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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Einsteigerwissen auffrischen


Autor: Einsteiger (Gast)
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Hallo zusammen,
um es kurz zu machen, ich habe Elektroinstallateur gelernt, meinen 
Techniker in Datenverarbeiung gemacht und dem ein Studium der 
Elektrotechnik Vertiefungsrichtung techn. Informatik abgeschlossen. 
Danach war ich während der "Wirtschaftskrise",ca. 1,5 Jahre im Ausland 
unterwegs, und habe da als Elektriker gearbeitet.
Nun bin ich seid kurzem wieder zurück in Deutschland und will im Bereich 
Embedded Systems Software erstellen. Ich hatte auch schon eine Stelle, 
die jedoch mit der Begründung der "schlechten analytischen Arbeitsweise" 
sowie "es sieht aus als würde ich was ich tue nicht selbst verstehen" 
gekündigt wurde.
Meine Frage: Welche Grundlagen muss für Euch ein Einsteiger haben / 
beherrschen und wie kann man diese Grundlagen auffrischen / nachholen?

Ich würde mich besonders um konstruktive Kritik freuen!

Danke!!!

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Ich glaube wir brauchen ein wenig mehr Hintergrundwissen was dort 
geschehen ist...

Also die Begruendung ist ja schon hammerhart... nicht analytisch 
arbeiten... Nach dem Studium sollte das schon gehen... das laesst sich 
nicht mal eben nachholen... Und dein Nichtverstehen...hmmm... Haben die 
vieleicht einen Berufserfahrenen gesucht? Eins musst du selber zugeben, 
berufserfahren als Ing bist du nicht...

Desweiteren glaube ich hast du so ziehmlich das Schlimmste gemacht was 
du haettest machen koennen, wieder als Elektriker gearbeitet... Selbst 
wenn du irgendwo als Ingenieur umsonst gearbeitet haettest... Wie ist es 
mit wieder ins Ausland gehen?

Autor: Huch (Gast)
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Ich lege da vielleicht zuviel Deiner Worte auf die Goldwaage, aber 
gerade die Zitate und die für Dich daraus folgende Frage könnten auf 
einen gewisse Grad an Berechtigung der Beurteilung hindeuten.

Die Fragmente
"schlechten analytischen Arbeitsweise"
"es sieht aus als würde ich was ich tue nicht selbst verstehen"

sind ja gerade keine Aussagen über Deine Kenntnisse, sondern welche über 
Deine Vorgehensweise bzw. Deine Fähigkeit Sachverhalte inhaltlich zu 
erfassen.

Du aber fragst:

>Meine Frage: Welche Grundlagen muss für Euch ein Einsteiger haben /
>beherrschen und wie kann man diese Grundlagen auffrischen / nachholen?

was man, zugegeben negativ, so deuten kann, das Du den Kern der obigen 
Aussagen nicht verstanden hast. Selbst wenn es eigentlich um Deine 
Kenntnisse gehen würde, so solltest Du als Ingenieur wissen, was eine 
Bibliothek ist bzw. Google, also wo man seine Kenntnisse nachholen kann.

Ich will, wie oben angemerkt, gelten lassen, das Du der Art und Weise 
Deiner Fragestellung hier nicht viel Aufmerksamkeit gewidment hast und 
also nicht wirklich ernsthaft so zu deuten ist, wie ich es getan habe.

Wenn Du tiefer in das Thema einsteigen willst, könntest Du vielleicht 
mal schreiben, wie Du das siehst.

Autor: Gästle (Gast)
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Daniel Duesentrieb schrieb:
> Desweiteren glaube ich hast du so ziehmlich das Schlimmste gemacht was
> du haettest machen koennen, wieder als Elektriker gearbeitet... Selbst
> wenn du irgendwo als Ingenieur umsonst gearbeitet haettest...


Ein trauriges  Beispiel, wie eine deutsche Fachkraft an die Wand 
gefahren wird...
Statt arbeitslos zu Hause zu sitzen vorbildlich alle Möglichkeiten 
ausgenutzt und dann ein Tritt in den Hintern.

Es kommt sicher dafür Ersatz aus aller Welt!

