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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVRisp MKII nach Kurzschluss am ISP tot


Autor: Jochen .. (nevtag)
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Hi

habe gerade meinen AVRisp mkII abgeschossen.
Durch einen Kurzschluss am ISP Port, zwischen Reset und GND.
Ich wollte gerade high-voltage serial programming machen.

Der AVRisp hat kurz geknispert, danach war die ISP LED aus.
Jetzt wird der MKII nicht mehr erkannt und LEDs bleiben aus.

Frage ist jetzt, welche Chips sind hin und hatte das Problem vielleicht 
schon mal einer von euch, wäre ja hilfreich.

Gruss
Jochen

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Jochen H. schrieb:
> Ich wollte gerade high-voltage serial programming machen.

Mit einem AVR-ISP mkII? Der ist doch dafür gar nicht gebaut! Da wird 
wohl der SEPIC-Regler abgedampft sein, ein kleiner quadratischer 
Baustein in der Nähe der USB-Buchse. Ohne Heißluftgerät ist ein Wechsel 
des Bausteins relativ aussichtslos. Kaufen kann man den Regler bei 
Farnell.

Autor: Jochen .. (nevtag)
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Hi Knut,

danke für die Antwort.

Ja, die Erkenntnis hab ich ja nun auch gewonnen.

BDR 83K JB JN steht auf dem Baustein, googeln hat nichts brauchbares 
geliefert. Bei Farnell finde ich zwar SEPIC-Regler, aber nichts 
passendes.

Ich werde mal die Spannungen auf dem Board messen.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Moin,
für das STK500 findet man den Schaltplan in der AVRStudio. Vielleicht ja 
auch den des AVRISP mkII...

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Jochen H. schrieb:
> Ich wollte gerade high-voltage serial programming machen.

Wie soll denn das gehen, diesen Modus kannst Du doch garnicht auswählen.

> Der AVRisp hat kurz geknispert, danach war die ISP LED aus.

Wie hast Du denn das geschafft?

Hast Du etwa dem armen AVRisp 12V übergebraten?
Dann kommt es darauf an, wie kräftig die 12V waren.
Ein PC-Netzteil oder ne Autobatterie sollten 100% Zerstörung bewirken.

Eine Strombegrenzung auf 1..10mA sollte aber alles überlebt haben, mehr 
wird zum high-voltage serial programming ja nicht benötigt (außer 
natürlich der andere Anschluß und andere Algorithmus).


Ich finde die AVR-Tools und Datenblätter ziemlich idiotensicher.
Man muß sie eben nur mal lesen, d.h. die entsprechenden Abschnitte, wie 
z.B. "17.7 High-Voltage Serial Programming".


Peter

Autor: Martin e. C. (eduardo)
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Peter Dannegger schrieb:
> Ich finde die AVR-Tools und Datenblätter ziemlich idiotensicher.

Manche Hardware auch nun haben die mal eine Grenze! nämlich wollte ich 
vor paar Tage ein Atmega 16 ansprechen (ist in eine Platine eingelötet), 
ISP Pins habe ich gefunden und sorgfähig den AVRISPmkII angeschlossen 
und etwa 20 mal gepruft ob alles richtig verbunden war, Saft drauf und 
nichts keine Kommunikation, Anschlusse des AVRISPmkII zum 21 Mal geprüft 
und waren 3 Pins falsch angeschlossen unter andere die 5V und GND, habe 
gleich gedacht SCH...! der Proger ist hinüber, alles dann noch mal 
RICHTIG angeschlossen und glücklicherweise lieft alles BESTENS ! also 
wie man hier in Deutschland sagt, "Schwein gehabt"

nun das Glück hat man ja nicht immer oder?

Gruß
Martin

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Jochen H. schrieb:
> BDR 83K JB JN steht auf dem Baustein, googeln hat nichts brauchbares
> geliefert. Bei Farnell finde ich zwar SEPIC-Regler, aber nichts
> passendes.

