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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Atmega8 Portpin VCC-loss sicher machen


Autor: Thomas (Gast)
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Hallo !

Ich habe nach obiger Zeichnung mehrere Eingänge eines ATMega8 
beschaltet.
Der Atmega läuft mit 5V.

Zwischen R1 und R2 messe ich im normalen Betrieb recht genau 5,1V.
Die Schaltung funktioniert für diesen Fall ohne Probleme.

Dummerweise killt mir ein VCC-loss den Atmega !
Leider verstehe ich das nicht wirklich.

Ich gehe davon aus in jedem Fall max. 5,1V an der Zehnerdiode abfallen.
Der Portpin liegt nun auf 0V, die Clampdiode im µC sollte doch jetzt in 
Richtung VCC leitend werden ?

I=U/R -> demnach sollten doch jetzt ca 0,75mA über die Clampdiode in die 
5V Versorgung fliessen !??

Wo ist nun mein Denkfehler ?

Bzw. wie löst man dieses Problem am besten ?

Autor: Floh (Gast)
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Was hängt an A und B?
Zenerspannung 5,1 Volt?

Autor: Thomas (Gast)
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A liegt zwischen 0 und 12 V.
B ist Masse.


Entschuldige...

Autor: Thomas (Gast)
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Zehner = 5V

Autor: A. K. (prx)
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Such woanders. Diese Beschaltung killt den AVR nicht. Es kann nur sein, 
dass er nicht gänzlich abschaltet, sondern parasitär über die 
Ableitdioden mit genug Strom versorgt wird, um Unfug zu stiften.

Autor: Floh (Gast)
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Thomas schrieb:
> Dummerweise killt mir ein VCC-loss den Atmega !
> Leider verstehe ich das nicht wirklich.

Wie macht sich das eigentlich bemerkbar? Killts den Pin oder alles oder 
läuft das Programm nicht mehr?

Autor: Thomas (Gast)
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Also 12V an Punkt A und ein Ausfall der 5V können dem Atemga wirklich 
nichts anhaben ?

Beim abziehen der Versorgungsspannung sind mir jedes mal (schön kausal) 
die Eingangspins abgeraucht.

Der µC lässt sich noch wunderbar Programmieren, aber die Eingangspins 
sind tot.

Die Ausgänge lassen sich noch schalten (3x BTS621l1).

Interessanterweise lassen sich an den defekten Pins im loss-Zustand ca 
2V messen, mit VCC sind es dann wieder 5V.
Das spricht doch für eine Funktionierende Begrenzung ?


Leider gibt es da nichts mehr zu suchen.

- Ein 7805 macht mir die 5V VCC.
- Die Ausgänge gehen direkt auf drei BTS621.


Wenn ich das richtig sehe muss ich doch nur den Strom klein halten,
der Spannungsabfall am Widerstand rettet den Atmega.
Die Clampdioden schaffen so 2mA ???

Autor: Andreas K. (derandi)
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A. K. schrieb:
> Such woanders. Diese Beschaltung killt den AVR nicht. Es kann nur sein,
> dass er nicht gänzlich abschaltet, sondern parasitär über die
> Ableitdioden mit genug Strom versorgt wird, um Unfug zu stiften.

Er sollte einen Mega88 verwenden, der läuft dann auch mit 0,75mA über 
die Clamp-Dioden.

Autor: Thomas (Gast)
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@ Floh:

Es killt nur die "Eingänge".
PINC bleibt komplett auf 0.

Flashen per ISP sowie die Ausgänge Funktionieren noch.

Ich schaue mir wohl lieber nochmal den Aufbau an...

Autor: hans (Gast)
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Der Controller stirbt beim wiedereinschalten.

Durch den Stromfluß in dir Clamoing Dioden gibt es einen Latch-Up.

Die Dioden bilden einen parasitären Thyristor, der einmal gezündet
mit ausreichend kräftiger Versorgung den Chip killt.

Der Strom in die Dioden darf nicht zu groß werden - siehe Datenblatt 
oder
such mal nach Latch-Up.

Gruß
Hans

Autor: A. K. (prx)
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Nur kriegst du einen AVR mit dem bischen Strom nicht in den Latchup.

Autor: Thomas (Gast)
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Bzgl des Clampstrom,
ich kann im Datenblatt nichts finden.

Ich stosse immer wieder auf die Atmel AppNote mit dem ZeroCrossing 
Detector.
Für den Atmega16 wird dort 1mA angegeben.

Diese Hausnummer sollte doch auch für den ATMega8 gelten ?

Autor: Thomas (Gast)
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@ Hans :

Ich gehe also mal vom schlimmsten Fall aus.

Clampdiode wird leitend -> niederohmige Verbindung von VCC nach PIN. -> 
Highsignal.

Leitend nach Low wird nicht passieren.
Der µC sieht aber alle betroffenen Eingänge (5Stück) auf Low.

Ich bin ratlos.

Autor: A. K. (prx)
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Ich würde nicht drauf schwören müssen, vermute aber, dass die 
angegebenen 40mA pro Pin auch für die Dioden gelten.

NB: Eine tapfere Seele hat das mal probiert: 
Beitrag "Versuch: LatchUp bei AVR"

Autor: Thomas (Gast)
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@ A.K.

Laut dieser ZeroCrossing AppNote von Atmel soll man bei Atmega16 die 
Clampdioden nicht mit mehr als 1mA belasten.

Ob man das direkt auf den Atmega8 übertragen kann weiss ich nicht,
jedenfalls halte ich mich in dem Bereich auf...

Immerhin benutzen die den Mega direkt am Netz.
Dort sollte doch so ein LatchUp Effekt auch auftreten !?!?


@  Andreas K.
Woher hast Du die Information ?



Eine andere Idee :  Was passiert denn wenn auf der 5V Seite mehr "Strom" 
über meine 5 Eingänge reinfliesst als ich 5V Seitig benötige ?

Theoretisch müsste mir die Zenerdiode das Problem abnehmen.
(im schlimmsten Fall dürfte die Spannung doch nur leicht ansteigen,
diff.R der ZDiode)

Autor: Thomas (Gast)
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Dumm wenn man Blöd ist. ;)
Der AVR war noch in Ordnung.

Nur hat ständig der Watchdog ausgelöst.
Somit konnte ich ihn immer wieder Programmieren.
Der WD wurde über ein Template vom AVR-CDT in Eclipse aktiviert,
ohne das ich es bemerkt hatte !

Ohne VCC hatte ich maximal 2,2V VCC durch die ClampDioden.
Schön das es BrownOut gibt.

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