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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik "Ersatzwiderstand" für Lampenüberwachung


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Autor: Manuel M. (tweek)
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Hallo Leute!

Ich will bei meinem Auto die Nebelscheinwerfer gegen Leds austauschen. 
Der springende Punkt ist jetzt, das mein Auto ja die Lampen auf Defekt 
überprüft.

Durch die weitaus geringeren Leistungsaufnahme der Leds würde mir also 
ständig ein Lampen defekt aufscheinen.

Meine Frage nun an euch, wie könnte ich am besten bzw sinnvollsten die 
52W verbraten?

Die Original Birne hat 12V/55W und die Ersatzleds sind mit 12V/3W 
angegeben.

Ich hab das auch schon mal versucht zu errechnen und bin darauf gekommen 
das ich einen Widerstand mit ~3,3ohm benötige (sofern ich mich nicht 
verrechnet habe).

Wäre euch wirklich dankbar wenn ihr mir da ein wenig auf die Sprünge 
helfen könntet!

Danke!

Frohe Ostern!

Mfg Manuel

Autor: Bong (Gast)
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Wie ihr nur immer auf die Idee kommt? Bestimmt hast du dir die LEDs auch 
schon gekauft? Ein Kumpel von mir wollte seine Kennzeichenbeleuchtung 
mit LEDs ausstatten, bis ich ihm erzählt habe, dass 52 Watt richtig 
Stoff sind. Er hat das mal ausgerechnet, angeblich wäre das mit dem 
Widerstand (Der muss die 52 Watt ja auch aushalten!), den er sich 
ausgesucht hatte, 300 Grad heiß geworden. Ich hab's damals nicht 
nachgerechnet.

Was ich nachgerechnet habe, ist:

für 12V:
P = U x I => P = U² / R => R = U² / P = 144 / 52 = 2,77 Ohm (min. 60 W)

für 14V:
=3,77 Ohm

Autor: mhh (Gast)
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Wenn Du die Differenzleistung verbraten möchtest - lass die Glühlampen 
dort wo sie sind und verzichte auf die LEDs.

Autor: Manuel M. (tweek)
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Hallo!

Naja die 52W sollten einem 100W starken Widerstand doch wohl nicht 
wirklich zum kochen bringen oder?

Was mich jedoch interessieren würde ist, in Deutschland gibt es einen 
Händler der Leds inkl. funktionierender CheckControl anbietet.

Ich hab mir diese für die Kennzeichen Beleuchtung gekauft, funktioniert 
auch einwandfrei, nur wird da nirgends was warm oder ähnlich. Daher die 
Frage, wie wurde das gelöst?

Mfg
Manuel

Autor: Blubbelgumpf (Gast)
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>Naja die 52W sollten einem 100W starken Widerstand doch wohl nicht
>wirklich zum kochen bringen oder?

Die Leistung wird in Wärme umgewandelt und muss irgendwo hin. Wenn dein 
100W-Widerstand keine vernünftige Kühlung hat, kannst du den als 
Zigarettenanzünder verwenden.

Was soll überhaupt der Sinn des ganzen sein? Wozu ersetzt du deine 
herkömmlichen Lampen durch was energiesparendes, wenn du dann sowieso 
wieder die 52 Watt sinnlos verbraten musst?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Manuel M. (tweek)

>Ich will bei meinem Auto die Nebelscheinwerfer gegen Leds austauschen.

Das darfst du nur mit zugelassenen Umbausätzen.

>Der springende Punkt ist jetzt, das mein Auto ja die Lampen auf Defekt
>überprüft.

Zugelassenen Umbausätze lösen das Problem elegant.

>Meine Frage nun an euch, wie könnte ich am besten bzw sinnvollsten die
>52W verbraten?

Gar nicht. Das ist ein Oxymoron. ;-)

>Naja die 52W sollten einem 100W starken Widerstand doch wohl nicht
>wirklich zum kochen bringen oder?

Oder! Leistungswiderstände erreichen bei Nennlast Temperaturen um die 
300C und mehr. Selbst bei 50% sind die noch mit 100..200Grad dabei.

>Ich hab mir diese für die Kennzeichen Beleuchtung gekauft, funktioniert
>auch einwandfrei, nur wird da nirgends was warm oder ähnlich. Daher die
>Frage, wie wurde das gelöst?

Clever. Mit einer Logik, welche nur kurzzeitig einen hohen Strom fließen 
lässt. Oder die Lampenerkennung anders austrickst.

MfG
Falk

Autor: Pothead (Gast)
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Ich glaube nicht, dass die Überwachung die Lampe nur dann als nicht 
defekt erkennt wenn da tatsächlich 52W verbraten werden.

Finger weg von der Lichtanlage an einem KFZ!

