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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Bewerbungstraining vom A-Amt


Autor: Bald.-Ing. (Gast)
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Grüß Gott mitnander!

So langsam geht's in die finale Phase meines Studiums (richtig geraten: 
E-Technik, glücklicherweise noch auf Diplom ;-)

Logischerweise stehen da auch ersten Bewerbungen an...
Wollte mich mal auf den neuesten Stand bringen, wie das so abläuft und 
was ich beachten muß. Ich dachte mir beim Arbeitsamt gibt's da sicher 
Kurse dafür. Hab deswegen mal etwas den Gockel gefüttert und eigentlich 
nur abschreckende Ergebnisse bekommen: Meistens H4'ler, die mehr oder 
weniger zwangsweise dorthin mußten und nun ihren Frunst darüber 
ablassen.

Ich meine, für mich wäre das ja auf freiwilliger Basis. Gibt's da 
zweierlei Kurse? Einen "Pflichtkurs" und einen für die, die interessiert 
sind? Oder laufe ich Gefahr, dort auf lauter Destruktive und 
Unmotivierte zu treffen und letztendlich meine Zeit nur zu vergeuden, da 
das einfach nicht auf meine Belange zugeschnitten ist?

War jemand von Euch mal dort und möchte berichten?
Oder meint Ihr, eine Einzelberatung, bzw. ein aktuelles Buch, würde mir 
mehr bringen?

Viele Grüße!

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Die Studentenwerke bieten üblicherweise Seminare zu diesem Thema an.

Autor: Bald.-Ing. (Gast)
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>Die Studentenwerke bieten üblicherweise Seminare zu diesem Thema an.

Oha, das wußte ich gar nicht! Werd mich mal erkundigen.
Danke Mark!

Autor: Der Pfarrer (Gast)
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Man merkt den Leuten an, wenn Sie beim Bewerbungstraining waren, 
einstudierte Sätze auf Standardfragen, Angst vor Spontanität. Diese 
Gespräche verlaufen in der Regel schwierig.

Ein paar Tipps zu beachten ist sicher nicht schlecht, immerhin haben 
Arbeitgeber andere Ansprüche als Kommilitonen oder Profs.

Aber bleibe auf jeden Fall Du selbst, nimm die Bewerbertrainings nicht 
allzu ernst, Du verkaufst Wissen, keinen Schein wie die VWLer

Ciao

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Bald.-Ing. schrieb:

>Meistens H4'ler, die mehr oder
>weniger zwangsweise dorthin mußten

Genau. Sowas hab ich selbst schon zweimal durch.

Wenn du unbedingt auf einen Kurs vom A-Amt möchtest, da bietet sich ja 
fast automatisch die Gelegenheit. Und zwar, wenn du nach dem Diplom noch 
keinen Job hast, und dich arbeitssuchend meldest. Da kannst du gleich 
nach sowas fragen.

In meinem ersten Kurs waren etwa zur Hälfte Absolventen. Die andere 
Hälfte Entsorgte so ab 53 Jahren. Dann noch einzelne im Mittelfeld, so 
wie ich.

Genormt ist da von den Inhalten her nichts. Beide Kurse hatten zu 
einzelnen Inhalten sogar gegensätzliche Ansichten. Da muß man sich das 
heraus nehmen, was man meint, gebrauchen zu können.


Der Pfarrer schrieb:

>Aber bleibe auf jeden Fall Du selbst, nimm die Bewerbertrainings nicht
>allzu ernst, Du verkaufst Wissen, keinen Schein wie die VWLer

So ist es.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Der Pfarrer schrieb:
> Man merkt den Leuten an, wenn Sie beim Bewerbungstraining waren,
> einstudierte Sätze auf Standardfragen, Angst vor Spontanität.

Protip: Bei solch harten Fragen wie "Warum sollten wie sie nicht 
einstellen" oder "Nennen Sie fünf ihrer Stärken und drei ihrer 
Schwächen" ist Spontanität vielleicht wohl eher fehl am Platz, da man 
sich eine irklich gute Antwort kaum mal eben schnell aus den Fingern 
saugen kann.

Autor: Bald.-Ing. (Gast)
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>>Aber bleibe auf jeden Fall Du selbst, nimm die Bewerbertrainings nicht
>>allzu ernst, Du verkaufst Wissen, keinen Schein wie die VWLer
>So ist es.

Du sprichst mir aus der Seele!
Ich denke auch, ein Vorstellungsgespräch ist doch kein Theaterstück, wo 
man die Rollen vorher auswendig lernen kann!
Hab mir mal ein Buch ausgeliehen, mit so Musterlebensläufen und Tips: 
Mann oh Mann, lauter Luftblasen...Irgendwelches BWL-Gedöns...

Anekdote am Rande:
Bewerbung zum Industriepraktikum (2 Jahre her):
Zwei Vorstellungsgespräche im selben Unternehmen, jeweils andere 
Abteilung.

1)  Arroganter BWL-Schnösel, null vorbereitet: Ich sah genau, daß er 
meine Unterlagen vor sich hatte, trotzdem sollte ich mich "vorstellen" 
:-) Hätte am liebsten gesagt: "Wer lesen kann ist klar im Vorteil!"
--> Fazit: kein Praktikumsplatz

2)  Gruppenleiter aus Fachabteilung, Ingenieur (Holzfällerhemd, Socken 
in Flechtsandalen ;-), klare Aussage: "Schauen Sie sich unsere Abteilung 
an. Wenn es Ihnen unsere Arbeit gefällt, nehmen wir Sie."
--> Fazit: Tolles Praktikum!

Autor: dagger (Gast)
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Bald.-Ing. schrieb:
> Ich dachte mir beim Arbeitsamt gibt's da sicher
> Kurse dafür. Hab deswegen mal etwas den Gockel gefüttert und eigentlich
> nur abschreckende Ergebnisse bekommen: Meistens H4'ler, die mehr oder
> weniger zwangsweise dorthin mußten und nun ihren Frunst darüber
> ablassen.
Es gibt da (glaube ich) mehrere Varianten.
Ich kenne nur den, den man bekommt wenn man von ALG 1 ins ALG 2 fällt, 
bekommt.
-generell bekommt den jeder, der ALG 2 beantragen will
-findet bei einem privaten Bildungsträger statt
-er geht eine Woche
-die ersten drei Tage behandelten das Thema Bewerbung, also
 -Aufbau einer Bewerbung
 -Anschreiben
 -Lebenslauf
 -Bewerbungsfoto
 -Bewerbungsgespräch
 -und irgendwann verlor man sich in Kleinkram, wie z.B.
  -eine dunkle Mappe ja, aber keine schwarze weil zu destruktiv
 -abschließend wurde noch einmal gezeigt wie man seine Bewerbung
  in ein pdf umwandelt, hier war das einmal MS Office mit irgendeinem
  kostenlosen pdf-Tool
-die letzten zwei Tage war die ALG 2-Einführung

Bald.-Ing. schrieb:
> Ich meine, für mich wäre das ja auf freiwilliger Basis.
Hast du Anrecht auf ALG 1? Wenn nein, wäre zumindest der eine nicht 
freiwillig.

