>im Anhang ist der Schaltplan für einen Gitarrenverzerrer, ich habe ein
>paar Fragen dazu, und zwar, welche Funktion die beiden Baugruppen um Tr3
>und um Tr5 haben.
Das sind zwei Bandpässe mit jeweils einem Kondensator (C12 bzw. C17) und
einer Induktivität in Serie. Die Induktivität wird jeweils mit Hilfe
eines Gyrators nachgebildet, wie schon jemand vor mir schrieb.
Die Simulation des Frequenzgangs findest du im Anhang:
Die Spitze bei 100Hz bleibt wohl unhörbar, weil sie eine Tiefenabsenkung
vor dem Diodenbegrenzer rückgängig macht. Das wird gerne gemacht, da die
tiefen Saiten einer E-Gitarre oft weit größere Amplituden liefern als
die hohen und die tiefen Töne deshalb viel stärker verzerren würden.
Also senkt man die Tiefen vor dem Diodenbegrenzer ab und hebt sie
dahinter wieder an. Dadurch hat man Verzerrungen, die weitgehend
unabhängig von der Tonhöhe sind. Hier ist lediglich die Art der Anhebung
ungewöhnlich, aber nicht das klangliche Ergebnis.
Den interessanteren Teil des Frequenzgangs findet man oberhalb von rund
300Hz. Allerdings ist auch hier lediglich die Art und Weise der
Klangbeeinflußung ungewöhnlich, nicht aber das klangliche Ergebnis.
Kai Klaas