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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wer hat besseren Chancen Ingenieure vs Informatiker


Autor: Godom (Gast)
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Hi,
das habe ich mal gefunden, da bin ich auch der Meinung, dass die 
Informatiker schwer haben bzw. haben werden. Was meint ihr?? Was sagen 
unsere Informatiker dazu (alles da unten ist ein Zitat):

also es gibt grob 8000 Absolventen in Zukunft ( trotz überall gehypeten 
Nachrichten vom Ingmangel ! ) und 7000 gehen allein schon in Rente.

Nun lass mal von dne 8000 einige in die Forschung gehen, einige ins 
Ausland und man kann nichtmal den Ersatzbedarf decken !!!!

ABER : Das sind ja alles Boom Branchen, da werden mehr Leute gebraucht, 
als nur der Ersatzbedarf.
D.h. selbst wenn die Konjuntur abkühlen sollte und "nur" noch der 
Ersatzbedarf gebraucht wird, muss trotzdem kein E - Ing um seinen Job 
bangen.

Im Maschinenbau sieht es ähnlich aus.

kann man sich unter www.uni-essen.de/isa alles anschauen.

Nun zu den Informatikern : die meisten sind doch recht jung. Viele 
Softwareschmieden haben einen Alterschnitt der bewegt sich um die 30.

Leute über 50 gibt es kaum ( bei uns, rund 100 MA, meine ich ist es nur 
einer, der Hausmeister ! ), also kaum Ersatzbedarf. Wer es
statistischer haben will : 
http://www.uni-essen.de/isa/fg_naturwiss/informati...

nur rund 12 % der Informatiker sind über 50. ( MA Bau und E Ings über 30 
% ! ), geschätzer Ersatzbedarf :

www.uni-essen.de/isa hat folgendes geschrieben:
Demnach werden - unterstellt man ein durchschnittliches Austrittsalter 
von 62 Jahren - pro Jahr nicht mehr als ca. 1500 - 1700 Informatiker bis 
2012/13 altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden


bei etwa 12 tsd Absolventen pro Jahr. Also müssen JÄHRLICH 10 tsd neue 
Stellen für Informatiker NEU enstehen. Sonst steigt die Arbeitslosigkeit 
aber sprunghaft an.
Also lass nur mal die Konjunktur stagnieren ( von einer Rezession 
spreche ich nicht mal ! ) und schon müssen 10 tsd Info Absolventen pro 
Jahr schauen wo sie bleiben.

Wobei natürlich Osteuropa und Asien immer interessanter werden. D.h. 
selbst wenn IT mehr und mehr boomt, ist die Frage, wo es boomt.

Beispiel SAP : Die Plattform Netveawer wurde komplett in Bulgarien 
entwickelt, also scheint das ja zu klappen und das Vorurteil, dass nur 
einfache Arbeit ausgelagert wird, trifft eben nicht zu.
Anscheinend haben bulgarische Informatiker einen guten Ruf und vorallem 
arbeiten die für 500 - 1000 Euro im Monat. Lohnzusatzkosten sind 
ebenfalls deutlich niedriger.
Da kann ein deutscher Entwickler hinten wie vorne nicht mithalten.

Dazu kommt, dass viele mittelständischen Softwarefirmen in Deutschland 
eben nicht an die IG Metall gebunden sind. Oft gibt es in IT Firmen 
nichtmal einen Betriebsrat.

Auch trotz Fachkräftemangel wird von ITlern immer mehr erwartet. 
Praxiserfahrung neben dem Studium, Kenntnisse in x Sprachen und 
Frameworks sowie Datenbanksysteme. Selbstverständlich sollte man dann 
auch keiner sein, der nur 40 Stunden die Woche arbeiten will. 
Nebenberuflich weiterbilden soll man sich dann auch noch, in der 
Freizeit und auf eigene Kosten versteht sich.

Immer mit dem Druck im Nacken, dass es in Osteuropa und Asien Leute 
gibt, die das gleiche für deutlich weniger machen können.

Darum mein Tipp an Informatiker ( und WIs ) : man sollte lieber schauen, 
dass man Berater wird. Diese Jobs können schwer ausgelagert werden. Man 
braucht ja in Deutschland immer noch jemanden, der ein Offshore Projekt 
koordiniert, der Spezifikationen erstellt und Systemanalyse betreibt.

