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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ich möchte aussteigen. Minijob+Selbstständigkeit : Krankenkasse


Autor: Fragender (Gast)
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Hallo Leute.

Ich möchte meine Zeit sinnvoll nutzen, ich habe mich lange genug von 
Leiharbeitsfirmen und anderen Ausbeuterfirmen verheizen lassen. Im 
unteren Beschäftigungssegment in der Arbeiterklasse.
Das ist einfach nichts für mich, ich komme da nicht klar, da gehe ich 
psychisch kaputt.

Ich möchte aussteigen. Noch bekomme ich Hartz4, aber ich habe die 
Gängelungen der Arge satt. Zurück auf den Bau oder irgendwo als Arbeiter 
schuften möchte ich auch nicht mehr.
Mein H4 Bewilligungszeitraum läuft aus, und ich habe vor, nicht mehr neu 
zu beantragen.
Ein Grund ist unter Anderem, dass man mich bei der ARGE als psychisch 
krank einstuft. Man steckt mich ständig in entsprechende Maßnahmen. 
Bislang habe ich auch noch mitgemacht, weil ich dachte es bringt was. 
Mein Ziel war eine Umschulung in den IT Bereich. Das werde ich 
allerdings nicht durch bekommen.
Statt dessen plant die Arge, mich in eine Therapiemaßnahme zu stecken, 
an deren Ende die Eingliederung auf dem dritten Arbeitsmarkt,eine 
städische Einrichtung in der Elektroschrott aufgearbeitet und das Metall 
ausgeschlachtet wird, steht.

Zu dieser Maßnahme können sie mich nicht zwingen, man kann niemand 
zwingen, eine bestimmte med. Behandlung mitzumachen. Allerdings hat die 
ARGE mir gesagt, dass sie einen gesetzlichen Betreuer beantragen wollen, 
wenn ich nicht mitmache. Und über den Betreuer können sie mich dann doch 
zwingen und mir in Gesundheitsfragen Vorschriften machen.

Und deswegen will ich aussteigen. Aus dem System.

Da kommt allerdings das nächste Problem auf mich zu: Die 
Krankenversicherung. Eine freiwillige Krankenversicherung in der GKV ist 
für mich als Aussteiger nicht finanzierbar.
Denn da wird ein fiktives Einkommen angesetzt, was einen Mindestbeitrag 
von ca 250 Euro bedeutet. So viel Geld werde ich allerdings nicht haben.

Außerdem kann man nicht von Luft und Liebe leben.

Ich würde deswegen gerne einen Sozialversicherungspflichtigen Job mit ca 
5 Wochenarbeitsstunden in Heimarbeit annehmen. Der Lohn wird weniger als 
400 Euro betragen. Kann man sowas dann rechtlich als Haupterwerb 
angeben? Kann man es erreichen, dass man über einen solchen Job richtig 
Krankenversichert ist? Bei einem 400 Euro Job alleine erhält man nämlich 
keine Leistungen von der Krankenversicherung. Bei einem normalen Job als 
Geringverdiener allerdings schon.

Meine Haupteinnahmequelle wird jedoch die Selbstständigkeit sein, die 
ich im Nebenerwerb anmelden möchte. Denn im Haupterwerb selbstständig, 
da kann ich mir die KV-Beiträge nicht leisten. Soviel verdiene ich damit 
auch nicht. Schätzungsweise ca 350 Euro / Monat. (ca 10 Euro am Tag)

Alles in Allem plane ich, auf ca 500 Euro im Monat zu kommen, was 
realistisch ist. Ich werde in das letzte Loch einziehen und dort einen 
nicht sanierten Raum mit WC und Waschbecken mieten.
Dort habe ich auch nur eine einzige Steckdose über uralte Leitungen, 
dafür aber einen Allesbrenner.

Ich weiß schon, wie ich meine Zeit sinnvoll nutze.
In einer "Einrichtung" abzugammeln und dort Elektroschrott aufzuarbeiten 
ist für mich keine sinnvolle Lebenszeitnutzung. Weitere Therapien sind 
für mich auch zwecklos.

