www.mikrocontroller.net

Forum: Haus & Smart Home Hat jemand Erfahrung mit Stromsparen beim Elektroboiler?


Autor: Joachim Haberer (joderbaer)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi folks,
ich hoffe mal, daß ich hier richtig bin...
Wir haben für die Warmwassererzeugung einen 300 l Elektroboiler.
Bevor ich nun anfange den an- und auszuschalten, würde mich 
interessieren, ob jemand Wissen bzgl. des Einsparungspotenzials hat.
Ich würde ihn um ca. 0400 einschalten, damit er mit Nachtstrom aufheizt, 
und dann tagsüber auslassen bis etwa 2000 und dann nochmal bis 2300 
anlassen. Bringt's das? Weiß jemand wie schnell der kalt wird? usw. usf.
Alle Meinungen und Beispielrechnungen sind willkommen ;-)
JDB

: Gesperrt durch Moderator
Autor: Walter von und zu (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Naja, es ist immer billiger ihn warm zu halten wenn du täglich WW 
brauchst.

Autor: Icke (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Walter von und zu schrieb:
> Naja, es ist immer billiger ihn warm zu halten wenn du täglich WW
> brauchst.

Erklärung?

Autor: lolle (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Icke schrieb:
> Walter von und zu schrieb:
>> Naja, es ist immer billiger ihn warm zu halten wenn du täglich WW
>> brauchst.
>
> Erklärung?

Wenn du 100l 50°C Wasser verbrauchst und dafür 10°C 50l wieder 
einströmen ist es billiger diese 100l wieder auf 50°C zu erwärmen als 
einen 300l Tank der auf Zimmertemperatur (15°C Keller) abgesunken ist. 
Wenn du es ganz genau wissen willst nimmst du noch die Verlustleistung 
vom Speicher.

Autor: Sebel De Tutti (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Unser Elektroboiler heizt nur in der Nacht da der Strom dann deutlich 
billiger ist. Die Abkählung den Tag hindurch ist sehr klein. Wenn Du 
also während eines Tages weniger als einen Boilerinhalt brauchst, dann 
sparts Du (wenn Du mehr brauchst sparst Du natürlich noch mehr, ist 
allerdings nicht mehr sehr angenehm). Das Wasser im Boiler ist 
geschichtet, das heisst das bezogene Wasser ist bis er (fast) leer ist 
warm.

Wenn Du morgenduscher bist, sparst Du ziemlich genau den Prozentsatz der 
der Nachtstrom billiger ist. Wenn Du erst am Abend duscht ist es 
natürlich weniger, da Du dann auch bei sofortiger Aufheizung (teilweise) 
mit Nachtstrom heitzt.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zumindest bei uns wird ein Boiler mit einer Rundsteuerung vom 
Elektrizitaetswerk eingeschaltet. Sparpotential ist sicher da.
Es gibt Anlagen, bei denen fliesst immer etwas Warmwasser das Haus 
hinauf und an einer anderen Stelle runter wieder in den Boiler. Dieses 
in der 70ern gebraeuchliche System verhindert kaltes Wasser, wenn man 
den Hahn aufmacht. Der Preis, ist dass der Boiler abkaltet. Heute trennt 
man solche Schleifen auf, und hat kaltes Wasser wenn man den Hahn 
oeffnet. Macht ja nichts.

Autor: Bernd O. (bitshifter)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
lolle schrieb:
> Icke schrieb:
>> Walter von und zu schrieb:
>>> Naja, es ist immer billiger ihn warm zu halten wenn du täglich WW
>>> brauchst.
>>
>> Erklärung?
>
> Wenn du 100l 50°C Wasser verbrauchst und dafür 10°C 50l wieder
> einströmen ist es billiger diese 100l wieder auf 50°C zu erwärmen als
> einen 300l Tank der auf Zimmertemperatur (15°C Keller) abgesunken ist.
> Wenn du es ganz genau wissen willst nimmst du noch die Verlustleistung
> vom Speicher.

Sorry, aber das ist Quatsch:
Ein Speicher verliert mehr Energie, je höher der Temperaturunterschied 
zwischen innen (hier: Wasser) und außen (Umgebungstemperatur) ist. Einen 
bestimmten Boiler bei einer Umgebungstemperatur von 15 °C auf 90 °C zu 
halten braucht viel mehr Leistung als den gleichen Boiler z.B. auf 30 °C 
zu halten. Wollte man den Boiler auf 15 °C "halten" wäre gar keine 
Leistung mehr nötig.

Warum das so ist, sieht man sehr schön bei einer Tasse Kaffee oder einem 
Stück glühenden Stahl:
Anfänglich geht aufgrund des hohen Temperaturunterschiedes zwischen 
Werkstoff und Umgebung sehr viel Energie pro Zeiteinheit verloren, 
während es mit zumehmenden Angleichung weniger wird.
So dauert es von 600 °C auf 550 °C nur ein paar Sekunden, während es von 
70 °C bis 20 °C (ebenfalls 50 K Temperaturdifferenz) wesentlich länger 
dauert.
Daher auch der Unterschied, ob in einen Kaffee die Milch sofort oder 
erst später gegossen wird. Wenn man ihn möglichst kalt will, dann sollte 
die Milch möglichst spät zugegeben werden.

Die Energie, die man gebraucht hat um eine hohe Temperatur zu halten ist 
immer höher als die Energie, die man braucht um den nicht auf Temperatur 
gehaltenen Speicher wieder zu beheizen - und zwar unabhängig davon ob 
der Speicher nur um ein paar Grad abgesunken ist oder auf 
Raumtemperatur.

Ist mit der Wohnung übrigens genau so. Wer glaubt, dass man eine Wohnung 
möglich immer durchheizen sollte um Energie zu sparen, liegt daneben.


Um mit dem Boiler Energie zu sparen immer nur so weit aufheizen 
(Temperatur) wie nötig (natürlich plus etwas Reserve), so dass man nicht 
zu den teuren Perioden nachheizen muß. Die Strategie ist es also, die 
Temperatur und damit die Verluste des Boilers so weit wie möglich zu 
senken und den Boiler so tief wie (ohne Komforteinbuße möglich) 
"durchsacken" zu lassen.

Das könnte also beispielsweise bedeuten: Ab 04:00 vollladen und die 
Temperatur dabei so wählen, dass für die späteste Nutzung an diesem Tag 
(Duschen vor dem Schlafen?) noch genügend Energie im Boiler steckt und 
dann erst wieder um 04:00 vollladen um mit möglichst wenig 
Energieverlust (tiefe Temperatur im Speicher) durch die Nacht zu kommen.

Für jemanden, der Schichtet sieht das natürlich wieder ganz anders aus.

Beim Ermitteln der individuellen Parameter lieber von "oben" nach 
"unten" gehen - nichts gefährdet Energiesparbemühungen so stark wie ein 
Partner, der nach dem Einseifen bemerkt, dass der Boiler leer ist. ;-)

Und nicht vergessen:
Ab und an mal die Temperatur wieder auf Maximum stellen wegen der 
Salmonellen.