Da verdient man übrigens auch besser als ein Entwickler. Am besten 
schaut man, dass man so ein Inhouse Berater Stelle bei einem Konzern mit 
kuscheligem IG Metall Tarifvertrag bekommt. Nach spätestens 5 Jahren ist 
man da so gut wie unkündbar, während gleichzeitig warscheinlich die 
letze Entwicklerstelle längst ostwärts über die Grenze verlagert wurde.

Zu den Ingenieuren : die erledigen ebenfalls Arbeit, welche man schwer 
auslagern kann. Weil deutsche Ingenieure gehören weltweit anscheinend zu 
den besten. Man sagt auch, ein amerikanischer Bachelor of Eng kann oft 
weniger als ein deutscher Facharbeiter + Technikerweiterbildung.

Die Ingenieure arbeiten an High Tech Produkten wo oft viel Mathe und 
Physik nötig ist.
Die meisten Informatiker dagegen machen Programmierarbeiten, die auch 
ein Fachinformatiker übernehmen könnte und wo man NULL ( nada, niente, 
zero ) Mathematik braucht ( z.B. Formularanwendungen, die Daten ann den 
Appserver schicken usw. ) sowas ist natürlich sehr gut geeignet zum 
auslagern

Und nochwas : ein E Technik Ingenieur kann sich locker in 
Softwareentwicklung einarbeiten. Aber ein Informatiker sich wohl kaum 
umgekehr in ETechnik

Auch die Aufstiegschancen sind besser. Ein ETechnik Ing kann z.B. 
leichter Leiter einer Abteilung / eines Bereiches werden, da sein 
Bereich nicht so überakademisiert ist.
In der SW Entwicklung haben 90 % einen akademischen Abschluss, daher ist 
es viel schwerer nach oben zu kommen

Autor: D. I. (Gast)
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Ich (Informatiker) hol mir dann schonmal Popcorn :D

Möge der Trollfight beginnen...

Autor: besucher (Gast)
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und wenn man beides ist?

Autor: Karl Meiner (negindi)
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Schonmal nen Programm von nem Etechniker gesehen? Bin selber einer und 
würde das niemals unterschätzen was ein Diplom informatiker kann, denn 
auch dieser muss erstmal wissen was er macht bevor es ans Programmieren 
geht.

Autor: mighty (Gast)
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Naja, wie ebenfalls in dem Thread (ich habe ihn auch gelesen)
gesagt wurde: die Qualität der von "Fachfremden" geschriebenen
Anwendungen spricht oft für sich.

Das man einem Ingenieur plötzlich zutraut sich fachfremde Bereiche ein 
zu arbeiten, einem Informatiker aber nicht finde ich etwas albern.

In den Spezialisierungen der Studiengänge  gibt es ja auch
Überschneidungen. Beispielsweise gibt es bei uns in der
Informatik den Bereich "Embedded-Systems". Da machen E-Techniker
und Inf's die gleichen Arbeiten.

Autor: Ein Gast (Gast)
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"Anscheinend haben bulgarische Informatiker einen guten Ruf und vorallem
arbeiten die für 500 - 1000 Euro im Monat."

Anscheinend haben Informatiker und Ingenieure überall auf der Welt 
einen guten Ruf, sind extrem gut ausgebildet und vielseitig, nur die 
deutschen Informatiker und Ingenieure scheinen die letzten verblödeten 
Trottel zu sein. Liest man täglich, so auch von Dir. Irgendwie scheinen 
z.B. die Inder das Genie-Gen zu besitzen, dass jeden Inder schon von 
Geburt an zu einem hervorragenden, exzellenten Entwickler macht. Ach ja, 
und die chinesischen Landsleute auch. Jedenfalls können die 
Akademikerdeppen in Deutschland da komplett einpacken. Liest und hört 
man jedenfalls täglich.

Autor: Ein Gast (Gast)
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>Schonmal nen Programm von nem Etechniker gesehen? Bin selber einer und
>würde das niemals unterschätzen was ein Diplom informatiker kann, denn
>auch dieser muss erstmal wissen was er macht bevor es ans Programmieren
>geht.