Ich werde mich zukünftig anderen Dingen wie einem Selbststudium widmen 
und auch etwas Spiritualität in mein Leben einkehren lassen.



Also: Kann man irgendwie einen Minijob so auslegen, dass man wenigstens 
eine Krankenversicherung hat, die man auch nutzen kann?

Oder wie kann ich sonst preisgünstig an eine Krankenversicherung 
rankommen?

: Gesperrt durch User
Autor: Paule (Gast)
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Bist du nen Troll??

Autor: Troll (Gast)
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Wenn, dann ein guter

Autor: Norbert L. (norbert_l64) Benutzerseite
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Seuftz,...Ach...wenn doch alle so ein sauberes Schriftdeutsch schreiben 
würden...
Kaum zu glauben, dass du H4-er bist.

Autor: Hartz5 (Gast)
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> Und deswegen will ich aussteigen. Aus dem System.
geh nach Afrika Brunnen bauen, DAS ist sinnvoll.

Autor: mex (Gast)
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find den Ansatz schön, hab leider keine Ahnung wie man das 
bewerkstelligen kann.

Aber Familie mit durchbringen und Freunde ist ein wenig schwer stell ich 
mir vor.

Grundgehalt für alle wäre eine Lösung. weiter gehts.

Grüsse

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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>Oder wie kann ich sonst preisgünstig an eine Krankenversicherung
>rankommen?

PKV mit all seinen wenigen Vorteilen und vielen Nachteilen.
Anfangs billig und im Alter wird man dann abgezockt. Auch
kommt man dann nicht mehr in die GkV rein, sehr kompliziert.
Hab ich aber noch nie gemacht, deswegen schlage ich vor noch
andere Informationsquellen hinzuzuziehen.
Das mit dem Minijob und der gesetzlichen Krankenversicherung
ist eben gesetzlich geregelt und erst wenn man 401Euro verdient
ist man über den Arbeitgeber krankenversichert.
Hier gibts ein bisschen Basiswissen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Krankenversicherung
 Problem wird allerdings sein das du keinen Arbeitgeber finden
wirst der das mitmacht denn die wollen ALLE den GKV-Anteil
sparen. Alternativ wären zwei Minijobs, einen mit 200Euro und einen
mit 201Euro, aber das geht in der Regel selten gut weil die Jobs
ja über die Bundesknappschaft gemeldet werden müssen und multiple
Minijobs fallen da auf und können Ärger verursachen. Zumindest
wird einer oder beide Arbeitgeber angeschrieben und vermutlich
der/die Arbeitgeber zur Kasse gebeten und der/die wälzt/en das
dann auf den Arbeitnehmer ab. Ich hab das mal bei einem
Familienmitglied erlebt und das war nicht angenehm. Ein Job
musste dann abgeschafft werden, womit man dann wieder am Anfang war.
Wenn du dich selbständig machen willst überlege mal ob du nicht
eine GmbH (UG) aufmachst. Dann bist du dein eigener Geschäftsführer
und spendierst dir eine Gehalt von 401Euro und wärst dann
krankenversichert. Ich hab da allerdings keine Erfahrung mit und
so gefährliches Halbwissen könnte auch schief gehen. Da würde ich
ruhig mal die Krankenkasse und deinen Steuerberater(den du sowieso 
brauchst) fragen. Zumindest haste jetzt ein paar Ideen die du
mal weiter recherchieren kannst.

Einer aus meiner Familie ist zu 80% Schwerbeschädigt und die Firma
die ihn beschäftigt bekommt da einen Zuschuss zum Gehalt, aber
nicht vom Amt, sondern von so einer wohltätigen Stiftung, so das
der sich fast von alleine trägt. Leider weiß ich da nichts näheres.

