
hat man den selben dreck mit den BAs, das mit studium ja nixmehr zu
tun."

Wieso hat ein BA Studium nichts mehr mit Studium zu tun?
Was machen denn die BA STUDENTEN wenn sie 3 Monate in der BA ihre
Vorlesungen besuchen?
Die BA gibt es übrigens auch schon länger und nicht erst seit gestern.
Natürlich ist es nicht das Selbe wie ein herkömmliches Studium, da die
Studiengänge teilweise spezifischer sind und der Wechsel Theorie/Praxis
in einem normalen FH oder Uni Studium nicht vorhanden ist.

Zum Thema Ing. (grad.), die erkaufte Nachdiplomierung finde ich auch
nicht O.k., da hätte man sich etwas anderes überlegen können. Entweder
die BEzeichnung so lassen wie sie war oder Dipl. Ing. (FS) z.B.
Autor: hansi (Gast)
Datum: 01.02.2010 00:22

>Batschelor ist ein legaler Studienabbruch.

Das trifft es ganz gut.
Besonders schlimm ist das in den nichttechnischen Uni-Studiengängen, bei
denen der Bachelor oft nicht berufsqualifizierend ist.
Die Diplomer / Magister konnten sich noch mit 4.0 durch ihr Vordiplom
o.Ä. mogeln und dann den Abschluss machen.
Jetzt :  Bachelor schlechter 2,4? Wie schade, Master gibts nicht, such
dir was Anderes.
Bei uns E-Technikern hier ist es nicht so schlimm. Da bleiben so wenige
übrig, dass der Master zulassungsfrei ist oder die Master-Studiengänge
gar mangels Interesse eingestellt werden . . . :-)
Autor: M. H. (herr-von-und-zu)
Datum: 02.02.2010 08:01

hansi schrieb:
> Jetzt :  Bachelor schlechter 2,4? Wie schade, Master gibts nicht, such
> dir was Anderes.
> Bei uns E-Technikern hier ist es nicht so schlimm. Da bleiben so wenige
> übrig, dass der Master zulassungsfrei ist

Das stimmt so leider nicht. Jedenfalls nicht überall. Bei uns gibt es
dieses Semester nur 13 Plätze für den Master Studiengang. Da sich jedoch
viel mehr Leute angemeldet haben, ist der erforderliche Notenschnitt nun
bei mindestens 1,9.
Finde das echt hammerhart, da eigentlich jeder mit einer 2 (<2,5) den
Master machen dürfte.
An der Uni Hannover bspw. gibt es unbegrenzt Masterplätze und man
benötigt nur eine Note <3,0. Das ist eigentlich nicht zulässig, aber der
Präsident oder der Dekan sagen sich: Soll das Land doch klagen, da
dauert bestimmt 5 Jahre und in der Zeit haben viele Studenten die Chance
den Master zu machen. Ich halte das für einen guten Ansatz.

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