Das hat zuerst einmal nichts mit dem Studienfach zu tun, sondern eher 
mit dem Verstand des Entwicklers. Natürlich muss sich ein E-Techniker in 
die Materie der Softwareentwicklung und in die theoretischen Grundlagen 
einarbeiten. Dann kann er vermutlich ähnlich "gute" Programme schreiben 
und vielleicht sogar entwerfen wie ein Informatiker. Ein Informatiker 
lernt informationstheoretische Grundlagen, die man in der Praxis eher 
selten benötigt. Sowohl E-Techniker als auch Informatiker können 
allerdings schlecht wartbare Programme schreiben. Da allerdings bei den 
E-Technikern die SW-Entwicklung oft Mittel zum Zweck ist, wird der 
gesamte Entwicklungsprozess oft nicht mit der Gründlichkeit durchgeführt 
wie bei den Informatikern.
Wenn ich allerdings die vielen, häufig öffentlich finanzierten 
SW-Großprojekte anschaue, die gescheitert sind, denke ich, dass auch ein 
Projekt trotz einer großen Anzahl von beteiligten Informatiker 
schiefgehen kann.

Autor: Godom (Gast)
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na ja, die Ings. sind nicht so gefährdet. Zweitens, der Ing. kann ohne 
Probleme Software entwickeln aber der Inf. darf keine Flugzeuge bzw. 
Motoren entwickeln.

Autor: Weinmaulwolf (Gast)
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Die Informatik ist einfach breiter aufgestellt und viele 
Nicht-IT-Unternehmen werden Informatiker benötigen und wenn es nur einer 
von der FH ist, Sachen administriert und kleinere Programmieraufgaben 
übernimmt. Heute ist es ja so, dass die Consulting-Unternehmen ihren 
Kunden die Gelder aus der Tasche ziehen mit kleinen Programmwünschen 
nach einem Großprojekt. Die Unternehmen werden noch feststellen, dass 
sie IT-Leute dauerhaft anstellen müssen, weil die IT allgegenwärtig ist 
und gepflegt werden muss. Analog dazu gibt es ja auch 
Personalabteilungen, die sich nur um Personalsachen beschäftigen. Solche 
Abteilungen sind sozusagen Diensteister im Unternehmen.

Was die Ingenieure angeht, so werden sie nur in Unternehmen benötigt, 
die das passende Kerngeschäft haben. Das macht die Jobs von Ingenieuren 
konjunkturabhängiger.

Autor: hahalol (Gast)
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> Was die Ingenieure angeht, so werden sie nur in Unternehmen benötigt,
> die das passende Kerngeschäft haben. Das macht die Jobs von Ingenieuren
> konjunkturabhängiger.

jo, stimmt leider. ingenieure sind ziemlich in den arsch gekniffen.
industriesklaven bis zum abnippeln und wenn der gaul den dienst getan 
hat darf er gehen. ich weiss auch nicht womit ich mit 50 meine
brötchen verdienen werde, vielleicht irgendwo pizza ausfahren oder
irgendn excel-shit bürjob in der hausverwaltung. naja egal.

was ihr aber bei der diskussion nicht übersehen dürft:
die meisten firmen brauchen gar keinen "richtigen" informatiker,
da das meiste programmierte zeug relativ einfach krempel ist,
den die meisten bacheloretten auch hingebogen bekommen.
um diese "einfachen" jobs kämpfen dann die ings und die informatiker 
(und die bacheloretten natürlich auch).
für "richtige" informatikerstellen haben die meisten ings dann natürlich 
das nachsehen. ein weiterer informatikernachteil ist, dass sie sich
mit sehr vielen quereinsteigern rumplagen dürfen, das ist in der 
hardwareentwicklung sehr selten.
nimmt sich alles nicht viel würd ich sagen, auch die infs sind irgendwo 
konjunkturabhängig, da software oft der bestandteil eines produkts ist.
im prinzip sind alle leute, die fuer die deutsche industrie arbeiten 
relativ in den hintern gekniffen. werdets noch erleben, germany als 
menschenmassenaufsaugender industriegigant ist vergangene geschichte!