Gruß,
Bernd

Autor: Joachim Haberer (joderbaer)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bernd O. schrieb:
> lolle schrieb:

> Die Energie, die man gebraucht hat um eine hohe Temperatur zu halten ist
> immer höher als die Energie, die man braucht um den nicht auf Temperatur
> gehaltenen Speicher wieder zu beheizen - und zwar unabhängig davon ob
> der Speicher nur um ein paar Grad abgesunken ist oder auf
> Raumtemperatur.

> Gruß,
> Bernd

Hallo,
hier möchte ich ansetzen:
Sind moderne Boiler (2 Jahre alt) nicht so gut isoliert, daß das oben 
gesagte nicht mehr gilt? Jedenfalls ist unserer innen 60 Grad heiß und 
außen nicht mal handwarm...
Da frage ich mich, ob es nicht sinnvoller ist, ihn auf 60 Grad zu 
lassen.

Natürlich würde "messen" eine gesicherte Antwort bringen, aber der 
Aufwand mit eigenem Drehstromzähler und An- Ausschalter ist dann doch 
sehr hoch. Das würde ich mir gerne sparen ;-)
Gruß und schonmal Dank
Joachim

Autor: lolle (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Joachim Haberer schrieb:
> Sind moderne Boiler (2 Jahre alt) nicht so gut isoliert, daß das oben
> gesagte nicht mehr gilt? Jedenfalls ist unserer innen 60 Grad heiß und
> außen nicht mal handwarm...
> Da frage ich mich, ob es nicht sinnvoller ist, ihn auf 60 Grad zu
> lassen.

Sicherlich! Wir reden ja nicht von einem Eimer warmes Wasser.

Bernd O. schrieb:
> Die Strategie ist es also, die
> Temperatur und damit die Verluste des Boilers so weit wie möglich zu
> senken und den Boiler so tief wie (ohne Komforteinbuße möglich)
> "durchsacken" zu lassen.

Aha, du verringerst also die Verluste des Boilers durch kaltes Wasser. 
Sehr interessant deine Theorie ! Theoretisch kannst du auch kaltes 
Wasser einfüllen (7°C) und dann erwärmt sich der Boiler durch die höhere 
Umgebungstemperatur. Genial !!elf111!!!

Bernd O. schrieb:
> Die Energie, die man gebraucht hat um eine hohe Temperatur zu halten ist
> immer höher als die Energie, die man braucht um den nicht auf Temperatur
> gehaltenen Speicher wieder zu beheizen - und zwar unabhängig davon ob
> der Speicher nur um ein paar Grad abgesunken ist oder auf
> Raumtemperatur.

Aha, Das diese Meinung den Jahrhundertwechsel überlebt hätte ich nicht 
gedacht. 1KW = 1K/m³ Wasser.

Bernd O. schrieb:
> Sorry, aber das ist Quatsch:

Jaja die pöse Wärmestrahlung ...

Autor: Robert L. (lrlr)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Natürlich würde "messen" eine gesicherte Antwort bringen

nein, das ist die EINZIGE Möglichkeit, sonst wirst du NIE erfahren, wie 
viel Energie der Speicher über den Tag  mehr verliert, ... als ohne die 
nächtliche aufheizung..


ausserdem hängt das gaze SEHR vom nutzungsverhalten ab, wenn du alleine 
bist, wäre es sinnvoller nur 100l warmes wasser im boiler zu haben, usw. 
usw
für 4 personen wäre das wohl zu wenig..


(die "warmhalten ist besser als abkühlen und aufwärmen" Theorie ist 
natürlich ein schmarn, ..)

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn es nur ums Brauchwasser geht, ist ein Moderner Elektronischer 
Durchlauferhitzer auch eine ernstzunehmende Alternative. Nutzt zwar 
keinen Nachtstrom, aber verbraucht halt nur Energie wenn man sie 
braucht.

Außerdem stehst Du nie eingeseift im kalten Wasser ;-)

Tom

Autor: Rübezahl (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bernd O. schrieb:
> Und nicht vergessen:
> Ab und an mal die Temperatur wieder auf Maximum stellen wegen der
> Salmonellen.

Legionellen!
Lässt auf den Rest des Beitrags schließen...

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn da Salmis drin sind, hat er definitiv bei Anschluss der 
Abwasserleitung was falsch gemacht :-D

Autor: Robert L. (lrlr)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@lolle: (wie wärs mit anmelden)

Bernd O. schrieb:
> Die Energie, die man gebraucht hat um eine hohe Temperatur zu halten ist
> immer höher als die Energie, die man braucht um den nicht auf Temperatur
> gehaltenen Speicher wieder zu beheizen - und zwar unabhängig davon ob
> der Speicher nur um ein paar Grad abgesunken ist oder auf
> Raumtemperatur.

der Satz ist 100% korrekt,



> 1KW = 1K/m³ Wasser.
(was auch immer du damit aussagen willst)

mal das K weg kürzen, ..
1W = 1/m³ Wasser

interessant ;-)

und auch mit 1kW wäre es .. naja,...

Autor: Bernd O. (bitshifter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rübezahl schrieb:
> Bernd O. schrieb:
>> Und nicht vergessen:
>> Ab und an mal die Temperatur wieder auf Maximum stellen wegen der
>> Salmonellen.
>
> Legionellen!
> Lässt auf den Rest des Beitrags schließen...
Schade, dass Du keine Argumente hast.

Gruß,
Bernd

Autor: Bernd O. (bitshifter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Robert L. schrieb:

> (die "warmhalten ist besser als abkühlen und aufwärmen" Theorie ist
> natürlich ein schmarn, ..)

Schon, aber an Beiträgen wie denen von "lolle" sieht man, dass es immer 
noch genügend Leute gibt, die's nicht blicken. Das ist die Sorte von 
Leuten, die das Haus auch während des Winterurlaubs durchgehend auf 23°C 
halten um den Energieverlust durch Auskühlen klein zu halten ;-)

Gruß,
Bernd

Autor: Bernd O. (bitshifter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
lolle schrieb:

> Bernd O. schrieb:
>> Die Strategie ist es also, die
>> Temperatur und damit die Verluste des Boilers so weit wie möglich zu
>> senken und den Boiler so tief wie (ohne Komforteinbuße möglich)
>> "durchsacken" zu lassen.
>
> Aha, du verringerst also die Verluste des Boilers durch kaltes Wasser.
> Sehr interessant deine Theorie ! Theoretisch kannst du auch kaltes
> Wasser einfüllen (7°C) und dann erwärmt sich der Boiler durch die höhere
> Umgebungstemperatur. Genial !!elf111!!!
Ja, so macht es beispielsweise eine Wärmepumpe. Kann es sein, dass Du 
keine Ahnung hast?

