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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik MOSFET zur Signalglättung


Autor: Heiner (Gast)
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Hallo zusammen,

ich bin ein absoluter Neuling auf dem Gebiet der Halbleitertechnik, 
hoffe jedoch das mir trotzdessen jemand etwas unter die Arme greifen 
kann.

Ich habe folgendes Problem. Ein Motorsteuergerät liefert mir 
Einspritzsignale (Masse wird getaktet, Einspritzdüse wird mit Dauerplus 
versorgt) ab etwa 1,9ms. Für 1,9ms fließt dann bei einer Spannung von 
rund 13V etwa 1A zur Ansteuerung der Einspritzdüse mit ca. 13Ohm... 
Dieses Signal soll nun durch ein zweites Steuergerät verkürzt oder 
verlängert wieder ausgegeben werden können. Statt mir aber bspw. bei 
einer 1:1 Einstellung bei einem Eingangssignal von 1,9ms 1A auch 1,9ms 
1A weiterzugeben, erzeugt das zusätzliche Steuergerät ein Peak&Hold 
Signal. Der Peak von etwa 1A liegt dabei nur für rund 0,1 bis 0,2ms an. 
Danach folgt lediglich ein Haltestrom (wenige mA) um die Einspritzdüse 
offen zu halten. Das funktioniert allerdings nur bei niederohmigen 
Einspritzdüsen von etwa 1-5Ohm, Peak und Haltestrom sind dann bedingt 
durch den geringeren Widerstand automatisch viel höher - eine hochohmige 
Düse (ca. 13 Ohm) wie ich sie verwende kann mit solch einem Signal aber 
nichs anfangen, der Haltestrom nach dem Peak ist einfach zu gering und 
die Düse geht vorzeitig wieder zu.

Mein Anliegen ist nun aus dem Peak&Hold Signal ein simples, ich nenne es 
laienhaft On&Off-Signal zu generieren, sodass mir das eine Ampere nicht 
nur für 0,1 bis 0,2 ms sondern die komplette Einspritzzeit von bspw. 2ms 
zur Verfügung steht - und dadurch die Einspritzdüse auch sauber arbeiten 
kann.

Ich denke das ich da mit einem MOSFET auf dem richtigen Weg wäre - aber 
wie schließe ich das dann an? werden weitere Bauteile als das Mosfet 
benötigt?

Nochmals die Daten im Überblich:

Motorsteuergerät liefert ca. 13V, ca. 1 A, Einspritzzeiten von 1,9ms bis 
über 20ms - das Zusatzsteuergerät macht daraus 13V und 1A Peaks mit 
anschließend zu schwachen Halteströmen um die Düse offen zu halten - 
dieses Signal möchte ich wieder in ein "On&Off" Signal umwandeln bei dem 
die komplette Einspritzzeit 1 A zur Verfügung steht (ca. 13 Ohm Düse - 
im Endeffekt ist das eine Spule)

Das Zusatzsteuergerät ist wie gesagt dafür da die Einspritzzeiten frei 
verlängern und verkürzen zu können und kann deshalb auch leider nicht 
einfach weggelassen werden.

viele Grüße und hoffentlich kann mir jemand helfen :)

: Verschoben durch Admin
Autor: MaWin (Gast)
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Statt Einspritzdüse nur eine Dummywiderstand


      +13V        +13V
        |           |
      13Ohm         |     +--Einspitzdüse
        |           |E    |
        +-----1k---|< PNP | schnelle Diode wie EGP10D
        |           |     +--|>|-- +13V
Zusatzsteuergerät   |     |
                    +----|I MOSFET wie BUZ11
                    |     |S
                  680Ohm  |
                    |     |
                     Masse

Wenn du's einfacher haben willst, könnte ein Widerstand den Haltestrom 
erhöhen, ohne bei ausgeschaltetem Strom die Düse offen zu lassen, aber 
bei 5mA habe ich da Zweifel, ob man den genau genug auswählen kann. 
Hinterher funktioniert das nur bei leerer Batterie und bei voller 
fliesst der Sprit ständig:

    +13V
      |
Einspritzdüse
      |
 +----+----+
 |         |
Zusatz-    |
steuer-   Widerstand passend aussuchen
gerät      |
         Masse


Ganz allgemein gilt Vorsicht bei Einspitzdüsen. In ungünstigen Momenten 
des Motorlaufs eingespritzt kann es Backfire geben, der Knall findet 
dann im Ansaugtrakt statt, was den in tausend Stücke haut.

