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Forum: PC Hard- und Software Raid_1 im privaten Bereich sinnvoll?


Autor: raider (Gast)
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Hallo,
ich würde gerne von Euch wissen ob Ihr es für sinnvoll anseht, im 
privaten Bereich zuhause am PC ein Raid1 zu benützen oder ob sich hier 
der Aufand und die Kosten nicht rechnen.
(Es gäbe ja noch andere Lösungen wie z.B. das regelmäßige kopieren 
wichtiger Daten auf eine externe USB-HDD)

Ich überlege gerade ein Raid_1 zu erstellen, jedoch bin ich mir nicht 
sicher ob ich es benötige, bzw. ob die zusätzliche Platte wirklich 
rentabel ist?


Pro & Contras?

Pro - sicherer als nur eine Platte
Contra - preis je GB steigt, mehr Strom, mehr Lärm

Autor: Peter (Gast)
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geht es dir um Datensicherheit/Verfügbarkeit oder um Backup?

Autor: Ein Gast (Gast)
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Ich persönlich halte ein Raid im privaten Bereich nie für Sinnvoll.

Ein Raid ist dazu da, die Verfügbarkeit des Systems zu erhöhen; also für 
Firmen, bei denen ein Ausfall z.B. Produktionsstop bedeutet. Das ist 
daheim ja in der Regel nicht so.

> (Es gäbe ja noch andere Lösungen wie z.B. das regelmäßige kopieren
> wichtiger Daten auf eine externe USB-HDD)

Und noch entscheidender: Ein Raid ist kein Backup und ersetzt auch 
keines.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Richtig.

Auch wenn Aufwand und Kosten inzwischen eher gering sind: es
bringt nix.

Backup ist etwas ganz anderes und wirklich wichtig, RAID (egal welches)
bringt da nichts.

Evtl. kann man mit RAID-0 oder anderen Geschwindigkeit
herauskitzeln, aber da auch nur die Übertragungsrate und nicht
die Zugriffsgeschwindigkeit.

Mit besseren Platten geht das für haushaltsübliche Datenmengen
wesentlich besser.

Der einzige Vorteil von RAID für PCs ist der Protzfaktor.

Anders sieht es aus bei Servern, die unbedingt durchlaufen
müssen und wesentlich höhere Datenmengen vorhalten müssen.
Das ist hier aber vrmtl. nicht der Fall.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Ein Gast schrieb:

> Und noch entscheidender: Ein Raid ist kein Backup und ersetzt auch
> keines.

Das ist soweit richtig. Trotzdem macht ein RAID1 auch privat Sinn. 
Sofern das Mainboard schon einen RAID-fähigen Chipsatz besitzt, 
beschränken sich die Kosten auf eine zweite Festplatte, je nach 
Kapazität reden wir also von 50-100 Euro. Dafür spart man sich im 
Fehlerfall sehr viel Zeit mit dem Neuaufsetzen des PCs und dem 
Datenrestore. Nach Murphys Gesetz (und meinen eigenen Erfahrungen) 
fallen redundante Festplatten außerdem nur sehr selten aus.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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PS:
je nach Wichtigkeit der Daten ist eine externe USB-Platte aber auch 
nicht der Weisheit letzter Schluß.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Icke ®. schrieb:
> Nach Murphys Gesetz (und meinen eigenen Erfahrungen)
> fallen redundante Festplatten außerdem nur sehr selten aus.

Och, ich hatte auch schon eine, kommt schon mal vor. ;-)

(Die ließ sich durch Nachlöten der Platine übrigens reanimieren,
allerdings kommt sie mir in dem Zustand nur noch in den Bastelrechner.)

War nicht alles darauf gespiegelt, aber das, was gespiegelt war, war
am Ende noch aktueller als der nächtliche Backup.  Die nicht
gespiegelten Daten wurden dann vom Backup nachgezogen.  Insofern
stimmt es natürlich nicht ganz, dass es gar nichts bringen würde,
auch der beste Backup kann nie so aktuell sein wie eine gespiegelte
Kopie der Daten.  Aber ein Ersatz für einen Backup kann's natürlich
nicht sein.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Jörg Wunsch schrieb:

> Och, ich hatte auch schon eine, kommt schon mal vor. ;-)

Klar kommts vor. Merkwürdigerweise fallen die Platten aber wesentlich 
öfter aus, wenn sie als Einzelkämpfer agieren.