Bald.-Ing. schrieb:
> Gibt's da
> zweierlei Kurse? Einen "Pflichtkurs" und einen für die, die interessiert
> sind? Oder laufe ich Gefahr, dort auf lauter Destruktive und
> Unmotivierte zu treffen und letztendlich meine Zeit nur zu vergeuden, da
> das einfach nicht auf meine Belange zugeschnitten ist?
Naja, die Sonne strahlt da keinem aus dem Hintern. ;-)
Bei mir waren auch ein paar Absolventen, ein paar /saisonal 
Freigesetzte/ und der Rest war betriebsbedingt gekündigt. Zwei 
Ex-Zeitsoldaten waren auch da.
Der obige Kurs war Pflicht und mit der ALG 2-Einführung gekoppelt, ich 
fand ihn nicht so gut, aber da hast du sowieso keine Wahl. Ich sage es 
mal so, ich wünsche jedem viele Bewerbungsgespräche, denn das ist außer 
Krankheit die einzige Möglichkeit dem Kurs fern bleiben zu dürfen.

> War jemand von Euch mal dort und möchte berichten?
siehe oben

> Oder meint Ihr, eine Einzelberatung, bzw. ein aktuelles Buch, würde mir
> mehr bringen?
Einzelberatung kostet Geld, schau mal bei Heiko Mell auf die Seite.
Im übrigen macht da jeder Bewerbungs-Berater sein eigenes Ding und am 
besten reitest du da auf einer Meinung.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Wenn du unbedingt auf einen Kurs vom A-Amt möchtest, da bietet sich ja
> fast automatisch die Gelegenheit. Und zwar, wenn du nach dem Diplom noch
> keinen Job hast, und dich arbeitssuchend meldest. Da kannst du gleich
> nach sowas fragen.
Vermutlich hat er nur Anspruch auf ALG 2 und braucht dann wohl auch 
nicht zu fragen.

Zu 1).
In normalen Bewerbungsgesprächen wirst du dich auch nochmal in eigenen 
Worten vorstellen müssen. Die wollen halt wissen, wie du dich so gibst.

Zu 2).
Wird dir als Ingenieur wohl nicht mehr passieren. Man wird immer wissen 
wollen, was du gemacht hast und was für Vorstellungen du von deiner 
zukünftigen Arbeit hast.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Bald.-Ing. schrieb:
> Du sprichst mir aus der Seele!
> Ich denke auch, ein Vorstellungsgespräch ist doch kein Theaterstück, wo
> man die Rollen vorher auswendig lernen kann!
> Hab mir mal ein Buch ausgeliehen, mit so Musterlebensläufen und Tips:
> Mann oh Mann, lauter Luftblasen...Irgendwelches BWL-Gedöns...

Und wenn zwischen Dir und einem tollen Job einfach mal ein planloser 
BWLer sitzt, den Du in einem Vorstellungsgespräch "überwinden" musst? 
Sagst Du dann "Nö, dann will ich den tollen Job lieber nicht"? 
augenroll

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Mark Brandis schrieb:

>Warum sollten wie sie nicht
>einstellen

>Nennen Sie fünf ihrer Stärken und drei ihrer
>Schwächen

Solche Dinge muß man vorher gut einüben, und notfalls etwas 
detaillierter erklären können. Spontanität, fällt mir bei solchen Fragen 
alles andere als leicht. Und in den Kursen erfuhr ich, daß es den 
anderen exakt genau so geht.

Ja, und dann natürlich die wirklichen Stärken und Schwächen aussuchen. 
Und nicht einfach Eigenschaften, die jeder gerne hört. Dazu sucht man 
sich am besten gute Freunde, die einen kennen, oder auch Kursteilnehmer 
nach 2-3 Tagen.

Die Erörterung solcher Fragen gibt es exakt auch in den Bewerberkursen.


Bald.-Ing. schrieb:

> Hätte am liebsten gesagt: "Wer lesen kann ist klar im Vorteil!"

Der wollte von dir gerne hören, wie gut du dich präsentierst.

Autor: Klaus (Gast)
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Bald.-Ing. schrieb:
> Arroganter BWL-Schnösel, null vorbereitet: Ich sah genau, daß er
> meine Unterlagen vor sich hatte, trotzdem sollte ich mich "vorstellen"
> :-) Hätte am liebsten gesagt: "Wer lesen kann ist klar im Vorteil!"

Wenn Du eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch erhältst, dann sind 
die Entscheider (und das ist in den seltensten Fällen die 
Personalabteilung) auf Grundlage Deiner Zeugnisse und Beurteilungen der 
Meinung, dass Du eine gute fachliche Ergänzung für das Team bist. Häufig 
steht dann nur noch die Frage offen im Raum, ob Du auch 
menschlich/persönlich ein Gewinn für die Firma bist.

Die Personalabteilung siebt unvollständige oder offensichtlich schlechte 
Bewerbungen aus und den Rest gibt sie weiter. Dem Team- oder 
Abteilungsleiter liegen somit nur glattgebügelte Bewerbungen und 
Lebensläufe vor. Also was liegt näher als den Bewerber mal etwas von 
sich erzählen zu lassen, um ein echtes Bild von ihm zu bekommen.
- Stimmen die Angaben im Lebenslauf überhaupt?
- Rattert er nur seinen Lebenslauf runter oder ist er in der Lage ein 
Gespräch zu führen (bzw. etwas zu verkaufen).
- Kann er sich kurzfassen oder schwallt er nur rum.

So eine Frage im Bewerbungsgespräch ist ein Geschenk, weil man sich 
super drauf vorbereiten kann und man sich zu Beginn des Gesprächs noch 
etwas in sicherem Gewässer verweilen kann. Man hat alle Fäden in der 
Hand und kann das Gespräch nach Belieben steuern. Wer so eine Frage in 
den Sand setzt, ist zu Recht raus aus dem Rennen.

Und wie will man in 45-90 Minuten echtes Wissen abprüfen?
Ich wurde mal bei einem Bewerbungsgespräch für ein Praktikum als aller 
erstes aufgefordert etwas über Pivot zu erzählen. Hat etwas gedauert bis 
wir gemerkt haben, dass er Pivot-Tabellen meinte und ich das 
Pivotelement. War übrigens kein BWL'er sondern ein Dipl.-Ing. (FH) 
E-Technik.

Kurzfassung: Die fachliche Qualifikation ergibt sich aus den Zeugnissen, 
die menschliche aus dem Gespräch. Belastbare Überprüfungen können erst 
in der Probezeit gemacht werden.


Zum Bewerbungstraining vom Amt:
Finger weg. Das ist komplett verwendete Lebenszeit. Die Trainings vom 
Asta und vom Studierendenwerk sind in der Regel deutlich besser. Die 
kosten nichts und sind nur Akademiker (oder solche die sich dafür 
halten).

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Klaus schrieb:

>Zum Bewerbungstraining vom Amt:
>Finger weg. Das ist komplett verwendete Lebenszeit.

Warum so ein vernichtendes Urteil? Kennst du die Kurse?

>und sind nur Akademiker

Eben. Gibts beim Amt auch.

Autor: Paul (Gast)
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Das Bewerbungstraining bei Amt hat natürlich eine wichtige Funktion: 
Schönen der Statistik, Schikane. Also inhaltlich würde ich da eher wenig 
erwarten.

Autor: Klaus (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
>>Zum Bewerbungstraining vom Amt:
>>Finger weg. Das ist komplett verwendete Lebenszeit.
>
> Warum so ein vernichtendes Urteil? Kennst du die Kurse?

Nach dem Studium musste ich daran teilnehmen, ob ich bereits eine 
Job-Zusage hatte und nur 4 Monate überbrücken musste. War halt ein 
Trainee-Programm mit festem Start-Datum. Widerspruch wurde vom Amt 
verschleppt und ich hatte keine Lust auf Stress also bin ich 
hingegangen.