Autor: hahalol (Gast)
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> Auch die Aufstiegschancen sind besser. Ein ETechnik Ing kann z.B.
> leichter Leiter einer Abteilung / eines Bereiches werden, da sein
> Bereich nicht so überakademisiert ist.
> In der SW Entwicklung haben 90 % einen akademischen Abschluss, daher ist
> es viel schwerer nach oben zu kommen

Nee seh ich anders. Nehmen wir zB. mal an Du bist 
Wirtschaftsinformatiker in einer Buchte, die irgendwelche Webprojekte 
für die Banken/Versicherungsbranche generiert.
Die Technologie dahinter ist so idioteneinfach, dass Du, wenn du was 
drauf hast locker in 2-3 Jahren den totalen Durchblick hast. Nehmen wir 
weiter an, deine Firma beschäftigt ein paar Bacheloretten und dein 
Teamleiter gibt den Löffel ab. Schwups biste neuer Teamleiter als 
Dipl.Inf.

Um Teamleiter in der HW-Entwicklung zu werden brauchste nen Jahrzehnt.
Schon die Komplexität der Materie und die Notwendigkeit langer 
praktischer Erfahrung, machen eine richtige Führungsposition in der HW 
für einen jungen Ing quasi unerreichbar, auch wenn 
Schwachsinnswebauftritte wie "superstudium.de" was anderes propagieren, 
in der Praxis ist es so -> HW-Ing. -> Aufstiegschancen quasi gleich 0.

Als Softie hast ausserdem den Vorteil, dass Du für Kunden arbeiten 
kannst die Geld haben. Als HW-Fritze musst heutzutage quasi an jedem 5 
cent Kondensator sparen.

Autor: mighty (Gast)
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> Als Softie hast ausserdem den Vorteil, dass Du für Kunden arbeiten
> kannst die Geld haben. Als HW-Fritze musst heutzutage quasi an jedem 5
> cent Kondensator sparen.

Viele leute können oder wollen aber garnicht verstehen was an der
Software-Entwicklung anspruchsvoll ist. Das es u.U. lange dauern
kann ein "eigentlich" simples Feature >NACHTRÄGLICH< ein zu bauen
kann man oft nicht >einfach< erklären.

Zu einem Architekten keiner: "Ach, wissen sie, also eigentlich
sollte die garage doch in den Keller und die Küche zur Südseite raus"
wenn das haus schon steht!

Autor: Gast99 (Gast)
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>im prinzip sind alle leute, die fuer die deutsche industrie arbeiten
>relativ in den hintern gekniffen. werdets noch erleben, germany als
>menschenmassenaufsaugender industriegigant ist vergangene geschichte!

Na ja, das Problem ist nur, dass die zusammenbrechende Industrie alle 
anderen Zweige auch mit in den Abgrund ziehen würde/wird. Ehrlich gesagt 
habe ich ein Problem mir vorzustellen, dass in Deutschland die komplette 
Wirtschfat zusammenbrechen wird, während in der restlichen  Welt die 
Konjunktur boomt. Anzeichen sind zwar schon zu erkennen (siehe Siemens), 
aber es fragt sich, ob das wirklich so weite gehen wird, dass hier alles 
zusammenbricht. Und selbst dann denke ich, dass Akademiker grundsätzlich 
bessere "Überlebenschancen" haben werden als Facharbeiter oder 
Anlernkräfte. Wäre ja unsinnig, wenn man die geistige Elite sterben 
lassen und die weniger qualifizierten Kräfte halten würde.

Autor: mighty (Gast)
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>Wäre ja unsinnig, wenn man die geistige Elite sterben
>lassen und die weniger qualifizierten Kräfte halten würde.

Im zweifel nach Russland auswandern und Taxi-Fahrer werden :D

Autor: Godom (Gast)
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eben, aber IST-Zustand ist, dass der Facharbeiter, sagen wir bei Siemens 
oder Audi, seine 2500 EUR Netto/Monat bekommt und der Informatiker bei 
einer kleinen Firma nicht mal 1800 EUR.....

Autor: hahalol (Gast)
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> Und selbst dann denke ich, dass Akademiker grundsätzlich
> bessere "Überlebenschancen" haben werden als Facharbeiter oder
> Anlernkräfte.

Wird nicht zusammenbrechen, wird aber mehr oder weniger kontrolliert 
runtergefahren. Problem ist der Riesenkuchen von früher, den Germany mal 
alleine hatte, wird von immer mehr Marktteilnehmern beansprucht. Unser 
Kuchenstück wird jeden Tag ein bisschen kleiner.

