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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Messen des Rauschens von Netzgeräten


Autor: Cube (Gast)
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Ich möchte die Rauschleistungsdichte von verchiedenen Netzgeräten messen 
und vergleichen (Spannung DC bis 5V). Zur Verfügung habe ich im Labor 
verschiedene Analyser, teilweise mit 50 Ohm Eingang. Ist es sinnvoll, 
das Rauschen zuerst zu verstärken, bevor ich messe? Was wäre eine 
geeignete rauscharme Schaltung? Macht es Sinn einen Tastkopf einzusetzen 
(Rin=10MOhm)? Stört der 50 Ohm Eingang? Belasten möchte ich die Quelle 
eigentlich nicht unbedingt derart niederohmig. Hat jemand eine Idee?
Danke für eure Antworten!

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Cube schrieb:
> Ist es sinnvoll,
>
> das Rauschen zuerst zu verstärken, bevor ich messe?


Klar: ja.

Schau mal unter www.amplifier.cd, Entwicklung einer rauscharmen 
Referenzspannungsquelle von 110V.
Ralf beschreibt dort seine Vorverstärker für die Messung an seiner 
Spannungsquelle.
Sowie das gesamte Vorgehen während der Messung.

Autor: Cube (Gast)
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Meinst du die Beschreibung des sogenannten "Rauschanzeigers"? Ich hab 
hier allerdings keine Schaltung/Dimensionierung entdecken können. 
Insofern hilft mir das leider nicht so richtig weiter.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Cube schrieb:

> Insofern hilft mir das leider nicht so richtig weiter.


und auf die Idee den Ralf über seine webseite diesbezüglich direkt zu 
kontaktieren kommst Du ebenfalls nicht.

Autor: Cube (Gast)
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Er schreibt auf seiner Homepage explizit, dass keine Schaltpläne 
herausgegeben werden.
Hat sonst noch jemand eine Idee?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Cube schrieb:
> Er schreibt auf seiner Homepage explizit, dass keine Schaltpläne
> herausgegeben werden.

Wohl kaum.

Ich hatte keine Probleme alles Nötige von ihm per email zu erfahren.


> Hat sonst noch jemand eine Idee?


Yepp: Das Du ggfs. zu unflexibel bist?

Autor: MaWin (Gast)
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> Ist es sinnvoll,
> das Rauschen zuerst zu verstärken, bevor ich messe?

Wenn deine Geräte empfindlich genug sind,
macht es keinerlei Sinn,
denn du handelst dir mit deiner Verstärkungsschaltung
nur zusätzliches Rauschen ein, welches du erst messen
müsstest um es dann abziehen zu können, wobei die
exakte Additionswirkung auch wieder unbekannt ist.

Hör nicht auf die Trolls.

Du musst auch die Spannungsquelle belasten, denn das
Rauschen welches nur lose eingekoppelt wird, bricht
unter Belastung zusammen, es entspricht nicht der
Realität, es mitzumessen.

Ich würde einerseits die Spannungsquelle mit einem
Widerstand belasten, um die Nennleistung zu bekommen.
Andererseits ist dein Messgerät sicherlich per
Kondensator gekoppelt. Wenn du danach 50 Ohm hast,
bildet der für Wechselspannungen einen bekannten
Spannungsteiler mit dem Belastungswderstand. Du kannst
also zurückrechnen, welchem realen Rauschpegel dein
Messwert entspricht. Gar nicht abzuschliessen kann
Probleme mit der RC-Wirkung der Messtrippe geben.
Deren Effekt kann man zwar auch ausrechnen, hat
aber wohl undefinierte Anteile.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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MaWin schrieb:
> Hör nicht auf die Trolls.

Denn MaWin ist einer von ihnen.



> Wenn deine Geräte empfindlich genug sind,

sind sie offensichtlich, schreibt er oben.

> müsstest um es dann abziehen zu können, wobei die
> exakte Additionswirkung auch wieder unbekannt ist.

Dafür genügt einfache Mathematik, MaWin. Aber Dir gänzlich unbekannt, 
gell.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Ich möchte die Rauschleistungsdichte von verchiedenen Netzgeräten messen
>und vergleichen (Spannung DC bis 5V).

Du meinst wahrscheinlich "Rauschspannungsdichte"?

>Zur Verfügung habe ich im Labor verschiedene Analyser, teilweise mit 50
>Ohm Eingang.

Dann mußt du 50R auch treiben können.

>Ist es sinnvoll, das Rauschen zuerst zu verstärken, bevor ich messe?

Wenn das Rauschen sehr klein ist, dann ist das schon sinnvoll.

>Was wäre eine geeignete rauscharme Schaltung?

Zum Beispiel die im Anhang. Direkt an die Versorgungsspannungsanschlüsse 
eines jeden OPamp und Buffer gehört noch eine Parallelschaltung aus 100n 
und 10µ Tantal nach Masse.

Die Schaltung kann auch direkt 50R Lasten treiben, aber dann ist die 
Über-Alles-Verstärkung nur noch 50. Wenn du eine höhere Verstärkung 
brauchst, könntest du statt des OPA627 auch einen dekompensierten OPA637 
einsetzen. Dann aber unbedingt C8 und C9 verkleinern/weglassen, sonst 
schwingts. Eventuell geht auch ein OPA637 allein, wenn die Verstärkung 
nicht zu groß ist.

>Belasten möchte ich die Quelle eigentlich nicht unbedingt derart
>niederohmig.

Aber du mußt sie schon mit einer Nennlast betreiben, wie Mawin schon 
geschrieben hat. Du kannst die Rauschspannung ja für unterschiedliche 
Lasten messen.

Sei übrigens nicht überrascht, wenn du nach dem Verstärken nicht nur 
Rauschen siehst, sondern auch noch 100Hz Restbrumm...

Kai Klaas

Autor: Cube (Gast)
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Muss die Versorgungsspannung für die OPAMPs besonders rauscharm sein 
(Batterien?) oder reicht ein normales Labornetzteil?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Netzteil reicht .

Autor: FG (Gast)
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Die Application Note AN83 von Linear ist vielleicht auch noch einen 
Blick wert: http://cds.linear.com/docs/Application%20Note/an83f.pdf

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