Der Kurs dauerte eine Woche und war inhaltlich identisch mit einem Kurs 
vom Asta, der allerdings nur zwei Nachmittage ging. Einen Tag 
Anschreiben + Lebenslauf, der nächste Tag Bewerbungsgespräch. Reicht 
völlig. Wer nicht weiß, wie man einen Brief formal setzt, kann ja gerne 
den 5-Tageskurs nehmen.

Autor: Klaus (Gast)
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obwohl

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Paul schrieb:

>Schönen der Statistik, Schikane

Da ist was wahres dran.

>Also inhaltlich würde ich da eher wenig
>erwarten.

Würde. Also auch keine richtige Ahnung.


Klaus schrieb:

>Wer nicht weiß, wie man einen Brief formal setzt, kann ja
>gerne den 5-Tageskurs nehmen.

Nun, ich für meinen Teil nahm vergangenes Jahr an einem Ingenieurprojekt 
des Amtes (ZAV Bonn, Zentrale Auslands- und Fachvermittlung) teil, was 
einen solchen Kurs beinhaltete. Der nannte sich Ingenieur-Profiling. 
Übrigens, war der Kurs nicht groß angeleitet, sondern überwiegend 
beaufsichtigt. Und zwar von Personalern und Unternehmensberatern aus der 
Wirtschaft. Die Inhalte, erarbeiteten sich die Teilnehmer selbst. Sind 
ja Ingenieure.

Ich fands gut.

Eine Jobgarantie ist das alles aber noch lange nicht. Über die 
Erfolgsquoten weiß ich nichts.

Autor: Paul (Gast)
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>Würde. Also auch keine richtige Ahnung.

Kommt ja auf den beauftragten Bildungsträger an. Bandbreite von seriös 
bis Abzocker.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Paul schrieb:

>Kommt ja auf den beauftragten Bildungsträger an. Bandbreite von
>seriös bis Abzocker.

Richtig. Also, Amt ist nicht gleich Amt! Die beauftragen verschiedene 
Bildungsträger, je nach Fall bzw. Kandidat. Zu einem Bewerbungskurs für 
Schulabbrecher wollte ich als Ing. freiwillig auch nicht gerade gehen.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Diese B-Trainings mögen für den Absolventen oder jemanden
der kürzlich erst arbeitslos geworden ist, noch Sinn machen.
Wenn man dann die Grundlagen verstanden hat wird man dann
wieder auf die Menschheit, hier Arbeitgeber, losgelassen.
Allerdings sollte man sich das nicht mehr als eine Woche
zumuten sonst wird das ganze nur eine Zwangsarrestierung,
insbesondere für H4-Kandidaten die dann dem Profitstreben
des Bildungsträgers dienen soll. Die werden nämlich tageweise
bezahlt. Kursinhalte gaga. Da kann man seine Zeit auch
sinnvoller verplempern und muss auch nicht Unannehmlichkeiten
hinnehmen, wie Verbote, Einschränkung der Freiheit und
Stumpfsinn.
Für Langzeitarbeitslose ist das dann nur Steuervergeudung
(was denen ja egal sein kann) und deshalb steht die Streichung
dieses Haushaltspostens auch im Sparpaket drin (sofern sich
da nichts geändert hat). Die Neuverschuldung soll ja doch
nicht so schlimm sein und da könnte dann im Sparpaket wieder
einiges gestrichen werden.
Übrigens wer Zwangsverordnet da nicht hin will, kann auch
nicht gezwungen werden, auch wenn die Persönlichen Ansprech-
partner den Eindruck vermitteln.
Am sinnvollsten bemüht man sich die Rahmenbedingungen beim
Träger zu klären was da eigentlich abgehen soll und wenn
das nicht stimmig und transparent ist(was die Regel ist),
sprich keine Aussichten auf Erfolg bietet, ist das ganze
deFacto rechtswidrig und kann bedenkenlos geschmäht werden.
Hauptsache man hat sich darum gekümmert und für sinnfrei
erachtet.
Die Behörde sammelt nur EGVs und das halbjährlich. Alternativ
kann man auch in einer EGV vereinbaren das man sein Profil in
die Jobbörse einstellt und sich verpflichtet bei einer
entsprechenden Anfrage sich zu bewerben.
Das wäre legitim, in der Regel sinnlos, aber man hätte den
Kopf frei für sinnvolleres. Eine Sperre muss man nur fürchten
wenn man sofort alles ablehnt aber nicht wenn man sich drum
kümmert und feststellt das das ganze Murks ist.
Wenn die Verwaltung wirklich was erreichen wollte müssten
die erst mal ein Netzwerk zu den Firmen haben. Fachleute
haben, die sich in den Berufen auskennen wie es ja eigentlich
im Jobaktivgesetz ursprünglich wohl mal gedacht war und dann 
BELEGUNGSRECHTE an Arbeitsplätzen erwerben damit dann die
Leute wirklich eine echte faire Chance hätten.
Das ganze ist nicht meine Idee, sondern praktizierte mal
das Sozialamt ähnlich mit Sozialwohnungen und ich sehe
keinen Grund warum das nicht auch für Arbeitsplätze
funktionieren sollte, gesetzt den Fall Arbeitgeber und
Arbeitnehmer passen zueinander. Nur hätte uns dann der
Sozialismus eingeholt und würde sich dann Planwirtschaft
nennen.

Autor: Tilo (Gast)
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Mir ging es vor einem Jahr so wie dir.
Meine Erfahrungen mit dem Arschamt waren durchwachsen.
Bei uns gab es ein "Hochschulteam". Die sind speziell für Akademiker da 
und haben gute Sachen angeboten. Die Mitarbeiter waren freundlich und 
motiviert! Deren Angebote können aber nur wahrgenommen werden, so lange 
man vom Amt kein Geld bekommt.

Das "normale" Bewerbungstraining vom Arschamt kannst du in die Tonne 
kicken. Da sitzt du dann mit Hartz IVern zusammen und es werden vor 
allem banale Dinge durchgesprochen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Mike Hammer schrieb:

>Am sinnvollsten bemüht man sich die Rahmenbedingungen beim
>Träger zu klären was da eigentlich abgehen soll und wenn
>das nicht stimmig und transparent ist(was die Regel ist),
>sprich keine Aussichten auf Erfolg bietet, ist das ganze
>deFacto rechtswidrig und kann bedenkenlos geschmäht werden.
>Hauptsache man hat sich darum gekümmert und für sinnfrei
>erachtet.

Klären kann man was, wenn man nicht gerade einen superkorrekten Betreuer 
hat, der gelegentlich kooperativ ist. Ansonsten bekommt man die Dinge 
einfach aufs Auge gedrückt.

Ich für meinen Teil, hielt die Teilnahme an Kursen durchaus für 
verbindlich. Immer war da die Rechtsbehelfsbelehrung mit dran, und ein 
Fragebogen zur Angabe von Gründen, wenn was nicht geht. Da war dann 
sowas wie z.B. Kinderbetreuung oder Pflege. Ohne Gründe ablehnen, war da 
nie vorgesehen. Dazu zählte auch das eigene Ermessen wegen 
Sinnlosigkeit. Sowas führte gleich wieder zur Rechtsbehelfsbelehrung.