Und Du hast natürlich Recht, die Inf/Ing Akademiker werden noch am 
Besten wegkommen, der Verdrängungswettbewerb läuft doch schon, von oben 
nach unten.
Möchte gar nicht wissen wieviel Ings. inzischen auf Technikerstellen 
malochen, für Technikergehalt versteht sich. Die Bacheloretten sind auch 
Techniker/Facharbeiter-verdränger.

Die restlichen Akademiker (Geisteswissenschaften ecetera) sind ausserdem 
schon seit langem am Arsch. Da verdient ja irgendein Autoschrauber 
bedeutend mehr. Handwerk hat goldenen Boden ;) Das wird immer so sein.

Autor: hahalol (Gast)
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> Wäre ja unsinnig, wenn man die geistige Elite sterben
> lassen und die weniger qualifizierten Kräfte halten würde.

Ähm, hallo?
Guck dir doch mal an welche Menschen Deutschland in den vergangen 
Jahrzehnten importiert hat. Und wat die nutzen und was die kosten und 
wer die Rechnung bezahlen muss...ist doch alles schon passiert...keine 
Panik Leute, dafür ist es schon zu spät.

Autor: detlef (Gast)
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Habt euch mal nicht so.
Ihr tut so als wärt ihr popeligen Ingenieure wichtiger als der Profit.

"Après moi le déluge! [Nach mir die Sinflut!] ist der Wahlruf jedes 
Kapitalisten und jeder Kapitalistennation." - Das Kapital. MEW 23, S. 28

Autor: jo (Gast)
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hahalol schrieb:
> Möchte gar nicht wissen wieviel Ings. inzischen auf Technikerstellen
> malochen, für Technikergehalt versteht sich. Die Bacheloretten sind auch
> Techniker/Facharbeiter-verdränger.


Alter du hast kein Peil... bloß n' dicken Bachelorkomplex.

Autor: MaschBauer (Gast)
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Godom schrieb:
> aber der Inf. darf keine Flugzeuge bzw.
> Motoren entwickeln.

Wo steht geschrieben, dass er das nicht darf?
Sollte eher heißen: Er kann es mit seiner Ausbildung nicht. Aber dürfen 
tut er es...

Autor: Arne (Gast)
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Karl Meiner schrieb:
> Schonmal nen Programm von nem Etechniker gesehen?
JAAAA.... denen muss man sofort mit einem Stahllineal auf die Finger 
hauen, wenn sie einen Editor öffnen wollen ;)

Im Ernst: Ich bin Inf. und habe SW-Entwicklung (embedded) von einem 
anderen Inf. gelernt, denn in der FH lernt man ja nur hochtrabende 
Sachen. So grundlegende Dinge, wie sie in "Code Complete" oder "Writing 
solid code" beschrieben sind, nicht. Habe damals auch die "Ergüsse" von 
drei E-Technikern (und deren E-Techniker Vorgängern gesehen):
Variablennamen nur höchstens zwei Zeichen lang, keine Kommentare, usw 
usf.
Eine Funktion bestand nur aus "return 192;"
Am besten kam der Spruch "Aber es funktioniert". Da bist du machtlos :-/
BTW: Nachrichtentechniker sind auch nicht besser - in der letzten Firma 
erlebt.

Back To Topic: bei uns wird u.U. in den nächsten Monaten eine Stelle für 
einen Embedded SW-Ing (Ing./Inf) geschaffen. Soooo schlimm sieht es dann 
wohl doch nicht aus. Und Statistiken.... naja...

Autor: Michael (Gast)
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Bei den Konzernen haben Ing und Inf die gleichen Chancen ersetzt zu 
werden. Siemens durchforstet im Augenblich die Stellen in den 
Forschungsabteilungen und es trifft sowohl Ings als auch Infs. Sehr 
beliebt ist diese durch IT-Fachleute und Ing-Assistenten aus der eigenen 
Akademie zu ersetzen. Auf meine Frage zu der Thematik an meinen 
Abteilungsleiter antwortete er: Was nützt mir ein unzufriedener 
Akademiker, der innerlich gekündigt hat.
Ein Ersatz duch motiviertes Personal, das die Ing-Arbeit mit Eifer 
erledigt ist effektiver.

