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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Problem mit Verstärker TDA2005


Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

ich habe versucht mir einen Verstärker mit dem TDA2005 zu bauen.
Ich habe das nach dem Schaltplan im Anhang auf einem Steckbrett 
nachgebaut.
Leider ist ein starkes Rauschen in den Lautsprechern zu hören. Im Moment 
des Einschaltens ist die Stromaufnahme 4 Ampere. (Ohne NF...) - nach ca. 
1min geht sie langsam auf 500mA runter. Wenn ich dann Musik abspiele, 
höre ich das Rauschen und im Hintergrund die Musik.
Ich habe R6 und R7 weggelassen, die Kerkos also direkt an Masse.
R2 und R4 sind 1,2k
R5 und R3 sind 33R

leider hatte ich auch keine 2200µF Kondensatoren da und habe deswegen 
470µF genommen.

Die Lautsprecher haben 4 Ohm und 40Watt.

Schwingt da was?

Gruß

Doran

Autor: Sam .. (sam1994)
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Verstärkt er überhaupt? Ein Verstärkerchip von mir war mal kaputt da hat 
er auch gerauscht und fast nicht verstärkt.
Vielleicht hast du den TDA mal falsh gepolt, das mögen Verstärker nicht.

Autor: chris (Gast)
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Masseverbindungen i.O., was haste denn fürne Spannungsversorgung????

> Im Moment des Einschaltens ist die Stromaufnahme 4 Ampere.

wenn im chip keine entsprechende schutzbeschaltung ist, ist das normal 
aber

> nach ca. 1min geht sie langsam auf 500mA runter

sollte im ruhezustand weniger als 100mA sein.


> Ich habe R6 und R7 weggelassen, die Kerkos also direkt an Masse.

mach den wieder rein und nehme anstatt kerkos folienkondis guck mal hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Snubber (boucherot glied).


> leider hatte ich auch keine 2200µF Kondensatoren da und habe deswegen
470µF genommen.

naja zum test ok aber bedenke umso kleiner das C um so größer ist die 
dämpfung für das ausgangssignal, schalte doch noch ein C parallel

Autor: Olaf (Gast)
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> Schwingt da was?

Wahrscheinlich! Stell mal ein Radio mit Mittelwelle oder Kurzwelle 
daneben und pruef mal ob du einen neuen starken Sender findest.

Es ist zwar schon 20Jahre her das ich die ollen Teile benutzt habe, aber 
ich habe sie auch als etwas schwingfreudig in Erinnerung. Ich meine die 
wuerden wert darauf legen das die Versorgung sehr niederohmig war. Und 
da sind sowohl zu kleine Kondensatoren wie auch ein Breadboard 
kontraproduktiv.

Olaf

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

ok. Ich habe leider keine 1R Widerstände da, desshalb habe ich jetzt 10R 
genommen. Jetzt braucht er nur 100mA und es rauscht nur noch ganz arg 
wenig. (Kaum hörbar...)

Die Widerstände R2/R3 und R4/R5 regeln ja die Verstärkung.
Ich habe gehört, dass R3 und R5 3,3 Ohm habe sollen. Leider kann man das 
im Datenblatt nicht ganz lesen... ich hätte das jetzt als 33 Ohm glesen. 
Was ist dann richtig, bzw. wie berechne ich die Werte?

Gruß

Doran

Autor: Doran S. (utzer)
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Achja, meine Spannungsquelle ist eine Autobatterie. (Ja, ist vollgeladen 
- Spannung im Betrieb: 12,9V)
Ja, leider Schwingt er. Habe gerade ein Radio auf Mittelwelle (1 MHZ) 
danebengehalten: ein Träger. Wenn ich aber die Widerstände R6/R7 
einsetze (also nicht den Kondensator direkt an Masse), dann ist der 
Träger viel schwächer, aber noch nicht ganz weg. Ich habe halt nur 10R 
Widerstände.
Werde mal 1R besorgen und einsetzen.
Ja, leider habe ich auch sehr lange Leitungen... :-) (so auf dem 
Steckbrett...)

