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Forum: Offtopic 3 oder 4 stellige Telefonnummern


Autor: K. A. (e-bastler)
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Hi.

Früher gab es ja mal 3 oder 4 stellige Telefonnummern auch für 
Privatleute und kleinere Firmen.
Heute bekommt man so kurze Nummern wohl höchstens noch bei einem 
Anlagenanschluss mit entsprechend vielen Teilnehmern, wie z.B. 
Großbetriebe.

Mein Opa hatte in seinenem Betrieb in den 60ern einen Telefonanschluss 
bekommen. Die Telefonnummer war 3 stellig.
Der Privatanschluss, den er einige Jahre später erhielt, hatte dann eine 
4 stellige Telefonnummer.
Ich kenne noch einige ältere Leute, die heute noch 4 stellige Nummern 
haben.

Meine Telefonnummer ist 7 Stellig. (mit Vorwahl 12 Stellig)

Heute noch eine kurze Telefonnummer für Privat oder eine kleinere Firma 
zu erhalten, ist wohl nicht mehr möglich.

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Was war jetzt die Frage? Wir hatten "früher" auch eine 3 Stellige 
Nummer, die gibt es heut noch so.

Autor: Oliver Stellebaum (phetty)
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Unser damaliger örtlicher Versicherungsvertreter war unter 666 zu 
erreichen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Es gab in der Großstadt üblicherweise 6-7 stellige Rufnummern. Dann gab 
es Nebenstellenanlagen, für größere Firmen, auch DuWa-Anlagen 
(Durchwahlanlagen) genannt, wobei sich die 6-7 Stellen aus einer 
zentralen Rufnummer mit z.B. 3 Ziffern und der Nebenstelle innerhalb der 
Anlage mit z.B. 4 Ziffern zusammen setzt. Die Zentrale hat meist die 
Durchwahl 0, und ist damit recht kurz.

In den kleinen Orten auf dem Land sind 3-stellige Rufnummern nach wie 
vor üblich.

Zur Bedeutung der einzelnen Ziffern gab es zu meiner Zeit eine 
Netztopologie, die den Netzaufbau bzw. Verbindungsaufbau dar stellt. Mit 
Aufkommen von ISDN hat sich das im Detail wohl ein wenig verändert.

Wenn du eine 3-stellige Telefonnummer möchtest, mußt du dich mal bei der 
Polizei (110) oder Feuerwehr (112) bewerben, oder dir ne richtig große 
Anlage kaufen... ;-)

Andere Frage: Was willst du heute mit ner kurzen Rufnummer? Du hast doch 
einen Rufnummernspeicher bzw. Wahlwiederholung, und es gibt keine 
Wahlverzögerung mehr so wie früher. Zu meiner Zeit, wo es hauptsächlich 
noch Impulswahl und keinen Speicher gab, konnte man darauf achten, daß 
die Rufnummer nicht zu lang war, und kleine Ziffern hatte. Daher stammen 
wohl auch noch die Notrufnummern mit 1 am Anfang, das war schnell 
gewählt.

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Für die Mobilfunknetze sollte es problemlos möglich sein, soche 
Kurzwahlnummern zu erhalten. Die werden ja auch häuffig für Wettbewerbe 
und dergleichen benutzt. Allerdings werden die Kosten dafür wohl nicht 
unerheblich sein.

Autor: Bernd T. (bastelmensch)
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Außerdem frag ich mich, wie man mit einer 3-Stelligen Nummer so einen 
Coolen Spruch wie "Fahrstiel nicht OK? 0800-EATMYPANTS" auf´s Auto 
bekommen soll? ;-)

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Wilhelm Ferkes schrieb:

> In den kleinen Orten auf dem Land sind 3-stellige Rufnummern nach wie
> vor üblich.

Echt? Wo? Ich kenne nur 5stellige, inkl. Vorwahl dann also 11 Nummern.
4stellige hab ich mal in kleineren Städten in den älteren Ländern 
gesehen, das waren aber auch schon ältere Anschlüsse

> Zur Bedeutung der einzelnen Ziffern gab es zu meiner Zeit eine
> Netztopologie, die den Netzaufbau bzw. Verbindungsaufbau dar stellt. Mit
> Aufkommen von ISDN hat sich das im Detail wohl ein wenig verändert.

Ja, die erste Ziffer nach der eigentlichen Nummer (ohne Vorwahl) sagt(e) 
an, in welchem Anschlussbereich man wohnt/an welcher Vermittlungsstelle 
man hängt. Durch Umzüge & Demonopolisierung ist das aber ganz schön 
aufgeweicht wurden.

Autor: Matthias S. (da_user)
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Wir ham ne vierstellige Telefonnummer, in der tiefsten Oberpfalz.

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Reinhard S. schrieb:
>> In den kleinen Orten auf dem Land sind 3-stellige Rufnummern nach wie
>> vor üblich.
> Echt? Wo? Ich kenne nur 5stellige, inkl. Vorwahl dann also 11 Nummern.