Bei vielen Dingen hilft nur "Machen". Also eine Entwicklungsumgebung 
organisieren und loslegen. Gut ist es jemanden in der Nähe zu haben der 
Aufgaben stellt, das Ergebnis anschaut und mal weiterhilft.

Autor: Paul (Gast)
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>Ich hatte auch schon eine Stelle,
>die jedoch mit der Begründung der "schlechten analytischen Arbeitsweise"
>sowie "es sieht aus als würde ich was ich tue nicht selbst verstehen"
>gekündigt wurde.

Steht das so in Deiner Beurteilung? Beurteilungen müssen wohlwollend 
formuliert werden. Falls nicht, nochmal den Schreiber kontaktieren oder 
den Rechstanwalt. Mit so einer Beurteilung bist Du auf dem Markt 
chancenlos.

Ansonsten Hut ab für so viel Mut, das hier zu schreiben.

Wie siehst Du es? Hat der Schreiber Recht oder war es Mobbing?

Ansonsten: Suche eine Stelle, die ausdrücklich auch für Berufsanfänger 
ausgeschrieben wurde. Versuche dort einen Mentor zu bekommen und lerne 
privat nebenbei, die Schwachstellen zu verbessern (lesen, private 
Elektronikprojekte).

Mit der Zwischenstufe Arbeiten als Elektriker sehe ich auch so: Das war 
nicht so gut, der deutsche Arbeitgeber interpretiert da alles rein, nur 
nicht, daß Du Dich um Arbeit bemüht hast, leider.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Gästle schrieb:
> Ein trauriges  Beispiel, wie eine deutsche Fachkraft an die Wand
> gefahren wird...

Das klingt aber nicht als Fachkraft:

Einsteiger schrieb:
> Nun bin ich seid kurzem wieder zurück in Deutschland und will im Bereich
> Embedded Systems Software erstellen. Ich hatte auch schon eine Stelle,
> die jedoch mit der Begründung der "schlechten analytischen Arbeitsweise"
> sowie "es sieht aus als würde ich was ich tue nicht selbst verstehen"
> gekündigt wurde.

Merke:
1. Ein Studium macht einen nicht zu einer Fachkraft
2. Ein abgeschlossenes Studium garantiert nicht einen sicheren Job.

Und dass hier schon wieder ein Rechtsanwalt als Tipp gegeben wird, ist 
einfach nur erschreckend. Es ist leider schon sehr in Mode gekommen, 
erst einmal die Schuld bei anderen zu suchen, anstatt an sich selbst zu 
arbeiten. Denn für letzteres Muss man vielleicht auch mal gegen seinen 
Stolz ankämpfen.

@Einsteiger:
Du solltest zuerst einmal tief in dich gehen. Dabei solltest du dich zum 
Beispiel mal an deine Diplomarbeit erinnern: Wie bist du dort 
vorgegangen? Hast du dich da vielleicht einfach nur irgendwie 
durchgekämpft oder bist du strukturiert und gezielt vorgegangen? Ein 
guter Betreuer würde dich mit einer "schlechten analytischen 
Arbeitsweise" nicht durchkommen lassen. Leider gibt es hier viele, die 
etwas zu gnädig oder einfach desinteressiert sind.

Dann brauchst du wohl einen Job, in den du richtig eingearbeitet wirst. 
Am meisten Chancen dazu hat man in einen großen Betrieb. Nur kommt man 
da nur sehr schwer überhaupt rein.

Ansonsten wäre es vielleicht eine Möglichkeit, einen Master anzuhängen. 
Gerade mit der Thesis hast du einerseits die Möglichkeit, den Fuß in 
einen Betrieb zu bekommen und andererseits noch einmal an deiner 
Arbeitsweise zu arbeiten.

An Kenntnissen mangelt es in der Regel einem Absolventen nicht - da wird 
in der Regel nicht wirklich viel erwartet. Aber eine gewisse Arbeitweise 
und die entsprechenden Social Skills müssen unbedingt vorhanden sein.

Autor: Paul (Gast)
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>Und dass hier schon wieder ein Rechtsanwalt als Tipp gegeben wird, ist
>einfach nur erschreckend. Es ist leider schon sehr in Mode gekommen,
>erst einmal die Schuld bei anderen zu suchen, anstatt an sich selbst zu
>arbeiten.

