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Forum: HF, Funk und Felder RFID Verstärker


Autor: Michael (Gast)
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Hallo

leider habe ich folgendes Problem:
zur zeit versuche ich einen RFID Verstärker für ein MFRC52x Modul von 
NXP zu bauen und bin dabei auf folgende Schaltungen gestossen [1][2].Da 
ich die Bauteile für die 2. Schaltung schon da habe, wollte ich fragen 
ob es überhaupt funktioniert wenn ich die Schaltung einfach spiegele, so 
das beide TX Ausgänge wie in der ersten Schaltung verstärkt werden ?

Autor: oszi40 (Gast)
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Der Sinn dieser Aktion ist mir noch rätselhaft. Selbst wenn der Sender 
100kW hätte, antwortet das RFID-Etikett noch mit der gleichen Leistung 
wie vorher.

Autor: Maik H. (Gast)
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Hi Du :
Ob man das ganze differentiell aufbauen muß ist eine Frage für sich. Man 
bekommt ggfs. Gleich und Gegentaktstörungen an der Antenne - der Aufwand 
der Filterung kann dann ggfs. steigen. (BTDT)
Nicht zu vergesssen ist, dass die Modulation vom Lesegerät zum 
Transponder meist in AM mit einem relativ geringem Modulationsgrad von 
10% erfolgt - Verzerrungen sollten hier unterbleiben. Kommerzielle RFID 
Lesegeräte haben teils hochlineare Klasse A Endstufen drin.

Für den namenlosen (Oszi40) : Die Energiereichweite ist das zuerst 
limitierende Phänomen bei diesen Kurzstrecken RFID Systemen. Mit mehr 
Leistung ließ sich bei kaum geändertem Empfänger bei mir ein Nahfeld - 
Tag auch noch bei 30cm Enfernung fehlerfrei auslesen - Spezifiziert sind 
die Dinger für unter 10cm.

mfg Maik

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Maik Hermanns schrieb:
> Mit mehr
> Leistung ließ sich bei kaum geändertem Empfänger bei mir ein Nahfeld -
> Tag auch noch bei 30cm Enfernung fehlerfrei auslesen - Spezifiziert sind
> die Dinger für unter 10cm.

Aber wie findet denn das Signal vom tag den Weg zurück zum Lesegerät?

Autor: rfidler (Gast)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Maik Hermanns schrieb:
>> Mit mehr
>> Leistung ließ sich bei kaum geändertem Empfänger bei mir ein Nahfeld -
>> Tag auch noch bei 30cm Enfernung fehlerfrei auslesen - Spezifiziert sind
>> die Dinger für unter 10cm.
>
> Aber wie findet denn das Signal vom tag den Weg zurück zum Lesegerät?

Ganz einfach, der RFID Transponder sendet nicht zurück, sondern 
moduliert das ausgestrahlte Feld mit einer Last. Die Feldmodulation wird 
vom Lesegerät ausgewertet. Wird eine aktive Kommunikation vom 
Transponder ausgehen, nennt sich das NFC (Near Field Communication).

Es passiert folgendes:

Die ausgesendete Energie (Trägerfrequenz) des Lesegerätes, wird in eine 
Gleichspannung IM Transponder gewandelt. Es existiert eine 
Regelschaltung im Transponder, die eine stabile Gleichspannung für den 
digital Teil erzeugt. Diese liegt ebenfalls am analog Frontend an. Zu 
hohe Energie wird in Wärme umgesetzt, ist die Energie zu hoch rauchts. 
Die überschüssige Leistung kann nur in Wärme abgebaut werden. Also macht 
es keinen Sinn 100kW Sender zu bauen, wenn man zu Nahe ran kommt war es 
das!

Diese Gleichspannung versorgt die Digtial Elektronik und die Daten 
werden nicht versendet, sondern modulieren das Trägerfeld mit einer 
Last. Dieser Leistungsentzug registrieren das Lesegerät in sich selber 
und wertet diese aus.


mfg

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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rfidler schrieb:
> Ganz einfach, der RFID Transponder sendet nicht zurück, sondern
> moduliert das ausgestrahlte Feld mit einer Last. Die Feldmodulation wird
> vom Lesegerät ausgewertet

Das ist mir schon klar.  Meine Frage bezog sich darauf, dass mir
die Beschreibung so klang, als wäre da zwischen Lesegerät und
Antenne noch ein Verstärker ("mit mehr Leistung") drin.  Dieser
würde aber auch die Feldrückwirkung vom Lesegerät entkoppeln.

Autor: Maik (Gast)
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Hallo Jörg,

Ein zusätzlicher Verstärker ist in dem von mir angesprochenen Fall 
tatsächlich im Einsatz. Die üblichen Reader - ICs haben meist einen 
zusätzlichen Empfängereingang. Der wird in meinem Fall über einen 
zusätzlichen ZF Pfad über ein Signal das antennenseitig abgegriffen 
wird, gespeist.

Autor: rfidler (Gast)
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Jörg Wunsch schrieb:
> rfidler schrieb:
>> Ganz einfach, der RFID Transponder sendet nicht zurück, sondern
>> moduliert das ausgestrahlte Feld mit einer Last. Die Feldmodulation wird
>> vom Lesegerät ausgewertet
>
> Das ist mir schon klar.  Meine Frage bezog sich darauf, dass mir
> die Beschreibung so klang, als wäre da zwischen Lesegerät und
> Antenne noch ein Verstärker ("mit mehr Leistung") drin.  Dieser
> würde aber auch die Feldrückwirkung vom Lesegerät entkoppeln.

Hatte mich schon gewundert... :-) Die Auswertung der entzogenen Energie 
findet im gelben Kästchen statt (erster Post) also direkt AN der 
Antenne. Daher ja, es ist entkoppelt aber so ist das RFID System eh 
aufgebaut.

Verstärken kann man, nur sollte das auch der Transponder aushalten. 
Sonst rauchts :-)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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rfidler schrieb:
> Die Auswertung der entzogenen Energie
> findet im gelben Kästchen statt (erster Post) also direkt AN der
> Antenne.

OK, wenn man die Tomaten von den Augen runternimmt, hilft das. ;-)

Danke für die Erleuchtung!

Autor: michael (Gast)
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Vielen dank für die Antwort Maik.

mit dem zweiten Verstärker ist die Lesereichweite leider gesunken :-( 
und ich hab keine Ahnung wieso (muss vielleicht mit den Filtern ein 
bisschen spielen). Mit dem ersten konnte ich jedoch ein paar Zentimeter 
gewinnen was für meine Anwendung vollkommen ausreicht :-).

Nochmal danke
Michael

Autor: PN544 (Gast)
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Hallo Michael,

Du hast also mit der NXP-App noch ein paar Zentimeter rausholen können?

Ich habe diese auch in meiner Schaltung lt. AppNote verwendet, 
allerdings konnte ich leider keine Reichweitensteigerung erzielen..

Hast Du nach der App Dimensioniert? Wo hast Du den Z0 angesetzt?

Mfg,
Mike

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