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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Medizintechnik & Karriere


Autor: Chris L. (hazdur)
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Guten Tag,

ich bin gerade dabei mein Studium (ET) abzuschliessen und mache mir 
dementsprechend Gedanken ueber die Zeit danach. Nach allem, was man hier 
taeglich ueber den "Fachkraeftemangel" liest, wird einem als 
Berufsanfaenger doch ziemlich bange - aber nun gut, so ist nun mal die 
Stituation.
Als Alternative zur freien Wirtschaft wurde mir ein Promotionsstelle an 
dem Institut angeboten, bei dem ich auch meine Diplomarbeit geschrieben 
habe.
Ich moechte hier jetzt allerdings KEINE Diskussion ueber "Doktor machen 
Ja/Nein" anfangen.

Mir geht es eher um das Thema dieser Stelle und was fuer Moeglichkeiten 
dieses bietet oder auch nicht.

Der uebergeordnete Titel des Themas lautet: IC-Design fuer die 
Medizintechnik".

Genauer geht es darum, ein Implantat zu entwickeln, dass nach 
Operationen in einem "Leerraeumen" im Koerper eingesetzt werden kann und 
dort die Nachbildung von Gewebe "beaufsichtigt". Dabei muessen bestimmte 
Werte mit Hilfe eines Sensors erfasst werden. Die Messdaten sollen dann 
mit einem ASIC verarbeitet werden, der auf der einen Seite gewissen 
"Massnahmen" einleiten kann und zudem drahtlos mit der Aussenwelt 
kommunizieren kann.

Dieses Projekt findet zusammen mit Partnern und Einrichtungen fuer die 
Medizintechnik statt.



Ob das Thema mir gefaellt, muss ich natuerlich fuer mich selber 
entscheiden, aber generell mal gefragt:

Hoert sich so ein Thema nach sinniger Forschungs-/Entwicklungsarbeit an?
Kann man irgendwie absehen, wie sich diese Branche der Technik 
entwicklen wird?
Gibt es dort Aussichten auf einen vernuenfitgen Arbeitsplatz?
Kennt sich jemand in der Arbeitsmarktsituation der Medizintechnik etwas 
aus?


Vielen Dank & schoenen Gruss

Autor: Joachim (Gast)
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Hallo,

"Gesundheit" und damit auch Medizintechnik ist die Branche der Zukunft, 
speziell in einer reichen und vergreisenden Gesellschaft. Seit 3 Jahren 
mache ich Geräteentwicklung im Pharma-Diagnostik-Bereich in der Schweiz. 
Die Umsatzrenditen, die dort erzielt werden sind märchenhaft.

Von der Fachkräftediskussion würde ich mich nicht kirre machen lassen. 
Gute, wirklich gute Leute finden immer eine herausfordernde Stelle als 
Entwickler. Mit der Promotion, insbesondere wenn Du dort auch noch eine 
sehr gute Note erzielst, wirst Du dich leicht von der breiten Masse 
absetzen können. Alle Bachelors oder FH-Ings. werden keine Konkurrenz 
mehr sein.

Viele Grüsse,
Joachim

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Gestern wurde verkündet das Wissenschaftler einen Chip entwickelt
haben der hinter die Netzhaut implantiert werden, und Blinden
zunächst mal 2% Sehfähigkeit wiedergeben soll. Das ist doch für
den Anfang revolutionär und sollte weiter entwickelt werden.
Also würde ich in dem Bereich dran bleiben. Vielleicht wird es
dann mal unter anderem ein MCT geben, also einen Mobilen-Computer-
Tomographen geben, nicht größer wie ein Multimeter. Das wäre doch
mal was und bestimmt nicht der einzigste Fortschritt.

Autor: Heda! Laubursche! (Gast)
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Auf jeden Fall dranbleiben! Noch besser an Spitzentechnologie und 
neuester Forschung kann man ja garnicht arbeiten. Das Thema hört sich 
auf jeden Fall spannend an. Und mit nem Doktor, bist du auf deinem 
Fachgebiet schon mal als Spezialist ausgewiesen und wirst allen anderen 
schonmal vorgezogen wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Autor: Paul (Gast)
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>Vielleicht wird es
>dann mal unter anderem ein MCT geben, also einen Mobilen-Computer-
>Tomographen geben, nicht größer wie ein Multimeter.