> Bernd O. schrieb:
>> Die Energie, die man gebraucht hat um eine hohe Temperatur zu halten ist
>> immer höher als die Energie, die man braucht um den nicht auf Temperatur
>> gehaltenen Speicher wieder zu beheizen - und zwar unabhängig davon ob
>> der Speicher nur um ein paar Grad abgesunken ist oder auf
>> Raumtemperatur.
>
> Aha, Das diese Meinung den Jahrhundertwechsel überlebt hätte ich nicht
> gedacht. 1KW = 1K/m³ Wasser.
... und zum Schluss noch mal schön die Inkompetenz zur Schau gestellt!
Kleiner Tipp: Leistung wird in kW gemessen, Energie in kWh und der 
Vorsatz "kilo" für 1000 wird mit kleinem "k" geschrieben.

Vermutlich wolltest Du sagen, dass man ca. eine Kilowattstunde braucht 
um einen Kubikmeter Wasser um ein Kelvin zu erwärmen.


Gruß,
Bernd

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Naja, es ist immer billiger ihn warm zu halten wenn du täglich WW
> brauchst.

Humbug.

Am sparsamsten (wenn man Wasser mit Strom warm macht) ist ein 
Durchlauferhitzer, am besten ein elektronisch regelnder (Clage DEX oder 
so), man braucht halt nur einen leistungsfähigen Drehstromanschluss.

Jeder Speicher hat Speicherverluste, wenn er die ganze Zeit auf 
Temperatur ist sagt man 1kWh pro Tag, also so 75 EUR im Jahr.

Das kannst du senken, aber ich schätze unter 50 EUR am Tag kommst du 
nicht, denn er kühlt ja nicht ganz aus sondern verliert nur einige Grad.

Die 25 EUR im Jahr lohnen wohl keine wirklichen Gedanken, ausser:
Wie bekomme ich auch ohne Strom warmes Wasser, sei es per Solarpanel 
oder durch Anzapfen der Heizungsanlage die mit Öl oder Gas läuft.

Autor: lolle (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bernd O. schrieb:
> Schon, aber an Beiträgen wie denen von "lolle" sieht man, dass es immer
> noch genügend Leute gibt, die's nicht blicken. Das ist die Sorte von
> Leuten, die das Haus auch während des Winterurlaubs durchgehend auf 23°C
> halten um den Energieverlust durch Auskühlen klein zu halten ;-)

Diese hohen Temperaturen kenne ich nur im Sommer, aber nicht von der 
Heizung ... .

Du scheinst nicht zu verstehen das du zwar ganz schnell die Luft wieder 
erwärmen kannst, aber nicht das Haus und alles was sich dort drin 
befindet. Wer speichert denn die ganze Wärme ? Die paar m³ Luft bestimmt 
nicht.

Autor: Robert L. (lrlr)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@trolle  (ah.. lolle meinte ich)

>Diese hohen Temperaturen kenne ich nur im Sommer, aber nicht von der
>Heizung ... .

nimm halt 21°, oder 19° (spielt doch keine rolle für dieses Beispiel..)
(ich hab allerdings im Winter bei TV schauen, am Abend auch gerne 23°, 
..)

>Du scheinst nicht zu verstehen das du zwar ganz schnell die Luft wieder
>erwärmen kannst, aber nicht das Haus und alles was sich dort drin
>befindet. Wer speichert denn die ganze Wärme ? Die paar m³ Luft bestimmt
>nicht.

das ist jetzt aber schon ein Argument FÜR das abkühlen lassen, währen 
des Urlaubes, und schnell die Luft aufwärmen, wenn man wieder zurück 
ist,

findest nicht?

und nochmal: wenn das ganze Haus (Wände/Luft) vor dem Urlaub 19°C haben
und nach dem Urlaub 10°C, ist es billiger diese (wände/luft) wieder auf 
19°C zu erwärmen als des den ganzen Urlaub auf 19° zu belassen..

dass du du das jetzt subjektiv anders empfindest, weil die Heizung dann 
mal 10 Stunden durchgehend läuft,  und nicht z.b. 14 mal "nur" 1 
Stunde... da können wir auch nix für..

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zimmerpflanzen benötigen durch die Bank 15°C aufwärts, wenn sie nicht 
geschädigt werden sollen.
(Hier hatte ich das länger erläutert, dann kam aber die ESC-Taste 
dazwischen...)

Autor: Bernd O. (bitshifter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Abdul K. schrieb:
> Zimmerpflanzen benötigen durch die Bank 15°C aufwärts, wenn sie nicht
> geschädigt werden sollen.
> (Hier hatte ich das länger erläutert, dann kam aber die ESC-Taste
> dazwischen...)
Gut, dass das meine Pflanzen nicht wissen, denn die bekommen im 
Winterurlaub schon mal ein paar Tage geschätzte 10 °C ab. Ist aber auch 
nur so'n "Supermarktgrünzeugs" wie Fensterblatt, Gummibaum, Farn, etc. - 
und nichts besonderes.

Aber selbst wer aufgrund der Zimmerpflanzen "nur" auf 15 °C im 
Winterurlaub absenkt spart Geld. Nam muß ja nicht das ganze Haus heizen, 
sondern packt die restlichen Pflanzen eben in den Raum, in dem ohnehin 
schon die meisten stehen und heizt eben diesen Raum höher.

Gruß,
Bernd

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Na wenn sie dir nicht eingehen, haste es ja richtig gemacht. Licht und 
Wärme sollten korrelieren. Wenn dann noch die passende Feuchtigkeit dazu 
da ist, wucherts...

Autor: Bernd O. (bitshifter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
lolle schrieb:
> Bernd O. schrieb:
>> Schon, aber an Beiträgen wie denen von "lolle" sieht man, dass es immer
>> noch genügend Leute gibt, die's nicht blicken. Das ist die Sorte von
>> Leuten, die das Haus auch während des Winterurlaubs durchgehend auf 23°C
>> halten um den Energieverlust durch Auskühlen klein zu halten ;-)
>
> Diese hohen Temperaturen kenne ich nur im Sommer, aber nicht von der
> Heizung ... .
Dann hast Du bestimmt keinen Kaminofen im Wohnzimmer ;-)

> Du scheinst nicht zu verstehen das du zwar ganz schnell die Luft wieder
> erwärmen kannst, aber nicht das Haus und alles was sich dort drin
> befindet. Wer speichert denn die ganze Wärme ? Die paar m³ Luft bestimmt
> nicht.

Natürlich hat das Haus (Stein) eine viel höhere Wärmekapazität als die 
Luft darin. Wenn das Haus weit ausgekühlt ist, dann ist auch einiges an 
Energie nötig, es wieder auf "Wohntemperatur" zu bringen. Darum läuft 
die Heizung nach dem Auskühlen auch längere Zeit als sonst üblich, aber 
das braucht weniger Energie als man gebraucht hätte um das Haus 
dauerhaft auf "Wohntemperatur" zu halten.

