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Forum: PC Hard- und Software Probleme mit APC USV


Autor: Sebastian R. (sebr)
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Habe hier ein ziemlich seltsames Problem mit einer Smart-UPS 700 von 
APC(http://www.apcc.com/products/resource/include/tech...)


Zur Vorgeschichte: die USV hat seit einiger Zeit mal wieder nach neuen 
Akkus verlangt (Replace Battery).Hatte mir jetzt die benötigten Akkus 
bestellt (2x12V in Reihe mit je 7,2Ah) Typ Panasonic LC-R127R2PG1 (die 
gleichen waren vorher auch drin). Eingebaut und: LED für "Replace 
Battery" leuchtet immer noch. Nunja, habe die USV dann mal über Nacht 
laden lassen. Daraufhin hat sie auch 100% Ladezustand angezeigt aber 
immer noch keine Spannung am Ausgang und die USV meint weiterhin die 
Akkus müssen ersetzt werden. In der Software wird die Akkuspannung mit 
27,5V korrekt angezeigt. Schalte ich sie aus und danach wieder ein geht 
das Spiel wieder von neuem los.

Was kann die Fehlerursache sein?

Autor: Frank M. (duesentrieb72)
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Hallo Sebastian,

bei den Back-UPS hielft schon mal folgendes:
Akku abklemmen und den Power-Knopf gedrückt
halten, bis das Ding piept...
Dann wird das Teil komplett zurückgesetzt.

Gruß,
Düsentrieb72

Autor: oszi40 (Gast)
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Evtl. mal SW für Kalibrierung starten ? Woher weiß die Software sonst 
daß Deine Akkus neu sind?

Autor: Sebastian R. (sebr)
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Frank M. schrieb:
> Hallo Sebastian,
>
> bei den Back-UPS hielft schon mal folgendes:
> Akku abklemmen und den Power-Knopf gedrückt
> halten, bis das Ding piept...
> Dann wird das Teil komplett zurückgesetzt.
>
> Gruß,
> Düsentrieb72

Das hat geholfen, vielen Dank!
Hatte die USV zwar beim Batteriewechsel sicher ne halbe Stunde ohne Akku 
stehen aber scheinbar war noch genug Energie in den Kondensatoren 
gespeichert. jedenfalls gehts nach dem "Reset" wieder!

@oszi40: Runtime Calibration geht nicht wenn die Batterie Fehler meldet.

Autor: Stephan Henning (stephan-)
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oszi40 schrieb:
> Evtl. mal SW für Kalibrierung starten ? Woher weiß die Software sonst
> daß Deine Akkus neu sind?


Man kann einfach das Replace Datum eintragen. Fertig.

Autor: Sebastian R. (sebr)
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Zu früh gefreut : heute morgen hat die USV wieder die Akkus angemeckert 
--> Replace Battery.

Stephan Henning schrieb:
> Man kann einfach das Replace Datum eintragen. Fertig.

Hatte ich schon gleich nach dem einbau der neuen Akkus gemacht!

Autor: oszi40 (Gast)
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Seid Ihr sicher, daß der Akku richtig geladen wurde?
Mal messen oder Log ansehen könnte neue Erkenntnisse bringen.

Evtl. hat auch der alte, kaputte Akku die Ladeschaltung ins Jenseits 
befördert?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Stephan Henning schrieb:

> Man kann einfach das Replace Datum eintragen. Fertig.

Das interessiert die Software aber nur dahingehend, dass sie diese
Daten von der seriellen Schnittstelle in den EEPROM weiterleitet.
Irgendwie interpretieren tut sie daran nichts.

Sebastian R. schrieb:
> Zu früh gefreut : heute morgen hat die USV wieder die Akkus angemeckert

Hast du mal einen kompletten Zyklus gemacht?  (Entweder zwangsweise
durch Trennen vom Netz, oder mit besagter Kalibrierfunktion, die den
Akku bis auf 20 % herunter entlädt.)

oszi40 schrieb:
> Evtl. hat auch der alte, kaputte Akku die Ladeschaltung ins Jenseits
> befördert?