Selbst wenn er Schuld hat, ist der Arbeitgeber verpflichtet ein 
wohlwollendes Zeugnis auszustellen. Sollte das nicht getan worden sein, 
hilft

1. Den Arbeitgeber um die Ausstellung eines wohlwollenden Zeugnisses lt. 
Gesetz bitten
2. Wenn das nicht hilft, die Ausstellung eines wohlwollenden Zeugnisses 
per Rechtsanwalt einfordern.

Das ist sein gutes Recht und keine Kulanz, egal ob er das versemmelt 
hat. So versaut er sich ganz die Zukunft.

Der Tip mit dem Master sei gut überlegt. An einer Hochschule warst Du 
bereits, dort konnten diese Lücken nicht geschlossen werden. Warum noch 
einen wieteren Versuch mit stumpfen Waffen machen? Setzt Dich selber hin 
und versuch an eigenen Projekten, die Defizite zu verbessern.

Klavierpielen lernt man auch erst durch Praxis und nicht durch ein 
weiteres Jahr Intonationslehre.

Autor: Gästle (Gast)
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Stefan L. schrieb:
> Gästle schrieb:
>> Ein trauriges  Beispiel, wie eine deutsche Fachkraft an die Wand
>> gefahren wird...
>
> Das klingt aber nicht als Fachkraft:
>
> Einsteiger schrieb:
>> Nun bin ich seid kurzem wieder zurück in Deutschland und will im Bereich
>> Embedded Systems Software erstellen. Ich hatte auch schon eine Stelle,
>> die jedoch mit der Begründung der "schlechten analytischen Arbeitsweise"
>> sowie "es sieht aus als würde ich was ich tue nicht selbst verstehen"
>> gekündigt wurde.
>
> Merke:
> 1. Ein Studium macht einen nicht zu einer Fachkraft
> 2. Ein abgeschlossenes Studium garantiert nicht einen sicheren Job.

Schön, habe nicht behauptet das er schon eine Fachkraft ist!
Er hat gewisse Vorraussetzungen, den Willen und hat um Hilfe gebeten mit 
seinem Handicap eine Fachkraft zu werden.
Es ist ganz einfach einem Anfänger ein "Dickes" Projekt vorzusetzen und 
dann zu sagen du bist zu doof, weil er es nicht so bewältigt wie der 
"alte Hase" den man um Kosten zu sparen in der Wirtschaftkrise entsorgt 
hat.

Aber wie wird ein junger Ing 2008/09/10 zur Fachkraft?

In dem er genötigt wird seinen Lebensunterhalt irgendwie und im Ausland 
zu Verdienen sicher nicht.
Es wären gute Jahre gewesen um den Nachwuchs einzuarbeiten.
Da müsste die Industrie heute nicht so fürchterlich schreien und 
jammern.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Paul schrieb:
> Das ist sein gutes Recht und keine Kulanz, egal ob er das versemmelt
> hat. So versaut er sich ganz die Zukunft.

Wenn man dafür einen Rechtsanwalt dringend benötigt, spricht das fast 
für fehlende Sozialkompetenz.

Paul schrieb:
> Der Tip mit dem Master sei gut überlegt. An einer Hochschule warst Du
> bereits, dort konnten diese Lücken nicht geschlossen werden.

Man muss vorher natürlich seine Einstellung Überdenken und sich genau 
überlegen, was man damit Erreichen will. Außerdem ist ein großer Teil 
eines Masterstudiums eine praktische Arbeit unter Betreuung, also genau 
das, was der Threadersteller benötigt.

Und den Lebenslauf versaut man sich dadurch auch nicht - wenn man jedoch 
noch bei zwei oder drei Firmen mit oben genannter Begründung rausfällt, 
ist Hartz4 lebenslang dann schon fast sicher.

Paul schrieb:
> Setzt Dich selber hin
> und versuch an eigenen Projekten, die Defizite zu verbessern.

Eigene Projekte sind zwar eine erstklassige Möglichkeit, um sich 
technisch weiterzubilden. Wenn aber die Defizite im strukturierten 
Arbeiten vorliegen, hilft das überhaupt nichts sondern macht es eher 
schlimmer.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Gästle schrieb:

>Bei vielen Dingen hilft nur "Machen". Also eine
>Entwicklungsumgebung organisieren und loslegen.

