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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Akkuschaltung für AVR


Autor: jtag (Gast)
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Hi,
ich stehe vor folgendem Problem:
Ich will für meinen RFID Türöffner um einen Akku erweitern, damit ich 
nicht nochmal bei Stromausfall vor der Haustüre stehen muss. Die 
Schaltung wird bis jetzt über einen Trafo + Linearregler versorgt.
Nun meine spezielle Frage: Kann ich den Akku einfach nach dem 
Linearregler anklemmen, oder gibt das Probleme? Natürlich ist der 
Linearregler durch eine Diode gegen rückfließenden Strom geschützt. Vor 
allem sehe ich im dauerhaften Laden des Akkus ein Problem, da dieser 
dann an Kapazität verliert (vergleiche Laptopakkus). Ich dachte mir 
deshalb, den Akku nur im Falle eines Stromausfalls oder beim Laden 
dazuzuschalten. Wie genau ich das mache, weiß ich noch nicht. Habt ihr 
eine Idee? Am Besten wäre es, wenn es beim Ab- oder zuschalten des Akkus 
nicht kurzzeitig zur Stromunterbrechung kommt.

Und meine zweite Frage:
Der elektrische Türöffner, also das Teil was in der Tür steckt (der Name 
will mir nicht einfallen), wird mit 9V Wechselspannung betrieben. Kann 
ich jetzt einfach mit einem Step-Up Wandler mit 50/100Hz gepulste 
rechteckförmige Gleichspannung mit 9V anlegen? richtige Wechselspannung 
zu erzeugen wäre deutlich aufwendiger und das Teil schaltet auch bei 
Gleichspannung. Die 50/100Hz Modulation wäre dann nur dafür, dass man 
auch was hört.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich habe mich da gerade echt 
festgebissen...
Vielen Dank und liebe Grüße,
jtag

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Wieviel Strom braucht die Schaltung, wenn es sehr wenig ist gehen auch 
Gold-Caps.
Batterien über Dioden entkoppelt wären auch eine Option. Dürften auch 
einige Jahre halten und damit so alt werden wie Akkus. Muss man 
natürlich noch eine Batterie-Leer Anzeige vorsehen.

Autor: isp (Gast)
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Pufferelko + Relais?

Autor: Durchlauferhitzer (Gast)
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Zu 1.: Am einfachsten wird es mit einem Bleiakku gehen, da diese bzgl. 
Dauerladung/Erhaltungsladung recht robust sind. Diesen dann mit 
Konstantspannung dauerhaft im geladenem Zustand halten. Zusätzlich noch 
den Strom geeignet begrenzen, damit dieser beim ersten Anklemmen nicht 
zu groß wird. Alle 5 Jahre den Akku dann mal überprüfen bzw. 
austauschen.

Zu 2.: Sollte nichts dagegen sprechen - warum probierst Du es nicht mal 
aus.

Autor: holger (Gast)
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>Ich will für meinen RFID Türöffner um einen Akku erweitern, damit ich
>nicht nochmal bei Stromausfall vor der Haustüre stehen muss.

Wie blöd muss man eigentlich sein?
Option 2 heisst immer noch SCHLÜSSEL.

Autor: MarioT (Gast)
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Alexander Schmidt schrieb:
> Wieviel Strom braucht die Schaltung, wenn es sehr wenig ist gehen auch
> Gold-Caps.

Türöffner mit Gold-Caps?
Wie oft ist Stromausfall und wie oft muß dann der Türöffner öffnen?

Alexander Schmidt schrieb:
> Batterien über Dioden entkoppelt wären auch eine Option. Dürften auch
> einige Jahre halten und damit so alt werden wie Akkus. Muss man
> natürlich noch eine Batterie-Leer Anzeige vorsehen.

Einfach und gut.(AA)

holger schrieb:
> Wie blöd muss man eigentlich sein?
> Option 2 heisst immer noch SCHLÜSSEL.

RFID, Schlüssel und ein großes Eisen fals der Schlüssel abbricht.

Autor: holger (Gast)
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>und ein großes Eisen fals der Schlüssel abbricht.

Der gute alte Kuhfuss;)

Autor: jtag (Gast)
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Hallo,
danke erstmal für die zahlreichen Antworten.
Die Schaltung braucht im Mittel vllt. 5-15mA (so genau weiß ich das gar 
nicht). Der Strom wird Praktisch nie Ausfallen, aber man weiß ja nie ;) 
Das mit der Batterie ist eine gute Idee, ich war anscheinend zu stark 
auf Akkus fixiert. Morgen überlege ich mir das nochmal, ob ich jetzt nen 
Akku nehme oder doch eine Batterie, weil die Ladeschalung ist ja kaum 
Mehraufwand.