Du könntest aber auch bei der Arge bleiben und trotzdem selbständig
werden. 100Euro wären frei und von jedem weiteren Euro behält der
Staat 80% bis zu einem Betrag wo du dann nicht mehr Erwerbslos bist.
Die fördern das vielleicht wenn das Konzept stimmig ist.
Beurteilen können die das sowieso nicht. Die überlassen das irgend
einer sachkundigen Stelle(was immer das sein mag). Andererseits
können die das ja auch nicht gänzlich verbieten weil es zu den 
Grundrechten gehört. Ich würde mal nach Informationen forschen
wo das Kalkül der Behörde völlig belanglos ist, man sein Gewerbe
betreiben kann, seine Stütze erhält und seine Einnahmen mit der
Stütze verrechnen muss. Irgendwie muss das ja funktionieren.
Wenn man nichts verdient muss man ja auch aufstocken können, kann
aber mangels genauer Ablaufkenntnisse dazu nichts hilfreiches
beitragen. Evtl. mal örtliche Sozialdienste der Gemeinde fragen.
Oder vielleicht gibts ja im Erwerbslosenforum.de geeignetere Info?

Übrigens würde ich mir über einen Vormund keine große Gedanken machen,
so was muss erst durch die Gerichte entschieden werden und das dauert.

Leider alles nur gefährliches Halbwissen, aber vielleicht ausreichend
den Stein mal ins Rollen gebracht zu haben.

Autor: Kaum zu glauben ! (Gast)
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Hab ich das richtig verstanden?

Er möchte mit wenig Arbeit eine volle Krankenversicherung, kein Harz 4, 
weil man ihm dort zu viel auf die Finger schaut, keine Fortbildung, weil 
das zu anstrengend ist und dabei auch zu viel Zuverlässigkeit gefordert 
wird.

Keine Leiharbeit, weil man da nur ausgebeutet wird (ich stimme zu) oder 
weil es zu viel Stunden sind?

"5 Wochenarbeitsstunden in Heimarbeit", also auch ohne direkte Aufsicht, 
aber ca. 500.-€ für 20 Std. im Monat mit einer "einfachen" Arbeit, d.h. 
25€ pro Std. netto.
So was suche ich auch noch.

"Meine Haupteinnahmequelle wird jedoch die Selbstständigkeit sein, die
ich im Nebenerwerb anmelden möchte."
... damit die Sozialleistungen fließen!

"Und deswegen will ich aussteigen. Aus dem System."
... aber alle Sozialleistungen des Systems in Anspruch nehmen.

"Weitere Therapien sind für mich auch zwecklos."
...das denke ich auch!

"und auch etwas Spiritualität in mein Leben einkehren lassen."
... Da würde ich Indien empfehlen. Eine Sozialversicherung ist dort auch 
nicht üblich, dies bedeutet eine wesentliche Kostenersparnis.

Sind meine oder anderer Leute Vorstellungen abseits einer realen Welt?



???

Autor: Joe (Gast)
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Wer so schreiben kann wie der fragende Aussteiger, der kann googeln und 
auch jeden Text verstehen.

Einer hält uns alle hier zum Narren.

joe

Autor: Martin (Gast)
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>> Also: Kann man irgendwie einen Minijob so auslegen, dass man wenigstens
>> eine Krankenversicherung hat, die man auch nutzen kann?

Gute Frage! Hier befindet sich möglicherweise eine Antwort: 
http://www.akademie.de/. Zur Thematik Krankenversicherung stehen dort 
eine Menge guter Sachen.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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http://www.akademie.de/
Nicht schlecht.

Autor: Holzmichl (Gast)
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>städische Einrichtung in der Elektroschrott aufgearbeitet
>und das Metall ausgeschlachtet wird, steht.

Boah, das kenne ich aus dem Landkreis. Da hat so ein Typ so eine Bude 
aufgemacht, wo er die ganzen Harzer zwingt, für ihn zu arbeiten. Wenn da 
einer aussteigt, dann wird der gemeldet und kriegt Druck gemacht. Der 
Typ hat extra eine GMBH gegründet und sich selber zum Geschäftsführer 
gemacht, mit Duldung des Landrats. Der Typ fährt nen dicken BWM, weil er 
einen gewaltigen Gewinn pro Tonne recycleten Abfall bekommt.

Eine Sauerei ist das!

Lass ja das Aussteigen sein! Ingenieur oder Informatiker sein, ist die 
einzige Möglichkeit, der durch die Bundesregierung organisierten 
Ausbeutung weitestgehend zu entgehen.

