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Forum: Platinen Grillplatte als Preheater

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Autor: tomatos666 (Gast)
Datum: 04.02.2010 16:44

Hallo,
Ich brauche einen Preheater für meine Heisluftstation.
Ich habe lange im Internet gestöbert und einige schwören auf
Grillplatten als Preheater.
Meine Frage ist kann mir jemand das hier im Forum Bestätigen das eine
Grillplatte für den Hobby gebrauch tatelos funktioniert oder ist das
alles schmarn?
Hier ein Kleines Video.
http://www.youtube.com/watch?v=rTi7kolmPGQ
Danke!
Autor: Max M. (xxl)
Datum: 04.02.2010 17:34

>tatelos
tadellos ist eine dehnbare Aussage(wenn man es korrekt schreibt).
Das hängt wohl davon ab wie du mit den Komponenten von der
Bedienung klar kommst. Der Preheater soll ja die ganze Baugruppe
nur vorwärmen so wie ein Klempener die Kupferrohre vorwärmt bevor
er richtig lötet weil es sonst keine homogene Lötstelle wird.
Wenn du dich mit dem ganzen Prozess gut auskennst und das Gerät
eine gleichmäßige kontrollierte Wärmeabgabe liefert müßte jedes
Gerät gehen. Man sollte sein Augenmerk auf die Regelung richten
ob die Skala am Einstellknopf die gewünschte Temperatur einstellbar
zulässt. Steht da nur 1,2,3... oder A,B,C... wird das kaum was nützen
oder man bastelt sich eine Regelung selbst. Dann dürfte es kein
Problem sein.
Autor: tomatos666 (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:04

Danke für die Antwort.
Die Grillplatten haben meist ja nur einen Mechanischen Thermostat.
Ich denke die haben eine Hysterese von ca.30C° (Schätze ich mal).
Der Preheater hat die Aufgabe die Platine vorzuwärmen damit durch die
Erhitzung auf einen Punkt (Im Video die GPU) keine mechanischen
Beanspruchungen auftreten und die Platine nicht verformt.
Meine eigentliche Frage ist ob diese Hysterese Auswirkungen auf das
Lötergergebniss haben, bzw. ob sich die Platine durch die
Temperaturschwankungen verformt?
Ich möchte gerne wie im Video einen Reflow machen und Später ein
Riballing versuchen.
Leider habe ich noch auf dem Gebiet noch keinen Erfahrung und hoffe das
ihr mir eure Erfahrungen mit Preheater usw. miteilen könntet.
Danke.
Autor: Max M. (xxl)
Datum: 05.02.2010 09:26

>Ich denke die haben eine Hysterese von ca.30C° (Schätze ich mal).
Schätzen, heißt nicht wissen. Wenn das noch keiner überprüft hat und
hier mal postet musst du das experimentel herausfinden und dir
gegebenfalls etwas sinnvolles basteln damit es dann funktioniert
Entscheidend ist die Temperatur der Baugruppe vor dem löten.
Autor: Chris (Gast)
Datum: 05.02.2010 10:35

Ich benutze sowas als Hotplate.
Aber, mit eigenem Temperaturcontroller sowie
einer 1cm dicken Alu-Platte.
Habe aber auch gehört, daß Sand gut gehen soll, eine 0.5cm
Sandschicht drauf und dann ein Gefäß oder ev. auch ohne als Preheater.
Der Sand, bzw die Aluplatte dient der Temperaturverteilung sowie
der Hitzespeicherung. Ansonsten hast du ein Regelproblem, oder du
nimmst einen Toster auseinander und verwendest den, weil viel geringere
Leistung, als Preheater meine ich.
Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum: 05.02.2010 10:46

Und wieder andere benutzen erfolgreich  einen 500W Halogen-Baustrahler
für diesen Zweck.
Autor: Max M. (xxl)
Datum: 05.02.2010 10:47

>Ansonsten hast du ein Regelproblem...

Die Regelung wird dann nur träger, was zu einer
Überhitzung der Leiterplatte führen kann.

>einen Toster
Ich kenne nur "Toaster".
Autor: tomatos666 (Gast)
Datum: 18.02.2010 21:07

Hallo,
Ich habe mir jetzt mal eine Herdplatte Organisiert.
Der regelbereich des mechanischen Thermostates ist nicht zuverlässig und
viel zu gross.
Werde die Platte mit einem Temperaturregler und SSD Relais austatten.
Was ich noch festgestellt habe das die Paltte sehr lange die Hitze
speichert.
Ich schon etwas Material von der Herdplatte mit der Drehbank abgetragen,
bleibt aber noch immer lange Heiss.
Das heist sobalt die Platte auf 180°aufheizt dan sinkt die Temperatur
nach 15min auf ~90-100°.
Ist die Abkühlung zu langsam oder?
Auf wie viel Grad stellt ihr die Platte zum Reflowen-Reballen ein und
wie gross ist der Abstand zwischen Plattine und Platte?
Autor: tomatos666 (Gast)
Datum: 26.02.2010 16:36

Weiss niemand Rat?
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 27.02.2010 23:23

Ceran.
Autor: tomatos666 (Gast)
Datum: 05.03.2010 09:10

Hallo,
Wie meinst du Ceran?
Autor: Gerd (Gast)
Datum: 05.03.2010 22:06

Wahrscheinlich dass die Lösung für Dein Problem mit dem Speichern der
Hitze ein Ceran-Kochfeld ist - also Infrarot.
Autor: Chris (Gast)
Datum: 06.03.2010 07:17

Ich bin den umgekehrten Weg gegangen, und hatte eine Heizspriale
genommen,
mit einer dicken Alu-Platte drauf, um die Wärme gleichmäßig zu
verteilen,
und einen Temperaturfühler unter der Alu-Platte, mit einem PID-Regler.
Aber ich löte damit, als Preheater würde ich es nicht verwenden.
Autor: Chris (Gast)
Datum: 06.03.2010 07:31

Als Preheater einfach den Lukey 863D preheater nehmen, funktioniert
nicht schlecht, und kostet 35€.
Autor: Gerd (Gast)
Datum: 07.03.2010 00:10

Der Lukey sieht ja nicht schlecht aus, aber wie groß können die Platinen
sein? Kann ich da ne Europlatine gleichmäßig heizen? Auf den Bildern
sieht das recht klein aus...
Autor: Chris (Gast)
Datum: 07.03.2010 07:57

Nein, eine komplette Europlatine geht nicht gleichzeitig zu erwärmen,
es geht jedoch auch eine größere Platine draufzugeben, und dann nur
z.B. einen BGA/IC oder sonstwas zu "rework"en. Für sowas ist es
gemacht und funktioniert gut.

Bei dem, was du willst, ein AOYUE 853A schlägt mit 86€ zu buche,
vielleicht bei Ebay auch günstiger oder zumendest nur das
Heizelement, Artikelnummer:  350320247363  als Beispiel.
Aber aufpassen, der AOYUE 853 ist dasselbe wie der Lukey 863,
hingegen der AOYUE 853A ist komplett was anderes.

Eine Grillplatte mit Alu oder Sand drauf, um die Temperatur zu
verteilen,
würde da auch gehen, nur brauchst du dann was, um die Platine
darüber zu befestigen. Ansatz kann der 853A sein, nur eine Grillplatte
wäre mir persönlich zu sperrig.

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