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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Überspannungsschutz für Autoradio


Autor: Manuel M. (tweek)
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Hallo!

Habe leider ein wenig Probleme in meinem Oldtimer ein Autoradio 
vernünftig zum laufen zu bekommen. Mittlerweile sind ihm schon drei 
Autoradios zum Opfer gefallen.

Da ich nun Überspannung nicht ausschließe, wollte ich Fragen wie ich 
diese am besten vom Autoradio fern halten könnte. Zener Diode habe ich 
bereits gedacht, diese ist doch soweit ich weiß zu Träge oder?

Danke für die Hilfe!

Mfg

Autor: mhh (Gast)
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Zu träge eher nicht, es geht um die umgesetzte Leistung in ihr beim 
Ansprechen. Eine dicke Drossel und ein großer Elko könnten schon helfen. 
Dann noch eine Überspannungsschutzdiode zum Elko parallel.

http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=A46;GROUPID...


12V ----- Drossel --------- Autoradio
                     |
              Elko 4700 µF||Diode
                     |
                   Masse

Autor: frankman (Gast)
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Autor: frankman (Gast)
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--> mhh, das solltest Du mal simulieren! Da bringt keinen ausreichenden 
Schutz vor Transienten, wie sie im Auto entstehen können.

Autor: Robert (Gast)
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Nur mal so am Rande; sollte der Radio-Hersteller nicht eine 
entsprechende Schaltung verbaut haben? Oder sind die Peaks bei Oldtimern 
zu groß?

Autor: Manuel M. (tweek)
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Robert schrieb:
> Nur mal so am Rande; sollte der Radio-Hersteller nicht eine
> entsprechende Schaltung verbaut haben? Oder sind die Peaks bei Oldtimern
> zu groß?

Da hast du eigentlich recht, nur denke ich mir das bei den sogenannten 
"günstig" Radios so wie ich eines verbaut habe, dies sicher nicht so 
qualitativ ausgelegt sein wird.

Mfg

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hast du die Bordnetzspannung an deinen Oldtimer mal oszillografiert? 
auch bei laufenden Motor?

gab es nicht früher auch mal 6 Volt Bordnetz? Und gab es nicht früher 
auch mal Autos mit + an Masse? Haben die heutigen Autoradios nicht alle 
12V und - an Masse?. Vielleicht solltest du diese Fragen mal überprüfen.

Autoradios müssen auch in heutigen KFZ eine Menge an Transienten 
wegstecken können. Sie sollten darauf ausgelegt sein.

Ralph Berres

Autor: Fuerst-Rene (Gast)
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Hi Ralph

Ich habe des öfteren mit diesem "Problem" zu kämpfen.
Ich baue immer ne eigene Schaltung ein, die Etwas Komplexer ist.
Für dich dürfte aber die "Starter" Variante erstmal reichen:
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=IC4;GROUPID...
(KFZ-HIFI F10 :: HAMA Hochleistungs-Entstörfilter, 10 Amp)

Autor: Olaf (Gast)
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Er sollte vielleicht erstmal erzaehlen was es fuer ein Oldtimer ist.

Ich wuerde eigentlich erwarten das die Stoerungen auf dem Bordnetz bei 
einem Auto aus den 70er oder 80er geringer sind als bei einem modernen 
Wagen. Und auf jedenfall sollten die Radios damit klarkommen.

Bei aelteren Autos kann es in der Tat sein das die 6V hatten. Es gab 
aber auch damals schon Kisten die aus 6V dann 12V gemacht habe. Mein Opa 
hatte zum Beispiel soetwas mit einem fetten Germaniumtransitor als 
Schaltregler. Gab es wohl mal von Blaupunkt. Wenn soetwas verbaut ist 
dann koennte ich mir vorstellen das da mittlerweile eine recht 
abenteuerliche Spannung rauskommt weil der Ausgangselko dahingegangen 
ist.

Olaf

Autor: Klaus Ra. (klara)
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Hallo Manuel,
schau mal bei Reichelt unter Dioden -> Überspannungsschutzdioden. Eine 
Kombination Drossel + Elko + Überspannungsschutzdiode sollte genügen. 
Wenn Du ganz sicher sein willst, hol Dir für ein paar Euro ein 
Schaltnetzteil.
Gruss Klaus.

Autor: Manuel M. (tweek)
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Hallo!

Danke für die vielen Antworten.
Es handelt sich dabei um einen Käfer mit 12V Boardspannung, also nicht 
6V.

Naja die Frage ist ja ob das Problem eventuell an den qualitativ miesen 
Autoradios liegt die ich verwende und nicht an der Boardspannung.

Da ich mir jetzt aber einen besseren kaufen will, will ich einfach zur 
Sicherheit vorsorgen nicht das mir der wieder hoch geht.

