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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik NiMh akkus auf unter 1V/Zelle entladen?


Autor: bastler (Gast)
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Hallo.
Gehen NiMh Akkus durch Tiefentladung unter 1V / Zelle kaputt?

Ich hab ne LED Fahradbeleuchtung. Die läuft mit 2 NiMh Akkus.
Da es eine LED Beleuchtung mit Schaltregler ist, sieht man den 
Ladezustand nicht an der Lampenhelligkeit. Die Lampe hat keine 
Entladeschlussgrenze, sondern die läuft, solange der Schaltregler es 
noch packt.
Das Ding zieht die Akkus bis auf ca 0,6-0,7 V Zellenspannung leer, dann 
setzt der Schaltregler erst aus. Unbelastet haben die Zellen dann noch 
knapp 1V.

Ist das für die Akkus schädlich oder verkraften die das problemlos?

mfg

: Verschoben durch Admin
Autor: Flash Card (Gast)
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0,8V /Zelle sollte als unterste Grenze gelten. Vielleicht noch ne 
Shottkydiode mit rein.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Die meisten NiMH mögen das gar nicht und sollten auf jeden Fall SOFORT 
wieder aufgeladen werden. Wenn du noch irgendwo passende NiCD auftreiben 
kannst, nimm die.

Autor: bastler (Gast)
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Ab Werk waren 2 AA Alkaline für vorne und 2x AAA Alkaline für hinten 
dabei.

Ich hab aber Akkus genommen, weil ich nicht ständig Batterien kaufen 
will.
NiCd hat in der Tat niedrigere Endladeschlussspannung, aber deutlich 
weniger Kapazität und schwer zu bekommen.

Bei den Akkus hab ich halt jetzt das Problem, dass mein Ladegerät die 
Akkus als defekt meldet, und ein Aufladen verweigert. Ich muss sie für 
kurze Zeit  am Labornetzgerät "Anladen", dann gehts wieder.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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>Ich hab aber Akkus genommen, weil ich nicht ständig Batterien kaufen
>will.
Könnte jedoch sein, daß du ständig neue Akkus kaufen mußt. NiMH 
quittieren solche Mißhandlung erfahrungsgemäß schnell mit 
Kapazitätsverlust oder Totalausfall, ich kenn das aus dem RC-Modellbau. 
Am ehesten verkraften das noch die original SANYO, aber auch die haben 
ihre Grenzen.

Autor: doofi (Gast)
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Mach halt Si-Diode mit rein.

Dann fehlem dem Schaltregler 0,7 V :-)

Autor: Michael M. (technikus)
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Entladen von NiMH unter 0,8V ist nicht empfehlenswert, damit sinkt die 
Zahl der möglichen Entlade/Ladezyklen. Ideal ist es, wenn der 
Entladevorgang bei  1V beendet wird.
Ideal wäre ein Tiefentladeschutz für die Zellen. Für einen Opamp als 
Komparator mit Warnled ist wohl kein Platz an den Leuchten? Von einer 
Abschaltung mit einem FET etc. gar nicht zu reden.

bastler schrieb:
> Bei den Akkus hab ich halt jetzt das Problem, dass mein Ladegerät die
> Akkus als defekt meldet, und ein Aufladen verweigert. Ich muss sie für
> kurze Zeit  am Labornetzgerät "Anladen", dann gehts wieder.
Bessere Ladegeräte haben eine Funktion, auch tiefentladene Akkus zu 
laden. Meist wird da eine gewisse Zeit ein Strom aufgeprägt und 
gemessen, ob die Spannung steigt.

Servus
Michael

Autor: bastler (Gast)
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Icke ®. schrieb:
> Könnte jedoch sein, daß du ständig neue Akkus kaufen mußt. NiMH
> quittieren solche Mißhandlung erfahrungsgemäß schnell mit
> Kapazitätsverlust oder Totalausfall, ich kenn das aus dem RC-Modellbau.
> Am ehesten verkraften das noch die original SANYO, aber auch die haben
> ihre Grenzen.
>
>
>

Da hast du recht. Wie gesagt, mein Ladegerät meldet die Akkus schon als 
Defekt. Und das nach nur nem knappen halben Jahr. Und das Ladegerät ist 
schon eins von der besseren Sorte.
Gebe ich den Akkus übers Labornetzgerät mit Strombegrenzung ca 500 mA 
für eine kurze Zeit, gehts wieder. Dann nimmt das Ladegerät den Akku 
wieder und macht das normale Ladeprogramm.