Na ja, gefruchtet, und zum Ziel geführt, hat bisher von alle dem nichts. 
So ist man denn von den regelmäßigen quartalsmäßigen 
Besuchsaufforderungen mit EGV einfach nur genervt. Als ob man krank 
wäre, und ständig zum Arzt müsse.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Tilo schrieb:

>Deren Angebote können aber nur wahrgenommen werden, so lange
>man vom Amt kein Geld bekommt.

Richtig. Das hat mir mein Betreuer auch so erklärt. Sobald ich H4 
beantrage, bin ich bei der ARGE (das ist eine Etage tiefer, im wahrsten 
Sinne des Wortes), und von der Betreuung endgültig weg. Dann kann ich 
Straße fegen gehen, oder für lau bei "H4-er für Unternehmen" arbeiten. 
Billigere Trampoline als Chinesen bauen, o.ä..

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Lasst euch nicht Bange machen. Seitdem Sozialgerichte den Argen ein
gestörtes Verhältnis zum Rechtsstaat attestiert haben und die dann
nicht mal jemanden zur Verhandlung schicken machen die da auch nur
noch Dienst nach Vorschrift und sammeln EGVs damit man sieht das
man was tut. Briefmarken lecken wäre sinnvoller. Natürlich kann
das Amt einen Verwaltungsakt erlassen, aber ich habe mal wo gelesen
das die inhaltlich zu mehr als 50% keinen Bestand haben wegen div.
Fehler und Mängel. Ich halte es auch Rechtstaatlich für bedenklich
über Sanktionen die Menschen zu bestrafen. Da geht das recht schnell
den Bach runter, vor allem bei unterschiedlichen Verhältnissen in den
Bedarfsgemeinschaften. Man kann ja Widerspruch einlegen und beweis-
pflichtig vor Gericht ist zunächst mal die Arge. Und die haben sich vor 
Gericht schon öfter ne blutige Nase geholt. Das soll zwar den Charakter 
formen aber bei den Schreibtischtätern hab ich da wenig Hoffnung das
das noch was bringt. Bin ja mal gespannt wenn jetzt weitere Kommunen zu 
Optionskomunen werden und dann Bürgerarbeit eingeführt wird was
ja nun auch nur eine abgespeckte Form des Ein-Euro-Jobs zu sein scheint.

Autor: Tilo (Gast)
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Gerichte sind schön und gut, nur wann ekommt man Recht?

Ich habe wegen einem offensichtlichen Fehler seit einem Jahr eine Klage 
laufen. Mir tut das jetzt nicht mehr finanziell weh, aber wenn ohne 
Einkommen 80Euro im Monat fehlen, nützt es nichts, wenn man irgend wann 
REcht bekomme, aber vorher verhungert ist.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Tilo schrieb:

>aber wenn ohne Einkommen 80Euro im Monat fehlen, nützt es
>nichts, wenn man irgend wann REcht bekomme, aber vorher
>verhungert ist

Eben, das ist es ja. Man ist auf Gedeih und Verderb dem Wohlwollen 
einiger Bananen ausgesetzt. Vor einiger Zeit, gab es hier einen 
Zeitungsartikel über einen Fall, wobei die Betroffenen noch nicht mal 
das Geld hatten, zu ihrem eigenen Gerichtstermin anzureisen...

Denn Reisen ohne Job, ist was ganz anderes, als Spesenkasse, oder 
Firmenwagen mit Tankkarte. Ebenso bei Bewerbungsfahrten quer durch 
Deutschland.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>aber vorher verhungert ist.
Bundesweit, vor allem in den Großstädten gibt es Tafeln,
Suppenküchen und Lebensmittelverteilungen. Wie es auf dem Lande
aussieht weiß ich nicht, dürfte ab einer bestimmte Bevölkerungsdichte
ähnlich Einrichtungen geben, nur eben kleiner.
Wer H4 bekommt kann da bedenkenlos Leistungen in Anspruch nehmen.
Man muss nur seinen inneren Schweinehund überwinden, aber wenn
man sich erst mal dran gewöhnt hat, ist das gar nicht so schlimm.
Das einzige Bedenkliche ist das diese Institutionen immer mehr
Zulauf erhalten und irgendwann mal eine Kapazitätsgrenze überschritten
wird. Aber Lebensmittel kann man ja auch rationieren. Zumindest
hilft es etwas besser mit H4 aus zukommen.

>zu ihrem eigenen Gerichtstermin anzureisen...
Das kann man seinem Anwalt überlassen evtl. gibts auch
Fahrscheingutscheine o.ä. vom Gericht. Ist Bestandteil
der Prozesskostenhilfe, man muss nur Bescheid wissen und
das kann man im Web oder bei Rechtspflegern der Gerichte
erfahren.

Autor: Tilo (Gast)
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Solche Sprüche sind die besten. Schon mal mit 359Euro im Monat auskommen 
müssen?

Das mit dem "verhungern" war natürlich zugespitzt. Mit 359 Euro bleibt 
nicht viel Spielraum, wenn zusätzlich 80Euro davon fehlen. Es gibt 
Fixkosten, die sich nun mal nicht weiter nach unten drücken lassen.
Unabhänig davon hat das Arschamt eine soziale Verpflichtung, der es 
häufig nicht nachkommt. Schlimmer noch, durch asoziales Verhalten der 
Mitarbeiter werden soziale Härtefälle erst erzeugt oder provoziert.

Autor: Selbstständiger (Gast)
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Dass man davon keine großen Sprünge machen kann, ist klar.

Aber man kann davon durchaus vernünftig leben.

Eine Bekannte kommt mit dem Geld gut über die Runden, allerdings:

- kocht sie auch selbst
- führt sie Haushaltsbuch

Vor allem das Selberkochen spart eine Menge Geld (selbst vor zwei Jahren 
ausprobiert).
Mit 35 Euro pro Woche bin ich für das Essen/Getränke gut hingekommen.
Allerdings muss man dann zu frischen Produkten greifen, anstatt zur 
Fertigpizza und sich auch mal eine Stunde hinstellen und wirklich 
kochen.

Was ist in den 359 Euro denn noch drin?

Autor: Jens Plappert (Firma: FTSK) (gravewarrior)
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Also den Schrott vom A-Amt kannste knicken. Mich hatten die bereits nach 
2 Monaten in den Kurs Aktivierung und Reaktivierung geschickt (Der für 
die Motivation Langzeitarbeitsloser gedacht ist, und der das 
Bewerbertraining beinhaltet). Keiner war länger als 4 Monate Arbeitslos, 
also schonmal die falsche Zielgruppe der Statistik zuliebe.

Anstatt auf Bewerbungsschreiben im speziellen einzugehen wurde 
LKW-fahrern das allerwichtigste in Word gezeigt. Zu den Bewerbungen 
selbst: Wir hatten da so ein tuckiges Grinsebärle als Dozent, total 
eingeschnappt wenn man seinen lehhrreichen ergüssen nicht in gebührendem 
Maße folgte. Der Typ war einfach ebscheuert, hatte nen Sprachfehler ohne 
Ende und war so kauzig, dass der ja nur bei so ner vom AA beauftragten 
Firma landen konnte.

Sein Motto: Auffallen um jeden Preis "Ich habe mir z.B. immer diese 
tollen Bewerbungsflyer gemacht". Toll. Die waren Knallbunt, haben 
ausgesehen wie ne Karte vom Pizzadienst. Mit sowas kannste dich vl als 
Werbegrafiker oder als Schlampe für alles bewerben, aber doch nicht in 
nem ernstzunehmenden Umfeld eines "normalen" Industruie- oder 
Handwerksjobs.