Autor: Ein Gast (Gast)
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Icke ®. schrieb:
> Das ist soweit richtig. Trotzdem macht ein RAID1 auch privat Sinn.
> Sofern das Mainboard schon einen RAID-fähigen Chipsatz besitzt,
> beschränken sich die Kosten auf eine zweite Festplatte, je nach
> Kapazität reden wir also von 50-100 Euro. Dafür spart man sich im
> Fehlerfall sehr viel Zeit mit dem Neuaufsetzen des PCs und dem
> Datenrestore. Nach Murphys Gesetz (und meinen eigenen Erfahrungen)
> fallen redundante Festplatten außerdem nur sehr selten aus.

Und was machste, wenn dein Board nen defekt hat, und Du das selbe nicht 
mehr bekommst? Dann könnte es sein, dass Du an deine Daten so ohne 
weiteres nicht mehr dran kommst, da selbst ähnliche Boards vom selben 
Hersteller schon dein Raid nicht mehr lesen können. Ich steck halt dann 
meine Backupplatte an nen anderen Rechner und hab den kompletten Zugriff 
auf meine Daten.

Raid1 ist dazu da, dass die Daten weiterhin verfügbar sind, falls eine 
HD ausfällt, so dass man weiter arbeiten kann. Das wars auch schon.

Übrigens hab ich ein SystemImage von meinem System mit den grundlegenden 
Einstellungen und der für mich gurndlegenden Tools/Software. Das ist, 
falls die Platte mal ausfällt, innerhalb weniger Stunden wieder auf ner 
neuen HD drauf.
Die Daten sind ohnehin gesichert, da würden mir nur die letzten Daten 
(seit dem letzten automatischen Backup) verloren gehen. Das ist für mich 
durchaus verkraftbar.

Autor: Michael (Gast)
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Ich hab auch ein RAID1 eingebaut mit nem gebrauchten Controller von Ebay 
und zwei kleinen Platten für die wirklich wichtigen Daten (Dokumente, 
Studienzeug, Rechnungen, Mails etc.). Kosten insgesamt ca. 40 € (zwei 
Platten und der Controller)

Mir ist auch schonmal eine Platte ausgefallen, ist dann nicht das 
Problem --> neue Platte anschließen, Programm durchnudeln lassen --> 
Zustand wie vorher.

Hab zwar auch immer eine externe dran für BackUps, aber das macht man 
nicht jeden Tag (auch wenn man es sich vornimmt).

Von mehr Lärm ist übrigens nichts zu merken und der Stromverbrauch 
sollte sich auch in Grenzen halten.

Hat halt, wie oben schon geschrieben wurde, den Vorteil, dass es immer 
aktuell ist. Wenns allerdings (z.B. durch Überspannung o.ä.) beide 
Platten trifft ist ein externes Backup sinnvoller, obwohl es dann auch 
eine PLatte, die immer dranhängt, treffen kann.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Ein Gast schrieb:

> Und was machste, wenn dein Board nen defekt hat, und Du das selbe nicht
> mehr bekommst? Dann könnte es sein, dass Du an deine Daten so ohne
> weiteres nicht mehr dran kommst, da selbst ähnliche Boards vom selben
> Hersteller schon dein Raid nicht mehr lesen können.

In Bezug auf RAID1 (und nur davon reden wir hier) ist das eher ein 
absoluter Ausnahmefall. In der Praxis funktioniert die Einzelplatte aus 
einem RAID1-Verbund an so gut wie jedem anderen Controller ohne 
Einschränkungen weiter. Das ist auch völlig logisch, da bei RAID1 ganz 
simpel zwei völlig sektorgetreue Kopien gehalten werden und der 
Controller keinerlei spezielle Algorithmen beherrschen muß.

Ein RAID1 ist in jedem Falle vorteilhafter als eine Einzelplatte, mit 
Ausnahme von vielleicht 10 Watt mehr Strombedarf, da beißt die Maus 
keinen Faden ab.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Ein RAID1 ist in jedem Falle vorteilhafter als eine Einzelplatte, mit
Ausnahme von vielleicht 10 Watt mehr Strombedarf, da beißt die Maus
keinen Faden ab

Vielleicht besser als eine sonst gleiche.

