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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Packet Radio


Autor: K. A. (e-bastler)
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Hi.

Vor vielen Jahren habe ich mich intensiv mit dem Thema Datenfunk bzw 
Packet Radio beschäftigt.

Packet Radio war damals, neben technischem Interesse an Funktechnik, 
einer der Hauptgründe warum ich eine Amateurfunklizenz erworben habe.

Ich habe mir auch gleich einen 2m/70cm FM TRX zugelegt, und habe mit 1,2 
kbit/s Packet Radio angefangen. Wenig später bin ich auf 9k6 
umgestiegen, nachdem ich mein Funkgerät dafür modifiziert hatte.
Ich habe mir bald auch einen Daten TRX selbst zusammengelötet, und damit 
9k6 auf 70 cm gemacht. Irgendwann habe ich mir auch noch einen 23 cm TRX 
und eine PA aufgebaut und 9k6 Packetbetrieb auf 23 cm gemacht.

Damals gab es zwar schon Internet, und ich hatte auch Zugang zum 
Internet, jedoch ging ich damals noch über ein analoges Telefonmodem 
online. Das nutze ich aber nicht oft.
Dafür war ich umso mehr in Packet Radio QRV.
Über das Afu PR Netz war ich viel im "convers" und habe in den Mailboxen 
gestöbert und QSO's über Packet Radio gemacht.

Übers Mobilfunknetz online zu gehen, war damals auch noch recht teuer, 
so dass ich das Packet Radio Netz auch oft genutzt habe, um unterwegs 
über ein Gateway e-mails zu empfangen und zu senden. Ich war öfter mal 
auf Montage, und habe das in diesen Zeiten oft praktiziert.

Mit einem befreundeten, ebenfalls sehr technikinteressierten OM habe ich 
eine permanente, direkte Packet Radio Verbindung aufgebaut. Anfangs 9k6 
im 70 cm Band, die Verbindung wurde aber schnell ausgebaut.
Wir sind auf 23 cm umgestiegen. Es kam ATV Technik zum Einsatz und die 
Datenübertragungsgeschwindigkeit wurde auf über 100 kbit/s gesteigert.

Über diese Verbindung sind ettliche Gigabyte gegangen.
Wir haben auch TCP/IP Betrieb über diese Verbindung gemacht. Und es lief 
auch Internet darüber.

DSL war damals gerade am kommen. Das war zu der Zeit, als DSL in den 
ersten Gebieten verfügbar war, und es nur 768/128k anschlüsse gab.
Der andere OM hatte das Glück, schon damals zu Beginn der DSL Ära einen 
Anschluss zu haben, während ich noch einige Jahre lang über Analogmodem 
online gehen musste, weil es in unserem Ort lange kein DSL gab.

Dementsprechen häufig und intensiv wurde die PR Verbindung auch benutzt.

Irgendwann gabs dann auch hier DSL und ich hab mir einen eigenen 
Anschluss genommen. Der Link wurde ab diesem Zeitpunkt deutlich weniger 
verwendet.

Mit dem Aufkommen von UMTS und günstigen Datentarifen fürs Mobilfunknetz 
ging auch die Mobile Packet Radio Nutzung zurück.

Irgendwann wurde der Link abgebaut und ich habe meine Packet Radio 
aktivität mit der Zeit komplett eingestellt.

Eine längere Zeit war ich jetzt schon nicht mehr in PR QRV.

Da bin ich aber nicht der einzigste. Ich kenne viele Funkkollegen, die 
mit der flächendeckenden Verbreitung von Flatrate Internet und günstigen 
Mobilfunkpreisen mit Packet aufgehört haben. Und nicht nur mit Packet, 
auch die 2m FM QSO's sind viel weniger geworden.

Früher wurde OV Intern viel über Funk gemacht, PR-Mailbox, 
Dateienaustausch über Packet usw. Gesprächsrunden auf 2m. Früher war die 
Handfunke immer mit dabei. Heute läuft viel mehr übers Internet oder 
Mobilfunk.

Mich würde mal interessieren, ob hier jemand noch aktiv Packet Radio 
betreibt. Wenn ja, in welcher Form?