Autor: Heiner (Gast)
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Wow! Das ging schnell! Vielen Dank! :)

Also, wenn ich es recht verstanden habe, lege ich das Signal des 
Zusatzsteuergeräts per Widerstand auf Masse, greife mit einem Transistor 
die Taktung ab, das (oder der?) MOSFET greift widerum die Taktung des 
Transistors ab und schaltet den eigentlich Strom. Die Diode dient zum 
Schutz vor Rückkopplungen aus der Spule.

Habe ich das laienhaft so richtig erfasst?

Grüße

Autor: MaWin (Gast)
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> Habe ich das laienhaft so richtig erfasst?

Ja, und vermutlich sind die 13Ohm etwas zu wenig, wenn wirklich nur mA 
Haltestrom fliessen. Eventuell sollte man 4k7 nehmen :-( falls dann das 
Steuergerät wegen angenommenem Kabelbruch zur Einspritzdüse nicht 
jammert.

Autor: MaWin (Gast)
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Übrigens beeinflusst auch die EGP10D die Steuerzeit, es kann sinnvoll 
sein (und im Steuergerät so gemacht weil man nicht umpolen kann) für 
schnellere Schliesszeiten die Düse nicht mit 0.7V zu entladen, sondern 
mit 13V, also der Diode eine ZD12/1W Zenerdiode umgedreht in Reihe zu 
schalten.

Autor: Heiner (Gast)
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Bzgl. des Haltestroms könnte ich in der Software des Zusatzsteuergeräts 
auch eine Düse mit 1,2,3 oder 6 Ohm angeben. Bei der 1Ohm Düse würden 
dann beim Peak ca. 4 A und beim Haltestrom etwa 1,2 A fließen. Das ließe 
sich aber auch noch genauer in Erfahrung bringen. Die Zenerdiode nehme 
ich dann lieber auch gleich mit dazu, dass Reaktion der Düse soll so 
"sauber" wie möglich sein. Ziel ist es später aus einem Eingangssignal 
von rund 2ms mittels Abstimmung ein Ausgangssignal von ca. 1,5ms zu 
machen, was schon sehr kurz ist aber angesichts der hohen 
Kraftstoffmenge welche dann bei Volllast benötigt wird leider nicht 
anders zu bewerkstelligen sein wird.

Grüße

Autor: Heiner (Gast)
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Hallo,

nun nochmal eine Frage zu oben aufgeführten Bauteilen...

Um die Benzineinspritzdüse zu immitieren bzw. zu ersetzen, welche Art 
des Widerstand sollte man da benutzen? Drahtwiderstand, 
Metallschichtwiderstand oder andere?

Bzgl. des PNP-Transistors, kann ich da einen x-beliebigen nehmen, also 
bspw. ausgelegt für Ströme bis 4A und gut oder sollte es ein spezieller 
sein? bzgl. des Vorwiderstands beim Transistor sollte es ein 
Metallschichtwiderstand ja tun oder?

MOSFET BUZ11 ist klar :)

Diode EGP10D ist auch klar :)

bzgl. der Zenerdiode... geht da auch die folgende?

Typ   ZPY 12 V
Gehäuse DO 41
Ptot   1,3 W
Z-Spg.   12 V
RoHS-konform Ja

Danke schonmal vielmals!!

Grüße

Autor: Heiner (Gast)
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edit:  meinte natürlich Zenerdiode ZPY 13V, 1,3W

Autor: Heiner (Gast)
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Hallo zusammen,

habe die Schaltung nun noch etwas nach meinem Verständnis ergänzt und 
die verschiedenen Bestandteile nummeriert (in Klammern) bzw. unterhalb 
der Zeichnung die genauen Typenbezeichnungen der Bauteile aufgelistet. 
Wäre Euch super dankbar wenn ihr da nochmal drüberschaun könntet ob das 
so passt und die Bauteile auch nicht unter oder überdimensioniert sind.

Danke schonmal!



