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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Trafo muss belastet werden?


Autor: balou123 (Gast)
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Hallo....

ich brauche in einer Schaltung aus dem Netz 5 Volt Festspannung um einen 
Atmega 8 zu betreiben.
Dazu habe ich, weil ich nichts anderes gefunden habe einen alten Trafo 
auf meine Platine gepackt.

Daten: Primär zwei mal 110 Volt
Sec. einmal 24 Volt einmal 48 Volt

Die 110 Volt Wicklungen habe ich in Reihe geschlossen und dann nach 
meinem Brückengleichrichter
 erwartet. Wenn man mit 230 statt 220 Volt rechnet kommt man auf 
ungefähr 35 Volt. Das könnte der 7805 der danach kommt gerade noch so 
ab..(leichte Verschwendung, ich weiß) Leider ist der Spannungswert 
höher! Frage: Braucht der Trafo eine Grundlast (Es hängt nur der Atmeaga 
dran der zwei Leds treibt (2x10mA))? Wenn ja, wie berechne ich diese??

Ich habe nach dem Brückgleichrichter mal 2kOhm Zusatzlast zugeschaltet, 
dann fällt die Spannung auf die erwarteten 35 Volt (Er würde mir dann 
halt ca 0,6 Watt Verlustleistung verbraten, der 1/4 Watt Widerstand 
überlebts jedenfalls nicht lange :-D)

Bin auch für andere Ideen offen... solange ich die Platine nicht groß 
ändern muss.... hihi

Danke schon mal im Vorraus ....
Grüße
balou

: Verschoben durch Admin
Autor: Magnetus (Gast)
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balou123 schrieb:
> Leider ist der Spannungswert
> höher! Frage: Braucht der Trafo eine Grundlast

Die sekundärseitigen Spannungsangaben beziehen sich normalerweise auf 
die Ausgangsspannung bei Nennlast. Im Unbelasteten Zustand sowie bei 
Teillast liegt diese Spannung entsprechend höher.

Gruß,
Magnetus

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Die Spannungsueberhoehung bei unbelastetem Tafo nimmt mit abnehmender 
Nennleistung zu und kann bei einem 1 Watt Trafo auch schon 50% betragen. 
Bei einem 1kW Trafo sind's dann nur noch ein paar wenige %.

Autor: A. R. (redegle)
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Die Spannung auf der Sekundärseite gilt wie bereits erkannt nur bei 
Nennlast.
Bei keiner Last gilt die sogenannte Leelaufspannung.
Diese sollte normalerweise im Datenblatt stehen.

Bei großen Trafos sind dies meist nur ein paar %. Bei kleinen Trafos ist 
man schnell im 2 stelligem Bereich!

Siehe hier:
http://docs-europe.origin.electrocomponents.com/we...
bei 1kVA sind es 5% bei 15VA sind es 16%

Die beste Lösung währe ein anderer Transformator.

Ich finde deine Dimensionierung übrigens recht gewagt.

24*sqrt(2)*230V/220V=35.4839039V
Hinzu kommt noch der Spannungszuwachs wegen fehlender Last.
Das könnten 10% sein. Dann sind wir bei 39,0322943V

Es währe noch zu erwähnen, dass Schaltungen auch bei einer 
Netzschwankung von +/-10% noch funktionieren sollen.

Also kommen nocheinmal 10% dazu.
Dann sind wir bei
42,9355238V

PS:
Habe nich gesehen, dass schon vorher etwas geantwortet worden ist.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ja. Nimm'n neuen 6V Trafo. Kostet nicht die Welt. Obwohl. Als 
voschriftenbewusster Bastler, oder Professional, man besser ein fertiges 
5V/1A Schaltnetzteil nimmt. Ist meist guenstiger und die Vorschriften 
sind erledigt.

Autor: balou123 (Gast)
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Hallo

danke für euere schnellen und ausführlichen Antworten ....
Hm habs leider verstanden :-D

D.h. so geht es schon mal nicht. Als Übergangslösung werde ich mal einen 
dicken 2 Watt Widerstand als Zusatzlast dranhängen und hoffen das der 
7805 die Spannung akzeptiert (Wird gut warm... aber auch kein 
Wunder...mind 30 Volt * min 20 mA sind schon 600mW.. müsste noch gerade 
so ohne Kühlkörper gehn)

Werde mir auf Dauer mal einen neuen Trafo holen. (Ist mit Abstand die 
beste Idee)
Aber ist nicht übergangsweiße noch eine andere Methode möglich? Z.b wenn 
ich das Ding eh mit einer Zusatzlast belaste, vor den 7805 noch einen 
Spannungsteiler zu schalten

So wie ich das verstanden habe verbrät der Regler die Differnzspannung * 
den Ausgangsstrom des Reglers. Die Schaltung verbraucht dann Ausgangssp. 
* Laststrom. D.h. der Eingangsstrom des Reglers müsste ungefähr dem 
Ausgangsstrom entsprechen.

Würde ich jetzt vor den Regler (in Reihe) einen Widerstand (in Reihe) 
von 1kOhm anschließen und davon ausgehen, dass der Regler 20mA zieht 
müsste doch die Eingangsspannung des Reglers auf ca 15 Volt abfallen, 
oder?

Ich gebe es zu gewagte Theorie :-D

Autor: Ohforf Sake (ohforf)
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Bastlerlösung : wickel ein paar Windungen vom Transformator ab.
Alternative : mach eine zusätzliche Sekundärwicklung mit ca. 8V

Autor: mhh (Gast)
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... oder schalte eine Z-Diode in Reihe dazu zur Spannungsreduzierung.

Autor: mhh (Gast)
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balou123 schrieb:
> Würde ich jetzt vor den Regler (in Reihe) einen Widerstand (in Reihe)
> von 1kOhm anschließen und davon ausgehen, dass der Regler 20mA zieht
> müsste doch die Eingangsspannung des Reglers auf ca 15 Volt abfallen,
> oder?

Das machen auch renomierte Hersteller und das geht öfter mal in die 
Hose. Lieber eine Z-Diode. Dort ev. noch einen kleineren 
Reihenwiderstand (klein bzgl. Wert, nicht Baugröße) zur 
Spitzenstromreduzierung beim Einschalten wegen der Elkos.

Autor: balou123 (Gast)
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Okay, Danke... ich hab jetzt erstmal eine Z-Diode eingebaut ...

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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balou123 schrieb:
> Okay, Danke... ich hab jetzt erstmal eine Z-Diode eingebaut ...

... und da Kleintrafos ja gerade nicht  zu den exorbitant teuren Trafos 
gehören: Kauf Dir einfach einen passsenden für 3 Euro.


Dann hat die Murkserei endlich ein Ende.

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