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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Realisierung von Timer mit 8051


Autor: Tom B. (tom51)
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Ich möchte mich nun daran wagen einen Timer zu programmieren. Jedoch 
weiß ich nicht genau, wie ich abfrage, ob das TF - Bit(Timer Überlauf 
Bit gesetzt) gesetzt ist. Weiters wäre es noch sehr hilfreich, wenn mir 
jemand die folgenden Fragen beantworten könnte:
1. Muss ich um dies zu prüfen unbedingt einen Interrupt verwenden?

2. Wie sehe ich am besten, ob der Timer tatsächlich funktioniert(habe 
ein µC - Kit von Silabs mit 2 leds).

3. Wie lange ist die maximale Zeit, die mit einem 8051er mit einem Timer 
bei 12MHz erreicht werden kann?

4. Reicht diese Zeit aus um eine Änderung bei den Leds zu erkennen?

Ich freue mich auf eure Antworten!

MfG

tom51

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Tom B. schrieb:
> 1. Muss ich um dies zu prüfen unbedingt einen Interrupt verwenden?

Du mußt Dich entscheiden, entweder Interrupthandler oder das Bit testen 
und rücksetzen.
Beides zusammen geht nicht.


> 2. Wie sehe ich am besten, ob der Timer tatsächlich funktioniert(habe
> ein µC - Kit von Silabs mit 2 leds).

Vermutlich gibts nicht nur ein Kit.
Zu nennen, welcher konkrete 8051 bei Dir drauf sitzt, wäre daher recht 
hilfreich.



> 3. Wie lange ist die maximale Zeit, die mit einem 8051er mit einem Timer
> bei 12MHz erreicht werden kann?

Datenblatt und Taschenrechner sind Dein Freund.


> 4. Reicht diese Zeit aus um eine Änderung bei den Leds zu erkennen?

Bei den Silabs 1-clocker mit Sicherheit nicht.
Du mußt dann noch ne Variable im Interrupthandler runterzählen.


Peter

Autor: Tom B. (tom51)
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Ich habe einfach mal zu programmieren begonnen ...

Wollte ein Programm schreiben, welches eine LED blinken lässt und 
während der Zeitschleife soll der Interrupt durch den Timer Überlauf 
ausgelöst werden. Leider habe ich bisher noch nie mit Interrupts 
programmiert.
Das von mir programmierte Programm macht leider nichts

Ich verwende das F320 Kit von Silabs.

Das Datenblatt dazu gibt es hier:

http://www.silabs.com/Support%20Documents/Technica...

Es wäre wirklich sehr hilfreich, wenn sich jemand der sich mit dem 
8051er auskennt etwas Zeit nehmen würde.

Mit freundlichen Grüßen

tom

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Ich habe den Eindruck, daß Du überhaupt noch nicht verstanden hast, wie 
das mit den Interupts funktioniert.

Du kannst in dem Ablauf des Hauptprogramms nicht bestimmen, wann Du in 
den Interupt springst, und wann Du wieder - und wohin - zurückkehrst.

Im Hauptprogramm Initialisierst Du nur das, was Du initialisieren 
möchtest. U.a. auch Timer0.

Bei jedem Überlauf soll ein Interupt ausgelöst werden. D.h. Du musst 
Interupts (SETB EAL) und den Timerinterupt (SETB ET0) erlauben.
Vor allem musst Du aber auch den Timerinterupt bedienen. Sprich: ab 
Adresse 0x000B steht zumindest ein Sprung auf die Serviceroutine - und 
nicht ein Neustart des Prozessors.

Nachdem das Hauptprogramm das alles angestossen hat, kann es sich selber 
in einer Endlosschleife aufhängen:
SJMP $

Wie häufig nun die Serviceroutine aufgerufen wird, hängt von Deinem 
Prozessortakt, Teilung bzw. Auswahl der Taktquelle und natürlich von dem 
Wert, den Du in TH0 geschrieben hast, ab.
Das können aber immernoch einige 1000-male pro Sekunde sein!