Ich würde ja gerne wieder in Packet einsteigen. Aber lohnt es sich noch?

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Nein lohnt sich meines Erachtens nicht.
Die restriktiven Forderungen der Funkturm GmbH hat zur Folge, das immer 
mehr Digipeaterknoten abgebaút werden und das Netz zunehmend in 
einzelene
Inseln zerfällt. OK Es gibt zwar Igate welches einen noch das Hüpfen von 
Insel zu Insel ermöglicht, aber wie du schon festgestellt hast ist das 
Interesse ( am Amateurfunk insgesamt ) deutlich zurück gegangen.

Ich hatte vor 3 Jahren mehrere 70cm 76K8 TRX gebaut und betrieben.
( Ausgangsleistung einstellbar bis 50 Watt ), aber der Digipeater mit 
genau diesen 70cm Breitbandzugang wurde abgeschaltet, weil ein 
notwendiger Standortwechsel dem OV zu teuer war.

Ich persöhnlich glaube auch nicht, das sich das Hamnet welches das PR 
Netz ablösen soll, flächendeckend durchsetzen wird. Ebensowenig glaube 
ich das sich D-Star flächendekend durchsetzen wird. Es sei denn es wird 
jedes
käufliche Wald und Wiesentranceiver serienmäßig damit ausgestattet.

Funkamateure zählen gemeinhin zu den Leuten, die alles möglichst umsonst 
haben wollen. Nur wenige Funkamateure sind bereit für eine neue Technik, 
die noch nicht eingeführt ist Geld in die Hand zu nehmen. Und diese 
wenige
reichen meines Erachtens nicht aus um eine neue Technik flächendeckend 
zu verbreiten.

Ralph Berres DF6WU

Autor: K1ngArthur (Gast)
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Hallo,

leider ist das Internet mehr meine Ära. Und ich habe bis jetzt noch nie 
was von Packet Radio gehört.
Das scheint aber echt interessant zu sein. Wenn man Wikipedia glaubt, 
gibt es in DE noch einige Leute die diese Art der Datenübertragung 
nutzen.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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K1ngArthur schrieb:
> Wenn man Wikipedia glaubt,
>
> gibt es in DE noch einige Leute die diese Art der Datenübertragung
>
> nutzen.

Die Blütezeit des PR Netztes ist leider vorbei. Vor ein paar Jahren
war in den Conversrunden schätzungsweise 10 bis 30 mal mehr User 
eingeloggt, als heute. Zudem sind die Conversrunden in lauter kleine 
Netze zerfallen, weil sie Igate nicht nutzen können. Vor ein paar Jahren 
war das Conversnetz undesweit einheitlich. Das heist es waren Teinehmer 
aus Hamburg , wie auch aus München eingeloggt.

Ralph Berres

Autor: NullHp (Gast)
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>war ich viel im "convers"

- In Erinnerungen schwelg -
Wo wart ihr als ?
Ich war viel bei db0hom und db0hp

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Kanal 99 Kanal 123 z.B.

Autor: Roland Fischer (r_fischer)
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Hallo OM's

ich mache heute noch 1K2 (APRS) sowie 9K6 (DB0LHR).

Für 9K6 habe ich mir letztes Jahr erst einen TF7 besorgt.

Solange es keine Möglichkeit gibt "bezahlbar" einen D-Star fähiges
Teil (nicht die FA Kiste, die kostet mehr ale ein Funkgerät) selber
zu Bauen kommt mir der Kram nicht in den Shak.

Welche Vorteile hat den D-Star gegenüber einem normalen Relais mit
Echolink Anbindung?   KEINE!
Ich bin ja auch ein Technikfreak aber das ist so eine Komerzielle
und Nutzlose Sache, vom Datenschutz mal Abgesehen und die Anzahl
der max. Nutzer pro Knoten und die Leistung die man im vergleich
zu einem Herkömmlichen Relais benötigt und und ....

Hamnet:  Zur Zeit wird nur das Netz besprochen, der User Einstieg ist
noch völlig im Dunkeln ... also Abwarten.

