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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Spannung im Aquarium


Autor: BeachBoy (Gast)
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Hallo

Wir haben ein Aquarium mit Controller von GHL, 2 Pumpen mit 230V und 2 
weitere mit 12V, dazu noch einen Heizstab. Die 230V Sachen werden von 
Relais geschalten, ich nehme an es werden dabei beide Leitungen 
geschaltet, nocht bloß N oder P. Die 12V Pumpen "sollten" galvanisch 
getrennt sein...

Tatsache ist nun folgende: wenn die Relais alle aus sind, messe ich 
zwischen Erde (Heizkörper) und Wasser etwa 35V AC. Sind die Relais alle 
an, liegen 120V an. Selber merken tu ich davon nichts. Ich fass ja 
öfters mal ins Aquarium und hab mich dabei auch hin und wieder am 
Heizkörper angestützt.

Die Frage also, ist dies normal oder ist zumindest eins der Geräte 
schadhaft? Um welche Ströme handelt es sich hierbei?

Autor: Master Snowman (snowman)
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schnelltest: stecke alle bis auf ein gerät aus, miss nochmals nach und 
dann stecke ein gerät nach dem anderen ein und miss jeweils. damit hast 
du das störende gerät schnell entlarvt ;-) auch andere geräte wie lampen 
etc. nicht vergessen ..ich tippe auf den heizstab.

Autor: Peter R. (pnu)
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Mit was für einem Messgerät misst Du die Spannung?

Bei Vielfachinstrumenten mit 10 Megaohm Eingangswiderstand reichen schon 
einige -zig picofarad der Zuleitungen, um messbare Spannungswerte 
einzustreuen.

Erst wenn die gemessene Spannung belastbar ist, also bei einigen kiloohm 
nicht zusammenbricht, besteht eine gefährliche Spannungseinstreuung.

Autor: BeachBoy (Gast)
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Zum Messen benutze ich ein Fluke 289.

Also nun hab ich alle Geräte ausgesteckt. Pro Gerät ist die Spannung 
etwa 10V abgefallen. Momentan messe ich noch etwa 50V.
Jetzt geht noch das Kabel von der Steckdose etwa 2m zu 2 Verteilern, 
danach aber nicht mehr weiter, es ist rein gar nichts mehr daran 
angeschlossen. Wenn ich auch die 2 Verteiler ausstecke, fällt die 
Spannung im Aquarium auf nahezu 0V.

Schätze also, dass die Spannung "normal" ist. Sollte man vll noch eine 
Erdungsleitung direkt ins Wasser Führen? Dann ist aber bei einem 
wirklichen Defekt eines Gerätes Lebensgefahr im Wasser (natürlich müsste 
der FI in so einem Fall ansprechen)...

Autor: Peter R. (pnu)
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Das Fluke hat sicher einen hohen Eingangswiderstand und zeigt deshalb 
auch kapazitiv eingestreute Spannung an.

Diese hat die Eigenschaft, dass sie nicht belastbar ist, denn es handelt 
sich um wenige mA Strom.

Drehe z.B, den Stecker der Zuleitung um 180 verdreht in die Steckdose. 
Durch diese Vertauschung von L und N wird sich die eingestreute Spannung 
wahrscheinlich deutlich ändern.

Wenn ein RCD (FI) in der Anlage beteiligt ist, würde das zu einem Schutz 
gegen Spannung im Aquarienwasser reichen.

Dauernd das Wasser zu erden würde ich nicht empfehlen. Der Strom, der 
dann von u.U. von der Erdungselektrode ausgeht, kann sich auf Pflanzen 
und Tiere auswirken, auch wenn es wenige mA sind.

Wenn der Strom größer werden sollte, weil ein Fehler auftaucht/ 
vorhanden ist, spricht ja der RCD (FI) an.

Autor: BeachBoy (Gast)
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na gut, dann werd ichs mal so belassen. Vielen Dank für die Hilfe

Autor: Etrick (Gast)
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Hi,

die korrekte Vorgehensweise wäre Ableitstrom und Isowiderstand der 
einzelnen Geräte mit solchen im Neuzustand vergleichen.

Ist da alles in Ordnung, würde ich zusätzlich den "Berührstrom" des 
Wassers mitttels großflächiger Messelektrode prüfen. Bei über 0,25mA 
taugt dann das Setup nichts und Du solltest dir einen anderen Aufbau 
einfallen lassen.

Gruß

Autor: Rallerix (Gast)
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BeachBoy schrieb:
> Zum Messen benutze ich ein Fluke 289.
>
Na, ist doch bestens: das 289 hat doch den "LoZ V~"- Bereich (ganz 
links), mit dem Du den ansonsten recht hohen Eingangswiderstand auf 50 
Ohm heruntersetzen kannst. Damit werden die kapazitiven Einstreuungen 
schon mal unterdrückt und Du mißt dann "echte" Spannungen, wenn auch 
"nur" auf 100stel genau.
Viel Erfolg,
Rallerix (der zu heute faul zum anmelden ist...;-))

Autor: Günther N. (guenti)
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Peter R. schrieb:
> Bei Vielfachinstrumenten mit 10 Megaohm Eingangswiderstand reichen schon
> einige -zig picofarad der Zuleitungen, um messbare Spannungswerte
> einzustreuen.
>
> Erst wenn die gemessene Spannung belastbar ist, also bei einigen kiloohm
> nicht zusammenbricht, besteht eine gefährliche Spannungseinstreuung.

Genau aus dieser Tatsache heraus benutze ich immer noch 
Drehspulmessgeräte mit einem Innenwiderstand  von 20 Kohm/V (DDR 
Messtechnik VM III,Uni 7 u.ä..)So ein neumodisches Teil mit 
Digitalanzeige und 10Mohm hab ich zwar mittlerweile auch, aber 
vermutlich hab ich mich da von Digitalanzeigewahn anstecken lassen.

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