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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Dry Switch beim Relai


Autor: Atalay (Gast)
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Hallo leute!

Ich brauche jegliche Infos über das Dry Switch Verhalten eines Relais, 
kann mir jemand etwas schicken? Im Net finde ich fast nichts darüber.

Danke

Autor: Bohrer (Gast)
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Naja, unter Wasser wird das Schaltverhalten schlechter. Wenns trocken 
bleibt ist nahezu 100% Signalqualität gegeben. Daher kommt der Name Dry 
Switch

Autor: Bohrer (Gast)
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Reed relays, like electromechanical relays, have physical contacts that 
are mechanically actuated to open/close a path. For reed relays, 
however, the contacts are much smaller and lower mass than those used in 
electromechanical relays. Dry reed relays are made of coils wrapped 
around reed switches. The reed switch is composed of two overlapping 
ferromagnetic blades (called reeds) hermetically sealed within a glass 
capsule that is filled with an inert gas. The reeds have contacts on 
their overlapping ends. When the coil is energized, the two reeds are 
drawn together such that their contacts complete a path through the 
relay. When the coil is de-energized, the spring force in the reeds 
pulls the contacts apart. See Figure 2.


Figure 2: Dry reed relay: Current through the coil creates a magnetic 
field which draws the two reed contacts together.


Because of the smaller, less massive contacts and the different 
actuating mechanism, a reed relay can switch about 10 times faster than 
an electromechanical relay with equivalent ratings. The reed relays’s 
mechanical lifetime is also much higher than an electromechanical relay. 
The tradeoff, however, is that the smaller contacts on the reed relay 
make it much more susceptible to damage from arcing when closing a 
circuit. When an arc jumps across the contacts, it can melt a small 
section of the contact surface. If the contacts are still closed when 
the molten section re-solidifies, the contacts may weld together. The 
spring force in the reeds is often not sufficient to mechanically break 
the weld after the drive current has been turned off which renders the 
relay unusable. Electromechanical relays may also be damaged from arcing 
but the energy required to cause this is much higher.

Because reed relays are so susceptible to contact damage, inrush 
currents from system capacitance can be particularly dangerous. Inrush 
currents can be controlled with a series impedance, such as a resistor 
or ferrite, between the relay and the capacitance. Any capacitance in 
the system can contribute to inrush currents, whether it is in a 
reactive device under test or from a shielded cable.

The ferromagnetic materials from which reed relays are constructed cause 
them to have a higher thermal EMF than an equivalent electromechanical 
relay. Reed relays are thus not ideal for extremely low-voltage 
applications as their thermal EMF may introduce enough noise to cause 
errors in your measurements.

The small size and high speed of the reed relay make it a great choice 
for many switching applications. Reed relays are more often found on 
matrix and multiplexer modules than general purpose modules. The NI 
PXI-2530, a high-speed switching module configurable as both a 
multiplexer and matrix, exemplifies the versatility of the reed relay.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Atalay schrieb:
> Ich brauche jegliche Infos über das Dry Switch Verhalten eines Relais,

Was soll das heissen? Es gibt Reedrelais mit quecksilberbenetzten 
Kontakten und trockene. Das musst du dir schon beim Kauf überlegen, die 
haben natürlich ganz unterschiedliche Eigenschaften, aber sie verhalten 
sich nicht mal so mal so - nasse sind immer nass. Trocken könnten sie 
bei falschem Einbau werden, aber das ist dann ausserhalb der 
Spezifikation, im Prinzip ist das Relais dann kaputt. Ich fürchte, 
niemand wird dir spezifizieren können oder wollen, was in einem kaputten 
Relais passiert.

Gruss Reinhard

Autor: Chris (Gast)
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Ich kenne den Begriff "Dry-Switching" in dem Zusammenhang, daß so gut 
wie kein Stromfluss über die Relaiskontakte erfolgt, diese aber trotzdem 
zuverlässig schließen sollen. Anwendung z.B. als Eingangswahlstufe in 
einem NF-Vorverstärker. Leichte Korrosion auf den Kontaktflächen kann 
dann dazu führen, daß der Übergangswiderstand steigt bzw. sich abhängig 
von Erschütterungen etc. ändert.

Manche Relais haben einen speziellen Schichtaufbau der Kontakte, um sich 
an den Einsatzzweck selbst anzupassen. (Goldbedampfung, die Korrosion 
verhindert, aber beim ersten Schaltvorgang mit viel Strom und Lichtbogen 
wegbrennt und das widerstandfähigere Material freilegt)

Kurz mal gegoogelt:
http://www.panasonic-electric-works.com/peweu/de/d...

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Chris schrieb:
> Ich kenne den Begriff "Dry-Switching" in dem Zusammenhang, daß so gut
> wie kein Stromfluss über die Relaiskontakte erfolgt, diese aber trotzdem
> zuverlässig schließen sollen. ...

Und genau dafür nimmt man am besten quecksilberbenetzte Kontakte. Was 
für eine Begriffsverwirrung. Aber es stimmt schon auch was du schreibst.

Gruss Reinhard

Autor: Chris (Gast)
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> Und genau dafür nimmt man am besten quecksilberbenetzte Kontakte

Ah, stimmt, das ist plausibel. Das war mir vorher gar nicht so klar; 
beim Stichwort Quecksilberbenetzung dachte ich bisher bloß an den 
Vorteil der praktisch nicht vorhandenen Prellzeit.

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