Das ist auf jeden Fall eine gute Sache. Mache ich zur Zeit auch. Wenn 
auch mit älteren Tools, einfach weil ich die schon besitze. Und wenig 
Geld für Neues habe. Das Setup hat da etwas Zeit gekostet. 
Freeware-SDCC-Compiler im Netz suchen, und sich mit den Details vertraut 
machen. Bootloader für den µC schreiben, auch dabei lernt man. Jetzt 
habe ich ein selbst modernisiertes Eval-Board mit altem 80C517, was aber 
noch sehr viel her gibt. Schnelle Hardware-MDU, obwohl nur 8-Bitter. Die 
Regelungstechnik war in meinem Studium etwas zu kurz gekommen, da 
Mikroelektroniker. Experimentiere gerade mit Spulen, PWM, ADC, PSPICE, 
für eine beliebige Spannungsregelung. Und den Studienbüchern aus den 
Grundlagen. Mathe, Elektrotechnik, Regelungstechnik. Die kennt ja auch 
niemand auswendig. Selbst gesuchte Grundaufgabe, fange mal klein an.

Weil ich vermehrt vernahm, daß Embedded Entwickler mit 
Regelungskenntnissen zur Zeit verstärkt gefragt sind. Auch als Ing., muß 
ich da von vorne wieder anfangen. Ist auf jeden Fall besser als 
irgendwelche Kurse vom Amt, oder von wo auch immer, wo man dann 
hinterher keinen Anknüpfungspunkt hat, und sich die Kenntnisse wieder 
schneller in Luft auflösen, als man schauen kann...

Beitrag #1914138 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Einsteiger (Gast)
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Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen Anregungen.

Jetzt auch erst mal einige "Antworten":

Vielleich gleich vorne weg: Die Dinge von wegen "schlechten Analytischen 
Arbeitsweise" und so steht nicht im Zeugnis. Das wurde mir in einem 
persönlichen Gespräch so gesagt. Des weiteren meinte mein Chef, das ich 
wohl für Softwareentwicklung nicht geeignet bin und ich mir vielleicht 
gedanken machen sollte ob mir das liegt.

Ich habe in der Zeit im Ausland als Elektriker gearbeitet, da es während 
der Wirtschaftskrise wenig (keine) Angebote gab und ich für Arbeiten 
welche länger als 3 Monate gedauert hätten ein spezielles Visa benötigt 
hätte, was den Arbeitgeber mal locker 5000 Euro gekostet hätte. Daher 
die Stelle als Elektriker -  ich bin auch der Meinung: besser als 
nichts.

Was den Master angeht, daran habe ich am Anfang auch gedacht. Doch die 
Zeit ist auch damit verbunden Geld zu investieren... und das ist nach 
einem Studium nicht wirklich zu genüge da...

Was meine Diplomarbeit angeht, denke ich schon, das diese strukturiert 
war. Klar hat mein Betreuer gleich am Anfang mir meine Arbeit ziemlich 
gekürzt und mir "den Weg gewiesen".
Ich muss auch zugeben, das ich nicht stark in theoretischer Arbeit bin. 
Ich bin mehr jemand, der etwas Umsetzt. Das nicht heißen soll, das ich 
einfach nur so was umsetze ohne mir Gedanken darüber zu machen was ich 
habe und was rauskommen soll.

Was das Thema eigene Projekte angeht, habe ich mir auch schon Gedanken 
gemacht. Ich will die nächsten Tage, nach dem ich einige Bewerbungen 
rausgeschickt habe, ein kleines Projekt starten, das ich evtl. zu einem 
Vorstellungsgespräch mitnehmen und vorzeigen kann. Dann sieht man, das 
ich etwas "gemacht" habe. Ebenso soll das Projekt auch theoretisch 
angegangen werden. Ich hoffe so meine Defizite "auszumerzen" bzw. etwas 
mehr Erfahrung darin zu bekommen...

@ Stefan L: Ich denke, an den social skills fehlt es mir nicht wirklich. 
Ich bin zwar kein Teamleader, aber habe eigentlich keine Probleme mit 
Kollegen und so. Außerdem... was Harz IV angeht... Lebenslang... das 
hoffe ich nun wirklich nicht, wegen nicht vorhandenen Analytischen 
Fähigkeiten.