      +13V               +13V
        |                  |
     3,3Ohm(1)             |           +--Einspitzdüse
        |                  |E          |
        +-----1 Ohm(2)----|< PNP(3)    | schnelle Diode wie 
EGP10D(5)+(6)
        |                  |           +--|>|--+--|>|-- +13V
Zusatzsteuergerät(-)       |           |
                           +----------|I MOSFET wie BUZ11(7)
                           |           |S
                         680 Ohm(4)    |
                           |           |
                         Masse       Masse


(1)  WIDERSTAND DRAHT 50 WATT 5% 3R3
(2)  WIDERSTAND 1 WATT 1% 1K BF 0414
(3)  TRANSISTOR AF BCX53-16 SOT 98 INF (U=80V / Ic=1A / Icm=1,5A)
(4)  WIDERSTAND METALL 1 WATT 1% 680K BF 0414
(5)  DIODE MBR 2045CT=2545 (U=45V / I=20A)
(6)  ZENER DIODE 1,3 WATT 13 V
(7)  TRANSISTOR BUZ 11 FAI (Uds=50V / Id=30A)


Grüße

Autor: Heiner (Gast)
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leider hat es den Plan leicht verschoben, deshalb nochmal

      +13V               +13V
        |                  |
     3,3Ohm(1)             |           +--Einspitzdüse
        |                  |E          |
        +-----1 Ohm(2)----|< PNP(3)    |  (5)     (6)
        |                  |           +--|>|--+--|>|-- +13V
Zusatzsteuergerät(-)       |           |
                           +----------|I MOSFET wie BUZ11(7)
                           |           |S
                         680 Ohm(4)    |
                           |           |
                         Masse       Masse


(1)  WIDERSTAND DRAHT 50 W 5% 3R3
(2)  WIDERSTAND 1 W 1 % 1K BF 0414
(3)  TRANSISTOR AF BCX53-16 SOT 98 INF (U=80V / Ic=1A / Icm=1,5A)
(4)  WIDERSTAND METALL 1 W 1% 680K BF 0414
(5)  DIODE MBR 2045CT=2545 (U=45V / I=20A)
(6)  ZENER DIODE 1,3 WATT 13 V
(7)  TRANSISTOR BUZ 11 FAI (Uds=50V / Id=30A)

Autor: Andreas R. (rebirama)
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Hallo Ihr beiden,

IMHO wird das so mit der Anpassung des Steuergerräts an 
high-impedanz-Düsen nichts werden. Denn die Steuergeräte, die ich kenne, 
Regeln den Strom in der Düse nicht (Bis auf eine evtl. gesteuerte 
Anpassung an die Batteriespannung), sondern geben eine Gesteuerte 
Pulsweitenmodulation auf die Düse. Die Pulsweite wird aber von eurer 
Schaltung nicht veändert!

Ein davon unabhängiger Punkt ist die Abschaltspannung bei einer High-Z 
Düse: Die muss viel höher sein, um die Düse schnell zu zu bekommen. 50V 
ist mal ne Hausnummer. Das wird im einfachsten Fall durch das geziehte 
Weglassen eines Freilaufs erreicht, der FET vernichtet dann die in der 
Düse gespeicherte Energie im Avalance-Betrieb. Wegen der niedrigen 
Frequenzen bei high-Z Düsen (1-2 Einspritzungen pro 720° 
Kurbelwellenwinkel) ist das thermisch kein Problem für den Schalter. 
Wenn man die Abschaltspannung nicht einhält, verändert sich die 
Düsentotzeit und man kann Probleme bei kleinen Einspritzmengen (v.a. 
Leerlauf) bekommen. Die Düsentotzeit wird vom Steuergerät in Software 
kompensiert,vereinfacht:  Ansteuerzeit=Totzeit+Spritmenge*Durchfluss.

Die Totzeit bei einer High-Z Düse ist um 0.8-1.5 ms. Da wirds dann schon 
sehr kritisch, wenn die Einspitzzeit nur 1ms sein soll.

Autor: Heiner (Gast)
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Andreas R. schrieb:
> Hallo Ihr beiden,
>
> IMHO wird das so mit der Anpassung des Steuergerräts an
> high-impedanz-Düsen nichts werden. Denn die Steuergeräte, die ich kenne,
> Regeln den Strom in der Düse nicht (Bis auf eine evtl. gesteuerte
> Anpassung an die Batteriespannung), sondern geben eine Gesteuerte
> Pulsweitenmodulation auf die Düse. Die Pulsweite wird aber von eurer
> Schaltung nicht veändert!

