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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik altes Audio-CD-Laufwerk - Schlittenführung schmieren oder nicht?


Autor: Jens G. (jensig)
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Hi,
mal 'ne schnelle Frage: habe gerade mal einen HiFi-Turm (CMS150 - Sharp) 
in der Mache, bei dem das CD-Laufwerk nicht mehr ging (läuft wieder - 
war nur ein Haufen kalter Lötstellen auf der Controllerplatine). 
Allerdings verliert es gelegentlich den Überblick über die Rille, wenn 
der Schlitten nachpositioniert wird. Ich vermute mal, daß der Schlitten 
(auf dem die Laserabtasteinheit sitzt) vielleicht etwas zu schwergängig 
ist, und deswegen die Positionierung etwas zu ruppig abläuft, und damit 
die Feinjustierung der Laserlinse nicht mehr nachkommt. Nachdem ich die 
Führungen mal etwas geputzt habe mit trockenem Tuch, scheint er etwas 
feinfühliger zu sein. Aber immer noch nicht genug. Einmal pro CD gibt's 
immer noch gelegentlich einen Ausrutscher. Die ganzen 
Tracking/Servo-Trimmer habe ich schon mittels Osziloskop nachjustiert 
(war aber eigentlich nix grob verstellt).
Jetzt die Frage: müssen die Führungen mit irgendwas geschmiert werden 
(Silikonfett oder sowas?), oder sind das grundsätzlich Trockenläufer?
Danke.

Autor: MaWin (Gast)
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Das kann was bringen. Da Plastik verbaut ist, kein Minearalöl.
Vaseline oder Silikonfett oder Teflon tut's, notfalls MoS2.

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Ich habe bislang erfolgreich ganz normales Nähmaschinen- bzw. 
Haushalts-Öl eingesetz. Es ist Säurefrei, verharzt nicht (übrigens der 
wichtigste Aspekt bei der Schmierung der Führungsstangen), dünnflüssig, 
usw.
Natürlich ist es wichtig zuvor unbedingt die Führungsstangen richtig mit 
einem fettlösenden Mittel zu reinigen. Verharzte Fette mit 
neuem/frischem Öl zu lösen bringt nicht all zu viel.
Alle so 'behandelten' CD/DVD-Laufwerke arbeiten bei mir auch nach Jahren 
immer noch einwandfrei, sofern nicht wirklich andere Gründe für eine 
Fehlfunktion vorlagen.

Eines noch zum Schluss als Warnung, für alle die ihre Laufwerke in 
regelmässigen Anständen hegen, pflegen und reinigen:
Kommt bitte niemals auf die Idee die Linse eines DVD- oder gar 
BR-Laufwerkes mit Wattestäbchen (Q-Tips, ...) zu reinigen. Das ist ein 
gern gemachter Fehler (nur bei CD-Laufwerken geht das noch problemlos), 
der die Linse derart verkratzen kann, das man das Laufwerk anschliessend 
wegschmeissen kann - naja, zumindest die teure Optik. Als ich mal ein 
Blick mit einem Mikroskop auf eine derart 'behandelte' Linse werfen 
konnte, war ich doch arg erschrocken, was für Kratzer die Wattestäbchen 
auf der Linse hinterlassen. :-(

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Jens G. schrieb:
> Jetzt die Frage: müssen die Führungen mit irgendwas geschmiert werden
>
> (Silikonfett oder sowas?),



Ja.
Silikonfett oder Teflon (wenig!!)

Bei Teflon darauf achten das es kein ungeeignetes Teflonspray mit einem 
organischen Trägermittel ist, und dies Mittel dann den Kunststoff im 
Gerät aufweicht.

