Datum: 06.02.2010 18:02
Hallo Leute Erstmal zu meiner Vorgeschichte. ich hab im Februar 2009 meine Ausbildung erfolgreich zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechniker abgeschlossen, und bis jetzt in dem Beruf gearbeitet. Jetzt werde ich aber wegen schlechter Auftragslage entlassen. (Am 28.2.2010) Jetzt hab ich mir überlegt das ich ne Weiterbildung machen möchte solang ich noch jung bin und lust zum lernen hab. Zuerstmal zu meiner Person. Ich bin eher jemand der dinge lernt die mir spaß machen und denn rest vernachlässige ich etwas gern. Da ich mich schon immer auch für Themen wie Wirtschaftskunde interessiert habe und in Zukunft auch mehr in diesen Bereich möchte - aber hier in diversen threads nicht wirklich schlau daraus wurde, was für mich denn besser wäre - stelle ich die Frage nun hier für mich individuell. Ich möchte in Zukunft eher als "Planer, Projektleiter" arbeiten denn als "Monteur". Also mehr in Richtung "BWL" Was ich bisher auch in Erfahrung gebracht habe ist, das es wohl einfacher (Lernstoff) wäre, den techniker zu machen und im anschluss eine art "bwl-studium" zu machen, als den meister direkt. Oder ist der Techniker zu "technisch" ausgelegt? Welche Aufgaben hat ein Techniker und Meister? (Generell, nicht auf Industrie oder Handwerk bezogen) Worin liegt der Unterschied bei einem Vollzeitstudium bei Techniker und Meister? (Schwierigkeit, etc) Da ich zurzeit ein Auto finanziere und auf jeden Fall ein Vollzeitstudium machen möchte, müsste ich bafög beantragen. Dies wären m.e. z.Z für Alleinstehende ohne Kind 229 € Zuschuss/ 446 € Darlehen ergo 675 € monatlich. Wieviel zusätzl. (monatl.) Darlehen bräuchte ich in etwa für den techniker/meister? ich freue mich auf eure antworten hochachtungsvoll s. fischbach
Datum: 06.02.2010 22:02
>Jetzt hab ich mir überlegt das ich ne Weiterbildung machen möchte solang >ich noch jung bin und lust zum lernen hab. Wie alt bist Du? >Zuerstmal zu meiner Person. Ich bin eher jemand der dinge lernt die mir >spaß machen und denn rest vernachlässige ich etwas gern. Schlecht! Reiß Dich mal zusammen, das gehört zum erwachsen werden. >Ich möchte in Zukunft eher als "Planer, Projektleiter" arbeiten denn als >"Monteur". Also mehr in Richtung "BWL" Da hast Du noch einen langen Weg vor Dir. Projektleiter wird man nicht so einfach mal. >Was ich bisher auch in Erfahrung gebracht habe ist, das es wohl >einfacher (Lernstoff) wäre, den techniker zu machen und im anschluss >eine art "bwl-studium" zu machen, als den meister direkt. Klar, ein Studium machst Du sicher "mit links". ;-) >Da ich zurzeit ein Auto finanziere und auf jeden Fall ein Schon blöd, wenn man wegen so einer Kiste gleich Schulden macht. Da bist Du ja sehr solide ins Berufsleben gestartet. :-o Sei mir nicht böse, aber Du wirkst auf mich ein wenig, wie soll ich sagen, "unausgereift" (SCNR!)
Datum: 06.02.2010 22:10
jawoll Gast9, einfach gleich draufhauen...Respekt :))
Datum: 06.02.2010 22:28
>jawoll Gast9, einfach gleich draufhauen...Respekt :))
Das war nicht meine Absicht. Aber der TE denkt, er könne mal eben so
studieren und dann ins Projektmanagement.
Dann ist er kaum mit der Ausbildung fertig und hat schon ein Auto über
Schulden finanziert, und das in der aktuellen wrtschaftlichen Lage.
Außerdem sagt er, dass er eigentlich nur das lernen wolle/könne, was im
Spaß macht.
Wie soll man denn da ruhig bleiben?
Datum: 06.02.2010 23:54
Als Meister wirste meist als Fachpersonalleiter (nicht nur) in Unternehmen beschäftigt und trägst in der Regel als leitender Angestellter Verantwortung gegenüber der Geschäftleitung. Projektplanung und Kalkulation gehört vielfach auch dazu. Evtl. kommt noch eine Tätigkeit als Ausbilder dazu falls der Betrieb Auszubildende führt. Als Techniker stellt man in der Wirtschaft den kostengünstigen Ersatz zum Ingenieur gleich hat aber mehr einen praktischen Berufsweg wogegen der Ingenieur mehr einer intellektuell verantwortlichen Tätigkeit mit wenig oder kaum Berufserfahrung nachgeht. Einkommensmäßig sind die drei Berufsbilder nicht sehr weit auseinander. Der Ingenieuer verdient natürlich am meisten aber ein Studium ist nicht jedermanns Sache. Den Techniker kann man auch in Teilzeitform abends mit der doppelten Studienzeit absolvieren. Beim Meister müsste man die Handwerkskammer befragen und kostet natürlich auch ganz schön was . Wenn du ohnehin deinen Job verlierst frag mal die Arbeitsagentur nach Fördermöglichkeiten. Aufgrund deines bisherigen Werdegangs würde ich zum Meister raten weil das besser zu passen scheint.