Autor: Fragender (Gast)
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Ich kann euch beruhigen, ich bin kein Troll, ich meine das mit dem 
Ausstieg erst.
Aber ich kann euch beruhigen. Ich will nicht für immer aussteigen. 
Sondern nur eine Zeitlang.
Die Ausstiegszeit will ich unter Anderem dazu nutzen, aus der 
"Arbeiterklasse" auszusteigen.
Ich bin Facharbeiter/Geselle. Und das soll nicht so bleiben.

Ich will auf eigene Faust durch Weiterbildungen, Kurse und IHK 
Zertifikate als Quereinsteiger in einen anderen Bereich.

Die 5 Stunden pro Woche, sind nicht die insgesamte Arbeitszeit, das sind 
5 Stunden in abhängiger Beschäftigung.
Meine Selbstständigkeit sehe ich nicht als so harte Arbeit an.
Das ist mehr "Hobby zum Beruf gemacht".

Mit Selbststudium meine ich übrigens nicht irgendwelche religiösen 
Sachen, sondern Weiterbildung auf eigene Faust.
Ein bisschen Spiritualität, um auch mal zur Ruhe und Besinnung zu 
kommen, schadet trotzdem nicht. Ich will das zu einem Teil von meinem 
Leben machen, als Gegenpol zum Streß.

Zur ARGE kann ich keinesfalls mehr gehen. Das geht nicht. Naja, geht 
schon, aber ich will nicht. Ich will diesen eingeschlagenen Weg nicht 
weiter gehen.

Als Aufstocker zur Selbstständigkeit wollte ich allerdings auch nicht 
hin gehen. Erstens, weil die mir dann 80% meines Einkommens abziehen.
Außerdem habe ich dann einen roten faden bei der Arge, d.H. die wissen 
dann immer über mich bescheid.

Autor: Holzmichl (Gast)
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>sondern Weiterbildung auf eigene Faust
Weiterblidung im Job ist besser. Das zählt, auch wenn es real weniger 
sein sollte. Die Firmen denken da anders.

Autor: Ronny Minow (hobby-coder)
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Fragender schrieb:
> Außerdem habe ich dann einen roten faden bei der Arge, d.H. die wissen
> dann immer über mich bescheid.

das system weis ohnehin was du machst. ob du nun aufstockst, oder nicht. 
sobald du auch nur beginnst, gegen die dir vorgesetzten maßnahmen 
vorzugehen, hast du schon entsprechende einträge in deine akten.

nehmen wir mal dein beispiel an die hand: du gründest ein untenehmen, um 
selbstständig zu werden. du beantragst dann diversie hilfen. egal, ob 
nun bei der arge, das existensgründer darlehen, oder sonstwas. du 
meldest dann der arge, das du selbststöndig, bzw. in arbeit bist. und 
schon steht das in der akte. da du damit ja deine alg2 ansprüche 
abtrittst, bzw. aufstocker wirst.

ich begrüße den weg in die selbstständigkeit, bzw. generell in 
beschäftigung. aber, das die daten gesammelt werden kannst du nicht 
verhindern.

Autor: Norbert L. (norbert_l64) Benutzerseite
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Holzmichl schrieb:
> Da hat so ein Typ so eine Bude
> aufgemacht...
Na und? Ist es dir lieber das der Elektroschrott exportiert wird?


Holzmichl schrieb:
> wo er die ganzen Harzer zwingt, für ihn zu arbeiten
Haha, DER zwingt niemanden für ihn zu arbeiten, es ist das Soziale 
System das jeden zwingt den Anteil des H4-Geldes zu senken.


Holzmichl schrieb:
> Der Typ hat extra eine GMBH gegründet...
Das macht man so.

>...und sich selber zum Geschäftsführer gemacht...
Das macht man ebenso

>.. mit Duldung des Landrats.
Irrtum! Die Meinung des Landrates ist belanglos. Es herrscht 
Gewerbefreiheit.