Welche Werte empfehlen sich für die anderen Widerstände (heißt das nun 
33R oder 3,3R)?

Worauf muss man bei einem Platinen-Layout achten? Kurze 
Leitungen/Masseflächen?

Gruß

Doran

Autor: Jens G. (jensig)
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Steckbrett ist Kacke bei soclhen Verstärkern, weil lange Leitungen, und 
weil sicherlich die Masse saumäßig ist.
Mach ne Leiterplatte, und achte darauf, daß Leistungsmasse nicht mit der 
Signalmasse über einen Pfad läuft. Am besten Sternförmig alles an den 
Elkos der Betriebsspannung. Da das meistens nicht 100% möglich ist, kann 
man die Leistungsmassen zusammenfassen (Lautsprecher, Boucherotglied 
(oder wie das geschrieben wird), und zusammenzu den Elkos führen. Ebenso 
kann man (muß nicht) die Signalmassen zusammenführen (also R3, R5, und 
die Inputs), und gemeinsam zu den Elkos führen. Der Elko ist hier der 
niederohmigste Punkt.

Autor: EGS (Gast)
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Die erste Sache hast du ja schon erkannt, kurze Leitungslängen, sonst 
wirken die wie Antennen. Da fängst du alle STörungen der Umgebung ein.

Wenn möglich nimm geschirmte Leitungen (wie in Cinch-Kabeln) und 
benutze, wenn du die Platine selber ätzt oder herstellst alle unbenutzen 
Bereiche als Masse, damit kannst du schon viele Störungen ableiten.

Das die Wiederstände die Verstärkung ergeben ist auch korrekt, jedoch 
hauptsächlich das Verhältniss.

Wichtig ist der Strom der in die Rück- oder gegenkopplung fliesst, da er 
der Verstärkung entgegen oder mitwirkt (Gegen oder Mitkopplung).

Ansonsten ist es beim Verhältnis genauso wie bei einem Spannungsteiler,

1000 ohm und 1000ohm ergeben den gleichen Spannungsteiler
wie 4,7k und 4,7 k, nur im Belastungsfall macht es sich bemerkbar.

Autor: mhh (Gast)
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Doran S. schrieb:
> Ich habe gehört, dass R3 und R5 3,3 Ohm habe sollen. Leider kann man das
> im Datenblatt nicht ganz lesen... ich hätte das jetzt als 33 Ohm glesen.
> Was ist dann richtig, bzw. wie berechne ich die Werte?

33 Ohm ist richtig.

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

so, jetzt habe ich eine Platine geätzt... Jetzt geht alles, aber erst 
nachdem sich der TDA2005 aufgewärmt hat? Davor "stottert" das Audio...

Hier mein Platinen - Layout:

Gruß

Doran

Autor: mhh (Gast)
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Doran S. schrieb:
> Jetzt geht alles, aber erst
> nachdem sich der TDA2005 aufgewärmt hat? Davor "stottert" das Audio...

Dann bring mal die 1000µF für die Betriebsspannungsabblockung mit auf 
die Platine. Dann stottert nix mehr.

Autor: Olaf (Gast)
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> Dann bring mal die 1000µF für die Betriebsspannungsabblockung mit auf
> die Platine.

Ausserdem sei noch erwaehnt das es im allgmeinen klueger ist das IC an 
den Rand der Platine zu machen damit man es an einen Kuehlkoerper 
schrauben kann.

Olaf

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>Ausserdem sei noch erwaehnt das es im allgmeinen klueger ist das IC an
>den Rand der Platine zu machen damit man es an einen Kuehlkoerper
>schrauben kann.

Dann könnte man ja auch gleich das Layout aus dem Datenblatt nehmen.