Hallo,

ähm, doch. Das Zusatzsteuergerät regelt den Strom in der Düse wie schon 
weiter oben beschrieben. Ebenfalls muss die Pulsweite von der Schaltung 
auch nicht verändert werden, soll sogar garnicht verändert werden, dafür 
ist das Zusatzsteuergerät zuständig. Die schnelle Entladung übernimmt 
die Zenerdiode

Vlt. kann doch jemand etwas zum darüber gezeigten Schaltplan sagen bzw. 
ob die verwendeten Bauteile richtig dimensioniert sind.

Danke Euch!

Autor: Andreas R. (rebirama)
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Wenn das Steuergerät wirklich eine Echte Regelung für den Düsenstrom 
macht (was ich bezweifle), weißt du dann, welcher art die Regelung ist? 
Falls es eine Hysterese-Regelung ist, so wäre diese auf die 
Düseninduktivität angewiesen, funktioniert also mit einem 
Dummy-Widerstand nicht.

>Das funktioniert allerdings nur bei niederohmigen
>Einspritzdüsen von etwa 1-5Ohm, Peak und Haltestrom sind dann bedingt
>durch den geringeren Widerstand automatisch viel höher...
Liest sich für mich nach Steuerung, nicht Regelung.

Autor: MaWin (Gast)
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50V Abschaltspannung kann man natürlich auch machen:


     +13V               +13V
        |                  |
     3,3Ohm(1)             |           +--Einspitzdüse
        |                  |E          |
        +-----1 Ohm(2)----|< PNP(3)    |
        |                  |           |
Zusatzsteuergerät(-)       +-|>|--|<|--+ +13V
                           | (5)  (6)  |
                           +----------|I MOSFET wie BUZ11(7)
                           |           |S
                         680 Ohm(4)    |
                           |           |
                         Masse       Masse

(1)  WIDERSTAND 3R3 2W 10%
(2)  WIDERSTAND 1K 0.6W 10%
(3)  TRANSISTOR BCX53-16 warum SMD ? BC557 oder BC328 tut's.
(4)  WIDERSTAND METALL 680R 0.6W
(5)  DIODE 1N4148
(6)  ZENER DIODE 47V 0.6 WATT

Also 4 nicht 680k Ohm sondern 680 Ohm, 2 nicht 1 Ohm sondern 1kOhm.
Die Belastbarkeit muss nicht nach Dauerbelastbarkeit berechnet werden, 
denn der Impuls ist nur kurz.
Natürlich darf die Schlatung dann nicht im aktiven Zustand ausfallen
oder dumm getestet werden.

Autor: Heiner (Gast)
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@Anreas ... stimmt, ist eine Steuerung keine Regelung

@MaWin... entschuldige mein Unwissen, aber worin liegt der Unterschied, 
dass Du die Dioden nun anders gesetzt hast? (Verbindung Transistor & 
MOSFET)

Und noch eine Frage zum Widerstand (1), wie kommt man da auf die 2 Watt? 
Wegen der von Dir angesprochenen kurzen Impulse?

...Stimmt, wenn eine der 8 Schaltungen dann ausfällt, könnte dies dann 
nur die ECU über die werkseitig vorhandene Abgasüberwachung und 
Klopfsensorik erkennen. Hm, nungut, das soll im ersten Step nicht das 
Problem sein. Man könnte das ganze ja eventuell noch durch eine Anzeige, 
bspw. LEDs oder Pieper ergänzen...

Vielen Dank das Ihr Euch die Zeit nehmt einem Unwissenden etwas unter 
die Arme zu greifen! :)

Autor: Andreas R. (rebirama)
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Wenn es keine Stromregelung ist, bringt IMHO auch die Schaltung nichts, 
da sich an der Ansteuerung der Düse nichts verändert.

BTW. Ich denke, dass der Basisstrom im PNP zu gros wird. Emitter auf 12 
V und dann die Basis mit 1 Ohm auf GND schalten?! Wohl eher 1 - 10 kOhm.