Falk Brunner schrieb:
> Oder die Lampenerkennung anders austrickst.

Dazu müsste man wissen wie sowas funktioniert. Messen die tatsächlich 
den Strom? Glaub' ich nicht. Wird ein Lampendefekt auch während der 
Fahrt detektiert, also wenn die unterwegs ausfällt?

Autor: Bong (Gast)
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Manuel M. schrieb:
> Naja die 52W sollten einem 100W starken Widerstand doch wohl nicht
> wirklich zum kochen bringen oder?

Da kommt es auf viele Feinheiten an. Die Leistungsangabe ist kein 
direktes Indiz für die Bauteiltemperatur. Die Temperatur hängt von der 
Wärmeleitfähigkeit (an die Umgebungsluft oder Kühlbleche) des Elements 
ab. Und selbst ein richtig dicker Widerstand mit Kühlrippen kann die 
Verlustwärme eben nicht so schnell an die Umgebungsluft abgeben, dass 
die Tempertur im handlebaren Bereich bliebe. Ich schmeiß' hier mal das 
Wort "Brandgefahr" in den Raum.

Wenn du noch daran interessiert bist, dann verlink doch mal auf dieses 
Wundergerät, das die Bordelektronik austrickst. Mit ausreichend 
technischen Infos kann man ja mal drüber nachdenken.

Autor: Christoph (Gast)
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Oder gleich die ganze Überwachung deaktivieren lassen und Ruhe is... g

Autor: Hans Mayer (hansilein)
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Die LEDs wären bei den Daten eh dunkler als das jetzige Licht.

Autor: Manuel M. (tweek)
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Hallo!

Danke erstmal für die Antworten, ich weiß das es nicht sinnvoll ist eine 
Birne durch etwas sparsameres zu Ersetzen und dann das ersparte wieder 
zu verbraten.

Es geht hierbei lediglich um die Optik, das die Leds nicht das selbe 
Licht wie eine Glühlampe bringen ist mir auch bewusst.

Hatte eigentlich gehofft ich kann über das Thema hier offen diskutieren 
ohne gleich als "Golf Prollo" deklariert zu werden.


Aber nun mal ein paar Antworten:

Das Fis(Checkcontrol) überprüft laufend die abgenommene Leistung, d.h. 
auch wenn eine Lampe in Betrieb ausflällt wird dies Signalisiert.

Das Checkcontrol zu dekativieren ist leider auch nicht möglich, daran 
haben sich zig Leute versucht.

Die Lampen die das Checkcontrol austricksen und irgendwie die Watt 
vernichten stammen von hypercolor.de

Mit freundlichen Grüßen
Manuel

Autor: gggast (Gast)
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Bei den sofitten ist das aber auch was anderes weil die nurn n Paar Watt 
haben. ob du 55W verbraten musst oder 5 W oder was die 
Kennzeichenbeleuchtunghat da is wohl n Unterschied.

Autor: Pothead (Gast)
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Na alles klar.

Erlaubt oder nicht?

Bitte beachten Sie, dass diese LED Lampen als Bremslicht keine ABE und keine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr haben. Die Verwendung ist nur auf privatem Gelände zu Showzwecken erlaubt. Der Einbau und die Verwendung im öffentlichen Straßenverkehr erfolgt auf eigene Verantwortung des Fahrzeughalters.

 

Unterdrückung der Fehlermeldung

Wenn Ihr Fahrzeug den Lampenstatus des Standlichts überwachen kann, ist es erforderlich, einen speziellen Lastwiderstand parallel zur Lampe anzuschließen. Dieser Lastwiderstand lässt sich leider aufgrund seiner Größe nicht in die Lampen integrieren. Sie können diesen Widerstand als Zubehör bei uns separat bestellen.

Austricksen ist garantiert leicht. Irgendwo ist ein Shunt, den muss man 
nur finden und gegen einen höherohmigen austauschen. Oder man lässt 
alles wie es ist, es interessiert eh keine S** - abgesehen von denen die 
bei Nebel in die Leitplanke fahren weil sie von dir geblendet worden 
sind.

Autor: Jopi (Gast)
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Beim Golf 4 habe ich eine 28V 5W Lampe parallel angeschlossen.
Sie hat im kaltem Zustand etwa 5 Ohm.
Damit ist der Boardcomputer erstmal ausgetrickst.
Die Lampe hält ewig, da sie mit weniger als einer halben Spannung 
arbeitet.
Erzeugt kaum Licht und Wärme.
Schont den Bremslichtschalter, der kaum Leistung schalten muß...

Gruß
Jopi.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

und sorgt mit der Zeit für Kontaktprobleme des Bremslichtschalters weil 
der Strom nicht zum Freibrennen reicht...
Die Probleme gab es schon mit Unterbrecherkontakten als der Run auf 
Transistorzündungen ausbrach.