Mfg

Autor: Tim S. (freak_ts) Benutzerseite
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Ein Kumpel hatte das gleiche Problem, durch einen kleinen 
Übergangs-Widerstand zwischen Batterie-Anschlussklemme und Kabel. War 
auch ein älteres Auto. Nur durch zufall gefunden, weils schon gedampft 
hat ;-)

Lichtmaschine hat böse Spannungspitzen im Boardnetz erzeugt, weil die 
nicht "sauber" in die Batterie abgeleitet wurden! Das Boardnetz hatte da 
auch Überspannung bei laufendem Motor!

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Tim S. schrieb:
> Lichtmaschine hat böse Spannungspitzen im Boardnetz erzeugt, weil die
> nicht "sauber" in die Batterie abgeleitet wurden! Das Boardnetz hatte da
> auch Überspannung bei laufendem Motor!


Das ist doch AFAIK völlig normal.

Autor: Tim S. (freak_ts) Benutzerseite
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Simon K. schrieb:
> Das ist doch AFAIK völlig normal.

~16-18V normal???

'Naja, Reinigen der Kontakte hat jedenfalls geholfen!

Das ist auch oft der Grund, wenn am Moped oä. immer wieder die Lampen 
kaputt gehen!

gruß

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Tim S. schrieb:
> Lichtmaschine hat böse Spannungspitzen im Boardnetz erzeugt, weil die
> nicht "sauber" in die Batterie abgeleitet wurden! Das Boardnetz hatte da
> auch Überspannung bei laufendem Motor!

Ein kleines bischen Horrorshow:

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Tim S. schrieb:
> Simon K. schrieb:
>> Das ist doch AFAIK völlig normal.
>
> ~16-18V normal???
>
> 'Naja, Reinigen der Kontakte hat jedenfalls geholfen!
>
> Das ist auch oft der Grund, wenn am Moped oä. immer wieder die Lampen
> kaputt gehen!

Stell dir vor, die Elektronik muss für bestimmte Zeit sogar 24V 
aushalten...

Autor: Tim S. (freak_ts) Benutzerseite
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Simon K. schrieb:
> Stell dir vor, die Elektronik muss für bestimmte Zeit sogar 24V
> aushalten...

vorgestellt

Diese
> ~16-18V ...
waren bei diesem Auto allerdings permanent im Boardnetz, jo ganz
> normal???

Das mit dem Widerstand war ja nur ne idde, sorry! Hätte ja sein können, 
dass andere den logischen zusammenhang auch erkennen! - besonders beim 
Oldtimer! Soll ich dazu lieber "kalte lötstelle" sagen, damit es klarer 
wird?

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Richte dich halt darauf ein das dein Oldtimer das Bordnetz verseucht,
ob jetzt aus der Kontaktzündanlage oder den Relaisen ist eigentlich 
egal.
Das war nen alter Käfer oder? Der hat als maximal Elektronik eine 
Z-Diode in Reihe mit einer Lampe (Sofitte, ja wirklich) damit die 
Benzinuhr nicht
gnadenlos lügt.

Autor: Tim S. (freak_ts) Benutzerseite
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Tim S. schrieb:
> Diese
>> ~16-18V ...
> waren bei diesem Auto allerdings permanent im Boardnetz, jo ganz
>> normal???

"permanent" bezog sich dabei auf den "Laufenden Motor" im Leerlauf / 
Stand-Gas. Das ist natürlich noch ordentlich gewachsen, sobald man etwas 
mehr Drehzahl hatte.!

@ Manuel M.:
Einfach mal messen !

Gruß

Autor: Tim S. (freak_ts) Benutzerseite
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Tim S. schrieb:
> @ Manuel M.:
> Einfach mal messen !

Wer misst, misst Mist... Bestimmt kommst du aber selber klar. Falls 
nicht, dann ist die einfachste Methode:

Multimeter greifen,
Motorhaube auf machen,
Motor einschalten,
und die Spannung am Boradnetz Messen, z.B am Zigarettenanzünder, 
Autoradio-Anschluss, etc. - Wert merken!
Danach die Spannung DIREKT an den beiden Batterie-Polen messen - 
vergleichen!!
Differenz????

Nein: Kein Übergangs-Widerstand - Bordnetz wirklich verseucht!

Differenz vorhanden?: Fehler finden!

undzwar:
Eine Mess-Spitze direkt auf ein Pol der Batterie z.B. ans Minus legen,
andere Mess-Spitze dann z.B. an den Autoradio-Anschluss ans Minus.
Das gleiche beim Plus Pol!
Wenn du bei einer dieser Messungen eine starke Spannungsdifferenz misst, 
dann ist wirklich ein Widerstand irgendwo vorhanden!
Dann müsstest du die einzelnen Klemmstellen prüfen!

Du kannst auch gleich ab
> "Fehler finden! undzwar:"
anfangen zu messen.

Natürlich kannst du an anderen Mess-Punkten auch die Ohm messen, aber 
dann am besten mit einem Multimeter, was auch in "unter Spannung 
stehenden Schaltungen" eingesetzt werden kann. "in circuit resistance"

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Achja, nebenbei hast du warscheinlich in der Karre noch den
Gleichstromgenerator mit seinem  elektromechanischen Regler.
Viel Spass damit...

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