Autor: Luftpumpe (Gast)
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Vielleicht sollte man erstmal da Vorurteil beiseide legen, dass 
Informatiker ausschließlich im IT-Bereich tätig sind, also sich nur mit 
Themen wie Java, Oracle, SAP, .NET und was weiß ich noch alles 
beschäftigen. Weiter sollte man sich man vor Augen führen dass auch im 
Embedded-Bereich die eingesetzte Software immer komplexer wird. Man 
schaue sich einfach mal die Entwicklung der Handys an. Die ganzen 
"coolen" Features vieler Embedded-Produkte sind ausschliesslich dem 
verstärkten Einsatz von Software zu verdanken. Daher wird meiner Meinung 
nach das Verhältnis Softwerker/Hardwerker immer stärker zugunsten der 
Softwerker ausfallen.

Mal abgesehen davon, halte ich es einfach für wilde Spekulation, dass 
"Ingenieurtätigkeien" schwerer ausgelagert werden können. Übrigens, wenn 
ich den anderen Thread, wer ein Ing ist und wer nicht, richtig 
verstanden habe :-),dann ist auch ein Dipl-Inf ein Ingenieur. Aber will 
hier jerzt keine Diskussion diesbzgl. anfangen...

Zu der Aussage: "... Ingenieure arbeiten an High Tech Produkten wo oft 
viel Mathe undPhysik nötig ist." kann ich nicht bestätigen. Zumindest im 
Automotive-Bereich nicht - bin umgeben von Dipl-Ings aller Art und 
irgendwie machen die den selber Kram wie ich. Irgendwie habe ich den 
Eindruck, dass jeder Dipl-Ing nach dem Studium meint, gerade im Bereich 
Mathematik, den Olymp bestiegen zu haben und alle anderen können nix.

Autor: Rudi Rüssel (Gast)
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wobei man noch anmerken muss, dass die mathe von infs und ings 
(zumindest an der UNI) doch unterschiedliche schwerpunkte haben.
bei den infs liegt der schwerpunkt auf logik. imho müssen dort auch im 
gesamten studium mehr beweise geführt werden.
um die brücke zur software zu schlagen: im flugzeugbau gibt es bereiche 
wo man software nicht nut testen, sonder auch verifizieren muss.
ich bezweifle, dass man als ing im studium solche die wie 
code-verifikation und/oder modelchecking hat(korrigiert mich, falls das 
falsch ist).
meiner meinung nach gibt es also bereiche bei denen man einen ing. bzw. 
einen inf nicht "ranlässt".

aber allgemein sollte man im studium eins gelernt haben: die fähigkeit 
sich in komplexe neue dinge einarbeiten zu können indem man sein gehirn 
gebraucht.
und darin unterscheiden sich gute infs und ings bestimmt nicht ;)

Autor: ohje (Gast)
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> ich bezweifle, dass man als ing im studium solche die wie
> code-verifikation und/oder modelchecking hat(korrigiert mich, falls das
> falsch ist).

Im Studium lernt man doch nur Pillepalle. Das kann man alles nebenbei 
lernen oder sich einarbeiten. Das fällt dem Ingenieur nicht schwör ;)

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Arne schrieb:
> Back To Topic: bei uns wird u.U. in den nächsten Monaten eine Stelle für
> einen Embedded SW-Ing (Ing./Inf) geschaffen. Soooo schlimm sieht es dann
> wohl doch nicht aus. Und Statistiken.... naja...

Weil unter Umständen irgendwo in Deutschland eine Stelle vielleicht 
eventuell geschaffen wird, sieht die Gesamtlage gleich besser aus? ;-)

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Mark Brandis schrieb:
> Arne schrieb:
>> Back To Topic: bei uns wird u.U. in den nächsten Monaten eine Stelle für
>> einen Embedded SW-Ing (Ing./Inf) geschaffen. Soooo schlimm sieht es dann
>> wohl doch nicht aus. Und Statistiken.... naja...
>
> Weil unter Umständen irgendwo in Deutschland eine Stelle vielleicht
> eventuell geschaffen wird, sieht die Gesamtlage gleich besser aus? ;-)

Es sind ja keine Einzelfälle.