Ach ja.. da sollte ich noch was anmerken... auch als Elektriker benötigt 
man, bei der Fehlersuche analytisches Vorgehen. In meinen Praktika habe 
ich auch Fehler auf Boards gesucht - und gefunden. Ich denke, das da die 
Welt nicht ganz verloren ist (und mir Harz IV nicht winkt - das geht gar 
nicht!!!!). Aber an der theoretischen herangehensweise muss definitv was 
getan werden, das gebe ich zu (wenn ich das auch nicht an hand eines 
Großprojektes Wie z.B. Entwickle ABS, oder so gelernt / gezeigt bekommen 
habe).
Ich hoffe, hier im Forum "Anleitungen" "Tips" "Tricks" und der gleichen 
zu diesem Thema zu finden.

Und nochmals Danke für die die Hilfe! Ich bin auch weiter für alle 
konstruktiven Ideen offen!

Danke!

Autor: Mine Fields (Gast)
Datum:

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Einsteiger schrieb:
> @ Stefan L: Ich denke, an den social skills fehlt es mir nicht wirklich.
> Ich bin zwar kein Teamleader, aber habe eigentlich keine Probleme mit
> Kollegen und so. Außerdem... was Harz IV angeht... Lebenslang... das
> hoffe ich nun wirklich nicht, wegen nicht vorhandenen Analytischen
> Fähigkeiten.

So war das nicht gemeint. Du musst eben nur aufpassen, dass du dir den 
Lebenslauf nicht kaputt machst.

Einsteiger schrieb:
> Ach ja.. da sollte ich noch was anmerken... auch als Elektriker benötigt
> man, bei der Fehlersuche analytisches Vorgehen.

Diese Ansicht könnte problematisch sein. Ingenieursmäßiges Arbeiten ist 
etwas völlig anderes und wenn du eine falsche Vorstellung daovn hast, 
könnte dir das Schwierigkeiten bereiten.

Vielleicht solltest du dich mal eher nach gehobenen Technikerstellen als 
echten Ingenieursstellen umschauen. Wenn man sich da beweist, kann man 
immer noch weiter aufsteigen.

Autor: Einsteiger (Gast)
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Nachtrag:

@Huch: Ja da muss ich Dir recht geben. Ich habe mir Deinen Beitrag zwei 
Dreimal durchgelesen und in der tat sollte die Fragestellung anders 
lauten. Und zwar in die Richtung: " wie lerne ich strukturiertes 
entwickeln von Software" oder " wie lerne ich theoretisches herangehen 
an Softwareentwicklung".

Ich muss dazu aber auch noch mal sagen, das ich denke nicht ganz 
unstrukturiert zu arbeiten. Aber ich bin aus der "praktischen" Ecke. Ich 
muss etwas tun um es zu verstehen, sprich Lötkolben in die Hand nehmen 
und programmieren. Ein Buch alleine hilft bei mir (oft) nicht. Erst wenn 
ich an ein Problem stoße. Ich bin also keiner, der abstrakt irgendwelche 
Datenmodelle von 15 Ebenen entwirft... ich weiß auch nicht, ob ich das 
jemals so extrem abstrakt lernen werde (daher will ich ja Hardwarenah 
arbeiten).
Aber definitiv muss ich mich da verbessern und mit einem "Mentor" der 
mir zeigt wie das geht, natürlich nach dem ich mir selbst einmal 
Gedanken darüber gemacht habe, wäre das wesentlich einfachen.

Danke!
Gruß, Einsteiger

Autor: High Performer (Gast)
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>Es ist leider schon sehr in Mode gekommen, erst einmal die Schuld bei >anderen zu 
suchen, anstatt an sich selbst zu arbeiten.

Immer wieder "nett" zu beobachten, wie Leute, die zu schnell unterwegs 
waren und deshalb ein Knöllchen bekommen haben, zuerst mal um ein, zwei 
km/h  streiten und wenn möglich sogar einen Anwalt einschalten, anstatt 
kleinlaut ob der zu schnellen Fahrweise zu sein und brav die paar Kröten 
zu bezahlen.

Autor: Einsteiger (Gast)
Datum:

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2. Nachtrag
@Stefan L.: wg. Softskills: Das habe ich dann auch so verstanden 
(Lebenslauf nicht versauen)

Spätestens jetzt muss ich Dich aber "leider" fragen, was ist denn 
"Ingenieursmäßiges Arbeiten?