73
Roland

Autor: Ulf H. (ulfh) Benutzerseite
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Hey Leute,

da werden Erinnerungen wach... Ich habe damals das Packet-Radio-Programm 
"Paxon" entwickelt, mein erstes größeres Softwareprojekt.

Aber alles hat seine Zeit, und man soll ja bekanntlich aufhören, wenn's 
am schönsten ist.

Grüße,

Ulf.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Ulf.

Ja ich kann mich erinnern. Das Paxon war bei mir auch im Einsatz.
Leider sind die ganzen Leute aus dem Bierkanal in alle Winde zerstreut.
Keine Ahnung wohin sich diese Runde verflüchtigt hat. Jedenfalls habe 
ich ( leider ) zu keinen mehr Kontakt. Auch nicht per Email.

Ralph DF6WU

Autor: radiologe (Gast)
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Hallo,

welche Sender kann man mit dem Radio hören? Geht da auch Musik?

Viele Grüße,
euer allseits beliebter Radiologe

Autor: Peter D. (Gast)
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Packet Radio....was für eine Zeit....
Ich kenne es leider nur vom CB Funk.
Aber das war damals schon was...noch kein Internet gehabt.
Dann ein Packet Radio Modem für den Amiga besorgt, Funkgerät dran und ab 
ging es.
War zwar nicht diiieee Reichweite, da in unserer Gegend kaum 
Digipeater??? aber über etliche km "chatten" und Datenaustausch war 
schon cool.

Dagegen heute das problemlose DSL´en...hat irgendwie nichts 
abenteuerliches.

Packet Radio war ´ne schöne Zeit.

MfG!

Autor: K. A. (e-bastler)
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Nunja, hier in der Region haben auch viele Digipeater QRT gemacht.

Soweit ich weiß, gibts hier nur noch 1-2 Digipeater in der Großregion, 
Ob die noch ne HF Anbindung an andere Digis haben, weiß ich nicht.

Die nächste "Packet Insel" dürfte das Rhein-Main Gebiet sein, was schon 
ein gutes Stück weit weg ist.

Mit 1k2 und 9k6 lockt man heut zutage aber auch keine Katze mehr hinterm 
Ofen hervor. Vor 10 Jahren, war das noch anders. Datenübertragung über 
öffentliche Netze (Mobilfunk, Telefonnetz) war damals im Vergleich zu 
heute noch recht teuer. Damals kostete jede Onlineminute noch Geld. Und 
Packet war mit seinen 9k6 im vergleich zu Mobilfunk/Telefonmodem auch 
noch einigermaßen schnell. Mit den heutigen X Mbit/s Zugängen kann es 
natürlich nicht mehr mithalten.

Gibts heutzutage eigentlich TNC's/Packet Modems oder Daten-TRXe, die mit 
mehrstufiger Modulation arbeiten (wie z.B. QAM) und damit mehr Daten 
über den Funkkanal übertragen können?
Oder hat sich da nicht allzuviel getan?

Autor: Roland Fischer (r_fischer)
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Hallo Ulf,

dein Paxxon ist immer noch im Einsatz bei mir.
Seit meine AFU Rechner XP haben ging GP nicht mehr....

Super Arbeit von euch drei.
Danke dafür.

Roland

Autor: K. A. (e-bastler)
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Ich bin ja schon einige Jahre nicht mehr dabei, aber nicht nur PR, 
sondern Afu allgemein und auch nicht mehr im DARC.
Als ich jetzt mal wieder rein gehört habe, bin ich richtig erschrocken, 
wie wenig nur noch los ist.