Sowas hat eine SmartUPS gar nicht. ;-)  Da wird einfach der Trafo
rückwärts benutzt, als Gleichrichter dienen die Body-Dioden der
Brücken-FETs.  Daher ist es auch essenziell, dass man hin und wieder
einen Zyklus fährt.  Das erinnert mich, ich sollte auch mal wieder
einen Kalibrierzyklus anstoßen.

Autor: Karl M. (movex)
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Interessant, hab seit einem halben Jahr sehr ähnliche Probleme nach 
einem Akkutausch. Die Neukalibrierung hat nur bedingt etwas gebracht. Im 
Inet findet man zu den Symptomen eigentlich nix.

Spannung, Temperatur, Akkutyp (Panasonic) alles OK.
Das Phänomen kommt und geht auch Blockweise, 2-3h gibt es Warnmeldungen 
danach ist der Spuk vorbei. Und das so ca. 3 mal die Woche.
Bei mir kommt allerdings auch nur die Meldung das der Akku entladen sei.

Auch eine optische Inspektion der Elektronik brachte nichts zu Tage.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Karl L. schrieb:
> Die Neukalibrierung hat nur bedingt etwas gebracht.

Stimmt denn die Lebensdauer mit einer voll geladenen Batterie?

Ich benutze übrigens keine APC-Software, sondern apcupsd.  Vielleicht
hat sich ja nur einfach das Powerchute affig?

Autor: Karl M. (movex)
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Lebensdauer ist einwandfrei, wenn voll geladen. Hab das schon mehrmals 
probiert.

Ich muss auch dazu sagen, dass ich selbigen Akkutyp in einer SmartUPS 
1500 seit 6 Jahren mit diversen Wechseln ohne Probleme im Einsatz habe.

Ich hab Powerchute mittlerweile abgeschaltet, das Problem kommt aber 
immer noch. Der LED Balken für den Ladezustand steht dann bei 1-2 
Punkten.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Karl L. schrieb:
> Der LED Balken für den Ladezustand steht dann bei 1-2
> Punkten.

Da der Ladezustand ja nur nach der Spannung begutachtet wird durch
den Controller in der UPS: hast du alle Kontakte ordentlich fest?

Vielleicht sind ja wirklich deine Batterien defekt?

Autor: Sebastian R. (sebr)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Hast du mal einen kompletten Zyklus gemacht?  (Entweder zwangsweise
> durch Trennen vom Netz, oder mit besagter Kalibrierfunktion, die den
> Akku bis auf 20 % herunter entlädt.)

Das hatte ich gestern nach gemacht nachdem die USV voll geladen war und 
die Replace Battery LED auch aus war. Ergebnis: USV sofort 
zusammengebrochen, also USV aus und die daran angeschlossesn Geräte 
auch.

Autor: Sebastian R. (sebr)
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Karl L. schrieb:
> Interessant, hab seit einem halben Jahr sehr ähnliche Probleme nach
> einem Akkutausch. Die Neukalibrierung hat nur bedingt etwas gebracht. Im
> Inet findet man zu den Symptomen eigentlich nix.
>
> Spannung, Temperatur, Akkutyp (Panasonic) alles OK.
> Das Phänomen kommt und geht auch Blockweise, 2-3h gibt es Warnmeldungen
> danach ist der Spuk vorbei. Und das so ca. 3 mal die Woche.
> Bei mir kommt allerdings auch nur die Meldung das der Akku entladen sei.
>
> Auch eine optische Inspektion der Elektronik brachte nichts zu Tage.

Genauso wie bei mir, Akkuspg. und -temperatur auch OK.
Nur bis zur Runtime Calibration komme ich ja nichtmal :(

Jörg Wunsch schrieb:
> ch benutze übrigens keine APC-Software, sondern apcupsd.  Vielleicht
> hat sich ja nur einfach das Powerchute affig?

Das schließe ich mal aus, denn die USV macht die gleichen Probleme auch 
wenn sie nicht mit dem PC per RS232 verbunden ist.

Karl L. schrieb:
> Ich hab Powerchute mittlerweile abgeschaltet, das Problem kommt aber
> immer noch. Der LED Balken für den Ladezustand steht dann bei 1-2
> Punkten.