Holzmichl schrieb:
> Der Typ fährt nen dicken BWM,
Der ist nur geleast. So hat er monatliche Betriebsausgaben. Diese senken 
seine Steuern. Würde er den BMW kaufen, so wäre seine GMBH mehr Wert und 
er müsste höhere Steuern zahlen.

> einen gewaltigen Gewinn pro Tonne recycleten Abfall bekommt.
na hoffentlich.

Holzmichl schrieb:
> Eine Sauerei ist das!

Aber wirklich! Du musst unbedingt etwas an deiner politischen 
Allgemeinbildung tun ;-)

Autor: Fragender (Gast)
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Jo, das mit den Daten stimmt vielleicht. Aber solange ich dort keine 
Leistungen beanspruche, können die mir auch nix aufzwingen.

Weiterbildung aus dem Job heraus? Nein danke. Ich will in dem Bereich 
keinen Tag mehr arbeiten.
Ich will Quereinsteiger in einen anderen (aber verwandten) Berufszweig.

Die Umschulung wurde mir ja abgelehnt. Stattdessen wollten sie mir diese 
"Zwangstherapie" mit Wiedereingleiderung über den dritten Arbeitsmarkt 
aufs Auge drücken. Die Geister die ich rief und so.
Um das wirkungsvoll los zu werden, hilft nur eine Abmeldung bei der 
Arge, zumindest für ein paar Monate. Sonst ziehen die das Programm 
durch.


Eine Therapie brauche ich nicht. Die sollten sich lieber mal fragen, 
warum ich so angepisst und depri bin.
Aber da kann mir keiner mehr helfen, das muss ich selber in den Griff 
bekommen, Und dafür steige ich auch gerne mal eine Weile aus.

Autor: Ronny Minow (hobby-coder)
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Fragender schrieb:
> Jo, das mit den Daten stimmt vielleicht. Aber solange ich dort keine
> Leistungen beanspruche, können die mir auch nix aufzwingen.
>

falsch. ich kenne menschen, deren lebensgefährten genug verdienen, das 
diese kein alg 2 bekommen. und dennoch müssen diese z.b. nen 1€ job 
machen...

> Weiterbildung aus dem Job heraus? Nein danke. Ich will in dem Bereich
> keinen Tag mehr arbeiten.
> Ich will Quereinsteiger in einen anderen (aber verwandten) Berufszweig.
>
wenn die in den einen bereich nix mehr tun willst, aber in ein partner 
bereich gehen magst, was für ein ziel verfolgst du dann...?

> Die Umschulung wurde mir ja abgelehnt. Stattdessen wollten sie mir diese
> "Zwangstherapie" mit Wiedereingleiderung über den dritten Arbeitsmarkt
> aufs Auge drücken. Die Geister die ich rief und so.
> Um das wirkungsvoll los zu werden, hilft nur eine Abmeldung bei der
> Arge, zumindest für ein paar Monate. Sonst ziehen die das Programm
> durch.
>
das ist wirkungslos. wenn du den system entkommen willst, musst du in 
ein anderes gehen.

>
> Eine Therapie brauche ich nicht. Die sollten sich lieber mal fragen,
> warum ich so angepisst und depri bin.
> Aber da kann mir keiner mehr helfen, das muss ich selber in den Griff
> bekommen, Und dafür steige ich auch gerne mal eine Weile aus.

frage dich doch mal lieber, was in dein eignenen leben schief läuft. du 
hast die wahl: folge den system, oder verlasse es.

und damit klinke ich mich hier aus.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Fragender schrieb:

>Denn da wird ein fiktives Einkommen angesetzt, was einen
>Mindestbeitrag von ca 250 Euro bedeutet.

Das kann nicht stimmen!

Die Krankenversicherung prüft dein Einkommen, und es wird wohl unterhalb 
einer Mindestbemessungsgrenze liegen. Ob die bei 8000 oder 9000€ 
Einkommen im Jahr liegt, weiß ich nicht ganz präzise. Aber irgendwo in 
diesem Bereich.

Bin z.Zt. selbst arbeitssuchend und bei der Agentur gemeldet, und 
freiwillig in der GKV versichert. Kostet 140€ monatlich, und seit kurzem 
noch die 8€ Zusatzbeitrag monatlich. Weil ich noch kein Hartz-IV 
beantragt habe.