War auch mal wieder in meinem alten OV zu Gast.
Der ein oder andere ist zwar noch auf Kurzwelle odr 2m SSB aktiv.
Aber im lokalen Umfeld wird kaum noch was per Afu gemacht.
Da wird heutzutage mehr übers Internet gemailt und telefoniert, als 
QSO's geführt.
Die QRG ist jedenfalls tot. Früher gabs allabendliche Gesprächsrunden. 
Heute muss man per Telefon anrufen und ein QSO vereinbaren. Aber dann 
kann man auch gleich ganz per Telefon miteinander reden.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Nein Für Packet haben sich die beiden Modulationsarten Afsk für 1k2 und 
niedriger und FSK für 9k6 und höher eingebürgert. Das war defakto der 
Standart. Ich habe noch 2 PR Transceiver 70cm 76K8 50 Watt 1 PR 
Transceiver 23cm 76K8 1 Watt und ein TNC31S abzugeben.
Wenn da noch Interesse besteht?

Was die Aktivität auf den UKW Bändern betrifft, ist es in Trier nicht 
anders. Das hat wohl was damit zu tun das man in den OVs vor 10 Jahren 
keine Jugendgruppen mehr wollte. So war es zumindest bei uns. Die 
Quittung bekommen die OVs jetzt. Sie sterben aus biologischen Gründen 
allmählich aus. Welcher Jugendlicher will schon in so einen alt Opa 
Verein beitreten?


Ralph Berres DF6WU

Autor: Roland Fischer (r_fischer)
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Hallo Ralph,

Ausnahmen bestätigen die Regel, schau mal hier:

www.Funkamateure-Lahr.de

Wir machen da schon einiges für Jugendliche und Kinder.
Nachwuchs wollen wir ja auch haben ....

73
Roland

PS: ein guter Mix aus allen Altersklassen

Autor: Bud Üt (dj1mt)
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Mit D-Star ist man ja, meines spärlichen Wissens, ja an einen Server in 
W gebunden - und ob da mein Funkverhalten nun unbedingt dokumentiert 
werden muß ist mir etwas suspekt...zumal die jetzigen Gerätepreise und 
Bastelmöglichkeiten ja ziemlich eingeschränkt sind!
Sicher wird die digitale Sprachübertragung die Zukunft gewinnen - aber 
wie weit und wann gilt es noch abzuwarten.
Wir haben im Raum DB0KUE,DB0DBR bis DB0HRO in den lezten Jahren ja 
wieder was aufgebaut - Dank eines neuen, jungen technik-versierten OM.
weitere Installationen sind angedacht um die Lücke nach SH zu schließen.
Leider sind die Standortkosten das größte Hindernis.
Hier noch nachträglich Danke an Ulf und das Team für PAXON!
Schönen Abend - bud

Autor: K. A. (e-bastler)
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Was ist bei Paxon eigentlich die letzte Version und wann kam die raus?

Wird Flexnet eigentlich noch weiter entwickelt?

Autor: SandboxGangster (Gast)
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Hi,

Hab so um 1990-1998 PR betriben leider auch nur auf CB, alerdinks hatten 
wir damals schon des erste modem für inet im haus) vorher BTX, und um 
1996 hab ich mir dann mein erstes eigendes I-net modem mit sagenhaften 
33kbps besorgt um 1998 dan die erste modemflat, und somit ist bei mir 
auch das PR gestorben aber viele der leute von damals kenne ich noch. 
node war damals DBO202.

mfg D1KJ

Autor: Hendi (dg3hda) (Gast)
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Ach ja, alle noch da :)

73
Hendi, DG3HDA (mybbs, hmm ich glaub f6kft-8)
ex db0hom
ex db0sr
ex db0ge
ex kurz db0swr
eigentlich ex db0asf :)

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Hendi

DB0GH ist seit einen Jahr QRT.
Seit dem mache ich kein Packet mehr wegen fehlenden Useréinstieg der 
sicher zu erreichen wäre.

Bleibt die Frage wie lange DB0SAB noch QRV ist. Wenn der QRT geht hängt 
halb Rheinlandpfalz , halb Luxenburg und Teile von Frankreich in der 
Luft.



Roland Fischer.

Jugendarbeit wurde von unseren OVV definitiv nicht gewollt und 
torpediert.
Jetzt ist es bei uns zu spät. Trotz Bemühungen ( Werbung in den Schulen 
und Berufsschule )interessiert sich kein Jugendlicher aus Trier mehr für 
den Amateurfunk. Der OV wird wohl früher oder später aussterben.