Datum: 07.02.2010 00:00
?????????? what a gülle? "Was ich bisher auch in Erfahrung gebracht habe ist, das es wohl einfacher (Lernstoff) wäre, den techniker zu machen und im anschluss eine art "bwl-studium" zu machen, als den meister direkt." Meister 1 Jahr, Techniker 2 Jahre Vollzeit. JA ne is klar.
Datum: 07.02.2010 00:17
> Klar, ein Studium machst Du sicher "mit links".
Im Vergleich zu einem E-Technik Studium macht man BWL "mit links".
Geschenkt bekommt man es aber auch nicht.
Datum: 07.02.2010 00:19
BWL? Das ist doch langweilig. Die rechnen ja nur mit Zahlen, und die sind zudem auch noch nur reell. Aber nicht immer realistisch ;-) Beste Grüße, Marek
Datum: 07.02.2010 00:37
Sowohl Meister als auch Techniker kannst Du in Vollzeit (2Jahre/1Jahr) oder in Teilzeit(4Jahre/2Jahre) machen. Geschenkt wird dir in beiden Werdegängen grundsätzlich nichts - ohne Fleiß kein Preis. Meister bedeutet stärker praxisbezogen, ergänzt um Wirtschaftsteil und ADA-Schein, während der Techniker breiter gefächert aber imho "oberflächlicher" ausgebildet wird. Falls Selbständigkeit ein Thema wäre, wärst Du mit dem Meisterbrief besser bedient, im Angestelltenverhältnis konkurrieren Meister/Techniker. Techniker werden teilweise als "Billig"-Ingenieure angeheuert; sie müssen zwar die selbe Arbeit wie die Ings leisten, aber da ihnen der "Wisch" fehlt, schlechter bezahlt. Projektleiter kann man auch als Geselle werden u. ein Werdegang als "Planer" ist so möglich - Können u. Erfahrung machts möglich. Einfacher kommt man natürlich mit entsprechenden Abschlüssen an solche Jobs.
Datum: 07.02.2010 11:57
------------- Als Meister wirste meist als Fachpersonalleiter (nicht nur) in Unternehmen beschäftigt und trägst in der Regel als leitender Angestellter Verantwortung gegenüber der Geschäftleitung. Projektplanung und Kalkulation gehört vielfach auch dazu. Evtl. kommt noch eine Tätigkeit als Ausbilder dazu falls der Betrieb Auszubildende führt. ------------- Das gilt wohl eher für Kleinbetriebe. In der Industrie sind die Meister die unterste Hierachieebene, darüber sind dann Abteilungsleiter, Bereichsleiter, .... Geshcäftsführung. Leitende Angestellte sind die ganz oben :-)
Datum: 07.02.2010 12:09
>Sowohl Meister als auch Techniker kannst Du in Vollzeit (2Jahre/1Jahr) >oder in Teilzeit(4Jahre/2Jahre) machen. Ich glaube die Reihenfolge/Zuordnung stimmt nicht. Der Techniker hat 2 Jahre in Vollzeit oder 4 Jahre in Teilzeit zu lernen sofern das nicht geändert wurde. Beim Meister weiß ichs jetzt nicht, könnte aber 1 Jahr Vollzeit oder 2 Jahre Teilzeit sein.