Also musst Du die Aufrufe (in 2 Bytes) mitzählen. Also immer 1 dazu 
Addieren, wenn die Routine aufgerufen wird. Wird ein bestimmter Wert 
erreicht, muss der Ausgang umgeschaltet werden und der Zähler wieder auf 
0 gesetzt werden.
Wenn Du keine Speichergeschichten (MOVX, MOVC) machst, kannst Du auch 
den DPTR benutzen. Mit
INC DPTR
hast Du Deinen 16-Bit-Zähler dann um 1 erhöht. DPH kannst Du dann 
einfach auf einen kompletten Port kopieren und hast an diesem 
verschiedene Blinkfrequenzen.
MOV P1, DPH

Am Ende steht dann ein RETI ...


In Etwa so:

.org 0x0000
  LJMP main

.org 0x000B
  LJMP timer0_service

main:
  MOV  SP, #0x80    // Stackpointer nach oben legen
  MOV  TMOD,  #0x02    // Timer 0 in reload-mode
  MOV  TH0,  #0x00    // Reload-Wert
  SETB  TR0      // Generator starten
  SETB  ET0      // Erlaube Interupts fuer timer0
  SETB  EAL      // Erlaube Interupts
Do_Nothing_Anymore:  SJMP  Do_Nothing_Anymore  // Poller


timer0_service:
  INC DPTR
  MOV P1, DPH
  RETI


... erzeugt auf einem mit 18.432MHz getakteten 12-cycler ca. 12 - 0,1 Hz 
an den Portpins P1.0 - P1.7
Könnte bei Dir also bis Faktor 16 schneller sein. Sollte aber noch etwas 
blinkendes dabei sein ...

Hexfile dazu - falls Du meinen Kram nicht kompilieren kannst ...
:1000000002000E000000000000000002001F7581C9
:1000100080758902758C00D28CD2A9D2AF80FEA3E4
:040020008583903212
:00000001FF




Gruß

Jobst

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Mal eine kleine Veranschaulichung:


Du stehst in der Küche und kochst. Aktuell schälst Du Kartoffeln.

Nun klingelt es an der Tür.

Du kannst dies nun ignorieren (Interupts abgeschaltet) oder die 
Kartoffeln hinlegen und auf das Klingelzeichen reagieren.

Erste Schritte in der Interupt-routine 'Klingel' sind sicherlich 'zur 
Tür gehen und öffnen', weitere sind situationsabhängig. (Eigentlich 
gehört das hinlegen der Kartoffeln schon dazu)

Irgendwann ist die ganze Sache erledigt und Du wendest Dich wieder 
Deinen Kartoffeln zu. (Inklusive dem wiederaufnehmen der Kartoffeln)

Nun kann es jederzeit wieder klingeln - auch wenn Du gerade nicht mit 
den Kartoffeln beschäftigt bist. Aber Du kehrst, nachdem Du die Person 
an der Tür abgefertigt hast, immer wieder an die Stelle zurück, an der 
Du vorher warst.

Nun gibt es noch einen zweiten Interupt: Telefon :-)

Und sollte beides gleichzeitig passieren, muss einer der beiden warten.

Autor: Tom B. (tom51)
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Also erst mal vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast Jobst M.!

Den Interrupt haben wir in der Theorie schon durchgemacht, jedoch habe 
ich es nicht sogut verstanden, dass ich ihn auch in der Praxis umsetzen 
kann.

Das von dir geschriebene Programm hilft mir leider nicht weiter, da ich 
es nicht ganz verstehe. Vor allem das mit dem
.org 0x000B
LJMP timer0_service
ist mir noch unklar.
Den Timer denke ich habe ich verstanden und auch richtig initialisiert.
Die Aktivierung des Interrupts ist auch kein Problem.