Ratet mal wer diesem selbsternannten Bewerbungs- und Computerguru trotz 
totalem desinteresse dann noch den Router neu einrichten durfte.

So wirklich konnte der nämlich eigentlich garnix.

Also meiner Meinung nach sind die Bewerbertrainings vom AA fürn Arsch.

Autor: Rex Gildo jr. (Gast)
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Moin!

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen ,dass das A-A(hehe)MT hält was 
die ersten 2 A´s versprechen ;)

Gelangweilte desinteressierte Arbeitsvermittler, die lustlos 
Berufsbegriffe in unübersichtliche Suchmasken eingeben. Und einem 
hanebüchene Jobangebote offerieren.

Als ich damals zu Ende studiert habe, hatte ich rechtzeitig eine 
passende Stelle gefunden. Musste mich dennoch für ca. 1 Monat arbeitslos 
melden. Die gute Frau dort, hatte nichts besseres zu tun als nassforsch 
und kackfrech darauf hinzuweisen, dass ich eine mehrmonatige Sperre an 
Arbeitslosengeld bekommen würde, da ich nicht rechtzeitig beim 
Arbeitsamt war.

Woraufhin ich nur entgegnete, dass mir das herzlich egal wäre ;)

Die Frechheit (wirklich so passiert) war, als sie mir dann nen AG2 
Antrag mitgab. Mit der Begründung ich könnte ja in wenigen Monaten vor 
Ablauf der Probezeit gekündigt werden. Für den Fall hätte ich die 
Papiere schon mal griffbereit gg

Meiner Meinung nach ein Sauladen, ohne selber aktiv zu werden gewinnt 
man keinen Blumentopf.

Zum Bewerbungstraining kann ich gravewarrior nur bestätigen. Wenn mir 
als angehender ING. empfohlen wird eine quietschbunte Bewerbungsmappe 
abzugeben, gegen die selbst jedes Comicheft blass aussieht, na dann gute 
Nacht ;)

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Jens Plappert schrieb:

>Also den Schrott vom A-Amt kannste knicken. Mich hatten die
>bereits nach 2 Monaten in den Kurs Aktivierung und Reaktivierung
>geschickt (Der für die Motivation Langzeitarbeitsloser gedacht
>ist, und der das Bewerbertraining beinhaltet). Keiner war länger
>als 4 Monate Arbeitslos, also schonmal die falsche Zielgruppe
>der Statistik zuliebe.

Dann hattest du sicher keinen Hochschulabschluß. Ist klar, dann wirst du 
zusammen mit Schulabbrechern in Kurse gestopft, die dann wirklich eine 
kunterbunte Mischung sind, und wo die Teilnehmer vermutlich erst mal was 
über Rechtschreibung lernen müssen.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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@ Jens Plappert
>Keiner war länger als 4 Monate Arbeitslos,
>also schonmal die falsche Zielgruppe der Statistik zuliebe.
Wie lange hast Du denn gelitten?
>>Firma: FTSK
Selbständig oder abhängig beschäftigt?

>Der Typ war einfach ebscheuert, hatte nen Sprachfehler ohne
>Ende und war so kauzig, dass der ja nur bei so ner vom AA
>beauftragten Firma landen konnte.
Da wird gefördert das kein Auge trocken bleibt. Wahrscheinlich
ne Behindertenstelle. Die Träger nehmen alles was Geld bringt.
Aufgrund des Sparpaket der Regierung dürfte der Geldsegen aber
bald nur noch Geschichte sein. Frau v. Leyen hat ja auch gesagt:
Zu ineffektiv.

>aber doch nicht in nem ernstzunehmenden Umfeld eines "normalen"
>Industruie- oder Handwerksjobs.

Haste es denn mal versucht? Oder haste Angst gehabt das man bei
dir ne Pizza bestellen würde?

Ich habe mal von so einem armen Kerl so einen Flyer bekommen.
Allerdings bin ich kein Arbeitgeber sondern in der selben Situation.
Verschickt wurde der Flyer von so einem Träger der das wohl mit der 
Gießkanne hirnlos verschickt hat. Meine Anschrift haben die dann wohl
ohne meine Zustimmung vom Arschamt bekommen und irgendwie
durcheinander gebracht. Jedenfalls war der Flyer auch recht bunt.
Bei uns Technikern könnte ich mir ja noch vorstellen das man Teile
eines Stromlaufplan oder eines Layouts als Background nehmen könnte,
aber ob das funzt? Glaub ich nicht, weil die Wirtschaft viel zu
sehr in verkrusteten Denkstrukturen gefangen ist. Da dann lieber
ein normales Geschäftsschreiben und ne bunte Visitenkarte dran.
Das wäre professionell. Nur bei LZAs(Langzeitarbeitslosen) wohl
zwecklos.
Aber vielleicht macht man irgendwann aus jedem LZA einen Behinderten
und da ist die Wirtschaft dann in Zugzwang, sofern die sich nicht
mit ner Zahlung wieder aus der Affäre stehlen.

Für LZAs sehe ich eigentlich nur die Chance der Selbständigkeit, wo
dann der Lebenslauf keinen mehr juckt aber ohne vernünftiges
Startkapital und weitere Förderung genauso zwecklos.

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Wilhelm.

> Dann hattest du sicher keinen Hochschulabschluß. Ist klar, dann wirst du
> zusammen mit Schulabbrechern in Kurse gestopft, die dann wirklich eine
> kunterbunte Mischung sind, und wo die Teilnehmer vermutlich erst mal was
> über Rechtschreibung lernen müssen.

Zum einen bin ich selber das beste Beispiel dafür, das auch Leute mit 
Hochschulabschluss durchaus Probleme mit Rechtschreibung haben, die so 
gravierend sind, das sie nur mit einem "Kurs" kaum zu beseitigen sind.

Zum anderen bin ich selber auch das beste Beispiel dafür, das Du einen 
Hochschulabschluss nach ein paar Jahren auch vergessen kannst. Bei 
Techniker Ausbildungen ist (war?) es so, das die auch offiziell 
"verfallen" wenn Du nicht nach dem Bestehen irgendwann ein paar Jahre 
Praxis vorweisen kannst. Inoffiziell ist das mit allen Ausbildungen 
so.....wobei die Praxis auch als verfallen gilt, wenn sie länger als ein 
Jahr vorbei ist oder aus einer anderen Branche kommt. Und vielfach ist 
"Erfahrung" auch ein Klotz am Bein, wenn sie veraltet oder falsch ist, 
aber aus dem Untergrund heraus dem Denken immer wieder ein Bein stellt.

Wenn ich hier so einige Diskussionen verfolge, merke ich, das ich riesen 
Wissenslücken bekommen habe, und eigentlich 2-4 Semester Studium 
nachschieben müsste. Wobei meine Lerngeschwindigkeit in den letzten 
Jahren aber auch drastisch abgenommen hat.......

Zumindest ich würde durchaus in eine Klasse von Schulabbrechern passen, 
und im Gegensatz zu mir vermute ich mal bei denen eine deutlich höhere 
soziale Kompetenz, besseres Durchsetzungsvermögen und vor allem besser 
funktionierende Instinkte.

Wenn meine vorauszusehende Arbeitslosigkeit irgendwann einsetzt, werde 
ich jedenfalls zum erstbesten Verleiher gehen, der mich überhaupt nimmt, 
und froh sein, eine Stelle zu haben.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Mike.