Aber "5000 Kleinunternehmen bieten 5000 Ingenieurstellen" macht sich 
natürlich als Schlagzeile schlechter als "Konzern XXX entlässt 5000 
Ingenieure".

Nun darf der geneigte Leser raten, welche Arbeitsplätze eher hier in DE 
bleiben werden: konzernbasierende oder die der kleinen "Klitschen" ;-)

Chris D.

Autor: ..,- (Gast)
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Siemens schafft gerade in Indien 8000 Stellen. Das ist schon 
signifikanter als eine Stelle irgendwo in Dtl.

Siemens besteht ja mittlerweile auch fast nur noch aus Chinesen und 
Indern... alles von der HumanRohstoff Abteilung optimiert.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Chris D. schrieb:
> Aber "5000 Kleinunternehmen bieten 5000 Ingenieurstellen" macht sich
> natürlich als Schlagzeile schlechter als "Konzern XXX entlässt 5000
> Ingenieure".

Hm, wenn ich hier samstags in die Tageszeitung schaue, dann müsste ich 
demnach eigentlich jede Woche 2-3 Stellen Stellen von KMU sehen (und 
zwar jedes mal neue Stellen, nicht dieselben!)

Rechnung: 5000 pro Jahr geteilt durch 52 (Anzahl der Wochen pro Jahr) 
geteilt durch 40 (weil hier in der Region ca. 2 Millionen Menschen leben 
und deutschlandweit ca. 80 Millionen) = ca. 2,4

Irgendwie ist das aber zur Zeit nicht der Fall. :-(

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Mark Brandis schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Aber "5000 Kleinunternehmen bieten 5000 Ingenieurstellen" macht sich
>> natürlich als Schlagzeile schlechter als "Konzern XXX entlässt 5000
>> Ingenieure".
>
> Hm, wenn ich hier samstags in die Tageszeitung schaue, dann müsste ich
> demnach eigentlich jede Woche 2-3 Stellen Stellen von KMU sehen (und
> zwar jedes mal neue Stellen, nicht dieselben!)
>
> Rechnung: 5000 pro Jahr geteilt durch 52 (Anzahl der Wochen pro Jahr)
> geteilt durch 40 (weil hier in der Region ca. 2 Millionen Menschen leben
> und deutschlandweit ca. 80 Millionen) = ca. 2,4
>
> Irgendwie ist das aber zur Zeit nicht der Fall. :-(

Na, man sollte das nicht so mathematisch betrachten. Erstens ist das ja 
nicht gleichmäßig verteilt und zweitens sparen viele Kleine sich die 
Tageszeitungen (inkl. mir).

Oft kommen solche Stellenbesetzungen durch Kundenkontakte und 
Initiativbewerbungen etc. zustande.

Also den Kopf nicht hängen lassen - wir tun, was wir können ;-)

Chris D.

Autor: MaWin (Gast)
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> Was nützt mir ein unzufriedener Akademiker, der innerlich gekündigt hat.

Man hätte sie vielleicht nicht jahrelang im neoliberalen Wahn prügeln 
sollen.

Daß damit unendlich viel Schaden angerichtet wurde, ist klar, nur wird 
nun die Konsequenz den Opfern abverlangt.

Niemand hat behauptet, daß es in der kapitalistischen Welt moralisch 
gerecht zugeht, aber ebensowenig ist auszuschliessen, daß den 
kapitalistischen Gierhälsen mal jemand den Hals abschlägt.

Autor: Banquo (Gast)
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ohje schrieb:
> Im Studium lernt man doch nur Pillepalle. Das kann man alles nebenbei
> lernen oder sich einarbeiten. Das fällt dem Ingenieur nicht schwör ;)

Sowas kann nur jemand schreiben, der beruflich nur Webseiten 
zusammenschustert und anderen niveaulosen Kram macht.

Es ist mitnichten so, dass Studieninhalte uninteressant seien. Das 
Problem ist der Absolvent, der nicht in der Lage ist, konkrete 
Aufgabenstellungen im Beruf auf allgemeine Aufgabenstellungen des 
Studiums abzubilden. So einer hat nicht nur kein Diploom verdient, 
sondern sollte einen Maulkorb verpasst bekommen.

Autor: Frisch-Eingestellter-Ing-Inf (Gast)
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Herrlich :)

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