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Forum: Platinen Dachbodenfund


Autor: Platinenmann (Gast)
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Hallo liebe Elektronikbegeisterte

Ich habe gestern beim Ausmisten einen großen Stapel (bestimmt 20 Stück) 
mit verschiedenen Platinen gefunden. (alle so ca. 1m*1m mit 0,5 mm, 1mm, 
1,5mm Dicke; 18 und 35 µ Kupferbeschichtung und teilweise mit Fotofilm)

Ich könnte mir vorstellen, dass die da schon so seit 5-10 Jahren liegen.

Glaubt ihr man kriegt dafür bei Ebay oder auch hier noch Geld für?

Würde mich sehr über Hilfe freuen :)

Lg
Platinenmann

Autor: David .. (david1)
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Die Fototbeschichteten kannste wahrscheinlich vergessen. Also die 
Fototschicht aber mit Aceton sind das wieder ganz normale Platinen.

Die anderen werden auch nicht schlecht, da ist vlt die Kupferschich 
bischen oxidiert aber das behebt man in paar Minuten mit nem Poliblock.

Spricht also nix dagegen die zu verkaufen, allerdings alle nur als 
Fotofreies Basis-Material.

Autor: Platinenmann (Gast)
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danke erstmal für die Antwort :)

Was glaubst du/ihr denn, wie viel man dafür noch kriegen könnte?

Autor: David .. (david1)
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Also ne 1qm Platte is jetz nich soo wenig.

Schau dochmal bei den üblichen verdächtigen wie reichelt, farnell usw. 
was da sowas vergleichbares kostet.

Und zieh dann davon so 20-40% damits auch atraktiv wird.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Welches LP-Material ist es den? FR4?
Oder Pertinax - oder ein Mikrowellensubstrat??

Autor: Egon (Gast)
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>oder ein Mikrowellensubstrat??
wenn das man keine Panele von der alten Speisekammer ist :-)

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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In der Bucht ein paar einstellen und den Markt nach Angebot
und Nachfrage ab 1 Euro mal machen lassen. Man kann ja die
Fotobeschichteten belichten und sehen ob es noch geht.
Wenn nicht, dann kann man die wieder mit positiv 20
neu beschichten und hat dann auch gleich die Schutzfolie
um die wieder zu bekleben wenn der Lack
trocken ist und der Kleber noch haftet.
In der Bucht hat man dann auch gleich ein Foto davon
und kann es besser beurteilen.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Du könntest das hier als groben Anhaltspunkt nehmen und auf deine Menge
hochrechnen:

  http://www.pollin.de/shop/dt/MTQ4OTkxOTk-/Baueleme...

Die sind zwar nicht fotobeschichtet, aber nach 5 bis 10 Jahren funktio-
niert der Fotolack bei deinen sicher auch nicht mehr. Wenn jemand spezi-
ell an der großen zusammenhängenden Fläche der Platinen interessiert
ist, wird er sicher auch einen höheren Preis dafür zahlen. Da aber die
meisten Bastler nur begrenzten Bedarf an solch großen Platinen haben
werden und diese sich auch nur mit Aufwand belichten, ätzen und bohren
lassen, werden sie am Ende wohl eher zersägt werden.

Wie Leo vorgeschlagen hat, würde auch ich die Käufer über den Preis
entscheiden lassen. Außerdem würde ich nicht die kompletten 20m² am
Stück, sondern in kleineren Einheiten verkaufen.

Autor: ... (Gast)
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also ich hab hier noch mindestens 15 Jahre alte Bungard Leiterplatten 
mit Photoschicht, die funktioniert noch einwandfrei.

Autor: Olaf (Gast)
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Ich habe eine grosse schwarze Plastiktuete wo ich immer die
Reste reinwerfe wenn ich eine Platine mache.
Wenn ich dann mal eine kleine Platine mache dann nehme ich
halt immer so ein Reststueck.

Da sind Platinen von 0-20Jahre drin.

Grundsaetzlich kann man auch mit so altem Photolack arbeiten.
Das Problem ist da eher die Schutzschicht auf der Platine.
Bei manchen Typen bekommt man die nicht mehr ab, oder
es bleiben Reste.
Beim entwickeln kann es schonmal sein das die Platine nicht 10-20s
sondern 30s im Entwickler baden muss, aber das ist ja kein Problem.


Olaf

Autor: Mario K. (Gast)
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Bau dir doch einen Kondensator damit.

:o)

Autor: Norbert L. (norbert_l64) Benutzerseite
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Nee, man baut damit eine EMV-Testkabine.

Schmales Holzgerüst, Innenwände, Decke und Boden mit den Platten 
ausgelegt, alle Kanten lückenlos verlöten, die Türe auskleiden und mit 
gefiederten Lamellen Abdichten, usw.

Autor: Christian Berger (casandro) Flattr this
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Ja, aber für die niedrigen Frequenzen ist das Material wahrscheinlich zu 
dünn. :)

Die Anschlüsse zum Speckie natürlich an beiden Seiten mit Ferriten 
ausstatten.:)

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

... schrieb:
> also ich hab hier noch mindestens 15 Jahre alte Bungard Leiterplatten
> mit Photoschicht, die funktioniert noch einwandfrei.

Olaf schrieb:
> Ich habe eine grosse schwarze Plastiktuete wo ich immer die
> Reste reinwerfe wenn ich eine Platine mache.
> Wenn ich dann mal eine kleine Platine mache dann nehme ich
> halt immer so ein Reststueck.