Ralph Berres DF6WU

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ich wohne in Sichtweite eines Digipeaters und Funkrufsenders, aber da 
ich nur mehrere TNCs für 1k2 habe, muß ich die 9k6 mit dem PC 
decodieren, am Funkgerät ist daher das Demodulatorsignal herausgeführt. 
Komplette Funkgeräte für 9k6 waren selten, das war wohl einer der Gründe 
für den Untergang. 1200 Baud waren eben mit jedem Funkgerät ohne 
Modifikation möglich. Ein T7F kauft man nicht mal so nebenbei.
http://www.df2fq.de/downloads/T7F3-Deu.PDF

Soundmodem/multimon, Flexnet und Paxon sind die beste heute verbliebene 
Konfiguration:
http://www.dj4uf.de/funktechnik/Flexnet_Paxon/flexnet.htm

Eine teilweise automatisch erstellte Karte der derzeitigen Linksituation 
liefert der Packet-Crawler:
http://db0fhn.efi.fh-nuernberg.de/doku.php?id=proj...
http://db0fhn.efi.fh-nuernberg.de/prmap/prmap-iprt2009.htm

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Übrigens gibt es jetzt erstmals einen D-Star-Decoder ohne den 
patentierten Ambe-Chip, allerdings nur als "Machbarkeitsstudie" im 
Quelltext. Kompilieren muss man das ganze schon selbst:

http://sourceforge.net/projects/dsdmbelib/files/

ein Wiki dazu:
http://wiki.radioreference.com/index.php/DSD

und ein Diskussionsforum:
http://forums.radioreference.com/trunking-control-...

Autor: Hubert G. (hubertg)
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In OE ist ein Hamnet-Backbone im Aufbau. DB0WGS ist da auch eingebunden. 
Dort wo es schon Userzugänge gibt und der Sysop die Möglichkeit hat, ist 
auch PR darüber möglich und das mit entsprechend hoher Datenrate. An der 
alten Aufmachung hat sich allerdings nichts geändert

Autor: Ulf H. (ulfh) Benutzerseite
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K. A. schrieb:

> Was ist bei Paxon eigentlich die letzte Version und wann kam die raus?

Die letzte Version von Paxon heißt 2.00.1114 und ist von 2004. Auf 
paxon.de kann man sie frei herunterladen (hm, die Website ist gerade 
etwas kaputt, download geht aber trotzdem).

Diese Version funktioniert soweit ich weiß auch unter Windows 7. 
(Eventuell muss die "Benutzerkontensteuerung" abgeschaltet werden, sowas 
war damals ja nicht vorauszusehen.)

Verbliebene Bugs betreffen vor allem AGWPE (unwichtig, wenn man FlexNet 
oder Hostmode verwendet) sowie die (D)COM-Automation.

> Wird Flexnet eigentlich noch weiter entwickelt?

Kann ich nicht mit Sicherheit beantworten, aber die letzte öffentliche 
Version dürfte ebenfalls von 2004 sein.

Viele Grüße,

Ulf.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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Den Link zum Hamnet-Wiki habe ich vergessen:
http://wiki.oevsv.at/index.php/Kategorie:Digitaler_Backbone

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Wer nur mal in D-Star reinschnuppern will, kann mit einem DOS-Programm 
die Datenfunk-Anteile decodieren , nicht die digitalisierte Sprache. Ich 
kann hier die Daten über das D-Star-Relais im Taunus mitlesen:
hier ein Video
Youtube-Video "Jakub Hruska's D-Star Decoder Program"

Die öfters verlinkte Yahoo-Seite existiert nicht mehr, ein Download ist 
noch auf dieser Seite möglich:
http://www.rep.pt/software/DStar_Decode_v02a.zip
http://www.siteadvisor.com/sites/rep.pt/downloads/16109320/
http://rep.pt/geeklog/index.php?topic=DSTAR&page=2