Autor: Jens G. (jensig)
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Danke für Eure Hinweise.
Daß normales 0815-Öl nicht gut ist für viele Plastikarten, ist mir schon 
bekannt.
Ich habe die Sache aber noch mal beobachtet. Fest steht, daß 
offensichtlich die bisher benutzte CD eine ziemlich große Unwucht hatte 
(sieht man am überlagerten Sinus auf der Servospannung). Mal 'ne andere 
genommen, und schon ist der Sinus deutlich kleiner (so 20% nur noch). 
Obwohl die schlechter erkannt wird beim einlegen, läuft die dann 
deutlich stabiler. Ich denke, die Dynamik der Feinregelung war 
vielleicht etwas an der Grenze mit der großen Unwucht, und die 
Grobregelung hat da nur noch den Anstoß geliefert fürs springen.
Daß die Grobregelung eigentlich feinfühlig genug ist, sieht man auch 
daran, daß die Feinregelung (also el.-magn. Linsenverstellung) gerade 
mal mit +/- 100mV angesteuert wird, obwohl viel mehr drin wäre, was man 
bei der initialen Spursuche so sieht (also wenn die Grobregelung kurz 
vorm Weiterschieben des Schlittens ist, dann hat die Feinregelung gerade 
mal 100mV Offset).
Da ich ohnehin ein Verfechter von Trockenläufern bin (wegen der doch 
erhöhten Schmutzanziehungsgefahr mit Öl/Fett), lasse ich das jetzt 
einfach so. Im Gegensatz zu Euch habe ich die mir überreichten 
arbeitsunwilligen CR-Laufwerke immer mit Sauberputzen der Führungen 
wiederbelebt (und/oder Putzen der Linse - im einfachsten Falle mit 
Taschentuch und Spucke, wenn gerade kein Allolool in der Nähe war ;-)

@ Raimund Rabe
und hast Du Dir dieselbe Linse auch vorher mal unterm Mikroskop 
angeschaut? Vielleicht waren das keine Kratzer, sondern nur die 
schmierigen Rückstände deiner Q-Tips .
Achja: was ist denn die Alternative zu dieser dieser Methode des 
Linsenputzens?

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Jens G. schrieb:
> Danke für Eure Hinweise.
> Daß normales 0815-Öl nicht gut ist für viele Plastikarten, ist mir schon
> bekannt.
> Ich habe die Sache aber noch mal beobachtet. Fest steht, daß
> offensichtlich die bisher benutzte CD eine ziemlich große Unwucht hatte
> (sieht man am überlagerten Sinus auf der Servospannung).

Unwuchten sollten eigentlich durch die Stahlkugeln im bzw. unterhalb des 
CD/DVD-Tellers automatisch ausgeglichen werden. Sofern es sich nicht 
gerade um ein absolutes Billigprodukt ohne diesen automatischen 
Ausgleich handelt. Ist aber sehr trickreich. Es handelt sich da 
lediglich um ein paar Kugeln, die sich frei in einem Ring/Tunnel bewegen 
können, der ringförmig um die Achse gelegt ist. Fängt das aufgehängte 
Laufwerk durch eine Unwucht an sich aus der Ruhelage zu bewegen, wandern 
die Kugel wie von Geisterhand bewegt an die Position, die die Unwucht 
einigermassen ausgleicht. Deswegen mußte ich schon einmal ein 
DVD-Laufwerks-Teller auseinandernehmen, um die Kugeln wieder gängig zu 
machen. Bei (Audio-)CD-Laufwerken gibt es sowas i.d.R. nicht, da die 
Drehzahlen der CD einfach noch nicht hoch genug sind, um diesen Aufwand 
vertretbar zu machen. Aber ab DVD-Laufwerken sind sie immer drin.

> Mal 'ne andere
> genommen, und schon ist der Sinus deutlich kleiner (so 20% nur noch).
> Obwohl die schlechter erkannt wird beim einlegen, läuft die dann
> deutlich stabiler. Ich denke, die Dynamik der Feinregelung war
> vielleicht etwas an der Grenze mit der großen Unwucht, und die
> Grobregelung hat da nur noch den Anstoß geliefert fürs springen.
> Daß die Grobregelung eigentlich feinfühlig genug ist, sieht man auch
> daran, daß die Feinregelung (also el.-magn. Linsenverstellung) gerade
> mal mit +/- 100mV angesteuert wird, obwohl viel mehr drin wäre, was man
> bei der initialen Spursuche so sieht (also wenn die Grobregelung kurz
> vorm Weiterschieben des Schlittens ist, dann hat die Feinregelung gerade
> mal 100mV Offset).