Man führt durch das "auf Temperatur halten" die Energie zu, die das Haus 
nach außen verliert. Bei perfekter Isolation (theoretischer Fall) müsste 
man gar keine Energie zuführen. Das Haus bliebe genau auf der 
Temperatur, auf die es mal geheizt wurde. Je schlechter die Isolation, 
desto mehr Energie verliert das Haus und desto mehr Energie muß über die 
Heizung zur Aufrechterhaltung der Temperatur nachgeführt werden. Und 
jetzt kommt der entscheidende Schritt:
Je höher die Temperatur ist auf der das Haus gehalten werden soll, desto 
mehr Energie verliert das Haus und desto mehr muß über die Heizung 
zugeführt werden. Daher kommt auch die Aussage, dass eine um 1 °C 
abgesenkte Zimmertemperatur eine Ersparnis von ca. 6% der Heizkosten 
bedeutet.

Dabei geht es nicht so sehr um das einmalige Aufheizen auf die 
Zieltemperatur - so hoch ist die Wärmekapazität von Stein, Holz, Gips 
und Co. auch nicht - sondern um das Halten der höheren Temperatur über 
die Zeit. Und das kostet aufgrund der wegen der höheren Temperatur 
höheren Verluste letztlich die Energie.

Wenn die Heizenergie hauptsächlich für das einmalige Aufheizen benötigt 
werden würde, dann wären Energiespartipps wie "... Nachts sollten Sie 
die Temperatur um 3 - 4 °C senken" absolut ruinös.


Gruß,
Bernd

Autor: Joe (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Je wärmer das Wasser gehalten wird, um so größer sind die Verluste.

Die Geschichte, das Wasser immer warm zu halten, ist eine Mär.

Autor: lolle (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Joe schrieb:
> Je wärmer das Wasser gehalten wird, um so größer sind die Verluste.
>
> Die Geschichte, das Wasser immer warm zu halten, ist eine Mär.

Von wieviel Liter und welcher Temperatur sprichst du ?

Bernd O. schrieb:
> Natürlich hat das Haus (Stein) eine viel höhere Wärmekapazität als die
> Luft darin. Wenn das Haus weit ausgekühlt ist, dann ist auch einiges an
> Energie nötig, es wieder auf "Wohntemperatur" zu bringen. Darum läuft
> die Heizung nach dem Auskühlen auch längere Zeit als sonst üblich, aber
> das braucht weniger Energie als man gebraucht hätte um das Haus
> dauerhaft auf "Wohntemperatur" zu halten.

He, wer fährt denn in den Urlaub und lässt die Heizungen auf "3" 
(Wohntemperatur/Komforttemperatur). Nach deinen Argumenten stellst du 
die Heizung ja aus wenn du in den Winterurlaub fährst. Dann sind deine 
10°C leider etwas übertrieben. Ich habe im ganzen Jahr keine 
Temperaturen unter 10°C im Keller geschweige denn in den Wohnungen.

Bernd O. schrieb:
> Man führt durch das "auf Temperatur halten" die Energie zu, die das Haus
> nach außen verliert. Bei perfekter Isolation (theoretischer Fall) müsste
> man gar keine Energie zuführen. Das Haus bliebe genau auf der
> Temperatur, auf die es mal geheizt wurde.

Ja, das sind die komischen Gedanken aus den Zeitungen/Politik. Und dann 
Heizen wir alle im Sommer weil das Haus gut gegen Wärme von außen 
isoliert ist oder züchten den Sommer über Pilze in heimischen Gefilden.


Anyway, heiz mal immer deine Bude von 10°C auf 23°C und gut ist ...

Autor: Robert L. (lrlr)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>He, wer fährt denn in den Urlaub und lässt die Heizungen auf "3"
>(Wohntemperatur/Komforttemperatur)

DU (zumindest laut deinen bisherigen Aussage)
vielleicht versuchst das nächste mal in einer Diskussion einfach 
"klarer" zu formulieren was du "meinst"
(wobei ja einige aussagen von dir eindeutig falsch sind, da wird dann 
aber immer schöne vom Thema abgelenkt...)



>Von wieviel Liter und welcher Temperatur sprichst du ?

physik

gilt auch für einen Wasserkocher mit 501 Milliliter

Autor: TTL (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das es Energie spart wenn man während dem Urlaub die Heizung deutlich 
absenkt sollte eigentlich jedem klar sein.
Und bei konventionellen Heizungen bzw. Warmwassererzeugern, die ihre 
Wärme mit z.B. Gas oder wie hier, mit einem Elektroboiler erzeugen spart 
es natürlich Energie, wenn man in Zeiten wo die Wärme bzw. das 
Warmwasser nicht benötigt wird das System abschaltet.

Bei Systemen, die mit relativ geringen Temperaturunterschiede arbeiten, 
z.B. Solar oder Wärmepumpe ist es jedoch nicht ganz falsch das System im 
Tagesverlauf kontinuierlich laufen zu lassen. Ist das System erstmal 
heruntergekühlt ist ein neues Aufheizen mit dem begrenzt zur Verfügung 
stehenden Temperaturniveau nur recht langsam möglich. Somit benötigt man 
zum schnellen Aufheizen ein höheres Temperaturniveau vom Erzeuger, was 
wieder mehr Verluste nach sich zieht.

Grüße TTL

Autor: lolle (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Robert L. schrieb:
>>He, wer fährt denn in den Urlaub und lässt die Heizungen auf "3"
>>(Wohntemperatur/Komforttemperatur)
>
> DU (zumindest laut deinen bisherigen Aussage)

Sorry, bitte mal zitieren, ich finde den Abschnitt leider nicht.

Autor: Robert L. (lrlr)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
indirekt:

>Aha, Das diese Meinung den Jahrhundertwechsel überlebt hätte ich nicht
>gedacht.

ist aber egal, ich hab inzwischen absolut keine Ahnung, was du uns 
mitteilen willst..

Autor: Wolfgang-G (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bernd O. schrieb:
> Man führt durch das "auf Temperatur halten" die Energie zu, die das Haus
> nach außen verliert. Bei perfekter Isolation (theoretischer Fall) müsste
> man gar keine Energie zuführen. Das Haus bliebe genau auf der
> Temperatur, auf die es mal geheizt wurde.

>>Ja, das sind die komischen Gedanken aus den Zeitungen/Politik.

Nein, das ist Wärmelehre Grundschule 1. Semester.

>nimm halt 21°, oder 19° (spielt doch keine rolle für dieses Beispiel..)
>(ich hab allerdings im Winter bei TV schauen, am Abend auch gerne 23°,
>..)
Es kann auch noch etwas mehr sein. Es gibt nicht nur Leute, die schon 
mit dem Computer aufgewachsen sind.
Ich kenne betagte Menschen (ca. 80 Jahre), die fühlen sich erst ab
25-26°C  wohl.

MfG

Autor: Bernd O. (bitshifter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
lolle schrieb:
> Joe schrieb:
>> Je wärmer das Wasser gehalten wird, um so größer sind die Verluste.
>>
>> Die Geschichte, das Wasser immer warm zu halten, ist eine Mär.
>
> Von wieviel Liter und welcher Temperatur sprichst du?
Ab wie vielen Litern und bei welcher Temperatur sollte man das Wasser 
warm halten wenn man viel Energie sparen will?