Der sehr knappe Readme-Text zum Programm:
-------------------------------
  r00t's D-Star decoder - v0.2a
-------------------------------
History:
  v0.2a - first public release
Usage:
   dstar.exe [listen port] [soundcard nr]
 - Both parameters are optional, default listen port is 6116 and
   decoder will use default wavemapper soundcard (same as soundcard nr. 
-1).
 - To list soundcard numbers, use dstar.exe /?.
Notes:
 - The soundcard is always opened using 48000/16bit/mono mode.
 - The UDP server is limited to 16 users, listening on all interfaces,
   to connect DVTOOL for realtime voice, use "Connect to peer" 
connection.
 - D-Star data transmissions (full speed 4800Bd) are ignored and not 
decoded.
 - This program works without DV Dongle, however you will not get audio.
 - To decode D-Star signals correctly, the soundcard must be connected 
to
   FM discriminator output (or 9600Bd/PKT) of your receiver. The speaker
   output will NOT work. Some receivers have capacitors on their 
'Packet' output
   which act as high-pass filters, making such output unusable (problems 
with
   Icom R1500 & R2500). Receivers already modified for decoding trunked 
system
   control channel or pager transmissions should work without any 
problems.
 - The decoder was not tested under w98/w95/wMe or Vista.

What this demodulator does:

 - Running the demodulator on its own will show you the contents of the 
D-Star
   headers, and the callsign info sent in each D-Star frame. It will 
also show
   what is being sent via the low-rate data channel, which is usually 
accessed by
   from the terminal window in the RS91 Icom software suite. The 
demodulator will
   also stream the voice data to a UDP port.
 - Running the demodulator in conjunction with a DV-Dongle and DV-Tool 
from
   http://www.opendstar.org/tools/DVDongle-manual/ will allow you to do 
all of the
   above, plus give you real-time demodulated D-Star audio. (Note: The 
demodulator
   cannot recover the audio completly in software due to the licensing 
costs of the
   DVSI AMBE speech codec, hence the need to interface to the DV-Dongle 
and DV-Tool)

DV-Tool settings:
 - With the dstar.exe running on your PC, load the DV-Tool. Open the 
relevant DV-Dongle
   com port. In the 'action:' section, select 'Connect to Peer' and 
enter 127.0.0.1
   as the IP address and port 6116.
 - Press the 'Start' button.
 - When dstar.exe demodulates D-Star data, the voice data will be 
streamed to DV-Tool
   and audio will come out of the PC speaker.


Latest version will always be available
in the Files section of D-Star Software radio group:

 >>> http://groups.yahoo.com/group/dstarsoftware/
         Jakub Hruska / r00t

Autor: R. Freitag (rfr)
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Hi all,

mich würde dere ederzeitige Stand iSe Netzabdeckung interessieren. Wo 
kann man da Informationen erhalten?
Gruss
Robert

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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sagte ich schon oben: Packet-Crawler
http://db0fhn.efi.fh-nuernberg.de/doku.php?id=proj...

Autor: K. A. (e-bastler)
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Das mit dem Hamnet hört sich ja sehr interessant an.

Dafür wird ja W-lan Technik verwendet wie ich gelesen habe.

Braucht man dafür eigentlich spezielle W-Lan Hardware, oder kann man 
eine Vielzahl von W-Lan Hardware modifizieren?

Kann man einen WRT54GL so modifizieren dass:

-Im Frequenzbereich 23XX MHz senden kann (Also im kompletten Afu Band 
und nicht nur im ISM Bereich)

-Die Kanalbandbreite auf 10 oder 5 MHz reduzieren

-Die Sendeleistung mittels TX-Endstufe auf ca 1 Watt erhöhen und einen 
Empfangsvorverstärker anbringen



Kann man sich heutzutage eigentlich einfach einen Usereinstieg 
beantragen, für einen Digi der nur aus einem Usereinstieg besteht und 
keine HF Links hat?
Dann könnte man sich einen "Hamnet" Usereinstieg beantragen, vielleicht 
noch einen 9k6 70cm Simplex Einstieg.
Da aber kein anderer Digi per HF erreichbar ist, müsste die Anbindung 
übers Internet passieren.