Jetzt zum prinzipiellen Programmablauf eines Interrupt(aus meinen 
Unterlagen):

1. Interrupt wird während eines laufenden Befehls aktiv.

2. Interrupt wird gespeichert bis zum Befehlsende.

3. Interrupt - Typ wird identifiziert

4. Programmcounter+1 (PC,Adresszähler) wird im Stack 
gespeichert(=Adresse des nächsten Befehls). Vektor des auslösenden IRQs 
wird als nächste Adresse(=ausführender Befehl) in den Adresszähler 
geladen(=Übergabe der Kontroller an ISR).

5. Andere IRQs werden je nach Priorität gesperrt oder zugelassen.

6. Interrupt (Service) Routine wird abgearbeitet.

7. Konfliktgefahr: alle Register bzw. Speicherplätze, die vom 
Hauptprogramm benutzt und in der ISR ebenfalls benötigt werden, müssen 
zu Beginn der ISR gesichert werden(PUSH - Operation) und vor dem 
Rücksprung ins Hauptprogramm wieder restauriert(z.B. POP - Operation) 
werden (= der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt)

8. Am Ende der ISR wird der Programm - Counter restauriert, d.h. das 
Programm setzt an der unterbrochenen Stelle fort.

9. Signalisierung an die Interrupt - Logik das der IRQ abgearbeitet 
wurde(z.B. Rücksetzen von Flags)(der gleiche IRQ kann nicht gleichzeitig 
zweimal bearbeitet werden)


Kann mir bitte jemand sagen wie ich die einzelnen Punkte im Programm 
realisiere? Vorerst möchte ich das nur mal mit einem Interrupt 
verstehen.
Wenn jemand ein einfaches fertiges Interruptprogramm hat: bitte posten, 
damit ich das auch verstehe.


Gruß
tom

Autor: Frank Meier (aktenasche)
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Tom B. schrieb:
> 3. Wie lange ist die maximale Zeit, die mit einem 8051er mit einem Timer
> bei 12MHz erreicht werden kann?

Praktisch unendlich.

Autor: Tom B. (tom51)
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Frank Meier schrieb:
> Tom B. schrieb:
>> 3. Wie lange ist die maximale Zeit, die mit einem 8051er mit einem Timer
>> bei 12MHz erreicht werden kann?
>
> Praktisch unendlich.

Das hilft mir leider genau nix weiter.

Gruß
tom

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Tom B. schrieb:
> .org 0x000B
> LJMP timer0_service
> ist mir noch unklar.

Das ist die Adresse, zu der der Prozessor springt, wenn der dazugehörige 
Interupt auftritt ...

> 6. Interrupt (Service) Routine wird abgearbeitet.

Dies beginnt dort eben.

Schau mal, ob Du in Deinem Datenblatt etwas über Interupt Vectoren 
findest. (Du solltest - ich habe es gefunden)


Peter Dannegger schrieb:
>> 3. Wie lange ist die maximale Zeit, die mit einem 8051er mit einem Timer
>> bei 12MHz erreicht werden kann?
>
> Datenblatt und Taschenrechner sind Dein Freund.

So ähnlich sehe ich das allerdings auch.

Bei einem standard 12-cycle 8051 wird TL0 mit 1MHz hochgezählt, bis zu 
einem Überlauf. Dann wird der in TH0 gespeicherte Wert in TL0 kopiert 
und wieder gezählt.
Wenn TH0 = 0 ist, müssen 256us vergehen, bis ein Interupt eintritt. Also 
3906.25 /s
Wenn TH0 = 128 ist, benötigt er nur noch die halbe Zeit.

Du hast allerdings einen 1-cycler und kannst den Takt wohl auch noch 
zwischen geteilt und ungeteilt umschalten. Wie dies zu konfigurieren 
ist, steht im Datenblatt.


Was passiert denn an den Ausgängen, wenn Du mein Programm einspielst?



Gruß

Jobst

Autor: Tom B. (tom51)
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Mit solchen Antworten kann ich was anfangen! Danke Jobst M.!

>Tom B. schrieb:
> .org 0x000B
> LJMP timer0_service
> ist mir noch unklar.

