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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Berührungs-Schaltung im Auto


Autor: Eike S. (heissezwerge)
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Hallo liebe Schaltungsgemeinde,

ich bin als aktiver Schreiberling neu hier im Forum aber habe hier schon 
des öfteren als Leser mitgelesen ;)

Nur habe ich heute leider keinen passenden Thread gefunden und deswegen 
wende ich mich nun vertrauensvoll an euch.

Es geht um folgendes: Ich benötige eine Schaltung die ich in meinem Auto 
verbauen kann, die als Aufgabe hat, den Kontakt eines anderen Autos 
(explizit die fremde Tür) mit meinem Auto zu registrieren und dann mit 
dem Signal zu schalten. Ich denke da an einen ordentlich lauten Piezo :D

Also in der Funktion soll dann die fremde Tür an mein Auto "knallen" und 
dann den Alarm auslösen. So im Hinterkopf zu dieser Idee hatte ich meine 
Nachttischlampe, die man per "Touch" einschaltet. Jedoch vermute ich 
dass der menschliche Körper ein höheres Spannungspotential hat als ein 
bloßes gut leitendes Karosserieblech!?

Nachdem die Karosserie eines Autos ja vollständig auf Masse der Batterie 
liegt ist ja wohl keine Spannung richtung Erde messbar.

Würde mich freuen wenn der ein oder andere mit Gefallen an dieser Idee 
mir weiterhelfen kann, eine Schaltung zu entwickeln.

Bis dahin, erstmal gute Nacht
und dann bis bald ;)

viele Grüße
Eike

Autor: Günther (Gast)
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Oh,das ist wahrhaftig eine technische Herausforderung.Die einfachste 
Lösung wäre,im Auto sitzen bleiben und das Ereignis optisch und 
akustisch registrieren,quasi den Verursacher sofort dingfest machen.Bei 
einer Enfernung vom eigenen Fahrzeug wäre ein Alarm per SMS sinnvoll + 
Alarmmeldung mit Standortangabe des Fahrzeuges(GPS ist da 
Vorraussetzung) an die örtliche Polizei!Ein in der Nähe abgestellter 
Koffer würde die Polizeipräsenz vermutlich erheblich verstärken könnte 
aber leider arg kostensteigernde Wirkung haben.Vielleicht wäre eine 
Präventivmassnahme hilfreich,eine blaue Rundumleuchte auf dem 
Fahrzeugdach(nur während der Parkzeit)

Autor: Poster (Gast)
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Eike S. schrieb:
> ein höheres Spannungspotential hat als ein
> bloßes gut leitendes Karosserieblech!?


Ich finde die Idee an sich sehr gut. Aber:
Die Umsetzung könnte wirklich sehr schwierig werden,  weil ein 
lackiertes Karossenblech schon nicht mehr so gut leitet, wenn es drum 
geht, einen Kreis zu schließen, dessen einer Teil deine Karosse ist und 
dessen anderer Teil auf der andern Seite deiner Lackierung sitzt.

Oder gehst du davon aus, dass die Tür bis aufs blanke Blech 
durchschlägt?

Gruß Gastposter

Autor: oszi40 (Gast)
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1.Ein reiner Berührungssensor hat wenig Hoffnung auf sichere Funktion. 
Schon der Widerstand zwischen Türgriff und Straße ist je nach Wetterlage 
wenige kOhm bis fast unendlich auf gut isoliertem Untergrund.

2.Ein Weidezaungerät wäre zu gefährlich.

3.Es bleibt nur eine übliche Autoalarmanlage mit Bewegungssensor.

Autor: Jens (Gast)
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Die Sensortasten sind kapazitive Sensoren. Da muss kein Strom fliessen.
Aber am Auto aussen kapazitive Sensoren anzubringen ist sehr schwierig, 
da das Potential durch die Reifen nicht immer fest definiert ist. Auch 
sind solche Sensoren auf Wasser (Regen, Waschanlage) sehr empfindlich 
und spinnen dann rum.

Gruß, Jens

Autor: Eike S. (heissezwerge)
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Huhu,

da bin ich wieder. Das scheint ja schwieriger zu werden wie ich gehofft 
hatte. Dass sich der Grundwiderstand (der, der ohnehin schon zwischen 
Strasse und Auto herrscht) sich verändert hatte ich garnicht 
berücksichtigt ist aber ja auch total logisch,... Mist ;)

Zu der Frage von "Gastposter",.. nein ich gehe nicht von einem 
Durchschlag bis aufs blanke Blech aus und Günther,.. das mit der 
direkten Dingfestmachung ist nicht notwendig. Ich weiss vermutlich um 
wen es sich handelt ich brauche lediglich etwas (Alarm) dass die Person 
davon abhält die Tür immer gegen meine zu schlagen.

Ein blaues Blinklicht sehe zudem auch noch sehr witzig aus, weil es sich 
um einen Vectra Baujahr 92 handelt. Wüsste nicht dass unsere Freunde in 
Grün (oder Blau ^^) noch solche Autos fahren.

In diesem Sinne, hoffe ich weiter auf gute Ideen
viele Grüße Eike

Autor: ich_eben (Gast)
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eventuell ginge es den "Ton" zu nutzen (sowas wie einen klatschschalter)
Mikrofon + opamp

Autor: oszi40 (Gast)
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Die Kunst bei Alarmanalgen ist: Fehlalarme zu vermeiden! Beim 3. 
Fehlalarm interessiert sich kein Mensch mehr für die Hupe.

Mehrfach schon gesehen: Harmloser Nachbar schlägt seine Autotür zu und 
das Theater ging los...