Um von der Arge los zu kommen, müßtest du wenigstens übergangsweise eine 
sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung mit mindestens 15 
Wochenstunden haben, damit etwas Zeit übrig bleibt, dich um die 
Selbstständigkeit zu kümmern. Das kuriose an der Sache ist, daß es diese 
Jobs natürlich kaum gibt. Denn, wer so einen Teilzeitjob vergibt, 
versucht da, den eher in Richtung 400€-Job zu gestalten. Und der gilt im 
Sinne der Agentur dummerweise nicht als Beschäftigung.

@Holzmichl:

ACK! Das Thema war gelegentlich schon in den Medien. Stichwort: 
Hochwertige Trampoline, billiger als in China. Lohn für Vollzeitarbeit: 
Hartz-IV. Der GF war kamerascheu, hat nur sinnloses Zeugs gestammelt. Da 
bei sowas ist ein Teil des Vollbeschäftigungsgedankens versteckt. 
Natürlich, bekommen wir durch sowas verringerte Arbeitslosenzahlen. 
Schön für die Zahlen!!!

Autor: Fragender (Gast)
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Ich bin für "Arbeiterdasein" eigentlich auch viel zu intelligent.
Die Intelligenz wurde bi mir auch schon mehrmals überprüft und IQ 
ermittelt.
Vom IQ her hätte ich Gymnasium + Studium locker geschafft. Aufgrund 
einiger unglücklicher familiärer Umständer habe ich es aber nur zu 
Realschule+Lehre geschafft. Zum Studieren bin ich jetzt zu Alt. Mit 30 
bekommt man kein Bafög mehr genehmigt, und auch keine 
Studentenvergünstigungen mehr bei der Sozialversicherung. Da gibts nur 
noch "Bestandsschutz" aber keine Neuanträge mehr. Ab 30 ist studieren 
persönliches Privatvergnügen.

Und vor 30 schaffe ich es nicht mehr an eine FH, da mir auch noch 
Fachabi fehlt.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ronny Minow schrieb:

>falsch. ich kenne menschen, deren lebensgefährten genug
>verdienen, das diese kein alg 2 bekommen. und dennoch
>müssen diese z.b. nen 1€ job machen...

Ebenfalls ein wenig falsch!

Die Lebensgemeinschaften stehen trotz allem immer besser da als ein 
Alleinstehender.

Solange ich finanziell von der Agentur unabhängig bin, und kein Geld 
beziehe, tue und lasse ich, was ich will. Das ist mein allerletzter 
Gedanke für etwas Luxus, den ich mir einfach nehme. Wäre ja noch toller, 
wenn ich da ganz gratis irgendwo arbeiten ginge!

So einfach ist es für die nicht! Auch die Sinnhaftigkeit für einen 
Blödkurs kann man hinterfragen, ggfs. Widerspruch einlegen. Die 
Sozialgerichte waren im letzten Jahr so gefüllt wie noch nie! Einmal 
hatte ich schon Erfolg. Und noch ohne Gericht. Hatte meine Messer aber 
schon geschliffen!

Und, dann schicken sie mal wieder eine Sperre. Wenns Spaß macht??? Vor 
1961 geborenen, können sie so noch die Erwerbsminderungsrente völlig 
kaputt machen. Nach 1961 geboren, braucht man nichts gravierendes mehr 
zu befürchten, außer daß das ALG gestrichen wird, wenn man finanziell 
von denen abhängig ist.


Fragender schrieb:

>Zum Studieren bin ich jetzt zu Alt.

Quatschkopf! Hab selbst erst mit 35 begonnen.

>Mit 30 bekommt man kein Bafög mehr genehmigt, und auch
>keine Studentenvergünstigungen mehr bei der
>Sozialversicherung.

Das ist allerdings wahr. Hatte selbst das Glück, zu diesem Zeitpunkt 
schon Jahrzehnte auf dem Bau gewesen zu sein. Hatte gut verdient, 
wirtschaftliche Reserven. Der eine verprasst es gerne auf Malle, der 
andere fürs Haus, der übernächste (ich) fürs Studium. Jeder Jeck ist 
anders, sagt der Kölner.