Aber für das gleiche Geld eine bessere Platte halte ich für
sinnvoller als zwei schlechte im RAID-1.
Maus hin oder her.

Autor: raider (Gast)
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Danke für Eure Meinung!
es geht mir in der Tat wirlich nur um das BackUp, die Verfügbarkeit ist 
nicht wichtig. Vielmehr würde ich das RAID1 für den Fall nützen, dass 
eine Festplatte kaputt geht (was ja durchaus passiert).
Hier möchte/wollte ich auch nicht das System sondern die persönlichen 
Daten sichern. Ich habe sehr viele Bilder, Dokumente mails ect. bei 
dennen es mir sehr arg wäre, wenn die Daten futsch sind.

Nachdem was ich hier aber lese denke ich nun doch, dass es sinnvoller 
ist eine zusätzliche (externe) USB-Platte zur Datensicherung heran zu 
ziehen.

Dafür benötigt man dann aber doch sicherlich ein "vernüftiges" 
synchronisationstool damit man nicht bei jedem BackUp blind die ganzen 
zig GB überschreibt sondern nur die geänderten Daten abgleicht.

Was käme da in frage?

Autor: A. K. (prx)
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raider schrieb:

> Was käme da in frage?

Für Bildarchive und dergleichen könnte Robocopy ausreichen. Wenn keine 
Versionierung und kumulierendes Ziel akzeptabel sind, setzt es nur 
voraus, dass die Rohdaten vorher ausgemistet werden.

Autor: Ein Gast (Gast)
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Icke ®. schrieb:
> In der Praxis funktioniert die Einzelplatte aus
> einem RAID1-Verbund an so gut wie jedem anderen Controller ohne
> Einschränkungen weiter.

Bist Du dir sicher und hast es schon getestet? Der aus dem Link hats 
zumindest nicht ohne weiteres hingekriegt: 
http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=131121

Das ganze Raid-Zeugs ist mir zumindest für meine Daten zu riskant. Da 
hol ich mir nur ne Menge potentieller Fehlerquellen ins Haus, von denen 
ich nicht weiß, ob und wie ich sie im Fall der Fälle beherschen kann.

Autor: MaWin (Gast)
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> ich würde gerne von Euch wissen ob Ihr es für sinnvoll anseht,
> im privaten Bereich zuhause am PC ein Raid1 zu benützen

Nein.

Das, was deine Daten zerstört, der Virus, die schiefgelaufene
Installation, das Kind was Dateien löscht,

wirkt sich bei RAID sofort auf die "Sicherungskopie" aus, damit
ist die nutzlos.

Ein Backup (inkrementelle Sicherungskopie zu bestimmten
markanten Zeitpunkten) hilft jedoch dagegen und gegen den Ausfall
der Platte, ist also wesentlich besser.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Ein Gast schrieb:
>
> Bist Du dir sicher und hast es schon getestet? Der aus dem Link hats
> zumindest nicht ohne weiteres hingekriegt:
> http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=131121

Ja, schon oft genug praktiziert. Der Mensch aus dem Link hat den Fehler 
begangen, die Festplatte an einen im RAID-Modus betriebenen fremden 
Controller anzuschließen. Hätte er sie an einen normalen SATA-Port oder 
in ein USB-Gehäuse gesteckt, wäre er sofort an die Daten rangekommen.
Bei anderen RAID-Leveln (0,5,10) geht das natürlich nicht.

Autor: faustian (Gast)
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Naja, es schuetzt sehr wohl vor einigen Arten Hardwareausfall. Wenn 
einem das reicht und man das Risiko Daten durch eigenen Fehler oder 
Sabotage zu verlieren in Kauf nehmen will...

Autor: asd (Gast)
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> Dafür benötigt man dann aber doch sicherlich ein "vernüftiges"
> synchronisationstool damit man nicht bei jedem BackUp blind die ganzen
> zig GB überschreibt sondern nur die geänderten Daten abgleicht.
>
> Was käme da in frage?

