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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Welcher Kodensator?


Autor: Nachtaktiver (Gast)
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... muss verbaut werden wenn dieser zwischen Schutzerde und der 
Schaltungsmasse sitzt bzw. was muss dieser sein damit das zulässig ist.
X- Y- Kodensator, bestimmte Spannungsfestigkeit.. ?

Das Netzgerät was ich baue ist ein Schutzklasse 1 Gerät und der 
Schutzleiter ist mit dem Metalgehäuse verbunden. Die Schaltungsmasse ist 
galvanisch vom
Netz getrennt.


Leider habe ich dazu im Netz nichts dazu gefunden.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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In den Filtern die z.B. in Kaltgerätebuchsen verbaut sind, sind diese 
Kondensatoren als Y gekennzeichnet.
Spannungsfestigkeit würde ich nicht zu gering wählen, 400V sollten 
passen.

Autor: Anja (Gast)
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Nachtaktiver schrieb:
> ... muss verbaut werden wenn dieser zwischen Schutzerde und der
> Schaltungsmasse sitzt

Wenn der Kondensator nicht Netzseitig sondern auf der ausreichend 
isolierten Niederspannungsseite sitzt gibt es keine Anforderungen.

Gruß Anja

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Wenn das ein Schutzklasse I Trafo ist und die Signalmasse berührt werden 
kann, muß die auch geerdet werden.

Wenn das ein Schutzklasse II Trafo ist, besteht keine Erdungspflicht und 
die Signalmasse kann weich geerdet werden.

Im industriellen Bereich muß diese Weicherdungsimpedanz aber Surge 
aushalten und da empfielt sich schon ein Cap, der 1kV und darüber 
aushält. In heftigen Fällen nehmen wir gerne 4n7-Y-Caps von RIFA, 
eventuell zwei oder drei parallelgerschaltet, um auch bei höheren 
Frequenzen ausreichend niedrohmig zu sein. Diese Dinger können die 
größten dU/dt verkraften und fallen dem entsprechend selten aus.

Kai Klaas

Autor: Nachtaktiver (Gast)
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Über die Trafos habe ich mir konkret keine Gedanken gemacht.
Die 2 Printtrafos sind Schutzklasse 2 Transformatoren, über den 
Leistungstrafo habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
Meine Anwendung wird nur Zuhause zum Einsatz kommen und gelegentlich
woanders hingeschleppt von einen Industriellen Einsatz kann nicht die 
Rede
sein. Wichtig ist für mich einfach nur das ich es richtig machen möchte.

Es wird aber wahrscheinlich ein Ringkerntransformator und somit
ein Trafo sein welcher für Schutzklasse I vorbereitet ist.
Um den Fall zu verdeutlichen wird der Schutzleiter am Gehäuse
leitend befestigt. Die Schaltungsmasse wäre gleichzeitig der "Minus-Pol"
des Labornetzgerätes und somit könnte man diese "Schaltungsmasse" auch 
berühren. ( War das wichtig für die richtige Wahl des Kondensators? )

1.
Die WIMA MP3 Kondensatoren haben eine Bemessungsspannung von nur 250VAC 
-
Sind diese für diesen Zweck auch richtig?
250V * sqrt(2) = 352V

2.
Wie positioniere ich diesen Kondensator richtig?
Ich habe an den Anschlusspins des Printrafos 2 Masseflächen welche
auf einer Wannenbuchse gehen womit eine zweite Leiterkarte mit Spannung
versorgt wird.

Sollte dieser Kondensator eher direkt an den Printtrafos angeschlossen 
werden oder eher an der Wannenbuchse wo die GND-Leitung ist? ( nur um 
mal einmal Beispiele zu nennen )

3.
Was ist mit "Weich" geerdet gemeint?


Vielen Dank für eure Antworten. :)

Autor: Ulrich (Gast)
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Wie oben schon geschreiben:
Wenn der Trafo für SK I ist, muß die Sekundärseite niederohmig geerde 
sein. Da gehört dann also kein Kondensator hin, sondern eine 
niederohmige Verbindung.

Wenn der Trafo SK II ist, darf man weich Erden also z.B. mit einem 
Kondensator und/oder Widerstand, ganz wie man mag.  Die Erdung ist dann 
hauptsächlich wegen möglicher HF Störungen oder Elektrostatischer 
Spannungen.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Es wird aber wahrscheinlich ein Ringkerntransformator und somit
>ein Trafo sein welcher für Schutzklasse I vorbereitet ist.
>Um den Fall zu verdeutlichen wird der Schutzleiter am Gehäuse
>leitend befestigt. Die Schaltungsmasse wäre gleichzeitig der "Minus-Pol"
>des Labornetzgerätes und somit könnte man diese "Schaltungsmasse" auch
>berühren. ( War das wichtig für die richtige Wahl des Kondensators? )

In diesem Fall müßte der Minuspol geerdet werden.