Ist es heute immer noch so schwer, eine automatische Amateuerfunkstelle 
zu beantragen, inklusive DARC Koordination?
Also hätte man heutzutage ohne DARC Mitgliedschaft und ohne Fürsprecher 
im DARC, Chancen was genehmigt zu bekommen?
Oder geht das heutzutage einfach per Antrag an die Regulierungsbehörde?

Autor: Hubert G. (hubertg)
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Um Hamnet nutzen zu können brauchst du eine Amateurfunklizenz, also ein 
Rufzeichen.
Ein WRT54GL lässt sich von den Frequenzen her nutzen, allerdings kenne 
ich keine Möglichkeit die Bandbreite auf 5MHz zu begrenzen.
Sende und Empfangsverstärker sollte es geben, brauche aber keinen und 
habe mich daher nicht danach umgesehen.
Beantragen kannst du keinen Usereinstieg, der steht dir als Funkamateur 
automatisch zur Verfügung wenn es denn einen gibt.
Die letze Frage kann ich dir nicht beantworten.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

also der (fast) "Todesstoss" für das alte PR Netz, das ja in der 
Blütezeit absolut Flächendeckend, besser als MODACOM ausgebaut war, war 
eigendlich weder das I-Net noch 9K6. Zumindest das günstige I-Net mir 
DSL Flatrate hat da ganz sicher aber dazu beigetragen!

9K6 kann ich nicht unbedingt als argument sehen... Zwar gab es anfangs 
nur wenige teure Geräte die das konnten, aber fast alle Geräte konnten 
umgerüstet werden. Und ein billiges Asbach Uralt Monoband HFG war 
problemlos zu bekommen un dUmzurüsten. Oder halt alte Cnetz Telefone.
(Ich hatte lange bevor der Umbau mit Bausätzen Mode wurde ein Siemens C3 
dafür laufen.. Halt mit Selbstgestrickten PIN Umschalter und einem PIC 
16C84 für das laden der PLL (I2C) und SE umschaltung- Konnte nur einen 
Kanal dessen Daten ich händisch errechnet hatte und die im EEPROM des 
Pic standen - dazu zwei OPV TL081 damit die NF Pegel stimmten. Lief 
lange 1a für PR und hat mit Material kein 10DM gekostet. Ausserdem hat 
das tüfteln Spass gemacht)

Was bei mir und den meisten die ich kenne zum abbauen der PR Ausrüstung 
geführt hat war das Link-Sterben durch die geänderte Politik der DFMG 
das pro Turm nur max. drei AFU Antennen geduldet werden und alles 
weitere entweder abgebaut oder wie die komerziellen Antennen bezahlt 
werden muss! Somit waren echte Knoten nicht mehr möglich. Wenn gar noch 
Phonie-Relais auf dem Turm vorhanden waren war die Antennenzahl schon 
schnell erreicht und die PR Links hatten oft die geringste Priorität - 
Also wurden die als erstes Abgebaut.

Das ganze PR Netz ist dadurch in viele Inseln zerfallen und Kontakt war 
nur noch zu OMs in unmittelbarer Nähe möglich. Teilweise waren DIGIS 
ganz ohne Anbindung, hatten nichmal die Möglichkeit eine Nachricht an 
andere zu hinterlassen.

Da so der (schriftliche) Kontakt/Austausch per Afu-Email zu weiter 
entfernten nicht mehr möglich war war PR nicht mehr wirklich 
interessant.
Also habe ich abgebaut -und viele Andere.
Da Inet-Flatrates gleichzeitg auch noch aufkamen wurde die Suche nach 
Ausweichlösungen nur mit wenig Elan betrieben... Hatte man mit 
Inet-Email ja schon -ganz ohen Aufwand.
So ist es dann zum massiven  Nutzerverlust gekommen.

Bezahlen scheidet für Funkamateure fast ganz aus -hat nichts mit geiz zu 
tun, sondern nur mit den Möglichkeiten- Der Preis richtet sich nach 
Antennengröße und Höhe.
Für eine 70cm Antenne (Funknetz einer BOS) mit den Abmessungen eines 
Besenstiels auf der untersten Plattform zum Beispiel auf dem Turm in MS 
(ca. 100m) habe ich ein Angebot vorliegen von alleine 16.000 Euro 
Jahresmiete. Zusätzliche Montagekosten und Bearbeitungsgebühr sind 
zusätzlich (Aus 2008).