>Und vor 30 schaffe ich es nicht mehr an eine FH, da mir auch
>noch Fachabi fehlt.

Das hat man in 1 Jahr Vollzeit. Ich machte mit 34 Abi. Allerdings weiß 
ich nicht, wie das mit deiner derzeitigen Situation harmoniert. Wohnst 
du noch im Elternhaus? Dann ginge es noch eben so mit etwas Low-Kost: 
Einheitsbrei-Essen, kein Urlaub, kein Luxus. Für eine gute Sache 
übersteht man sowas auch mal eine Weile, und freut sich hinterher viel 
mehr.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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>Um von der Arge los zu kommen, müßtest du wenigstens übergangsweise eine
>sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung mit mindestens 15
>Wochenstunden haben, damit etwas Zeit übrig bleibt, dich um die
>Selbstständigkeit zu kümmern.
Die 15 Stunden gelten nur bei ALG1 und das hat mit der Arge nichts zu 
tun. Bei AlG2 (Arge) gibt es nur finanzielle Beschränkungen.

>Das kuriose an der Sache ist, daß es diese
>Jobs natürlich kaum gibt. Denn, wer so einen Teilzeitjob vergibt,
>versucht da, den eher in Richtung 400€-Job zu gestalten. Und der gilt im
>Sinne der Agentur dummerweise nicht als Beschäftigung.
Für das Amt ist das nur ein Minijob. Die wollen ja die Leute in 
sozialpflichtige Jobs bekommen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Leo ... schrieb:

>Die 15 Stunden gelten nur bei ALG1 und das hat mit der
>Arge nichts zu tun. Bei AlG2 (Arge) gibt es nur finanzielle >Beschränkungen.

Quelle?

Denn sie gelten auch bei mir, schon >2 Jahre arbeitssuchend. Bin aber 
auch nicht bei der ARGE, habe noch keinen Hartz-Antrag gestellt. Und das 
ärgert die Herrschaften bei jedem Besuch furchtbar, denn sie können 
nicht frei über mich verfügen, wie sie eigentlich wollten. Sonst wäre 
ich wohl schon länger beim Straße fegen. Sie bohren da immer detailliert 
nach, wann ich denn endlich den Hartz-Antrag stellen möchte. Das wurmt 
die ungemein.

Details, stehen bei mir immer in der EGV (Eingliederungsvereinbarung) 
unter Rechtsbehelfsbelehrungen drin. Das ist ein rechtsverbindlicher 
Vertrag, und da gibt es kein Vertun. Egal ob man ALG1 oder ALG2 bezieht, 
oder noch gar nichts angemeldet hat. Um da weg (raus) zu kommen, gibt es 
nur eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (Arbeitsannahme mit 
mindestens 15 Stunden und sozialversicherungspflichtig).

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>ich will aussteigen...

Ja. Kannst machen. Zu meiner Zeit ist man auf eine Alm ein paar 
Ziegen/Kuehe/Schafe hueten. Ich kann dir eine Alm fuer ein paar hundert 
Euro pro Jahr vermitteln. Wenn's bei uns zu steil/kalt/abgelegen ist, 
bietet sich dasselbe in der Toskana an. Die erste Saison sollte man als 
Lohnarbeiter machen, um zu sehen, ob's gefaellt. Wenn's dann gefaellt, 
kann man die Tiere kaufen.
Ich kann't solche, die sind mit 35 dann wieder eingestiegen... die 
Knochen waren etwas aelter...

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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@Wilhelm Ferkes
>Quelle?
ALG1
Hier gibts die 15 Stunden Regelung...
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_%28D...

ALG2
...und hier nicht
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II#A...
(Freibeträge stehen etwas weiter unten)

Autor: GKV-Geschädigter (Gast)
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Fragender schrieb:
> Also: Kann man irgendwie einen Minijob so auslegen, dass man wenigstens
> eine Krankenversicherung hat, die man auch nutzen kann?

