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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik PSPICE für Linux?


Autor: Hartmut (Gast)
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Gibt es eigentlich kein PSPICE (oder ähnliches) für Linux? Google findet 
nur Uraltberichte über SPICE für Linux. Kann mir eigentlich nicht 
vorstellen, dass Linux unter Elektronikentwicklern so unverbreitet ist. 
Auch an Universitäten ist Linux ja schon seit ein paar Jahren auch 
außerhalb des Fachbereichs Informatik ziemlich bekannt. Hat sich da 
bezüglich Schaltungssimulation unter Linux in den letzten Jahren nichts 
getan?

: Verschoben durch Admin
Autor: Thomas (Gast)
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Nein, gibts nicht.
Für Linux findest du nur kryptische Kommandozeilentools wie das original 
SPICE und halbherzig angefangene GUIs dafür wie Oregano.
Am erfolgversprechendsten war immer noch Qucs, aber da ist die 
Entwicklung auch eingeschlafen.
Aber angeblich läuft LTSpice prima unter Wine.

Autor: mano (Gast)
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wine + LTspice funktioniert super

Autor: Gastino G. (gastino)
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Thomas schrieb:
> Am erfolgversprechendsten war immer noch Qucs, aber da ist die
> Entwicklung auch eingeschlafen.

Sagt wer?

Ansonsten gibt es auch noch die GNU Spice UI (gspiceui) für Gnucap und 
ng-spice.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Ich habe bis letztes Jahr Ngspice (ohne GUI) benutzt. Leider sind einige
interessante Erweiterungen gegenüber dem Ur-Spice (bspw. parametrierte
Subcircuits) immer noch buggy oder noch nicht vollständig implementiert.
Die Weiterentwicklung verläuft derzeit ziemlich träge. Einge für PSpice
geschriebene Modelle müssen wegen Nutzung spezieller PSpice-Features für
Ngspice erst angepasst werden.

LTSpice hat praktisch alle Features von Ngspice und noch ein paar mehr,
ist besser zu PSpice kompatibel und läuft, wie schon mano geschrieben
hat, sehr gut unter Wine. Immerhin wird es vom Entwickler regelmäßig
unter Wine getestet und bei Bedarf speziell dafür angepasst.

Zudem hat LTSpice ein wirklich taugliches GUI. Eigentlich braucht man
für ein Simulationsprogramm wie Spice ein GUI nicht unbedingt, und die
meisten mir bekannten grafischen Schaltplaneditoren stellen bei der
Eingabe eher Bremsen als Hilfen dar. Im Gegensatz dazu geht die
Schaltplaneingabe von LTSpice sehr fix und ist trotzdem intuitiv, so
dass es wirklich Spaß macht, damit zu arbeiten.

In meinen Augen ist derzeit LTSpice mit Abstand die beste Möglichkeit,
unter Linux Spice zu machen. Gnucap und Qucs habe ich aber noch nicht
ausprobiert.

Autor: Mike J. (emjey)
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mano schrieb:
> wine + LTspice funktioniert super

Es funktioniert wirklich fast genau so wie in Windows, der einzige 
Unterschied ist dass es abstürzt sobald man da irgend eine Spule 
anklickt.

Also, sobald ich auf eine Spule klicke stürzt alles ab und ich befinde 
mich im Anmeldebildschirm wieder. Das ist quasi der einzigste Bug, aber 
ich brauche oft mal eine Spule und es ist recht ärgerlich.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Mike J. schrieb:
> Es funktioniert wirklich fast genau so wie in Windows, der einzige
> Unterschied ist dass es abstürzt sobald man da irgend eine Spule
> anklickt.

Besteht das gleiche Problem bei LEDs, und hast du zufälligerweise eine
Grafikkarte mit ATI-Chip und benutzt im X-Server einen älteren
Opensource-Radeon-Treiber? Dann sollte ein Update des Treibers das
Problem beheben. Weder LTSpice noch Wine können etwas dafür.

Workaround, falls das aus irgendeinem Grund nicht möglich sein sollte:
Ersetze im Symbol von Spule und LED alle Kreisbögen durch gerade Linien.

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Mike J. schrieb:
> mano schrieb:
>> wine + LTspice funktioniert super
>
> Es funktioniert wirklich fast genau so wie in Windows, der einzige
> Unterschied ist dass es abstürzt sobald man da irgend eine Spule
> anklickt.
>
> Also, sobald ich auf eine Spule klicke stürzt alles ab und ich befinde
> mich im Anmeldebildschirm wieder. Das ist quasi der einzigste Bug, aber
> ich brauche oft mal eine Spule und es ist recht ärgerlich.

Hallo Mike,

ich befürchte da bist du der einzige der dieses Problem hat oder 
konntest du dieses Verhalten auf einem anderen Rechner reproduzieren?

Ich habe es gerade mal selbst probiert. Ubuntu 10.04, LTspice 4.08o, 
Wine 1.1.142.  Kein Absturz.
In der Yahoo group hat auch noch niemand davon berichtet.