Autor: Heiner (Gast)
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@Andreas... ließ doch bitte erstmal den ganzen Text bevor Du alle 
durcheinander bringst... Klar ist es eine Steuerung und doch wird es 
funktionieren, das Zusatzsteuergerät übernimmt die Arbeit, die Schaltung 
ist nur der "Translator" ... bzgl. Widerstand... das wurde bereits 
geklärt

Autor: MaWin (Gast)
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> @MaWin... entschuldige mein Unwissen, aber worin liegt der Unterschied,
> dass Du die Dioden nun anders gesetzt hast? (Verbindung Transistor &
> MOSFET)

Die Diode soll in eine Richtung sperren, in die andere Richtung ab 47V 
leiten. Also müssen sie antiparallel sein.

        Diode
> --|>|--|<|--
  Z-Diode

Autor: Heiner (Gast)
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Ja, soweit habe ich es verstanden nur vorher waren die Dioden ohne 
Widerstand gegen +13V und nun, da an anderer Position in der Schaltung 
mit einem Vorwiderstand von 680 Ohm gegen Masse oder hat es Dir da nur 
die Darstellung verschoben?

Autor: Andreas R. (rebirama)
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Ich habe schon gelesen, was du mit der Schaltung bezwecken willst:

>Mein Anliegen ist nun aus dem Peak&Hold Signal ein simples, ich nenne es
>laienhaft On&Off-Signal zu generieren, sodass mir das eine Ampere nicht
>nur für 0,1 bis 0,2 ms sondern die komplette Einspritzzeit von bspw. 2ms
>zur Verfügung steht - und dadurch die Einspritzdüse auch sauber arbeiten
>kann.

oder habe ich dich falsch verstanden?

Ich glaube, du weißt nicht, wie ein Steuergerät das Peak & hold signal 
auf die Düse gibt, nämlich als PWM, mit einem Variabelm Dutycycle 
während eines einzigen Einspritzvorgangs.

Phase 1) Einmal lang ein, um den Strom Aufzubauen
Phase 2) kurz ausschalten, um den Strom runter zu bekommen,
Phase 3) PWM mit Freilaufdiode, um den Haltestrom verlustarm aufrecht zu 
erhalten
Phase 4) Abschalten ohne Freilauf (Spannung steigt auf Avalance-Spannung 
des FETs/Treibers), um den Strom möglichst schnell abzuschalten.

http://www.aeswave.com/TechNotes/Images/007-16.gif
Zeigt die Ausgangsspannung einer ECU beim Treiben einer Low-Z Düse. Mit 
der Schaltung bekommts du dadurch kein zu einer High-Z-Düse kompatibles 
Signal.

Muss aber nicht so sein, der Strom kann auch linear eingestellt werden, 
dann sieht die Ausgangsspannung an der ECU so aus:
http://www.aeswave.com/TechNotes/Images/007-14.gif

Der zweite Fall trifft aber nach dem was ich gelesen habe,
> Strom ... automatisch höher...
nicht.

VL hast du ein Oszibild der Spannung, die entsteht, wenn dein 
Zusatzsteuergerät eine low-z düse treibt? Damit ließe sich die Frage 
leicht klären.

Ich bin in dem Thema übrigens kein unbeschriebenes Blatt, da ich schon 
ein Zusatzsteuergerät zur Anpassung der Einspritzmenge gebaut habe (E85)

Autor: Heiner (Gast)
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Hi Andreas, sry, wollte Dir nicht zunahe treten! ... Oszibild habe ich 
leider noch nicht, eventuell kommendes Wochenende... bisher alles mit 
einem Multi gemessen, das Ding kann zwar einiges aber das wird glaube 
ich zuviel sein...

Hatte mir das so leicht vorgestellt...

Hm, heißt also... habe ich ein PWM-Signal geht die Schaltung nicht, bei 
linearem Signal funktioniert es, richtig?

was "Strom... automatisch höher" angeht, so war das auf den geringeren 
Düsenwiderstand bezogen, dadurch automatisch höherer Stromfluss.

angenommen ich hätte ein PWM-Signal, ließe sich die Schaltung dann nicht 
um einen Kondensator oder ähnliches ergänzen um das Signal zu glätten?

Grüße

Autor: Andreas R. (rebirama)
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Heiner schrieb:
> Hi Andreas, sry, wollte Dir nicht zunahe treten!

Kein Problem ;-)

> ... Oszibild habe ich
> leider noch nicht, eventuell kommendes Wochenende... bisher alles mit
> einem Multi gemessen, das Ding kann zwar einiges aber das wird glaube
> ich zuviel sein...
>
> Hatte mir das so leicht vorgestellt...
>
> Hm, heißt also... habe ich ein PWM-Signal geht die Schaltung nicht, bei
> linearem Signal funktioniert es, richtig?