>Das ist die Adresse, zu der der Prozessor springt, wenn der dazugehörige
>Interupt auftritt ...

So habe ich das mit den Interrupts interpretiert:
Sobald das Überlauf - Bit beim Timer gesetzt ist, wird der Interrupt 
ausgelöst.(Interrupt(Service) Request)

Also wenn jetzt das Überlauf Bit gesetzt wird, und ich bei der 
Initialisierung des Programmes                         >.org 000Bh
und darunter                                           >ljmp _t0
stehen habe, so springt das Programm beim Timerüberlauf in meine 
work.int datei und die Interrupt Service Routine arbeitet dann 
automatisch mein Interruptprogramm ab? Weiters ist mir klar, dass ich 
den Wert im Akku erst sichern muss. Wenn ich das jetzt richtig 
verstanden habe, sollte das so aussehen:
1. Überlaufbit wird gesetzt
2. Sprung in die work.int datei zu ORG  0000bh
3. _t0:
       PUSH   ACC             ;Akku sichern
       PUSH   PSW             ;Stack - Position sichern
Hier kommt jetzt mein Interruptprogramm
.......................................
       POP    PSW             ;Rückspeichern Prozessor Status Wort
       POP    ACC             ;Rückspeichern Akku
       reti                   ;zurück von der interruptroutine
       ljmp   JT0             ;
       ljmp   IntError
       ljmp   _Reset          ;Sprung zurueck zum Beginn des Programm

Das Problem ist, dass ich nicht verstehe, warum der dann wieder zurück 
zum Start in die asm Datei springt.
Bitte das nochmal ausführlich erklären.

Dein Programm habe ich nicht ausprobiert. Ich könnte zwar die kleinen 
Frequenzen auch mit dem Multimeter messen, aber möchte das Programm 
selbst schreiben. Ich bitte um Verständnis.

laut deinem Programm brauche ich in der work.int datei nichts schreiben. 
Ich denke ich habe es bald geschnallt mit dem Interrupts!

Gruß
Tom

Autor: Tom B. (tom51)
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Ich habe beschlossen das ganze mit einer LED zu realisieren. Leider 
leuchtet die LED ständig und blinkt nicht.

Gruß
Tom

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>meinInterrupt:
>    push    acc                     ;inhalt vom akku sichern
>    push    psw                     ;prozessor status word sichern
>    setb    upperled
>    pop     psw                     ;inhalt von PSW ruckspeichern
>    pop     acc                     ;inhalt vom akku rueckspeichern
>    ljmp    Main

Ein Interrupt wird auch beim 8051  mit 'reti' beendet.

MfG Spess

Autor: Tom B. (tom51)
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Das habe ich nun ausgebessert, jedoch macht das Programm einfach nicht 
das was ich will ...
nun leuchten beide LEDs, obwohl die untere LED nicht aktiv sein sollte.
Ich habe leider auch kein Oszilloskop um an den Ports die Frequenz zu 
messen-_-

Es wäre echt super, wenn jemand den Fehler finden würde!

Gruß
Tom

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>Es wäre echt super, wenn jemand den Fehler finden würde!

Mach mal ein Programm, in dem nur der wirklich benutzte Code ist. Wer 
soll sich denn da durchwühlen. Vielleicht wird dir dann auch einiges 
klarer.

MfG Spess

Autor: Tom B. (tom51)
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Alles was in der work.asm unter ljmp main steht ist nur zur 
Initialisierung der Pins, Subroutinen, etc. also nichts relevantes für 
den Programmablauf.
Also kann man sich alles unter ljmp main wegdenken.

Gruß
Tom

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Tom B. schrieb:
> 1. Überlaufbit wird gesetzt
> 2. Sprung in die work.int datei zu ORG  0000bh
> 3. _t0:
>        PUSH   ACC             ;Akku sichern
>        PUSH   PSW             ;Stack - Position sichern
> Hier kommt jetzt mein Interruptprogramm
> .......................................
>        POP    PSW             ;Rückspeichern Prozessor Status Wort
>        POP    ACC             ;Rückspeichern Akku
>        reti                   ;zurück von der interruptroutine
>        ljmp   JT0             ;
>        ljmp   IntError
>        ljmp   _Reset          ;Sprung zurueck zum Beginn des Programm

Komisch. Im Quelltext steht etwas anderes ...