Datum: 07.02.2010 12:25
"Das war nicht meine Absicht. Aber der TE denkt, er könne mal eben so studieren und dann ins Projektmanagement." Und was soll daran falsch sein? Als Projektingenieur oder -techniker gibts auch die Möglichkeit reinzukommen um sich über die JAhre der BE als Projektleiter zu qualifizieren. Daneben gibts bei Großprojekten noch die Funktion als Teilprojektleiter und unter den Projektleitern selbst gibt es auch Unterschiede. "Außerdem sagt er, dass er eigentlich nur das lernen wolle/könne, was im Spaß macht." Ich würde sagen, dass ich menschlich. Die Dinge die einem Spaß machen die lernt man leichter und macht sie leiber. Dinge die man nicht so gerne macht oder die einem nicht liegen, kosten mehr Überwindung. Zum Thema Meister und Techniker: Es kommt drauf an was du machen willst. Wenn du vorhast ins Projektmanagement zu kommen und deinen Weg hier zu gehen, dann wäre der Techniker wohl hier sinnvoller, weil es auch mit ein Einsatzgebiet von Technikern ist. Willst z.B. eher in die Produktion und hier verantwortliche bzw. Führungsaufgaben übernehmen, dann wäre vielleicht der Meister geschickter. (nur als Beispiel)
Datum: 07.02.2010 15:53
Vielen Dank für die vielen antworten. Also ich bin 21 jahre alt und habe mich inzwischen auch ein wenig schlau gemacht. Inzwischen hab ich mir 2 Möglichkeiten ausgemalt wo ich mir vorstellen könnte. Einmal könnte ich über die Technische Oberschule zur Hochschulreife gelangen und danach den wirtschaftsingeniuer studieren oder zum 2ten... mich an der technikerschule anmelden und danach evtl. den technischen betriebswirt machen jedoch hab ich 1/2 jahr zu wenig berufserfahrung, (In Ba-Wü braucht man 1 1/2 Jahre) was bedeuten würde das ich noch mindestens bis anfang der schule (september) aufjedenfall in meinem beruf arbeiten muss. dies hatte ich zwar ohnehin vor da ich nicht zuhause sitzen wollte mit alg1. da meine firma auch recht angesehen ist und mir mein chef ein super arbeitszeugnis ausstellt sollte dass auch hoffentlich funktionieren. hat jemand erfahrung mit der technischen oberschule gemacht und kann evtl davon berichten? zum anderen, GAST9 gibt es auch menschen die ein auto nicht so einfach von den eltern in den arsch geschoben bekommen. ich kann mit stolz von mir sagen dass ich bei meinen eltern daheim miete zahle meine kfz steuer und versicherung (VK). Sämtliche Private Versicherungen (BU, Unfall, Rechtsschutz, Priv. Haftpflicht, usw.) sowie mich an den wohn-nebenkosten beteilige und alle Klamotten, Handyrechnung etc. selbst bezahle. Desweiteren habe ich in meinem Job schon diverse Baustellen geleitet wobei die anspruchvollste eine Sanierung einer 3 Etagen Tiefgarage war. Daher kann ich mir schon vorstellen wie "Projektleitung" in etwa abläuft. Ausserdem habe ich geschrieben das ich Fächer,etc. wo ich nicht mag nicht so gern lerne. Ist das bei dem werten Herr etwa anders??????????????????? Ich denke eher nicht!!!! Aber genauso wie GAST9 kann ich mich dennoch dazu aufraffen mein bestes für ein ziel zu geben um es zu erreichen. ich muss zugeben zu meiner realschulzeit war dies nicht so aber diese einstellung hat sich während meiner berufsschulzeit allmählich geändert.
Datum: 07.02.2010 16:04
>da meine firma auch recht angesehen ist und mir mein chef ein super >arbeitszeugnis ausstellt sollte dass auch hoffentlich funktionieren. Lass das mal von jemanden lesen der sich damit auskennt. Manche Zeugnisse sind das Papier nicht wert, weil alles irgendwie codiert oder geschönt wird. Da ich den Inhalt nicht kenne würde ich skeptisch sein was Arbeitszeugnisse angeht, vor allem wenn man mit 21 Jahren noch nicht so erfahren ist. Als ich in dem Alter war hat die Wirtschaft das nämlich noch hübsch geleugnet aber heute glaubt das keiner mehr. Lass dich nicht von schönen Worten täuschen.
Datum: 07.02.2010 16:14
Max M. schrieb: > Lass das mal von jemanden lesen der sich damit auskennt. > Manche Zeugnisse sind das Papier nicht wert, weil alles irgendwie > codiert oder geschönt wird. danke für den tipp jedoch musst du wissen das ich in einem kleinen betrieb gearbeitet habe (war ein super arbeitsklima, wir waren wie ne kleine "familie") und ich meinem chef daher voll vertraue dass er meinen verdienst für die firma nicht schmälert. trotzdem danke, kann ich für die zukunft bestimmt brauchen mit freundlichen grüßen stefan fischbach
Datum: 08.02.2010 14:51
>der Ingenieur mehr einer intellektuell verantwortlichen Tätigkeit mit >wenig oder kaum Berufserfahrung nachgeht. LOL. Klar ein Ingenieur bekommt n i e Berufserfahrung. Auch nach 10 Jahren nicht, welch ein Geschwurbel, mit dem die Technikerschulen ihre Absolventen einlullen. Vom Gehalt her ist es in Dtl. mittlerweile so, daß sich selten ein Abschluß oberhalb des Meisters lohnt (auf die Gesamtlebenszeit gesehen). Wenn ich meine Bekannten ansehe, die Meister sind, habe die mit weniger Aufwand wesentlich mehr (monetär) erreicht. Ich würde Dir allerdings empfehlen, Deine Jugend zu nutzen und den höchst möglichen Bildungsweg zu gehen. Ab 30 noch mal einen draufzulegen, ist äußerts schwer. Nach unten schauen kann man später noch. Also Hochschulstudium.