Genau, das versuche ich schon die ganze Zeit zu erklären, ich glaube ich 
sollte nie Lehrer werden...

> angenommen ich hätte ein PWM-Signal, ließe sich die Schaltung dann nicht
> um einen Kondensator oder ähnliches ergänzen um das Signal zu glätten?

Könnte komplizierter werden, da es mit nem einfachen Kondensator 
schwierig ist, das Timing exakt hinzubekommen. Aber mach erstmal n Bild 
von der Spannung an der Zusatz-ECU, vl. hast du ja Glück.

Die Z-Dioden kannst du dir übrigens sparen, denn die Spannung begrenzt 
der Buz11 selbst schon auf 50V hab ich auch so gemacht.

/Offtopic
Ich hatte das Glück, dass ich ne einfache ECU mit high-Impedanz-Düsen 
hab, die nichtmal ne Diagnose für den Spulenstrom hat, als dummy reichte 
ein hochohmiger Widerstand.

Was wird denn dein Projekt, bzw warum nimmst du keine komplette 
Aftermarket-ECU? So wahnsinnig teuer sind die auch nicht im Vgl. was man 
sonst so in ein Bike/Karre steckt.

Viel Erfolg!

Autor: Heiner (Gast)
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Gut, dann hoffe ich das die Oszimessung kommendes Wochenende auch 
wirklich hinhaut, das lässt mir keine Ruhe.

Das ganze ist für ein kleines Autogas-Motorsportprojekt von mir gedacht. 
Das Gas wird dabei flüssig eingespritzt. Leider gibt es bei den flüssig 
einspritzenden Anlagen aber keine frei programmierbaren Steuergeräte. 
Bei Verdampferanlagen welche das Gas in dampfhase zuführen sind 
Steuergeräte standart, allerdings damit auch niederohmige Düsen. Um doch 
zu einem Steuergerät zu kommen möchte ich nun also hochohmige 
Gaseinspritzdüsen für flüssige Medien mit einem Steuergerät für 
niederohmige Einspritzdüsen kombinieren und hätte so die für meine 
Ansprüche ideale Anlage. Mittels MAP ließe sich dann alles sehr sauber 
abstimmen inkl. Last- und Drehzahlabschaltung und diverse andere tolle 
Dinge die man so einstellen kann. Grüße

Autor: Andreas R. (rebirama)
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Nett :-)

Die Flüssigeinspritzung hätte im meine Augen vorallem den Vorteil der 
zusätzlichen Gemischkühlung, dadurch dass der Verdampfungsprozess direkt 
vor den Ventilen stattfindet. Dazu noch die höhere Octanzahl... das 
schaft Möglichkeiten :-)

Ich nehme an, dass die neue Abstimmung über das Zusatzsteuergerät 
geschehen soll. Allerdings ist man so auf die Spritmenge allein 
beschränkt, kein Zündwinkel. Aber ich habe auch keine Ahnung, ob sich 
der Brennverlauf bei Gas ändert?!

Falls du die Sprit-Kennfelder in der Haup-ECU ändern kannst: Ist es der 
nicht egal, ob sie jetzt Gas oder Benzin einspritzt? oder willst du 
bivalent fahren können?
Es gibt auch Aftermarket ECUs die mit Zwei Sätzen an Düsen fahren 
können, und somit bivalentfähig sind -> Aus einem Guss, ohne 
Zusatzkästchen.

Grüße

Autor: Heiner (Gast)
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Jup, die neue Abstimmung soll über das Zusatzsteuergerät erfolgen bzw. 
das Fahrzeug bivalent bleiben... sonst wäre es ja einfach nur Kennfeld 
anpassen und gut :) ... Das originale Steuergerät soll dabei auf jeden 
Fall erhalten bleiben, wäre aber auch nicht das Thema weil die ICOM, 
also der Hersteller der Anlage, ohnehin nur eine Umschaltbox vorsieht, 
also ein dummes Bauteil mit Relais, die Abstimmung findet somit 
normalerweise nur rein mechanisch an den Düsen statt.

Grüße

Autor: MaWin (Gast)
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> oder hat es Dir da nur die Darstellung verschoben?