Besorg dir doch einfach einen Schutzklasse II Ringkerntrafo, die gibt es 
ja immer öfter.

>1.
>Die WIMA MP3 Kondensatoren haben eine Bemessungsspannung von nur 250VAC
>-
>Sind diese für diesen Zweck auch richtig?

Wie schon gesagt, wenn es denn ein Schutzklasse II Trafo ist, dann 
kannst du die Schaltungsmasse weich erden. Welche Spannung dieser Cap 
aushalten muß, hängt auch davon ab, wie weit du die Schaltungsmasse 
floaten lassen willst. Manchmal schaltet man ja die Ausgänge von 
Labornetzteilen ja in Serie. Das muß der Cap dann natürlich aushalten.

Denk daran, daß dieser Kondensator auch ESD aushalten muß. Also 1nF/50V 
keramisch, nur als Beispiel, geht dann in die Hose!

Du kannst den MP3 schon verwenden, so 10...100nF. Ein Y-Cap oder 
zumindest ein X-Cap ist aber wesentlich robuster.

>2.
>Wie positioniere ich diesen Kondensator richtig?
>Ich habe an den Anschlusspins des Printrafos 2 Masseflächen welche
>auf einer Wannenbuchse gehen womit eine zweite Leiterkarte mit Spannung
>versorgt wird.

Ich kenne deine Schaltung jetzt nicht, aber jede Masse einer erzeugten 
Versorgungsspannung sollte einen sehr kurzen HF-PFad zum geerdeten 
Gehäuse haben, am besten dort, wo der Schutzleiter festgemacht wird, 
oder sich das Netzfilter befindet. Also führst du die erzeugte Spannung 
zu dieser Stelle zurück und verbindest die jeweilige Masse über einen 
Cap mit dem Gehäuse. Auf diese Weise können über das Netz eindringende 
Störungen sofort wieder über den Schutzleiter zur Erde zurückgeführt 
werden, ohne daß sie all zu weit ins Innere der Schaltung vordringen 
können. Schalte über jede Diode des Gleichrichters dazu 10...47nF Caps.

Falls du die Ausgänge des Labornetzteils an einer anderen Stelle durch 
das Gehäuse führst, machst du dort noch mal einen solchen Cap direkt von 
der Minuspol-Buchse zum Gehäuse. Über die Anschlüsse des Labornetzteils 
schaltest du noch einmal einen solchen Cap. Dann kann ESD von jedem der 
Pole direkt zum Gehäuse abfließen.

>3.
>Was ist mit "Weich" geerdet gemeint?

Das Erden für HF aber nicht für DC, also beispielsweise mit einem 
Kondensator. Man sagt dazu im Angelsächsischen auch "Hybrid Grounding". 
Das Ziel des Weich-Erdens ist es, Störungen wie bei einer direkten 
Erdung zur Erde zurück zu schicken, ohne für DC oder 50Hz aber eine 
direkte Verbindung zu haben, beispielsweise um Brummschleifen zu 
unterdrücken aber auch um die Ausgangsspannungen von Labornetzteilen in 
Serie schalten zu können.

Vergiß nicht, dem Cap einen hochohmigen Widerstand parallel zu schalten, 
damit sich dort keine störenden DC-Potentiale bilden können. 1M ist 
gewöhnlich ausreichend. Falls der Cap mit Surge beansprucht wird, muß 
dieser Widerstand natürlich auch Surge aushalten können. Dafür gibt es 
spezielle Widerstände.

Kai Klaas

Autor: Nachtaktiver (Gast)
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Ich habe vergessen das es mehrere WIMA MP3 Kondensatoren Arten gibt und 
diesen den ich mir ausgesucht habe ( bzw. aussuchen wollte ) ist ein X2
Kondensator.

http://www.altron.de/_pdf/wima/wima_mp_3-y2_2006.pdf

Mein Problem ist nun wenn man es "richtig" "richtig" machen möchte
dann muss ich jetzt ein paar Kondensatoren verbauen.
Ich habe kein Platz für die Kondensatoren am Gleichrichter ich kann
auch unmöglich noch weitere X2 Kondensatoren verbauen wenn ich das
soweit richtig verstanden habe.

Auf einer Europakarte ist zu wenig Platz für Stecker,Buchsen, 2 
Printrafos
sowie Gleichrichter, Leistungskühlkörper mit einen Lüfter sowie die 
riesigen Ladeelkos für den Leistungsteil sowie 2 Relais und... .



1.Reicht es wenn ich für den 1MOhm Widerstand einen 1W Metallschicht 
Widerstand nehme welcher für 350V Dauerspannungs spezifiziert ist?

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