Im einfachsten Fall rsync - das schiebt nur die Dateien rüber die sich 
verändert haben. Wenn man Versionierung will dann geht das mit rdiff:
http://www.nongnu.org/rdiff-backup/

HTH

Autor: Simon L. (simon_l)
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Hi,

sinn eines Raids (nicht 0) ist ja nur der Schutz vor Ausfall einer oder 
mehrerer HDDs nichts anderes. Ein HW-Ausfall kann muss aber nicht 
folgenlos sein. Gegen Schäden durch Umwelteinflüsse (Feuer, Wasser, 
Strom) schütz nur ein Backup, das auch räumlich getrennt gelagert ist.
Sinngemäß aus "Windows Server 2008 R2, Ulrich B. Boddenberg"


Ein regelmäßig Backup ist im privaten Umfeld wohl ausreichen, ich 
benutze hierfür Acronis True Image.

Gruß Simon

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
Datum:

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>Merkwürdigerweise fallen die Platten aber wesentlich
>öfter aus, wenn sie als Einzelkämpfer agieren.

Ist gar nicht merkwürdig.

Von zwei Platten fällt nun mal häufiger eine aus, als wenn es nur eine 
wäre.

Gruss
Axel

Autor: A. K. (prx)
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Axel Laufenberg schrieb:

> Von zwei Platten fällt nun mal häufiger eine aus, als wenn es nur eine
> wäre.

Er hatte es aber genau andersrum gemeint. Wie mit Regen und Schirm.

Freilich behält man kritische Defekte mit Datenverlust oder 
Produktionsausfall nachhaltiger in Erinnerung als einen simplen 
Plattentausch in einer RAID-Gruppe.

Autor: Günter R. (galileo14)
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raider schrieb:
> Dafür benötigt man dann aber doch sicherlich ein "vernüftiges"
> synchronisationstool damit man nicht bei jedem BackUp blind die ganzen
> zig GB überschreibt sondern nur die geänderten Daten abgleicht.
>
> Was käme da in frage?

Ich habe mir dieser Tage eine Buffalo LinkStation Pro Duo mit 2 * 1 TB 
gekauft und mache jetzt meine Backups im Raid1-Modus mit dem "Personal 
Backup" (http://personal-backup.rathlev-home.de/). Das ist ein tolles 
Programm (Freeware), entwickelt von einem Uni-Professor, und es hat 
alles, was ich brauche, also auch Sicherung von modifizierten Dateien in 
ein bereits gesichertes Gesamt-Backup, ggf. mit Löschen von Dateien im 
Backup, die es im Originaldatenbestand nicht mehr gibt 
("Synchronisation").

Autor: Markus J. (markusj)
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RAID 1 ist kein Backup - richtig
Aber: RAID 1 kann sinnvoll Teil eines Backup-Konzeptes sein.

Mein Setup: Backup-Server mit RAID 1 der via Bacula wöchentlich 
Sicherungen anfertigt. Monatlich einmal werden ältere Sicherungen auf 
eine externe Festplatte ausgelagert.
Damit habe ich aktuelle Daten doppelt/dreifach (RAID + extern) gesichert 
(mit einer Archivierungsdauer von drei Monaten) und ein bis zu zwei 
Jahre zurückreichendes Archiv auf der externen Platte.
Evtl. ergänze ich letzteres in Zukunft auch noch um eine Spiegelung.

mfG
Markus

Edit: Wer anspruchsvollere Backup-Szenarien realisieren möchte sollte 
sich Bacula (http://www.bacula.org/) mal näher ansehen - Der Aufwand 
lohnt sich!

Autor: Gurke (Gast)
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Ich habe da eine andere Strategie:
Meine Kiste macht jede Woche ein komplettes Backup auf eine externe 
Platte, dank eSATA auch sehr fix.
Diese wird manuell vor dem Backup eingeschaltet.
Danach wird nochmal alles inkrementell auf ein Netzlaufwerk (Raid1) 
geschoben.
Dafür braucht man unter Win7 nicht einmal zusätzliche Programme.
Und wie es der Zufall so will war das am Dienstag mal wieder ein schönes 
Gefühl als ich mir einen hartnäckigen Schädling eingefangen hatte und 
meine Systempartition binnen Minuten wieder "frisch" hatte.
Danach noch das Netzlaufwerk platt gemacht und alles neu draufgeschoben 
(Man weiß ja nicht ob der Virus da auch rumgefummelt hat).
Fertig.