Ich habe das mal gegoogelt, ich bin dabei auf die gleiche frage noch 
einmal gestoßen, leider unbeantwortet habe aber auf einer 
"Werbebrochure" einer Uni folgenden Satz gefunden:

"Ingenieurmäßiges Arbeiten kann nicht allein theoretisch
gelernt werden - problemlösendes Denken, Projekt- und
Teamarbeit müssen erlebt und erfahren werden."

Für mich ist Ingenieursmäßiges arbeiten: "Problem identivizieren und 
verstehen, Ziel identivizieren, sich einen Lösungsweg überlegen, diesen 
in kleinere Etappen auflösen"

Dabei auch auf evlt. Randbedingungen achten.(z.B.: Fragen: Warum ist was 
passiert / eingetreten)

Muss man nicht auch zwischen FH und Uni unterscheiden?

Gruß Einsteiger

Autor: horst (Gast)
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Plane mal ein paar Projekte auf dem Papier, sei es mit Struktogrammen, 
State-Diagrammen, UML oder was auch immer. Dann versuche den zeitlichen 
Aufwand für jeden dokumentierten Schritt zu schätzen.

Autor: Ingenius (Gast)
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Hallo Einsteiger,

solide Ausbildung würde ich mal sagen.
Ich hab nach meiner Elektronikerlehre auch E-ing. studiert und muss
sagen, dass es gerade die praktischen Fähigkeiten sind, die jemand mit 
Ausbildung+Studium auszeichnen. Manche fertige Ing. können nicht richtig 
mit Oszis umgehen od. löten - dafür aber hochtheoretische Thesen 
aufstellen die fernab der Umsetzbarkeit sind. In der Industrie werden 
auch immer mehr 'Kümmerer' bzw. 'Macher' gesucht. Jemand der weiß von 
was er spricht und der es -wenn nötig- auch umsetzen könnte.

Einsteiger schrieb:
> Was das Thema eigene Projekte angeht, habe ich mir auch schon Gedanken
> gemacht. Ich will die nächsten Tage, nach dem ich einige Bewerbungen
> rausgeschickt habe, ein kleines Projekt starten, das ich evtl. zu einem
> Vorstellungsgespräch mitnehmen und vorzeigen kann
Private Projeke finde ich gut - ABER: nicht mitnhemen!! -geht gar nicht-
Im lebenslauf gerne unter private Projekte auflisten: z.B: generischer 
Datenlogger auf der Basis eines 8-Bit RISC Prozessors.

Stefan L. schrieb:
> Diese Ansicht könnte problematisch sein. Ingenieursmäßiges Arbeiten ist
> etwas völlig anderes und wenn du eine falsche Vorstellung daovn hast,
> könnte dir das Schwierigkeiten bereiten.
Muuaaahhh... Du hast noch nie als Elektroniker Fehler auf Platinen bzw. 
Anlagen gesucht oder?
Auch hier ist komplexes Denkvermögen wichtig und durchaus mit Ing. 
Denken vergleichbar, wenn auch auf einer anderen Ebene. Wenn 
'Einsteiger' gut in Fehleranalyse als Elektroniker ist, dann kann er es 
mit dem theoreischen Wissen seines Studiums auch als Ing.

Autor: Paul (Gast)
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>in kleines Projekt starten, das ich evtl. zu einem
>Vorstellungsgespräch mitnehmen und vorzeigen kann. Dann sieht man, das
>ich etwas "gemacht" habe.

Bloß nicht. Eine bessere Lachnummer abgeben kannst Du nicht. Nicht weil 
das Projekt kein Niveau hat, sondern weil es unprofessionell wirkt. Ins 
Vorstellungsgesüräch gehört sowas überhaupt nicht.

>Vielleicht solltest du dich mal eher nach gehobenen Technikerstellen als
>echten Ingenieursstellen umschauen. Wenn man sich da beweist, kann man
>immer noch weiter aufsteigen.