So wars bei mir:

Ich hatte einen kleinen, aber sozialversicherungspflichtigen Job (etwas 
über 1000€) Und über diesen auch eine günstige Krankenversicherung.

Nebenbei Freiberuflich/Selbständig gearbeitet (HW/SW-Entwicklung). Dabei 
natürlich für verschiedene Auftraggeber und nicht für meinen Arbeitgeber 
tätig gewesen, also keine Scheinselbständigkeit.

Dabei verdient man halt mal mehr (Projekt abgeschlossen) und auch mal 
einige Monate nix.

So. Das hat meine Krankenkasse mitbekommen, und hat mich, ohne groß 
nachzufragen, mich als Freiwiliges Mitglied eingestuft. Bam. >600€/Monat 
an die GKV abdrücken. Arbeitgeber-Anteil musste ich selber zahlen, von 
dem gabs nur ca 100€ mehr Gehalt (also sein bisheriger KV-Anteil ging an 
mich)

Zum Glück wusste der Arbeitgeber vorher schon von meiner Selbständigkeit 
und hatte nichts dagegen, sonst hätt das da auch nochmal Ärger geben 
können.

Das war dann aber richtig spassig... Mit Vorerkrankungen eine Private 
Krankenversicherung zu finden, die halbwegs bezahlbar ist, und dabei die 
GKV im Nacken zu haben, die jeden Monat mehr Geld für die 
Selbständigkeit haben will, als diese regelmäßig einbringt.

Und nein, für die 59€, die jetzt hier links und unten beworben werden, 
findet man da nix.
Aber billiger als die GKV gehts schon, auch wenn die Leistungen dann 
deutlich hinter dieser zurückbleiben.

tl;dr:
Lass deine Krankenkasse blos nicht wissen, dass du nebenbei noch 
selbständig Geld verdienst.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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>Lass deine Krankenkasse blos nicht wissen, dass du nebenbei noch
>selbständig Geld verdienst.
Wenn das man nicht irgendwie über die Gewerbeanmeldung passiert.

Autor: Fragender (Gast)
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Hallo.

Also aus dem ALG2 Bezug und aus der Arge kommt man ganz schnell raus.
Man meldet sich einfach ab. Man meldet sich aber nicht nur beim Geld ab, 
sondern auch aus der Arbeitsvermittlung.

Die Wiedereingliederungsmaßnahme nächstes Jahr trete ich nicht an. Dann 
würden die mir eh ne Sperre reindrücken und mich auch noch die Betreuung 
beantragen und mich so entrechten.


Mein Hauptproblem ist nur die Krankenkasse. Ein großer, fester 
Kostenfaktor, den ich mir so nicht leisten kann. Beim Rest komme ich 
über die Runden.
Und wenn ich in den nicht gescheit ausgebauten Keller ziehe, wo es fast 
für Lau ist. Schön isses da unten nicht unbedingt aber um nicht auf der 
Straße zu leben isses gut genug. Strom, WC, Waschbecken ist im Keller 
wenigstens da.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Siehe erst mal zu das du zahlende Kunden hast. Der Rest findet sich.

Autor: Nike (Gast)
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Hallo,
der interessante Beitrag ist schon ziemlich alt, von 2010.
Ich würde gern erfahren, wie die Ausstiegs-Sache ausgegangen ist.
Viele Grüße, Nike

Autor: Zocker_06 (Gast)
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> Re: Ich möchte aussteigen.

Versuche es doch mal mit einer Würstchenbude?

Autor: Michael S. (technicans)
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Nike schrieb:
> Hallo,
> der interessante Beitrag ist schon ziemlich alt, von 2010.
> Ich würde gern erfahren, wie die Ausstiegs-Sache ausgegangen ist.
> Viele Grüße, Nike

Ich habe Fragender mal in einem anderen aktuellen Thread drauf
angesprochen. Mal sehen ob es ihm eine Kommentar wert ist.
Beitrag "Re: Ingenieur für Automatisierungstechnik"

Autor: Martin (Gast)
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Du liegst dem Staat auf der Tasche...

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