Die Linsenverstellung (d.h. die Focussierung) regelt eigentlich nur den 
korrekten Abstand der Optik zur reflektiven Schicht mit den Pits und 
Lands. Das ist vergleichbar mit einem (Fahrrad-)Reifen der 'ne Acht hat 
und man einen konstanten Abstand zur Felgenflanke haben möchte. Ob da 
tatsächlich eine CD/DVD-Unwucht (ungleichmässig verteile Massen) die 
Schuld dran hat, wage ich zu bezweifeln. Die grösste Unwucht ergibt sich 
(aus eigener Erfahrung) aus dem ungleichmässig aufgetragenem 
Versiegelungslack an der Aussenkante einer CD/DVD. Dieser sorgt dafür, 
das kein Sauerstoff oder andere die Oxidation fördernde Stoffe an die 
empfindliche Reflexionsschicht gelangen. Es gibt übrigens sogar einen 
(biologischen) Pilz (und nicht Pils ;-) ), der sich auf CDs und DVDs 
sehr wohl fühlt.

> Da ich ohnehin ein Verfechter von Trockenläufern bin (wegen der doch
> erhöhten Schmutzanziehungsgefahr mit Öl/Fett), lasse ich das jetzt
> einfach so. Im Gegensatz zu Euch habe ich die mir überreichten
> arbeitsunwilligen CR-Laufwerke immer mit Sauberputzen der Führungen
> wiederbelebt (und/oder Putzen der Linse - im einfachsten Falle mit
> Taschentuch und Spucke, wenn gerade kein Allolool in der Nähe war ;-)
>
> @ Raimund Rabe
> und hast Du Dir dieselbe Linse auch vorher mal unterm Mikroskop
> angeschaut? Vielleicht waren das keine Kratzer, sondern nur die
> schmierigen Rückstände deiner Q-Tips .

Ich durfte dann auch mal eine neue Linse in Augenschein nehmen. Und der 
Unterschied ist schon krass!

> Achja: was ist denn die Alternative zu dieser dieser Methode des
> Linsenputzens?

Man hatte mir gesagt es gäbe dafür ganz spezielle 'Putztücher' - 
wahrscheinlich auch zu einem gaaaaanz speziellen Preis ... :-(
Bislang habe ich es dann (zum Anlösen) mit Alkohol aus einer Pipette und 
trockener und gereinigter Druckluft gemacht, d.h. ohne jegliche 
pyhsikalische Berührung mit einem Gegenstand der die Linse zerkratzen 
könnte. Es in einem Reinstraum zu machen wäre vmtl. dann die Krönung, da 
man ggf. mit der Druckluft wieder Partikel aus der Luft derart 
beschleunigen könnte, dass sie wie ein Sandstrahlgebläse die Linse dann 
letztenendes doch wieder verkratzen würden. :-0

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Mit Ölen und Fetten an Dingen, die vorher nicht geschmiert waren, sollte 
man vorsichtig umgehen. Denn sie ziehen Staub und Schmutz an. Besonders 
in Geräten, wo noch ein Lüfter drin ist.

Geräte, die so konstruiert sind, daß auf Grund der Reibungskoeffizienten 
der Materialien keine Schmierung nötig ist, da sollte man das tunlichst 
auch bleiben lassen.

Wähler und Schrittschaltwerke in Wählersäälen der Post wurden einst mit 
speziellem Wählerfett gewartet. Das war teilweise sehr teures 
Uhrmacheröl bzw. Knochenöl. Die Räume waren aber auch durch 
Luftbefeuchter (keine Klimaanlage) relativ gut staubbefreit, so daß sich 
gar kein Staub an Geräten und Lagern ansetzen kann. Dann wurden die 
Geräte trotzdem nach Wartungszeitplänen zerlegt und 
ultraschallgereinigt. Sollte ja 100 Jahre halten.


