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Forum: Compiler & IDEs Endianness und Schiebeoperationen


Autor: Daniel R. (zerrome)
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Hallo, der AVR-GCC ist ja Big endian.
Also mal angenommen ich habe ein char Array aus 4 Byte, welches an 
höchster Stelle das höchstwertigste Byte hat, also big endian. Dann kann 
man ja sehr schön an die 4 Byte Variable kommen die dieses Array 
repräsentiert.

Beispiel:
  unsigned char array[4] = {1,2,3,4};
  unsigned long int zahl;
  void *vptr =& array[0];
  zahl = *(unsigned long int*)vptr;

Jetzt ist zahl = 67305985. Das geht aber doch nur weil der AVR-GCC auch 
big endian ist richtig? Also ist die Variable zahl big endian und das 
array auch, deshalb klappt das ja?

Als Schiebeoperation würde das ganze ja so aussehen:
  unsigned char array[4] = {1,2,3,4};
  unsigned long int zahl;

  zahl = array[3];
  zahl <<=8;
  zahl |= array[2];
  zahl <<=8;
  zahl |= array[1];
  zahl <<=8;
  zahl |= array[0];


Sehe ich das richtig, dass jetzt bei der Schiebeoperation die interne 
Byteorder von zahl egal ist? Könnte das jemand bestätigen?


Danke schonmal

Viele Grüße

Daniel

Autor: A. K. (prx)
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Daniel R. schrieb:

> Also mal angenommen ich habe ein char Array aus 4 Byte, welches an
> höchster Stelle das höchstwertigste Byte hat, also big endian.

Interessante Defintion. Das höchstwertige Byte ist gemeinhin das mit dem 
höchstwertigem Bit und das liegt bei dir also an höchster Stelle, also 
dem Byte 3 - also bei mir wäre das little endian.

Autor: A. K. (prx)
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> Jetzt ist zahl = 67305985. Das geht aber doch nur weil der AVR-GCC auch
> big endian ist richtig?

Nicht ganz, da dies nur funktioniert, weil der avr-gcc little endian 
arbeitet. Du machst es uns allerdings etwas schwerer als nötig, denn 
nicht jeder erschliesst aus der Dezimaldarstellung ohne Umrechnung in 
Hex die Byteorder.

> Sehe ich das richtig, dass jetzt bei der Schiebeoperation die interne
> Byteorder von zahl egal ist? Könnte das jemand bestätigen?

Korrekt.

Autor: Daniel R. (zerrome)
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Hm stimmt :) das ist ja Little-Endian.

Bin seltsamer weise davon ausgegangen, dass wenn etwas „Groß-Ender“ 
heißt, es auch groß endet, also an der höchsten stelle den höchsten Wert 
hat. Scheint aber ja genau anders herum zu sein...

Dankeschön und schönen Sonntag noch


Grüße

Daniel

Autor: A. K. (prx)
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Daniel R. schrieb:

> Bin seltsamer weise davon ausgegangen, dass wenn etwas „Groß-Ender“
> heißt, es auch groß endet, also an der höchsten stelle den höchsten Wert
> hat. Scheint aber ja genau anders herum zu sein...

Nach diesem Verständnis hätten Swifts Grossender das Ei am kleinen Ende 
aufschlagen müssen, um sich von innen ans grosse Ende vorkämpfen zu 
können. Nee, so subtil war Swift nicht. ;-)

http://www.ietf.org/rfc/ien/ien137.txt

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