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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik FIlter oder Abblockkondensator


Autor: Marcusius (Gast)
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Hallo.

Ich sehe immer mal wieder Schaltungen, in denen bei ICs statt eines 
Abblockkondensators ein einfacher Tiefpassfilter eingesetzt ist bei den 
Versorgungsanschlüssen . Vorrangig bei OVs. Bringt das etwas oder macht 
es auch ein Kondensator? Wie gestaltet ihr eure Schaltungen an dieser 
Stelle?

Gruß,
Marcusius

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>Ich sehe immer mal wieder Schaltungen, in denen bei ICs statt eines
Abblockkondensators ein einfacher Tiefpassfilter eingesetzt ist bei den
Versorgungsanschlüssen .

Wo denn?

Autor: Marcusius (Gast)
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z.B. für die Firma in der ich arbeite. Dort ist Elektronik aufgebaut, 
die eben diese Filter hat statt einfacher Kondensatoren.

Autor: A. K. (prx)
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Bei Opamps und beispielsweise Audioschaltungen (vor der Endstufe) ist 
das oft problemlos möglich, da der exakte Wert der Versorgungsspannung 
unkritisch ist und der Stromverbrauch nicht allzu sehr variiert. Die 
Dämpfung von Störungen und von Spannungsschwankungen aus der Endstufe 
sind so naheliegenderweise besser als bei einem C allein.

Im digitalen Umfeld empfiehlt sich das indes weniger, da 
Spannungsverlust und Pegeldifferenzen zum Problem werden können.

Autor: Mr Obvious (Gast)
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Digitale ICs ziehen beim Schalten hohe Peak-Ströme (Kondensatoren 
umladen, shoot-through, ...)
Da sind die Kondensatoren zum Schutz der Rest-Schaltung vor dem IC 
wichtig.

Analoge ICs (OpAmps) Ziehen keine Peak-Ströme, reagieren aber evtl. 
empfindlich auf unsaubere Versorgungsspannung.
Hier sind die Kondensatoren also zum Schutz des ICs vor der 
Rest-Schaltung wichtig.
Und ein RC oder sogar LC-Tiefpass macht das eben noch besser.

Autor: oszi40 (Gast)
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> Im digitalen Umfeld empfiehlt sich das indes weniger, da
> Spannungsverlust und Pegeldifferenzen zum Problem werden können.

Im digitalen Umfeld sollte der Abblockkondensator SO NAH wie möglich am 
Schaltkreis sein um kurze Spannungseinbrüche und andere wunderliche 
Effekte zu unterbinden. Selbst wenn die Schaltung "total richtig" ist, 
kann der Aufbau zum Fiasko werden.

Autor: Marcusius (Gast)
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Servus.

Recht schönen Dank für eure informativen Antworten. Nun bin ich besser 
im Bilde.


Gruß,
Marcusius

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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oszi40 schrieb:
> Im digitalen Umfeld sollte der Abblockkondensator SO NAH wie möglich am
> Schaltkreis sein
Wobei NAH hier in mm berechnet wird...
http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/14-Entkopplung

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Ich sehe immer mal wieder Schaltungen, in denen bei ICs statt eines
>Abblockkondensators ein einfacher Tiefpassfilter eingesetzt ist bei den
>Versorgungsanschlüssen . Vorrangig bei OVs. Bringt das etwas oder macht
>es auch ein Kondensator? Wie gestaltet ihr eure Schaltungen an dieser
>Stelle?

Ich verwende fast immer RC-Filter in den Versorgungsspannungen von 
OPamps. Den Widerstand wähle ich zwischen 10R und rund 100R. Bei 
gemischt analogen und digitalen Schaltungen mache ich das teilweise auch 
bei den digitalen Chips. Wegen der geringeren erlaubten Spannungsabfälle 
wähle ich den Widerstand hier aber viel kleiner, so rund 1R...4R7. 
Außerdem packe ich dort gerne noch einen SMD-Ferrit in Serie zum 
Widerstand. Der Widerstand bedämpft dann zusätzlich die Resonanz dieses 
LC-Tiefpaßfilters.

Filter in den Versorgungsspannungen sind außerdordentlich vorteilhaft, 
wenn es darum geht, eine Masse von den Masserückströmen der 
Versorgungströme sauber zu halten. Das ist vor allem bei digitalen 
Schaltungen sinnvoll, aber auch bei analogen HF-Schaltungen.

Zusätzlich werden hochverstärkende Schaltungen wirksam voneinander 
entkoppelt, was die oft zu beobachtende Schwingneigung praktisch 
eliminiert.

Wichtig beim Verdrosseln der Versorgungsleitungen ist, nahezu gleiche 
Zeitkonstanten zu wählen, damit die Versorgungsspannungen beim 
Einschalten überall gleich schnell ansteigen.

Kai Klaas

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