Es sollte sich dabei um den TPS61028 handeln:
http://www.ti.com/lit/gpn/tps61028

Autor: Jochen .. (nevtag)
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Na ja, Peter hat schon Recht, Ich Depp hät ja morgens noch mal ins 
Datenblatt schauen können statt die Nächtens schlaftrunken aufgenommene 
Info, ok am Reset müssen für HVP 12 Volt ran, aber nicht mehr jetzt.
Ich wollte mal eben fix einen Attiny45 für einen i2ctinyusb flashen und 
da das ja schon geklappt hatte, der allerdings nur als USB device 
erkannt wurde und nicht lief und ... aha! der muss mit HVP geprogt 
werden, na ja der Rest ist Geschichte.
Nun, und da es mein erster tiny45 war und nicht den Fokus des Handelns 
hatte sondern einfach nur ein Teil auf der Erweiterungsplatine für die 
Dockstar ist, ging das halt daneben.

Wie war das doch gleich noch "Aus Fehlern lernt man" zumindest ich ;-)
Der hier kostet nun 40 Euro.
Wenn wir mal alle so in unsere Vergangenheit zurückblicken, da kommt 
bestimmt so der eine oder andere Brutzler vor der vermeidbar gewesen 
wäre.

Wenn ich den neuen hab, werde ich die zwei mal vergleichen und auf 
Fehlersuche gehen.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Wenn der kleine quadratische Chip neben der USB-Buchse und neben der 
Spule beim Anstecken des mkII an den USB gleich heiß wird, dann ist dies 
der Fehler und der Baustein muß gewechselt werden. Wenn nicht, oder wenn 
ein anderer Baustein heiß wird, dann liegt der Fehler eben dort. Das 
Problem ist eigentlich recht einfach mit der Nase zu finden. Eventuell 
ist auch ein Tantal hochgegangen, der hat dann u.U. Null Ohm. Vielleicht 
ist auch irgendwo ein Brandfleck oder ein Stück verfärbte Platine zu 
sehen. Ich würde auf jeden Fall aufpassen mit dem Computer, so ein 
Kurzer auf USB ist für das Mainboard nicht gesund. Besser mal einen Hub 
mit eigener Versorgung zwischenschalten.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Zur Info: Der Spannungsregler geht wohl schon mal kaputt. Bei mir ist er 
letztens auch gestorben, dabei war der Programmer nur am USB 
angeschlossen und an sonst nichts. Ich war gerade ein Spiel am Zocken 
und hab nur gemerkt, wie die Maus + Tastatur regelmäßig ausgegangen sind 
und wieder initialisiert wurden. Hat ein bisschen gedauert, bis ich 
darauf gekommen bin, dass der AVR ISP mkII schuld ist.
Es hängen ca. 3m USB Kabel dazwischen, eventuell gabs da irgendwo ein 
Spike oder so, der den Spannungsregler gekillt hat.
Der wird in der Tat sehr heiß (Hab den Fühl-Test mit dem Finger gemacht 
und mir erst mal eine Brandblase geholt ;-) sehr unangenehm).


Kennt jemand jemanden, der jemanden kennt, der den Chip tauschen könnte? 
Dann könnte ich den AVR ISP mkII wieder in Betrieb nehmen.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Simon K. schrieb:
> Es hängen ca. 3m USB Kabel dazwischen, eventuell gabs da irgendwo ein
> Spike oder so, der den Spannungsregler gekillt hat.

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, dass man USB-Geräte, die sich ihren 
Strom vom USB gönnen, mit dicken und kurzen USB-Verlängerungen 
anschließt. Vorzugsweise mit den mitgelieferten entweder direkt am 
Rechner oder an einem gespeisten Hub. Das Problem ist, dass die internen 
Regler (Step-Up) versuchen, auf die 5V zu regeln und wenn dann nur noch 
3V ankommen, brauchen sie so viel Dampf dazu, dass sie den Hitzetod 
sterben. Statik oder Spikes sind noch ein anderes Thema.