> Bernd O. schrieb:
>> Natürlich hat das Haus (Stein) eine viel höhere Wärmekapazität als die
>> Luft darin. Wenn das Haus weit ausgekühlt ist, dann ist auch einiges an
>> Energie nötig, es wieder auf "Wohntemperatur" zu bringen. Darum läuft
>> die Heizung nach dem Auskühlen auch längere Zeit als sonst üblich, aber
>> das braucht weniger Energie als man gebraucht hätte um das Haus
>> dauerhaft auf "Wohntemperatur" zu halten.
>
> He, wer fährt denn in den Urlaub und lässt die Heizungen auf "3"
> (Wohntemperatur/Komforttemperatur). Nach deinen Argumenten stellst du
> die Heizung ja aus wenn du in den Winterurlaub fährst.
Zu viel siehst Du ja selbst ein ist nicht optimal und zu wenig ist 
Deiner Meinung nach auch nicht gut. Bei welcher Temperatur hat man denn 
Deiner Meinung nach den maximalen Spareffekt wenn man im Winter zwei 
Wochen weg ist?

> Bernd O. schrieb:
>> Man führt durch das "auf Temperatur halten" die Energie zu, die das Haus
>> nach außen verliert. Bei perfekter Isolation (theoretischer Fall) müsste
>> man gar keine Energie zuführen. Das Haus bliebe genau auf der
>> Temperatur, auf die es mal geheizt wurde.
>
> Ja, das sind die komischen Gedanken aus den Zeitungen/Politik.
Woher beziehst Du Deine Informationen?

Gruß,
Bernd

Autor: Dieter M. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Bernd, Wolfgand,Robert, MaWin und TTL
Ich bin froh: Es gibt noch Sehende unter den Einäugigen und Blinden.

Aber ich vermute auch, dass die Deppen, Unbelehrbaren und Lollen -ääh 
Trollen in der Mehrzahl sind. -> Wir werden also noch viel viel Energie 
verschwenden...
Eigentlich schade, das schöne Öl einfach nur zu verbrennen...

Gruß, Dieter

Autor: Michael S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es geht um Stromsparen beim Elektroboiler:

1. Wärmegewinnen aus Strom: Abschaffen wenn es geht. Die Wärmemenge, die 
aus Strom gewonnen wird, ist teuerer als die, die direkt aus einem 
Ölbrenner gewonnen wird. ca. Faktor 4.
1000 Liter Öl ca. 10500KWh. = ca. 500€. 10500Kwh sind aber bei 0.20€ pro 
KWh ca. 2100€.
Sollte der Ölpreis steigen, was sicher passieren wird (wir haben seit 
Jahren bereits "Peak-Oil" überschritten, sucht danach bitte in Wiki) 
steigt aber durch den überproportionalen Anteil von Öl am Strompreis 
auch der Strompreis und rettet einen hier nicht. Solarthermie wenn 
möglich einsetzen. Der TO wird aber eine Wohnung mit Elektroboiler 
haben, evtl., und nach einer Sparlösung suchen, die keine anderen 
Alternativen zuläßt. Ich nehmen an, sogar die Boilergröße muss, selbst 
wenn zu klein oder zu groß, als gegeben hingenommen werden.

2. Thema 1: Niveau halten oder zwischendurch Absenken/zwischendurch 
Abkühlen lassen: Lässt sich durch einfache Logik bestätigen. Niveau 
NICHT halten. Intelligent steuern, zu welchen Zeit hohes Niveau 
vorgehalten werden muss. Bedarf zeitlich analysieren, evtl. sogar 
Gewohnheiten anpassen/planen. Generell: Vorhalte Temperatur so niedrig 
wie möglich.

3. Boiler zu gross: Vorhalte Temperatur so lange verringern, bis das 
Wasser gerade noch für den Bedarf ausreicht.

4. Boiler zu klein: Vorhalte Temperatur notgedrungen erhöhen. Aber: Hier 
kanndu nicht gewinnen.

Grüße,
Mike

Autor: lolle (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wolfgang-G schrieb:
> Nein, das ist Wärmelehre Grundschule 1. Semester.

Na dann ist ja gut. Ich dachte schon die Energie die man verliert 
(Heizung aus) muss beim erwärmen der Wohnung (Heizung an) nicht 
aufgebracht werden. Danke!

Autor: Hagen Re (hagen)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Bernd:

>Man führt durch das "auf Temperatur halten" die Energie zu, die das Haus
>nach außen verliert. Bei perfekter Isolation (theoretischer Fall) müsste
>man gar keine Energie zuführen. Das Haus bliebe genau auf der
>Temperatur, auf die es mal geheizt wurde. Je schlechter die Isolation,
>desto mehr Energie verliert das Haus und desto mehr Energie muß über die
>Heizung zur Aufrechterhaltung der Temperatur nachgeführt werden. Und
>jetzt kommt der entscheidende Schritt:
>Je höher die Temperatur ist auf der das Haus gehalten werden soll, desto
>mehr Energie verliert das Haus und desto mehr muß über die Heizung
>zugeführt werden. Daher kommt auch die Aussage, dass eine um 1 °C
>abgesenkte Zimmertemperatur eine Ersparnis von ca. 6% der Heizkosten
>bedeutet.

Offensichtlicher wirds wenn du deine Argumentation umdrehst.
Stellen wir uns ein Haus vor das 100% Wärmeverlust besitzt, also 100% 
der zugeführten Energie sofort raus bläst.

Heizt man nicht -> 0% Energieverlust
Heizt man, egal wie -> 100% Energieverlust
Heizt man 10 Grad mehr -> +10 Grad mehr Energieverlust
Das Konstanthalten der Temperatur eines Boilers verbraucht zusätzliche 
Energie, nicht Heizen verbraucht keine Energie.

Entscheidend ist hier nicht der Energieerhaltungssatz sondern nur die 
Frage wieviel uns die Energie Nachts im Vergleich zu Tags weniger kostet 
in Relation zum erhöhten Energieaufwand durch die Verluste beim 
Speichern des Warmwasseres tags über. Nicht mehr nur die Physik zählt 
sondern die Politik = Preisbildung für Strom.

Und da muß es tatsächlich einen Breakeven Point geben bei dem das Halten 
der Temperatur eines Wasserboilers im Vergleich zum Neuerhitzen 
rentabler ist.

Gleiches gilt für das Dauerheizen der Wohnung. Jede Wohnung hat wie ein 
isolierter Warmwasserboiler einen Temperaturwiderstand und damit eine 
thermische Trägheit/Masse. Solange es nun 8 Stunden Nachts über weit 
billigeren Strom gibt wird es auf jede Wohnung bezogen eine Temperatur 
geben müssen die
1.) leicht höher als die Außentemperatur wäre wenn man nicht heizt
2.) die geringsten Kosten erzeugt im Falle das man Heizen möchte indem 
man nur Nachtstrom verbraucht.