Vielleicht nicht die idealste Strategie aber für mich ist sie die 
einfachste.

Autor: Linuxer (Gast)
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Ich finde Raid1 eigentlich generell nur bedingt sinnvoll.
Für nen Server oder für nen wichtigen Rechner als Systemplaufwerk, damit 
man weniger lange Ausfälle hat.

Als Datenspeicher finde ich es auch nur als Arbeitslaufwerk sinnvoll.
Backups mache ich lieber auf unabhängige Speichermedien.
Extra Festplatte, Netzwerk/Online-Speicher, DVD's .

Ich persönlich habe bis 1994 durchgängige Backups.

Ich habe noch nicht viele Daten verloren.

Ein paar CD's mit frühen Backups waren nicht mehr vollständig 
zurücklesbar. (Gebrannt im Zeitraum 1996-1999)

Ich habe lange Zeit auf CD-R und DVD gesichert, ich habe mehrere hundert 
Backup CD's/DVD's.
Irgendwann fing ich an, auf Festpltten zu sichern, weil DVDs nicht mehr 
ausreichten.
Diese Archivplatten wurden nie wieder gelöscht.

Nur die Backups, die auf dem Rechner oder dem Fileserver lagen, wurden 
von Zeit zu Zeit mal gelöscht.

Vor ein paar Wochen habe ich mal alle jemals von mir gesicherten Daten 
zurückgelesen. Aus Neugierde.
Liegt jetzt alles auf dem Fileserver. Ca 4 TB.
Ich will sie jetzt auf neuen USB Festplatten nochmal frisch archivieren.

Krass ist das Datenwachstum:
Die ersten 2 Jahre meines Computerdaseins passen auf 1 CD-R.
Die Daten von 96 bis 2000 auf ca 30 weitere CD-R's.
Ab 2000 gings rund. 2000-2003 ca 200 CD-R's gebrannt.
Ab 2003 bis ca 2006 auf DVD gebrannt: ca 300 Stück.
Danach auf Festplatte. Vor allem 2006 und 2007 war krass: 2006 ca 500 GB 
Datenzuwachs, 2007, 1 TB.
Danach gings wieder etwas zurück und nur noch ca 300 GB pro Jahr 
Datenzuwachs.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ich hab auch ein oder zwei Raids als Backup. Die Raids sind nicht intern 
zum Rechner, sondern auf einem NAS, einer Synology maschine, die im 
Netzwerk auf Verlangen mitlaeuft und gemoutet werden kann. Auf so eins 
mach ich periodisch backups, als numerierte Vollkopien. Man kann diese 
Maschine so einstellen, dass mal in erster Linie nichts geloescht wird, 
sondern in einen Recycle Ordner verschoben wird.

Die Daten auf so einer Maschine sind somit sicher gegen versehentliches 
Loeschen und gut gegen einen Diskcrash. Einen Diskcrash kann es geben, 
daher kopiere ich die Daten auf eine zweite Maschine an einem anderen 
Ort.

Ich betrachte mich allerdings nicht als Privater, sondern als 
Professioneller.

Autor: Gurke (Gast)
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>Krass ist das Datenwachstum:
>Die ersten 2 Jahre meines Computerdaseins passen auf 1 CD-R.
>Die Daten von 96 bis 2000 auf ca 30 weitere CD-R's.
>Ab 2000 gings rund. 2000-2003 ca 200 CD-R's gebrannt.
>Ab 2003 bis ca 2006 auf DVD gebrannt: ca 300 Stück.
>Danach auf Festplatte. Vor allem 2006 und 2007 war krass: 2006 ca 500 GB
>Datenzuwachs, 2007, 1 TB.
>Danach gings wieder etwas zurück und nur noch ca 300 GB pro Jahr
>Datenzuwachs.