Raimund Rabe schrieb:

>d.h. ohne jegliche pyhsikalische Berührung mit einem Gegenstand
>der die Linse zerkratzen könnte

Kratzer auf CD oder Linse sind gar nicht mal so kritisch, wie immer 
angenommen wird. Das Stichwort aus der Optik heißt Fokussierung. Es 
lagern sich an der Linse immer auch Aerosole aus der Luft an.

Autor: MaWin (Gast)
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> Schrittschaltwerke in Wählersäälen der Post

...sind nicht das Thema...

> Dingen, die vorher nicht geschmiert waren

...die Laufwerkführungsstangen waren geschmiert...

> Kratzer ... sind gar nicht mal so kritisch,
> Es lagern sich an der Linse immer auch Aerosole an.

...und die sind der Grund, warum man solche Laufwerke
nach einigen Jahren leider wegwerfen muss,
es ist praktisch nie ein kaputter Laser,
sondern Dreck in der Optik.

Autor: Jens G. (jensig)
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@Raimund Rabe (corvuscorax)

>Unwuchten sollten eigentlich durch die Stahlkugeln im bzw. unterhalb des
>CD/DVD-Tellers automatisch ausgeglichen werden. Sofern es sich nicht

Ich meinte nicht die Unwucht, die man bei einem Rad mit einem 
Blei/Zinkgewicht auszugleichen pflegt, sondern eine Unwucht der Spur 
selber. Die war nicht genau konzentrisch um den Mittelpunkt (mechanisch 
gerattert hat also nix, auser daß der Laserkopf mit der Spur 
mitschlappern musste)

>Die Linsenverstellung (d.h. die Focussierung) regelt eigentlich nur den
>korrekten Abstand der Optik zur reflektiven Schicht mit den Pits und

Nein. Auch radial wird der Strahl feingeregelt, und zwar vom 
Linsen/Laserkopf selber. Das dient eben dazu, solche feinen Abweichungen 
der Spur, und die grobe Regelabweichungen des Schlittens auszugleichen. 
Der Schlitten selber, der das gesamte System trägt, macht nur die grobe 
Lageregelung.
Pilzkappen hatte ich allerdings noch keine auf der CD gefunden ;-)

@
>Kratzer auf CD oder Linse sind gar nicht mal so kritisch, wie immer
>angenommen wird. Das Stichwort aus der Optik heißt Fokussierung. Es
>lagern sich an der Linse immer auch Aerosole aus der Luft an.

Eben. Deswegen denke ich, daß ein paar Kratzer auch bei DVD nicht stören 
können - sonst würde jedes DVD-Laufwerk, was in einer verrauchten Bude 
steht, nach wenigen Tagen streiken. Hatte schon mal vor wenigen Jahren 
ein DVD von einem Bekannten hier, was nicht mehr wollte. Routinemäßig 
erstmal Linse geputzt, und zwar mit der schon erwähnten 
Taschentuch-Spucke Methode.
Das half nicht (so blind sah die Linse auch gar nicht aus), also habe 
ich das Laufwerk weiter auseinander genommen. Und siehe da, da war ein 
Stecker, der kurz vorm abfallen war (war wahrscheinlich noch nie richtig 
dran). Festgedrückt, bißchen schnell zusammenbgebaut, angeschlossen - 
und es ging. Ohne jegliche Leseschwächen. Also schrottreif ist das Ding 
deswegen nicht.
Auserdem - warum soll es gleich so viel schlimmer bei einem DVD-Drive 
sein? Die Wellenlänge ist zwar um einige 10% kürzer, aber damit ist es 
sozusagen auch "nur" um einige 10% empfindlicher. Wenn schon bei CD 
offensichtlich reichlich Reserven vorhanden sind, um das zu verkraften, 
dann werden bei DVD auch noch ein paar vorhanden sein ;-) Klar - 
irgendwann ist die Grenze erreicht (es geht dabei nicht nur um die damit 
verschlechterte bzw. unscharfe Fokussierung, schlechtere 
Durchlässigkeit, sondern auch um die Eigenreflexion an der verkratzten 
Linsenoberfläche - das ist mir schon klar)