> Für LZAs sehe ich eigentlich nur die Chance der Selbständigkeit, wo
> dann der Lebenslauf keinen mehr juckt aber ohne vernünftiges
> Startkapital und weitere Förderung genauso zwecklos.

Langzeitarbeitslose sind nicht nur formal wegen ihres Lebenslaufes 
arbeitslos, sondern weil die Erfahrung der Industrie gezeigt hat, das im 
Durchschnitt jemand mit einem solchen Lebenslauf für das Unternehmen 
weniger bringt als andere Bewerber. Das ist ein "Durchschnitt" und muss 
für den Einzelnen nicht stimmen. Trozdem ist es zu effizient für die 
Unternehmen, einfach nur auf den Lebenslauf zu schauen, als das sie es 
lassen würden.

Abgesehen von diesen Ausnahmen sind aber genau die Probleme, die bei 
einem Langzeitarbeislosen dazu führen das er langzeitarbeitslos ist, 
aber auch genau die Probleme, die verhindern das er sich erfolgreich 
selbstständig macht. Mal ganz unabhängig von fehlendem Startkapital.
Sich selbstständig zu machen, ist das allerallerletzte, was ich diesen 
Leuten (und mir selber) raten würde. Es ist eher als Verzweiflungstat 
anzusehen, aber nicht sinnvoll.

Ausserdem, was sollen die denn machen? Ich habe jedenfalls habe öfter 
Flyer im Briefkasten von Leuten, die für 2 Euro die Stunde die Hecke 
schneiden, den Rasen mähen, den Zaun streichen, die Tasche tragen beim 
einkaufen usw. Selbst wenn ich einen Rasen zum mähen hätte, hätte ich 
das Geld dafür nicht über, und hätte ich das Geld, wäre mir immer noch 
wohler dabei, es selber zu erledigen.

Jedenfalls sind die Positivbeispiele die ich bisher gesehen habe, alles 
Ausnahmefälle, die nicht auf die Allgemeinheit übertragbar sind.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>Abgesehen von diesen Ausnahmen sind aber genau die Probleme, die bei
>einem Langzeitarbeislosen dazu führen das er langzeitarbeitslos ist,
>aber auch genau die Probleme, die verhindern das er sich erfolgreich
>selbstständig macht.

Das sehe ich aber ganz anders. Es ist ein Riesenunterschied ob man
sich in der Trettmühle eines Abhängigkeitsverhältnisses, oder
man sich in einer Selbständigkeit befindet, wo man nur sich selbst,
dem Finanzamt, seinem Kunden, evtl. Bank(bloß nicht) und seinem
innerem Schweinehut verantwortlich ist. Ist häufig nur ne Kapitalfrage.
Wenn man das nicht hat ist es logisch wenn man dann pleite ist.
Als Selbständiger können einem zwar auch Sorgen plagen, aber für die 
Problembewältigung gibt es oft eine Lösung und man hat auch bessere
Chancen gutes Geld zu verdienen. Als Beschäftigter (so wie ich früher)
hat nur mit der Angst um seinen Arbeitsplatz leben zu müssen.
Wenn man überleben will und das heißt für mich ein ordentliches
Einkommen, muss man vom Paulus zum Saulus werden.
Ansonsten beschreibe mal was das für Probleme sein sollen?

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Mike.

> Es ist ein Riesenunterschied ob man
> sich in der Trettmühle eines Abhängigkeitsverhältnisses, oder
> man sich in einer Selbständigkeit befindet, wo man nur sich selbst,
> dem Finanzamt, seinem Kunden, evtl. Bank(bloß nicht) und seinem
> innerem Schweinehut verantwortlich ist

Du befindest Dich dann gleichzeitig in verschiedenen Tretmühlen: dem 
Finanzamt, den Kunden, der Bank........

> Ansonsten beschreibe mal was das für Probleme sein sollen?

Als ein Beispiel sei soziale Kompetenz gemeint. Als selbstständiger 
MUSST Du die haben. Sonst bekommst du erst gar keine Aufträge. Den 
Sonderfall Scheinselbstständigkeit, wo andere für meine Aufträge sorgen, 
lasse ich jetzt mal aussen vor.
Als Angestellter hast Du (es sei, Du hast zuviele Kundenkontakte), 
Deinen Cheff und ein paar Kollegen, und das wars.....mit den paar ist 
einfacher, auszukommen, und die schirmen Dich auch gegenüber der 
Kundschaft ab.
Letztlich musst Du also lediglich lernen, mit Deinem Cheff und den paar 
Kollegen klarzukommen. Aber Kunden......das sind ganz viele und immer 
neue.

Natürlich, ich kann alles lernen, aber ohne daß mir soziale Kompetenz 
sozial vererbt oder als Begabung zugefallen ist, bleibt soziale 
Kompetenz eine krampfige Angelegenheit. Eigentlich habe ich dann zu 
meinem normalen Job einen zweiten paralell....den eines Schauspielers, 
der seinem Umfeld normales Verhalten vorspielt. Das ist stressig, 
anstrengend und geht sehr auf die Effizienz.

Der nächste Punkt sind Managment Kompetenzen. Die brauchte ich im 
Studium zwar auch, aber mir sind ebenfalls sozial die 
Managementkompetenzen von 1920 vererbt worden, was sich mit denen von 
1990 zimlich biss, und so war das Studium für mich ein einziger Krampf. 
Ich würde sowas auch nicht nochmal Anfangen wollen, aber damals war ich 
noch naiv und dachte, das ich das irgendwann irgendwie mal richtig 
lerne. Es blieb mir immer sehr fremd.

Pustekuchen. Wenn ich die Spielregeln eines Spiels nicht verinnerlichen 
kann, ist die Strategie, das Spiel so weit wie möglich zu vermeiden, und 
nicht versuchen wollen, das Spiel auch noch gewinnen zu wollen.
Ich musste eben lernen zu aktzeptieren, für immer ein "Looser" zu sein.

In klaren Worten: Für mich wäre es besser für 4 Euro die Stunde Regale 
einräumen oder Klo putzen als mich selbstständig zu machen. Allerdings 
gebe ich zu, das selbst solche Jobs mittlerweile sehr knapp sind. Das 
heisst aber nicht, daß Selbstständigkeit dadurch zur Alternative wird.

Wenn mein Schiff im Nordpolarmeer sinkt, habe ich nur noch die 
Alternative des Rettungsbootes. Selber schwimmen (auch mit Schwimmweste) 
ist definitiv KEINE Alternative. Aber möglicherweise bist Du ja, im 
übertragenen Sinne, ein Wal. Für Wale ist es ok, im Nordpolarmeer zu 
schwimmen. Und die wären wiederum auf dem Schiff oder im Rettungsboot 
fehl am Platze. :-)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Bernd Wiebus schrieb:

>Zum einen bin ich selber das beste Beispiel dafür, das auch
>Leute mit Hochschulabschluss durchaus Probleme mit
>Rechtschreibung haben, die so gravierend sind, das sie nur
>mit einem "Kurs" kaum zu beseitigen sind.

Wie ich sehe, beherrschst du die Rechtschreibung aber ganz 
ausgezeichnet. Ich meinte eher die Kategorie Analphabeten. Immerhin 
sollen wir so um die 5 Prozent davon haben. Ich selbst kenne manche noch 
von früher aus der Schule. Die bekamen nicht mal den Hauptschulabschluß, 
können bis heute ihren eigenen Namen nicht schreiben, und auch kein 
Ortsschild lesen, wo man gerade durch fährt. Sind aber erfolgreiche 
Hilfsarbeiter auf dem Bau geworden.