Das kenne ich echt gut:
Man kann ja nix löschen was man mal toll gefunden hat, Repotagen, 
Backups, Backups der Familie und auch Installationsdateien.
Mittlerweile habe ich hier ein Raid6 mit 3Tb um alles zu sichern.
Das artet echt langsam in Arbeit aus ;)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Markus J. schrieb:

> Edit: Wer anspruchsvollere Backup-Szenarien realisieren möchte sollte
> sich Bacula (http://www.bacula.org/) mal näher ansehen - Der Aufwand
> lohnt sich!

Hast du dir schon eine Recovery-CD gebaut, die man booten kann und die
selbst ein Bacula enthält? ;-)  Ich leider noch nicht...  Das ist das
einzige, was mich daran eigentlich stört, man kann die Datenträger
nicht direkt aus dem Betriebssystem benutzen.  Sonst bin ich auch ganz
zufrieden damit.

Geht eigentlich das GUI-Admin-Tool mittlerweile bissel besser?  Meins
ist noch ziemlich alt und funktioniert eher miserabel.  Eine einzelne
Datei für die Wiederherstellung im Dateisystem-Browser auszuwählen
kann man praktisch vergessen, seit das Backup erst einmal eine Weile
lief (sodass die Datenbank dann langsam auf ≈3 GiB angewachsen ist).
Klar geht's auch mit bconsole, aber wenn man nur eine einzelne Datei
in einer bestimmten Version haben will, dann wäre interaktives
Auswählen aus einem Baum schon mal ein nettes Fietscher.

Autor: Markus J. (markusj)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Hast du dir schon eine Recovery-CD gebaut, die man booten kann und die
> selbst ein Bacula enthält? ;-)  Ich leider noch nicht...  Das ist das
> einzige, was mich daran eigentlich stört, man kann die Datenträger
> nicht direkt aus dem Betriebssystem benutzen.  Sonst bin ich auch ganz
> zufrieden damit.

Hallo Jörg,

mein Backup-Server hat kein CD-Laufwerk (zumindest nicht fest 
installiert - im Koffer war kein Platz mehr dazu) daher nein. Vielleicht 
richte ich zu diesem Zweck einen USB-Stick ein oder lege auf der 
externen Platte eine dedizierte Bootpartition an ...
Allerdings bewerte ich diese Problematik weniger hoch, da die Datenbank 
(ebenso wie die Konfiguration und die Bootstrap-Files) mitgesichert 
wird. Im Worst-Case komme ich so mit relativ niedrigem Aufwand wieder an 
die ganze Katalog-Datenbank und habe dann den gewohnten Zugriff auf 
meine Daten.

> Geht eigentlich das GUI-Admin-Tool mittlerweile bissel besser?  Meins
> ist noch ziemlich alt und funktioniert eher miserabel.  Eine einzelne
> Datei für die Wiederherstellung im Dateisystem-Browser auszuwählen
> kann man praktisch vergessen, seit das Backup erst einmal eine Weile
> lief (sodass die Datenbank dann langsam auf ≈3 GiB angewachsen ist).
> Klar geht's auch mit bconsole, aber wenn man nur eine einzelne Datei
> in einer bestimmten Version haben will, dann wäre interaktives
> Auswählen aus einem Baum schon mal ein nettes Fietscher.

Für Windows gabs bis vor kurzem noch lediglich die furchtbar schlechte 
bwxConsole. Seit neuestem kommen aber auch Fenstergucker in den Genuss 
von bat, das signifikant besser ist. Gelegentlich schmiert es zwar noch 
ab, aber das interaktive Auswählen im Baum gibt es in Form der Funktion 
"Browse Cataloged Files". Diese kommt zwar noch nicht ganz an den 
Komfort von TortoiseSVN heran, erfüllt die zugedachte Funktion schon 
sehr passabel.

mfG
Markus

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Markus J. schrieb:
> Gelegentlich schmiert es zwar noch
> ab, aber das interaktive Auswählen im Baum gibt es in Form der Funktion
> "Browse Cataloged Files".

Ja, bat meinte ich.  Funktioniert das mit der Auswahl denn auch noch,
wenn in der Datenbank richtig was los ist?  Bei mir klappte das am
Anfang, so mit nur wenigen Sicherungen in der DB, aber die Zeit, die
sie brauchten, um das alles aufzubauen und anzuzeigen wuchs extrem
mit der Größe der DB an.  Mit meiner derzeitigen DB brauch' ich das
gar nicht versuchen (ich habe eine retention time von 1 Jahr für die
meisten Dinge, und je nach Wichtigkeit tägliche bzw. wöchentliche
Sicherung für vieles).