Müßte nur noch der Patient dazu auf die Multimetergröße geschrumpft 
werden....

Entschuldigung, fiel mir dazu ein.

Autor: PaulPanzer (Gast)
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>>> Die Umsatzrenditen, die dort erzielt werden sind märchenhaft.

Mal schauen wie lange noch. Bald lässt sich diese Umsatzrendite nicht 
mehr aus unserem "Krankheitssystem" bezahlen.

Das wird ein böses erwachen geben für diese Branche.

Gruß

Autor: Frank (Gast)
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>und wirst allen anderen
>schonmal vorgezogen wenn die Rahmenbedingungen stimmen
Da muss ich aber bremsen! Mein Bekannter arbeitet bei Siemens MED in 
Erlangen und der sagt, daß da eher ausgelagert und reduziert wird. Auch 
als Dr. hat er da nicht viel zu melden und ein Gehalt, das nicht viel 
höher ist, als das der anderen Entwickler. Die Siemens stellt eigentlich 
nur noch eigenen Nachwuchs ein, der gerade das Nötigste kann und 
beschäftigt ansonsten nur noch Leiharbeiter, wenn sie mal einen 
Erfahrenen brauchen.

Autor: Chris L. (hazdur)
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Vielen Dank fuer die bisherigen Antworten! Das hoert sich zum einem ja 
ganz ermunternd an, wenn auch wieder Daempfer dabei ist.

Ich denke selber, dass es keine Branche oder Gebiet bei den 
Ingenieursberufen gibt, wo man 100%-ig Karriere macht. Auch wenn man der 
super Fachmann fuer etwas Supertolles ist, hilft einem das nicht weiter, 
wenn das niemand braucht.

Dennoch werden Menschen - leider - immer krank werden, was automatisch 
dazu fuehrt, dass die Gesunds- und Medizinbranche immer irgendwie 
exisitieren wird.


Ich habe heute morgen weitere Informationen zu dem Thema erhalten. Nach 
einem groben Ueberblick, wuerde mein Teil for allem die Entwicklung des 
ASIC betreffen. Dies soll mich nicht weiter stoeren, da ich eh gerne HW 
in meiner Promotionsarbeit entwickelt wollen wuerde.


Nun denn, ich bedanke mich fuer die Beitraege und wuensche allen viel 
Erfolg - was sie auch tun moegen. :)

Autor: Marx W. (Gast)
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PaulPanzer schrieb:
> Mal schauen wie lange noch. Bald lässt sich diese Umsatzrendite nicht
>
> mehr aus unserem "Krankheitssystem" bezahlen.

Nö, die Chinesen bauen halt alles nach und dann wird`s saubillig!

Autor: Michael (Gast)
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Das Krankensystem ist schon jetzt pleite. Die geburtenstarken Jahrgänge 
kommen erst noch. Die Kasse zahlt bald nur noch stationär. Die Leute 
geben eher Geld für Nahrungsmittel und Heizung aus, als sinnlose 
Untersuchungen und noch sinnlosere Therapien. Außerdem bist du nur auf 
einem winzig kleinen Spezialgebiet evt. ein Experte.

Automotive läuft garantiert noch die nächsten 30 Jahre und man kann 
relativ leicht wechseln. Wie viele Stellen gibt es in deinem Bereich? 10 
in ganz Deutschland. Wenn da ausgelagert wird, wird es eng.

Autor: Paul (Gast)
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Diese kleinen Klitschen mit ihren Spezialforschungsgebieten kann man 
vergessen. Die spin offs zahlen nicht gut oder sind ÖT.

Nur in der Pharmabranche im Bereich Vertrieb gibt es langfristig 
Stellen, weil die HIER am Ort sein müssen.

>dass die Gesunds- und Medizinbranche immer irgendwie
>exisitieren wird.

Das stimmt, nur bedeutet das nicht, daß die Geräte in Deutschland 
entwickelt werden!

Die Stellen in der Medizintechnik werden immer weniger, weil die Großen 
alles nach Asien verlagern.

Fresenius Healthcare hat schon vor Jahren angefangen, ihre Entwicklungen 
auszulagern und die Zulieferer machen immer mehr in Osteuropa und 
Südeuropa.

Grossfirmen wie Roche bauen ihre Medizintechnisparten ab!

Siemens baut gleichwertige Entwicklungsabteilungen in Shenzen auf.

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