Ist deine USV denn dann überhaupt noch in der Lage einen Ausfall zu 
überbrücken? meine nämlich nicht mehr.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebastian R. schrieb:
> Ist deine USV denn dann überhaupt noch in der Lage einen Ausfall zu
> überbrücken? meine nämlich nicht mehr.

Das klingt aber wirklich nach kaputten Batterien.  Häng doch mal ein
Multimeter dran, und nimm als Last erstmal eine dicke Glühlampe,
ähem, einen Heatball(R). ;-)  Die sind weniger empfindlich gegen das
schlagartige Abschalten der USV...

http://www.heatball.de/

Autor: Karl M. (movex)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Da der Ladezustand ja nur nach der Spannung begutachtet wird durch
> den Controller in der UPS: hast du alle Kontakte ordentlich fest?
>
> Vielleicht sind ja wirklich deine Batterien defekt?


Sebastian R. schrieb:
> Ist deine USV denn dann überhaupt noch in der Lage einen Ausfall zu
> überbrücken? meine nämlich nicht mehr.

Bei voll geladenen Batterien und ohne das Phänomen gibt es kein Problem 
bei
einem Ausfall (mehrmals gestestet).

Ich muss mal einen Ausfall simulieren, wenn das Phänomen wieder 
auftritt.

Die Kalibrierung geht nur wenn der Ladezustand passt, das ist auch bei 
mir so. Bei mir tritt das Problem des "augenscheinlich" niedrigen 
Ladezustands aber nur sporadisch ein und nicht fortdauernd oder gleich 
verteilt.

Evt. werd ich die Akkus mal ohne die UPS testen oder ggf. neue holen.

Autor: Sebastian R. (sebr)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Das klingt aber wirklich nach kaputten Batterien.  Häng doch mal ein
> Multimeter dran, und nimm als Last erstmal eine dicke Glühlampe,

Habe ich getan (mit 100W Last) und die Runtime Calibration gestartet. 
Lief vielleicht 5 Sekunden, dann ist die USV wieder auf Versorgung vom 
Stromnetz zurückgeschaltet, Ladezustandsanzeige wieder auf 20% runter. 
Akkuspannung 27,5V

Hmmm ratlos

Autor: mhh (Gast)
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Bei meiner USV (anderes Modell) muss ich die Akkus extern vollladen, 
damit der Wechsel reibungslos funktioniert. Andere Lösung war nicht zu 
finden.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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> Akkuspannung 27,5V

Die Spannnung kann auch bei defekten Akkus scheinbar in Ordnung sein, 
solange die ohne nennenswerte Last gemessen wird. Belaste die Akkus mal 
einzeln mit einem starken Verbraucher, z.B. zwei parallel geschalteten 
Halogenlampen á 40 W, und miss dann, wie weit die Spannung einbricht.

Autor: Sebastian R. (sebr)
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mhh schrieb:
> Bei meiner USV (anderes Modell) muss ich die Akkus extern vollladen,
> damit der Wechsel reibungslos funktioniert. Andere Lösung war nicht zu
> finden.

Das hatte ich bereits gemacht.

Icke ®. schrieb:
> Die Spannnung kann auch bei defekten Akkus scheinbar in Ordnung sein,
> solange die ohne nennenswerte Last gemessen wird. Belaste die Akkus mal
> einzeln mit einem starken Verbraucher, z.B. zwei parallel geschalteten
> Halogenlampen á 40 W, und miss dann, wie weit die Spannung einbricht.

Lade jetzt beide nacheinander nochmal extern auf und dann mal unter 
Belastung messen evtl. hat eine oder bei einen erhöhten Innenwiderstand. 
Aber wie gesagt die waren neu.
Werde berichten wenn ich gemessen habe :-)

Autor: oszi40 (Gast)
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Sebastian R. schrieb:
> Lade jetzt beide nacheinander nochmal extern auf

Das ist bestimmt eine gute Tat (solange der Ladestrom nicht so hoch 
ist). Akkus leben länger, wenn sie 3 Zyklen gemächlich geladen und 
entladen wurden.

Da die USV bei leerem Akku versucht den Akku möglichst schnelll wieder 
volll zu bekommen, ist auch der Ladestrom etwas höher, was das Akkuleben 
nicht verlängern wird.