Mal langsam. So schnell sollte er die Qualifikation als Ingenieur auch 
nicht wegschmeißen, weil es einmal schief gegangen ist. Außerdem sieht 
der Markt für Techniker auch nicht gerade rosig aus. Arbeite an dem 
privaten Projekt, suche Dir eine Stelle, die ausdrücklich auch für 
Einsteiger ausgeschrieben ist und versuche Dein Glück von Neuem. An 
Fehlern reift man.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Manche fertige Ing. können nicht richtig mit Oszis umgehen od. löten - 
dafür aber hochtheoretische Thesen aufstellen die fernab der 
Umsetzbarkeit sind. In der Industrie werden auch immer mehr 'Kümmerer' 
bzw. 'Macher' gesucht. Jemand der weiß von was er spricht und der es 
-wenn nötig- auch umsetzen könnte.

Ich kann mir nicht helfen, aber immer wieder wird der Loetkolben und 
wenn es etwas anspruchsvoller sein soll das Oszi angefuehrt... Meine 
Erfahrung... Ings die die Theorie wirklich drauf hatten, konnten auch 
mit Oszi und Loetkolben umgehen... Aber die wenigsten Loet und Oszi 
Experten konnten in der Theorie mithalten... ist ja auch eine Frage der 
Uebung... Keine Firma setzt einen Dr. Ing im Labor fuers Loeten ein... 
der "Techniker" jedoch darf jeden Tag Loeten, Fehler suchen und an den 
Knoepfen des Oszi drehen ...

Autor: Paul (Gast)
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>der "Techniker" jedoch darf jeden Tag Loeten, Fehler suchen und an den
>Knoepfen des Oszi drehen ...

Get ready to rumble. Ring frei zur ersten Runde, kann ich nur sagen.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Paul schrieb:
> Mal langsam. So schnell sollte er die Qualifikation als Ingenieur auch
> nicht wegschmeißen, weil es einmal schief gegangen ist.

Ich meinte damit natürlich Stellen, die sowohl für Techniker als auch 
Ingenieure ausgeschrieben sind. Gerade im Bereich Test, Kundendienst und 
Fertigung findet man so etwas schon häufiger.

Ingenius schrieb:
> Muuaaahhh... Du hast noch nie als Elektroniker Fehler auf Platinen bzw.
> Anlagen gesucht oder?
> Auch hier ist komplexes Denkvermögen wichtig und durchaus mit Ing.
> Denken vergleichbar, wenn auch auf einer anderen Ebene.

Muaaahhh... du warst jetzt irgendwie damit lustig oder?

Und dabei hast du noch eine völlig falsche Schlussfolgerung geschlossen. 
So etwas gehört nämlich zu meinen regelmäßigen Aufgaben (neben der 
klassischen Ingenieursarbeit).

Wie du ja sogar selbst sagst, ist das ein Denken auf einer völlig 
anderen Ebene. Einfach nicht vergleichbar. Manche haben für das Eine 
Talent, die anderen eben für das Andere.

Autor: Einsteiger (Gast)
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>Muaaahhh... du warst jetzt irgendwie damit lustig oder?
... nicht streiten Leute... das bringt uns (mich) nicht weiter!

Stefan L. schrieb:

> Ich meinte damit natürlich Stellen, die sowohl für Techniker als auch
> Ingenieure ausgeschrieben sind. Gerade im Bereich Test, Kundendienst und
> Fertigung findet man so etwas schon häufiger.

Hey Stefan,
vielen Dank für den Tip... ist angenommen und auch schon ausgeführt... 
mal sehen, was raus kommt.

> Wie du ja sogar selbst sagst, ist das ein Denken auf einer völlig
> anderen Ebene. Einfach nicht vergleichbar. Manche haben für das Eine
> Talent, die anderen eben für das Andere.

Ok, das verstehe ich schon. Aber bitte noch einmal, wenn es dafür einen 
Unterschied gibt (und ich weiß es gibt einen / bemerke das auch - kann 
Ihn aber nicht in Worte fassen), wo liegt denn dann genau der 
Unterschied?!

Ein kurzer Einblick bei Wikipedia sagt:
"Ein Ingenieur (Abk.: Ing.) ist eine Berufsbezeichnung für 
wissenschaftlich ausgebildete Fachleute auf technischem Gebiet."
und
" Ingenieure zeichnen sich im Allgemeinen durch analytisches Denken, 
gute theoretische und anwendungsorientierte Fachkenntnisse, verbunden 
mit praxisorientierten und auf termingerechte Umsetzung bedachte 
Vorgehensweisen aus; Grundlage für erfolgreiches Arbeiten ist ein 
fundiertes Fachwissen und eine gute technische Allgemeinbildung."