So gesehen ist die DFMG noch gnädig mit den AFU Relais umgegangen!

Die geänderte Geschäftspolitik betraf übrigends nicht nur die 
Funkamateure... Noch viel mehr die Proffessionellen! So wurden ja die 
Preise stark angehoben was zu einem Massiven Abbau von Technik geführt 
hat - Ein eigener Standort rechnet sich sehr schnell, selbst bei hohen 
Baukosten (siehe obiges Beispiel)
Auf den DFMG Türmen ist heute nur noch das was keine Ausweichmöglichkeit 
hat oder der Telekom selbst gehört (DFMG = 100% Telekom Tochter)
Daher sehen die meisten Türme mitlerweile so "leer" aus! Besonders die 
kleineren...

War wohl die Folge den Betrieb der Türme aus durch Mieteinnahme 
generierten Mitteln in die Gewinnzone bringen zu wollen ohne das die 
Telekom dabei zuviel dazubuttern muss. Dabei wurde dann aber wohl nicht 
berücksichtigt das es Nutzer gibt die auf den Turm müssen, ja für die 
der Turm extra gebaut wurde, und andere die nur da sind weil es damals 
ein gutes Preis/Leistungsverhältniss war.
Da die Kosten auf alle gleich heruntergebrochen wurden haben diejenigen 
die konnten halt das Weite gesucht was dann wieder die Kosten für die 
restlichen Nutzer erhöht hat usw. So dass heute vielfach nur Telekom und 
Rundfunk übriggeblieben sind... Da nun aber die Zuzalungen durch viele 
"könnte Ja" Nutzer welche kaum zusätzliche Kosten verursacht haben 
weggefallen sind kostet es aber nur noch mehr...

So, genug zu dem Thema geschrieben...

Gruß
Carsten

P.S. weiß eigendlich jemand ob diese Geschäftsgrundsätze heute noch 
gelten. Sowohl die für die Kommerziellen (Preise) als auch die für die 
AFUs (max drei Antennen?)

Autor: Klaus (Gast)
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Was die Funkamateure mit dem Packet Netz geschafft hatten, war eine 
wahre Meisterleistung.
Das Netz war schon beachtlich.
Allerdings wird es wohl nie wieder den Ausbaustand erreichen, den es 
etwa um die Jahrtausendwende +/- 3-5 Jahre hatte.

In Zukunft wird es wohl mehr oder weniger Lokale Relais- und Digipeater 
Netze sowie Aktivitätszentren geben. Diese werden auf lokaler / 
Regionaler  Ebene auch noch HF Links haben und mit einer Hand voll 
anderen Stationen eine "Netzinsel" bilden.
Aber ein Bundes- oder gar europaweites Netz wohl nie wieder geben. Es 
wird kein Weg am Internet vorbei gehen, um die lokalen Netzte irgendwie 
miteinander zu verbinden.

Autor: Matthias (Gast)
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Carsten Sch. schrieb:
> weiß eigendlich jemand ob diese Geschäftsgrundsätze heute noch
> gelten. Sowohl die für die Kommerziellen (Preise) als auch die für die
> AFUs (max drei Antennen?)


Alles unverändert.

Maximal 3 Antennen
Maximal 100W Leistungsaufnahme
1 qm Stellfläche für Technik
jährliche Revision der Anlage, incl. Protokoll an DFMG.

Derzeitig sind rund 220 Standorte noch unter dem Rahmenvertrag VFDB - 
DFMG in betrieb.

Der VFDB hat eine zentrale Standortdatenbank dafür geschaffen und im 
Gegensatz zu früher, einen Überblick über die aufgebaute Technik.


Die Preise für die Kommerziellen kommen aus einer DFMG eigenen Excel 
Liste.
Zu den o.g. Preis käme noch ein eigener Stromanschluß hinzu.

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