Tiefentladungen unter 1,8V/Zelle (die meist bei langen 
Stromabschaltungen vorkommen) sollte man vermeiden.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebastian R. schrieb:
> Lade jetzt beide nacheinander nochmal extern auf und dann mal unter
> Belastung messen evtl. hat eine oder bei einen erhöhten Innenwiderstand.

Besser wäre es noch, wenn du extern einen kompletten Zyklus fährst
und beim Entladen die U(t)-Kurve aufzeichnest.

Autor: Sebastian R. (sebr)
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Habe jetzt mal jeden Akku mit ner 12V/40W Halogenbirne belastet und 
folgende Innenwiderstände ausgerechnet für die beiden neuen Akkus: 0,3 
Ohm und 1,4 Ohm

Autor: mhh (Gast)
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Ziemlich großer Unterschied. Bei 1,4 Ohm bricht die Spannung recht 
schnell zusammen im Akkubetrieb.

Autor: Nico K. (brainhunter)
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1,4 Ohm sind aber schon ne menge oder nicht?

Autor: Sebastian R. (sebr)
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Nico K. schrieb:
> 1,4 Ohm sind aber schon ne menge oder nicht?

Denke ich mir auch mal. Ich entlade beide jetzt wieder bis 10,8V und 
dann nochmal ausladen und wieder messen. Aber so wie es aussieht stimmt 
da wirklich was nicht mit dem einen neuen Akku.

Kann ich zu Testzwecken mal zwei unterschiedliche (Kapazität) 12V Akkus 
anschließen um zu sehen ob vielleicht doch die USV fehlerhaft ist?

Autor: mhh (Gast)
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Sebastian R. schrieb:
> Kann ich zu Testzwecken mal zwei unterschiedliche (Kapazität) 12V Akkus
> anschließen um zu sehen ob vielleicht doch die USV fehlerhaft ist?

Erst extern laden, dann geht das mal für einen Test.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebastian R. schrieb:
> Habe jetzt mal jeden Akku mit ner 12V/40W Halogenbirne belastet und
> folgende Innenwiderstände ausgerechnet für die beiden neuen Akkus: 0,3
> Ohm und 1,4 Ohm

Besser wäre es, die Spannungen aufzuschreiben.

Ich habe hier einen Akku, der erwiesenermaßen Schrott ist (hat
vielleicht noch 10...15 % Kapazität, auch wenn man ihn ein paar Mal
neu lädt) belastet.  Er hat unbelastet 12,8 V gehabt, mit einer
50-W-Halogenlampe hat er 11,7 V, danach erholt er sich auf 12,7 V.
Wenn ich die 1 V Spannungsdifferenz durch 4 A für die Lampe teile,
wären das wohl 0,25 Ω.  Wie gesagt, von diesem Akku (ist auch ein
7 Ah) ist bekannt, dass er Schrott ist.  Einen ordentlichen habe
ich gerade nicht zur Hand, den letzten gut funktionierenden habe ich
gestern ins Motorrad gebaut.

Du musst schon mal eine Entladekurve aufnehmen.  So oder so scheint
aber die Spannungslage deines Akkus zu gering zu sein.  Selbst, falls
er noch ordentlich Kapazität hat, wirst du mit dem Teil an der USV
nicht froh werden, da diese nur die Spannung selbst misst und danach
beurteilt, wie gut die Batterie noch ist.  (Warum die Spannungslage
eines gasdichten Akkus zu gering sein soll, habe ich keine Idee.  Bei
einem offenen Bleiakku wäre es ein Zeichen für eine insgesamt zu
geringe Säuredichte.)

Autor: Sebastian R. (sebr)
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Dann werde ich die Akkus reklamieren, offensichtlich stimmt wirklich was 
nicht mit denen bzw. dem einen.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Möglicherweise waren die Akkus bereits vorgeschädigt. Man weiß ja nie 
genau, wie lange die schon in diversen Lagern zugebracht haben und ob 
sie nicht schon mal unzulässig tief entladen waren.
Am zuverlässigsten sind noch die Original-Akkus von APC und sie halten 
auch am längsten, da selektiert. Leider sind sie auch unverhältnismäßig 
teuer. Bei 3rd-Party-Akkus sollte man darauf achten, daß die aus der 
gleichen Charge stammen und vor dem Einbau auf gleichem Spannungsniveau 
liegen.