Muss vielleicht wirklich mal upgraden.

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Bei mir klappte das am
> Anfang, so mit nur wenigen Sicherungen in der DB, aber die Zeit, die
> sie brauchten, um das alles aufzubauen und anzuzeigen wuchs extrem
> mit der Größe der DB an.

Das hängt auch von der verwendeten DB ab. Der Wechsel von MySQL zu 
PostgreSQL 8.4 hat hier eine erhebliche Beschleunigung bewirkt.

Andreas

Autor: Markus J. (markusj)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Ja, bat meinte ich.  Funktioniert das mit der Auswahl denn auch noch,
> wenn in der Datenbank richtig was los ist?  Bei mir klappte das am
> Anfang, so mit nur wenigen Sicherungen in der DB, aber die Zeit, die
> sie brauchten, um das alles aufzubauen und anzuzeigen wuchs extrem
> mit der Größe der DB an.  Mit meiner derzeitigen DB brauch' ich das
> gar nicht versuchen (ich habe eine retention time von 1 Jahr für die
> meisten Dinge, und je nach Wichtigkeit tägliche bzw. wöchentliche
> Sicherung für vieles).

Ich habe auf meinem Server ebenfalls PostgreSQL am laufen, dort kann ich 
bisher (~ 800000 Dateiversionen, ~ 160000 Dateien) innerhalb weniger 
Sekunden auf die Baumansicht zugreifen. Bacula ist bei mir jetzt seid 
neun Monaten im Einsatz, die retention time für die Offsite-Backups 
(externe Platte) liegt bei zwei Jahren. Gesichert wird wie oben 
geschrieben wöchentlich, der Job-Counter ist inzwischen bei >270 
angekommen (einschließlich Copy- und VirtualFull-Jobs)
Laut [1] ist PostgreSQL bei der Verwendung als Katalog-Datenbank wohl 
signifkant schneller als MySQL.

mfG
Markus

[1] 
http://wiki.bacula.org/doku.php?id=faq#restore_tak...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Andreas Ferber schrieb:
> Der Wechsel von MySQL zu
> PostgreSQL 8.4 hat hier eine erhebliche Beschleunigung bewirkt.

OK, tja, im Moment habe ich da (Asche auf mein Haupt ;-) noch ein
sqlite drunter.  Da ich außerdem aber noch paar andere Dinge in
einer mySQL-DB liegen habe, werde ich mich wohl perspektivisch
mal dran setzen, das alles in ein PostgreSQL zu stopfen.  Migration
der Daten sollte ja über SQL-Export/Import gehen, muss ich mir nur
mal die Rechteverteilung ansehen, aber das ist so dramatisch nicht.

Gibt's für PostgreSQL eigentlich einen netten Query-Browser?  Abfrage
über CLI ist ganz nett, aber manchmal hätte ich gern etwas mehr als
das.

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Jörg Wunsch schrieb:
> OK, tja, im Moment habe ich da (Asche auf mein Haupt ;-) noch ein
> sqlite drunter.

Wie es mit SQLite aussieht kann ich nicht vergleichen, bei MySQL ist es 
so, dass die recht komplexen Queries von Bacula, mit multiplen Joins, 
Subselects etc. den Query-Optimizer von MySQL einmal so richtig mit 
Anlauf gegen die Wand fahren, so dass da am Ende weitestgehend 
sequenzielle Scans bei rauskommen. Ist vielleicht bei SQLite genauso.

> Gibt's für PostgreSQL eigentlich einen netten Query-Browser?  Abfrage
> über CLI ist ganz nett, aber manchmal hätte ich gern etwas mehr als
> das.

pgAdmin (http://www.pgadmin.org/index.php) ist recht brauchbar. Basiert 
auf wxWidgets, also auch halbwegs portabel. Ansonsten vielleicht noch 
phpPgAdmin, das kenne ich zwar selbst nicht, dürfte aber vergleichbar 
mit phpMyAdmin sein.

Andreas

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