Gruß
Helmut

Autor: Gastino G. (gastino)
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Mike J. schrieb:
> Es funktioniert wirklich fast genau so wie in Windows, der einzige
> Unterschied ist dass es abstürzt sobald man da irgend eine Spule
> anklickt.
>
> Also, sobald ich auf eine Spule klicke stürzt alles ab und ich befinde
> mich im Anmeldebildschirm wieder. Das ist quasi der einzigste Bug, aber
> ich brauche oft mal eine Spule und es ist recht ärgerlich.

Auch wenn Dir die Antwort nicht hilft: Dann baue eben nur Schaltungen 
ohne Spulen. ;) SCNR

Autor: Mike J. (emjey)
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Yalu X. schrieb:
> hast du zufälligerweise eine
> Grafikkarte mit ATI-Chip und benutzt im X-Server einen älteren
> Opensource-Radeon-Treiber

Genau!

Mit dem Opensource Treiber bin ich eigentlich zufrieden, der ATI-Treiber 
den man nachinstallieren kann macht Probleme bei Youtube ...

Ich versuche mal den Treiber auf "radeonhd" umzustellen.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Mike J. schrieb:
> Mit dem Opensource Treiber bin ich eigentlich zufrieden, der ATI-Treiber
> den man nachinstallieren kann macht Probleme bei Youtube ...

Du kannst schon beim Radeon-Treiber bleiben. Irgendwo zwischen der
Version 6.12.4 und 6.13.0 von xf86-video-ati hatte auch ich das von dir
beschriebene Problem. Seit dem Update auf 6.13.0 läuft aber wieder alles
bestens.

Aktuell bin ich mit xf86-video-ati 6.13.1 und xorg-server 1.8.1.902
glücklich. xorg-server 1.8.2 ist auch schon raus, aber noch nicht
installiert.

Bis vor kurzem hatte ich übrigens Darstellungsprobleme mit vertikalen
Net-Labels, die aber mit Wine 1.3.0 ebenfalls behoben sind.

Autor: user (Gast)
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es gibt noch ngspice:

http://ngspice.sourceforge.net/

Autor: Michael Roek (mexman) Benutzerseite
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Auch ich bin ein LTSpice-Nutzer unter Ubuntu und habe kein Problem mit 
Induktivitaeten oder anderen Komponenten!

Gruss

Michael

Autor: Frank Bär (f-baer)
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Mike J. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> hast du zufälligerweise eine
>> Grafikkarte mit ATI-Chip und benutzt im X-Server einen älteren
>> Opensource-Radeon-Treiber
>
> Genau!
>
> Mit dem Opensource Treiber bin ich eigentlich zufrieden, der ATI-Treiber
> den man nachinstallieren kann macht Probleme bei Youtube ...
>
> Ich versuche mal den Treiber auf "radeonhd" umzustellen.

radeonhd ist ein veralteter Treiber, der nicht mehr benutzt werden 
sollte. Optimal ist der X.org-Radeon-Treiber 
(http://www.x.org/wiki/radeon).

Autor: Mike J. (emjey)
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Yalu X. schrieb:
> Seit dem Update auf 6.13.0 läuft aber wieder alles
> bestens.

Die Version 6.13.0 ist bei mir installiert.
Ich wollte auch von xorg-server 1.7.5 auf 1.8 Updaten, war mir aber 
unsicher ob der Rest dann noch passt.

Also es läuft jetzt jedenfalls!

Was habe ich gemacht?
Ich habe in der Synaptic Packetverwaltung nach "xorg-server" gesucht und 
habe folgendes gefunden:
 xorg-server-xorg-video-mach64
 xorg-server-xorg-video-r128
 xorg-server-xorg-video-i128
 xorg-server-xorg-video-sis
 xorg-server-xorg-video-savage
 xorg-server-xorg-video-s3virge
 ...
 xorg-server-xorg-video-all
Ich habe einfach alles deinstalliert was nach alter Treiber und nicht 
ATI aussah.

Nach den Neustart lief dann alles ... ich kann jetzt Spulen anklicken :)


Danke  Yalu !

Autor: Blubb (Gast)
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Sagt mal, gibt es ein ernstzunehmendes spice für die Konsole?
Wie soll man da Schaltpläne abbilden/auswerten?? :O

Liebe Grüße,
blubb

Autor: lager (Gast)
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Es genügt eine Netzliste.

Autor: Blubb (Gast)
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Hmm, sagt mir jetzt nichts.
Kannst du das genauer ausführen?

Autor: lager (Gast)
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Hier: 
http://www-ti.informatik.uni-tuebingen.de/~jsommer...

wäre eine einfache Netzliste eines 200R Widerstandes an einer 0V 
Spannungquelle.

vin 1 0 0V
r1  1 0 200Omega

Autor: Blubb (Gast)
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Klasse,
danke!!

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