Autor: "gast" (Gast)
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Also vermutlich wird doch in 90% der fällen nur eine der Seitentüren 
getroffen oder?
Also innen dran in Mikro schrauben das aktiv ist, sobald das Auto 
abgeschlossen und nicht-fahrend ist.

Wenn jemand dagegenschlägt dürfte das einen großen Peak geben, da sich 
der Schlag/Schall über die Türe ausbreitet. Eine reine leichte berührung 
mit den Fingern würde vermutlich nicht auslösen.

Autor: Michael M. (Gast)
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körperschalldetektion und ausgiebiger digitaler filterung - das wäre 
mein mittel der wahl.

Autor: Jens (Gast)
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Mit Piezo- Mikrofonen könnte das gehen. Die gibt es für akkustische 
Gitarren und die werden auf den Korpus geklemmt. Sie übernehmen die 
Schwingungen des Systems (Gtarre --> Autotür) und leiten sie an den 
Verstärker weiter.

Gruß, Jens

Autor: Michael M. (Gast)
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genau das ist körperschall.

Autor: Eike S. (heissezwerge)
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Huii,
da kamen ja noch weitere Ideen. Die Möglichkeit mit dem Körperschall 
gefällt mir sehr gut. Nur hab ich n bisschen bedenken, wenn ich nun ein 
Piezo oder wie auch immer an der Türinnenseite befestige, ist der dann 
zu empfindlich? Möchte ja auch, dass meine Mitmenschen noch Hupen dürfen 
ohne dass mein Auto selbstständig zurück hupt :D

Die Auswertung vom "IchHauDirDieTürUmDieOhren-Peak" mach ich dann wohl 
am besten per µC oder lieber ne analoge Schaltung , mit paar 
Transistoren und C's?

Hmm,..?? ^^ Wäre echt super wenn ihr mir weiterhin so klasse helft!! 
Echt vielen vielen Dank für die vielen tollen Ideen!!!

Ihr seid super;)

viele Grüße Eike

Autor: dotm (Gast)
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Ich kenne aus der Tontechnik Körperschallmikrofone im abgedichteten 
Gehäuse.
Diese vermeiden zuverlässig in kritischen Situationen jegliches Koppeln 
mit nahestehenden Verstärkeranlagen.
Solche Mikrofone kann man schon unter hundert euro haben (zb AKG C411).
Eine ausreichend gute symmetrische Verstärkerschaltung mit 
Phantomspeisung bringt dir dann das Signal soweit dass du über einen 
einstellbaren Komparator ein Monoflop anziehen lassen kannst.

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Ich würde Piezoschallgeber nehmen (nur das Blech mit Kristall), oben ein 
kleines Gewicht drauf, und dann das ganze innen an die Bleche der 4 
Türen kleben. Voila: Körperschallsensor. Da dann bei Türkontakt die 
Erschütterung sehr groß ist, lässt sich sowas sicher gut detektieren. Es 
gibt aber eine Reihe von Fehlalarmquellen:

-Jemand läuft zu nah am Auto vorbei und schleift an der Tür
-Ein Schlüsselbund fällt zu Boden
-Jemand knallt die Tür vom Nachbarauto zu
-Du versuchst Dein Auto aufzuschließen
-Es regnet/hagelt

Daher wirst Du für eine gute Detektion erstmal mit einem Datenlogger die 
Frequenzspektren und Amplituden aller möglichen Störquellen ermitteln 
und schauen, ob sie sich mit einem Türranknallen überlappen oder nicht. 
Kann gut sein, dass das Türknallen nicht signifikant verschieden von den 
Störquellen ist, dann schaust Du in die Röhre. Das dürfte für nahezu 
jede andere Detektionsmethode auch gelten. Maximal irgendwelche 
kapazitive Sensoren können da eventuell in Kombination mit Körperschall 
und guter Firmware, die Störquellen aktiv an ihren Eigenschaften 
erkennt, mithalten.

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
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NIMM 3

3 piezos meine ich.
eines in der rechten seite des autos ... ein weiteres in der linken.
eines dann unter dem auto. ( da wo die mitte ist)

dann können wir dann anfangen zu rechnen und subtrahierer einbauen.

nun könnte man auch den piezo fest mit der tür verbinden und auf der 
dadurch gegebenen resonanz schwingen lassen.......
dann messen wir die frequenz...

wenn nun diese tür (der resonanzkreis) bedämpft wird, ändert sich die 
frequenz und wir wissen, dass da was war.

zur kompensation von äusseren einflüssen sollten aber trotzdem mehrere 
pieze drinne sein. also kommen wir um die subtrahierer oder eben den 
microcontroller nicht herum.

gruss klaus

Autor: Eike S. (heissezwerge)
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Vielen Dank,
ich denke ich werde mich nun über Pfingsten mal hinsetzen und einige 
Sachen versuchen. Das AKG C411 ist sicherlich sehr gut aber ich dachte 
nunmal wirklich an eine preiswerte Lösung und dabei fällt es leider 
raus. Eine Auswertung mehrerer Piezo Signale ist natürlich auch super. 
So kann ich dann wenigstens schonmal Störquellen wie Regen/Hagel 
aussschließen. Allerdings das Problem, dass ich beim eigenen Türöfffnen 
habe muss ich dann wohl noch anders lösen. Will ja nicht, dass die 
Nachbarn hören, wenn ich auf und zu schließe ;)

Wünsche euche schöne Feiertage zusammen und ich lass dann wieder von mir 
hören, ausser ihr kommt mir zuvor mit weiteren Ideen

Eike

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