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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wieviel Zeit zum Lesen eines Fachbuchs


Autor: Matthias (Gast)
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Wieviel Zeit benötigt Ihr zum Lesen eines Fachbuchs (darunter verstehe 
ich jetzt ein Buch, das z.B. vorlesungsbegleitend an FHs und Unis 
verwendet wird) ?
So eine Angabe a la "200 Seiten in xy Tagen" oder "xy Seiten in 1 
Zeitstunde" wäre hilfreich. Ich möchte wissen, ob ich meine Zeit 
richtig/realistisch einteile.

Autor: Max (Gast)
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Ich würde sagen, dass man das nich pauschal beantworten kann. Wenn ich 
in dem Thema schon Vorkenntnisse besitze, geht es schneller als wenn ich 
noch keine Ahnung davon habe. Weiters ist es abhängig ob ich eine 
besondere Begabung für das Fachgebiet habe oder nicht.

Viele Grüße

Max

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Kommt ganz auf den Tiefgang an:
Tietze/Schenk kann man "ewig" lesen, bis man verstanden hat.
Bücher über bekannte Themen gehen schneller.
Bücher, die massig Bilder der Tools enthalten kann man schonmal auf dem 
Klo fertig lesen. Man merkt auch, dass derartige Bücher geschrieben 
wurden, damit der Autor ein Buch geschrieben hat (und das im Lebenslauf 
oder sonstwo steht).

Autor: Wiwi (Gast)
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1 Seite 1 Minute - Roman
1 Seite 1,5 Min - Literatur die man lesen muß
1 Seite 2 Minuten - Schwere Brocken ;)

Autor: Matthias (Gast)
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Mmmh, okay, ich gebe mal ein paar Beispiele, was ich meine:

Studiengang Elektrotechnik, Schwerpunkt Nachrichtentechnik, Beginn des 
Hauptstudiums:
- Theoretische Elektrotechnik
- Regelungstechnik
- Digitale Signalverarbeitung
- Informationstheorie
usw.

Also alles fachbezogene Fächer, wobei ich natürlich vorher noch nie 
etwas von deren Inhalten gehört habe.

Ich möchte halt wissen, wieviel Zeit zum Lesen ich PI*Daumen 
veranschlagen muß, wenn ich ein Buch mit z.B. 200 Seiten vor mir liegen 
habe. Ich neige nämlich dazu, einfach solange zu lesen bis ich meine es 
verstanden zu haben. Dummerweise reicht dann meistens die Zeit für die 
übrigen Fächer nicht mehr aus... Zeitmanagement halt...

Autor: Walter Tarpan (nicolas)
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Hallo zusammen,

es gibt durchaus Fachartikel, bei denen ich eine Woche an zehn Seiten 
lesen muß.

Ich fürchte eine konservative Abschätzung wird Dir nichts bringen.

Grüße
Nicolas

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Hängt ja auch von der Fähigkeit ab das Gelesene zu verarbeiten.
Manche haben ein fotografisches Gedächtnis und können Wort
für Wort wiedergeben. Die meisten anderen können sich nur
das wesentlichste merken, manchmal beim ersten Lesen, manchmal
erst nach dem x-sten wiederholen und manches überhaupt nicht.
Eine Seite lesen, heißt eben nicht auch den Inhalt verstanden
zu haben. Also bringt es nichts nur die Lesezeit zu kalkulieren.

Autor: Klugscheißer (Gast)
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> Ich neige nämlich dazu, einfach solange zu lesen bis ich meine es
> verstanden zu haben.

Vor dem Verstehen mit Lesen aufzuhören erscheint bei einem Fachbuch 
wenig sinnvoll :-)
Aber mal ersnthaft - der Antworten sind doch genug: Ein Mensch mnit von 
Natur aus gutem mathematischem und naturwissenschaftlichem Verständnis 
wird ein Buch wie "Theoretische Elektrotechnik" vielleicht 3 mal so 
schnell lesen wie ein "Unbegabter". Eine pauschale Antwort lässt sich 
hier nicht geben. Selbst wenn du - wie du schreibst - keine Ahnung davon 
hast kann dir das Thema einfach liegen und du bist dann natürlich 
schneller durch.

Wenn du Probleme mit der Zeit hast, dann versuch nur die relevanten 
Kapitel zu lesen oder bilde Lerngruppen mit deinen Kommilitonen. 
Alternativ kannst du das in der Uni behandelte noch am gleichen Tag oder 
am WE nacharbeiten. Und "recht zeitig" vor der Prüfung mit Lernen 
anfangen ist nun mal durch nichts zu ersetzen.

Mal eine andere Frage: Willst du schon voraus arbeiten oder habt ihr 
keine Vorlesungen - in der Regel sollten Bücher als Unterstützung für 
das bereits Gehörte dienen, dann fällt aber das Lesen auch leichter - 
ich würde sagen: bekannter Stoff ca. 2 bis 3 mal so lange wie ein Roman.

