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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Steckernetzteil - Widerstände angeschmort - welche Werte?


Autor: Opto (Gast)
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Hallo!

Hab da ein Steckernetzteil (AC/DC Stabilizer), bei dem die Spannnungen 
nicht ganz stimmen. Aufgeschraubt und gesehn, dass 2 Widerstände 
angeschmort sind. Leider ist bei beiden der 3. Ring nicht lesbar, ich 
würde sie sonst gern ersetzen.

Der linke: braun - schwarz - ???, gemessen etwa 1 Ohm
Der rechte: grün - schwarz - ???, gemessen 500 bis 550 Ohm

Vermutlich wird der rechte wohl 500 Ohm haben mit nem braunen Ring an 3. 
Stelle. Ich habe keinen Schaltplan gefunden - weiß zufällig jemand, 
welche Werte an dieser Stelle üblich sind oder wie man das rausfindet?

Danke schonmal!

Gruß Tobi

Autor: Michael_ (Gast)
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Den Schaltplan kannst du dir selbst erstellen. Widerstände werden bei 
Überbelastung hochohmiger. Also der 1 Ohm ist noch i.O.
Und gn sw deutet auf 50x hin, also auch i.O.
Und die Schaltung stabilisiert überhaupt nichts!
Ersetze die Widerstände durch 2W-Typen (Draht).

Autor: Opto (Gast)
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Danke dafür!
Dann ist das Netzteil wohl einfach schlecht, wenn die Spannungen nicht 
stimmen :-)

Gruß Tobi

Autor: Icke (Gast)
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Grün Schwarz ist unwahrscheinlich.
War wohl eher Grün Blau.

Mess die Spannungen mal unter Last die billigteile haben normalerweise 
sehr hohe Leerlaufspannungen.

Am besten eine Stabilisierung mit LM317 dahinterhängen.

Autor: Interessierter Laie (Gast)
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Schaltnetzteile habe doch m.W. einen deutlich besseren Wirkungsgrad als 
solche Trafogeräte.

Wäre es da nicht wirtschaftlicher, einen solchen Defekt zum Anlass zu 
nehmen, dieses Gerät durch ein (Stecker-) Schaltnetzteil zu ersetzen?

Ich frage das ganz ohne Ironie - es ist ja gut, dass sich jemand die 
Mühe macht, ein defektes Gerät zu reparieren, anstatt der 
Wegwerfmentalität zu fröhnen.

Kann jemand aufklären, ob ich da falsch liege? Evtl. haben diese 
Trafogeräte ja eine Daseinsberechtigung -Anwendungfälle, wofür sie 
einfach besser geeignet sind-, die ich nur mal wieder nicht kenne.

Danke schonmal.

Autor: Interessierter Laie (Gast)
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Oh, eines hab ich jetzt schon gelernt: Es heisst "frönen".

Autor: Michael_ (Gast)
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>Wäre es da nicht wirtschaftlicher, einen solchen Defekt zum Anlass zu
>nehmen, dieses Gerät durch ein (Stecker-) Schaltnetzteil zu ersetzen?
Vorsicht! Es kommt auf das Gerät dahinter an. Es kann als Ladeschaltung 
konzipiert sein.
Zum Beispiel bei billigen Akkuschraubern. Ein Bekannter fragte mich am 
Telefon, ob er das Steckernetzteil 18V durch ein Laptopnetzteil 18V 
ersetzen kann. Ich bejahte mit dem Erfolg, das das Akkugehäuse fest mit 
dem Ladeadapter verschmolzen war und das Innenleben des Adapters 
ausgeglüht ist.

Autor: Opto (Gast)
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> Grün Schwarz ist unwahrscheinlich.
> War wohl eher Grün Blau.

Hm, bei Tageslicht betrachtet sieht es tatsächlich blau aus...


> Wäre es da nicht wirtschaftlicher, einen solchen Defekt zum Anlass zu
> nehmen, dieses Gerät durch ein (Stecker-) Schaltnetzteil zu ersetzen?
>
> Ich frage das ganz ohne Ironie - es ist ja gut, dass sich jemand die
> Mühe macht, ein defektes Gerät zu reparieren, anstatt der
> Wegwerfmentalität zu fröhnen.

Gerade Reperaturen in dieser Größenordnung sind durchaus drin, ich 
wusste aber gar nicht, was das für ein Billigteil ist. Habe es vor allem 
als Stromquelle für eigentlich batteriebetriebene Geräte verwendet. Am 
Ausgangs-Kabel sind Krokodilklemmen dran, deshalb fand ich das so 
geschickt. Werde die Spannung nochmal unter Last messen... Oder ist der 
Einsatz des Geräts tatsächlich so unwirtschaftlich/unsinnig, dass sich 
ein Upgrade lohnt? Bei welchem Einsatz braucht man eine stabilisierte 
Spannung?

Danke und Grüße, Tobi

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Opto schrieb:
> Dann ist das Netzteil wohl einfach schlecht, wenn die Spannungen nicht
> stimmen :-)
Ja, und das steht sogar auf dem Typenschild:
  ---------
  - - - - -

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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Opto schrieb:
> Bei welchem Einsatz braucht man eine stabilisierte
> Spannung?

Bei allem das Du mit einem Transistor, µC oder IC bastelst.

Autor: MaWin (Gast)
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Es ist anzunehmen, daß der grosse Widerstand ein Belastungswiderstand 
ist, damit das Netzteil im Leerlauf nicht so hohe Leerlaufüberspannung 
hat,
und der kleine Widerstand die beiden Elkos trenne soll, damit als 
RC-Glied die Spannung wenigstens etwas gefiltert wird, wenn sie schon 
nicht stabilisiert wird.


   Trafo  4*1N4001
 o--+ +-----+-|>|-+----+-----+--0.5Ohm---+-- OUT
    | |     |     |    |     |           |
    S:S  +--(-|>|-+    |     | +         | +
    S:S  |  |        100Ohm Elko        Elko
    S:S  |  +-|<|-+    |     |           |
    | |  |        |    |     |           |
 o--+ +--+----|<|-+----+-----+-----------+-- GND

Leider hätte der 100 Ohm Widerstand eher 2 Watt als 1
Watt haben sollen, und der 0.5 Ohm Widerstand macht
als Kohleschicht auch nur 0.25 Watt statt 0.6 Watt
als Metallschicht.

Klassiches (unterdimenionisertes) Chinateil.

Im Prinzip wirst du den dicken Widerstand weglassen
können und den kleinen durch eine Brücke ersetzen.

Aber miss nach, ob ich mich nicht geirrt habe.

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