Ich nehme an du meinst 11 Ziffern inklusive der führenden 0? Diese 
werden eigentlich als 10stellige Nummern bezeichnet, der Präfix ist 
extra (und kann sich ja auch je nachdem von wo aus man anrufen will 
unterscheiden, z.B. 0049 aus diversen anderen Ländern). So war es dann 
bisher, seit Anfang Mai werden bundesweit (Ausnahme: Großstädte mit 
zweistelliger Vorwahl) nur noch 11stellige Rufnummern vergeben (also 12 
Ziffern inkl. führender 0).

Kürzere Nummern für Großkunden gibt es meines Wissens nicht mehr neu, 
allerdings können fortlaufende Rufnummern so vergeben werden, dass es 
nach aussen so aussehen kann, als gäbe es eine kürzere Nummer plus 
Durchwahl. Eine kürzere Nummer für die Zentrale geht damit dann aber 
nicht mehr.

> 4stellige hab ich mal in kleineren Städten in den älteren Ländern
> gesehen, das waren aber auch schon ältere Anschlüsse

Klar, die Regeln gelten nur für Neuvergabe, alte Nummern geniessen 
Bestandsschutz. Selbst beim Providerwechsel können die behalten werden.

Andreas

Autor: Stefan P. (form)
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Ich würde gern mal etwas abschweifen:

Bei Telefonnummern gibt es ja nie zwei verschieden lange Nummern die 
gleich beginnen - also:
Wenn es die Nummer 1234 gibt, darf es nicht auch die Nummer 12345 geben, 
weil sonst beim analogen Wählen nach 4 Ziffern schon der falsche Apparat 
klingelt.

Meine Frage nun:
Gibt es einen Algorithmus, der berechnen kann, wieviel mögliche Nummern 
es für 1,2,3,4,5... -stellige Nummern gibt?

MfG
form

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Stefan P. schrieb:
> Meine Frage nun:
> Gibt es einen Algorithmus, der berechnen kann, wieviel mögliche Nummern
> es für 1,2,3,4,5... -stellige Nummern gibt?
http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4fixcode
Man kann das ganze auch graphisch lösen, schau dir das einfach mal 
anhand eines Binärbaumes an (z.B. Huffman) dann kann man das bei Bedarf 
auch auf "höhere" Ordnung übertragen.

Autor: Pink Shell (pinkshell)
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Wer noch keine 3-stellige Nummer gesehen hat, auf den Nordseeinseln 
gibts noch viele solche.

Sucht einfach mal z.B. nach Janssen in Spiekeroog.

Ich glaube mich zu erinnern, bin mir aber nicht mehr so sicher, dass ich 
vor Jahren dort mal eine 2-stellige gesehen habe.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Pink Shell schrieb:

>Wer noch keine 3-stellige Nummer gesehen hat, auf den
>Nordseeinseln gibts noch viele solche.

Auch in der Eifel, durchweg alle Orte mit bis zu 3-stelliger 
Einwohnerzahl. Die hatten meist ganz kleine 600-er Vermittlungsstellen, 
die niedrigste Ausbaustufe. Rufnummern mit 1 oder 9 am Anfang waren 
meist für interne oder Sonderdienste. Die durfte man nicht mitzählen.

Einen Algorithmus zum Berechnen der Ziffern gibt/gab es so 
allgemeingültig nicht: Ich wohnte damals im Bereich des "Fernsprechamt 
Norden" in Köln, und arbeitete auch dort. Das ist schon eine der 
größeren Anlagen, die es überhaupt gibt. Das Amt hatte einen Ausbau für 
28000 Teilnehmer. Größer war noch die Sternengasse mit 56000 Teilnehmern 
im selben Ort, hatte auch den größten Hauptverteiler Europas (etwa 
Fußballplatz). Es gab in Norden also die Rufnummerngruppen 
720000..728999, 730000..738999, und 7390000..7399999. 6- und 7- stellige 
Nummern gemischt. Bei einer Vermittlungsstelle im Höchstausbau mit 20000 
Teilnehmern war das so gedacht, aber die war eben etwas größer: Köln 
hatte nach dem WW2 wohl mal ne Viertel Million Einwohner, heute aber ne 
ganze Million. Ursprünglich, als die Stadt noch kleiner war, hatte man 
für den Stadtbezirk nur die Rufnummerngruppen 720000..729999. Also 
10000. Vielleicht waren die lange vorher auch mal nur 4- oder 5-stellig. 
Da müßte man mal in der direkten Nachkriegszeit forschen...

Übrigens, daß dort in der Millionenstadt privat jemand schon zu Urzeiten 
eine 3- oder 4-stellige Nummer behalten konnte, die er schon vor dem 
Krieg hatte, ist mir nicht bekannt. In den 1950-ern und 1960-ern 
beschwerte sich wohl niemand über eine Anpassung an die Netztopologie. 
Man war stolz darauf, mal eine größere Telefonnummer zu bekommen. Das 
ist, wie vom Goggo auf den Benz umsteigen...

Apropos Telefon: Ich hab da gerade mal in einer alten 
Funkschau-Jahressammlung von 1954 geblättert: Alles an Werbung, was da 
drin ist, und das ist einiges, hat überhaupt keine Tel.-Nr. angegeben, 
nur Postanschriften. Sehr selten mal eine 6-stellige Berliner Nummer. Da 
wissen wir heute, wie gut wir es mit dem Internet haben...

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