Autor: Olek (Gast)
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Du bist ja vielleicht einer.

> ...wobei ich natürlich vorher noch nie
> etwas von deren Inhalten gehört habe.

Kommentarlos gut :)

Ich habe mal über ne Woche an zwei Seiten gehockt, weils da soviel 
drumRum zu verstehen gab, um erst überhaupt das geschriebene zu 
verstehen. Ich glaube das war im dritten Semester Lasertechnik und da 
expliziet die Frequenzverdopplung beim Nd:YAG-Laser..."wie mit Kristall, 
doppelte Frequenz, was wie, warum überhaupt, um Gotteswillen wer macht 
den sowas" da gehen einem jede MengeFragen durch den Kopf.... oder man 
häts einfach überlesen können :)

Bei Thmen mit denen ich vertraut bin, komme ich mit ca. 1200 Seiten in 
einer Woche klar. Teilweise schaffe ich das sogar über das Wochenende, 
wenns mal ne neue Programmiersprache sein soll, wobei da die Praxis 
außen vor bleibt! Heißt soviel wie "schon mal gehört und ich weiß wo ich 
es finde, wenn ich es mal brauche". Um es zu können, muss man natürlich 
damit arbeiten sonst hilft da nichts.... rüberguck zu den 
Uni-absolventen :)

Es kommt verdammt auf die Grundlagen an, wenn die gegeben sind, ist das 
Buch relativ schnell durch, wenn net.... dann hald net.

Autor: Matthias (Gast)
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Klugscheißer schrieb:
> Mal eine andere Frage: Willst du schon voraus arbeiten

Fast ;-)

Die genannten Beispiele stammen aus meinem Elektrotechnik-Studium; 
damals habe ich zur Klausurvorbereitung eines mit 3 SWS veranschlagten 
Faches immer 3 Wochen gerechnet. Davon entfiel 1 Woche auf das Lesen des 
zugehörigen Fachbuches und/oder Vorlesungsskriptes, 1 Woche auf das 
nochmalige Lösen von Übungsaufgaben und 1 Woche zum Bearbeiten von alten 
Klausuren.

Mittlerweile liegt das Studium eine Weile zurück und ich überlege 
berufsbegleitend ein Aufbaustudium BWL zu belegen (hätt' ich früher auch 
nie dran gedacht g). Das ganze ist aber etwas kostspielig, so daß ich 
gerne im Vorfeld abklären möchte, ob ich überhaupt die für ein solches 
Studium notwendige Zeit erübrigen kann.

Die tatsächliche Lesezeit wird sicherlich von Fach zu Fach variieren, 
aber eine zumindest grobe Einschätzung wäre hilfreich.

Früher nahm ich immer 10 Seiten / Stunde an, aber irgendwie korreliert 
das nicht mit meiner oben geschilderten Erinnerung "1 Woche pro Buch": 
Bei 8 Stunden pro Tag, also 40 Stunden pro Woche, wären das bei 
angenommenen 200 Seiten nur 5 Seiten / Stunde. Andererseits habe ich mal 
ein Buch über Grundlagen der Buchführung 'probegelesen' und gelange da 
eher an die 5 Seiten  h als an 10 Seiten  h.

Autor: Paul (Gast)
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Wie soll man darauf eine gescheite Antwort geben? Ein Fachbuch liest man 
nicht standardisiert. Wenn es ein Buch (z. B. TET) mit vielen Formeln 
ist, setzt man sich hin und versucht immer wieder so lange zu lesen und 
nachzurechnen, bis man das verstanden hat. Textstellen mit "Prosa" ließt 
man wie einen Roman. Und als Prüfungsvorbeieitung macht man sowieso ein 
Exzerpt, weil man gar nicht das ganze Buch lernen kann. Ein Fachbuch ist 
ein Arbeitsmittel, das man stückweise nutzt und kein Roman.

Autor: Daniel G. (daniel83)
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Probier es doch aus, wenn du nur lesen willst, dann kannst du einfach 
abschätzen, willst du es durch arbeiten musst du es ausprobieren.
Such dir ein Kapitel raus, was für dich durchschnittlich aussieht und 
arbeite es einen ruhigen Sonntag, also wenn du sonst nichts hast durch. 
Dann nimmst du die zeit mal 1,5 weil an anderen tagen immer was 
dazwischen kommt und du hast nen richtwert, dann kannst du immer noch 
überlegen ob das semsetre lang genug ist, oder du dir lieber ein paar 
bücher sparst

Autor: Wiwi (Gast)
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Matthias schrieb:
> und gelange da
>
> eher an die 5 Seiten  h

Bei 300 Seiten und sagen wir mal 4 Stunden am Tag lesen kommst du auf 15 
Tage, dass halte ich mal für leicht übertrieben.