@MaWin
...die Laufwerkführungsstangen waren geschmiert...

das würde ich mal nicht einfach so behaupten. So trocken, wie die 
Stangen waren/sind, und das Fehlen jeglicher Schmierränder bzw. 
Schmierringe an den Stellen, wo der Schlitten seinen Maximalweg hat 
(dort sollte sich ja ein Dreckring um die Stangen zusammenschieben) 
lassen mich an dieser Verallgemeinerung zweifeln.

>es ist praktisch nie ein kaputter Laser,
>sondern Dreck in der Optik.

Der Laser ist eigentlich nicht kaputt, sondern wird mit der Zeit nur 
schwächer (damit geringeres Sensorsignal). Und wegen dem Dreck kann man 
es ja putzen.

Autor: MaWin (Gast)
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> Der Laser ist eigentlich nicht kaputt, sondern wird mit der
> Zeit nur schwächer (damit geringeres Sensorsignal).

Nö.

Selbst wenn er würde, regelt die ELektronik ihn hoch,
damit eben die Photodiode im Laser dieselbe Helligkeit
anzeigt.

Im CD-Player wird ein Laser also nie dunkler, ausser
wenn die Elektronik, weil sie mit der Spannug am Anschalg
ist, nicht mehr hochregeln kann. Dann ist der Laser
kaputt.


Die Theorie, daß ein CD-Player-Laser im Alter an Lichtleistung
verliert, ist also urban legend.

Wenn, dann ist die Optik verstaubt, mit mehr Licht bekämpft
man also nur die mangelnde Reinheit der Restoptik.

Nicht geschmierte Metallstangen, sei es auf Gleitmuffen
oder in Plastikführungen, zählen sicher auch dazu.

Autor: Icke (Gast)
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>Es gibt übrigens sogar einen
>(biologischen) Pilz (und nicht Pils ;-) ), der sich auf CDs und DVDs
>sehr wohl fühlt.
Ja, das stand mal in der c't. Zum Glück ist es ein sehr kurzlebiger 
Pilz, der nur einen einzigen Tag im Jahr seinen Lebenszyklus durchläuft, 
und zwar immer am 1.4.

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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@all:

Das Thema kratzer auf der Linsenoptik kann leider nicht so ohne weiteres 
abgetan werden, wie viele hier glauben/behaupten möchten.
Kratzer auf der Linse sorgen dafür, dass das Laserlicht gestreut wird, 
weil an den Stellen wo die Kratzer sind der Winkel an der 
Linsenoberfläche für die korrekte Strahlführung nicht mehr stimmt.
Die folgen sind, dass die Leistung für den Laser erhöht werden muss, was 
wiederum seine Lebensdauer verringert und, was hier schon erwähnt wurde, 
die Regelung ist mit der Leistungserhöhung irgendwann auch mal am Ende, 
bedingt durch die zur Verfügung stehende Betriebsspannung bzw. des 
Laser-Treibers.

Weiterhin muss man sich mal die Strukturbreiten der Pits und Lands 
anschauen. Bei CDs waren diese noch so gross wie ein 'Scheunentor' im 
Vergleich zu DVDs und insbesondere zu BRs. Nicht ohne Grund musste man 
sogar bei BRs auf eine andere Farbe des Lasers umsteigen, da schon die 
Wellenlänge des abgestrahlten Laserlichts für dei Abtastung entscheidend 
wurde. Mit einem üblichen roten Laser geht das bei BRs nicht mehr.

Die Optik wird bei DVD- und vor allem BR-Laufwerken immer wichtiger und 
sollte deshalb tunlichst mit 'Samthandschuhen' angefasst werden. Jede 
'Falschbehandlung' und unsachgemässe Reinung (sofern sie denn nötig ist) 
wird mit einer Verkürzung der Lebendauer erkauft.

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