MfG Spess

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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http://de.wikipedia.org/wiki/Boucherot-Glied
aber auch Snubber genannt:
"Am Lautsprecherausgang von Audioverstärkerschaltungen  sorgt ein 
Snubberglied (hier meist Boucherot-Glied genannt) dafür, dass der 
Verstärker an der komplexen Last einer Lautsprecherbox stabil arbeitet 
und keine sogenannten „wilden“ Schwingungen ausführt."
Da gehört auch der Widerstand dazu, den darf man vermutlich nicht 
weglassen

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

ok, jetzt habe ich noch 1000µF in die Versorgungsleitung... jetzt ist 
das "stottern" weg!

Ich habe noch jeweils bei jedem Eingang 1k Widerstand nach Masse gelegt. 
Wenn ich das Audiokabel nicht in den PC stecke, ist auch absolute Stille 
im Lautsprecher. Nur: Sobald ich den PC anschließe höre ich im 
Hintergrund ein leichtes piepen... Woran kann das liegen?

Gruß

Doran

Autor: mhh (Gast)
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Doran S. schrieb:
> Sobald ich den PC anschließe höre ich im
> Hintergrund ein leichtes piepen... Woran kann das liegen?

An der Art und Weise, wie das Signal im PC geführt wird. Die Masse vom 
Klinkenstecker darf nur die einzige Verbindung von PC- und 
Verstärkermasse sein. Sobald die Masse der Stromversorgung des 
Verstärkers am Schutzleiter eine Verbindung hat, hörst Du diese 
Störungen.

Autor: Doran S. (utzer)
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ja, ich betreibe den Verstärker mit einem Akku (Autobatterie) und die 
einzigste Verbindung der Massen ist über das Audiokabel.

Allerdings ist mein Audiokabel sehr lang (5m) kann das der Grund sein?

Doran

Autor: mhh (Gast)
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Doran S. schrieb:
> Allerdings ist mein Audiokabel sehr lang (5m) kann das der Grund sein?

Ist möglich. Ändere mal den 1 kOhm Widerstand an den Eingängen auf 100 
Ohm.

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

habe jetzt 47R rein gemacht. Leider ist das Piepen immer noch 
unverändert.
Woran kann es sonst noch liegen? Habe das Kabel jetzt auch gekürz auf 
80cm...

Doran

Autor: mhh (Gast)
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Einen Versuch hast Du noch: 100 Ohm in Reihe der Masseverbindung.

PC -> Ausgang Signal -> Eingang Verstärker
Masse   -> 100 Ohm ->   Masse Verstärker

Wenn das nicht hilft, dann Differenzvorverstärker oder:
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=IC4;GROUPID...

Autor: Doran S. (utzer)
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So habe das ausprobiert, danke für den Tipp.
Das Piepen ist schwächer geworden, aber es ist noch nicht ganz weg. 
Hatte leier nur 120 Ohm...

Kann man eine Entstördrossel in die Masseleitung setzen?

Doran

Autor: Doran S. (utzer)
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So habe jetzt 1K-Ohm in der Masseleitung. jetzt ist Ruhe. Nur leider 
klingts jetzt nichtmehr so doll... (Verzerrungen/kein Bass)

Doran

Autor: mhh (Gast)
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Meine Vermutung ist, daß die Klinkenbuchse vom Rechner außer der 
Lötverbindung (der Masse) auf dem Mainboard noch eine zweite Verbindung 
zum Gehäuse hat. Ist dem so? Wenn ja, abstellbar?


Doran S. schrieb:
> So habe jetzt 1K-Ohm in der Masseleitung. jetzt ist Ruhe. Nur leider
> klingts jetzt nichtmehr so doll... (Verzerrungen/kein Bass)

Größer als 150 Ohm sollte er nicht sein, wegen solcher Effekte.

Autor: Doran S. (utzer)
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Und die einziste Möglichkeit ist jetzt das Teil von Reichelt?

Doran

Autor: mhh (Gast)
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Schaut leider so aus.

Autor: Doran S. (utzer)
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Schade... aber danke für die Unterstützung!

Doran

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