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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Verstaendnissproblem: Transistor


Autor: Someone (Gast)
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Hallo,

ich habe ein Verstaendnissproblem was Transistoren anbelangt:

Wenn ich an die Basis 1.5V anlege, dann sollte ich doch, wenn ich das 
Multimeter an Emitter und Kollektor anlege, mehr als 1.5V messen, oder 
nicht? Ich messe aber nur ungefaehr 1.1V.

Habe ich da was falsch verstanden?

: Verschoben durch Admin
Autor: MaWin (Gast)
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> Habe ich da was falsch verstanden?

Ja, offensichtlich.

Wenn du an die Bais 1.5V (in Bezug zum Emitter) anlegst, ist der 
Trasistor kaputt.

Ein bipolarer Transistor verstärkt Ströme (aber auch nur in gewissen 
Bereichen, siehe Datenblattdiagramme), keine Spannungen.

Die Spannungsverstärkung ergibt sich erst durch die an Basis und 
Kollektor angeschlossenen Widerstände, die aus Strom dann eine Spannung 
machen bzw. umgekehrt (ohm'sches Gesetz, sollte dir geläufig sein).

Autor: Someone (Gast)
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Ich stelle mir das momentan so vor:

Also kann man einen Transistor nicht als unabhaengige Spannungsquelle 
sehen, wenn man an die Basis einen schwachen Stromg

MaWin schrieb:
> Wenn du an die Bais 1.5V (in Bezug zum Emitter) anlegst, ist der
> Trasistor kaputt.

Wieso? Emitter-Base ist im Datenblatt mit maximal 6V angegeben?

Folgende Vorstellung habe ich jetzt vom Transistor:
Er ist keine Spannungsquelle, sondern lediglich ein Verstaerker fuer 
bestehende Stromkreise, er sorgt also dafuer, dass staerkere Stroeme 
fliessen.

Wenn das aber so ist, dann frage ich mich aber, wieso in den 
Schaltplaenen, in denen der Transistor als Verstaerker dient, die 
Verbraucher vor den Kollektor in Reihe geschaltet sind und nicht hinter 
den Emitter!

Autor: Axel Krüger (axel)
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Someone schrieb:
> Wieso? Emitter-Base ist im Datenblatt mit maximal 6V angegeben?

ja, das ist aber die Durchbruchspannung der Basis Emitter Diode und 
normal polst du die ja in Flussrichtung.

Autor: Eisenbeiss (Gast)
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Ein Transistor ist sowas wie ein unendlich fein schaltbarer Schalter. 
das heißt man kann seinen Innenwiderstand durch die Basis-Emitter 
Spannung "einstellen". Jedoch ist der Transistor nur bei B-E Spannungen 
bis ca. 0,6 Volt "einstellbar" darüber ist er voll durchgeschaltet.

Will man jetzt eine Sapnnung verstärken muss man dafür sorgen das übe 
rdie Kollektor-Emitter Strecke ein Strom über einen Lastwiderstand 
fließt. Zusammen mit dem Transistor hat man jetzt eine Reihenschaltung 
von zwei Widerständen (Lastwiderstand und C-E Strecke). Den eine davon 
kannst du wie ein Potentiometer einstellen (den Transistor und zwar 
durch die B-E Spannung). Zwischen den beiden "Widerständen" stellt sich 
jetzt je nach Transistor "Innenwiderstand" eine Spannung ein. Diese ist 
die Verstärkte B-E Spannung. Ob der echte Widerstand jetzt vor, oder 
nach dem Transistor kommt ist erstmal egal. Auf den Spannungsteiler der 
sich dadurch ergibt kommt es an.

Gruß!

Autor: Someone (Gast)
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Danke Eisenbeiss, sehr erhellend!

Autor: MaWin (Gast)
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> Emitter-Base ist im Datenblatt mit maximal 6V angegeben?

Nein. Ube REVERSE ist mit maximal 6V angegeben,
reverse heisst umgedreht, in Sperrichtung, wenn also der Transistor 
sperrt weil er "faslch rum" ansteuerst wird, damit man nicht mehr als 6V 
anlegen, sonst bricht er durch.

> Er ist keine Spannungsquelle

Sowieso nicht.

> sondern lediglich ein Verstaerker fuer bestehende Stromkreise

Ja.

> er sorgt also dafuer, dass staerkere Stroeme fliessen.

Nicht dass sie fliessne, sondern dass sie fliessen können. Der Strom 
kommt nicht aus dem Transistor, sondern der müsste sowieso schon 
fliessen können in dem bestehenden Stromkreis, wenn der Transistor durch 
eine Drahtbrücke ersetzt wäre.