Autor: oszi40 (Gast)
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Icke ®. schrieb:
> vor dem Einbau auf gleichem Spannungsniveau

In Reihe geschaltet und ungleicher Ladezustand macht immer Probleme. In 
UNgünstigsten Fall wird die schwächlichste Zelle dabei verpolt. Daher 
möglichst beide zurücksenden oder noch notfalls 3 Zyklen versuchen.

Autor: M.F. (Gast)
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Nicht der Akku,sondern die UPS ist das Problem.Das Teil berechnet die 
Akkukapazität nach einem Wechsel öfter mal falsch.So lässt sich´s aber 
beheben:

Vorgehensweise um die Batteriekonstante zurück zu setzen:
·  Alle Verbraucher ausschalten und ausstecken
·  Serielle und USB Verbindung zum PC trennen
·  USV ausschalten
·  USV vom Stromnetz trennen
·  nach dem normalen ausschalten den "AUS"-Knopf nochmals für mehrere 
Sekunden drücken bis durch ein "Klicken" in der USV zu hören war (die 
Batterie wurde dadurch von der USV Elektronik getrennt).
·  Bauen Sie eventuell vorhandene Extensions aus (z.B. SmartSlot 
Interface Expander, WEB & SMTP Manage Karten)
·  Verbinden Sie die USV wieder mit dem Stromnetz (jedoch keine 
Verbraucher oder ähnliches anschliesen!)
·  Verbinden Sie einen Windows 98/2000/XP (Vista nur mit 
nachinstalliertem Hyperterminal möglich) mit einer Seriellen 
Schnittstelle über das original APC Interface Kabel (Part.:940-0024B od. 
940-0024C od. 940 1524c) mit der USV
·  Auf dem betreffenden PC darf keine APC Software gestartet sein (z.B. 
Power Chute).
·  Ein eventuell aktiver UPS "Dienst" darf nicht gestartet sein.
·  Schalten Sie in den erweiterten Einstellungen Ihres seriellen Ports 
(dies darf kein USB-Seriell Wandler sein sondern muß ein "echter" 
serieller Port sein) z.B. im Gerätemanager, FIFO für diesen Vorgang ab.
·  Starten Sie den Microsoft Hyperterminal.
·  Verbinden Sie sich mit der USV mit dem von Ihnen am PC benutzen 
Seriellen Port (Terminal Parameter: 2400Bps, 8 Datenbits, 1 Stopbit, 
keine Parität, Protok.: Xon/Xoff.
·  Seien Sie bei den nachfolgenden Eingaben VORSICHTIG. Falsche eingaben 
können Ihre USV irreparabel verstellen und die USV somit unbrauchbar 
machen!
·  Drücken Sie im Hyperterminalfenster zunächst "Umschalttaste & Y" (= 
ein großes "Y")
·  Sie sollten "SM" als Bestätigung angezeigt bekommen (machen Sie nur 
weiter wenn Sie das "SM" angezeigt bekommen!).
·  Geben Sie zweimal die Zahl "1" mit einem Tastendruck Abstand von ein 
bis zwei Sekunden ein (zu schnelle Eingaben werden nicht erkannt, zu 
langsame ebenfalls nicht)
·  Es sollte als Bestätigung die Meldung "PROG" erscheinen (wenn nicht, 
versuchen Sie wie im Punkt zuvor beschrieben noschmals die 1 zweimal ein 
zu geben)
·  Nun bitte eine "0" eingeben (Zahl null, nicht großes "Oh")
·  Ihnen wird der aktuelle Wert der Konstante angezeigt.
·  Der Standard Wert ist "A0". Wird ein abweichender Wert angezeigt 
blättern Sie so lange mit den Tasten "+" und/oder "-" durch die 
möglichen Werte bis "A0" in der letzten angezeigten Zeile angezeigt 
wird.
·  Um diesen Wert nun zu speichern geben drücken Sie bitte "Umschalt & 
R" (= ein großes "R")
·  Die USV meldet ein "BYE"
·  Schalten Sie die USV aus.
·  Trennen Sie die seriele Verbindung zum PC
·  Trennen Sie die USV vom Stromnetz
·  Drücken Sie den "AUS"-Knopf nochmals so lange bis ein "Klicken" in 
der USV zu hören ist
·  Verbinden Sie die USV wieder mit dem Stromnetz
·  Verbinden Sie sich erneut mit Hyperterminal und seriellem Kabel mit 
der USV und kontrollieren Sie wie zuvor beschrieben ob der Wert "A0" 
gespeichert blieb.
·  Schalten Sie die USV nach der Kontrolle wieder aus.
·  Trennen Sie die seriele Verbindung zum PC
·  Trennen Sie die USV vom Stromnetz
·  Drücken Sie den "AUS"-Knopf nochmals so lange bis ein "Klicken" in 
der USV zu hören ist
·  Bauen Sie eventuelle Extensions aus (z.B. SmartSlot Interface 
Expander, WEB & SMTP Manage Karten) wieder ein bzw. schliesen Sie diese 
wieder an.
·  Verbinden Sie die USV wieder mit dem Stromnetz
·  Schalten Sie die USV wieder ein
·  Verbinden Sie Ihre USV wieder mit Ihrem Server/PC wie gewohnt per USB 
oder seriell.
·  Schliesen Sie Ihre Verbraucher wieder wie gewohnt ein
·  Aktivieren Sie den eventuell zuvor deaktivierten FIFO Modus Ihrer 
seriellen Schnittstelle
·  Aktivieren Sie den eventuell zuvor deaktiviert USV Dienst
·  Starten Sie die eventuell zuvor beendeten USV Tools (z.B. Power Chute

