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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Flash aus Memorystick


Autor: Michael (Gast)
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Hi,
mal eine nicht zu technische Frage an euch.

Was für Speicher verwenden Memorysticks?

Wenn ich mir die Preise für 1GB (wobei wir hier wohl von Bit reden) mit 
33€ einzeln, ab 100 ca. 18€ so anschaue frage ich mich, wie es möglich 
ist, Sticks mit ca. 4GByte(!) auf den Markt zu bringen, die dann 
allerdings nur 13€ kosten. Ganz zu schweigen davon, dass ich bei Farnell 
z.B. als Größte die 1GB Riegel finde.

Hab mal drüber nachgedacht, ob es sich für Logger o.Ä. rentieren würde 
keine SD Karte einzusetzen, sondern die Platine mit Flash zu pflastern 
;-)

Grüße
Michael

Autor: holger (Gast)
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>Was für Speicher verwenden Memorysticks?

Flash?

>Wenn ich mir die Preise für 1GB (wobei wir hier wohl von Bit reden) mit
>33€ einzeln, ab 100 ca. 18€ so anschaue frage ich mich, wie es möglich
>ist, Sticks mit ca. 4GByte(!) auf den Markt zu bringen, die dann
>allerdings nur 13€ kosten.

Kauf 1Mio. Dann wirds billiger.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Der 1GBit-Flash von Farnell ist NOR-Flash, der in den USB-Sticks ist
NAND-Flash. Letzteren gibt es für weniger Geld mit höheren
Speicherdichten.

Autor: Michael (Gast)
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holger schrieb:
> Flash?
Schrieb ich ja schon oben, dessen bin ich mir bewusst..


>Der 1GBit-Flash von Farnell ist NOR-Flash, der in den USB-Sticks ist
>NAND-Flash. Letzteren gibt es für weniger Geld mit höheren
>Speicherdichten.
Danke, werd mich mal umschauen.

Grüße
Michael

Autor: Ohforf Sake (ohforf)
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Ein USB-Stick könnte auch mit fehlerhaftem Flash-Baustein bestückt sein 
- ähnlich wie bei Festplatten, die eine Liste von "Bad Sectors" 
mitschleppen.
Ich hab mal einen USB-Stick billigster Machart low-level formatiert, das 
spezielle Programm vom Controllerchiphersteller konnte tatsächlich 
defekte Bereiche erkennen und berücksichtigen.
Ein sauteures Einzelstück von Farnell ist sicher 100% fehlerfrei.
Ich würde eher auf SD-Karten setzen, die sind intelligenter als ein 
primitiver Flash-Chip.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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das liegt einfach daran das Sony bei den Lizensen ganz schön zulangt. 
Lösung: Memory-Stick Produkte meiden. Die verwenden keine andere 
Technik.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Michael schrieb:
>>Der 1GBit-Flash von Farnell ist NOR-Flash, der in den USB-Sticks ist
>>NAND-Flash. Letzteren gibt es für weniger Geld mit höheren
>>Speicherdichten.
> Danke, werd mich mal umschauen.

Bspw. hat Digikey solche NAND-Flash-Bausteine. Allerdings sind die immer
noch etwas teurer als USB-Sticks oder SD-Cards mit gleicher Kapazität.
Das hängt einfach damit zusammen, dass USB-Sticks und SD-Cards in so
großen Stückzahlen hergestellt werden, dass ein Teil des vom Chip-Her-
steller gewährten Rabatts an den Endkunden weitergegeben werden kann.

Bei den reinen Flash-ICs hast du zudem den Nachteil, dass du Dinge wie
Bad-Block-Management und Wear-Leveling, die in fertigen Modulen schon
enthalten sind, selbst realisieren musst. Es gibt zwar  Flash-ICs, die
sich dank integriertem Controller wie MMC-Karten verhalten. Die sind
dann aber noch teurer.

Ich glaube, für reine Logging-Aufgaben ist nach wie vor eine SD-Card die
richtige Wahl. Sie ist preisgünstig, lässt sich leicht in die Schaltung
und die Software integrieren und ist als Micro-SD einschließlich Sockel
nicht einmal arg viel größer als ein Flash-IC.

Ohforf Sake schrieb:
> Ein USB-Stick könnte auch mit fehlerhaftem Flash-Baustein bestückt sein
> - ähnlich wie bei Festplatten, die eine Liste von "Bad Sectors"
> mitschleppen.

Das ist normal. Roher NAND-Flash gilt als unzuverlässig und lässt sich
(ähnlich einer Festplatte) nur mit ECC und Bad-Block-Management sinnvoll
einsetzen.

Bei den zuverlässigeren, aber teureren NOR-Flashs reicht meist schon
ECC. Ein externes Bad-Block-Management in einem Softwaretreiber o.ä. ist
dort auch gar nicht möglich, da NOR-Flashs üblicherweise ohne Treiber-
schicht als XIP-Programmspeicher (execute in place) eingesetzt werden.
Neuerdings gibt es wohl auch NOR-Flashs mit integriertem, nach außen hin
transparentem Bad-Block-Management. Damit kann der Hersteller bei Chips
mit hohen Speicherkapazitäten den Ausschuss reduzieren, so dass sich der
zusätzliche Aufwand offensichtlich lohnt.

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