Zu 2. Ja, das werde ich machen. Ich will nur sichergehen, dass gleich 
alles funktioniert und ich dann nicht doch nochmal bei reichelt und co 
bestellen muss.

Zu dem Schlüssel: Das Öffnen mit Chipkarte ist viel bequemer und geht 
auch schneller. Genau genommen ist das sogar besser als ein Schlüssel, 
weil man bei Kartenverlust einfach schnell die entsprechende Karte 
sperren kann. Bei einem konventionelle Schloss muss man dann das Schloss 
austauschen. Den einzigen gravierenden Nachteil, nämlich den 
Stromausfall versuche ich gerade zu beseitigen. Jeder der schlecht über 
einen Rfid Türöffner spricht, ist einfach noch nicht in den Genuss von 
diesem gekommen ;)

Viele liebe Grüße,
jtag

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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jtag schrieb:
> Die Schaltung braucht im Mittel vllt. 5-15mA (so genau weiß ich das gar
> nicht).

Eine normale Mignonzelle hat ca. 2500mAh und 4% Selbstentladung/Jahr:

2500mAh * 0,96^8 / 5mA = 15 Tage

D.h. nach acht Jahren ist noch eine Überbrückungszeit von 15 Tagen 
gegeben. Den Verbrauch des Relais habe ich vernachlässigt: 1A * 5s = 
1,4mAh

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Normale alkalische AA-Zellen halten locker 10 Jahre, ein Akku kann dann 
schon längst tot sein.

Kennt jemand diese Akku-Notleuchten. Man nimmt sie aus der Halterung und 
nach nur 30s wird das Licht immer schwächer.


Peter

Autor: Elmü Meister (elmue)
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Hallo jtag

> Die Schaltung braucht im Mittel vllt. 5-15mA

Das was mehr Strom zieht ist der Türöffner und der soll ja beim 
Stromausfall auch funktionieren.

Da brauchst du schon einen Bleiakku.

Wenn dein Türöffner mit 9V Gleichspannung funktioniert kannst du die 
direkt von einer 12V Battarie über Vorwiderstand entnehmen.

Ich habe exakt ein System entwicklt was deiner Idee entspricht:

Auf der Innenseite der Tür wird ein (von aussen unsichtbarer) RFID
Reader angebracht. Um die Tür zu öffnen hält man von aussen eine RFID
Karte vor die Tür und sie öffnet sich.

Eine 12V Motorradbatterie sorgt für unterbrechungsfreie Türöffnung sogar 
bei einem mehrtägigen Stromausfall.

Den Schaltplan, Fotos, das Platinenlayout, den Source Code und eine
ausführliche Beschreibung findet ihr in meinem Artikel auf Codeproject:

http://www.codeproject.com/Articles/1096861/DIY-el...

Autor: Joachim B. (jar)
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jtag schrieb:
> Das mit der Batterie ist eine gute Idee, ich war anscheinend zu stark
> auf Akkus fixiert.
Peter D. schrieb:
> Normale alkalische AA-Zellen halten locker 10 Jahre

mir sind schon zu viel "vergessene" Batterien ausgelaufen, noch nie 
Eneloops!

und Bleiakkus sind noch sicherer

: Bearbeitet durch User
Autor: Elmü Meister (elmue)
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> Normale alkalische AA-Zellen halten locker 10 Jahre

Ohne Last. Ja.

Aber micht wenn du damit den Türöffner ein paar mal betätigst, denn der 
zieht richtig Strom.

Und woher weisst du dann, wann du die Battarien tauschen musst?
Ich finde das eine sehr unsichere Idee.

Wenn die Battarien leer sind nützen sie nichts mehr und jedes Jahr 
tauschen um dem vorzubeugen ist auch nicht so toll.

Dann besser einen Bleiakku und der Microprozessor lädt den Akku 
automatisch wenn es nötig ist. Dann kannst du dir dein Trafo + 
Linearregler sparen und direkt alles vom Akku laufen lassen, wie du in 
meinem Projekt siehst:

http://www.codeproject.com/Articles/1096861/DIY-el...

: Bearbeitet durch User

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