Haben Sie vor diesem hier beschriebenen Zurückstellen der 
Batteriekonstante eine neue Batterie eingebaut und die rote 
Batteriewarnlampe leuchtet nun noch, führen Sie noch einen weiteren 
Selbsttest mit der USV durch.

Autor: oszi40 (Gast)
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Schön, daß 3 Jahre später noch eine umständliche Lösung gefunden wurde. 
Ob sie jedoch bei 2 Batterien mit UNTERSCHIEDLICHEM Zustand wirklich 
hilft, habe ich noch Zweifel. Meist verliert die Schwächere.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

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oszi40 schrieb:
> Schön, daß 3 Jahre später noch eine umständliche Lösung gefunden wurde.
> Ob sie jedoch bei 2 Batterien mit UNTERSCHIEDLICHEM Zustand wirklich
> hilft, habe ich noch Zweifel.

Das ist natürlich richtig.

Dennoch hat mich das Posting in die richtige Richtung gucken lassen,
nachdem ich kürzlich ein vergleichbares Problem hatte (Laufzeit war
mit den alten Batterien von einstmals 50 auf 8 min runter, Batterien
gewechselt, immer noch 8 Minuten). Letztlich stammt die Info darin
aus einem Knowledgebase-Artikel von APC selbst. Allerdings steht im
originalen Artikel, dass man sich die „Batteriekonstante“ für sein
USV-Modell von seinem “APC representative” geben lassen solle … Das
Ding ist nämlich keineswegs so eine Konstante, wie der Name vorgibt.

Bei apcupsd gibt es eine Anleitung, wie man das alles mit dem dort
mitgelieferten Tool apctest erledigen kann (klingt deutlich weniger
holprig als der sehr umständlich anmutende Text hier oben), und vor
allem, dort gibt es auch eine Liste der Defaultwerte für die
Batteriekonstante für diverse APC-USV-Modelle:

http://www.apcupsd.com/manual/#resetting-the-ups-b...

Bei mir war der Wert statt default 0x9A übrigens bei 0x1E angekommen.
Nach dem Rücksetzen und einer erneuten run time calibration (die
zuvor nichts an den 8 Minuten geändert hatte) bin ich nun wieder bei
gut über einer Stunde Laufzeit. Ich hatte zuerst die Billigakkus in
Verdacht, aber völlig zu unrecht: statt der 18 Ah laut Datenblatt
bringen sie es auf stolze 21 Ah gemessen.

Das nur noch als Ergänzung für diejenigen, die den Thread mal per
Suchmaschine finden werden.

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