> Da sind Platinen von 0-20Jahre drin.
>
> Grundsaetzlich kann man auch mit so altem Photolack arbeiten.
> Das Problem ist da eher die Schutzschicht auf der Platine.
> Bei manchen Typen bekommt man die nicht mehr ab, oder
> es bleiben Reste.
> Beim entwickeln kann es schonmal sein das die Platine nicht 10-20s
> sondern 30s im Entwickler baden muss, aber das ist ja kein Problem.

Mit alten Fotoschichten ist es halt so:
Sie können noch funktionieren... MÜSSEN aber nicht mehr funktionieren.
Wenn dann noch die Lagerbedingungen unbekannt bzw. ungünstig 
waren(Dachboden  -20C  bis +60C im Wechsel) sowie der Kaufzeitpunkt 
unbekannt ist wird es noch schlimmer. Und je größer die Fläche ist um so 
wahrscheinlicher ist es auch das selbst wenn die Schicht grundätzlich 
noch Funktionieren würde, durch die alterung sich die Specs des Lacks an 
verschiedenen Stellen unterschiedlich geändert haben. Also das die 
rechte Seite der Platine trotz absolut gleichmäßiger Ausleuchtung noch 
völlig unterbelichtet ist, während die linke Seite schon hoffnungslos 
überbelichtet ist. Das Kleberproblem das Olaf angesprochen hat kommt 
noch dazu.

Dazu kommt das sich die Fotolacke der verschiedenen Hersteller, ja sogar 
der gleichen Hersteller aus verschiedenen Jahren, teilweise erheblich in 
der nötigen Belichtungs- und entwicklungszeit unterscheiden. Jedes Stück 
müsste für sich erst vom Anwender ausgetestet werden usw. Das ist eine 
menge Mehrarbeit gegenüber dem gebündelten Neukauf eines MAterials 
bekannter Qualität aus einer Charge. Wenn ich das taxieren müsste das 
sich das für jemanden ernsthaft lohnt würde ich noch deutlich unter dem 
Preis für blanke Platinen liegen.

Daher würde ich den Wert der Platinen anhand von Vergleichen mit 
"blanken" Kupferkaschierten Platinen desselben Basismaterials 
überschlägig einstufen. Dürfte wegen der nötigen nachbearbeitung bei 50% 
des Neuwerts liegen falls nicht schon wie geschrieben ein 
"Seltenheitszuschlag" dazu kommt weil jemand diese Großen Stücke 
braucht. ISt es FR2 (Hartpapier) so wird der Gesamterlös eines Verkaufes 
eher noch im zweistelligen Bereich liegen. Bei FR4 (Epoxid) und 
geschickter Stückelung kann es mit ein wenig Glück dreistellig werden. 
ISt es ein Sondermaterial (Teflon, keramik, Metallkern usw.) kann es 
auch ERHEBLICH mehr einbringen.

Letztendlich sehe ich es aber genau so wie es hier vorgeschlagen wurde.

Biete erst einmal eine kleine Stückzahl bei Ebay ab einem Euro an schaue 
was dabei herauskommt. (Vlt. 2pcs a 1m2, einmal Fotobeschichtet, einmal 
nicht) schreibe aber dabei das die Fotoschicht schon älter ist und keine 
Funktionsgarantie mehr gegeben werden kann!
Dann sehe was dabei herauskommt.
Evtl. kannst du ja auch im Text anklingen lassen das du noch mehr hast, 
ggf. meldet sich dann ja ein Interessent an einem größeren Posten...

Am meisten ließe sich bei FR2 und FR4 Material aber wahrscheinlich dannn 
herausholen wenn du die Platten auf Normgröße zurechtschneiden würdest. 
(ganze und doppelte Eurokarte). Und das dann jeweils im Zehnerpack 
vertickst. Ist aber sehr trotzdem sehr Fraglich ob sich das lohnt, da es 
recht viel arbeit ist, die dann auch Präzise sein sollte und zumindest 
bei FR4 der Werkzeugverschleiss sehr hoch ist!

Gruß
Carsten...

BTW:
Wie zur Hölle kommen 20m^2 Leiterplattenrohlinge auf deinen Dachboden 
;-) ?

Autor: M. W. (hobbyloet)
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Platinenmann schrieb:

> Ich habe gestern beim Ausmisten einen großen Stapel (bestimmt 20 Stück)
> mit verschiedenen Platinen gefunden. (alle so ca. 1m*1m mit 0,5 mm, 1mm,
> 1,5mm Dicke; 18 und 35 µ Kupferbeschichtung und teilweise mit Fotofilm)

Davon nehme ich, 2 Stück in 1mm und 2 Stück in 1,5m Dicke.

Muss das nicht in den Markt rein?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Carsten Sch. schrieb:
> Also das die
> rechte Seite der Platine trotz absolut gleichmäßiger Ausleuchtung noch
> völlig unterbelichtet ist, während die linke Seite schon hoffnungslos
> überbelichtet ist.

Je dichter die gut angepreßte Filmvorlage ist, um so weniger 
problematisch ist das. Wenn man die Vorlage als Reprofilm hat und mit 
einem Vakuumbelichter arbeitet, kann man die maximal bemötigte 
Belichtungszeit nehmen und gut ists.

Autor: Hackes (Gast)
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Ich kann sagen, daß ich schon 15 Jahre altes Material damals (war noch 
aus der Lehre) erfolgreich belichten und ätzend konnte. War aber selbst 
überrascht, zugegeben!!!

Autor: Virus 744 (virus744)
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Hallo Platinenmann,

hast du auch 18u Material einseitig unbeschichtet?
Wenn ja, dann schick mir doch mal ein Bild davon an virus744@web.de

Gruß

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