Zu 1.: ... wissenschaftlich ausgebildete Fachleute..: heißt für mich, 
kann man lernen, bzw. "Arbeitnehmer" sollten von "Arbeitgebern" 
ausgebildet werden.

Zu 2.: gute theoretische und anwendungsorientierte Fachkenntnisse: 
theoretische Grundlagen solle man im Studium lernen (lat. studere:"nach 
etwas streben, sich um etwas bemühen"). Meines Wissens heißt studieren 
ja auch, zu lernen, sich selbst etwas beizubringen.

summa summarum wäre Ingenieurmäßiges arbeiten:

Das erarbeiten einer Lösung, anhand der erlernten Grundlagen, bzw. mit 
der Fähigkeit sich selbst etwas zu anzueignen und mit wissenschaftlichen 
Grundlagen (sprich nachvollziehbar) zu Begründung.

Grundlagen: selbst beibringen, Studium, Erfahrung, von anderen Lernen
selbst etwas aneignen: lernt man im Studium
nachvollziehbar begründen: Sollte man im Studium oder bei einer guten 
Firma / gutem Vorgesetzten lernen

Ich will jetzt mal behaupten, das ich, bis auf "wissenschaftlich 
begründen", was ich noch lernen muss, das kann. Evtl. noch eine Portion 
Selbstbewusst sein dazu.
(Wobei ich auch behaupten möchte, das Ing. (FH) mehr am praktischen 
liegen, Ing. (Uni) mehr am theoretischen liegen, ab beide beides lernen 
können)

Oder weiß jemand eine bessere Deffinition??? Ich habe keine bessere (ja, 
bei Google) gefunden.

Gruß Einsteiger

Autor: Mine Fields (Gast)
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Ingenieursmäßig Arbeiten ist keine Definition, sondern eine 
Verhaltensweise.

Es kann auch sein, dass du zwar völlig sauber arbeitest, aber das 
einfach nicht richtig kommunizieren kannst (fehlendes Selbstbewusstsein 
könnte da schon eine Rolle spielen). Aus ein paar Beiträgen in einem 
Forum kann man leider nicht genau schließen, wo bei dir die Defizite 
liegen.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Also mein Tip, schau dich im Bereich Test, Projekt, Kundendienst, 
Fertigung usw um. Mach das mal eine zeitlang und erlange ein wenig 
ingenieurmaessiges Selbstbewusstsein.
Vieleicht liegt dir die reine Entwicklung nicht, wobei es da auch 
verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt... eine kleine Wetterstation ist 
halt ein wenig einfacher als ein Wettersattelit... koennte ja sein das 
du die Station packst, aber eben beim Sattelit an deine Grenzen 
stoest...

Ich kenn auch zwei Ing. die zwar sehr gut sind, aber einfach nichts aber 
wirklich gar nichts einfach und plausibel erklaeren koennen, speziell 
nicht ihre Arbeit. Und deren Dokumentation ist unter aller Sau. Beide 
arbeiten dafuer in genau der richtigen Firma (kleine Bude und ihr Chef 
laesst sie machen). Bei einer anderen Firma wuerden sie untergehen...

Nun bitte nicht auf die Idee kommen das du vieleicht zu diesen 
verkannten ueberqualifizierten Genies gehoerst... denken viele, jedoch 
ist das meist nicht der Fall...

Lieber was einfacheres machen und dabei erfolgreich und gluecklich .. 
als mit komplexen Dingen ungluecklich werden...

Autor: Einsteiger (Gast)
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Hi Daniel,

Jep, ich denke, das ist eine gute Idee... sprich, ein großes 
Unternehmen, oder langsam anfangen...

Ironie an
"Klar gehöre ich zu den verkannten Genies... was denkst Du denn... es 
weiß nur keiner..."
Ironie aus

Danke für die guten Tipps und die solide Diskussion! Hat mir sehr 
geholfen, und auch in meinem Denken bestätigt!!!

Alles Gute Euch!

Einsteiger

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