Nein, in der ersten Darstellung (war nur eine Diode drin, aber die 
mögliche zusätzliche Z-Diode im Text bescherieben) musste die Diode die 
Verlustleistung übernehmen, daher ein 1.3W Modell.

Dann kam Andreas R.'s Beitrag mit dem Vorschlag, den FET die Vernichtung 
der Energie zu überlassen, daher habe ich die Dioden umgehängt, damit 
sie bei Überspannung den FET zum leiten bringen. Man braucht nun keine 
5W Diode, sondern es reicht eine kleine.

Im letzten Beitrag habe ich nich die Richtung der Z-Diode und Diode 
korrigiert.

Autor: Heiner (Gast)
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Ok, verstehe. Heißt die Dioden sind nach letzter Darstellung vertauscht 
bzw. auch gedreht. Also wie folgt:

         Diode
> --|<|--|>|--
    (6)  (5)
  Z-Diode

Autor: MaWin (Gast)
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> Also wie folgt:

Nein, andersrum.

Autor: Heiner (Gast)
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So, auch ohne ein Oszibild gemacht zu haben, habe ich nun die Info 
erhalten, das das Steuergerät ein PWM-Signal ausgibt, was ich nun 
natürlich weniger berauschend finde... bleibt die Frage was zu tun?

Autor: Andreas R. (rebirama)
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Welche PWM-Frequenz hast du denn?

Ein retriggerbares Monoflop aus einem NE555 wäre eine Möglichkeit.

Artikel dazu
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0310121.htm

Resultierendes Signal im Anhang:
Die Zeitkonstante müsste entsprechend der PWM-Frequenz gewählt werden.

Nachteil: die Einspritzzeit würde um einen festen Betrag verlängert 
werden, mindestens eine PWM-Periode. Könte man eventuell in deinem 
Zusatzsteuergerät über die Kennfelder kompensieren.

Eventuell findet sich hier im Forum noch ein Virtuose mit dem NE555, der 
weiß, wie man die verursachte Verlängerung elegant kompensieren kann.

Autor: Heiner (Gast)
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Die Frequenz konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Am Freitag, 
spätestens Samstag hätte ich ein Oszi zur Verfügung. Kurzfristig tuts 
aber eventuell auch mein Multimeter. Hz, Peaks usw. kann das Gerät 
(sofern man so ein PWM-Signal messen kann?)

Grüße

Autor: Heiner (Gast)
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Also, mein Multimeter könnte sowohl die Frequenz des Stroms als auch die 
der Spannung messen, ich kann zwischen der Steigung des Schwellenwert 
(+/-) hin und herschalten. Das Messgerät kann Frequenzen von 0,5Hz bis 
200kHz erfassen, im Messbereich bis 60V liegt der Schwellenwert des 
Zählers bei ca. 4V... ich probiers mal aus, mal schaun was das Gerät 
ausspuckt - allerdings habe ich doch etwas bedenken das das Multimeter 
so schlau ist zu erkennen, dass es sich um kein reines PWM-Signal, also 
mit zeitlichen Unterbrechungen handelt...

Autor: Andreas R. (rebirama)
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Multimeter zeigen bei unregelmäßigen Signalen meiner Erfahrung nach 
Fantasiewerte an.

Autor: Heiner (Gast)
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Jup, so geschehen.. zeigt immer irgendwas zwischen 60 und 140Hz an... am 
Samstag geh ich mit dem Oszi ran. Grüße

Autor: Heiner (Gast)
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Ich bin zwar noch immer nicht dazu gekommen mit einem Oszi das Signal zu 
messen aber nunmal eine Frage aus der anderen Richtung... für 
Dieselmotoren gibt es ja diverse Anbieter für Zusatzsteuergeräte welche 
zwischen ECU und Einspritzdüsen geschalten werden... hat mir eventuell 
jemand einen Tip für solch ein Gerät für einen V8-Benziner? Am besten 
per Laptop programmierbar und ohne das man alle möglichen Sensoren 
anzapfen muss - das Gerät soll einfach die Einspritzzeiten verlängern 
oder verkürzen können... Vlt. käme ich so schneller an mein angepeiltes 
Ziel. Grüße

Autor: Heiner (Gast)
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So, heute sollte mit dem Oszi gemessen werden, nun ist bei dem Ding die 
Röhre leider defekt gewesen - wunderbar... komme so einfach nicht weiter 
- könnte k*****

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