Simon K. schrieb:
> Kennt jemand jemanden, der jemanden kennt, der den Chip tauschen könnte?
> Dann könnte ich den AVR ISP mkII wieder in Betrieb nehmen.

Ja. Da kenne ich in der Tat jemanden ;-). Material und Porto und ein 
ganz klein wenig Machelohn wirst du aber aufbringen müssen :-P

Simon K. schrieb:
> Hab den Fühl-Test mit dem Finger gemacht
> und mir erst mal eine Brandblase geholt ;-) sehr unangenehm

Das gehört in der Branche dazu. Lötkolben ist heißer!

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Knut Ballhause schrieb:
> Simon K. schrieb:
>> Es hängen ca. 3m USB Kabel dazwischen, eventuell gabs da irgendwo ein
>> Spike oder so, der den Spannungsregler gekillt hat.
>
> Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, dass man USB-Geräte, die sich ihren
> Strom vom USB gönnen, mit dicken und kurzen USB-Verlängerungen
> anschließt. Vorzugsweise mit den mitgelieferten entweder direkt am
> Rechner oder an einem gespeisten Hub. Das Problem ist, dass die internen
> Regler (Step-Up) versuchen, auf die 5V zu regeln und wenn dann nur noch
> 3V ankommen, brauchen sie so viel Dampf dazu, dass sie den Hitzetod
> sterben. Statik oder Spikes sind noch ein anderes Thema.

Hm. Interessant. Dann nehm ich wohl mal ein kürzeres Kabel. ;-) Der Witz 
daran ist, dass das gar nicht so lang sein muss. Aber es lag halt 
unbenutzt rum.

> Simon K. schrieb:
>> Kennt jemand jemanden, der jemanden kennt, der den Chip tauschen könnte?
>> Dann könnte ich den AVR ISP mkII wieder in Betrieb nehmen.
>
> Ja. Da kenne ich in der Tat jemanden ;-). Material und Porto und ein
> ganz klein wenig Machelohn wirst du aber aufbringen müssen :-P
Alles klar. Dann werd ich mal schauen ob ich den Chip irgendwo an der FH 
mitbestellen kann. Ansonsten sind die Portokosten ja höher als 
Materialwert.
Trinkgeld und Porto sind natürlich kein Problem. Ich werde dann bei 
Gelegenheit mal auf dich zurückkommen ;-)

> Simon K. schrieb:
>> Hab den Fühl-Test mit dem Finger gemacht
>> und mir erst mal eine Brandblase geholt ;-) sehr unangenehm
>
> Das gehört in der Branche dazu. Lötkolben ist heißer!
Wohl wahr!

Autor: Karl (Gast)
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Hallo,

Jochen .. schrieb:
> Frage ist jetzt, welche Chips sind hin und hatte das Problem vielleicht
> schon mal einer von euch, wäre ja hilfreich.

Ich schätze der ESD-Chip am ISP-Port ist hinüber und erzeugt jetzt einen 
kurzen der zu viel Strom verbrät und dein USB-Port den nicht erkennen 
kann. Hatte ich schonmal. Schau mal bitte ob der Chip Warm wird (ist ein 
ganz kleiner Käfer) neben dem ISP-Stecker.

Direkt danach kommt der Bustreiber, da hat es mir mal den Reset-Port 
zerlegt und die CPU hing immer im Reset, ich konnte programmieren, aber 
das Ding lief halt nicht los.

Ich werde mir jetzt einen kleinen Adapter bauen der auf allen Leitungen 
einen angemessenen Serienwiderstand einfügt. Somit sollte sich der Strom 
an den Ports bei Kurzschluss/whatever in Grenzen halten und der 
Programmer könnte überleben.


Grüße.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Simon K. schrieb:
> Ich werde dann bei
> Gelegenheit mal auf dich zurückkommen ;-)

Bin hier im Forum regelmäßig unterwegs ;-), schrei einfach durch...

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