Pauschal gilt also schon das ein Warmwasserboiler konstant auf eine 
ideale Temperatur gehalten in Relation zu zusätzlichen Verlusten und 
Strompreisunterschieden, zwischen Nachts und Tags über, sinnvoll ist. 
Natürlich immer unter der Prämisse das man Heizen möchte. Ganz auf 
Heizung zu verzichten ist in diesem Falle zwar ein physikalisch 
korrektes Argument aber eben nicht das Ziel der ganzen Sache.

Physikalisch betrachtet ist also ein Warmwasserboiler eine 
Enegieverschwendung wenn wir annehmen könnten das uns der Strom zu jeder 
Zeit gleichviel kostet. Das ändert sich aber sofort wenn wir Nachts den 
Strom viel preiswerter bekommen und nur aus Sicht der Kosten die Sache 
betrachen. Übrigens ein gutes Beispiel dafür wie weit auseinender 
Politik/Profit/Wirtschaft und Physik/Vernunft liegen. Denn ökologisch 
betrachtet wäre es sinnvoller wenn Energie zu jeder Zeit und in jeder 
Form immer die gleichen Kosten hätte und immer im vollem Umfang 
verfügbar wäre.

Sparen tut man mit einem Warmwasserboiler also nur finanziell und nicht 
energetisch.

Gruß Hagen

Autor: Kühlanlagentechniker (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vor 30 Jahren habe ich die außen liegenden Kühlschlangen meiner 
Kühltruhe in einen kleinen (50 Liter) Warmwasserspeicher eingebaut. 
Dieser Speicher war vor dem Einlauf in den Hauptspeicher angeordnet.

Diese 50 Liter erreichten ohne Wasserverbrauch immer etwas mehr als 40°C 
innerhalb von 24h, ansonsten zwischen 25°C und 30°C.

Diese Energie wurde effektiv gespart, meine Kühltruhe war eine 
Wärmepumpe. Sogar der Stromverbrauch war etwa 10% niedriger.

Nach drei Jahren gab’s ein Rostproblem, so dass ich meinen "Vorboiler" 
abbauen musste.

Auf Angebote an Kühlschrankhersteller erhielt ich keine Antwort, von 
drei Heizungsherstellern hat nur einer mit "entspricht nicht unserer 
Firmenphilosophie" geantwortet.

Möglicherweise ist dieses Konzept bei den heutigen Energiekosten wieder 
interessant.

Autor: Joachim Haberer (joderbaer)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Hagen Re:
Genau das ist der Punkt. "Energie sparen" kann man nur durch Nichtheizen 
bzw. Temperatur absenken. "Geld sparen" kann man nur durch geschicktes 
Ausnutzen des billigeren Nachttarifs.
Ich habe mich an Vaillant gewandt, und dort ein gutes Gespräch mit einem 
Ingenieur geführt (insofern Hut ab für guten Service).
Der Wärmeverlust des Boilers ist tatsächlich minimal, bei 300 Litern mit 
80 Grad C sind es 4,5 Grad in 24 Stunden! Insofern würde "Durchheizen" 
einen Verbrauch von etwa 9 EUR im Monat bedeuten... Peanuts wenn man 
sieht, was die Elektrozentralheizung (ich muß anmerken, das Haus ist 
gemietet ;-) ) an Verbrauch hat.
Die Idee von Vaillant war: Schütz mit Zeitsteuerung davor, und morgens 
von 0200 bis 0600 aufheizen, und dann auslassen. Das persönliche 
Nutzungsprofil entscheidet dann, ob man abends noch warmes Wasser hat 
8-))
So spart man zwar am Ende keine "Energie", aber immerhin etwas Geld, 
weil das Aufheizen in den Nachttarif fällt.
Vielen Dank für alle Antworten hier!
Gruß
Joachim

Autor: TTL (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Na das wäre dann ja etwas für eine selbstlernende Steuerung :-)

Diese analysiert über z.B. eine Woche den Temperaturverbrauch im 
Speicher. In der ersten Woche lädt die Steuerung den Speicher zw. 2:00 
Uhr und 6:00 Uhr zu 100% voll (welche Temperatur was auch immer 100% 
sein soll). In dieser Woche analysiert die Steuerung wieviel Temperatur 
am Tagesende (letzte Nutzung) noch im Speicher ist und vergleicht diese 
mit einer vorgegebenen Minimum-Soll-Temperatur. Ist die Ist-Temperatur 
höher als die Soll-Temperatur wird in der nächsten Woche entsprechend 
weniger aufgeladen. Somit kann man sich dem Optimum annähren.

Wichtig für die Steuerung wäre eben das Nutzungsverhalten, also ob z.B. 
jeder Wochentag in etwa identisch ist und ob z.B. jede Woche identisch 
ist. Mit etwas Aufwand könnte die Steuerung das Nutzungsverhalten auch 
lernen und sozusagen eine Vorhersage für den Verbrauch des folgenden 
Tages abgeben (inkl. Jahreszeit, Feiertage, usw.) - ein nettes Projekt 
:-)

Das ganze geht halt schief wenn mal etwas unvorhergesehenes passiert, 
z.B. wenn die Kinderreiche Verwandtschaft zum unangemeldet Besuch kommt 
und alle Kinder duschen müssen, da sie auf dem Spielplatz in ein 
Schlamloch gefallen sind.....

Deshalb ist ein Durchlauferhitzer ideal, mal abgesehen vom Strom an sich 
und vom Nachtstromtarif im besonderen.

Ein Kombi wäre ja auch denkbar: Im Speicher nur das vorhalten, was 
üblicherweise benötigt wird und bei Bedarf per Durchlauferhitzer 
nachheizen. Aber der zusätzliche Durchlauferhitzer wird vermutlich 
wirtschaftlich sich nie rechnen...

Blödes Geld...

Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aber mit dem Sparen nicht übertreiben, daß zumindest 50 Grad Temperatur
erreicht werden, z.B. weil wenig Wasser entnommen wird (3-4 Tage Urlaub)
und beim Nachhausekommen sich reichlich Bakterien im Wasser befinden,
für die nächste Woche.
Die 4-5 Grad Wärmeverlust sind ja vom Kessel wenn nichts entnommen wird.
Das ist höher, wenn durch Entnahme neues Kaltwasser dazukommt.
Das lässt einen neuen Denkansatz zu. Da die Erwärmung im unteren 
Temperaturbereich unwirtschaftlicher ist als im höheren 
Temperaturbereich
könnte man die unterschiedlichen Wassertemperaturen auch mischen, bzw
ein Pumpe einbauen, wenn von einem Konvektionsbetreibenen System 
ausgegangen wird und das Heiße Wasser erhitzen und dem kalten 
Schichtwasser zuführen.