> Dein Programm habe ich nicht ausprobiert. Ich könnte zwar die kleinen
> Frequenzen auch mit dem Multimeter messen, aber möchte das Programm
> selbst schreiben. Ich bitte um Verständnis.

Abgelehnt. Denn das Programm soll mir zeigen, ob Du mehr 
Konfigurationsaufwand auf Deinem Superprozessor benötigst oder ob alles 
so läuft.

Und: Nichts ist anschaulicher als ein Beispiel.
Benutze das Programm, spiel damit herum, verändere Werte und schau, was 
passiert. DANN kannst Du immernoch Dein eigenes Programm schreiben.


Gruß

Jobst

Autor: Tom B. (tom51)
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Ich habe das Programm von Dir nun gestestet, jedoch ohne Erfolg.
Konnte keine Pegeländerung an den von dir angegebenen PINs finden.

Ist ein Interrupt durch einen Tastendruck einfacher zu realisieren? Ich 
finde den Fehler nicht

Gruß
Tom

Autor: Tom B. (tom51)
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Hat jemand ein fertiges Timer - Interrupt Programm, welches auch 
funktioniert?

Gruß
Tom

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Die Silabs sind etwas tricky, weil man erst die IO-Pins konfigurieren 
muß und die Crossbar.
Ohne das geht garnichts.

Du mußt also erstmal versuchen, die Pins mit den LEDs überhaupt als 
Ausgang zu konfigurieren, d.h. die LEDs leuchten zu lassen.
Wenn das geht, konfiguriere die Tasteneingänge, d.h. die LEDs mit ner 
Taste ein-/ausschalten.

Dann erst kannst Du Interrupts machen.
Besser davor noch Blinken mit Delayloop und dann Blinken mit 
Timer-Polling machen.

Also immer einen Schritt nach dem anderen.


Peter

Autor: Tom B. (tom51)
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Danke für Deine schnelle Antwort!

Die Ports sind schon alle richtig initialisiert und funktionieren auch. 
Die LEDs kann ich auch mit einer Zeitschleife blinken lassen.

Aber der Timer Interrupt funktioniert einfach nicht. Ich habe nochmal 
die Dateien im Anhang. Schön langsam macht es mir nämlich keinen Spaß 
mehr mit dem Timer - Interrupt ...

Was mache ich falsch?

Gruß
Tom

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Oh Gott.

Was wurde Dir hierzu gesagt?
isr_timer:


    lcall   SP_InWait
    lcall   SP_outA
    clr     upperled


    ljmp    Main

richtig, daß es Mumpitz ist.


Peter

Autor: Tom B. (tom51)
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Das ich den aktuellen Programmcounter+1 im Stack speichern muss und dann 
wieder restaurieren muss.
sollte es so aussehen:?
isr_timer:

    push    acc
    push    psw
    clr     upperled    
    lcall   SP_InWait   ;endlos auf Eingabe warten
    lcall   SP_outA     ;ausgabe über serielle Schnittstele   
    pop     psw
    pop     acc
    ljmp    Main
 
habe das gemacht, damit ich sicher sehe, dass der interrupt ausgelöst 
wurde. nun leuchtet die led aber gar nicht mehr.

wenn nicht, wie dann?

Gruß
Tom

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>Das ich den aktuellen Programmcounter+1 im Stack speichern muss und dann
>wieder restaurieren muss.

Das musst du überhaupt nicht. Das geht automatisch.

>    ljmp    Main

Noch mal zum Mitschreiben: Eine Interruptroutinen wird mit RETI 
beendet.

Vom restlichen Müll nicht zu reden.