> Wenn das aber so ist, dann frage ich mich aber, wieso in den
> Schaltplaenen, in denen der Transistor als Verstaerker dient, die
> Verbraucher vor den Kollektor in Reihe geschaltet sind und nicht
> hinter den Emitter!

Es gibt beides.

Die Schaltungen habnen leicht verschiedene Eigenschaften.

In der Schaltung, die dir vorliegt, will man den Transistor als Schalter 
haben, der soll mit einem kleinen Strom (ein paar mA) und kleiner 
Spannung (ein paar Volt) einen grösseren Strom mit grösserer Spannung 
schalten können.

Wäre der Verbraucher hinter dem Emitter, dann addiert sich die Spannung 
am Verbraucher auf die notwednige Ansteuerspannung hinzu. Man verstärkt 
also nur noch den Strom und nicht mehr die Spannung, kommt nicht mehr 
mit kleiner Spannung aus, sondern braucht immer MEHR Volt zum 
Durchsteuern als der Verbraucher gerade bekommt. Solche Schaltungen 
verwendet man, wenn man nicht Schaltbetrieb haben will, sondern linear 
regeln will. Siehe Innenschaltung eines Spannungsreglers wie 7805 oder 
Audioverstärker.

Es gibt auch nicht die dritte Schaltung, Basisschaltung, auch die kann 
sinnvoll sein. Die Berechnung von Transistorschaltungen füllt ganze 
Bücher

Autor: Carina (Gast)
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> Habe ich da was falsch verstanden?
>>Ja, offensichtlich.
>>Wenn du an die Bais 1.5V (in Bezug zum Emitter) anlegst, ist der
>>Trasistor kaputt.

Achja?
Der OP hat nicht angegeben, ob es sich um einen NPN, PNP, FET oder 
sonstwas handelt.

Wenn z.B. an der Basis eines NPN-Transistors +1.5Volt bezogen auf 
Emitter (GND) angelegt wird, geht dieser Transistor GANZ SICHER nicht 
kaputt!
Ansonsten würde kein Schalttransistor oder irgendeine logische 
Gatterfunktion innerhalb eines IC jemals funktionieren, und, und, und...

Ich glaube nicht, daß solche grandiosen Fehlinformationen dem OP 
irgendwie weiterhelfen, in seinem Bemühen Transistoren zu verstehen.

Gruss
Carina

Autor: Ralf G. (old-school) Benutzerseite
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@Someone

schon mal WIKI oder so geschaut ...
hier paar Links zum lesen ... danach sollten deine Fragen alle 
beantwortet sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Transistor
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0201291.htm
http://www.elexs.de/kap4.htm

Autor: HildeK (Gast)
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Carina schrieb:
> Wenn z.B. an der Basis eines NPN-Transistors +1.5Volt bezogen auf
> Emitter (GND) angelegt wird, geht dieser Transistor GANZ SICHER nicht
> kaputt!

Sorry, aber ein (Kleinleistungs)-NPN geht GANZ SICHER kaputt!
Genau deshalb nehmen alle einen Basisvorwiderstand.

Deine Aussage ist lediglich für einen PNP gültig - aber was hast du von 
einer positiven Basisspannung am PNP?

Autor: MaWin (Gast)
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> Wenn z.B. an der Basis eines NPN-Transistors +1.5Volt bezogen auf
> Emitter (GND) angelegt wird, geht dieser Transistor GANZ SICHER nicht
> kaputt!

Mach es,
und dann krieche zu Kreuze....

> Ich glaube nicht, daß solche grandiosen Fehlinformationen dem OP
> irgendwie weiterhelfen,

Du sagt es, aber warum tust du es dann ?

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Carina schrieb:
> Wenn z.B. an der Basis eines NPN-Transistors +1.5Volt bezogen auf
> Emitter (GND) angelegt wird, geht dieser Transistor GANZ SICHER nicht
> kaputt!

Doch, gerade in diesem Fall wird der Basisstrom ziemlich hoch...

Da es der ursprüngliche Autor aber dennoch geschafft hat, ist wohl davon 
auszugehen, dass es sich entweder nicht um einen NPN-Transistor 
gehandelt hat, ein Basisvorwiderstand noch in Reihe geschaltet ist oder 
der Transistor falsch beschaltet wurde. Bei einem NPN-Darlington könnte 
man aber auch auf die 1,5V kommen...

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