>Zum anderen bin ich selber auch das beste Beispiel dafür, das Du
>einen Hochschulabschluss nach ein paar Jahren auch vergessen kannst.
>Bei Techniker Ausbildungen ist (war?) es so, das die auch offiziell
>"verfallen" wenn Du nicht nach dem Bestehen irgendwann ein paar
>Jahre Praxis vorweisen kannst.

Ich weiß, daß mein Abschluß und die gesamten über 20 Jahre BE und die 
bestandenen Titel in den Elektrobranchen nichts mehr wert sind. Das 
sagte mir kürzlich noch eine Personaltante eines Dienstleisters 
geradeaus ins Gesicht. Aber, ich liebe es, das ist alles, was ich in 
meinem Leben gelernt habe, ich kann und will es niemals ignorieren, und 
führe es in der Arbeitslosigkeit eben als Hobby fort.

>Wenn ich hier so einige Diskussionen verfolge, merke ich, das ich
>riesen Wissenslücken bekommen habe, und eigentlich 2-4 Semester
>Studium nachschieben müsste.

Das Studium, war bei mir nur mal das i-Tüpfelchen für die Grundlagen. 
Alles wesentliche, was immer ich brauchte, brachte ich mir stets in 
Eigeninitiative, und vor allem, aus Interesse, bei. Und das ist der 
Löwenanteil.

>Wenn meine vorauszusehende Arbeitslosigkeit irgendwann einsetzt,
>werde ich jedenfalls zum erstbesten Verleiher gehen, der mich
>überhaupt nimmt, und froh sein, eine Stelle zu haben.

Wenn du am richtigen Ort wohnst, z.B. Ballungszentrum, und die 
Verleihsachen nicht allzu große Probleme bereiten, und räumlich noch nah 
liegen, ja, ok. Ich bekomme da gelegentlich äußerst tolle Angebote, die 
im Grenzbereich zu Hartz-IV liegen, aber man trotzdem mit dem Koffer 
unter dem Arm bis zu 900 km weit reisen darf.

>Abgesehen von diesen Ausnahmen sind aber genau die Probleme, die
>bei einem Langzeitarbeislosen dazu führen das er langzeitarbeitslos
>ist, aber auch genau die Probleme, die verhindern das er sich
>erfolgreich selbstständig macht.

Genau aus diesen Gründen, wurde mir von professionellen Coaches 
dringendst von sowas abgeraten. Es sei die allerschlechteste 
Ausgangsposition für Erfolg. Etwas aus Not und Verzweiflung zu beginnen, 
endet gelegentlich in noch größerer Not. Siehe Ich-AG, was zu recht vor 
einiger Zeit völlig eingestampft wurde.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>Siehe Ich-AG, was zu recht vor einiger Zeit völlig eingestampft wurde.
Das ist eingestampft worden weil es zu viel Missbrauch gegeben hat.

Autor: gründungszuschuss (Gast)
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Das heißt jetzt Gründungszuschuss, gibt es für 9 Monate nach der 
Begutachtung deines Geschäftsplanes durch eine fachkundige Stelle (Bank, 
IHK,...) in der Höhe vom ALG1 plus 300EUR für Versicherungen.
Für ALG-2-Empfänger gibt es was ähnliches, ist aber Ermessenssache.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Mike Hammer schrieb:

>>Siehe Ich-AG, was zu recht vor einiger Zeit völlig eingestampft
>>wurde.
>Das ist eingestampft worden weil es zu viel Missbrauch gegeben hat.

Das auch, möglicherweise sogar hauptsächlich deswegen. Und zwar 
Mißbrauch von Leuten, die es nicht nötig haben. Z.B. die gelangweilte 
Arzt- oder Anwalts-Ehefrau, die ne Modeboutique eröffnen wollte. Diese 
Info, daß sich die High-Society vorwiegend an dem System noch 
bereicherte, hab ich persönlich von einer früheren Bekannten, 
Steuerberaterin, mit der ich gelegentlich über Möglichkeiten sprach, und 
die solche Klientel kannte.

Die wirklich Bedürftigen, sind damit zum großen Teil auf die Nase 
gefallen.

gründungszuschuss schrieb:

>Für ALG-2-Empfänger gibt es was ähnliches, ist aber Ermessenssache.

Für mich nicht mehr, habs zu spät erfahren. Bin über die 9 Monate 
hinaus, habs versucht, an verschiedenen Stellen angesprochen, da geht 
nichts mehr. Es scheint tatsächlich Ermessenssache zu sein.

Autor: oszi40 (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Es scheint tatsächlich Ermessenssache zu sein.

Dann frag wann Dein zuständiger Mitarbeiter Urlaub hat und geh zum 
Vertreter in genau in DIESER Zeit.

Spätestens nach dem Exitenzgründerleeergang weißt Du, daß man für ein 
Geschäft auch ausreichend KUNDEN braucht und meist eine längere 
Startphase hat.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Das Arschamt sollte denen, die sowieso keine Chance auf einem Job
haben lieber von der Betreuungs- und Bewerbungspflicht befreien
und sich mit den paar restlichen Ersparnissen selbständig machen lassen.
Kann ja zunächst was Freiberufliches auf kleiner Flamme sein.
So ist das nur brachliegendes Know-How das wegen Mängeln in der
Gesetzgebung der Wirtschaft nicht mehr zur Verfügung steht.
Zur Zeit macht unsere Kanzlerin wieder Sprüche in die Richtung
obwohl die doch genau weiß, oder wissen müsste, das das System
mit den Sozialgesetzen viel zu steif und unflexibel ist. Die
paar Kröten die der Steuerzahler da zahlt bekäme der Staat
dann über Steuern wahrscheinlich wieder rein. Aber vielleicht
hat man auch Angst das Massen von neuen Selbständigen die
Märkte destabilisieren und das wäre dann auch wieder nicht richtig.
Ich bin mir nicht sicher, aber besonders Pfiffige haben eine
Selbständigkeit und rechnen sich so arm das die aufstockendes
Hartz 4 bekommen und alle Gewinne in den Betrieb stecken mit der Folge
das die Inhaber Jahrelang arm wie ne Kirchenmaus bleiben aber
der Betrieb Gold wert und das sogar legal ist.

Autor: dagger (Gast)
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Mike Hammer schrieb:
> Arschamt
1. Wenn schon, dann Arschagentur bzw. Arschgemeinschaft.
2. Hast du hier (Beitrag "Re: Wer von euch ist arbeitslos?")
   durchblicken lassen, dass du schon über 50 Jahre alte bist, also
   bitte, lasst uns alle in einem vernünftigen Ton reden.

Autor: Peter (Gast)
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Für Personengruppen, die nach jahrelanger Berufstätigkeit, ohne 
Bewerbungen schreiben zu müssen, plötzlich arbeitslos werden, kann es 
sicher sinnvoll sein ein Bewerbertraining zu besuchen.

Ich habe mal bei der AA nach Trainingsveranstaltungen gefragt, was 
Vorstellungsgespräche angeht, um sich dort zu verbessern oder den 
Lebenslauf zu optimieren (Aufbau, Formulierung etc.).
Fehlanzeige !

Vom Hören-Sagen werden in einem Bewerbertrainung der AA nur die 
einfachsten Grundlagen vermittelt.