Gruß aus Berlin
Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: Marc Horby (marchorby)
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Jopi schrieb:
> Schont den Bremslichtschalter

beim 4er Golf läuft das Signal über das Lichtsteuermodul! Der Schalter 
wird davon unbeeindruckt sein!

: Bearbeitet durch User
Autor: Atmega8 Atmega8 (atmega8) Benutzerseite
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Manuel M. schrieb:
> Die Original Birne hat 12V/55W und die Ersatzleds sind mit 12V/3W
> angegeben.


Dort müsste auf einer Platine ein Shunt-Widerstand verbaut sein über den 
der Strom (55W/12V=4,58A) rüber läuft.
Du müsstest einfach nur den Widerstandswert kennen und diesen dann durch 
einen (55W/3W=18) mal größeren Widerstand austauschen.

Aber eigentlich ... brauchst du aber eine 11Watt LED-Lampe um die 
gleiche Leistung zu erreichen.

Das blöde ist auch dass die Lampe das Glas dann auch nicht mehr Eisfrei 
hält da sie zu wenig Wärme produziert.

Als legale Alternative empfehle ich dir Zusatz-LEDs die man vorn am Auto 
befestigen kann. Diese LEDs sitzen unter der Stoßstange und sind recht 
unauffällig.
Manch einer schaltet diese LEDs auch am Tage nicht aus und fährt ständig 
damit rum.

Autor: Dirk D. (dicky_d)
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Jopi schrieb:

> Schont den Bremslichtschalter, der kaum Leistung schalten muß...
>
> Gruß
> Jopi.

Na endlich hat einer ne Lösung für das Problem, mir brennen die ja 
reihenweise durch, ich hab immer nen Zehnerpack im Handschuhfach, wenn 
ich Länger unterwegs bin bin ich froh drum.

Mal ernsthaft, wieviel Leute kennst du die den Schalter schon mal 
tauschen mussten?
Ich kenn' genau 0, und ich bin Zwischenzeitlich auch schon sehr alte 
Autos gefahren.

Autor: Manfred (Gast)
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Ich denke das funktioniert ganz anders als hier bisher beschrieben. Die 
Bordelektronik prüft ständig, ob vom +Anschluss Lampe nach - eine 
Verbindung besteht. Bei meinem Octavia ist das so. Nach dem Einschalten 
der Zündung erkennt er sofort alle defekten Lampen, obwohl noch gar 
keine eingeschalten wurde und zeigt im Klartext für wenige Sekunden an, 
was defekt ist. Das funktioniert sogar beim Anhänger. Ein 
Parallelwiderstand zur LED von ca. 100 Ohm müsste reichen um der 
Elektronik eine intakte Lanpe vorzugaukeln.

Autor: Stefan Us (stefanus)
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Das entspricht auch meinem Kenntnisstand.

Allerdings trickst man mit so einem Widerstand die Erkennung defekter 
Lampen aus. Man deaktiviert sie praktisch. Ist das erlaubt?

Autor: Atmega8 Atmega8 (atmega8) Benutzerseite
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Manfred schrieb:
> 100 Ohm müsste reichen um der
> Elektronik eine intakte Lanpe vorzugaukeln.

Muss auch nicht sein, denn eine Glühbirne ist recht niederohmig wenn sie 
kalt ist.
Da wird aber vielleicht nur ein geringer Strom von ein paar nA oder 
einem mA rüber geschickt und getestet ob dort überhaupt ein Strom 
fließt.
Wenn kein Strom mehr fließt ist der Glühfaden kaputt.

Autor: Manfred (Gast)
Datum:

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Sicher, aber die LED soll ja den häufigen Ausfall verhindern. Bei 
älteren Fahrzeugen gibt es eh keine Überwachung und wir kontrollieren 
doch vor jeder Fahrt die Beleuchtung. :-))

Autor: Manfred (Gast)
Datum:

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Atmega8 A. schrieb im Beitrag #4401097:
> Muss auch nicht sein, denn eine Glühbirne ist recht niederohmig wenn sie
> kalt ist.

Bei meiner Kennzeichenbeleuchtung hab ich das so gemacht und es 
funktioniert.

Autor: Jens E. (surfjenser)
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Die Lampenüberwachung ist in der Regel zweiteilig. Zum einen wird, wie 
bereits angedeutet, anfangs mit kurzen Spannungspulsen der Stromkreis 
auf Kurzschlüsse bzw. Unterbrechungen geprüft. Zusätzlich wird aber auch 
während des Betriebs der Strom gemessen. Die zum Schalten verwendeten 
FETs haben dafür bereits einen entsprechenden Pin. Z.B.:
http://www.infineon.com/dgdl/Infineon-PROFET+_Curr...

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