Die Lampen sind für die Akkus halt nicht optimal gebaut, weil der 
Schaltregler halt wirklich bis zum letzten Rest die Akkus/Batterien 
auslutscht.

Autor: bastler (Gast)
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Michael M. schrieb:
> Entladen von NiMH unter 0,8V ist nicht empfehlenswert, damit sinkt die
> Zahl der möglichen Entlade/Ladezyklen. Ideal ist es, wenn der
> Entladevorgang bei  1V beendet wird.
> Ideal wäre ein Tiefentladeschutz für die Zellen. Für einen Opamp als
> Komparator mit Warnled ist wohl kein Platz an den Leuchten? Von einer
> Abschaltung mit einem FET etc. gar nicht zu reden.
>
> bastler schrieb:
>> Bei den Akkus hab ich halt jetzt das Problem, dass mein Ladegerät die
>> Akkus als defekt meldet, und ein Aufladen verweigert. Ich muss sie für
>> kurze Zeit  am Labornetzgerät "Anladen", dann gehts wieder.
> Bessere Ladegeräte haben eine Funktion, auch tiefentladene Akkus zu
> laden. Meist wird da eine gewisse Zeit ein Strom aufgeprägt und
> gemessen, ob die Spannung steigt.


In der Rückleuchte ist kein Platz. In der Frontleuchte schon.
Es gibt die Lampen übrigens auch in einer Akkuversion mit fest 
eingebauten Akkus. Die kostet aber deutlich mehr.
Auf der Platine sind Einbauplätze für weitere Bauteile und eine Buchse, 
die nicht bestückt sind. Die Akkuversion kann über den Fahhraddynamo 
oder Steckernetzgerät aufgeladen werden.
Die fehlenden Bauteile sind Dioden, 1 IC, Widerstände und Kondensatoren 
in SMD, und 1 Kondensator bedrahtet.


Mein Ladegerät ist zwar ganz gut, aber recht pingelig bei der 
Akkudefektmeldung. Es hat neben schnell- und normalladung auch ein 
Akku-Regenerationsprogramm, das kann man aber nur starten wenn der Akku 
nicht als defekt erkannt wird.

Autor: Jens G. (jensig)
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Tja, ein Regenerationsprogramm ist ja auch nur zum Regenerieren gedacht, 
wenn der Akku mal nach vieler Ausnutzungen des Memoryeffekt bzw. 
Lazyeffekt eine Auffrischung braucht

Autor: Icke ®. (49636b65)
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'ne sehr kostengünstige Alternative wäre die Regeneration von normalen 
Zellen. Stichwort "asymmetrische Wechselstromladung". Die Zellen gibt es 
nahezu unbegrenzt und kostenlos in jedem Supermarkt, wenn du dich aus 
der Batterieentsorgungskiste bedienst. Schaltung ist simpel, zur 
Sicherheit sollte aber eine Zeitbegrenzung und Temperaturüberwachung mit 
eingebaut werden. Ideale Spielwiese für einen µC.

Autor: bastler (Gast)
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So hab die Lampe nochmal auseinander genommen.
Da ist ein Chip MAX1763 drin.
Kann man bei dem vielleicht die minimale Eingangsspannung festlegen?

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Laut Datenblatt könnte sich das vielleicht mit dem Gain-Block 
realisieren lassen. Eine interne Spannungsreferenz (0.938 V) ist 
idealerweise gleich mit eingebaut:

http://datasheets.maxim-ic.com/en/ds/MAX1763.pdf

Autor: Jens G. (jensig)
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Da gibt's einen Out-Eingang (Undervoltagedetection - Pin 6). Den könnte 
man ja dafür mißbrauchen.

Autor: Michael M. (technikus)
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Icke ®. schrieb:
> 'ne sehr kostengünstige Alternative wäre die Regeneration von normalen
> Zellen. Stichwort "asymmetrische Wechselstromladung". Die Zellen gibt es
Zwar lassen sich (Alkali-Mangan-) Batterien begrenzt wieder aufladen, 
aber nur wenn sie vorher nicht zu weit entladen waren. Nach dem ersten 
Einsatz im Fahrradlicht (hier ist das Problem ja die Tiefentladung) 
müssen sie also wieder zurück in die Sammelbox. Außerdem wäre mir ein 
Fahrradlicht mit ständig wechselnden Batterien mit unterschiedlichsten 
Restkapazitäten zu unsicher. Wer ist mit dem Fahrrad bei Dunkelheit 
schon gerne ohne Licht unterwegs?

Servus
Michael

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