Für Absolventen gibt es genug Fachliteratur.

Bei Vorstellungsgesprächen hilft nur üben üben üben.
Solche Fragen wie, welches Tier wären sie am liebsten, sind mir noch nie 
untergekommen.
Im Zweifel: Löwe, ich habe heute noch nicht gefrühstückt.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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@dagger
>dass du schon über 50 Jahre alte bist, also
>bitte, lasst uns alle in einem vernünftigen Ton reden.
Genau 50 bitte. Mach mich nicht älter als ich bin. Jetzt
muss ich mich mit diesem Top50- Sch... rumschlagen der auch
nichts bringt. Da wird man noch mehr bevormundet und vera...
Ansonsten meinetwegen, aber dann musste auch was Substanzielles
mal posten das es Wert ist darüber zu diskutieren.
A...amt war auch nicht meine Idee aber verdient haben die es.
Ich hab übrigens mein Alter nicht angegeben um mich belehren
zu lassen gleichgültig wie alt DU bist. Wir wollen doch nicht
noch dem uhu Recht geben der sich über persönliches in aller
Regel ausschweigt. Überzeugende Meinungen will ich hier lesen
und dann selbst entscheiden ob ich das für mich nutzen kann.

>1. Wenn schon, dann Arschagentur bzw. Arschgemeinschaft.
Was machte denn eine Agentur aus?
Agenten, Außendienstmitarbeiter etc. aber sowas haben die meines
Wissens gar nicht, nur Schreibtischtäter.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Peter schrieb:

>Ich habe mal bei der AA nach Trainingsveranstaltungen gefragt,

Wenn du dir mal was antun möchtest: Versuchs mal bei der ZAV (Zentrale 
Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit) in Bonn 
direkt, die haben mit deiner lokalen Agentur wenig zu tun. Seit 2008 
gibt es da das so genannte Ingenieurprojekt, wo versucht wird, 
arbeitslose Akademiker zu vermitteln.

Ich wurde mal gefragt, und hatte dann zu dieser Stelle separaten Kontakt 
und Betreuung. Es war ein einwöchiges Ingenieurprofiling in 100 km 
Entfernung mit drin. Und eine Suchanzeige in deren Stellenjournal, was 
die Arbeitgebern zusenden. Allerdings, gängeln die dich auch zu 
bundesweiten Jobbörsen, mit Rechtsbelehrung zum ALG. Muß man für sich 
abwägen. Auf Grund meiner Langzeitarbeitslosigkeit, hab ich von dort 
schon Monate lang nichts mehr gehört. Die haben mich dann jetzt wohl 
abgeschrieben. Mit ein paar interessanten Firmen bekam ich durch das 
Journal noch Kontakt. Passte aber wegen des Profils nie exakt, und die 
versuchten es stets im zweiten Satz nach der Kontaktaufnahme schon mit 
Dumpinglohngeschwafel. Liegt wohl nahe. Leute, die vom Amt kommen...


Mike Hammer schrieb:

>Das Arschamt sollte denen, die sowieso keine Chance auf einem
>Job haben lieber von der Betreuungs- und Bewerbungspflicht
>befreien und sich mit den paar restlichen Ersparnissen
>selbständig machen lassen.

Ich wäre ja noch dafür, daß diese Institution teilweise aufgelöst wird, 
und die frei werdenden Verwaltungsgelder den Bedürftigen echt zur 
Verfügung gestellt werden. Damit ließe sich dann einiges mehr 
veranstalten, als wie es zur Zeit ist.

Aber, man möchte wohl keine neuen Konkurrenten am Markt schaffen...

>Genau 50 bitte.

Ooch, Mike, egal wie die Lage ist, aber ich persönlich hatte mich an 
diesem Tag riesig gefreut, und ganz nett im winzig kleinen Kreis 
gefeiert. Den erreicht nicht jeder!

>Ich hab übrigens mein Alter nicht angegeben um mich belehren
>zu lassen ...

An sowas denke ich hier gelegentlich auch.

Mal was grundsätzliches zu diesem Thema: Ich finde es von manchen 
Zeitgenossen einfach wie ein braunes Stoffwechselprodukt, nämlich 
Schei*e, wenn irgendwo quer über Threads alles gegen jeden verwendet 
wird. Heute schon mehrmals gesehen.

Autor: Peter (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Wenn du dir mal was antun möchtest: Versuchs mal bei der ZAV (Zentrale
> Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit) in Bonn
> direkt, die haben mit deiner lokalen Agentur wenig zu tun. Seit 2008
> gibt es da das so genannte Ingenieurprojekt, wo versucht wird,
> arbeitslose Akademiker zu vermitteln.

Danke für den Hinweis, den Tipp / Hinweis hätte aber auch mein 
Sachverwalter mir geben können.

Zeigt aber gut, wie toll die AA halbwegs qualifizierte "Kunden" 
vermittelt.

Autor: dagger (Gast)
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Mike Hammer schrieb:
> Agenten, Außendienstmitarbeiter etc. aber sowas haben die meines
> Wissens gar nicht, nur Schreibtischtäter.
Werbeagenturen (und viele andere wie z.B. die Bundesnetzagentur) haben 
sowas auch nicht und sind trotzdem Agenturen.

Mike Hammer schrieb:
>>1. Wenn schon, dann Arschagentur bzw. Arschgemeinschaft.
> Was machte denn eine Agentur aus?
Bestimmt nicht Agenten und Außendienstmitarbeiter.

Mike Hammer schrieb:
> Genau 50 bitte. Mach mich nicht älter als ich bin.
Entschuldigung.

Mike Hammer schrieb:
> A...amt war auch nicht meine Idee
Macht die Sache nicht besser.

Mike Hammer schrieb:
> Überzeugende Meinungen will ich hier lesen
Meinungen werden durch Kraftausdrücke nicht überzeugender und das 
Emotionen mit im Spiel sind, sollte auch so klar sein.

Ich denke wir beenden das hier, eine Meinung werden wir wohl nie haben.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>Ich denke wir beenden das hier, eine Meinung werden wir wohl nie haben.
Wäre auch schlimm gleichgeschaltet zu sein. Ein gehöriges Maß an
Skepsis sollte immer toleriert werden.

>Mike Hammer schrieb:
>>1. Wenn schon, dann Arschagentur bzw. Arschgemeinschaft.
> Was machte denn eine Agentur aus?
>Bestimmt nicht Agenten und Außendienstmitarbeiter.

Hier haben wir es mal ganz genau, also nix mit Außendienstlern o.ä.
http://de.wikipedia.org/wiki/Agentur

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Peter schrieb:

>Danke für den Hinweis, den Tipp / Hinweis hätte aber auch
>mein Sachverwalter mir geben können.

Ich wurde damals durch meinen Sachverwalter gefragt, und konnte es auch 
nicht direkt verneinen, da ich ja auch kooperativ sein wollte.

Die ZAV wandte sich etwa Ende 2008 erstmals an die Agenturen, um 
geeignete Personen ausfindig zu machen. Darunter war dann ich. Wie oft 
da ein Refresh statt findet, und an welche Agenturen sich die ZAV 
wandte, entzieht sich meiner Kenntnis. Über Erfolgsquoten der 
Vermittlung, ebenso.

Daher kam meine Idee, dich eventuell selbst an die ZAV zu wenden. Mir 
hat bisher nichts geholfen, aber vielleicht entsteht für jemand anderes 
da ein kleiner Lichtblick.

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