Und wie die Leute vorher schon geschrieben, EIN Buch ließt man eh nicht,
höchstens ein Kapitel und dann aus 1-3 Büchern.

Autor: Daniel G. (daniel83)
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>Bei 300 Seiten und sagen wir mal 4 Stunden am Tag lesen kommst du auf 15
>Tage, dass halte ich mal für leicht übertrieben.

Halte ich durchaus für realistisch, zumindest in form einer 
Prüfungsvorbereitung, wenn ich wirklich verstehen will was da steht und 
es nicht lesen will, damit ich sagen kann "die ganzen Bücher hab ich 
alle gelesen"

Autor: Kevin K. (nemon) Benutzerseite
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kommt drauf an, wie intensiv man das Thema verstehen will und wie schwer 
der Stoff selbst ist. Kann sein, dass du um 3 Seiten zu verstehen auf 
einmal in 6 weiteren Büchern je 10 Seiten lesen musst und das Ganze dann 
2 Tage dauert. Kann auch sein, dass du die 3 Seiten intuitiv verstehst 
und nach 20 Minuten durch bist.

Autor: High Performer (Gast)
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Hallo Leute,

also ich wundere mich über die inzwischen ein wenig bizarr wirkende 
Diskussion. Die Lesegeschwindigkeit hängt doch maßgeblich vom Inhalt und 
der "Vorbelastung" ab.

Beispiele:

"Java ist auch eine Insel" oder "Java-Handbuch", das Drachenbuch etc.: 
das liest sich für mich locker wie ein Roman, da gehen schon einige 
Seiten pro Stunde durch, vor allem auch deshalb, weil ich durch meine 
Vorkenntnisse schon weiß, was wichtig ist.

Mathebücher: da kommt es brutal auf den Autor an: der "Fetzer/Fränkel" 
war für mich während des Studiums eine Qual. Gerade lese ich, da ich mit 
meinen fast vierzig Jahren plötzlich nochmal Lust auf Mathe bekam, den 
"Rießinger". Der Rießinger ist eher "geschwätzig", aber sehr 
unterhaltsam und eher wie ein Roman zu lesen (hat auch wieder gewisse 
Nachteile, aber das ist ein anderes Thema)

Weitere Beispiele: "Zeitdiskrete Signalverarbeitung" von Oppenheim, auch 
da kann einen manche Seite quälen (wenn man wirklich jede Formel 
verstehen will). Oder das Buch "Einführung in die Hochfrequenztechnik", 
das ich mal begonnen habe. Schon auf Seite zwei geht es rund mit Maxwell 
par ecellence. Das war für mich auch eher eine Qual, und ich musste mir 
Maxwell, die Linienintegrale etc. nochmal getrennt zu Gemüte führen.

Also wie gesagt, die Diskussion ist müßig, und wenn er in seinem Alter 
das Lesepensum noch nicht abschätzen kann, dann ist das sowieso ein 
wenig seltsam.

Autor: Chris L. (chk1987) Benutzerseite
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zum lernen für Prüfungen fange ich immer auf "unterstem Niveau" an...
Ich lese zum Beispiel erst bei Wikipedia zB. über Differenzverstärker, 
danach meist bei Elektronik Kompendium... Jetzt bin ich auf dem Stand , 
dass ich mich von den nicht ganz ausführlichen Quellen (ohne jeden 
mathematischen) Hintergrund an mein Buch "Grundschaltungen" 
(Vogel-Verlag) wage...
Zu allerletzt, um mir wirklich noch das nötige Detailwissen (und auch 
falsches Wissen auszutreiben) lese ich den Tietze-Schenk...

So fällt es mir dann leicht , den Tietze zu verstehen... Ganz am Anfang 
würde man da von der Mathematik erschlagen...

So wird der Leseaufwand zwar größer aber ich sitze nich demotiviert mit 
meinem Tietze/Schenk in der Ecke...

Also:

erstmal auf niedrigem Niveau anfangen und langsam nach oben arbeiten.
Vorteil ist auch, dass man alles 3 Mal gelesen hat und jedes mal ein 
wenig mehr spezielles Wissen dazu kommt...

Autor: Lexi (Gast)
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Wiwi schrieb:
> 1 Seite 1 Minute - Roman
> 1 Seite 1,5 Min - Literatur die man lesen muß
> 1 Seite 2 Minuten - Schwere Brocken ;)

Allenfalls bei Wirtschaftswissenschaftlern. Besorgen Sie sich mal ein 
anständiges Informatik- oder Mathematikbuch, z. B. über den Pi-Kalkül. 
Da klebt man an einer Seite mind. zehn Minuten.

Autor: Grundstudium (Gast)
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3 Wochen zur Klausurvorbereitung? Was willst du den schaffen, einen 
Notendurchschnitt von 0,0?

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