MfG Spess

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Tom B. schrieb:
> isr_timer:
>
>     push    acc
>     push    psw
>     clr     upperled
>     lcall   SP_InWait   ;endlos auf Eingabe warten

Was soll das denn, im Timerinterrupt "endlos warten".
Da ist der Murx ja schon System.

Du solltest Dich erstmal hinsetzen, den PC aussschalten und mit Papier 
und Stift einen Programmablaufplan erstellen (in Worten).
Erst danach kann man Instruktionen so hinschreiben, daß auch was 
sinnvolles dabei herauskommt.


Peter

Autor: Thilo Haala (thaala)
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Na Tom - aller Anfang ist schwer!

Da die anderen ihr Pulver verschossen haben versuche ich es nochmal mit 
Geduld und simplen Beispiel:

(Eigentlich ist alles schon gesagt worden... Jobst, Peter)

Reset - Vektor:
0000h:  ljmp count_loop;

;Andere Vektoren
0002h:
0004h:
;...........

Interrupt - Vektor:
; der Prozessor führt den code aus der an diesen beiden Bytes 000bh
; und 000ch steht. Einfacherweise ist es ein ljump zu deiner ISR...

000bh:
        ljmp  T0Int

; Main Program - tue nichts (besonderes)
cont_loop:
        mov A,#2
        sjmp  cont_loop;

T0Int:
; Aha ein Interrupt !
; Das Hauotprogramm wurde (irgendwo) unterbrochen...
; Der Rücksprung liegt (wie die Return - Adresse bei einem lcall)
; bereits auf dem Stack
        mov A,#1
        reti;

; Was hast du gemacht ? Du hast dem Hauptprogram den Accumulator
; "verbogen" - ist hier nicht weiter schlimm - das Hauptprogramm
; braucht den nicht wirklich! Um den Interrupt so auszuführen als
; wäre nie was gewesen musst du den Accu sichern:
        push ACC
        mov A,#1 ; jetzt kann der Accu "verbogen" werden
                 ; Hier darfst Du jetzt auch einen LED - Pin
                 ; toggle einfügen (mehr aber nicht!!!!)
        pop  ACC ; restaurieren des Accu
        reti     ; und jetzt kehre zurück an die Stelle
                 ; wo die Unterbrechung war

Nach dem Reti wird im Hauptprogramm weitergemacht
- als wäre nie was gewesen.

Aber so ein Interrupt ist eine Ausnahme
- Man darf hier nur die notwendigesten Dinge tun. Auf keinen Fall auf 
Input warten oder Aufrufe machen in Supbroutinen, die für
das Hauptprogramm gedacht sind oder so was.

Deine Interrupt Service Routine muss daher in der Lage sein vor dem 
nächsten Interrupt das Reti zu erreichen.
Und nicht nur das.
Wenn das reti nur gerade so erreicht wird (weil du zuviel in der ISR 
machst, bleibt dem Hauptprogramm praktisch keine Zeit mehr mal einen 
Befehl ganz normal abzuarbeiten.

Im Fall des T0 Betriebsart 2 ist der Interrupt gedacht als Zeitnormal! 
Du kannst dich darauf verlassen, dass dieser Interrupt alle x 
mikrosekunden wieder kommt. Wenn Du also den Intrrupt auf 200 
mikrosekunden
stellst und dir einen Zähler baust der 5000 mal zählt bevor er
auf null runter ist hast du dir ein Quarzgenaues - Sekundennormal
gebaut. Mit dem Sekundenzähler könntest du so weitermachen und eine 
komplette Uhr bauen.


Alles klar,
viel Freude,
THaala

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Tom B. schrieb:
> Hat jemand ein fertiges Timer - Interrupt Programm, welches auch
> funktioniert?

Das von mir geschickte funktioniert - ich habe es sogar ausprobiert - 
nur eben auf einem normalen 8051 (AT89S52 mit 18.432MHz)


Peter Dannegger schrieb:
> Die Silabs sind etwas tricky, weil man erst die IO-Pins konfigurieren
> muß und die Crossbar.
> Ohne das geht garnichts.