Autor: lrlr (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Blödes Geld...

ja, das ist "oft" das Problem, dass sich Sachen die "energie sparen" oft 
erst in  20 jahren rechnen (oder gar nicht) weil zwischenzeitlich was 
passiert.. was sonst nicht passieren würde..

siehe z.b. die "kuriose" idee von  Kühlanlagentechniker ..
(rost usw.)

selbiges gilt für praktisch alles (regenwassertank, intelligente 
"hocheffiziente" pumpen, teilweise auch für thermische solaranlagen, ..) 
oft so teuer, dass sie die paar euro an energieeinsparung nicht 
rechnen..


nochmal zum  Kühlanlagentechniker ..


>Möglicherweise ist dieses Konzept bei den heutigen Energiekosten wieder
>interessant.

nein

a) energiekosten (strom) waren vor 30 Jahren NICHT (wesentlich) höher 
als jetzt (http://infografik.ea-nrw.de/graph_bild/graph_PFD002.jpeg)

b) im Gegensatz dazu braucht ein Kühlschrank aber wesentlich weniger 
Energie als früher..

c) wenn, sowieso nur im sommer sinnvoll

d) im sommer auch nicht, wenn man eine solaranlage hat..

Autor: Robert L. (lrlr)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
zu a)
NICHT (wesentlich) niedriger

wollte ich natürlich schreiben..

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Diagramm a ist Blödsinn! Es bezieht sich auf absolute Geldbeträge, 
die durch einen Faktor kommend aus der 'Inflationsbereinigung' 
relativiert werden. Das nennt man in der Schule TEILEN und RELATIV!

Würde man nun das Diagramm durch das Haushaltseinkommen teilen, wäre es 
sinnvoll.
Und am Ende zählt ob am Monatsersten was übrig blieb. Das ist ein 
absoluter Betrag! Wird maßgeblich durch die anderen Ausgaben bestimmt.

Wo sind also die ganzen anderen Diagramme für Auto, Steuern, usw.??

Wo ist die Spaltung der Gesellschaft in reich und arm?

Dann können wir da weiterreden, obs früher wirklich genauso gut oder 
besser war.

Aber das nur so weils dazu paßte.


Was hier noch nicht erwähnt wurde: Die Installation altert durch 
Temperaturänderungen recht heftig.

Autor: Robert L. (lrlr)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
was wirst denn gleich so "aggressiv" ?


>Das Diagramm a ist Blödsinn!

nein, es ist einfach nur das was es ist .. inflationsbereinigter 
Strompreis.... (besser wäre vielleicht das ganze in prozent anzugeben, 
so ähnlich wie
http://www.propellets.at/images/content/pdfs/201010_ppi.pdf
nur unterschied macht das keinen ob man jetzt prozent/index/absolut

wie z.b.
http://www.propellets.at/images/content/pdfs/20101...

man sieht jedenfalls dass der strompreis halt relativ konstant bei 100% 
ist.. und nicht "die energiekosten sind heute SOO viel teurer".. wie von 
Kühlanlagentechniker  behauptet



>Haushaltseinkommen

ja, DAS wäre jetzt allerdings interessant: hast leicht einen Vergleich 
Inflation vs.  durschn. Haushaltseinkommen der letzen 30 jahre?

ich behaupte jetzt mal dass das durchschnr. Haushaltseinkommen von 1980 
bis 200x (wesentlich) mehr gestiegen ist als die Inflation (die letzten 
paar Jahre hat es sie vermutlich wieder etwas "korrigiert" aber 
insgesamt sicher bei 110%...


>Und am Ende zählt ob am Monatsersten was übrig blieb. Das ist ein
>absoluter Betrag! Wird maßgeblich durch die anderen Ausgaben bestimmt.
>Wo sind also die ganzen anderen Diagramme für Auto, Steuern, usw.??
>Wo ist die Spaltung der Gesellschaft in reich und arm?

ok JETZT wirds "undurchsichtig":

ein aktueller kühlschrank braucht 200 kwh/jahr
nachdem das ganze nur im sommer Sinn macht also 100kwh die man spart
in STROM gerechnet 20€
(wenn man warmwasser z.b. mit pellets erzeugt vielleicht 5-10€ im jahr)

egal wie arm oder reich man ist, es sind 10€



und weils dazu passt:

1996  war Benzin und Dieseltreibstoff  in der Europäischen Union 
inflationsbereinigt rund 20 Prozent billiger als Anfang der 80er Jahre

noch ein nachtrag:
hier ein paar Grafiken relativ zum Jahreseinkommen

http://www.von-der-forst-und-kollegen.de/index.htm...

Autor: Konstantpreishahaha (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Blätter, blätter, ahh, daa...
Saisonal/Tarif-bedingte Preise eines Anbieters im Main-Taunus-Kreis:

Strom 1983:        Arbeitspreis            Grundpreis
      17,2Pfennig    160/202 DM              55/66 DM

Strom 2008:
      14,65 Cent     69/400 Euro             72/72 Euro


Ohh, was sagt  Robert L. dazu?

Autor: Robert L. (lrlr)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Ohh, was sagt  Robert L. dazu?


du bestätigst damit, dass was ich geschrieben habe..

für eine Wurstsemmel hat man damals 10kwh bekommen
und heute bekommt man für eine Wurstsemmel immer noch 10kwh
;-)

Autor: Jay B. (jay_)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
hi,

für eine wurstsemmel hätte 1983 KEINER 1,70dm bezahlt!
eine doppel"semmel" hat damals 15 pfennig gekostet. mit 2 scheiben wurst 
maximal 70pfennig!
es hätte sich auch 2001 noch kein kneipenwirt gewagt, 5,06dm (2,60e) für 
ein 0,25l glas bier zu verlangen (das kneipensterben ist also m.e. eher 
der gier der wirte, als dem rauchverbot zuzuschreiben)!

der strompreis 1970 rum war 6-7pf. das lehrgeld um die 280dm.
der strompreis 1980 rum war 12-14pf. das lehrgeld um die 350dm.
der strompreis ende der 90er war 18-22pf. das lehrgeld um die 500dm.
seit der euroumstellung bis heute ist der strompreis auf das doppelte 
gestiegen!
also auf heute: 24.41ct (47,74pf)! die ausbildungsvergütung im selben 
lehrberuf ist heute 370€ (723,66dm).

wenn ich da also einfach das verhältnis verfügbares geld gegen 
strompreis rechne, komme ich definitiv NICHT auf dieselben stromkosten!

1970 hätte ich für mein lehrgeld 4000kwh gekriegt.
1980 wären es 2500
1898 waren es 2272
heute sind es grad mal noch 1541kwh.

das ist für mich definitiv KEIN gleichbleibender strompreis.

jay

ps: das schlimme ist, dass jüngere leute solch 
gefakeden/schöngerechneten grafiken ungeprüft einfach glauben...

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Und nun die Preise für eine Kugel Eis...

Autor: lrlr (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Jay B.