Das hatte ich schon befürchtet ...


Ich würde ja behaupten, daß der Prozessor zu komplex ist, um darauf 
Grundlagen zu lernen. Da muss man nämlich (mindestens) 3 Sachen auf 
einmal lernen, bevor sich ein Erfolg zeigt. Nur das Du nicht weißt, 
welche der 3 Sachen nicht läuft.
Ist wie ein Kombinationsschloß. Sieh es sportlich :-)


Ach ja: Dein Angebot ist nichts für mich.

Gruß

Jobst

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Tom B. schrieb:

>Das ich den aktuellen Programmcounter+1 im Stack speichern muss
>und dann wieder restaurieren muss.

Was machst du denn da für einen Scheiß?

In einer Timer-ISR darf man niemals noch ein Warteprogramm aufrufen, und 
auf eine Eingabe warten, oder sonst langwierige Funktionen ausführen, 
was den Sinn des Timer-Interrupts total zerstört ...

Nein, der Prozessor ist nicht zu komplex, wenn man nur einen Timer im 
Interrupt haben möchte. Der Core ist 8051-kompatibel. Lediglich, um eine 
LED blinken zu lassen, da muß man sich in der Tat mit den anderen 
Peripherieelementen auch beschäftigen, z.B. der Pin-Konfiguration.

Gibt es vom Hersteller eigentlich keine Demo-Beispiele? Ich meine, das 
wäre schon seit fast 10 Jahren so üblich.

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> In einer Timer-ISR darf man niemals noch ein Warteprogramm aufrufen, und
> auf eine Eingabe warten, oder sonst langwierige Funktionen ausführen,
> was den Sinn des Timer-Interrupts total zerstört ...

Kann und darf man schon - allerdings muss man genau wissen, was man tut 
und es muss erwünscht sein. Dann sollte man Interupts allerdings auch 
schon verinnerlicht haben.


> Nein, der Prozessor ist nicht zu komplex, [...]

Für Dich nicht und für mich auch nicht. Aber für einen Anfänger ist er 
zu komplex.

Wenn ein Anfänger die Möglichkeit hat in eine Falle zu tappen, dann 
tappt er da auch rein. 100%.
Stell drei Fallen auf, er kommt nie an. Denn spätestens, wenn er die 2. 
Falle entdeckt, tappt er wieder in die erste.
Problem speziell bei Prozessoren: Er sagt Dir nicht, in welche Falle Du 
gerade getappt bist.
Dazu noch so Kunstwerke, wie mit einem 'JMP main' aus einer ISR heraus 
zu hüpfen und das Chaos ist perfekt ...


> Gibt es vom Hersteller eigentlich keine Demo-Beispiele? Ich meine, das
> wäre schon seit fast 10 Jahren so üblich.

Er möchte keine Beispiele ... - Ohne Worte ...




Gruß

Jobst

Autor: Tom B. (tom51)
Datum:

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So, seit gestern funktioniert nun endlich alles wie ich es mir 
voerstelle:)

Das Beste daran ist, dass man wenn man einen Interrupt kann auch alle 
anderen Interrupts kann. Da ich ja noch Anfänger bin und auch schon mit 
einem älteren 8051er gearbeitet habe, kann ich dieses Kit 
weiterempfehlen. Man sollte sich jedoch im klaren sein, dass die Pin 
Konfiguration nicht ganz einfach ist(Daher hat das auch mein Lehrer 
gemacht, damit man möglichst schnell damit arbeiten kann)

Also vielen Dank an euch!

Gruß

Tom

Autor: Ralf (Gast)
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> So, seit gestern funktioniert nun endlich alles wie ich es mir voerstelle:)
Mag sein, aber poste deinen Code hier. Funktioniert != fehlerfrei.
Einem Anfänger bringt man Fehler leichter ausgetrieben bzw. vermeidet, 
dass er sie sich angewöhnt.

Ralf

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