(eigentlich ging es mir ums Prinzip, und nicht um +/- 10%)

der Energieverbrauch vom Kühlschrank hat sich in den 30 jahren ca. 
halbiert..
der Strompreis (der Meinung bin ich weiterhin) hat sich zwar 
verdoppelt.. (die Kaufkraft, Inflation, Bruttoeinkommen usw. aber 
auch..)



(wie gesagt, es geht auch nur um ein paar euro im jahr, die man sparen 
würde, .. im Vergleich zu einem (mehrere) 100€ Aufwand den man treiben 
müsste.. )

zu den zahlen:

> 1980  das lehrgeld um die 350dm.
>die ausbildungsvergütung im selben lehrberuf ist heute 370€

in allen zahlen die bisher genannt wurden, war in den letzten 30 jahren 
ca. 100% Steigerung


> mit 2 scheiben wurst
>maximal 70pfennig!

2 scheiben, das ist ja auch keine Wurstsemmel, ;-)


ich bestreite jetzt nicht, dass 1980 und 90 die Energie (strom) preise 
zu niedrig waren, ...
aber nicht in dem Ausmaß..


aber deine angaben sind (wesentlich) niedriger als die vom z.b. 
Konstantpreishahaha (woher kommen deine Strompreise ? )


schau mal die grafik auf z.b. seite 15 an
http://www.lukas-emele.de/cms/wp-content/uploads/2...

(das Ding ist nicht von mir, hab ich zufällig gefunden)

zitat:

Für den langen Zeitraum 1983 bis 2000 sind die Strompreise deutlich 
langsamer
gewachsen als die Bruttomonatsverdienste.
Im Jahr 2000 gab es eine Trendumkehr und die Kurve der Strompreise läuft
seither etwa parallel zum durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst

>ps: das schlimme ist, dass jüngere leute solch
>gefakeden/schöngerechneten grafiken ungeprüft einfach glauben...

also DEINE zahlen, glaub ich nicht ungeprüft... ;-)

Autor: Jay B. (jay_)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
hi,
lrlr schrieb:
>> mit 2 scheiben wurst
>>maximal 70pfennig!
>
> 2 scheiben, das ist ja auch keine Wurstsemmel, ;-)
mehr kriegt man aber heute nicht mehr für 1e70 :-)

> ich bestreite jetzt nicht, dass 1980 und 90 die Energie (strom) preise
> zu niedrig waren, ...
zu niedrig für wen? bist du energieversorger? :-)

> aber deine angaben sind (wesentlich) niedriger als die vom z.b.
> Konstantpreishahaha (woher kommen deine Strompreise ? )
die strompreise kommen aus dem "stadtwerke ordner" meiner mutter, bzw 
aus meinem.
die lehrgehälter stammen aus meiner lehre, der eines freundes und der 
eines meiner "lehrlinge" ;-)

> schau mal die grafik auf z.b. seite 15 an
wie überall gilt: traue keiner statistik, die du nicht selbst gefälscht 
hast :-)

>>ps: das schlimme ist, dass jüngere leute solch
>>gefakeden/schöngerechneten grafiken ungeprüft einfach glauben...
>
> also DEINE zahlen, glaub ich nicht ungeprüft... ;-)
musst du auch nicht... aber es sollte wenigstens mal ein hinweis kommen, 
dass gerade im internet viiiiel falsche info steht und man sich lieber 
echte infos aus seinen eigenen aufzeichnungen suchen sollte...

ansonsten habe ich hier allerdings auch noch genau 0 boiler, sondern 
alles auf dlh umgerüstet. den nachtstrom hab ich ebenfalls abgeschafft, 
da mein "24h gleicher preis" stromlieferant um 6!ct pro kwh billiger 
ist, als der tarif der stadtwerke und der unwesentlich geringere 
nachtstromtarif durch einen ungerechtfertigten 100% aufschlag für den 
doppeltarifzähler mehr als draufging...
ausgebaut hat man übrigens weder den doppeltarifzähler, noch den 
rundsteuerempfänger. ich zahl eben nur die "grundgebühren" dafür nicht 
mehr...

jay

Autor: lrlr (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
soweit bin ich eh deiner Meinung

Nachtstrom rentiert sich meist nicht (mehr)

e-Boiler auf Durchlauferhitzer umrüsten ist sicher sinnvoll,wenn man 
keine andere Möglichkeit hat (z.b. solar/wämepumpe/regenerativ usw.), 
der e-Boiler defekt ist, oder wegen der Salmonellen ;-)

jedenfalls besser als Geld in die "optimierung" des Boilers zu stecken..

Autor: Jay B. (jay_)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
der letzte boiler hatte einen leichten defekt. da hab ich statt der 
reparatur lieber einen gebrauchten, elektronischen dlh eingebaut.
solar ist leider blöd, da das haus mit giebeldach genau in ost/west 
richtung steht.also genau 0 dachflächen gen süden hat :-/
wp habe ich als luft/luft zum heizen in der übergangszeit.
für eine wohnung genügt das sogar komplett...

jay

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Im Jahr 2000 gab es eine Trendumkehr und die Kurve der Strompreise läuft
> seither etwa parallel zum durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst

Falsch.

Schau mal in Abbildung 3.2.

Dort ist deutlich erkennbar, daß die Strompreise seit 2000 fallen.

Aber nicht für dich und mich.

Sondern für die "guten Kunden", die Kunden, die so groß sind, daß man 
sich um deren Weggang Gedanken machen muß.

Seit Freigabe der Strompreise geht die Schere zwischen Industriestrom um 
Privatstrom immer weiter auseinander. Da vorher der Preisunterschied 
technisch begründet war (weniger Aufwand, Mittelstromnetz, 
Blindstromkompensation) und sich an diesen technischen Voraussetzungen 
nichts verändert hat, MWSt und EEG aber für beide Kunden gleich 
abfallen, gibt es nur eine Eklräung:

Heute subventioniert die Horde der dummen Privatkunden den Strom für die 
Grosskunden.

Weil es so viel einfacher ist, im Oligopol den Strompreis für die 
Privatkunden mal wieder zu erhöhen, als bei Bieterwettbewerb um 
Grosskunden mal NICHT unter den eigenen Gestehungskosten zu gehen.

Und wir, die Privatkunden, lassen das alle mit uns machen.

Schöne neue neoliberale Abzockerwelt.

Und das, obwohl du schon heute aus deinem Steuergeldern Millionen 
zahlst:
Stromsteuerbegünstigung 2100 (alles Bund) meist Landwirte
Begünstigung von der Stromsteuer besonders belasteter Unternehmen 1800 
z.B. Alu-Werke (alles Bund)
Kraft-Wärme-Kopplung 2000 (alles Bund) ZUschuss an Grosskraftwerke

dagegen nehmen sich die 468 für EEG vernachlässigbar aus.


Kein Wunder, wenn arm immer ärmer wird und reich immer reicher.
Solange der Michel eingelullt vor dem Fernseher sitzt....

Beitrag #4432469 wurde von einem Moderator gelöscht.
Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.